Lesefutter

 

Lesefutter

Alles Gute steckt in Büchern!

Was würde ich nur ohne Bücher machen?! Ehrlich gesagt, ist das für mich unvorstellbar. Es gibt keinen Tag an dem ich nicht lese.

Das Lesefutter umfasst nur Bücher die ich selbst gelesen habe und die mir wertvoll sind. Um dir einen Eindruck vom Inhalt zu verschaffen, habe ich jeweils eine kurze Beschreibung hinzugefügt.

Das Inhaltsverzeichnis, das du im Folgenden siehst, funktioniert wie eine Navigation. Klick auf einen Themenbereich und schwupps bist du schon dort gelandet.

Transparenz-Hinweis: Wenn du auf die Bilder klickst landest du direkt bei Amazon und falls du eines der Bücher dort kaufst, bekomm ich eine überaus riesige Provision ;) Nein, Quatsch das natürlich nicht, es sind nur ein paar Cent.

Und jetzt viel Spaß beim Stöbern!

Lesefutter, es ist angerichtet!

Achtsamkeit

Meinen Frieden finden – Heinrich Guggenbiller

Was für ein reiches Buch. Eine Schatztruhe, voller Möglichkeiten. Klug und sanft dargebracht, so dass sie gut für uns zu nehmen sind. Heinrich Guggenbiller nimmt sich Zeit und begleitet uns Seite für Seite auf dem Weg unseren Frieden zu finden. Mit uns selbst und damit mit den Menschen, die uns umgeben. Dies macht er, in dem er in kurzen Texte Sätze und Wörter, mit denen wir uns selbst in vielerlei Hinsicht begrenzen, wörtlich nimmt und sie langsam verwandelt. Niemals ist es ein aufgezwungener Prozess, den er mit seinem Schreiben vollzieht, viel mehr nimmt er uns mit auf eine Denkreise, die aus ihm selbst zu fließen scheint, wie es lösbar ist, von einem einschränkenden Denken über uns selbst hin zu unseren Möglichkeiten zu gelangen. In allen Formulierungen scheint die achtsame Sprache der gewaltfreien Kommunikation hindurch. Es ist kein Buch, dass man in einem Rutsch lesen kann. Vielmehr wird man es immer wieder mal zur Hand nehmen und einfach aufschlagen. Die Wörter klingen in einem nach. Sie machen etwas mit einem. Als ob sie eine wandelnde Kraft hätten. Sie öffnen Türen, die vorher verschlossen waren und derer wir uns vielleicht gar nicht bewusst waren. Ein überaus kluges und lesenswertes Buch. Ein Lebensbegleiter, der nichts über die Jahre an Weisheit verlieren wird.

Älter werden

Lieber alt und gesund – David Snowdon

In diesem Buch schreibt Dr. Snowdon über seine Langzeitstudie zu Alzheimer. Er hat durch Nonnen des Ordens Schulschwestern von Notre Dame Einblicke bekommen, die anderen Forschern bis dato verwehrt waren.

Seine Forschungen belegen eindeutig, dass Gehirntraining, Bildungserwerb, vor allem lesen und schreiben Voraussetzungen schaffen können, um Alzheimer hinauszuschieben. Ebenso gehört ein gesundes Sozialleben, ein positives Lebensgrundgefühl und eine ausgewogene Ernährung dazu.

Das Buch ist keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern es handelt von liebenswerten Menschen, die ihr Leben in den Dienst der Wissensweitergabe gestellt haben. Faszinierend zu lesen und ein Appell an jeden einzelnen.

Denn wie auch Bauchmuskeln können wir uns “Gehirnmuskeln” nur selbst antrainieren.

Alt! – Richard Haimann

Wer sich über die demographische Entwicklung und ihre Folgen umfassend informieren möchte, dem sei diese Buch wärmstens ans Herz gelegt.

Es werden klare Worte über Chancen und Risiken verschiedenster Branchen gesprochen. Wer sie beherzigt schafft sich schon jetzt einen guten Stand in der größten Käuferschicht der Zukunft.

Doch nicht nur für Unternehmenslenker ist das Buch eine interessante Lektüre, sondern für jeden der sich Gedanken über seine Zukunft macht. Ob nun in Sachen Geld, Immobilien, Gesundheit usw.

Arbeitswelt

Hört auf zu arbeiten! – Anja Förster und Peter Kreuz

Ein provokanter Titel, wie gewohnt beim Autorenpaar Anja Förster und Peter Kreuz. Mit diesem Buch legen sie einmal mehr den Finger in die Wunde.

Unsere Schulen produzieren immer noch Arbeiter und Angestellte, die dazu geeignet sind ihren Job zu machen in der Arbeitswelt die wir errichtet haben. Konformität ist in den meisten Firmen der Weg der vorgegeben wird. Kreativität ja, aber bitte nur in kleinen Dosen und nur dann, wenn es mal passt.

Die meisten Menschen haben einen Job, der ihnen das Geld zum Leben einbringt. Doch leben tun sie nur wirklich nach Feierabend. Der Job wird immer noch viel zu oft zu einer Bürde, einem kräftezehrenden Wettbewerb mit anderen und ein krankmachendes Miteinander das die Seele auf Dauer auffrisst.

Zu schwarz gemalt? Mag sein. Doch mal ehrlich, wer ist wirklich zufrieden und glücklich in seinem Job? Wenn wir uns die Krankenkassenstatistiken anschauen, dann sprechen die eine deutliche Sprache, dass psychische Erkrankungen für immer mehr Krankheitstage verantwortlich sind.

Was sollen wir tun? Das ist Inhalt dieses Buches. Es ist eine aufrüttelnde, umbequeme und provokante Anstiftung aus diesem Hamsterrad auszubrechen. Ein Verhalten zu kultivieren, das lebenswerte Arbeitsumgebungen schaffen kann den Fokus auf wirklich wertvolle Arbeit zu lenken.

Lies es und lass dich aufrütteln und anstiften.

Morgen komm ich später rein – Markus Albers

Wer wissen möchte, wie wir in Zukunft arbeiten werden, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Markus Albers beschreibt in vielen Szenarien wie unser Büro-Alltag sich bereits verändert hat und welche Möglichkeiten sich für jeden einzelnen dadurch bieten.

Ein neues Denken macht neue Arbeitsweisen und vorallem -zeiten möglich. Die stete Möglichkeit der Erreichbarkeit ist nicht nur ein Fluch. Denn wenn sie klug eingesetzt wird, durch Nutzung bereits vorhandener Technik, kann sie zum Segen werdenund uns erlauben, ein um ein vielfältiges mehr selbstbestimmteres Leben zu führen.

Viel mehr Jobs können zu einem großen Teil von überall her erledigt werden. Die Anwesenheitspflicht verkommt immer mehr zu einem Überbleibsel aus alter Zeit und dem Festhalten notorisch ängstlicher Vorgesetzter, der Mitarbeiter könnte seinen Job nicht korrekt machen, wenn er nicht unter „Überwachung“ steht. Das ist sehr plakativ ausgedrückt und entbehrt doch nicht dem berühmten Wahrheitskern.

Wenn Sie gern mehr darüber wissen möchten, wie es mit einfachsten Mitteln möglich ist, den Arbeitsplatz an jeden Ort zu verlagern, dann sollten Sie dieses Buch lesen. Es wird Ihnen jede Menge Ideen dazu mitgeben.

Belletristik

Ein Jahr auf dem Land – Anna Quindlen

Rebecca war eine gefeierte Fotografin die mit „Stillleben mit Brotkrümeln“ jahrelang einen kommerziellen Erfolg erzielte, der ihr ein sorgenfreies Leben ermöglichte.

Dabei war es keineswegs ein durchkomponiertes und geplantes Foto, sie hatte lediglich das Geschirr fotografiert, das sich nach einer unerwarteten Feier in ihrer Küche stapelte.

Sie hielt nichts davon, Gegebenheiten zu verändern, etwas mehr dorthin oder hierhin zu rücken, bevor sie auf den Auslöser drückt. Sie bevorzugt die Realität, wie sie sich zeigt.

Als sie 60 wird, versiegt der Strom der Einnahmen und sie zieht auf’s Land um Geld zu sparen. Ihre Ehe war bereits vor vielen Jahren gescheitert, ihr Sohn mehr oder weniger erfolgreich beim Film und ihre betagten Eltern pflegerisch untergebracht. All das musste sie mitfinanzieren.

So landet sie in einem kleinen Häuschen auf dem Land, bei dem die Idylle sich rasch als doch sehr fehlerbehaftet herausstellt. Sie hat keine Übung mit Leere und Stille und findet sich nur schwer zurecht.

Ein Waschbär, der auf ihrem Dachboden haust, beschert ihr die Bekanntschaft von Jim, dem örtlichen Dachdecker. Er ist immer mehr von dieser zurückgezogenen Frau fasziniert und versucht Gelegenheiten zu schaffen um Zeit mit ihr verbringen zu können.

Rebecca dagegen hat immer die Zahlen ihres zu geringen Einkommens im Kopf und ist froh um jede noch so kleine Einkommensquelle durch ihre Bilder.

Sie streift viel im Land umher und macht Bilder von Dingen, bei denen sie das Gefühl hat, dass es genauso stimmt wie sie es abbildet.

Der Roman gleitet scheinbar mühelos dahin. Wir begleiten Rebecca auf einer Häutung von ihrem alten Leben und der Suche nach einem neuen.

Anna Quindlen hat einen messerscharfen Blick auf die Feinheiten des Lebens und ihre Schilderungen treffen oft so genau zu, dass es fast weh tut.

Das Buch hat keinerlei Längen, Wörter zuviel oder ablenkende Nebengeschichten. Ein dichtes Portrait einer Frau die lernt mit 60 nochmal neu anzufangen.

Mich hat der Roman von der ersten Seite an in Bann gezogen und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung!

Die geheime Braut – Brigitte Riebe

Im 16. Jahrhundert strandet eine ehemalige Nonne in Wittenberg. Susanna findet im Haus von Martin Luther Zuflucht und arbeitet dort als Magd.

Luther hatte vor einigen Jahren seine 95 Thesen angeschlagen und betreibt weiter intensiv seine Studien. Seine Frau Bene ist damit beschäftigt, alles am Laufen zu halten und ihre Kinder gesund durchzubringen.

Just zu dieser Zeit bekommt der bekannte Maler Cranach einen Auftrag der es in sich hat. Von einem Unbekannten werden „die drei Grazien“ beauftragt. Ein heute noch sehr bekanntes Werk.

Die Crux an der Sache ist, dass der Unbekannte die drei Frauen nackt abgebildet haben möchte und er macht klare Anweisungen darüber, wer die erste der Grazien zu sein hat. Es geht dabei um eine äußerst heikle Angelegenheit, den es handelt sich um eine Adlige, die Jan, der Gehilfe von Meister Cranach, malen soll.

Das ganze ist ihm nicht ganz geheuer und seine Ahnungen sollen sich auf grausamste bewahrheiten, denn kurz nachdem das Bild fertig ist, wird die erste Grazie tot aufgefunden.

Gleiches Schicksal ereilt auch die zweite Grazie und die ganze Stadt ist in Aufruhr.

Der unbekannte Auftraggeber fordert die Frau Luthers als dritte Grazie. Jetzt ist guter Rat teuer und Luther glaubt an ein Komplott gegen ihn und seine Ideen.

Susanna, die Magd, erklärt sich bereit den Lockvogel zu spielen und als dritte Grazie anstatt Luthers Frau Modell zu stehen. Ein äußerst gefährliches Spiel, doch ihr Herz gehört inzwischen Jan, dem Malergehilfen und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Historische Romane gibt es nun wahrlich wie Sand am Meer. Doch Brigitte Riebe, die Autorin dieses Buches, versteht es etwas Besonderes daraus zu machen. Nicht umsonst ist sie Historikerin.

Der geschichtliche Hintergrund ist akribisch recherchiert und das erzählte Alltagsleben nimmt einen mit ins 16. Jahrhundert.

Wie der Mensch Luther gelebt haben könnte und in welchem Umfeld seine 95 Thesen entstanden, gibt dem Roman eine weitere, hochinteressante Ebene.

Wer sich für Historie und spannende Erzählungen gleichermaßen begeistern kann, wird mit diesem Werk seine Freude haben.

Altes Land – Dörte Hansen

Ein Buch wie ein Bildermeer. Vera kommt als polnisches Flüchtlingskind, zusammen mit ihrer Mutter Hildegard von Kampe, auf einen Hof im Alten Land (das Hinterland von Hamburg).

Die Bäuerin, Ida Eckhoff; ist überhaupt kein Freund der Flüchtlinge, die auf ihrem Hof landen. Hildegard und Ida führen erbitterte Revierkämpfe, an dessen Ende dann auch eine Tragödie steht.

Vera wird den Hof erben und sich doch ihr Leben lang als Flüchtling fühlen. Nachdem ihre Mutter nach Hamburg in ein neues Leben gezogen ist, bleibt sie als schrullige Einzelgängerin und gefürchtete Zahnärztin des Dorfes allein auf dem Hof.

Bis eines Tages ihre Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn auftaucht. Geflohen vor einer zerbrochenen Ehe und einem Leben in dem sie sich schon lange nicht mehr zu Hause fühlt.

Die beiden Frauen finden Wege einander das zu geben, was sie brauchen und so darf eine innerliche Heilung wie nebenbei geschehen.

Das Buch ist in einer wunderbaren Sprache geschrieben. Zum Teil so pointiert und treffsicher, dass es kaum möglich ist, sich diesem Witz und genauen Blick zu entziehen.

Auf der anderen Seite ist die Erzählung poetisch und es scheinen aus Worten gemalte Bilder zu sein. Die Landschaft und die Menschen erstehen wie gezeichnet vor dem inneren Auge.

Für mich war das Buch ein absoluter Lesegenuss!

Die Schlange von Essex – Sarah Perry

Die Schlange von Essex ist ein wunderbar erzählte Roman der im viktorianischen Zeitalter spielt.

Cora ist vor kurzem Witwe geworden und sie ist mit ihrem Sohn Francis unterwegs an einen Küstenort in England.

Sie fühlt sich durch den Tod ihres Mannes eher befreit als traurig, da es nicht unbedingt die einfachste Ehe war. Ihr Interesse galt immer schon Naturphänomenen und Erforschungen.

Und so kommt es ihr gerade gelegen, dass es in Aldwinter zu seltsamen Vorfällen kommt hinter denen die Einwohner ein mythisches Geschöpfe vermuten.

Sie kommt bei ihren Nachforschungen mit dem dortigen Pfarrer in Kontakt und es entspinnt sich zwischen diesen beiden doch so verschiedenen Menschen eine sehr berührende Geschichte.

Mich hat das Buch von der ersten Zeile an hineingezogen. Die Autorin Sarah Perry hat eine ganz besondere Art zu schreiben und manchmal hatte ich den Eindruck dass sie wirklich versteht mit Worten zu malen.

Wer eine wunderbare Lektüre sucht, die leicht ist und trotzdem nicht oberflächlich, wird mit diesem Buch glücklich werden. Es ist eine sehr schöne Geschichte die sich dort entspinnt und gleichzeitig ein sehr interessantes Gemälde der damaligen Zeit.

Ach und vielleicht noch als letzter Hinweis: die Schlange von Essex hat den britischen Buchpreis 2017 für den besten Roman des Jahres gewonnen.

Was uns glücklich macht – Mike Greenberg

In diesem Roman geht es um drei Frauen. Brooke, Samantha und Kathrine. Die drei kommen zwar aus der gleichen Stadt kennen sich aber nicht und im Buch wird jede Geschichte einzeln entwickelt.

Brooke entdeckt an ihrem 40 Geburtstag wie sehr sie ihren Mann noch liebt, Catherine kommt zu einer wichtigen Erkenntnis an ihrem 40 Geburtstag und Samantha entdeckt, dass ihr Mann sie mit einer älteren Frau betrügt.

Die Geschichten entfalten sich nach und nach und man wartet eigentlich darauf was sie gemeinsam haben.

Der Autor Mike Greenberg ist ursprünglich Sportjournalist und manchmal passt es auch nicht ganz zusammen wie er ein Frauenbuch schreibt. Dann passt es aber doch wieder genau, weil es eben aus Männersicht geschrieben ist.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich fast aufgehört hätte zu lesen als ich an den Wendepunkt kam. Es gibt einen Moment der enthüllt was alle drei Frauen gemeinsam haben und das hat mich zutiefst berührt, denn es hat Parallelen mit meiner eigenen Familie.

Doch ich bin froh, dass ich es zu Ende gelesen habe, denn trotz allem ist es ein Buch, dass mich glücklich zurückgelassen hat.

Es ist so wichtig, dass man im Leben lernt, dass Glück von ganz kleinen Dingen abhängt. Und vor allem davon wie aufmerksam und achtsam man durch sein Leben geht.

Der Klang der Zeit – Richard Powers

Was für ein geschriebenes Epos. Mir fällt kaum vergleichbares ein, in dem Worte wie Musik komponiert werden und in ihrer Einmaligkeit und Komplexität eine Sprache entfalten, die seinesgleichen sucht. Es gelingtRichard Powers in seinem 764 Seiten starken Werk den Bogen von den 20er bis 90er Jahren zu spannen und in dessen Mittelpunkt eine Familie zu stellen, deren Lebensgrundlage immer wieder die Frage zu beantworten sucht: ‚Der Fisch und der Vogel können sich verlieben. Doch wo bauen sie ihr Nest?‘

Die Geschichte nimmt Ihren Anfragen darin, dass sich eine schwarze Frau und ein weißer Mann verlieben und sich gegen alle Konventionen und dem Denken der herrschenden Zeit zusammenzutun um eine Familie zu gründen. Beinahe jeder Atemzug in ihrem Zuhause atmet Musik und es findet in den abendlichen Stunden am Klavier eine neue Art von musikalischem Zitateraten, Vermischung alter und neuer Musik statt.

Deliah Daley ist eine äußerst talentierte Sängerin, die jedoch zu Gunsten ihrer Kinder daheim bleibt und diese auch zunächst daheim unterrichtet. Jonah und Joseph, ihre beiden älteren Söhne, werden von ihr in einem Atemzug liebevoll JoJo genannt. Vor allem der Ältere zeigt bereits in frühesten Jahren eine begnadete Stimme und ein wahrhaft außergewöhnliches Talent.

Ihr Mann David Strom ist ein deutscher, jüdischer Physiker, der vor den Nazis geflohen ist und sich geradezu im Phänomen der Zeit verliert, das er zu erforschen sucht. Durch seine Offenheit und Bereitschaft alles ungewöhnliche als normal anzusehen, kann er viele der Ansichten aus Deliahs Familie nicht nachvollziehen. Ihre Ehe stellt zur damaligen Zeit einen Verrat am Denken von Weissen wie auch Schwarzen statt. Ihr Versuch eine neue Welt im Kleinen zu schaffen kann nicht gelingen.

Deliah und ihr Mann David entscheiden sich schweren Herzens beide Söhne auf eine Musikschule zu schicken um ihnen die Gelegenheit zu geben, ihr Talent unter professioneller Anleitung zu entfalten. Diese Schule katapultiert die zwei Jungs in eine andere Welt. Zwar spielt ihre Hautfarbe hier nicht die Hauptrolle, sondern ihr musikalischen Können, doch können sie sie auch nicht ablegen.

Und so entfaltet sich Seite für Seite dieses Buches die Geschichte von Kindern, die weder der einen noch der anderen Rasse angehören und versuchen, dieser Definition durch ihr besonderes musikalisches Talent zu entgehen.

Ihr Schwester Ruth ist diejenige, die unter dem frühen Unfalltod der Mutter am meisten zu leiden hat und sich auch als erste von ihrer Familie abwendet um sich im Kampf der Schwarzen gegen die Rassentrennung engagiert. Die Familie droht auseinander zu brechen und jedes der Kinder versucht auf seine Weise damit fertig zu werden.

Die Reise auf die uns der Autor mitnimmt, bewegt sich in Zeitsprüngen von der Geschichte der Eltern zu der der Kinder. Doch niemals irritierend und immer einen Bogen schlagend um persönliche wie geschichtliche Ereignisse miteinander zu verweben. Es ist ein Genuss, sich in diesen kunstvoll gearbeiteten Sätzen zu verlieren. In diese Fülle von Wörtern einzutauchen und den beschriebenen Klang wie von Engelszungen entstehen zu hören. Nicht umsonst wurde Richard Powers bereits mit renommierten Preisen überhäuft.

Nachtzug nach Lissabon – Pascal Mercier

Raimund Gregorius, seines Zeichens Lateinlehrer an einem Gymnasium, bricht von heute auf morgen mit seinem Leben. Eine nächtliche Begegnung mit einer Portugiesin lässt ihn sein bisheriges Dasein vollkommen in Frage stellen und er macht sich auf den Weg im Nachtzug nach Lissabon.

Über die klugen Texte des portugiesischen Arztes und Poeten Amadeu de Prado gerät er in einen Sog des Nachdenkens über sein Leben, das ihn alles in Frage stellen lässt.

Als LeserIn kann man sich diesen Gedanken nur schwer entziehen. Könnte es sein, dass man Zeit seines Lebens durch eine falsche Brille gesehen hat? Müsste man die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das eigene Denken einem einen riesigen Streich spielt und es uns davon abhält, das Leben so wie es wirklich ist, oder sein könnte, wahrzunehmen?

Es ist ein leises Buch, das sich nicht so einfach weglesen lässt. Wer sich auf die Gedanken, Ideen und Möglichkeitskonstrukte einlässt, wird sich die gleichen Fragen für sein persönliches Leben stellen. Wer das Buch auf diese Art liest, wird sich in jedem Fall verändert finden. Auf eine ganz leise Art.

Die unverhofften Zutaten des Glücks – Deborah McKinley

Ein Buch wie ein wunderbares Essen. Für mich war die unverhofften Zutaten des Glücks von Deborah McKinlay ein absoluter Lesegenuss und ich habe es in einem Rutsch gelesen.

Eve traut sich und schreibt dem Bestsellerautor Jack Cooper einen kurzen Leserbrief. Und er antwortet! Persönlich sogar. Aus diesen ersten Zeilen entsteht mit der Zeit ein regelmäßiger Austausch.

Beide sind leidenschaftliche Köche und diese Gemeinsamkeit verbindet die beiden. In beider Leben ist im Moment wenig Ordnung, sondern viel Durcheinander.

Eve hat erst kürzlich ihre Mutter verloren – das Verhältnis war nicht besonders einfach – und ihre Tochter will heiraten. Sie selbst nimmt immer mehr wahr, wie sehr sie sich dem aktiven Leben verweigert hat. Die ungelösten Konflikte der Mutter-Tochter-Beziehung brechen sich Bahn und es ist Zeit für Entscheidungen.

Im Leben von Jack, dem Autor, geht es eher nach einem bekannten Muster ab, das ihn jedoch schon länger nicht mehr glücklich macht und eine immer größere Leere und Sinnlosigkeit hinterlässt.

Der Briefwechsel gibt beiden Halt und Zuversicht. Er scheint etwas in Bewegung zu setzen, was vorher nicht möglich war. Mehr soll hier nicht verraten werden.

Das Buch liest sich wunderbar leicht. Doch das soll keinesfalls auf Trivialität hinweisen, denn es entfaltet sein Wirken eher leise und im Stillen wirkend.

Eine schöne Geschichte, die ich bestimmt noch öfter lesen werde.

P.S. Ich liebe Dich – Cecelia Ahern

Von diesem Buch haben Sie vielleicht schon gehört und haben es vielleicht auch schon gelesen. Der Titel und die Berichte in den Medien verführen dazu, es unter Kitsch und leichte Romanlektüre abzuhaken. Doch das ist es keineswegs.

In dem Buch geht es um Holly die ihren geliebten Mann durch eine Krankheit verliert. Sie hat keine Ahnung wie es weitergehen soll und auch ihre Freunde haben es schwer zu ihr durchzudringen. Ein Packen Briefe, den ihre Mutter ihr eines Tages gibt, reißt sie aus ihrer Lethargie heraus. Gerry, ihr verstorbener Mann hat ihr Briefe hinterlassen. Kurze Briefe, einen für jeden Monat. Und in jedem Monat gibt es eine Aufgabe für sie.

Was diese Aufgaben sind und wie sie Holly nach und nach wieder ins Leben zurückführen ist eine wunderbare Geschichte, die Cecelia Ahern da erzählt. Sie schreibt über Freundschaft und was der Kern dessen ist, was Leben heißt. Es ist auch ein Buch über Trauer und die Zeit, in denen es keine Auswege zu geben scheint. All dies findet sich hier wieder. Lesen Sie es, Sie werden etwas finden, das Sie mitnehmen können.

Die Frau des Zeitreisenden – Audrey Niffenegger

Einer der Romane, die mich seit langem wie nichts anderes verzaubert haben. In diesem Buch geht es um die Geschichte von Claire und Henry. Henry kann durch die Zeit reisen. Allerdings hat das ganze einen Haken, den er kann weder bestimmen, in welcher Zeit er landen wird noch wann er durch die Zeit reisen möchte.

Während seiner Reisen begegnet er Claire. Als junges Mädchen, als Frau immer wieder in einer anderen Zeit treffen sie aufeinander. Wie sich daraus eine zauberhafte Liebesgeschichte entwickelt mit bittersüßen Anklängen ist eine gelungene Erzählung in die uns die Autorin hier mitnimmt. Wer gern eine romantische Auszeit aus seinem Alltag nimmt, wird dieses Buch lieben.

Biographie / Autobiographie

Good Morning, Mr. Mandela – Zelda la Grange

Zelda la Grange erzählt in diesem Buch von den 20 Jahren an der Seite von Nelson Mandela. Sie war seine persönliche Assistentin und begleitete ihn auf viele Reisen.

Auch wenn sie ihre persönliche Geschichte erzählt ist es zugleich die Beschreibung des schwierigen Weges eines Landes aus der Apartheid.

Zelda wurde als weißes Mädchen ebenfalls im Sinne der Apartheid erzogen. Die Dinge waren eben so wie sie waren und das wurde auch nicht groß in Frage gestellt. Sie war immer fleißig und bemüht beruflich voran zu kommen und beginnt in Regierungsämtern zu arbeiten.

Als sie die Möglichkeit hat sich beruflich und örtlich zu verändern, greift sie zu. So landet sie schließlich ganz unverhofft im Bürostab des neuen Präsidenten Mandela.

Er wollte seinen Traum der Regenbogennation wahr werden lassen und begann dazu im eigenen Haus. Sein Team war gemischt aus schwarzen und weißen MitarbeiterInnen.

Die Schilderungen im Buch zeigen einen äußerst hart arbeitenden Mann mit unglaublicher Weitsicht, einen begnadeten Menschenkenntnis und seinem unermüdlichen Kampf für die innerliche Vereinigung des Landes.

Denn das ist es, was nötig ist. Einen innerer Wandel in den Köpfen und Herzen der Menschen herbeizuführen, nur so kann die langjährige Zeit der Apartheid von einer Gemeinschaft aller abgelöst werden.

Auch in Zelda vollzieht sich dieser Wandel. Je mehr und intensiver sie mit Mandela zusammenarbeitet. Sie ist zum Teil rund um die Uhr für ihn da. Seine Energie scheint unerschöpflich. Allein die Dichte der Reisen, Gespräche, Veranstaltungen die sie beschreibt, lassen einen schwindlig werden.

Es ist ein sehr persönliches Buch und ein Zeitzeugnis über eine der wichtigsten politischen Umwälzungen weltweit.

Wer auch nur im Entferntesten etwas mit dem Menschen Mandela anfangen kann und gern ein wenig hinter die Kulissen Südafrikas schauen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Absolut lesenswert!

Give Work – Leila Janah (englisch)

Ich bin immer wieder begeistert, was für wunderbare Ideen in unserer Welt entstehen. Ideen, die den Ärmsten der Armen auf die beste Art und Weise helfen. Und das sind nicht Spenden. In ihrem Buch give work erzählt Leila Janah ihre Geschichte, wie sie die Welt für die Ärmsten der Armen verändert. Ein großer Beitrag, ohne den dieses Modell nicht funktionieren würde ist die Digitalisierung. In ihrer Arbeit findet sich für mich das beste Beispiel, was Digitalisierung Positives bewirken kann. Leila geht von dem Standpunkt aus, dass Menschen die eine Arbeit haben, sich selbst mit Lebensmitteln versorgen können, den Arzt bezahlen können, die Kinder zur Schule schicken können und damit nicht mehr in Armut leben müssen. Doch leider ist es in vielen Ländern der Erde immer noch so, dass eine tolle Ausbildung dir nichts nützt, weil es keine Jobs gibt. Und so werden die Slums rund um die größeren Städte immer mehr, und das Elend das dort herrscht ist unbeschreiblich. Laila hat eine Möglichkeit gefunden digitale Arbeit in diese Bereiche unserer Welt zu bringen. Über Partner vor Ort die Internetcafés haben und damit die Möglichkeit bieten an die große weite Welt angebunden zu sein. Was mich wirklich total begeistert ist ihr weites Vorausdenken. Wie sie die Lage einschätzt, warum Spenden nicht das Mittel der Wahl sein können um Armut auf Dauer zu besiegen. Das Buch ist unglaublich mitreißend zu lesen, ihre Geschichte ist eine Geschichte des leidenschaftlichen verändern wollens und Gutes in die Welt bringen. Und wenn du Lust hast, dann sucht auch nach Talks, die sie gegeben hat, um einen persönlichen Eindruck von ihr zu gewinnen. Sie ist so eine unglaublich sympathische, offene und herzliche Persönlichkeit. Ganz großartig, was sie in ihrem jungen Leben schon geleistet hat. Give work. Ein absolut empfehlenswertes Buch.

Tag und Nacht und auch im Sommer – Frank McCourt

Frank McCourt ist den meisten wahrscheinlich bekannt, als der Autor des Bestsellers „Die Asche meiner Mutter“. In seinem Buch Tag und Nacht und auch im Sommer schreibt er über seine Jahre als Lehrer. Absolut von der Leber weg. Ohne Beschönigungen beschreibt er über 30 Jahre seines Lebens.

Wie schwierig es ist, in einer amerikanischen Highschool mit den Teenager klar zu kommen, ihre Aufmerksamkeit zu erringen, nicht in den Klassen unterzugehen, sie in irgendeiner Form dazuzubringen, auch geistig anwesend zu sein.

Er schildert, mit welchen Tricks seine SchülerInnen versuchen ihn vom Unterricht abzulenken und ihn mit Fragen dazu bringen wollen, dass er einfach erzählt. Und das macht er. Frank McCourt erzählt ihnen Geschichten aus seinem Leben, die unspektakulären Ereignisse, die ein kleines Leben ausmachen. Und er erreicht sie, sie hören ihm zu, bauen Vertrauen auf und es gibt Momente, wie er es nennt, in denen der Unterricht einfach wunderbar wird.

Das Buch zieht einen völlig in den Bann. Es passieren keine großen Dinge darin, es kommen sogar viele Dinge vor, die mit scheitern zu tun haben, wie seine Ehe. Er macht keine Karriere, weil er das gar nicht möchte. Er unterrichtet, Tag und Nacht und auch im Sommer. Daher kommt auch der Titel. Für mich jedoch ist der Originaltitel „teacher man“ weitaus passender.

Tausende von SchülerInnen gehen durch seinen Klassen, tausende von Unterrichtsstunden hält er ab. Nachdem er es durch einen weiteren Schulwechsel auf eine sehr renommierte Highschool schafft, verändert sich sein Alltag vom Disziplinieren hin zu Unterricht in kreativem Schreiben. Er schildert uns Stunden voller Übermut, Singen von Kochrezepten und der Vielzahl von SchülerInnen, die in seine Stunden gehen möchten. Doch er verliert sich nie in einem Machtstatus, spielt seine SchülerInnen nie aus und steht manchesmal vor der Klugheit seiner Teenager in tiefem Erstaunen.

Es steigt die Welt in diesem Schmelztiegel auf, wie ihn die Jugendlichen zu bewältigen haben. Und sie finden in ihrem Lehrer einen Menschen, der ihre Welt kennt und ihnen nichts vormacht, der häufig selbst mit dem Leben zu kämpfen hat, der ihnen Geschichten erzählt, sie selbst zum Nachdenken anregt und sie dazu bringt, ihre eigene Geschichte zu leben.

Für mich ein wunderbares Buch, das ein Stück Zeitgeschichte mit dem Leben eines Lehrers verbindet, der einfach sein Leben lebt so gut wie er vermag. Der große Ruhm für ihn kam erst in seinen 60igern, als er bereits pensioniert war. Alle, die lehren möchten, finden hier ein ehrliches Wort und die Welt der Schule, wie sie ohne Illusionen ist. Geschildert von einem underdog, der manchmal Glück und manchmal Pech hatte.

Last Lectur – Randy Pausch

Ein Buch das mich in den letzten Tagen sehr berührt hat, ist Last Lecture von Randy Pausch. Es ist das Buch zu seiner Last Lecture die er 2007 gehalten hat, in dem Wissen, dass es durch seine Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs wirklich seine letzte sein würde. Wer das Video nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen.

Randy Pausch war ein großartiger Lehrer und seine last lecture ist eine Hymne an das Leben. Im Buch finden sich noch darüberhinausgehende Texte. Und der letzte Teil ist ein schriftliches Vermächtnis an seine Kinder. Es sind sehr berührende Wahrheiten, in denen man sich selbst wiederfindet. Von mir eine absolute Leseempfehlung.

The Body Shop Story – Anita Roddick

Anita Roddick sagte einmal über ihre KundInnen, dass diese nicht in erster Linie wegen der Kosmetik in den Laden kommen, sondern weil sie sich bei verschiedensten Aktionen mit engagieren können.

Sie hat auch den Ausspruch geprägt, dass Kosmetik einfach nur Kosmetik ist und weder das Wundermittel zu Verjüngung, Erlangung von Sexappeals oder auch Erfolg ist. Damit rückte sie die Dinge wieder in eine tatsächliche Realität zurecht, denn es hängt nun wahrlich nicht davon ab, welche Creme wir gerade verwenden ob unser Leben dadurch ausgefüllt und für uns persönlich erfolgreich sein wird.

In ihrem Buch erzählt sie ihre Geschichte und die Geschichte des Body Shop Konzerns. Sie stellt dabei sehr unbequeme Fragen und fordert nachdrücklich dazu auf, die Ethik im Wirtschaftsleben wieder in den Vordergrund zu stellen. In all den Jahren hat sie sich immer wieder vehement für Schwächere eingesetzt und ihre Initiativen durch Hilfe zur Selbsthilfe wachsen lassen.

Das Buch ist absolut aufrüttelnd. Ein faszinierender Bericht einer Außenseiterin (wie sie selbst einmal bezeichnet hat) die nichts als gegeben hingenommen hat und immer für die gute Sache eingestanden ist. Ihre Prinzipien ein Unternehmen dieser Größenordnung aufzubauen und zu führen mögen unorthodox sein, doch das spielt keine Rolle, denn ihr waren engagierte MitarbeiterInnen immer das wichtigste. Denn nur damit war es auch möglich, all die Aktionen durchzuführen, für die Body Shop so bekannt war.

Lassen Sie sich inspirieren durch dieses Buch. Leider ist Anita Roddick im Jahr 2007 verstorben. Damit ist eine Persönlichkeit gegangen, die viel in Bewegung gesetzt hat, viel erreicht hat und es bleibt nur zu hoffen, dass es NachahmerInnen geben wird.

Lieber Mister Salinger – Joanna Rakoff

Ein Buch das einen in eine andere Zeit entführt. Das mag sich über ein Buch das in den 90er geschrieben wurde seltsam anhören und doch ist es genau so.

Joanna Rakoff kommt frisch von der Uni und gerät in ihrem ersten Job in eine Agentur, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Es gibt keine Computer, ihre Chefin diktiert ihre Briefe in ein Diktaphon und Joanna tippt diese auf der Schreibmaschine ab.

In den Regalen stehen die Bücher großer Autoren der letzten 70 Jahren, die diese Agentur vertreten hat. Einer davon ist J.D. Salinger, der weltberühmte Bücher wie der Fänger im Roggen geschrieben hat.

Zu Joannas Aufgaben gehört es die Fanpost zu beantworten, die immer noch jeden Tag an J.D. Salinger eintrifft. Und so wird sie – obwohl sie bis dahin noch keines seiner Bücher gelesen hat – hinein gezogen in diese Welt der Literatur und all ihren Facetten.

Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. An Joannas Seite betritt man diese etwas skurrile Welt und schaut hinter die Türen einer alteingesessenen, renommierten Autoren-Agentur. Diese ganz eigene Welt scheint mit der lauten Welt draußen wenig gemeinsam zu haben und ist doch unglaublich liebenswert.

Das Privatleben Joannas ist ebenfalls nicht unkompliziert. Und so versucht sie zwischen diesen beiden Welten Fuß im Leben zu fassen und ihre ureigensten Ziele selbst Schriftstellerin zu sein nicht aus dem Auge zu verlieren.

Es ist eine wahre Freude dieses Buch zu lesen und man möchte es kaum aus der Hand legen. Joanna wird erwachsen in diesem Jahr und wir dürfen sie in dieser Zeit begleiten, die sie in der Agentur von J.D. Salinger verbringt.

Mädchen, was die Jungs können, kannst du schon lange – Christel Zachert

Diese Autobiographie hat mich total begeistert! Christel Zachert erzählt auf 394 Seiten die Geschichte ihres Lebens. Geboren 1940 in Berlin mitten in den Kriegswirren, wächst Sie in einer Familie mit drei Brüdern auf.

Sie erzählt uns von den Findigkeiten ihres Vaters, der als Wein- und Spiritousenhändler viel Erfolg hat. Seinen Grundsätzen, seinem Mut und seiner Unerschrockenheit. Wie sie als Kinder aus Berlin fort auf’s Land gehen, dort in einem Ferienhäuschen teilweise alle zusammen wohnen, Gemüse ziehen und Schnapps verstecken.

Es ist ein Teil der Geschichte Deutschlands die hier ganz hautnah aus Sicht eines Kindes wiedererlebt wird. Sehr präzise und einprägsam geschildert. Ein wunderbares Stück Zeitgeschichte.

Christel Zachert hat eine wunderbar lesbare Sprache. Lebendig und mit viel Charme erzählt sie von ihrem Weg nach Berlin zurück. Sie möchte in die Großstadt, lernen und etwas erleben. Leider geht das Geschäft ihres Vaters Konkurs und hinterlässt ein gebrochenes Paar. Ihr Vater stirbt als sie noch sehr jung ist und auch ihre Mutter wird schwer krank.

Vielleicht ist das einer der Gründe warum sie jung heiratet und mit ihrem Mann von Berlin weg zieht. Hans, ihr Mann, wird später Präsident des BKA werden. Doch bis dahin ist noch ein weiter weg.

Sie wird mit dem ersten Kind schwanger und geht ganz in ihrer Mutterrolle auf. Sie bekommt noch zwei weitere Kinder und beginnt nach Jahren der Kindererziehung wieder zu arbeiten. Zunächst halbtags, ganz klassisch.

Die Karriere ihres Mannes wächst und ihre Familie ist gut versorgt. Da ereilt das mittlere Kind ein schwerer Schicksalsschlag. Ihre Tochter Isabell wird mit Krebs diagnostiziert und stirbt als Jugendliche an der Krankheit.

Christel Zachert wird 10 Jahre später ihr erstes Buch über den Tod ihrer Tochter schreiben “Wir sehen uns wieder in meinem Paradies” und vollkommen überwältigt vom großen Erfolg sein.

In ihrer Autobiographie ist dies ein Teil ihrer Geschichte. Wie sie sich nach einer Zeit der Trauer einen neuen Job sucht und ausgerechnet in der Finanzbranche landet. Versicherungen lernt zu verkaufen und Menschen und Firmen in diesen Bereichen zu beraten.

Sie arbeitet sich hoch und ist nicht nur die einzige Frau sondern auch die Älteste unter lauten jungen Männern. Doch sie schafft es am besten abzuschneiden. Gleichzeitig macht ihr Mann weiter im BKA Karriere und verbringt viel Zeit in seinem Beruf.

Christel Zachert schreibt über ihr Leben mit ihrem ganz eigenen Charme. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, so lebendig und farbig wird alles geschildert. Dabei machen die einfachen Dinge das Leben ihrer Familie aus. Und dies zu lesen, bringt einen immer wieder zum Nachdenken, wie es denn darum im eigenen Leben bestellt ist.

Das Buch war für mich äußerst lesenswert. Ein Buch, das uns über deutsche Geschichte und Politik aus der Sicht eines aufwachsenden Mädchens nach dem Krieg erzählt und einer Frau die ihre Familie trotz Schicksalsschlägen zusammen hält und ihren Weg geht.

Der Spruch ihres Vaters “Mädchen, was die Jungs können, kannst du schon lange!” wird zum Titel ihres Buches. Und getreu diesem Motto lebt sie ihr Frausein als jemand, der weiß, dass sich alles schaffen lässt, wenn man will und es immer einen Weg gibt.

Sehr empfehlenswert.

Ein ungezähmtes Leben – Jeannette Walls

Der Titel ist Programm. Denn das Leben von Lily Casey Smith war wahrhaft ungezähmt. Jeannette Walls erzählt in diesem biographischen Roman die Geschichte ihrer Großmutter.

Lily wächst in Arizona auf. Im wilden Westen. Und ist seit klein auf, ein wichtiger Teil der Arbeitskraft auf der Farm. Sie reitet die Pferde zu, die ihr Vater als Kutschpferde ausbildet, rackert sich auch mit allem anderen auf der Farm ab. Sie mag das Leben dort, ist unerschrocken und neugierig.

Als sie die Chance bekommt auf eine Klosterschule gehen zu dürfen, macht sie sich ganz allein 1.500 Meilen weit auf ihrem Pferd auf den Weg. Sie ist glücklich in der Schule. Wißbegierig und saugt alles Neue in sich auf. Leider hat das Ganze ein jähes Ende, als ihr Vater, statt das Schulgeld zu bezahlen, in eine Hundezucht investiert.

Das bringt für Lily das Fass zum Überlaufen und sie ergreift die Chance als Lehrerin arbeiten zu dürfen und geht von der Farm fort. So zieht sie eine Weile durch’s Land. Von einer Lehrerstelle zur nächsten. Das Lehren macht ihr Spaß. Sie bringt den Kindern ihre Sicht auf die Welt bei und eckt damit auch manches Mal bei den Eltern an.

Sie ist eine unerschrockene Frau, die ihren Weg geht und sich von niemandem etwas sagen lässt. In Jim ihrem späteren Mann findet sie einen Menschen, der sie genauso nimmt wie sie ist und mit ihm wird sie eine Familie gründen.

Ihre ganzen Erlebnisse sind aus ihrer Sicht geschildert und beruhen auf Geschichten und Erzählungen die innerhalb der Familie der Autorin seit vielen Jahren weitergegeben werden.

Es ist ein faszinierendes Buch, das einen mit nimmt in das Amerika, das aus härtester Arbeit auf der Farm besteht, den ersten Automobilien und der Faszination des weiten Landes.

Lily ist keine zimperliche Frau. Sie setzt ihre Ansichten schon mal mit einer Tracht Prügel durch, doch in einer derart dominierten Männerwelt, muss sie sich als Frau durchsetzen können.

Mich hat das Buch kaum losgelassen. Ich hab es in einem Rutsch gelesen und kann es wärmstens empfehlen. Ein Stück Zeitgeschichte aus Amerika aus der ganz nahen Sicht eines wilden Mädchens das zu einer furchtlosen und mutigen Frau heranwächst.

Sehr empfehlenswert.

Life is good – Bert and John Jacobs (englisch)

In diesem Buch erzählen die zwei Brüder Bert und John Jacobs ihre Geschichte wie sie den Brand life is good gegründet haben.

Die beiden haben nach dem College angefangen selbst designte T-Shirts aus einem Van heraus zu verkaufen und sind die Colleges rauf und runter gefahren. Im Lauf der Jahre hat sich das Geschäft nicht wirklich gelohnt, auch wenn die Freiheit groß war.

Sie waren im Prinzip kurz davor aufzugeben als sie plötzlich mit einem T-Shirt so großen Erfolg hatten, dass sie sogar die zwei verkauft haben, die sie selbst an diesem Tag an hatten. Und das war die Geburtsstunde des Brands life is good.

In diesem Buch geht es um Optimismus. Wie sich Optimismus im eigenen Leben ganz bewusst durch verschiedene Tugenden, wenn man so will, als ständigen Bestandteil etablieren lässt.

Das Buch ist aufgebaut in zehn verschiedene Bereiche und jeder enthält eine der zehn Superkräfte, die sie für sich in ihrem Leben und in ihrem Geschäft als Leitlinien haben.

Legt euch auf jeden Fall Tempos bereit, denn es sind zu Herzen gehende Geschichten mit enthalten. Menschen die ihnen geschrieben haben, was der brand life is good, ob T-Shirts, Jacken, Caps für sie in ihrem Leben Gutes bewirkt hat.

Die ganze Story ist einfach phänomenal, wie diese beiden aus ihrer eigenen Familiengeschichte heraus eine Firma gründen die Geschäfte machen mit so viel Gutem verquickt.

Nach diesem Buch denkt man anders über business und das ist gut so. Und jede dieser Superkräfte lässt sich im eigenen Leben zum Wohle aller entwickeln.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

Das letzte Fest des alten Europa: Anna Sacher und ihr Hotel – Monika Czernin

Das Hotel Sacher in Wien ist und war schon immer eine Legende. Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass hinter diesem erfolgreichen Hotel eine Frau steckt.

Anna Fuchs wurde mit 21 “Frau Sacher”. Gemeinsam mit ihrem Mann baut sie das Hotel zu einer Größe am Platz auf. Da ihr Gatte durch Krankheit früh verstirbt ist sie diejenige, die für alles verantwortlich ist. Es ist die Rolle ihres Lebens. Eine geborene Gastgeberin, die es versteht ein Umfeld zu schaffen, in dem Geschichte geschrieben wird.

Alle Größen der damaligen Zeit aus Politik, Wirtschaft, Kaiser- und Königshäusern aus aller Welt gehen bei ihr ein und aus.

Die Autorin Monika Czernin versteht es in ihrem Buch geschickt die Fäden des Hotel Sacher mit den politischen Geschehnissen zu verbinden. Durch alte, familiäre Verbindungen hatte sie Zugang zu Quellen wie persönliche Korrespondenzen von Anna Sacher, die ihr ermöglichen ein reiches und buntes Bild der damaligen Zeit zu malen.

Das Buch umfasst die Jahre von etwa 1890 – 1930 und ist äußerst kurzweilig zu lesen. Die alte Welt entsteht dabei vor den eigenen Augen und es ist hochinteressant die Fakten dieser Epoche eingebettet auf diese Weise zu erfahren.

Interessante Hintergründe, gute Recherche und das menschliche Schicksal von Anna Sacher machen das Buch zu einem lesenswerten Ausflug in die Geschichte Österreichs und Europas.

Buddhismus

Der Garten des Buddha – Geshe Michael Roach

Wer mit Buddhismus etwas anfangen kann, für den ist dieses Buch „der Garten des Buddha“ eine absolute Fundgrube.

Der Autor Geshe Michael Roach ist einer der ganz wenigen westlichen Menschen die den Titel Geshe verliehen bekommen haben.

In diesem Buch ist der Garten des Buddha für einen jungen Mann ein Ort des Lernens, des Erwachens, des weise werdens. Viele verschiedene buddhistische Weisheiten werden in dieser Geschichte erläutert und einem nahegebracht.

Tibetische Meister treten in die Rolle des Lehrers ein und lassen im Gespräch all das Wissen hervortreten. Es ist fast ein philosophisches Buch, doch enthält es sehr viele hilfreiche Anweisungen die sich im Leben umsetzen lassen.

Und damit kehre ich an den Anfang zurück, denn für jemanden der sich für Buddhismus interessiert, wird dieses Buch eine große Fundgrube und wertvolle Schatztruhe sein.

Der kleine buddhistische Lebensberater – Dolpo Tulku Rinpoche

Wie oft passiert es uns, dass wir in einer Emotion hängenbleiben. Der Ärger aus der Arbeit setzt sich bis in den Feierabend fort. Die Ängste aus dem Arztbesuch nehmen wir mit ins Wochenende.

Auf der anderen Seite sind wir auf der Suche nach Glück, Hilfe und Selbstvertrauen. Selten genug gelingt es uns diese Qualitäten im Leben zu bewahren.

Wie schön wäre es, wenn es dafür Rezepte gäbe. Ein Büchlein, in dem zu jedem dieser Begriffe eine Erläuterung und Hilfestellungen zu finden sind. Sofort anwendbar und ohne Nebenwirkungen.

So ein Büchlein hat Dolpo Tulku Rinpoche verfasst. Er ist als buddhistischer Lehrer genau der Richtige dafür um uns die Lehre Buddhas in diesen kleinen Häppchen anzubieten.

Die Texte umfassen Themen wie Ärger, Eifersucht, Intuition, Öffnen des Herzens, Quelle des Leidens, Vergänglichkeit, Zufriedenheit und auch zu jedem weiteren Buchstaben des Alphabets gibt es ein Kapitel.

Es ist ein sehr kluges Buch, voller Weisheit, ohne je mit erhobenem Zeigefinger zu agieren. Wer sich auf die Zeilen einlässt und sie in sich aufnimmt, wird wertvollen Rat finden.

Coaching

The Coaching Habit – Michael Bungay Stanier

Was soll ich sagen. Es ist nicht zu Unrecht das Buch des Jahres 2017 von Pat Flynn. Michael Bungay Stanier hat mit the coaching habit ein grandioses Buch geschrieben.

Meine eigene Coachingausbildung ist inzwischen fast 20 Jahre her und dieses Buch hat mir noch mal viel in Erinnerung gerufen und ist eine immens große Hilfe für alle die besser führen wollen.

Das nicht nur bezogen auf Mitarbeiter sondern auch im Kollegenkreis und um genauso daheim bessere Gespräch zu führen.

Das Buch enthält mehrere Kapitel mit jeweils einer Kernfrage, mit Hilfe derer man Coaching machen kann. Und ich meine hier kein klinisches Coaching, sondern ein auf Wachstum bezogenes, unterstützendes, extrem wertvolles Kommunikationsmittel.

Du kannst diese Fragen sofort direkt nachdem du sie gelesen hast einsetzen und wirst begeistert sein von den Ergebnissen die Du damit erreichen kannst.

Was man allerdings im Kopf behalten sollte, ist, dass man sich zurückhalten muss. Denn gutes Coaching ist keins bei dem man die ganze Zeit redet, sondern bei dem man sehr viel mehr zuhört.

Und auch dazu verhilft dieses Buch, denn der Einsatz dieser Fragen ist das beste Training um zu einem guten Zuhörer zu werden.

Wenn du also auch nur ein bisschen Interesse daran hast, mit Fragen besser zu führen, dann ist dieses Buch ein absolutes Muss für dich.

An den Klebezetteln die ich schon alleine in diesem Buch habe, war mir klar, dass sich wirklich fast jede Seite lohnt sich ganz genau anzuschauen.

Selten ein so dermaßen gutes Buch zum Thema Coaching gelesen. 5 Sterne von mir!

Entscheidungen

Risiko – Gerd Gigerenzer

Risiko von Gerd Gigerenzer ist eines der Bücher das für mich zur absoluten Pflichtlektüre jedes Arztes gehören sollte.

Wie viele Frauen müssen jedes Jahr vollkommen umsonst Ängste ausstehen, weil bei ihnen ein negatives Ergebnis bei der Mammographie festgestellt wird und der Arzt ihnen nicht korrekt erklären kann wie hoch die tatsächliche Wahrscheinlichkeit ist, dass sie Brustkrebs haben.

Das ist für mich mehr als bedenklich. Dieses Buch öffnet einem so sehr die Augen, dass grundlegende Statistikkenntnisse für uns alle ganz elementar sind.

Wie wenig die Pharmaindustrie daran interessiert ist, dass wir das tatsächliche Risiko von Krankheitsverläufen wissen, wird hier glasklar durch Zitate belegt.

Wir werden oft bombardiert mit Statistiken, die Medien schmeißen damit um sich, sagen uns, dass 20% dieses oder jenes besser oder schlechter ist, doch es werden so selten tatsächliche Zahlen genannt, dass es sich für uns nicht wirklich einschätzen lässt wie hoch das Risiko nun wirklich ist.

Lies dieses Buch, lern diese grundlegenden und einfachen Statistikkenntnisse und lass dich nicht mehr hinters Licht führen.

Fantasy

Harry Potter- Joanne K. Rowling

Einmal im Jahr gehe ich nach Hogwarts und dann ist wieder Harry Potter Zeit. Einmal im Jahr lese ich alle 7 Bücher. Das ist auch der Grund, warum die Leseliste für den Juni nur wenige Einträge umfasst. Sogar ich brauch doch ein paar Tage, bis ich alle sieben Bände durch hab ;)

Die Geschichten sind einfach immer wieder wunderbar. Klar sind die Filme die daraus entstanden sind, gut gemacht, doch es fehlt ihnen so viel.

Die Bücher umfassen soviele Details, interessante Nebenstränge und Wendungen, die es nur zu lesen gibt. Daher kann ich nur empfehlen, die Harry Potter Bücher tatsächlich mal zu lesen, wer das bisher noch nicht gemacht hat. Wenn man sie am Stück liest, zieht es einen richtig in diese Welt hinein und man vergisst den Alltag um sich herum.

Außerdem kann ich nur jedem empfehlen, sich tatsächlich mal mit Jugendbüchern zu beschäftigen.

Es gibt einen ganz neuen Blickwinkel und gute Autoren können die aktuelle Lebenswelt – auch wenn es Fantasy ist – sehr gut einfangen. Und so ein Perspektivwechsel tut uns selbst immer wieder gut.

Finanzen

Happy Money – Elizabeth Dunn

Der Name des Buches ist absolut Programm. Elizabeth Dunn und Michael Norton zeigen die 5 Prinzipien des klugen Geldausgebens auf und untermauern sie mit wissenschaftlichen Belegen.

Wer sich

  • Erlebnisse statt Dinge kauft
  • sich etwas Besonders gönnt
  • sich Zeit kauft
  • sofort bezahlt und später konsumiert
  • in andere Menschen investiert

wird sich durch Geldausgeben glücklich machen.

Das Buch ist absolut faszinierend zu lesen und die Erkenntnisse sind sofort im eigenen Leben anwendbar. Oft sind es nur die kleinen Änderungen, die wir in Sachen Geldausgeben vorzunehmen brauchen, um sehr viel mehr dadurch glücklich zu sein.

Die Prinzipien werden keineswegs auf Privatpersonen beschränkt sondern zeigen auch auf, wie Firmen diese 5 Prinzipien klugen Geldausgebens anwenden können, um mehr Glück im Unternehmen zu erzeugen.

Lesen Sie dieses Buch und Sie werden sofort anders auf Ihr Verhalten beim Geldausgeben achten!

Für mich absolut empfehlenswert und sollte tatsächlich in jedem Haushalt stehen.

Bequem reich werden durch kluges Investieren – Paul B. Farrell

Der Originaltitel des Buches “Lazy Person’s Guide to Investing” bringt es für mich noch etwas besser auf den Punkt, um was es dem Autor geht. Nämlich, dass viele Leute einfach keinen Bock haben, sich soo intensiv mit Ihren Finanzen zu beschäftigen und es nichtsdestotrotz ein zentrales Thema ist. Und genau für diese “faulen Leute” gibt es in diesem Buch einige Hilfestellungen.

Farrell hat lange Jahre in der Finanzbranche gearbeitet und unzählige Kolumnen und Artikel zum Thema Investieren geschrieben. Der Ausschlag zu diesem Buch war eine Kolumne in der er die LeserInnen aufforderte, für die ihrer Meinung nach bequemsten Portfolios zu voten. Und the winner is… Die ersten drei Plätze wurden mit Portfolios besetzt, die so nette Namen haben wie “Couch-Potato-Portfolio“.

Dahinter verbergen sich äußerst einfache Konstruktionen aus der Kombination von Indexfonds und Anleihenfonds. Das Siegerportfolio besteht beispielsweise aus nur zwei Fonds und erwirtschaftet eine durchschnittliche Rendite von ca. 10 %. Das kann sich doch sehen lassen würden ich sagen. Farrell stellt in einer äußerst leicht verständlichen und amüsant zu lesenden Sprache einiger dieser Modelle vor, die sich alle seit vielen Jahren bewährt haben.

Was ich persönlich äußerst interessant fand, war, dass die Fondsmanager die Farrell zitiert, zwar in ihrem Job Fonds managen und dort viele Umschichtungen vornehmen, ihre persönliche Finanzen jedoch sehr konservativ mit ähnlichen Modellen wie im Buch beschrieben anlegen. Das lässt einen doch nachdenken.

Ein weiteres sehr lesenswertes Kapitel ist der Teil über die Geldanlage für Kinder. Auch wenn uns das Phänomen des Zinseszinseffektes bekannt ist und immer wieder von verschiedensten Seiten um die Ohren gehauen wird, habe ich es noch nie so eindrücklich und nachhaltig beschrieben erlebt, wie in diesen Zeilen.

Der Trick besteht nun mal in der simplen Tatsache frühzeitig mit anlegen zu beginnen und das Geld tatsächlich liegenzulassen bis zum Alter. Und so lässt sich z. B. mit einer einmaligen Geldanlage von 5.000 € bei der Geburt eines Kindes und einer regelmäßigen Wiederanlage der Zinsen bis zum Alter von 65 ein siebenstelliger Betrag bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 8-10 % erwirtschaften. Und auch wenn wir einen niedrigeren Zinssatz annehmen, gelangen wir auf große Summen, da die Zeit einfach für uns arbeitet.

Die empfohlenen Indexfonds sind fast ausschließlich Vanguard-Fonds die in Deutschland nur eingeschränkt erhältlich sind. Doch auch das ließe sich mit einem Brokerkonto bei einer ausländischen Bank lösen. Alternativ lässt sich das ganze möglicherweise über ETFs abbilden. Was hier jedoch in keinster Weise eine Empfehlung darstellen soll, sondern lediglich als Hinweis dient. Wie bei allen finanziellen Themen gilt auch hier – selbst informieren und wirklich verstehen – das sollte sich auch der bequemste Anleger zu Herzen nehmen.

Das Buch bekommt von mir auf jeden Fall fünf Sterne, da es vor allem durch seinen überaus leichte Lesbarkeit ein komplexes Thema, Laien wie auch Fortgeschrittenen, sehr gut zugänglich macht.

Das große Unvermögen – Warum wir beim Reichwerden immer wieder scheitern – Marc Brost und Marcus Rohwetter

Dieses Buch greift eines der wichtigsten Themen unserer aktuellen Zeit auf: die große herrschende Unwissenheit in Bezug auf finanzielle Zusammenhänge. Der Untertitel mutet dabei fast schon etwas sarkastisch an: Warum wir beim Reichwerden immer wieder scheitern.

Die beiden Autoren richten ein gnadenloses Licht auf fehlendes Wissen, dass fast jeder von uns hat. Oder können Sie mit Sicherheit sagen, dass Sie all die Finanzprodukte die es zu kaufen gibt, vollkommen verstehen, wie tatsächlich Lebensversicherungen und Co. funktionieren, welche Auswirkungen auch nur geringe Schulden in jungen Jahren auf unser Alter haben?

In einer oft sehr plakativen und provokanten Sprache werden fehlende Hintergründe beleuchtet und klare Worte darüber gesprochen, dass es einen finanziellen Analphabetismus in Deutschland gibt. Die beiden Autoren wollen aufrütteln und aufzeigen, was jedem einzelnen von uns blühen kann, wenn er sich nicht intensiv mit seiner ganz persönlichen finanziellen Situation beschäftigt.

Sie pranger außerdem an, dass in Schulen keine Möglichkeiten geboten werden, zu lernen, mit Geld richtig umzugehen, richtige finanzielle Entscheidungen zu treffen. Was mich sehr zum Nachdenken gebracht hat, war der Hinweis, dass sich – wenn überhaupt – hauptsächlich Banken in Schulen engagieren und – oh Wunder – natürlich gleich auf Kundenfang gehen.

Z. B. sind Sparkassen in ländlichen Gebieten äußerst aktiv um schon die Kleinsten der Grundschule zu binden und bieten dann auch gleich die richtigen Instrumente an, wenn dann mal Geld für Handy, Möbel für die erste eigene Wohnung gebraucht wird etc. Auch die anderen Finanzinstitutionen wie Versicherungen bringen genügend Material “zum Lernen” heraus. Das ist doch wirklich interessant, denn damit geben wir die finanzielle Erziehung genau an die Institutionen ab, die natürlich – ganz normal im Geschäftsleben – mit uns Geld verdienen wollen.

Auf der anderen Seite, wer nimmt sich denn sonst drum an? Da wäre mal die Frage in die Familien zu schauen. In Deutschland ist es ja ein schlimmerer Faux Pas nach dem monatlichen Gehalt zu fragen als jemanden darauf anzusprechen, ob er evtl. zugenommen hat…. Oder wussten Sie als Kind, was Ihre Eltern verdient haben? Wissen Ihre Kinder was Sie verdienen? Sprechen Sie in der Familie regelmäßig über finanzielles? Oder beschränkt sich der Austausch im Freundeskreis auf die neuesten Aktientipps? Wieso eigentlich? Warum ist über Geld zu sprechen, ein so großes Tabu bei uns? Bei uns, wohlgemerkt. Wir haben da irgendwie mehr Probleme als andere Nationen damit.

Ich kann Ihnen nur empfehlen, lesen Sie dieses Buch. Sie werden ganz neue Einsichten über finanziellesgewinnen und – da bin ich mir fast sicher – aufgerüttelt werden und vielleicht neue Entscheidungen in Gelddingen treffen.

Frauen

Frauenkörper – Frauenweisheit – Christiane Northrup

Wie der Titel bereits impliziert ist dies ein Buch für Frauen, von Frauen und über Frauen. Selten habe ich ein so kluges Gesundheitsbuch über unsere Frauenkörper gelesen. Dieses umfangreiche Werk sollte jede Frau lesen. Wirklich jede.

Alles was in unserem Körper vorgeht, hängt viel öfter als man glauben mag, mit der persönlichen Situation zusammen. Und wer von uns kann schon wirklich sagen, ob die Behandlung die wir bei unseren FrauenärztInnen erhalten auch tatsächlich die beste Empfehlung für uns selbst ist.

Sie werden in diesem Buch umfassend informiert über alle Vorgänge, die es nur in Frauenkörpern gibt. Welche Möglichkeiten bestehen zu heilen ohne gleich mit der großen chemischen Keule oder Hormonpräparaten anzurücken.

Die einzelnen Kapitel werden immer wieder angereichert durch Patientinnen die ihre Geschichte erzählen. Es ist fast unmöglich, sich nicht dort wiederzufinden. Und ich fand das Buch äußerst tröstlich, denn es hat mir in vielem die Augen geöffnet. Man spürt in jedem Wort das tiefe Engagement der Autorin und mit welcher Nachhaltigkeit sie Heilung für möglich hält.

Die Sehnsucht der starken Frau nach dem starken Mann – Maja Storch

Nachdem ich das Buch von Maja Storch zum Thema kluge Entscheidungen zu treffen gelesen hatte, recherchierte ich über ihren weiteren Bücher. Und dieser Titel von ihr hat mich geradezu angesprungen Um es gleich vorwegzunehmen, auch wenn das Buch sich verständlicherweise hauptsächlich an Leserinnen richtet, bietet es für Männer eine Fülle an Informationen die zum Verständnis über die oftmals seltsamen Reaktionen ihrer Partnerinnen Aufschluss geben können.

Und damit sind wir auch schon mitten im Thema. Wir starken Frauen, die wir in unserem Job unseren “Mann” stehen und auch sonst mit allem was das Leben so bietet, meistens gut klarkommen, haben doch häufiger als gedacht, beim Thema Beziehung irgendwie das falsche Drehbuch… Will heißen, dass wir in unseren Partnerschaften manches mal Unsicherheiten an den Tag legen die wir sonst überhaupt nicht an uns kennen und einen Hang zum emotionalen Drama hegen, was uns selbst ganz fremd erscheinen lässt.

Wenn Ihnen als Frau das auch nur im Entferntesten bekannt vorkommen mag, dem bietet Maja Storch mit ihrem Buch die Möglichkeit diese Muster zu verstehen und Wege aus dem Durcheinander zu finden. Mit Hilfe der Archetypen nach C.G. Jung vermittelt sie über die Analyse eines Märchens die verschiedenen Anteile, die in uns wirken und uns – öfter als uns lieb ist – sabotieren. Die Archetypen sind Bilder die wir in uns entwickelt habenund uns entweder unterstützen als starke Anteile oder eben ausbremsen wenn sie nicht in unser emotionales Dasein integriert sind.

Eine große Rolle dabei spielt z. B. der Animus. Darunter versteht man salopp gesagt, das Männerbild, das wir in uns entwickelt haben. Und dieses gründet naturgemäß vor allem auf dem Bild, das wir von unserem Vater internaliert haben. Und wenn Sie mal über die typischen Väterrollen und -typen nachdenken (inkl. unserer eigenen Väter) werden sich einige Punkte zeigen, die auf sehr viele unserer Vätergeneration zutreffen: Sie waren oft durch die Arbeit außer Haus, haben die Ernährerrolle ausgefüllt und dabei den emotionalen Anteil häufig sehr stark weggeschoben. Was jetzt übertragen auf unseren entwickelten Animus schon mal erklärt, warum wir so oft auf den “einsamen Wolf” abfahren, der wenig Zeit hat und nicht grad vor Gefühlsduseleien übersprudelt. Wir haben damit oft Stärke bei Männern mit Abwesenheit verknüpft und emotionaler Diät uns gegenüber.

Was nun in keinster Weise eine Wertung darstellt, sondern lediglich eine Beschreibung dessen, was ist. Was es im weiteren Verlauf mit unserem Schatten auf sich hat, einem weiteren archetypischen Bild wird sehr anschaulich durch die Analyse des Märchens aufgezeigt. Und natürlich auch gangbare Wege, die wir starken Frauen beschreiten können um uns diesen Anteilen in uns anzunähern und sie zu Stärken zu entwickeln. Eine überaus spannende Reise die uns zu uns selbst bringt. Von mir fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung, wenn nicht sogar schon ein Lesebefehl

Ab morgen trage ich rot – Linda Jarosch

Von diesem Buch bin ich persönlich sehr begeistert. Es hat den bezeichnenden Untertitel ‘Frauen entdecken ihre Freiheit‘. Die Autorin, Linda Jarosch, ist eine Schwester von Anselm Grün, der vielleicht einigen als Autor und Referent ein Begriff ist.

In ihrem Buch schreibt sie sehr einfühlsam über die Situationen, denen Frauen in unserer Zeit gegenüberstehen und was für Gedankenansätze helfen sich den eigenen Weg zu schaffen.

Mir hat das Buch in einer persönlichen Krise sehr geholfen und neue Wege aufgezeigt. Es macht Sinn sich mit dem Lesen Zeit und die Gedanken darin nachwirken zu lassen.

Das dämliche Geschlecht – Barbara Bierach

Das Buch hat den Untertitel ‘Warum es kaum Frauen im Management gibt’. Als es auf den Markt kam, schlugen die Wellen hoch und die Diskussionen hatten vielfach einen äußerst entrüsteten Unterton. Die Autorin stellt in ihrem Buch die These auf, dass Frauen schon selbst schuld sind, wenn sie nicht Karriere machen, aufsteigen und Erfolg haben. Und schmecken kann einem diese Speise anfangs wahrlich nicht. Doch da sie selbst als Wirtschaftsjournalistin gewohnt ist, ordentlich zu recherchieren werden die provokanten Punkte mit vielerlei Zahlen und Material untermauert.

Für mich hat sich während des Lesens der Blick doch sehr gewandelt. Wenn man feststellt, dass Deutschland wohl innerhalb der EU im Bereich der Frauen in Führungspositionen ein Entwicklungslandniveau besitzt und man in diesem Buch die Gründe um die Ohren gehauen bekommt, lässt sich ehrlicherweise nicht mehr viel dagegen sagen. Dann heißt es sich an die eigene Nase fassen. Sich selbst um die eigene Altersversorgung kümmern, das Zickengehabe und den Konkurrenzneid auf andere Frauen ablegen, sich lernen endlich gegenseitig zu unterstützen und vieles mehr. Da ist noch viel zu tun.

Wenn auch Sie mal einen anderen Blickwinkel zu diesem Thema bekommen möchten, kann ich Ihnen dieses Buch sehr empfehlen. Sie können es ja auch, wie ich anfangs…, als völlige Skeptikerin beginnen zu lesen, mit dem inneren Ansinnen, dies als Schwachsinn zu entlarven und sich dann Seite für Seite vom Gegenteil überzeugen lassen.

Alle wollen was von mir – na und? – Jo Ann Larsen

Dieses Buch werden Sie als Frau lieben. Es hat den netten Untertitel ‘Ein Wegweiser durch den täglichen Wahnsinn im Leben einer Frau‘. Ich hab während des Lesens immer wieder laut lachen müssen und dachte nur, oh mein Gott, woher weiß diese Frau, was mir immer so alles passiert…

Dazu vielleicht ein kleiner Auszug aus den ersten Seiten, damit Sie eine Ahnung bekommen und sich vielleicht gleich ein kleines Stück wiederfinden:

Schließlich ist die Frau von heute gewöhnlich eine erschöpfte Frau. Vielen können sich mit jener überarbeiteten Frau identifizieren, die an einem Friedhof vorbeikommt und zu ihrem Erstaunen eine innere Stimme flüstern hört: “Na, das ist aber mal ein leichter Job – einfach so herumliegen.”

Die erschöpfte Frau kümmert sich um alle, nur nicht um sich selbst. Ist der Druck da, dann gibt sie alle Aktiviätten auf, die ihr “Selbst” gut halten könnten – Schlaf, Sport, vernünftige Mahlzeiten, ja sogar Entspannung.

In den verschiedenen Kapiteln des Buches werden typische, kulturell bestimmte Reaktionen und Verhaltensweisen von Frauen beschrieben, die zur Erschöpfung ihrer Energie und Ressourcen führen. Des weiteren geht es um die Wachstumsentwicklung, der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung von Frauen und der Festigung des Selbst.

Um Ihnen die Zielrichtung des Buches mit einer Metapher daraus nochmal vor Augen zu führen:

Frauen von heute gleichen so oft dem Gärtner, der wässert und Unkraut jätet, aber vergißt, an der Rose zu riechen. Das Riechen der Rose passt so schwer in unseren Zeitplan.

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

Führung

Building the bridge as you walk on it – Robert E. Quinn (englisch)

Das Buch „Building the bridge as you walk on it“ von Robert E. Quinn gehört für mich zu den besten Büchern über die Bildung von Führungspersönlichkeiten die ich je gelesen habe.

Bereits sein erstes Buch Deep Change enthält diese fundamentalen Wahrheiten die es für das Führen anderer Menschen braucht. Er rennt damit bei mir offene Türen ein, denn für mich ist in aller erster Linie ausschlaggebend, wie gut sich jemand selbst führen kann.

Wenn in einem Unternehmen Wandel angestoßen werden soll, Veränderungen stattfinden und das das ganze Unternehmen mittragen muss, dann braucht es Menschen die in sich gefestigt sind und wissen wie wichtig Vertrauen und Offenheit in der Beziehung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter sind.

Dieses Vertrauen aufzubauen bedeutet auch, sich seinen eigenen Schwächen zu stellen. Er nennt das im Buch so schön „nackt in das Unbekannte zu gehen“ .

Sich wirklich hinein zu wagen in neue Dinge und dabei die Fähigkeit zu besitzen, anderen das Vertrauen zu geben, dass dieser Wandel gelingen wird.

In diesem Buch finden sich fundamentale Wahrheiten, ganz praktische Hilfestellungen und viele viele Geschichten von Menschen die durch sein erstes Buch Deep Change gelernt haben all diese Dinge in ihrem Arbeitsleben als Führungskraft anzuwenden.

Von mir bekommt dieses Buch mindestens fünf Sterne und ich kann es nur jedem empfehlen, der auch nur im geringsten als Führungsperson tätig ist.

Führen aus der Mitte – Barbara Fromm

In diesem Buch finden sich viele Anregungen die eigene Führungsrolle zu überdenken.

Führen aus der Mitte heißt zuerst aus „der eigenen Mitte“. Und diese sollte man kennen, finden und nutzen.

Gehen Sie mit diesem Buch auf die Reise und nehmen Sie die Anregungen als Inspiration mit in ihre tägliche Arbeit.

Gehirnforschung

Das glückliche Gehirn – Daniel Amen

Das glückliche Gehirn von Daniel Amen. Dieses Buch ist ein wahrer Augenöffner was Stoffwechselstörungen im Gehirn angeht.

Daniel Amen arbeitet als Neurowissenschaftler und Psychologe und hat in über 83.000 Hirnscans Erstaunliches festgestellt.

Auch ohne Scans ist es möglich in diesem Buch mit Tests und Einschätzungen Hilfe zu finden bei Ängsten, Depressionen auch Aggressionen oder auch ADHS.

Es sind sehr viele Fallgeschichten mit in das Buch integriert. Wenn man es zusammenfassen möchte, ließe sich sagen, dass tatsächlich viele der Stoffwechselstörungen im Gehirn auf Kopfverletzungen zurückzuführen sind.

Vor allem Stürze im Kindesalter und ähnliches. Das Buch bietet eine Fülle an Hilfsmitteln wie man sich selbst und mit Unterstützung von außen ein glückliches Leben schaffen kann.

Er spricht ganz konkrete medikamentöse Hilfsmittel an, kombiniert dies jedoch immer mit Methoden aus der Verhaltenstherapie und weiteren therapeutischen Maßnahmen.

Natürlich kann dieses Buch keinen Arzt ersetzen, soll es auch nicht. Es ist jedoch ein großartiger Überblick und ein sehr hilfreiches Nachschlagewerk um für eigene Symptome und Verhaltensweisen genauso wie von Menschen im Umkreis ganz konkrete Ansätze zu finden, was sich tun lässt.

Und wer noch mehr darüber wissen möchte und vor allem die Scans in Farbe sehen will, dem sind die Talks auf TED von Daniel Amenempfohlen.

Für mich war das Buch sehr augenöffnend und hilfreich und ich kann es nur empfehlen zu lesen.

Das lesende Gehirn – Maryanne Wolf

Maryanne Wolf ist Sprachforscherin und Dozentin für kindliche Entwicklung und kognitive Neurowissenschaft. In ihrem Buch wird der große Bogen geschlagen, wie die Schriftsprache überhaupt entstand und warum es für Kinder so elementar wichtig ist, schon sehr früh damit in Berührung zu kommen.

Ich möchte hier nur ein paar Zitate aus dem Buch bringen, die ich persönlich als absolut zentral empfinde:

„Lesen lernen beginnt, wenn man zum ersten Mal ein baby auf den Schoß nimmt und ihm eine Geschichte vorliest. Der spätere Leseerfolg hängt zu einem erheblichen Maße davon ab, wie oft dies in den ersten fünf Jahren der Kindheit geschieht oder auch nicht geschieht.“

„Kinder mit einem großen Repertoire an Wörtern und ihren Assoziationen erleben jeden Text und jedes Gespräch auf völlig andere Weise als Kinder, die nicht über den gleichen Fundus an Wörter und Vorstellungen verfügen.“

„Geschichten und Bücher sind ein sicherer Ort, Emotionen an sich selber zu erproben, und tragen daher entscheidend zur Entwicklung des Kindes bei. So ergibt sich eine wechselseitige Beziehung zwischen emotionaler Reifung und Lesen.“

„Kinder, denen man viel vorgelesen hatte, verwendeten in ihren Geschichten nicht nur mehr von der speziellen ‚literarischen‘ Büchersprache als andere Kinder, sondern auch komplexere syntaktische Elemente, Phrasen und Nebensätze. Bedeutsam daran ist, dass Kinder, die selber vielfältige semantische und syntaktische Formen verwenden, auch die gesprochene und geschriebene Sprache anderer Menschen besser verstehen. Dieses sprachliche und kognitive Vermögen ist eine unschätzbare Basis für zahlreiche Verständnisfähigkeiten, die einige Jahre später, wenn die Kinder selber zu lesen beginnen, gefragt sind.“

Faszinierend ist zu lesen, wie genau der Leseprozess abläuft. Welche Stufen nacheinander erklommen werden und wieso das Hören dabei eine so zentrale Rolle spielt. Enthalten ist ebenfalls ein Kapitel, das sich mit Leseschwächen beschäftigt und Wege aufzeigt, diese zu überwinden.

Lesen ist uns nicht angeboren, sondern eine erlernte Leistung. Und auch wenn sich inzwischen viel in virtueller Welt abspielt, hat die Bedeutung des Lesen können, Textverständnis zu haben und die Fähigkeit der Abstraktion und eigenen Ableitungen in keinster Weise abgenommen.

Ein überaus wertvolles Buch, das ich nur sehr empfehlen kann. Meines Wissen gibt es momentan kein anderes Werk, dass die Wichtigkeit des Vorlesens, des Lesen- und Schreibenlernens besser herausarbeitet und die Wichtigkeit darstellt. Fast schon eine Pflichtlektüre für alle, die sich mit Kindern und lesen lernen beschäftigen.

Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft – Bas Kast

Der Kopf ist schon eine wunderbare Sache, doch er ist nicht immer der beste Ratgeber. Die Erfahrung werden Sie auch schon gemacht haben, dass Ihr Bauchgefühl ein wichtiger Gradmesser ist. Bas Kast geht diesem Phänomen auf der ganzen Welt nach und hat in seinem Buch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengetragen.

Es ist überaus verblüffend sich mit ihm auf diese Reise zu begeben. Sie können z.B. mit einem Bildertest eine Ahnung davon bekommen, ob Sie denn wirklich so leben, wie sie es im Inneren empfinden. Oder welche Möglichkeiten schon getestet werden um das nicht gelebte “Genie-Potential” in uns anzuzapfen. Mich hat das Buch sehr fasziniert und durch den flüssigen Schreibstil macht es richtig Spaß zu lesen.

Das Geheimnis kluger Entscheidungen – Maja Storch

Wollen wir das nicht alle wissen? Wie wir am besten Entscheidungen treffen können und noch dazu kluge? In diesem Buch werden Sie einige gute Ansätze dazu finden, die sich im richtigen Leben auch tatsächlich umsetzen lassen. Was mir an den Büchern von Maja Storch besonders gut gefällt ist ihre gute Lesbarkeit. Sie hat einen sehr schönen Schreibstil, in dem sie uns als LeserIn an die Hand nimmt und auch komplexe Zusammenhänge leicht verständlich erklärt.

Um zu klugen Entscheidungen zu gelangen, ist ein sehr wichtiger Aspekt, das Bauchgefühl zu integrieren. Dass das jetzt nicht das neueste unter der Sonne ist, ist natürlich richtig. Doch vor allem Kopf-Menschen, die sich sowieso schon schwer tun, so etwas wie ein Gefühl im Bauch überhaupt wahrhaben zu wollen, werden hier einige Anregungen bekommen.

Die Gehirnforschung hat seit längerem die interessante Feststellung gemacht, dass es sog. somatische Marker in uns gibt. Darunter versteht man die körperlichen Empfindungen die sich in uns bemerkbar machen, wenn wir bestimmten Situationen gegenüberstehen. Sie sind die Summe unseres Erfahrungsschatzes, den wir im Laufe unseres Lebens gesammelt haben.

Antonio Damasio hat in seinen Forschungen herausgefunden, dass Menschen mit Verletzungen in der Hirnregion, die für dieses Erfahrungsgedächtnis zuständig sind, keine emotionalen Aspekte bei der Entscheidungsfindung mehr berücksichtigen (können). Was katastrophale Auswirkungen auf das komplette Sozialverhalten und Sozialleben dieser Patienten hatte. Es gab schlichtweg keinen emotionalen Zugang mehr zu den eigenen Handlungen. Diese Extremfälle beleuchten sehr eindringlich, welch große Rolle Gefühle bei einer guten Entscheidungsfindung spielen.

Was können wir nun davon für unser täglichen Leben ableiten? Genau das beschreibt Maja Storch in ihrem Buch. Welche Möglichkeiten Sie haben, (wieder) Zugang zu Ihren somatischen Markern – positiven wie negativen – zu bekommen. Und diese als Grundlage für kluge Entscheidungen zu nutzen. Selbstverständlich gehören auch rationale Überlegungen zu diesem Prozess. Und wie sich das nun gemeinsam, kombiniert einsetzen lässt, dafür gibt es viele Hinweise.

Gesundheit

Bevor der Job uns krank macht – Hans-Peter Unger und Carola Kleinschmidt

Der Titel bringt es wunderbar auf den Punkt: BEVOR uns der Job krankmacht gilt es zu handeln. Ich denke, jeder von uns kennt diese Tage, an denen man sich nach gefühlten 15 Stunden Arbeit nach Hause schleppt, völlig am Ende ist und sich nur fragt, ob das ewig so weitergeht.

Dann gibt es auch wieder Tage an denen alles wunderbar läuft, die Projekte vorwärtskommen und die Erschöpfung der vergangenen Wochen verdrängt wird. Dass unsere Arbeitswelt immer mehr fordert und hektischer wird ist nun nichts neues. Schlimm wird es jedoch, wenn die Erschöpfung zum Dauerzustand wird und der anhaltende Druck zur Depression führen kann.

Mir gefällt an diesem Buch, dass es sich als Präventionsbuch versteht und Aufklärungsarbeit betreibt. Welche Stufen gibt es in der Erschöpfungsspirale, wie kann ich für mich selbst etwas tun, um gegenzusteuern? Wie kann eine Depression aus einer Arbeitssituation heraus entstehen und was kann ich für meine seelische Gesundheit tun? Wie schaffen es andere aus dem Teufelskreis auszusteigen und wieder ein erfülltes und ausbalanciertes Leben zu führen?

Diese Fragen und mehr werden in dem Buch beantwortet. Angereichert mit Studienergebnissen und klaren Fakten, Erfahrungsbeispielen und Ideen zur Umsetzung.

Mein Weg zum Wohlfühlgewicht – Peter Faulstich

Menschen die mich kennen, wissen, dass ich nun gar nichts mit Kochen am Hut habe – hatte, genauer gesagt. Denn dieses Buch hat mich in die Küche gezerrt. Und das ist bei mir schon fast so etwas wie das 8. Weltwunder 🙂

In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit den Autor, Peter Faulstich, persönlich kennenzulernen. Innerhalb einer Lehrküche hat er einige der Speisen aus dem Buch live vorgekocht, viel dazu erklärt und wir durften uns hinterher den Bauch vollschlagen. Es war einfach nur köstlich. Die Gerichte sind alle superlecker und tun dem Körper sehr gut. Das Prinzip der vegetarischen Vollwerternährung das dahinter steht, kann ich nur jedem empfehlen. Auch wenn man nicht abnehmen, sondern sich “nur” gesund ernähren möchte.

Doch das Buch kann noch viel mehr. Es baut auf der Kneipp’schen Lehre auf und befasst sich nicht nur mit dem Kochen an sich, sondern geht auch auf viele andere Aspekte ein, die mit dem Thema Essen und Übergewicht zu tun haben. Sie bekommen zahlreiche, praktisch anzuwendende Hilfen um sich dem Thema zu nähern.

Der Rezeptteil umfasst über 200 Rezepte von Brotaufstrichen, Salaten aller Art, verschiedenste Hauptgerichte, Suppen und was für Schleckermäulchen ist auch dabei. Die Gerichte sind so gestaltet, dass sie jederzeit noch etwas anderes für die nächsten Tage daraus machen können. Es gibt tolle Ideen für Berufstätige und – das ist vor allem für mich wichtig – die meisten Gerichte gehen superschnell. Dann bleibt mir nur noch Ihnen “Guten Appetit” zu wünschen!

CD: Wunderheiler – Eckart von Hirschhausen

Wer Dr. Eckhart von Hirschhausen kennt, wird diese CD lieben. Und wer ihn noch nicht kennt, hat damit ein wunderbares Einstiegsmittel gefunden.

Wunderheiler ist medizinisches Kabarett vom Feinsten. In unseren modernen Zeiten blühen die Geschäfte vieler, die mit alternativen Methoden Patienten heilen möchten. Dass davon einiges seine Berechtigung hat, ist unbestritten. Die klassische Medizin auf der anderen Seite ist jedoch auch nicht so böse, wie man uns oft glauben machen möchte.

Wie so oft liegt die Wahrheit oder in diesem Fall Heilung dazwischen.

Dr. Hirschhausen begibt sich auf dieser CD in beide Welten. Wie gewohnt humorvoll, manchmal überzeichnend und immer auf der Suche nach der Wahrheit. Skeptiker werden angeregt über ihren Tellerrand hinauszuschauen und alternative Heilanhänger gestuppst sich nicht alles verkaufen zu lassen.

Alles ins allem bieten die 90 Minuten eine vergnügliche Unterhaltung mit vielen Anregungen zum weiteren Nachdenken.

Hobby

Keltische Knoten für Schmuckstücke – Suzen Millodot

Wer, wie ich, den ganzen Tag mit dem Kopf arbeitet, tut gut daran, sich immer wieder einen Ausgleich zu suchen. Etwas unter den eigenen Händen entstehen lassen kann dazu sehr heilsam sein. In diesem Buch stellt die Autorin eine große Auswahl an keltischen Knoten vor und Schmuckstücke, die sich daraus fertigen lassen.

Wunderbar ausführlich erklärt und für viele Zwecke brauchbar. Es lassen sich ausgefallene Geschenke herstellen für Menschen mit Sinn dafür. Mich hat es begeistert und es ist einfach mal ganz was anderes. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich.

Kreativität

A Technique for producing ideas – James Webb Joung (englisch)

Dieses Buch hat kaum 50 Seiten, doch es ist eines der besten, die ich jemals zum Thema „wie finde ich gute Ideen“, gelesen habe.

James Webb Young ist der Autor dieses Buches und es erschien bereits Mitte der 70er Jahre. Er war ein sehr erfolgreicher Verfasser von Anzeigen und Marketingmaterial.

Die Methode in diesem Büchlein umfasst 5 Schritte mit denen sich garantiert grandiose Ideen finden lassen.

Beginnend damit, dass man sich erstmal einmal näher mit seinem Thema beschäftigt und dazu Material sammelt. Und zwar wie er das nennt, generelles Material das übergreifend ist und spezifisches Material, das sich genau auf das Thema bezieht.

Genau hier liegt auch der Hase im Pfeffer, denn die meisten geben viel zu früh auf und sammeln viel zu wenig Material.

Die weiteren Schritte sind eigentlich fast jedem bekannt: alles muss sich erstmal setzen lassen, und das Unterbewusstsein, wenn es zu arbeiten anfängt, produziert dann eben diese grandiosen Ideen.

Das klappt aber eben nur, wenn man diese ersten Phasen wirklich ausführlich durchläuft.

Fazit von mir: eine absolute Leseempfehlung für alle die auf der Suche sind nach genialen Ideen, die man für Werbung, Marketing und ähnliches verwenden kann.

Lebensbetrachtungen

A Joseph Campbell Companion – Reflection on the art of living (englisch)

Joseph Campbell ist durch sein Konzept der Heldenreise berühmt geworden. Wobei es eigentlich nicht sein Konzept ist, sondern es sind Zusammenhänge die er aus Mythen und psychologischen Abhandlungen wie von CG Jung zusammengetragen hat.

Jede gute Geschichte, die wir als Geschichte erleben, folgt diesen Stationen der Heldenreise. Dieses Buch „A Joseph Campbell Companion“ ist ein wahrhaftiges Kleinod.

Er hat sehr intensive Workshops mit nur wenigen Teilnehmern gemacht. In diesen Workshops ging es teilweise um das Leben jedes Einzelnen im Hinblick auf die Mystik und die Stationen der ganz persönlichen Heldenreise.

Dieses Buch besteht aus Teilen von Transkripten aus den Seminaren, aus Gedichten, aus Zitaten, aus einer Ansammlung von Impulsen und Gedanken dieses tief schauenden Autors.

Wer mit den mystischen Grundlagen, Zusammenhängen und Geheimnissen unseres Lebens etwas anfangen kann, sollte in dieses Werk hinein lesen.

Hier zwei Zitate daraus:

We must be willing to get rid of the life we’ve planned, so as to have the life that is waiting for us.

und das hier:

Out of perfection nothing can be made. Every process involves breaking something up.

Wer sich auf diese Impulse einlässt wird feststellen, dass er auf eine ganz neue Art beginnt sein Leben zu betrachten. Nach den Stationen der eigenen Heldenreise Ausschau hält und den Schätzen, die es zu entdecken gibt.

Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden – Jehuda Bacon und Manfred Lütz

Dieses Buch hat ein sehr wichtiges Thema unserer Geschichte im Fokus. Jehuda Bacon ist einer der letzten Überlebenden von Auschwitz.

Dieses Buch ist ein Gespräch zwischen ihm und Manfred Lütz, einem Psychiater und Theologen.

Es ist keine leichte Kost es zu lesen und trotzdem macht es Mut, dass Menschen solche Dinge überleben können ohne verbittert zu werden.

Yehuda schildert seine Geschichte und wie er gelernt hat mit den Grauen die er erleben musste umzugehen.

Der Titel des Buches trifft es sehr genau „Jeden Tag müssen wir uns entscheiden“. Wir müssen uns entscheiden wie wir uns verhalten, wie wir die Welt sehen, wie wir über sie denken.

Für mich ist es ein sehr wichtiges Buch, das Licht auf einen Teil unserer dunklen Geschichte wirft und sich dabei trotzdem nicht nur in dem Schrecklichen verliert.

Es gehört eine unglaubliche menschliche Größe dazu, sich dieses Denken zu bewahren, dass in jedem Menschen ein Funke Gutes ist.

Wie gut würde es uns zu Gesicht stehen, wenn wir nur einen Bruchteil dessen in unser eigenes Leben übernehmen könnten.

Lies dieses Buch. Es wird dich aufrütteln, es werden Tränen fließen und wir können daran wachsen.

Management

Re-Imagine – Tom Peters

Die Ideen von Tom Peters finde ich einfach nur klasse. In diesem Buch werden soviele verschiedene Gedankenansätze aufgegriffen, dass wirklich für jeden etwas dabei ist.

Und das Layout ist einmalig schön. Da hat sich jemand richtig viel Gedanken gemacht.

Auch wenn natürlich nicht alles umgesetzt werden kann und manches nicht realistisch erscheint, kann man doch so manche Idee gleich während des Lesens mal ausprobieren.

BPM – Betriebliches Prozessmanagement

Dieses Buch versammelt eine Vielzahl von verschiedenen Beiträgen zum Thema Business Prozessmanagement.

Es geht dabei um Praxislösungen in den unterschiedlichsten Branchen. Ich persönlich finde eine Sammlung von best-practice-Beispielen immer sehr anschaulich. Und es ermöglicht abseits von Theorien Modelle effektiver Unternehmensführung auf den eigenen Betrieb umzusetzen.

Umso mehr freut es mich, dass ich die Möglichkeit hatte einen Beitrag für dieses Buch zu verfassen. Es geht dabei um die sachgerechte Einführung von KVP in einem Industrieunternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf einer praxisnahen Umsetzung.

Führen mit flexiblen Zielen – Niels Pfläging

Spätestens seit Mythos Motivation von Reinhard Sprenger ist das Thema Prämien und Co. durchleuchtet worden. Mit dem Ergebnis, dass die gängigen Anreizsysteme gerade zur Manipulation einladen und persönliche Motivation damit begraben.

Was tun?

Eine Alternative bietet hierbei das Konzept des Beyond Budgetings. Es geht von völlig anderen Prämissen als das herkömmliche Controlling aus.

Dazu ein Zitat aus dem Buch Beyond Budgeting von Niels Pfläging:

Unternehmertum hat nicht die primäre Aufgabe, Profit zu maximieren, sondern menschliche Fähigkeiten fruchtbar zur Wirkung zu bringen. Erfolg wird dann nicht mehr in Geldeinheiten gemessen, sondern am individuellen und kollektiven sozialen Fortschritt.

Lassen Sie sich durch die Ansätze anregen und Ihr Unternehmen dahingehend durchleuchten.

Marketing

The Content Code – Mark W. Schaefer (englisch)

Mark Schaefer hat ein großartiges Buch geschrieben, über das was jenseits von gutem Content kommt.

Denn Fakt ist, es gibt ein Jenseits. Die Zeit die wir haben, um Content konsumieren zu können ist begrenzt. Und trotzdem werden jeden Tag unzählige, tausende von neuen Artikeln und Videos veröffentlicht die frischen Content enthalten.

Das bedeutet, guter allein Content ist nicht mehr das was den Unterschied machen wird. Ob ich Menschen damit erreiche, ob ich damit meine Dienstleistungen und Produkte verkaufen kann, ob ich mich als Marke aufbauen kann.

Das Buch the content code enthält daher auch Strategien um den Content sichtbar zu machen.

Der Schlüssel wird in Zukunft sein, wer die besten Ideen und Strategien hat, damit sein Content geteilt wird.

Dazu gehört, wie kann ich ihn teilbar machen, wie kann ich ihn so darstellen, dass Teilen passiert. Und wie kann ich mir ein Publikum schaffen das auch teilen will.

All das und mehr findet sich in diesem Buch. Für mich äußerst lesenswert.

Mundpropaganda-Marketing – Bernd Röthlingshöfer

Bernd Röthlingshöfer ist im Marketing-Bereich eine feste Größe. In seinem Blog schreibt er regelmäßig über innovative Werbestrategien und bietet eine Fülle von Informationen und Praxisbeispielen.

Sein neuestes Buch „Mundpropaganda-Marketing“ ist im Januar 2008 erschienen und beschäftigt sich mit all jenen Facetten die es Firmen ermöglicht über Mundpropaganda Kunden anzuziehen.

Ich habe die große Freude eine Rezension darüber zu schreiben und bedanke mich an dieser Stelle bei dir Bernd für das gelungene Werk.

Um ein kleines Stück meines Fazits gleich vorwegzunehmen: Ich hab das Buch fast in einem Rutsch gelesen. Bernd versteht es eine Fülle an wertvollen Informationen sehr kurzweilig und informativ darzustellen. Die vielen verschiedenen Beispiele aus dem „richtigen Leben“ und die vielen kleinen Anekdoten, mit denen die Kapitel gewürzt sind, machen es ungeheuer spannend und lesenswert. Und wie man sieht, wirkt das Konzept der Mundpropaganda in meinem Fall schon ;-)

Der Inhalt des Buches spannt den Bogen

  • von der Geschichte der Mundpropaganda mit interessanten und erforschten Hintergründen
  • über die Möglichkeiten Mundpropaganda auszulösen
  • was sie so wichtig macht
  • wer die wichtigsten Beteiligten sind
  • was Netzwerke dabei für eine Rolle spielen
  • wie man am besten mit negativer Mundpropaganda umgeht

Fasziniert haben mich gleich im ersten Kapitel die Hintergründe zur Small-World-Theorie. Die meisten werden diese Geschichte kennen, in denen 1967 ein Experiment gemacht wurde um herauszufinden, über wieviele Menschen wir einander in Verbindung stehen. Dabei kam heraus, dass wir über 6 Ecken, sprich Menschen, jeden kennen.

Um den Bogen zu meinem einleitenden Fazit zu schließen möchte ich dieses Buch allen ans Herz legen, die günstige Möglichkeiten der Werbung suchen und sich dazu näher mit dem Thema Mundpropaganda beschäftigen möchten. Es gibt selten faszinierendere Themen wie das, was Menschen erreichen können, wenn sie ihre Verbindungen nutzen. Und wie das funktionieren kann, finden Sie in diesem Werk von Bernd Röthlingshöfer ausführlich beschrieben. Von mir 5 Sterne.

Das Leuchtturm-Prinzip – Stacey Hall und Jan Stringer

Der Orginialtitel „Attracting Perfect Customers. The Power of Strategic Synchronicity“ bringt den Kerngedanken der beiden Autorinnen meines Erachtens nach viel besser zum Vorschein.

Es geht darum die „perfekten“ Kunden anzuziehen. Das mag man wohl in anderen Büchern auch schon gelesen haben, doch die beiden verfolgen dabei einen anderen Ansatz. Beim Durcharbeiten des Buches beschäftigt man sich hauptsächlich damit, was einem selbst Spaß macht, motiviert und man gern an Leistung bringt. Und daraus leitet sich ein Strategieplan ab, der zum Ziel hat, genau die Kunden zu fokussieren und anzuziehen, die dazu passen.

Auch das hört sich jetzt noch nicht wirklich revolutionär an. Interessant ist die innere Reaktion. Das sich „mit einem selbst“ beschäftigen ist keinesweg egozentrisch oder abwendend vom Kunden. Im Gegenteil es zeigt einem in aller Klarheit auf, welche Kunden man liebend gern hätte und welche nicht.

Und mit diesem Wissen kann es gut sein, dass ein Stück Ruhe im Inneren einkehrt. Damit kann man aufhören, Projekten hinterherzurennen, bei denen man ein schlechtes Gefühl hat.

Verlassen Sie sich auf Ihre inneren Bilder, die bei den Visualisierungsübungen auftauchen und probieren Sie es selbst aus. Denn die Anziehungskraft der strategischen Synchronizität macht schnell einen Unterschied im eigenen Befinden und damit auch in der täglichen Arbeit.

The Long Tail (der lange Schwanz) – Chris Anderson

„The Long Tail“ ist inzwischen ein weit verbreitetes Schlagwort geworden. Er ist ein Sinnbild für die weitreichenden Möglichkeiten die das Internet als Angebots- und Nachfrageplattform bietet.

Was soll nun dieser Begriff bedeuten? Nun, es gibt in der bisherigen Markttheorie das Phänomen das nur wenige Produkte von sehr vielen Menschen gekauft werden. Als Beispiel dienen dazu auch im Buch die Top-Ten der Musikbranche. Dem gegenüber stehen Unmengen von Musiktiteln und CDs die nur von sehr wenigen Menschen gekauft werden.

Wenn man dies nun als Kurve zeichnet, dann startet sie auf der linken Seite hoch oben (viele Leute kaufen die Top-Ten) und fällt dann rapide nach unten und läuft lange, lange, lange nach rechts aus (viele Musiktitel die von wenigen gekauft werden). Und genau dieser „lange Schwanz“ nach rechts ist der long tail.

Das Phänomen Internet bietet nun einen ganz neuen Ansatz. Denn hier im Netz gibt es keine beschränkten Regalflächen wie in normalen Läden. Außerdem fallen nur wenige bis keine Lagerkosten an. Der Grund liegt darin, dass häufig die Plattformen nur als Vermittler dienen und wie im Beispiel Amazon immer mehr die Kunden zu Verkäufern machen. Und wer nun gar Inhalte wie Filme o.ä. als Datenmaterial anbietet hat gar keine Lagerkosten mehr zu verzeichnen.

Die Möglichkeiten die darin liegen, sind phänomenal. Denn das bedeutet, dass das Angebot nicht mehr beschränkt werden muss. Es kann alles angeboten werden, was es tatsächlich gibt. Und interessanterweise kaufen auch weniger Leute nun z.B. die Top-Ten-Titel sondern suchen sich Musik nach ihrem eigenen Geschmack aus der größeren Vielfalt aus.

Das Buch bietet einen sehr interessanten Einblick über diese Mechanismen. Welche Bedeutung die Ranglisten haben, was sich daraus für Möglichkeiten für Verkäufer ergeben und vieles mehr.

Das überzeugende Angebot – Hermann Scherer

Wer für seine Marketing- und Werbestrategie immer wieder mal auf der Suche nach frischen Ideen ist, der wird einiges davon in diesem Buch finden.

Das überzeugende Angebot entwickeln kann den großen Unterschied ausmachen. Im Inhalt geht es die Schwerpunkte der schriftlichen Gestaltung von Werbeträgern und das Führen von erfolgreichen Verkaufsgesprächen.

Alles in allem eine runde Mischung.

PR for Dummies – Eric Yaverbaum

Wer die Bücher aus der Reihe „Fur Dummies“ kennt, weiß um die manchmal schon fast schnodderige Sprache und den hohen Informationsanteil.

Auch dieses Buch trifft wieder voll ins Schwarze. Die PR Möglichkeiten werden von allen Seiten beleuchtet und es gibt viele sofort umsetzbare Tipps.

Abgerundet mit Internetlinks und ungewöhnlichen Maßnahmen ist es eine Fundgrube für die Planung und Durchführung von PR-Aktionen.

Mitgefühl

Mitgefühl – Thupten Jinpa

Mitgefühl ist wohl eine der unterschätztesten Emotionen in unserer westlichen Welt. Wer in der Lage ist Mitgefühl zu empfinden und aus dieser Haltung heraus zu leben, wird zuversichtlicher und gelassener im eigenen Leben.

Paradox ist, dass es uns oft leichter fällt Mitgefühl mit anderen zu haben als mit uns selbst. Also ob wir es nicht verdienten, uns seltsam dabei fühlen und und nur schwer damit umgehen können.

Doch nur wer wahrhaftig Mitgefühl für sich selbst aufbringt, wird in schwierigen Situationen Lösungen finden und aufhören sich selbst zu verurteilen.

Thypten Jinpo war der langjährige Übersetzer und Vertraute des Dalai Lama. Heute leitet er das Mind and Life Institut, das vom Dalai Lama gegründet wurde und eine gemeinsame Forschung westlicher und buddhistischer Traditionen vorantreibt.

In seinem Buch bringt er das Compassion Training, das in Stanford gelehrt wird, einem breiteren Publikum näher.

Im ersten Teil wird der Begriff Mitgefühl näher erläutert und abgegrenzt von dem was es nicht ist. Seine eigene Geschichte bildet immer wieder einen Rahmen, der westliche und buddhistische Lebensform verbindet.

Im weiteren Verlauf des Buches werden einfache Übungen vorgestellt, die sich leicht in den Tag integrieren lassen. Es wird mit jeder Seit spürbar, wie sehr es ihm am Herzen liegt, dass wir uns für das Mitgefühl öffnen. Für uns und für andere. Immer wieder öffnen. Und lernen aus dieser Haltung heraus zu leben.

Ein sehr empfehlenswertes und wichtiges Buch.

Netzwerk

Friend of friend – David Burkus (englisch)

Das Buch friend of a friend ist für alle, die sinnvoll netzwerken möchten. Und dabei meine ich nicht das stumpfe Visitenkarten-Tauschspiel bei einer unpersönlichen Veranstaltung.

Im Gegenteil, nichts davon. Hier geht es um das systematische Reaktivieren von früheren Kontakten, das wieder in Austausch kommen mit lang nicht gehörten Bekannten und Neuigkeiten erfahren von aus den Auge verlorenen Kollegen.

Das Buch ist gespickt mit spannenden Stories die aufzeigen, was diese Art von Netzwerkpflege für alle Beteiligten für einen hohen Wert hat. Im Fokus steht, wie man andere durch eigene Kontakte unterstützen kann und wie man mit einer Menge Leuten in Kontakt bleibt ohne sich dabei zu verheizen.

Studien runden das Buch ebenso ab wie praktische Empfehlungen wie sich dieses verborgene Netzwerk ins Leben rufen lässt. Dass es leicht und locker geschrieben ist, macht die Lesefreude noch größer.

Entdeckt hab ich das Buch über den Podcast von Jordan Harbinger der ebenfalls eine absolute Hörempfehlung ist!

Connected!: Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist – Nicholas A. Christakis, James H. Fowler

Wer wissen möchte, wie uns unsere ganz persönlichen sozialen Netzwerke beeinflussen, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Es ist faszinierend zu lesen, dass die Reichweite – die Wirkung auf uns hat – bis zu den Freunden der Freunde unserer Freunde reicht.

Um ein Beispiel zu nennen: hören Freunde der Freunde unserer Freunde zum Rauchen auf, steigt die Chance (wenn wir auch rauchen) signifikant, dass wir auch aufhören zu rauchen! Von diesen Beispielen und Zusammenhängen gibt es viele zu lesen.

Die Themen beziehen sich auf das Kennenlernen des Lebenspartners, das Finden einer neuen Arbeitsstelle, politische Strömungen und vielem mehr.

Lernen lässt sich daraus einiges. Eine wichtige Erkenntnis ist z. B. dass das Kontaktverhalten eines einzelnen Menschen ca. zu 50 % genetisch bedingt ist. Und damit wie wir uns im sozialen Umfeld netzwerkerisch verhalten.

Auch lässt sich das Wissen nutzen, dass die sog. schwachen Verbindungen wichtiger sind, wenn wir etwas bestimmtes erreichen wollen (z.B. einen neuen Job), um dem gewünschten Ziel näher zu kommen.

Zudem können die Erkenntnis aus dem Buch durchaus dazu animinieren, sich doch ab und an, neuen Bekanntenkreisen zuzuwenden und den eigenen Radius damit zu erweitern.

Absolute Leseempfehlung!

Partnerschaft

Männer verstehen – Peter Lückemeyer

Peter Lückemeyer versorgt uns Frauen in seinem Buch mit existenziellen Informationen über das andere Geschlecht. Teils mit drastischen Worten, jedoch immer amüsant, bekommen wir hier Lektionen geboten die uns aufzeigen sollen, dass Männer durch wenige Motivationen funktionieren.

Diese haben zumeist mit den elementaren Lebensbedürfnissen wie Essen, Schlafen und Sex zu tun und wir Frauen tun gut daran, uns an diese einfache Matrix zu halten. Nix zu verkomplizieren, was nun mal einfach gestrickt sei. Denn Wettbewerb, der uns Frauen nicht unbedingt liegt, ist ein Lebensinhalt der in seiner sanften wie extremen Form Männern zu ihrem kindlichen Spieltrieb zurückbringt.

Ob für Beziehungen, berufliche Belange oder Freizeitgestaltung, Peter Lückemeyer hat für jeden Bereich hilfreiche Tipps und Informationenauf Lager. Immer mit einem Augenzwinkern serviert und sprachlich äußerst kurzweilig dargebracht.

Ich habe mich beim Lesen nicht nur köstlich amüsiert, sondern auch einiges gelernt. Und mir die grundlegende Erkenntnis mitgenommen, dass wir Frauen uns mal öfter entspannen sollten und nicht immer so kompliziert denken. Denn manchmal ist die Welt einfacher gestrickt, als wir das zumeist erwarten.

Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt – Bas Kast

Lässt sich Leidenschaft erklären? Ist das nicht ein Herzensthema? Ja und Nein. Bas Kast nähert sich in seinem Buch diesem Thema über die wissenschaftliche Forschung an und bringt äußerst interessante Aspekte dabei mit. In seiner gewohnt unterhaltenden Art schreibt der Wissenschaftsjournalist über Liebe und was langjährige Studien dazu herausgefunden haben. Das letzte Kapital widmet sich dann den sieben Liebesgeheimnissen und den Möglichkeiten die uns daraus entstehen um die gelebte Liebe in unseren Partnerschaften am Leben zu erhalten und sich daran erfreuen zu können.

Wenn wir den Autor begleiten werfen wir einen Blick in die Ehe-Labors in denen seit vielen Jahren untersucht wird, worin denn nun der Unterschied zwischen glücklichen und unglücklichen Beziehungen liegt. Denn dass es Unterschiede gibt, das steht schon mal fest. Und ob wir persönlich in der Lage sind, die positive Variante davon zu leben, hängt von mehreren Aspekten ab. Wie so oft, bilden wir auch bei der Liebe bereits in ganz jungen Kindheitsjahren die Erfahrung aus, die unsere innere Bindungsfähigkeit und Liebesvertrauen prägt. Es ist sehr interessant sich mit Hilfe der Beschreibungen in diese Kategorien einzustufen und das hilft uns bereits schon ein vielfaches unsere Reaktionen besser zu verstehen.

Was nun als der große Geheimtipp in den Forschungsergebnissen gehandelt wird, ist die Art der Kommunikation zwischen den Partnern. Das wäre jetzt als Erkenntnis noch nicht wirklich etwas weltbewegendes. Und dass es natürlich auf die Art und Weise der Kommunikation ankommt, auch noch nicht. Doch was jetzt banale Dialoge zur Krönung der glücklichen Partnerschaft macht dann doch wieder. Denn der “Kit” sozusagen, der auch im Alltag Beziehungen glücklich verlaufen lässt, spielt sich eben nicht in den großen Liebeserklärungen und tiefen Gesprächen ab. Nein, sondern im liebevollen Smalltalk, der vielleicht eine inhaltliche Bedeutung gleich 0 haben mag. Es geht dabei in erster Linie um die Zuwendung zum Anderen und das im wahrstenn Sinne.

Dazu kommt die Fähigkeit zu erkennen, dass ausgesprochener Ärger meines Gegenüber erst mal nichts mit mir als Person zu tun hat, sondern höchstens mit meinem Verhalten. Leider fühlen wir uns oft viel zu schnell angegriffen und reagieren dann auch gleich mit einer Verteidigungshaltung. Und damit läuft das Spiel meist schon durch und in die falsche Richtung.

Natürlich kann das Buch kein Rezept bieten, wie sie zukünftig ihre “Beziehungs-Suppe” kochen sollen. Doch es kann uns wertvolle Gedankenanstöße bieten, wie wir durch Kleinigkeiten mehr erlebte stärkende Bindung schaffen können. Und durch seinen humorvollen Stil ist es eine leichte Lektüre, die uns die Erkenntnisse wie im Vorbeigehen präsentieren.

Persönlichkeitsentwicklung

Der Marshmallow Test – Walter Mischel

Der Test mit den Marshmallows ist zu einiger Berühmtheit gelangt.

Ein Kind bekommt ein Marshmallow vorgesetzt mit folgender Antweisung: “Wenn du das Marshmallow nicht isst, bis ich wiederkomme, bekommst du ein zweites dazu.” Mit diesen Worten verlässt der Versuchsleiter den Raum und jetzt ist die spannende Frage, was wird das Kind tun?

Von diesem Test gibt es viele Videos auf youtube und man mag sich köstlich amüsieren, welche Strategien die Kinder entwickeln um diese schwere Aufgabe zu schaffen. Wenige genug bekommen es hin.

Doch genau dieser Unterschied ist hochspannend. Welche Fähigkeiten braucht es für diese Selbstbeherrschung und wie wirkt sich das im späteren Leben aus?

Walter Mischel, der Erfinder des Marshmallow-Tests, hat ein faszinierendes Buch darüber geschrieben. Darin finden sich Informationen zum Belohnungsaufschub und was es mit der Willensstärke auf sich hat.

Diese kognitive Kompetenzen können die Unterschied im Leben ausmachen. Nicht nur beim beruflichen Erfolg, sondern genauso im persönlichen Umfeld und in Beziehungen.

Wer Kinder hat, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Darin finden sich wichtige Informationen, warum es so wichtig ist schon früh Selbstdisziplin zu entwickeln. Letztlich geht es um Persönlichkeitsentwicklung im besten Sinne.

Doch auch wir Erwachsene finden in diesem Buch spannende Erkenntnisse, die sich im eigenen Leben umsetzen lassen.

Für mich eine absolute Lese-Empfehlung!

Dein Ego ist dein Feind – Ryan Holiday

Können wir dieses Buch „dein Ego ist dein Feind?“ bitte zur Pflichtlektüre machen?

Ich bin kaum nachgekommen wichtige Passagen zu markieren.

Wir alle kämpfen mit unserem Ego. Narzisten sind leider ziemlich im Vormarsch. Sie sitzen in wichtigen Ämtern, sind Vorgesetzte, gründen Familien und haben eines gemeinsam: Es ist ihnen wichtig, der/die wichtigste zu sein, an erster Stelle zu stehen, die Bedürfnisse anderer gern mal vom Tisch zu fegen und dabei nach außen immer gut dazu stehen.

Es fällt ihnen schwer für eine größere Sache als sie selbst einen Schritt zurück zu treten, sich in Demut zu üben und Fehler einzugestehen.

Unsere momentane Gesellschaft und die damit verbundenen Werte drängen uns geradezu in Abhängigkeit von äußerer Bestätigung und schafft damit Menschen die es nicht aushalten zu scheitern.

Wir alle haben diese Tendenzen. Dieses Buch ist die beste Kur. Lesen, an sich arbeiten und die Haltung der Wahrhaftigkeit weitergeben.

Die Kunst, erwachsen zu sein: Wie wir uns von den Fesseln der Kindheit lösen – Victor Chu

Der Titel trifft bereits die wunderbare Aussage, dass es wahrhaft oft eine Kunst ist erwachsen zu sein. Denn immer wieder begegnen wir in unserem Leben Situationen in denen wir uns überhaupt nicht erwachsen erleben. Und manche Ereignisse haben die Eigenschaft einer Endlosschleife und wiederholen sich immer wieder. Ob das nun in der Liebe ist, dass wir immer wieder an den gleichen Punkten scheitern oder finanziell irgendwie nicht auf die Beine kommen, rastlos im Beruf sind und nie das Gefühl haben endlich mal angekommen zu sein.

Hier kann der Blick auf systemische Zusammenhänge Licht ins Dunkel bringen. Victor Chu beschreibt in seinem Buch auf eine sehr liebevolle Art, wie sich mit diesen familiären Verstrickungen umgehen lässt. Er erläutert die Arbeit des Familienstellens und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, die uns Optionen geben, unser Leben ohne Hindernisse anzugehen. Auch wer bereits Familie mit eigenen Kindern hat, wird viele wichtige Hinweise finden, die verhindern können, Kinder mit etwas zu belasten, was ihnen “gar nicht gehört”.

Wie z. B. durch subtile Veränderungen an Texten von Kinderliedern ein schwächendes Eltern/Kind-Verhältnis gefördert wird, wird am Lied Hänschen klein eindrucksvoll beschrieben. Oder wussten Sie, dass es eine ursprüngliche Version des Liedes gibt mit einem vom Verständnis her vollkommen anderen Inhalt? In der uns bekannten Version weint die Mutter, weil das Hänschen weggeht und daraufhin kehrt das Kind geschwind zurück. Der Effekt der hier gefördert wird ist klar, das Kind folgt den Bedürfnissen der Mutter und nicht seinen eigenen. Es fühlt sich dafür verantwortlich, dass die Mutter traurig ist.

In der ursprünglichen, längeren Fassung ist die Mutter zwar auch traurig über das Weggehen Ihres Hänschens, wünscht ihm jedoch Glück und damit ist das Kind frei seinen eigenen Bedürfnissen zu folgen. Die Geschichte geht noch ein Stück weiter und ist hochinteressant und Sie können sie mit vielen weiteren Erläuterungen dazu im Buch nachlesen.

Die Kunst des Liebens – Erich Fromm

Das ist nun ein wirklicher Klassiker. Und wie es sich für einen guten Klassiker gehört, kommt er nie aus der Mode. Auch wenn sich das für ein Buch, das über die Liebe geschrieben, etwas unpassend anhört. Erich Fromm hält uns in seinem Buch den Spiegel vor und wer sich traut wahrlich hineinzusehen, wird lernen, sich mit neuen Augen zu betrachten. Und – wie so oft – ist dieser wahre Blick oft schmerzlich, das wir damit tief an unsere innersten Bedürfnisse und Verletzungen rühren. Doch wie so oft liegt darin die Lösung.

Die Kunst des Liebens nach Erich Fromm kann sich am besten über mehrere Stufen entfalten. Als erster wichtiger Schritt steht die wahre emotionale Lösung der Eltern im Vordergrund. Wir werden immer Kind bleiben und das ist ebenfalls ein zentraler Aspekt unseres Lebens, jedoch ist für unsere persönliche Entwicklung das Eigenständigwerden und Integration der verschiedenen Qualitäten von Mutter- und Vaterliebe unabdingbar.

Und in wenigen, dafür umso treffenderen, Worten beschreibt Fromm in was der Unterschied zwischen reifer und unreifer Liebe besteht. Und wenn man sich nur diesen einen Gedanken aus dem Buch mitnimmt, sich darauf einlässt und das eigene Leben damit in Verbindung bringt, ist es möglich der Kunst des Liebens einen großen Schritt näher zu kommen:

Unreife Liebe sagt: Ich liebe dich, weil ich dich brauche.
Reife Liebe sagt: Ich brauche dich, weil ich dich liebe.

Wenn dieses Paradox Sie zum Nachdenken anregt und etwas in Ihnen zum Klingen bringt, werden Sie viel aus dem Buch mitnehmen können. Mich persönlich hat es sehr beeindruckt und mir in manchem einen entscheidenen Impuls gegeben.

Zu früh alt und zu spät weise? 30 unbequeme Wahrheiten, um aus dem Leben klug zu werden – Gordon Livingston

Dieses Buch hat es in sich. Der Autor Gordon Livingston versammelt darin 30 unbequeme Wahrheiten über das Leben. Und er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und bleibt doch immer ein wohlwollender Begleiter. Der Spiegel der einem darin vorgehalten wird, macht nicht immer Spaß.

Wieso man ihm diese Aussagen nicht übel nimmt, sondern im Gegenteil als Möglichkeit zur eigenen Weiterentwicklung annehmen kann, liegt mit Sicherheit zu einem großen Teil in der persönlichen Geschichte des Autors. Er hat es durchstehen müssen, zwei seiner Söhne zu verlieren. Einen durch Krankheit und einen durch Selbstmord. Und wenn dann so jemand, der auch als Therapeut arbeitet, uns diese Chance bietet, inneres Wachstum durch unbequeme Wahrheiten zu erreichen, dann ist es uns möglich, zuzuhören und etwas daraus zu machen.

Als Abschluss ein kleiner Ausschnitt:

Und noch etwas verlangt uns wahre Liebe ab, nämlich den Mut, dem anderen völlig ungeschützt zu begegnen. Die Risiken liegen auf der Hand. Wer wäre nicht schon von einem Menschen gekränkt worden, dem er fälschlich sein Vertrauen geschenkt hat. Auf solchen Verletzungen beruht zum Großteil der Zynismus zum Thema „Liebe“, der sich in unseren Beziehungen breit macht und all die Spielchen hervorbringt, mit denen wir die Chance vertun, uns gegenseitig vertrauen zu können.

Viele pendeln zwischen Einsamkeit und Selbstbetrug. Unser Chance glücklich zu werden, liegt jedoch irgendwo in der Mitte. Am Ende steht uns nur soviel zu, wie wir selbst zu geben bereit sind. Es ist etwas dran an der Binsenweisheit, dass jeder von uns den Partner bekommt, den er verdient. Und unsere Unzufriedenheit mit anderen ist ein Spiegelbild unserer eigenen Beschränktheit.

Der Glücksfaktor – Martin Seligman

Der Glücks-Faktor, ein plakativer Titel mit überaus praktischer Umsetzung. Martin Seligman ist einer der Begründer der “Positiven Psychologie“. U. a. gemeinsam mit Mihaly Csikszentmihalyi, dem Glücksforscher schlechthin, ist er dem Gedanken nachgegangen, wie sich systematisch positive Zustände fördern lassen.

Es gibt z. B. grundlegende Unterschiede darin, wie Optimisten und Pessimisten denken. Genauer gesagt, wie sie positive und negative Ereignisse bewerten.

Im Buch können Sie außerdem mit Hilfe von einfachen und doch ausgeklügelten Testfragen Ihre sog. Signaturstärken erkennen. Darunter versteht man die Bandbreite an persönlichen Stärken die einem positive Empfindungen verschaffen. Je öfter jemand seine eigenen Signaturstärken einsetzen kann um so erfüllter wird er sein Leben empfinden.

Das Buch bietet eine Fülle von sofort umsetzbaren Möglichkeiten und Seligman selbst hat eine erfrischende Art zu schreiben.

Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will – Barbara Sher

Barbara Sher ist vielleicht einigen bekannt durch ihr Buch Wishcraft. Auch das finde ich überaus lesenswert. Das obige Buch finde ich deshalb sehr wertvoll, da meiner Erfahrung nach eher Frauen mit Problemen zu kämpfen haben, sich für viele verschiedene Dinge interessieren und nur schwer Entscheidungen treffen können.

Für diejenigen – Barbara Sher nennt sie bezeichnenderweise “Scanner” – die schnell zu begeistern sind und am liebsten mehrere Leben führen würden, ist dies ein empfehlenswerter Wegweiser den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Denn es ist einfach ein wunderbares Gefühl, einen Schritt vorwärts gekommen zu sein und etwas erreicht zu haben, das einem am Herzen liegt.

Verzetteln macht einen auf Dauer mürbe, unzufrieden und traurig. Barbara Sher schreibt sehr authentisch und man merkt, dass sie selbst diese Dinge erlebt hat. Daher sind ihre Lösungssansätze auch gut umsetzbar und der liebevolle Schreibstil tut sein übriges.

Mehr Kraft zum Loslassen – Melody Beattie

Für jeden Tag des Jahres ein Nachdenktext zum Thema Loslassen. Die Autorin Melody Beattie weiß wovon sie spricht. Sie hat selbst eine Odyssee in ihrem Leben hinter sich. Der Verlust eines Sohnes und ein bewältigter Ausstieg aus einer schweren Sucht verleiht ihr die authentische Fähigkeit ihre Gedanken als Hilfestellungen weiterzugeben.

In jedem Monat steht ein anderes wichtiges Thema im Vordergrund und wird von ihr oft mit verschiedensten Metaphern an den einzelnen Tagen erläutert. Immer wieder flicht sie kleine Übungen ein, die ihre volle Kraft entfalten, wenn man sich darauf einlässt. Ein Buch, dass man immer wieder zur Hand nehmen kann. Mich begleitet es schon seit mehreren Jahren und wenn meine normale Routine es zulässt, dann lese ich morgens darin und nehme die Gedanken oft mit in den Tag.

Gelassenheit beginnt im Kopf – Thomas Hohensee

In unserer Zeit, die voller Wahlmöglichkeiten steckt, die uns so manches Mal überfordern, die einfach ein Zuviel an vielem über uns ausschüttet, steigt die Fähigkeit innere Ruhe zu bewahren ganz enorm im Kurs. Wie das möglich ist, zu lernen, auch in stressigen und belastenden Situationen gelassen zu bleiben, zeigt uns Thomas Hohensee in seinem Buch Schritt für Schritt auf.

Es mag uns manchmal schwer fallen, die gewohnte Dramaschiene zu verändern, denn sie passt halt oft auch wie ein alter Hausschuh. Doch es steckt soviel Gewinn im Lernen neuer Denkmuster. Sich selbst wieder beruhigen zu können und mit Gelassenheit auch in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben zu können, entscheidet über unser Wohlgefühl wie nichts anderes.

Wie ich dieses Denken lernen kann, ist in kleinen Kapitelchen beschrieben aus denen man sich viele Hilfestellungen mitnehmen kann. Für mich eines der besten Bücher zu diesem Thema.

Philosophie

Die Großen Denker: Philosophie im Dialog – Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl

Ein gewichtiges Thema in einem gewichtigen Buch. 700 Seiten umfasst das Werk, das die Mitschnitte der Gespräche von Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl enthält.

In diesen Gesprächen, die im bayerischen Fernsehen gezeigt wurden, unterhielten sie sich über die großen Philosophen und Denker.

Es ist eine lange Reise vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis in unsere Zeit hinein. Jedes Kapitel widmet sich einem anderen Philosophen und seinen Ideen.

Die Gespräche der Professoren, die man hier nachlesen kann, gehen einen sehr persönlichen Weg und entfalten bei jedem besprochenen Philosophen seine Hintergrundgründe und Gedankenwelt. Auf diese Weise werden komplexe Zusammenhänge verständlich und Philosophie begreifbar und fassbar.

Das Buch ist zeitlich chronologisch aufgebaut, kann jedoch auch kapitelweise gelesen werden. Der Inhalt bietet unglaublich viel Stoff zum Weiterdenken.

Psychologie

Wer vor dem Schmerz flieht, wird von ihm eingeholt – Russ Harris

Das zweite von Russ Harris auf deutsch erschienene Buch „Wer vor dem Schmerz flieht, wird von ihm eingeholt“ ist ein phänomenales, praktikables und äußerst hilfreiches Buch um mit schwierigen Situationen des Lebens umzugehen.

Russ Harris stellt in diesem Buch ACT vor. ACT könnte man als die dritte Welle der Verhaltenstherapie bezeichnen.

Es ist eine Mischung aus Übungen, aus Perspektivwechseln und wertvollen Einsichten.

Häufig sind Menschen unglücklich, weil sie sich einer Realitätskluft gegenüber sehen. Das Leben ist nicht so, wie sie es sich gewünscht hätten.

Es passiert im Leben einiges was man nicht in der Hand hat. Dagegen in Widerstand zu gehen, führt selten zum Ziel.

Grübeleien wollen nicht enden, es wäre als ob der Kopf alleine denkt. Und das nicht wirklich positiv.

Diese Schleife nach unten lässt sich durch ACT tatsächlich bremsen und in die Gegenrichtung verwandeln. Durch nichts Aufwendiges, sondern mit einfachen und sofort umsetzbaren Übungen die sich in den Alltag integrieren lassen.

Wer also eine Methode sucht, mit der sich der eigene Kopf nachhaltig besser in den Griff bekommen lässt, der sollte sich dieses Buch näher anschauen.

Public Relations

Operation Shitstorm – Ryan Holiday

Welchen Nachrichten Plattformen lässt sich noch trauen? Wer schreibt noch über tatsächliche Ereignisse?

Was davon ist unwahr, aufgebauscht, erfunden und extra angezettelt für Marketing Zwecke?

Dieses Buch Operation Shitstorm von Ryan Holiday hat mich zutiefst erschüttert zurückgelassen. Er erzählt aus seiner früheren Karriere als PR-Berater für verschiedene Unternehmen. Und lässt uns einen Blick hinter die Kulissen werfen, wie Nachrichten tatsächlich gemacht werden.

Seitdem es eine neue Währung im Internet gibt, die alle Neuigkeiten betrifft, hat sich das Bild komplett gewandelt. Es geht nur noch und ausschließlich um Klickzahlen.

Das lässt sich natürlich auch zu Nutze machen, denn die Welle funktioniert so, dass Neuigkeiten ob wahr oder unwahr, in kleineren Blogs und Nachrichten Portalen eingestreut wird. Diese pushen das nach oben, weil sie sich eine Sensation und viele Klickzahlen erwarten.

Wenn hier mehr mediale Aufmerksamkeit erzeugt wird, dann greifen auch die größeren Portale diese Neuigkeiten auf, denn sie wollen ja nicht zurückstehen. Und so finden sich in Huffington Post, Medium, Mashable, techcrunch und weiteren bekannten Portalen, Artikel die in keinster Weise auch nur den Ansatz eines wahren Kerns enthalten.

Und wir glauben diesen Medien, denn sie erscheinen uns wahrhaftig. Lies dieses Buch, halte es wirklich durch, denn es ist richtig schwere Kost sich das selbst klar zu machen.

Wir werden nach Strich und Faden tatsächlich manipuliert und vorgeführt. es ist sehr heilsam sich von diesen Medien ein Stück weit zu verabschieden.

Ein schreckliches Buch, das leider schrecklich wichtig ist. Es ist wie eine Fortsetzung aus aktueller Zeit zum letzten Buch Propaganda.

Propaganda – Edward Bernays

Als ich angefangen habe, dieses Buch zu lesen, musste ich immer wieder nachschauen ob ich mich tatsächlich nicht in der Jahreszahl vertan hatte.

Propaganda von Edward Bernays ist aus dem Jahr 1928. Und es hat nichts an seiner tatsächlichen Wahrheit und Aktualität verloren.

Edward Barnes war der Neffe von Sigmund Freud und der Begründer von Public Relations.

In seinem Buch benutzt er das Wort Propaganda noch ohne die negative Bedeutung die es heute für uns hat. Er zeigt ganz klar auf, dass viele Werbefeldzüge, Kongresse, Bekanntmachungen, Thesen die aufgestellt werden und die öffentliche Meinung verändern, ganz klar geplante PR Aktionen sind.

Das Buch beschreibt Möglichkeiten, wie sich Industrien neu positionieren können, ohne dass sie auf die plumpe „Kauf mein Produkt, das ist das Beste“ zurückgreifen müssen.

Unglaublich lehrreich und teilweise wirklich erschreckend, wenn man sich selbst als jemand erlebt, der diese Propaganda nicht als das durchschaut, was sie eigentlich ist.

Werbung. Nichts anderes als verkaufsfördernde Werbung. Es öffnet einem die Augen und lässt einen über viele Zeitungsartikel und Internet-Ankündigungen anders denken.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich auch nur im geringsten darüber interessiert wie Manipulationen in unserer heutigen Zeit und schon früher funktionierte.

Reisen

Slow Travel – Dan Kieran

Slow Travel ist eines der Bücher, die mich absolut begeistert haben. Dan Kieran beschreibt in diesem Buch seine Philosophie des Reisens. Das ist wahrlich etwas ganz anderes wie Urlaub machen.

Ein Reisender und ein Tourist haben wenig gemeinsam. Slow Travel bedeutet die Reise an sich wieder den Mittelpunkt zu stellen und nicht nur den Zielort. Auf einer Zugreise erlebt man die Übergänge einer Landschaft, man wird Teil dieser Veränderung und überspringt sie nicht wie bei einer Flugreise.

Kieran nimmt uns durch seine Schilderungen mit auf diese Reisen. Ob es das Entdecken zu Fuß der eigenen Umgebung ist, wozu man sich bis jetzt nie die Zeit genommen hat oder die andere Welt der Fernzüge. Die einen sanft durch die Nacht bringen.

Statt eines Reiseführers rät uns Kieran Bücher zur Hand zu nehmen, die mit der Stadt zu tun haben, in der man sich aufhält. Die uns die Geschichte der Menschen und Bauwerke erzählen. Literatur, die in einer Stadt spielt verbindet aus auf eine viel tiefere Art mit ihr. Wir entdecken Ecken und Winkel die in keinem Reiseführer geschrieben stehen.

Die Reisegeschichten, die sich durch das Buch ziehen, wecken die Lust darauf selbst los zuziehen und sich die Welt auf diese langsame Art zu eigen zu machen.

Abgerundet wird das Buch durch höchst interessante Ausflüge in die Gehirnforschung und Psychologie durch Zitate aus verschiedenen Werken. Man bekommt daher gleich wunderbare Tipps für Bücher, die sich als Reiselektüre eignen.

Für mich ist Slow Travel absolut empfehlenswert!

Reputation

Karrierefalle Internet – Klaus Eck

Das Buch von Klaus Eck beleuchtet eine der wichtigsten Themen unserer „neuen“ Welt. Welche Reputation habe ich bzw. mein Unternehmen im Internet? Vielen ist überhaupt nicht klar, dass das Internet keine Vergesslichkeit eingebaut hat. Dass auch vermeintliche gelöschte Inhalte noch Jahre später im Netz verfügbar sind.

Und das gilt für Photos, ebenso wie für Forumseinträge, private Homepages, Kommentare in Blogs und vieles mehr. Wussten Sie, dass immer mehr Personalabteilungen erstmal im Internet nach Informationen zu Bewerbern suchen? Und dass das, was sie finden entscheidend sein kann, ob man die Stelle bekommt oder nicht? Ebenso das Finden von keinen Informationen sagt etwas über sie aus. Dass sie anscheinend die Möglichkeiten des World-Wide-Web noch nicht für sich entdeckt haben und damit quasi schon fast hinter dem Mond wohnen, überspitzt ausgedrückt.

Viele Jobs werden inzwischen auch über Online-Netzwerke ausgegeben. Diese Netzwerk haben eine globale Reichweite und bieten Optionen, die auf herkömmlichen Weg überhaupt nicht nutzbar wären.

Ein weiteres interessantes Kapitel widmet Klaus Eck der Frage, was sich nun tun lässt, wenn der Ruf im Internet schon angeschlagen ist. Viele praktische Tipps und Links machen den Ratgeber sehr wertvoll und rund.

Resilienz

Option B – Sheryl Sandberg und Adam Grant

Dieses Buch behandelt ein Thema dem wir oft sehr gern aus dem Weg gehen wollen, das uns jedoch jederzeit erwischen kann.

Sheryl Sandberg hat ganz plötzlich ihren Ehemann verloren. Es war vollkommen unvorhersehbar, mitten aus dem Leben gerissen und dann bist du, wie sie es nennt, in einem Club dem du niemals beitreten wolltest.

Wie geht man mit diesen Situationen um?

Und auf der anderen Seite, wenn man Außenstehender ist, wie geht man mit dem Kummer und der Trauer von Menschen um, die solch einen Schicksalsschlag zu erleiden hatten?

Verluste treffen uns alle. Den Partner oder sogar ein Kind zu verlieren, ist wohl eines der dramatischen Dinge die einem im Leben geschehen können. Und doch muss das Leben irgendwie weitergehen.

Wie das funktionieren kann, wird wunderbar in diesem Buch geschildert. Sheryl Sandberg und Adam Grant haben ein weises Buch geschrieben, das wissenschaftliche Erkenntnisse mit ganz persönlichen Erlebnissen verknüpft.

Ich kann nur jedem raten, sich gleich ein Päckchen Tempos bereit zu legen, denn es werden Tränen fließen.

Ein weises, ein wichtiges, ein unverzichtbares Buch. Resilienz lässt sich lernen.

Rhetorik

Bekenntnisse eines Redners: Oder die Kunst, gehört zu werden – Scott Berkun

Ein etwas anderes Buch über’s Redenhalten, als man es bisher gewohnt ist. Scott Berkun schreibt aus seiner Warte über die wahre Realität eines Redners und räumt dabei mit einigen Mythen auf.

Wichtig fand ich dabei z.B. die Erkenntniss, dass jeder Sprecher Fehler macht. Jeder. Es passieren Verhaspler, es wird gestottert, viel zu viele Ähs machen sich breit usw. Wichtig ist nur sich selbst nicht davon gefangen nehmen zu lassen und in seinem Vortrag fortzufahren. Denn kein Publikum kann einen Redner leiden, der sich andauern für irgendetwas entschuldigt.

An dem letzten Satz merke ich auch, dass der gewollt schnodderige Schreibtstil des Autors abgefärbt hat. Die Sprache passt zu ihm, auch wenn man sich manches Mal wünschen würde, dass er vielleicht nicht ganz soviel „Gas“ geben würde.

Interessent sind die Hintergrundbeschreibungen, wie es z.B. wirklich in einem Fernsehstudio zugeht, oder man als „sprechender Kopf“ zugeschaltet wird.

Ein zentraler Aspekt auf den Scott Berkun immer wieder hinweist, ist, dass die meisten Redner deswegen schlecht sind, weil sie nicht üben. Sie halten damit den Vortrag das erste Mal vor Publikum, die Übergänge holpern und es wird an der Form selbst kleben geblieben, als sich auf den Inhalt zu konzentrieren.

Was das Buch amüsant macht, ist seine schonungslose Ehrlichkeit sich selbst und Kollegen gegenüber. Das ist mitunter schwere Kost, doch wer sich in dieser Branche seine Brötchen verdient, sollte sich vieles davon zu Herzen nehmen.

Abgerundet wird das ganze durch einen über 70seitigen Anhang, in dem konkrete Tipps für Vorbereitung, empfohlenes Technikequipment, Durchführung, Nachbereitung sowie eine ausführliche (z.T. kommentierte) Bibliographie steht.

Erzählen statt aufzählen – Cliff Atkinson

Endlich kein Tod durch PowerPoint mehr. Wenn Sie des öfteren Präsentationen halten und sie nach neuen Ansätzen der Aufbereitung suchen, werden Sie von diesem Buch absolut begeistert sein. Es vereint die Technik der Drehbuchschreiberei (übrigens basierend auf Aristoteles Poetik!) mit der modernen Multimediawelt.

Erreichen Sie Ihre Ziele mit einer guten Story, in die Ihre Argumente eingebaut sind. Verdichten Sie diese zu einem Spannungsbogen, der Ihre ZuhörerInnen wirklich erreicht. Ein weiteres positives Merkmal an dieser Art der Präsentationsvorbereitung ist, dass sie keinesfalls auf PowerPoint beschränkt ist.Selbstverständlich bekommen Sie im 2. Teil des Buches viele praktische Hinweise zum Umsetzen im Programm (auch Tricks für Könner sind dabei), doch Sie sind darauf keineswegs festgelegt. Für jede Art von Rede/Vortrag u.ä. können Sie diese Vorbereitung nutzen. Mir hat sie schon vielerlei Dienste erwiesen.

Schreiben

Tagebuch eines Romans – John Steinbeck

John Steinbeck hat für sein Buch Früchte des Zorn den Publitzerpreis erhalten und ist mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Sein Werk umfasst Romane, Kurzgeschichten, Reiseberichte und mehr.

Tagebuch eines Romans dagegen ist ein Buch, dass sich in kaum eine Kategorie einordnen lässt. Es ist sein Werktagebuch, das er während der gesamten Arbeit am Roman Jenseits von Eden verfasst hat. Geschrieben, manches mal wie ein Gespräch, an seinen Lektor Pascal, mit dem ihn über die berufliche Beziehung hinaus eine tiefe Freundschaft verband.

Wer selbst schreibt, wird in diesem Buch lesen, wie diszipliniert John Steinbeck an sein Schreiben heranging. Sein Ziel waren jeden Tag zwei handgeschriebene Seiten von Montags bis Freitags zu verfassen. Die bevorzugte Zeit dafür war meist ab frühmorgens. Teilweise durchdachte er manche Nächte und feilte an seinen Ideen.

Er nutzte zum Schreiben ein Notizbuch, bei dem die rechten Seiten dem Roman selbst vorbehalten waren und linken dem Werktagebuch. Es ist faszinierend zu lesen, wie genau er sich beobachtet, seine Stimmungen aus sich herausformuliert, sich warm schreibt, bis er bereit ist, mit der eigentlichen Arbeit zu beginnen. Muster zeichnen sich ab, welchen Aufbau er gedenkt, dem Roman zu geben, welche Figuren er wann entwickeln und erscheinen lassen möchte.

Daneben gibt es Phasen, in denen er kränkelt oder auch private Probleme ihm zu schaffen machen. Nichts destotrotz gibt es nur sehr wenige Tage, während des knappen Jahres, an denen er sein Arbeitspensum nicht einhält. Die Texte in diesem veröffentlichen Werktagebuch sind weder redigiert noch gekürzt. Und das ist auch das faszinierende an diesem Buch. Es ermöglicht einem Weltautor über die Schulter zu sehen.Zeigt, welche Disziplin und Hingabe an ein großes Werk erforderlich ist. Und welche genaue Beobachtungsgabe er sich selbst gegenüber an den Tag legt.

Er erkennt seine eigenen Stimmungen wieder und weiß mit ihnen umzugehen. Und etwas das ihm ebenso am Herzen liegt, ist eine ruhige Herangehensweise. Sich selbst und dem Stoff immer genügend Zeit und Raum lassen, sich zu entwickeln. Sich nicht zu erschöpfen mit Mehrarbeit, sondern in dem selbst gewählten Rahmen zu bleiben um ein stetes Fließen zu ermöglichen.

Was neben dem Schreiben sichtbar wird, ist das ebenso notwendige Erschaffen mit den Händen. Er liebte es mit Holz zu arbeiten und renoviert vieles selbst in seinem Haus. Ebenso wie er gern Dinge zerlegte und reparierte. Diese bewusste Teilung seines Tages in schreiben und „werkeln“ zeigt eine wichtige Balance auf zwischen Kopf und Händen. Seine Erfindungen beschäftigten ihn dabei ebenfalls eine gewisse Zeit des Tages und so scheint ein natürlicher Rhythmus entstanden zu sein.

Das Buch ist nicht aufregend, sondern eine genaue Beschreibung der Entstehungsgeschichte eines großen Romans geschrieben von einem großen Schriftsteller. Wer selbst schreibt und gern einem renommierten Autor bei seiner Arbeit hautnah zusehen möchte, sollte dieses Buch lesen. Es lassen sich einige Ideen und Anregungen für die eigenen Arbeit daraus ableiten, auch wenn das in keinster Weise das Ziel des Tagebuchs eines Romans ist.

Ein zentraler Aspekt der sichtbar wird, ist die gewollte Disziplin, die durch stete Schritte zum Ziel führt und der Gedanke, dass es eine große Hilfe ist, ein Werktagebuch, nicht nur zum Aufwärmen, selbst einzusetzen.

Selbstmanagement

Wie ich die Dinge geregelt kriege – David Allen

Dieses Buch ist meine private “Bibel”, wenn es um die Organisation des ganz alltäglichen Wahnsinns geht.

Wer gern in Listen denkt oder dem zumindest nicht völlig ablehnend gegenüber steht, wird mit diesem Buch eine gute Chance haben, “Die Dinge tatsächlich geregelt zu kriegen”.

Zeit, der Stoff aus dem das Leben ist – Stefan Klein

Dieses Buch von Stephan Klein steht ganz in der Tradition seiner anderen Bücher die Glücksformel und Alles Zufall. Es behandelt das Thema Zeit von verschiedensten Seiten. Was es meiner Meinung nach absolut lesenswert macht, sind einige Punkte:

  • sein Schreibstil, der auch schwierige Themen sehr verständlich macht
  • einen großen Überblick über verschiedenste Experimente zum Thema Zeitempfinden angefangen vom Höhlenexperiment von Siffre bis hin zu Hitchcocks Filmen
  • wie sich lernen lässt, die Zeit “gefühlt” zu verlängern
  • Gedankenmodelle die jedem persönlich ermöglichen, sich trotz Stress gelassener durch’s Leben zu bewegen

Wer das Buch aufmerksam liest, wird sich sehr wohl umsetzbares daraus mitnehmen können. Für meine Begriffe gibt es immer eine bestimmte Zielrichtung, die ein gutes Buch verfolgt.

Und in diesem Fall ist es weder ein wissenschaftlicher Exkurs, noch primär die Unterhaltung. Nein, ich denke, es dient in erster Linie zur Information und praktischen Ansätzen. Und diesen Anspruch sehe ich persönlich als erfüllt an. Meine Empfehlung sind daher 5 Sterne.

Der Weg zum Wesentlichen – Stephen Covey

Die Bücher von Stephen Covey sind allesamt empfehlenswert und beschäftigen sich sehr tief mit den Themen Balance im Leben. Wie lässt sich das erreichen, welche Strategien helfen mir dabei und welche inneren Wegweiser lassen sich dafür nutzen?

Wer sich mit seinen Büchern intensiv beschäftigt, kann viel über sich selbst lernen und welche Entscheidungen mehr Gelassenheit ins Leben bringen. Auch für Führungskräfte sind die Anregungen sehr empfehlenswert.

Energiekompetenz – Verena Steiner

Wie wir alle wissen, ist die Menge an Zeit- und Selbstmanagementbüchern inzwischen Legion. Sie finden in der Unmenge an Büchern jedoch meiner Meinung nach nur wenige, die sich als so wertvoll erweisen, dass sie tatsächlich ins tägliche Leben umgesetzt werden können.

Das Konzept von Energiekompentenz holt uns jedoch genau dort ab, wo wir gerade stehen. Denn im außen organisieren mögen wir noch größtenteils hinbekommen, doch was der Druck und Anforderungen innerlich von uns abverlangen, ist auch meistens der Hauptgrund warum das Kartenhaus irgendwann über uns zusammenkracht.

Hier setzt die Autorin an und lenkt den Blick auf unser persönliches Energiemanagement. Ganz individuell und für jeden anders. Denn jeder tankt auf andere Weise wieder auf und hat eine andere Zeitspanne in der er sich regenieren kann.

Auf diese Prozesse kommt es an. Und daraus einen eigenen Plan zu entwickeln und Kleinigkeiten ins Leben zu integrieren die uns ermöglichen unseren Energiehaushalt ausgewogen zu halten ist der große Verdienst dieses Buches.

Mind set! – John Naisbitt

Wer die bekanntesten Bücher von John Naisbitt gelesen hat, wie Megatrends und Megatrends 2000 weiß, dass er eine fast schon prophetische Art hat, Entwicklungen vorherzusagen. Mich hat das immer schon fasziniert und daher war ich sehr über sein Buch Mind Set! begeistert. In diesem beschreibt er seine Mind Sets (Denkmuster) und die damit verbundene Vorgehensweise verschiedenste Einzelteile zu interpretieren. Und daraus entwickelt er seine Prognosen.

In diesem Buch gibt er uns nun die Gelegenheit ihm quasi beim Denken zuzusehen. Im ersten Teil erläutert er präzise die 11 Mindsets die sich ihm als bedeutsam erwiesen haben. Wie nebenbei erzählt er einen Teil seiner faszinierenden Lebensgeschichte. Seiner Zeit in der Regierung und wie er sich schlussendlich mit seiner Research-Firma selbständig gemacht hat.

Im zweiten Teil schildert er in 5 Kapiteln seine aktuellen Einschätzungen und Bilder der Zukunft. Damit verknüpft erläutert er jeweils welche Mindsets für ihn zu diesen Prognosen führen.

Eine absolut faszinierende Reise um die Welt und ihre Zukunft. Von den Mindsets selbst kann wirklich jeder profitieren, denn sie haben oft einen philosophischen Charakter. Wer gern in vernetzten Zusammenhängen denkt, wird viel aus diesem Buch lernen können. Und es immer interessant, Bücher von Menschen zu lesen, die einen riesigen Erfahrungsschatz mit uns teilen.

Social Media

The Tao of twitter – Mark W. Schaefer (englisch)

Und noch mal ein Buch von Mark W. Schaefer. Diesmal über Twitter. Das Buch ist zwar schon vier Jahre alt und die Originalausgabe sogar noch älter, doch es ist immer noch lesenswert.

Vor allem natürlich für Twitter Anfänger, aber auch genauso für Leute die schon lange auf Twitter sind und diesen Dienst endlich mal richtig nutzen wollen.

Mark Schaefer gibt viele praktische Tipps die nicht nur mit Tools zu tun haben sondern vor allem mit der inneren Einstellung mit der man sich in Twitter bewegt.

Auch hier zählen Verbindungen. Nicht einfach nur als Link-Schleuder bekannt werden. Nein, Fragen beantworten, in Kontakt gehen, wirkliche Beziehungen aufbauen, genau das ist Twitter.

Und genau das macht es auch zu so einem interessanten Netzwerk. Denn es ist sehr viel weniger reglementiert in seiner Anzeige als z.b. Facebook.

Jeder der auch nur ein bisschen Spaß an Twitter hat oder sich neu diesem Netzwerk nähern möchte, dem kann ich dieses Buch wärmstens ans Herz legen.

Strategie

Little bets – Peter Sims (englisch)

In diesem Buch dreht sich alles darum, warum es viel besser ist in kleinen Schritten Ideen voranzutreiben, als auf DIE große Idee zu warten.

Peter Sims greift in diesem Buch nicht nur Forschungsergebnisse auf, sondern berichtet vor allem von realen Firmen, von realen Menschen, die genau mit diesem System der little bets ihre Firma nach vorne gebracht haben.

Es ist faszinierend zu lesen was geschehen kann, wenn man tatsächlich dieses schnelle Prototyping umsetzt.

Was es dazu braucht, ist die Fähigkeit mit Scheitern umzugehen. Man muss lernen mit Fehlern klar zu kommen und nicht daran zu verzweifeln wenn es einfach nicht klappen mag. Sondern dann einen neuen Weg einschlagen und die nächste little bet einzugehen.

Für mich war das Buch sehr lehrreich und hilfreich und hat mich natürlich auch an Kaizen erinnert, was ich ja schon seit vielen, vielen Jahren in den Firmen immer wieder vorantreibe.

Little bets ist ein spannend geschriebenes, sehr unterhaltsames und zugleich sehr hilfreiches Buch für alle, die ihre Unternehmung und ihre Ideen wirklich ins Leben bringen wollen. Macht euch daran die kleinen Schritte zu gehen und geht sie!

Wachstumsstrategien für Solo- und Kleinunternehmer – Monika Birkner

Hier finden Einzelunternehmer sofort umsetzbare Ideen für ein kleines Business.

Für mich ist der Kerngedanke des Buches die Entwicklung eines Geschäftsmodells. Weg vom „Safari-Denken“ wie die Autorin so schön titelt. Damit meint sie das Nachjagen des Einzelauftrages ohne das Gesamtgefüge zu fokussieren.

Wie sich nun ein funktionierendes Modell entwickeln lässt und welche Leistungsvarianten sich daraus ermöglichen finden Sie ebenso darin wie interessante Interviews mit anderen Einzelkämpfern die sich ebenfalls auf diesem Weg befinden.

Das Erste-Hilfe-Handbuch für Kleinunternehmen und Selbständige – Sabine Smentek und Dörte Behrmann

Wer als Einzel-Selbständige(r) unterwegs ist, hat häufig ein nicht allzu großes Finanzpolster. Vor allem am Beginn der Selbständigkeit geht’s oft grad so rundum. Wenn dann auch noch Auftragslücken und Zahlungsausfälle dazu kommen, kann es ganz schnell bergab gehen.

Doch das muss nicht das Ende sein. Die beiden Autorinnen haben viel Erfahrung in der Beratung von Krisensituationen und bieten handfeste Hilfe an. Sie erfahren in diesem Buch wie Sie einen Überlebensplan aufstellen und welche Schritte nacheinander zu tun sind.

Mein Tipp ist auch, das Buch schon mal quasi prophylaktisch zu lesen. Dann lassen sich bereit frühzeitig die eigenen Strategien für den Ernstfall überprüfen.

Der blaue Ozean als Strategie – W. Chan Kim und Renée Mauborgne

Nachdem mir der Titel dieses Buches in letzter Zeit immer wieder untergekommen ist, dachte ich ’na gut, du willst gelesen werden, so sei es‘. Und was soll ich sagen, es hat mich begeistert.

Die Autoren haben durch Analyse von vielen, vielen Unternehmen, ihren Unterschieden in Strategie und Erfolg eine Meta-Strategie entwickelt, die sie Blue Ocean Strategy nennen.

Ein blauer Ozean ist ein neuer Markt, den sich ein Unternehmen schaffen kann um damit Konkurrenz- und Preiskämpfen elegant aus dem Weg zu gehen.

Das wäre jetzt noch nicht wirklich was neues, doch die Art und Weise das eigene Business zu hinterfragen, in Alternativbranchen nach adaptierbaren Lösungen zu suchen und sich auf die Gemeinsamkeiten der Kunden zu konzentrieren und nicht auf ihre Unterschiede macht dieses Buch in meinen Augen sehr wertvoll. Ein leicht anwendbares Schema ermöglicht sofort an die Arbeit zu gehen und es ist ganz verblüffend in welch kurzer Zeit sich bisher nicht berücksichtigte Möglichkeiten auftun. Probieren Sie es selbst.

Tools

Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern – Richard Wiseman

Wie sollte man ein Buch mit einer dermaßen reißerischen Titel beschreiben, ohne sich wie ein Haustürverkäufer in Superlativen zu verlieren…?

Mir fällt dazu nur ein Satz ein: Dieses Buch ist der optimale Brühwürfel. Hinter diesem Begriff verbirgt sich die kleine Anekdote aus dem Freundeskreis, doch statt weitschweifigen Erläuterungen die Quintessenz auf das absolute essentielle und wertvolle zu komprimieren, eben einem Brühwürfel.

Richard Wiseman ist bekannt durch Bücher wie Quirkologie und hat sich einen Namen gemacht in seiner Profession als Verhaltenspsychologe. Dieses Buch nun ist entstanden, auf die Frage, ob es denn nicht erklärbare Techniken gibt, die sich in 60 sec erzählen und in ebenso kurzer Zeit umsetzen lassen.

Hier halten Sie die Antworten auf diese Frage in der Hand. In der Tat ist es die Zusammenführung aus unzählichen Forschungen rund um das Wohlfühlen des Menschen, aufbereitet in die Kapitel Glücksempfinden, Die Kunst der Überzeugung, Motivation, Kreativität, Attraktivität, Stress, Beziehungen, Entscheidungsfindung, Kindererziehung und Persönlichkeit.

Jeweils kombiniert mit 60 sec Umsetzungsanregungen. Absolut lebensnah, wirkungsvoll und nachhaltig. Wer sich also nicht durch hunderte von Selbstveränderungs-, Motivations-, positiven Psychologiebüchern durchwühlen möchte, bekommt hier kompaktes, anwendbares Alltagswissen. Zusammengefasst auf alle Themen, die uns Menschen bewegen.

Absolute Leseempfehlung!

Geniale Momente – Mark Levy

Dieses Buch ist eines meiner Diamanten im Bücherschrank. Schon allein der Titel wirkt unglaublich anziehend. „Geniale Momente“ wer hätte davon nicht gern mehr in seinem Leben. Kein Problem, sagt Autor Mark Levy und nimmt einen mit auf eine interessante Reise zu den eigenen persönlichen Aufzeichnungen.

Es geht um Schreiben. Und zwar nicht um Schreiben, wie Sie sprechen, sondern um Schreiben wie sie denken. Das ist ein Unterschied, der sich sofort bemerkbar macht. In kleinen Kapitelchen werden verschiedenste Techniken vorgestellt, die sich gleich ausprobieren lassen. Ob nun „Folgen Sie dem Gedanken“ oder „schütten Sie Ihre Gedanken auf Papier“.

Ein herrlich leichter Stil, der einen verführt immer weiter zu lesen. Und schlussendlich die selbst erfahrbare Ausbeute der eigenen Genialen Momente machen dieses Buch zu einem wertvollen Kleinod.

Wikis – Zusammenarbeit im Netz – Andres Streiff

Ein kleines Büchlein mit hohem Nutzwert. Wer sich für die praktische Umsetzung von Wikis im Unterricht, der Lehre o. ä. Umfeld interessiert findet hier einen praktischen Ratgeber.

Der Autor ist selbst Lehrer und Erwachsenenbildner und führt mit einem Praxisbeispiel in die Welt des Wikis ein. Wer möchte kann über einen beiligenden Gutschein ein 1.000 Seiten-Wiki pfannefertig (hübscher Ausdruck 🙂gratis für 9 Monate eingerichtet bekommen.

Open-Source-Werkzeuge für e-Trainings – Kornelia Maier-Häfele und Hartmut Häfele

Selten hat mich ein Buch über Software gleich von Anfang dermaßen begeistert wie dieses hier. Sie finden darin eine klare und ausführlichste Übersicht zum eLearning mit Open-Source-Werkzeugen.

Das Buch stellt im ersten Teil die verschiedensten Möglichkeiten vor, gibt Empfehlungen mit Praxiseinsatzbeispielen und detaillierten Anforderungskatalogen. Man merkt, dass das Autorenpaar viel Erfahrung hat und beide ihren Beruf lieben.

Zum Inhalt: Chat-Werkzeuge, C3MS, CMS, Foren-Werkzeuge, Fotogalerie-Werkzeuge, Groupware, Lernplattformen, News-Aggregatoren, Weblog-Werkzeuge, Whiteboard-Werkzeuge, Wiki-Werkzeuge.

Zeit

When: Der richtige Zeitpunkt – Daniel H. Pink

Das Buch When von Daniel Pink ist eine faszinierende Lektüre um das Thema vom richtigen Zeitpunkt.

Es geht weit über das inzwischen bekannte Phänomen der Lerchen und Eulen (Früh- und Spätaufstehern) hinaus.

Das richtige Timing spielt eine große Rolle im täglichen Arbeiten, in der Teamarbeit, Schlaf und Pausen, Gerichtsverhandlungen, Operationen, Zufriedenheit im Lebensverlauf und vielen, vielen Aspekten mehr.

Wie z. B. seit langem bekannt (und bewiesen!) ist der frühe Schulbeginn von 8 Uhr für Teenager die Hölle, da das Gehirn sich in dem Alter massiv in Richtung Eule verschiebt. Das hat signifikante Auswirkungen auf Schulabbrüche, Wissensstand und späteren Chancen am Arbeitsmarkt.

Das ist nur ein Beispiel von vielen bei dem das Wissen um den richtigen Zeitpunkt eine große Rolle spielt und nicht berücksichtigt wird. Für mich unbegreiflich.

Das meiste davon lässt sich ohne Probleme im eigenen Alltag umsetzen. Im Buch gibt es nach jedem Kapitel konkrete „Hacks“ die sofort anwendbar sind und spürbaren Erfolg bringen.

Absolute Leseempfehlung!

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