Mach es wie schon Henry Ford und Thomas Edison: Support Groups sind der beste Weg um vorwärts zu kommen

Mach es wie schon Henry Ford und Thomas Edison: Support Groups sind der beste Weg um vorwärts zu kommenBeim letzten Mal hatten wir festgestellt, dass wir der Durchschnitt der fünf Menschen sind, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Das kann ernüchternd sein sich das klar zumachen und vor allem den Einfluss wahrzunehmen, der tatsächlich vorhanden ist.

Daher soll es heute um das Thema Support Groups gehen. Denn auch wenn man manchmal Schwierigkeiten haben mag, sich dem Einfluss von manchen Menschen zu entziehen – oft aufgrund räumlicher Nähe – ist es unbestritten möglich, sich für bestimmte Lebensbereiche einen anderen Kreis von Menschen zu suchen. Support Groups im besten Sinne.

Menschen, die einen darin unterstützen können, vorwärts zu kommen. Etwas zu erreichen, zu lernen, dorthin zu gelangen, wohin man kommen möchte.

Bildquelle: pixabay

Gründer brauchen Gründeraustausch

Ein Beispiel in denen eine Support Group sehr wichtig sein kann, ist die Situation sich selbstständig zu machen und niemandem im eigenen Umfeld zu haben, der in einer ähnlichen Situation ist.

Wenn man nur von Menschen umgeben ist die angestellt sind, dann fehlt häufig die Sichtweise die man als Selbständiger braucht. Und das ist oft definitiv eine andere Sichtweise und auch Haltung dem Leben gegenüber.

Dazu kommt, dass vor allem die Familie meistens nur das Risiko sieht und nicht die Möglichkeiten die in einer Selbständigkeit verborgen sind. Das macht es bei Entscheidungen schwer, da man das Gefühl hat, in eine bestimmte Richtung gezogen zu werden. Doch ohne Risiko geht es nicht, wenn man eine eigene Firma gründet und dieses Unternehmen nach vorne bringen will.

Und nur wenn ich mein Unternehmen nach vorne bringe, werde ich wiederum genügend Sicherheit für die Familie bieten können.

Das bedeutet, wenn ich bei Themen voran kommen will, in denen ich nicht viel Erfahrung habe, sind Support Groups ein perfektes Mittel um sich zu stärken. Wie kann das aussehen?

Formen von Support Groups: Mentoring und Mastermind

Zum einen gibt es die Möglichkeit über verschiedene Netzwerke Mentoren zu finden, die einen ein Stück auf dem eigenen Weg begleiten. Im besten Fall sind das Menschen die bereits dort sind, wo wir noch hin möchten. Menschen, die Jahre an Erfahrung mitbringen und genau verstehen, in welchen Situationen man gerade steckt.

Es ist unbezahlbar einen Gesprächspartner zu haben, der die Entscheidungen nachvollziehen kann und von außen Rat gibt, der einem wirklich nützlich ist.

Wer Gründer ist, sollte daher ganz besonders Angebote von Gründerzentren nutzen und dort in regelmäßigen Austausch gehen. Niemand muss das Rad neu erfinden oder alle Fehler machen, die bereits gemacht wurden. Alles was man sich in dieser Hinsicht ersparen kann, ist unendlich wertvoll.

Im beruflichen Kontext ist auch die Überlegung einem Mastermind beizutreten oder selbst einen zu gründen eine sehr gute Idee. Ein Mastermindtreffen bietet für jedes Mitglied die Möglichkeit eigene Themen vorzubringen und genau dafür Lösungen und Möglichkeiten aller zu sammeln. Am Ende jedes Treffens stehen Ziele die jeder einzelne erreichen möchte bis zum nächsten Mal und es wird ein Bericht geliefert, was seit dem letzten Treffen umgesetzt werden konnte.

Ein Mastermind ist eine ideale Möglichkeit um am Ball zu bleiben. Die Verbindlichkeit die mit den Gruppen verbunden ist, stellt einen sanften Zwang dar, sich nicht auszuklinken, sondern die selbst gewählten Vereinbarungen wirklich einzuhalten.

Es ist ein wunderbares Erfolgsmodell und daraus entstehen häufig tiefe Freundschaften, weil man über die Zeit ein enges Verhältnis knüpft. Wer ein Mastermind selbst aufsetzen möchte, sollte bei der Wahl der Teilnehmer sehr genau überlegen. Es braucht Menschen die vorwärts gehen wollen, die sich ebenfalls verpflichten möchten und die unterstützen wollen.

Wer passt in deine Support Group?

Die nächste Überlegung ist, ob man sich nur Menschen aus einem ähnlichen beruflichen Kontext sucht oder auch aus anderen Bereichen. Genauso spielt auch eine Rolle, ob man vom Typ her zusammenpasst.

Wenn wir an das letzte Mal denken, als wir uns über den Einfluss der 5 Menschen unterhalten haben, war ein Kriterium, die Wirkung einzuschätzen die andere auf uns haben, eine Kennzeichnung mit + (positiv) oder – (negativ). Bei der Wahl der Mitglieder für ein Mastermind sollte tatsächlich bewusst darauf geachtet werden, dass der Haupttenor ein positiver ist.

Das bedeutet nicht, dass niemand Kritik üben sollte. Im Gegenteil. Konstruktives Feedback ist ein wichtiges Instrument. Allerdings sollte es immer gepaart sein mit Ermutigung und dem Ausblick, dass eine Lösung gibt.

Bei der Anzahl der Personen für ein Mastermind sollten nicht mehr als insgesamt Vier gewählt werden. Vereinbare eine Probezeit und teste wie ihr zurecht kommt. Drei Treffen sind eine gute Anzahl um abzuschätzen zu können, wie das Mastermind läuft.

Selbsthilfegruppen funktionieren nach einem großartigen Modell

Eine äußerst wertvolle Art von Support Groups sind anonyme Hilfsgruppen wie die anonyme Alkoholiker und vielen weiteren Gruppen dieser Art. In jeder größeren Stadt gibt es diese Angebote. Wie der Name schon sagt, sind das anonyme Gruppen und sie bieten einen geschützten Raum für die eigene Anliegen.

Viele dieser Gruppen sind nach den Regeln der anonymen Alkoholiker aufgebaut. Sie sind oft hierachielos und haben wechselnde Leiter für die jeweiligen Abende. Als Anstoß gibt es oft ein Thema oder Zitat oder einige Zeilen aus einem Buch, die als Rahmenthema für den Abend dienen.

Es geht nicht darum, Feedback zu den eigenen Stories zu bekommen oder Rat zu geben. Sondern der Hauptaugenmerk liegt auf dem Mit-Teilen der eigenen Geschichte und dem damit verbundenen Öffnen anderen gegenüber. Immer mit der Sicherheit, dass alles was gesprochen wird, in diesem Raum bleibt.

Wer nicht antworten muss, denkt anders nach

Das mag im ersten Moment seltsam erscheinen, wenn man Gespräche führt, ohne wirkliche Antworten zu bekommen. Und anfangs ist das auch seltsam. Doch je häufiger man diese Gruppen besucht, umso mehr kommt die Magie des Ablaufs zum Tragen.

Uns geht es ja in Gesprächen oft so, dass wir schon überlegen, was wir antworten wollen, während wir dem anderen noch zuhören. Genauso sprechen wir auch.

Wir haben alle möglichen Antworten der anderen im Hinterkopf und daher erzählen wir das was wir sagen wollen oft vorgefiltert oder gefärbt unter dem Motto, dass es auch passt, wie und was wir sagen.

All das fällt in diesen Gruppen vollkommen weg. Es gibt für jeden die gleiche Zeit zu reden. Meist sind das 5 Minuten am Stück. Und damit das auch für jeden sichtbar ist, gibt es zumeist kleine Ampelsysteme, die die vergangene Zeit anzeigen.

Wenn ich nun die Möglichkeit ergreife, etwas zu sagen, dann kann ich mich vollkommen auf meine Gedanken beziehen. Dadurch dass ich nicht antworte auf das was vorher jemand gesagt hat, ist es ein immer wieder Zurückkehren zu den eigenen Gedanken.

Dabei kommt es oft zum sog. Sprechdenken, in dem ich tatsächlich während ich rede, merke, wie sich ein Gedanke entwickelt und entfaltet.

Man hört sich etwas aussprechen, dass man vielleicht bis dahin noch gar nicht wirklich zu Ende gedacht hatte. Das macht etwas mit einem. Man begreift plötzlich Zusammenhänge, die einem vorher gar nicht so bewusst waren. Man kann Gedanken folgen, die sich vorher irgendwie nicht recht fassen ließen.

Die Gruppe dient als Soundingboard, auf dem ich die Melodie meines Lebens spiele. Mit jedem Treffen kann sich etwas verändern, da die Dinge die man letztes Mal gesagt hat, im eigenen Leben nachwirken.

Man bezieht sich auch nicht auf Wortbeiträge von VorrednerInnen, sondern bleibt immer bei sich. So kann man das Gehörte auf die beste Art und Weise für eigene weitere Gedanken nutzen, reflektieren wie dieser Aspekt im eigenen Leben wirkt.

Wahrheiten kommen ans Licht und können gelebt werden

Es erweitert die eigene Welt ungemein, wenn ich nicht ständig damit beschäftigt bin, wie mein Gesagtes wohl ankommt. Es trainiert zu größtmöglicher Ehrlichkeit sich selbst gegenüber zu gelangen, was eine sehr stärkende Wirkung im eigenen Leben nach sich zieht.

Man hört sich selbst Dinge aussprechen. Das macht sie weitaus mehr real als nur über sie nachzudenken. Ich habe Zeit einem Gedanken zu folgen und zu sehen wohin er mich bringen wird. Ich brauche keinerlei Angst vor Kritik, Angriffen oder Gelächter zu haben. Dieser geschützte Raum, in dem ich nur über mich spreche, kann genau das heilende Support-Klima sein das ich brauche.

Das bedeutet nicht, dass man diesen Gruppen auf ewig verbunden sein wird. Manchmal sind sie ein Sprungbrett, ein Sicherheitsnetz oder ein Auffangbecken für eine gewisse Zeit. Bis man gelernt hat, aus eigenen Kräften weiter vorwärts zu gehen und im eigenen Leben wieder besser zurecht zukommen.

Niemand muss sich schämen, wenn er erwägt zu so einer Gruppe Kontakt aufzunehmen. Im Gegenteil, es ist der erste Schritt in eine positive Veränderung auch wenn der Weg noch lang sein mag.

Viele Menschen die in diesen Gruppen viele Jahre waren, stellen sich als Mentor für neue Mitglieder zu Verfügung, um diese auf dem ersten Teil des Wegen zu begleiten. So ein Mentor weiß genau, in welcher Verfassung sich jemand am Beginn befindet und kann genau die Unterstützung leisten, die man braucht um wieder auf die Beine zu kommen.

Wähle mit wem du Zeit verbringst

Lass uns nun nochmals einen engeren Rahmen um uns herum ziehen im Sinne von Support Groups. Wenn du dir deinen Freundeskreis näher ansiehst und dort einige Menschen dabei waren, die du als eher negative Kräfte in deinem Leben wahrnimmst, dann ist es absolut legitim die Zeit mit ihnen zu verringern.

Niemand muss an Freundschaften um jeden Preis festhalten, wenn sie ihm mehr schaden als nützen. Auf der anderen Seite hast du jedes Recht der Welt dir mehr Zeit mit Menschen zu nehmen die dir gut tun und bei denen du das Gefühl hast aufzublühen.

Denn das dürfen wir Menschen. Wir dürfen aufblühen. Wir müssen weder klein, noch demütig, noch in negativen Umfeldern bleiben. Wir dürfen uns Umgebungen suchen, die uns wohl tun und in denen wir uns wie eine Blume nach der Sonne strecken und deren Kraft in uns aufnehmen.

Du bist der Käpt deines Lebens. Schaff dir deswegen die Support Groups um dich herum, die dich beim Aufblühen unterstützen und sei ebenfalls ein Mensch der andere beim Aufblühen unterstützt.

Ein letzter Hinweis:

Achte darauf, wann du neidisch wirst und anderen etwas missgönnst. Das sind wichtige Hinweise darauf, was du als Mangel in deinem Leben wahrnimmst. Darauf neidisch zu sein ist die schlechteste Reaktion.

Nimm das viel mehr als Hinweis darauf, was du in deinem Leben ändern kannst um dich zukünftig mit anderen über ihre Erfolge freuen zu können. Denn genau das machen Support Groups. Sie freuen sich mit dir über alles was dir gelingt.

Das ist ein wunderbares Gefühl der Unterstützung. Gib dieses Geschenk an andere weiter. Und du wirst sehen, wie weit und offen dein Leben werden kann, wenn du mit Freude und nicht mit Neid auf die Erfolge anderer schauen kannst.

Nutz die Kraft der Support Groups und erlebe wie dein Leben sich erweitert!

Wieso du der Durchschnitt der 5 Menschen bist, mit denen du die meiste Zeit verbringst und was das für dich bedeutet

Wieso du der Durchschnitt der 5 Menschen bist, mit denen du die meiste Zeit verbringst und was das für dich bedeutetWunderst du dich manchmal, dass du irgendwie in deinem Leben nicht recht vorwärts kommst? Dass du ein paar Schritte nach vorne machst und dann wie automatisch wieder in deinem alten Trott landest?

Das kann viele Ursachen haben, doch eine wirkt ganz besonders massiv auf dein Leben ein und diese wollen wir uns heute näher betrachten.

Es gibt ein Zitat von Jim Rohn, das du vielleicht auch schon mal gehört hast:

Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.

Klingt logisch. Und damit hat man das auch abgehakt und denkt nicht weiter drüber nach. Doch genau das wollen wir heute mal machen, denn darin steckt soviel mehr verborgen als du denkst.

Bildquelle: pixabay

Wusstest du, dass es Einfluss auf dein Gewicht hat, wenn ein Freund deines Freundes zunimmt?

Das Spannende daran ist, dass es bereits seit einigen Jahren Forschungen darüber gibt, wie sich die Verbindungen zu anderen Menschen in unserem Leben auswirken.

Sogar nicht nur die direkten Verbindungen, sondern sogar die in 2. oder 3. Reihe. Menschen die wir nicht einmal kennen, Menschen die mit unseren Freunden befreundet sind oder in Kontakt stehen und trotzdem einen Einfluss auf uns haben.

Das wirkt sich im Körpergewicht aus. Das wirkt in Sachen Sucht wie z.B. Rauchen und Alkohol aus. Das kann sich auch in Lernen auswirken oder Kreativität. Im Prinzip in alle Richtungen die es nur gibt.

Hab ich dich am Haken? Sehr gut, dann lies weiter ;)

Lass uns mal einen näheren Blick darauf werfen. Gut, wir sind also der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen.

Wer sind diese 5 Menschen in deinem Leben?

Der erste Schritt besteht darin, dass wir uns Gedanken machen, wer diese Menschen überhaupt sind. Wenn du in einer Partnerschaft lebst, dann wird das dein Partner/ Partnerin sein.

Selbstverständlich auch deine Kinder, wenn du welche hast, doch wenn sie noch kleiner sind, dann nehmen wir sie mal außen vor und suchen weiter nach den Erwachsenen in deinem Leben.

Mit wem verbringst du noch viel Zeit? Das muss nicht unbedingt persönlich sein, sondern kann auch telefonisch sein. Es geht bei dieser Frage tatsächlich um die Zeit.

Hast du eine Freundin oder Freund, die zu diesen 5 Menschen zählt? Oder vielleicht sogar mehrere? Zählen deine Mutter oder Vater zu diesen Menschen dazu? Was ist mit Kollegen oder Geschäftspartnern?

Nimm dir Zeit und denk bewusst darüber nach, mit wem du tatsächlich die meiste Zeit verbringst. Genaues hinschauen ist hier besonders wichtig, weil der Einfluss den diese Menschen auf dich haben ist absolut immens. (Umgekehrt natürlich auch)

Mach dein Netzwerk sichtbar

Hast du sie gefunden? Gut, dann kannst du sie, wenn du magst, aufzeichnen. Nimm dir dazu ein Blatt Papier und schreibe dich in die Mitte. Zieh einen Kreis um deinen Namen. Zieh nun einen größeren Kreis um dich herum und schreibe in diesen Kreis die 5 Menschen die du gerade identifiziert hast.

Als nächstes erfassen wir die generelle Grundstimmung, die für dich von diesen Menschen ausgeht. Wenn du dich erinnern kannst so eine ähnliche Übung haben wir schon mal gemacht.

Wenn wir diese Grundstimmung nun bestimmen wollen, schauen wir auf verschiedene Punkte. Denn was wir nicht wollen ist, dass wir feststellen, dass wir eine “Jammer-Freundin” haben mit der wir immer super jammern und lästern können, uns darin voll gut verstehen und das eine scheinbar positive Grundstimmung zu sein scheint.

Wir tendieren natürlicherweise dazu uns von Menschen angezogen zu fühlen, die ähnlich ticken wie wir, da sie uns in unserem Selbstbild bestätigen. Und unser Selbstbild ist unsere Identität.

Geraten wir immer wieder an Menschen, die ein vollkommen anderes Bild von der Welt und den Themen haben wie wir, dann rüttelt das sehr an unserem Selbstbild und wenn wir es nicht schaffen zu erkennen, dass es einfach nur eine andere Sicht der Welt ist und nichts mit uns als Person zu tun hat, werden wir reflexhaft diese Art von Menschen ablehnen.

Verständlich, da es sich unangenehm anfühlt. Wieder mal. Und das versuchen wir ja häufig tunlichst zu vermeiden. Auf der anderen Seite bleiben wir dadurch dann auch in der Nische sitzen, die wir so schön gepolstert haben und unsere Welt bleibt genauso klein wie vorher.

Wer das für sein Leben möchte, kann das natürlich machen, doch wir wollen mal einen Blick über den Zaun werfen und schauen was noch möglich ist. Wir haben ja nur ein Leben. Ist es da nicht viel spannender über eigene Befindlichkeiten hinaus zu kommen und sich neue, spannende Sachen anzusehen?

Wie fühlt sich diese Verbindung an?

Wenn das auch dein Ansinnen ist, dann folge mir weiter. Wir wollten also die Grundstimmung einschätzen. Ich geb dir dazu ein paar Hilfsfragen:

  • Fühlst du dich nach einer Begegnung mit diesem Menschen reicher als vorher?
  • Reicher im Sinne von mehr Wissen, mehr Handlungsmöglichkeiten, mehr interessantem Stoff zum Nachdenken?
  • Bist du in diesem Sinne gewachsen, fühlst du dich ermutigt oder getröstet?

Ich nehme hier ganz bewusst die Frage: “Fühlst du dich bestätigt?” aus, denn wir nehmen unser Selbstbild oft viel zu ernst. Und es geht nicht nur darum, dass wir in unserer Meinung bestätigt werden, sondern dass wir die Chance bekommen zu wachsen.

Wachstum ist nun mal häufig mit Schmerzen verbunden. Ein bisheriger Zustand passt nicht mehr und wird verlassen. Änderungen sind mit unangenehmen Gefühlen verbunden, doch das ist noch lange kein Hinweis darauf, dass wir diese Änderungen nicht durchlaufen sollten. Im Gegenteil, dahinter wartet eine neue Welt. Denn diese beginnt außerhalb der Komfortzone.

Gut, wenn du dir nun jeden dieser 5 Menschen unter diesen Gesichtspunkten anschaust, dann bin ich mir sehr sicher, dass du eine Einschätzung machen kannst. Wenn du die obigen Fragen positiv beantworten kannst, dann mach ein + neben diesem Menschen und wenn du sie zumeist negativ beantworten musst, dann ein – und wenn es sich die Waage hält, dann mach ein n für neutral.

Wie sieht dein Ergebnis aus?

Schau dir das Ergebnis an und lass es auf dich wirken. Wie denkst du darüber? Welche Auswirkungen siehst du davon in deinem Leben? Was wird dir dadurch möglich oder was wird verhindert?

Das ist oft ein schmerzhafter Prozess. Manchmal begleiten einen Menschen schon das halbe Leben, doch wenn man nun auf diese Art Resümee zieht, wird einem bewusst, das es möglicherweise eine eher negativ wirkende Kraft im eigenen Leben ist.

Vielleicht ist sogar die Mehrzahl der 5 Menschen in deinem Leben eine eher negativ wirkende Kraft. Sei absolut ehrlich wenn du diese Bilanz ziehst, dir hier selbst etwas vorzumachen, lässt dich nur stecken bleiben in dem Leben, das du jetzt führst und du versäumst damit Möglichkeiten die dir noch offen stehen.

Du kannst bei dieser Bilanz auch dazu notieren, wie lange du diese Menschen schon zu den 5en zählst, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Das sind die Personen die bereits am längsten Einfluss auf dein Leben ausüben. Vielleicht bringt das auch noch das eine oder andere Aha-Erlebnis zu Tage.

Wie sieht’s denn in zweiter Reihe aus?

Häufig kennst du auch noch Menschen in der sog. 2. Ebene. Also Personen die mit diesen 5 Menschen befreundet sind, aber nicht so viel mit dir zu tun haben.

Also die 5 Menschen, mit denen deine 5 Menschen die meiste Zeit verbringen. Da sie laut wissenschaftlicher Forschung ebenfalls einen Einfluss auf uns haben, ist das sehr interessant sich darüber mal Gedanken zu machen.

Du kannst natürlich nur bis zu einem gewissen Grad sicher sein, dass deine Einschätzung korrekt ist. Doch mach mal von jedem dieser 5 Menschen fünf weitere Verbindungsstriche und schreib dort die Leute auf, von denen du den Eindruck hast, dass sie im Leben deines direkten Kontakts die meiste Rolle spielen.

Der nächste Schritt ist auch eher nicht durch tatsächliches Erleben abgedeckt, doch sehr häufig hat man einen Eindruck von Menschen obwohl man nicht soviel mit ihnen zu tun hat.

Daher mach die gleiche Übung die du grad bei dir gemacht hast auch mit dem Netzwerk deiner direkten Kontakte. Wie schätzt du dort die Wirkung ein?

Notiere wieder mit + und – oder n wie du einschätzt, dass die Wirkung ist.

Das große Bild

Schau dir jetzt nochmal die ganze Perspektive an. Das ganze Bild. Nicht nur für dich sind die 5 Menschen mit denen du die meiste Zeit verbringst, ausschlaggebend und daraus speist sich gewissermaßen deine Grundstimmung. Sondern genauso gilt das für jeden deiner direkten Kontakte. Daher kannst du hier oft Strömungen erkennen, die sich tatsächlich auf dich auswirken.

Du hast also jetzt ein Karte geschaffen, die dir aufzeigt, welchem Einfluss du ausgesetzt bist. Und wie sich das in deinem Leben auswirkt. Das hört sich für viele nach einem kalten Bilanzziehen an, doch das ist damit überhaupt nicht gemeint.

Die wenigstens Menschen nehmen sich vor einen schlechten Einfluss auf andere auszuüben, in jedem Leben spielen so viele verschiedene Dinge eine Rolle. Doch was zählt ist, was du wahrnimmst, was geschieht. Denn nur dann kannst du eingreifen.

Was möchtest du verändern?

Wenn dir auffällt, dass du einen tendenziell negativen Einfluss festgestellt hast, dann macht es Sinn sich darüber Gedanken zu machen, ob du das so möchtest und wenn nicht, was für Möglichkeiten du hast, das für dich zu verändern. Genauso kannst du dir die Frage stellen, was du selbst dazu beiträgst, dass diese Verbindung eher negativ ist. You need two to tango. Es ist immer ein Wechselspiel.

Vielleicht gibt es auch bestimmte Themen an denen du für dich vorwärts kommen möchtest. Ein banales Beispiel: Wenn du zu rauchen aufhören möchtest und die meisten deiner direkten Freunde rauchen, dann wirst du es tatsächlich sehr viel schwerer haben, das durchzuziehen. Einfacher hat es jemand, wenn er bereits von mehr Nichtrauchern umgeben ist.

Du kannst tatsächlich dein Leben verändern, wenn du die Menschen darin änderst, die zeitlich die größte Rolle spielen. Sobald du einem Verein beitrittst, betritts du damit auch gleichzeitig eine Welt mit Menschen die andere Themen im Kopf haben, die anders ticken, die vielleicht schon in ihren sportlichen Leistungen dort angelangt sind, wo du dich hinträumst.

Kreiere deinen Einfluss-Kreis

Wenn du nun den Kontakt zu diesen Menschen vertiefst, wirst du deinem Ziel allein dadurch näher kommen, dass du dich in diesem Dunstkreis und dem dort vorherrschenden Geist bewegst.

Werde zum Einfluss-Kreator in deinem Leben. Entscheide bewusst, wessen Einfluss du verringern möchtest und verbringe mit diesen Menschen weniger Zeit.

Wenn es sich dabei um Geschwister oder Eltern handelt, dann gebe ich dir hiermit die Erlaubnis das zu tun. Nur weil du Teil einer Familie bist, musst du dort nicht Zugeständnisse machen, die dir nicht gut tun.

Du bist in erster Linie dir selbst verpflichtet. Und das ist kein Egoismus, sondern gesunder Menschenverstand. Denn wenn es dir selbst gut geht, dann kannst du auch für andere da sein. Doch wenn du dich für andere verausgabst oder ständig mit negativer Energie vollpumpen lässt, kannst du auch für niemanden mehr etwas tun.

Überleg dir, zu wem du denn gern mehr Kontakt hättest und baue das aus. Solche Verschiebungen können ganz langsam voranschreiten, doch du wirst tatsächlich immer eine Wirkung spüren.

Genauso wie du spürst, wenn es sich von allein ohne dein Zutun in eine negative Richtung verändert. Eine Änderung deiner Peergroup hat immer Einfluss auf dich und dein Leben.

Entscheide bewusst mit wem du Zeit verbringst

Wir sind soziale Wesen und wie diese sozialen Verbindungen gestaltet sind, gestaltet auch gleichzeitig unser Leben.

Wenn du im Beruf bestimmte Ziele erreichen möchtest, dann ist es eine gute Idee dich nach einem Mentor oder einer Mentorin umzusehen. Jemanden der dort schon ist, wo du hin möchtest und dich dabei unterstützt ebenfalls deine Ziele zu erreichen.

Das muss auch keine soziale Beziehung für die Ewigkeit sein, sondern kann dich einfach für eine gewisse Zeit auf deinem Weg begleiten. Genauso wie du auch entscheiden kannst für eine gewisse Zeit Mentoring für jemanden zu machen und in dessen Leben einen positiven Einfluss auszuüben.

Zum Abschluss noch einen letzten Gedanken:

Wir verändern uns tatsächlich unter dem Einfluss der Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Daher ist es auch keine schlechte Idee uns ebenfalls ein Kennzeichen zu geben, wie unsere Grundstimmung ist und unser Einfluss auf andere, wenn wir mit anderen Menschen Zeit verbringen.

Die Frage ist, gefällt dir das, was du da an dir wahrnimmst? Und falls nicht, ändere deine Art zu sein und ändere dein Verhalten, denn damit beeinflusst du als einer der 5 Menschen nämlich auch deren Leben. Und wenn du als so eine positive Kraft in andere Leben hineinwirkst, kannst du bis in die dritte Reihe hinein Menschen positiv beeinflussen, ohne dass ihr euch kennt.


Du willst gern regelmäßig von mir lesen? Dann werde Teil von über 790 begeisterten Abonnenten und hol dir den Newsletter.
Dafür gibt’s für dich Rezepte für das Glück aus eigener Herstellung! Hier klicken und schon kann’s losgehen


Warnung: Gespräche können zutiefst verletzen. Wieso ist das nur so und was lässt sich dagegen tun?

Puh, jetzt haben wir in den bereits vergangenen Wochen von 2018 schon eine ganz schön lange Reise hinter uns.

Angefangen haben wir mal beim Thema wie uns äußere Ordnung zu Klarheit verhilft, sind dann zur inneren Ordnung gewandert und den Tools wie man sie lernen kann. Als nächstes haben wir uns praktisches Handwerkszeug für Produktivität vorgenommen und jetzt startet nochmal ein neuer Themenkomplex rund um Ordnung.

Kommunikation nach außen – wahrhaftig sein.

Du fragst dich grad, was Gespräche führen mit Ordnung zu tun hat? Das mag tatsächlich im ersten Moment etwas seltsam erscheinen, doch tatsächlich spielt auch hier Ordnung eine große Rolle.

Ich werde gut kommunizieren, wenn ich meine Gedanken in Ordnung habe. Wenn ich wirklich weiß, was ich sagen möchte und was mir wichtig ist. Wenn ich meine Botschaft klar habe und nicht konfus bin.

Das mit dem ‘wahrhaftig’ ist ein interessanter Aspekt. Wie oft begegnen wir Menschen, bei denen wir das Gefühl haben, dass sie nicht wirklich ganz sie selbst sind in unserer Unterhaltung. Dass sie vielleicht etwas vorgeben, oder nicht greifbar sind. Ich bin sicher, du weißt was ich meine.

Auf der anderen Seite ist es auch gut möglich, dass wir uns in Gesprächen ebenso verhalten. Dass wir denken, wir müssten etwas besonders darstellen, besonders eloquent erscheinen, einen bestimmten Eindruck hinterlassen usw.

Doch mal ehrlich, macht es erstens Spaß sich mit jemandem zu unterhalten, bei dem man das Gefühl hat er oder sie ist einfach nicht echt? Und zum zweiten ist es nicht fürchterlich anstrengend, immer etwas vorzugeben oder besonders witzig zu sein oder eine Haltung einzunehmen, die man nicht wirklich selbst ist?

Bildquelle: pixabay

Kommunikation ist wie Sport – es gibt eine Verletzungsgefahr

Kommunikation ist eines von den schwersten Dingen, die es überhaupt gibt. Wieviel kann in Gesprächen schief gehen. Auf beiden Seiten. Wie oft fühlt man sich unverstanden, wie oft hat man den Eindruck es nicht zu schaffen, das auszudrücken, was man wirklich sagen möchte. Wie oft fehlen einem die richtigen Worte usw. usw.

Wahrhaftiges Kommunizieren ist ein gelöstes und entspanntes Sprechen miteinander. In dem Wissen, dass ich genau weiß, um was es mir geht und das ich mich in der Lage sehe ein Gespräch darüber zu führen. Das braucht als Grundlage ein sicheres Stehen in sich selbst, ein geordnet sein in sich selbst.

Tatsächlich ist es am schwierigsten gute Gespräche zu führen, wenn man sich nicht wohl fühlt mit sich, unzufrieden ist. Wieso? Weil dann ganz häufig Emotionen die Oberhand haben und wir zu schnell auf Trigger reagieren, die wir sonst hätten umschiffen können.

Gespräche können uns an unsere Grenzen bringen

Wahrhaftig sein bedeutet, auch in diesen Situationen einen guten Blick auf sich selbst zu haben und das in der Kommunikation mit anderen zu berücksichtigen.

Damit sind wir wieder mal bei uns angelangt. Gespräche mit anderen treffen häufig auf unsere wunden Punkte und wir gehen in die Luft wie das HB-Männchen.

Dabei bedeutet wahrhaftig kommunizieren im ersten Schritt gar nicht mal etwas zu sagen, sondern innerlich aufmerksam zu sein, was gerade passiert. Wenn wir uns in die Enge getrieben fühlen, oder falsch verstanden oder oder. Was genau passiert in dem Moment in dir?

Der Teil der sich dann anschließen sollte, ist das wahrhaftige Aussprechen dessen, was du gerade wahrnimmst. In dem du tatsächlich teilst, was jetzt in dir abgeht.

Das ist vor allem dann wichtig, wenn du merkst, dass du eine Pause brauchst, weil es über deine innerlichen Kräfte geht jetzt zu kommunizieren, weil du den Faden komplett verloren hast, weil du dich in Emotionen verlierst.

Es ist vollkommen legitim zu sagen: “Ich merke, dass das Gespräch mich gerade emotional aus der Bahn wirft. Ich spüre, wie mir die Tränen aufsteigen und ich möchte mich gern für ein paar Minuten ausklinken um mich zu beruhigen. Das bedeutet nicht, das ich das Gespräch abbrechen möchte, sondern dass ich mich kurz um mich kümmern möchte.”

Selbstschutz bedeutet, sich auch mal zurückzuziehen

Das ist nicht einfach, ich weiß. Doch es ist wahrhaftig. Damit stehst du zu dir selbst und setzt nach außen klar das Signal, dass es um ein Bedürfnis von dir geht und es keine Ablehnung des anderen ist.

Nimm dir diese Minuten allein Zeit (und wenn du nur auf die Toilette gehst) und reflektiere wie von außen, was tatsächlich gerade passiert ist. Behalte dabei im Kopf, dass es nicht nur darum geht, dass du gerade emotional versunken bist, sondern auch, dass der andere ebenfalls Muster hat, die du angetriggert hast.

Was könnten das für Muster sein? Was könntest du erwischt haben? In dem du dir darüber Gedanken machst, kommst du aus der Selbstanklage heraus (ich kann einfach nicht reden) und ebenso aus der Fremdanklage (mit dem kann ich einfach nicht reden)

Reden ist so viel mehr

Es gehört soviel mehr zu einem Gespräch als nur das gesprochene Wort. Wir reagieren wie ein Seismograph auf Stimmänderungen, Lautstärke, Gestik und Mimik.

Wenn uns daran etwas bedrohlich erscheint, dann ziehen wir uns entweder zurück oder gehen zum Angriff über. Mach dir nach diesen Situationen über solche Signale Gedanken.

Welcher Moment war das, als du innerlich abgestürzt bist? Was ist da genau passiert? Wie war die Stimme deines Gegenüber? Wie war seine Körperhaltung? Wie war seine Wortwahl? Was genau hat deine Knöpfe gedrückt?

Wir reagieren zumeist auf die gleichen Signale. Das ist deswegen dieses Gefühl von ‘täglich grüßt das Murmeltier’, wenn wir immer wieder die gleichen Streitereien haben. Wir sind dann stets auf der selben Bahn unterwegs. Gespurte Loipen. Vielfach geübt.

Ist gar nicht so einfach dort auszubrechen. Ich weiß. Doch das heißt auf der anderen Seite noch lang nicht, dass es nicht geht.

Schau genau hin

Wir müssen im ersten Schritt erkennen, was genau die Auslöser sind, dann können wir lernen gegenzusteuern.

Diese Auslöser sind – wie so oft – Erfahrungen aus sehr früher Zeit. Unsere Kindheit prägt uns so sehr und in so vielerlei Hinsicht. Was ja auch logisch ist, denn wenn wir klein sind, ist das unsere ganze Welt. Wir haben nur diese kleine Welt um zu lernen, wie sie funktioniert.

Wenn wir dann später in die große Welt ziehen und sich unser Radius immer mehr erweitert und wir mit ganz anderen Situationen und Menschen zu tun haben, ist es trotzdem noch dieses grundlegend Erlernte und Geprägte mit dem wir operieren.

Solang wir nicht mit einem Rührgerät in Kontakt gekommen sind, ist der Schneebesen unsere einzige Handhabe. Eine Handhabe, die wir nicht in Frage stellen, weil wir eben nichts anders kennen.

Auch die Grundlage wie wir über uns denken, ist in dieser frühen Zeit gelegt worden. Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht in gewissem Maße ändern können, dass wir nicht lernen können anders zu handeln und zu verhalten, doch dazu muss uns erstmal bewusst werden, dass wir immer noch mit einem Schneebesen unterwegs sind.

Ohne Erkenntnis keine Veränderung

Ohne diese Erkenntnis ist keine Veränderung möglich. Damit sind wir wieder beim Wahrnehmen angelangt. Beim Reflektieren, beim Erkennen von uns selbst. Wie es das alte griechische Orakel schon immer wusste, was die Lösung für die meisten Probleme im Leben ist: Erkenne dich selbst.

Wir können jetzt allerdings einen fatalen Fehler machen und es beim Erkennen belassen. Wir merken, dass wir mit bestimmten Menschen immer wieder Schwierigkeiten in Gesprächen haben, z.B. unserem Chef oder einem Kollegen und gehen ihm daraufhin aus dem Weg. Das kann tatsächlich eine Lösung sein, doch es löst nicht unser generelles Problem.

Diese Gespräche laufen ja deswegen so schwierig, weil wir uns ähnlich verhalten in ähnlichen Situationen, wenn unsere Knöpfe gedrückt werden.

Wenn wir die volle Verantwortung für uns übernehmen, dann ist der erste Schritt immer zu gucken, was in unserer Macht liegt, das wir ändern können. Und wir können ändern, wie WIR kommunizieren.

Wenn man einem ein Chef gegenüber steht, der dazu neigt, cholerisch zu werden, ziehen manche Menschen nur noch den Kopf ein und ein tatsächliches Gespräch kommt nicht mehr zustande.

Die Frage ist, wie können wir uns selbst treu sein in diesen Situationen?

Der erste Punkt ist immer, sich klar zu machen, dass das Schreien nichts mit der eigenen Person zu tun hat. Denn auch im anderen triggern wir bestimmte Punkte an. Vielleicht ist es eine zu demütige Haltung oder auch ängstliches Verhalten das wir an den Tag legen, dass dazu animiert sich aufzuspielen.

Was auch immer es sein mag. Wir müssen keineswegs “kaufen” dass es unsere Schuld ist, dass der andere so grantig ist oder dass wir der Grund sind oder anderes.

Unangenehme Gespräche sind das was sie sind. Unangenehm. Wenn wir trotzdem so kommunizieren können, dass wir und der andere heil bleiben, lässt sich das Ziel erreichen.

Auch wenn es schwer vorstellbar erscheinen mag, es lässt sich sachlich ein Kritikgespräch führen. Schwierig wird es nur, wenn wir von unseren Emotionen überwältigt werden und nicht mehr klar sehen, was eigentlich gerade passiert.

Übernimm selbst die Steuerung

Wahrhaftig kommunizieren bedeutet auszusprechen, was man jetzt braucht. Dass man gern bereit ist über die Sache zu sprechen, jedoch in einem angemessen Ton.

Niemand muss sich anschreien lassen. Es steht uns zu, solche Gespräche zu verlassen. Manchmal bleiben wir viel zu lange in solchen Situationen. Da wäre wahrhaftiges Verhalten, das erkennen, dass das zu nichts führen wird und wir das Recht haben, zu gehen.

Wie bleibt man ruhig und lässt sich nicht von den Emotionen mitreißen? In dem wir lernen uns selbst zu beruhigen. Das ist eine der wichtigsten Fähigkeiten die wir lernen können.

Tatsächlich ist die schnellste Möglichkeit dazu, sich eine kurze Auszeit zu nehmen. Der Toilettengang wird damit zum legitimen Pausengong für den Ring und kann uns helfen, aus dem Emotionssog auszusteigen. Der Blutdruck kann sich wieder senken, unsere Achterbahn im Kopf zu Ruhe kommen.

Veränderung braucht Zeit – gib sie dir und hol dir Hilfe

All das lässt sich nicht in ein paar Tagen lernen und umsetzen. Es ist ein Prozess der Zeit und oft genug Tränen kostet. Doch sich nicht auf ihn einzulassen bedeutet sich nicht den eigenen Dämonen zu stellen. Damit wird die eigene Welt enger und das ist sehr, sehr schade.

Wer sich selbst immer wieder erlebt, dass er in Gesprächen richtiggehend untergeht, sollte sich nicht scheuen Hilfe in Anspruch zu nehmen. Manche Trigger sitzen so tief, dass sie einem selbst kaum zugänglich sind. Der blinde Fleck in Aktion.

Zu einem Therapeuten zu gehen ist kein Stigmata, man hat auch keinen an der Klatsche und unfähig ist man auch nicht. Im Gegenteil, wenn viel mehr Menschen diese Möglichkeit nutzen würden, sich selbst besser kennenzulernen, dann würde vieles an zwischenmenschlicher Interaktion friedlicher ablaufen.

Skills lernen, sich selbst besser einschätzen lernen, konkretes Handwerkszeug bekommen, das einem hilft sicherer in sich selbst zu werden, kann die beste Investition in dich sein, die du jemals machen wirst.

Wenn du eine andere Möglichkeit nutzen möchtest: Es gibt von der Caritas bundesweit viele Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensberatung, bei denen man kostenfrei Unterstützung bekommt. Dort arbeiten ausgebildete Fachkräfte die jede Menge Erfahrung haben und denen kaum etwas fremd ist.

Wenn du für dich merkst, dass du das mit der Kommunikation nicht wirklich auf die Reihe bekommst, dann hol dir Unterstützung. Das Leben ist zu kurz um nicht zu lernen miteinander zu reden.

Und nicht aufgeben! Es gibt immer Wege und Möglichkeiten. Glaub mir. Ich weiß wovon ich rede. Lass dir helfen, wenn dir das Leben zu schwer wird.


Du willst gern regelmäßig von mir lesen? Dann werde Teil von über 790 begeisterten Abonnenten und hol dir den Newsletter.
Dafür gibt’s für dich Rezepte für das Glück aus eigener Herstellung! Hier klicken und schon kann’s losgehen


Lesefutter – Folge 17

Lesefutter Folge 17Schwupps und schon ist der Juli auch vorbei. Was für ein Sommer! Da heißt es kühlen Kopf bewahren. Lesen ist ja eine ideale Beschäftigung während der heißen Jahreszeit. Man bewegt sich nur, um nach dem Glas zum Trinken zu greifen und ansonsten hält man sich schön still ;)

Wie immer gilt, wenn du ganz zeitnah mitbekommen möchtest, welche Bücher es aus meinem Lesestapel in das empfohlene Lesefutter geschafft habe, dann folge mir auf Instagram.

Und schon geht’s los mit den Buchtipps aus Juli 2018:

Risiko – Gerd Gigerenzer

Risiko - Gerd GigerenzerRisiko von Gerd Gigerenzer ist eines der Bücher das für mich zur absoluten Pflichtlektüre jedes Arztes gehören sollte.

Wie viele Frauen müssen jedes Jahr vollkommen umsonst Ängste ausstehen, weil bei ihnen ein negatives Ergebnis bei der Mammographie festgestellt wird und der Arzt ihnen nicht korrekt erklären kann wie hoch die tatsächliche Wahrscheinlichkeit ist, dass sie Brustkrebs haben.

Das ist für mich mehr als bedenklich. Dieses Buch öffnet einem so sehr die Augen, dass grundlegende Statistikkenntnisse für uns alle ganz elementar sind.

Wie wenig die Pharmaindustrie daran interessiert ist, dass wir das tatsächliche Risiko von Krankheitsverläufen wissen, wird hier glasklar durch Zitate belegt.

Wir werden oft bombardiert mit Statistiken, die Medien schmeißen damit um sich, sagen uns, dass 20% dieses oder jenes besser oder schlechter ist, doch es werden so selten tatsächliche Zahlen genannt, dass es sich für uns nicht wirklich einschätzen lässt wie hoch das Risiko nun wirklich ist.

Lies dieses Buch, lern diese grundlegenden und einfachen Statistikkenntnisse und lass dich nicht mehr hinters Licht führen.

Life is good – Bert and John Jacobs (englisch)

Life ist good - Bert und John JacobsIn diesem Buch erzählen die zwei Brüder Bert und John Jacobs ihre Geschichte wie sie den Brand life is good gegründet haben.

Die beiden haben nach dem College angefangen selbst designte T-Shirts aus einem Van heraus zu verkaufen und sind die Colleges rauf und runter gefahren. Im Lauf der Jahre hat sich das Geschäft nicht wirklich gelohnt, auch wenn die Freiheit groß war.

Sie waren im Prinzip kurz davor aufzugeben als sie plötzlich mit einem T-Shirt so großen Erfolg hatten, dass sie sogar die zwei verkauft haben, die sie selbst an diesem Tag an hatten. Und das war die Geburtsstunde des Brands life is good.

In diesem Buch geht es um Optimismus. Wie sich Optimismus im eigenen Leben ganz bewusst durch verschiedene Tugenden, wenn man so will, als ständigen Bestandteil etablieren lässt.

Das Buch ist aufgebaut in zehn verschiedene Bereiche und jeder enthält eine der zehn Superkräfte, die sie für sich in ihrem Leben und in ihrem Geschäft als Leitlinien haben.

Legt euch auf jeden Fall Tempos bereit, denn es sind zu Herzen gehende Geschichten mit enthalten. Menschen die ihnen geschrieben haben, was der brand life is good, ob T-Shirts, Jacken, Caps für sie in ihrem Leben Gutes bewirkt hat.

Die ganze Story ist einfach phänomenal, wie diese beiden aus ihrer eigenen Familiengeschichte heraus eine Firma gründen die Geschäfte machen mit so viel Gutem verquickt.

Nach diesem Buch denkt man anders über business und das ist gut so. Und jede dieser Superkräfte lässt sich im eigenen Leben zum Wohle aller entwickeln.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

Option B – Sheryl Sandberg und Adam Grant

Optin B - Sheryl Sandberg und Adam GrantDieses Buch behandelt ein Thema dem wir oft sehr gern aus dem Weg gehen wollen, das uns jedoch jederzeit erwischen kann.

Sheryl Sandberg hat ganz plötzlich ihren Ehemann verloren. Es war vollkommen unvorhersehbar, mitten aus dem Leben gerissen und dann bist du, wie sie es nennt, in einem Club dem du niemals beitreten wolltest.

Wie geht man mit diesen Situationen um?

Und auf der anderen Seite, wenn man Außenstehender ist, wie geht man mit dem Kummer und der Trauer von Menschen um, die solch einen Schicksalsschlag zu erleiden hatten?

Verluste treffen uns alle. Den Partner oder sogar ein Kind zu verlieren, ist wohl eines der dramatischen Dinge die einem im Leben geschehen können. Und doch muss das Leben irgendwie weitergehen.

Wie das funktionieren kann, wird wunderbar in diesem Buch geschildert. Sheryl Sandberg und Adam Grant haben ein weises Buch geschrieben, das wissenschaftliche Erkenntnisse mit ganz persönlichen Erlebnissen verknüpft.

Ich kann nur jedem raten, sich gleich ein Päckchen Tempos bereit zu legen, denn es werden Tränen fließen.

Ein weises, ein wichtiges, ein unverzichtbares Buch. Resilienz lässt sich lernen.

Der Garten des Buddha – Geshe Michael Roach

Der Garten des Buddha - Geshe Michael RoachWer mit Buddhismus etwas anfangen kann, für den ist dieses Buch „der Garten des Buddha“ eine absolute Fundgrube.

Der Autor Geshe Michael Roach ist einer der ganz wenigen westlichen Menschen die den Titel Geshe verliehen bekommen haben.

In diesem Buch ist der Garten des Buddha für einen jungen Mann ein Ort des Lernens, des Erwachens, des weise werdens. Viele verschiedene buddhistische Weisheiten werden in dieser Geschichte erläutert und einem nahegebracht.

Tibetische Meister treten in die Rolle des Lehrers ein und lassen im Gespräch all das Wissen hervortreten. Es ist fast ein philosophisches Buch, doch enthält es sehr viele hilfreiche Anweisungen die sich im Leben umsetzen lassen.

Und damit kehre ich an den Anfang zurück, denn für jemanden der sich für Buddhismus interessiert, wird dieses Buch eine große Fundgrube und wertvolle Schatztruhe sein.

****

Das waren sie, meine Leseempfehlungen aus dem Juli 2018. Ich finde ja immer, lesen kann man nie genug. Und mir ist ein gedrucktes Buch tausend mal lieber als ein ebook-reader. Doch jeder so wie er will, Hauptsache es wird gelesen ;)

Transparenz-Hinweis: Wenn du auf die Bilder klickst landest du direkt bei Amazon und falls du eines der Bücher dort kaufst, bekomm ich eine überaus riesige Provision ;) Nein, Quatsch das natürlich nicht, es sind nur ein paar Cent.

Wenn du auch gern liest, dann schreib mir doch deine Buch-Highlights. Gern als Kommentar oder auch per email. Ich freu mich immer von meinen LeserInnen persönlich zu hören!

Wer du gern in meinen bisherigen Empfehlungen stöbern möchtest, dann nur zu. Du findest hier alle Lesefutter-Folgen.

Have a nice day and happy reading!


Du willst gern regelmäßig von mir lesen? Dann werde Teil von über 780 begeisterten Abonnenten und hol dir den Newsletter.
Dafür gibt’s für dich Rezepte für das Glück aus eigener Herstellung! Hier klicken und schon kann’s losgehen