Über Alexandra Grassler

Hier schreibt Alexandra Graßler, Inhaberin der WissensAgentur. Beraterin für Wissensmanagement und Kaizen, Bloggerin, bayerisch :-) Du findest mich auch auf Google+

Wieso ins Handeln kommen dich glücklich macht

Ins Handeln kommen macht glücklichWie wir im letzten Artikel gelesen haben, macht uns Chaos unglücklich. Auf vielfältige Weise unglücklich. Es ist schon erstaunlich wie sehr das Umfeld uns beeinflussen kann. Solltest du den Artikel verpasst haben, kannst du ihn hier gern nachlesen.

Alles was uns lähmt, bringt uns genau von dem weg, was uns glücklich macht.

Ein Weg, wie wir wieder dorthin kommen können uns glücklich zu fühlen in einem chaotischen Umfeld, ist zu handeln. Wir beginnen Ordnung zu machen, aufzuräumen, auszumisten, Dinge wegzuwerfen, Platz zu schaffen.

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Das ist so anstrengend…

Dass das nicht unbedingt einfach ist, ist schon klar. Doch wie hat mein Mathelehrer immer gesagt: “Von einfach hat keiner was gesagt!”

Wichtig ist, überhaupt zu begreifen, dass handeln uns glücklich machen kann. Doch das funktioniert nur, wenn wir es auch tun. Im wahrsten Sinne etwas tun.

Wieso ist das so? Wieso kann uns handeln glücklich machen?

Wir setzen etwas in Bewegung. Verändern eine Situation, wir bewegen uns und letzteres ist sehr elementar zu verstehen. Erstarrung durch Hilflosigkeit und Ohnmacht ist tatsächlich ein bewegungsarmer bis bewegungsloser Zustand.

Natürlich müssen wir auch ruhen. Ruhephasen sind wichtig, keine Frage. Doch wie bei allem im Leben kommt es auf das Maß an.

Wir brauchen die Abwechslung zwischen Bewegung und Ruhe. Und Ruhe können wir erst richtig genießen, wenn wir vorher Bewegung und Aktion erlebt haben.

Wenn Chaos um uns herum herrscht, ist der wichtigste Schritt ins Handeln zu kommen. Sei es nur ein kleiner Bereich, dem wir uns widmen können oder nur wenig Zeit die uns zur Verfügung steht.

Jedes kleine bißchen das wir mit unserer Hände Arbeit verändern, verändert unser Umfeld. Es mag am Anfang nicht sichtbar sein oder auch vielleicht schnell wieder verdeckt werden durch nachrückende Dinge und sich weiter ausbreitendes Chaos. Doch es gibt keine Alternative dazu als ins Handeln zu kommen.

Wir schaffen uns nur Luft, in dem wir etwas tun. Vom drüber nachdenken ist noch nie etwas passiert. Dinge räumen sich nicht auf, in dem man sie nur anschaut. Es gibt keine Abkürzung und keinen Weg drumherum. Wir müssen ins Handeln kommen.


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Wir können etwas verändern

Doch wenn wir einmal diese Startschwierigkeiten überwunden haben, können wir erleben, dass es Freude macht, sich dem Chaos zu widmen und es Stück für Stück in Ordnung zu bringen.

Wir erleben uns als erfolgreiche Wesen, die etwas zustande bringen können. Und sei es nur, die Handtücher im Bad zu reduzieren und neu zu ordnen.

Alles was wir “in Ordnung bringen” tut uns gut. Dies ist sogar ein geflügeltes Wort in unserem Sprachgebrauch. Wenn wir Dinge in Ordnung bringen wollen, geht es oft um persönliche Angelegenheiten, die gar nichts mit Dingen zu tun haben. An diesem Spruch ist jedoch erkennbar, wie wohltuend wir Ordnung empfinden.

Dass es ein erstrebenswerter Zustand ist, den wir erreichen wollen. Wenn wir das Gefühl haben, dass wir die Dinge in Ordnung gebracht haben, fühlen wir uns erleichtert, sind froh, entlastet und befreit.

Ordnung tut dir gut

Denk mal bewusst darüber nach. Mach dir wirklich klar, dass Ordnung etwas ist, was dir in jedem Fall gut tut. Du spürst es, wenn die Dinge nicht in Ordnung sind, zwischen einem anderen und dir.

Dieses Gefühl entsteht ebenso, wenn du dich in chaotischen Umgebungen aufhältst. Es mag dir nicht so klar und spürbar erscheinen, als wenn du einen Konflikt mit einem anderen Menschen hast. Doch sieh Chaos als Konflikt zwischen dir und deinem Umfeld. Es erzeugt Spannungen, die du körperlich aushalten musst.

Das blöde ist, dass Chaos von ganz von allein entsteht. Ordnung dagegen müssen wir immer wieder schaffen. Doch das muss nichts Negatives sein. Denn etwas zu ordnen bedeutet Klarheit zu gewinnen.

Je mehr wir das Chaos im Äußeren beseitigen, um so klarer wird auch unser Geist. Wir sehen und erkennen plötzlich Dinge, die vorher im lauten Durcheinander untergegangen sind.

Ordnung schafft Klarheit.

Diese Klarheit fehlt oft in unserem Leben. Wenn wir über etwas Wichtiges nachdenken wollen, suchen wir ruhige Umgebungen auf. Wir versuchen Ablenkungen zu vermeiden, damit wir konzentriert bleiben können.

Umgekehrt ist es sehr schwer in chaotischen Umgebungen Klarheit zu bekommen. Unser Geist ist so schnell abgelenkt durch alles um uns herum, dass es ein ewiger Kampf ist, den Fokus auf eine Sache zu bewahren.

Nicht umsonst empfinden wir voll gestopfte Räume als laut und unangenehm. Es macht unruhig von vielen Dingen umgeben zu sein, die sich nicht in einer harmonischen Ordnung befinden.

Hier gibt es wenig Klarheit, da der Raum schon besetzt ist. Je mehr Zeug, umso weniger Energie um Entscheidungen zu treffen. Da gibt es nur einen Weg hinaus:

Handeln bedeutet Entscheiden.

Ins Handeln kommen. Das ist etwas, was uns nicht immer leicht fällt. Sich mit seinen ganzen tausenden von Dingen zu organisieren bedeutet viele kleine und große Entscheidungen treffen zu müssen.

Das kann ermüdend sein. Doch es macht uns auch klar.

Minimalismus ist eine Form des Lebens die uns ermöglicht, freier zu sein, da wir weniger Besitz haben, den wir organisieren müssen. Das bedeutet weniger Entscheidungen treffen zu müssen.

Niemand muss das nun ganz radikal umsetzen. Doch wenn wir ins Handeln kommen, erkennen wir zunehmend, welche Dinge uns wirklich gut tun und welche nicht. Welche Dinge wir wirklich brauchen und welche wir schon jahrelang unbesehen nur mitschleppen.

Das Chaos durch Handeln besiegen bedeutet, wieder in die eigene Kraft zu kommen. Auch wenn das Ausmisten und Ordnen uns erst einmal erschöpfen mag. Doch die wohltuende Wirkung, die ein geordnetes Umfeld auf uns hat, ist wie ein Ruhequell, der uns Energie gibt.

Wenn wir uns all die negativen Auswirkungen ins Gedächtnis rufen, die ein chaotisches Umfeld auf uns hat, und dem entgegensetzen, wie sehr wir von einem beruhigten und geordneten Umfeld profitieren können, dann ist es keine Frage, was wir zu tun haben.

Aber es fühlt sich so unangenehm an…

Das Problem ist der Weg dazwischen. Vom Chaos zur Ordnung zu kommen bedeutet oft unangenehme Gefühle zu erfahren. Keine Lust mehr zu haben, alles hinwerfen zu wollen, sich nicht mehr damit befassen zu wollen.

Letztlich ist das genau die Kunst. Zu lernen wie man mit diesen unangenehmen Gefühlen umgehen kann. Der Trick besteht darin im Handeln zu bleiben. Egal welche Gedanken auftauchen mögen, wie unlustig sich das alles anfühlen mag, einfach dran bleiben.

Handeln bedeutet vorwärts kommen. Auch wenn es vielleicht ein Zickzackweg mit Rückschlägen sein mag. Doch letztlich ist handeln die beste Art Chaos einzudämmen.

Einfach weitermachen

Damit wir in Bewegung bleiben können, macht es Sinn sich vorher einen Plan zu machen. Erstmal einen Überblick verschaffen, bevor wir loslegen. Auch das mag uns schon wieder überwältigen, wenn wir ein Zuhause mit vielen Räumen und tausend Krimskrams haben.

Genau da war wieder die Situation, die schlechte Gefühle macht. Und wie war der Trick? Genau! Im Handeln bleiben. Egal was an Emotionen auftaucht, einfach weitermachen.

Handeln bedeutet immer deinem Glück näher zu kommen. Diesen Gedanken solltest du dir ganz nah bei dir behalten. Erstarrung ist das Gegenteil und macht unglücklich.

Wenn ich an das andere Ufer des Flusses möchte, wird es passieren können, dass meine Füße nass werden. Doch sollte ich deswegen darauf verzichten an mein Ziel zu gelangen?

Auch wenn es vielleicht nur ein winziger Bruchteil sein mag den ich heute durch mein Handeln verändern kann, gibt es einen nächsten Tag und wieder die Möglichkeit etwas zu tun.

Wieso so viele Menschen scheitern und Dinge nicht umsetzen, die sie sich vorgenommen haben, ist einfach erklärt: Sie halten nicht durch, wenn es schwierig wird oder unangenehm.

Lerne unangenehme Gefühle auszuhalten

Irgendwie scheint unsere Gesellschaft uns dahingehend zu erziehen, dass wir immer denken, es müsste alles Freude machen. Doch das ist nicht möglich. Nichts kann immer Freude machen. Auch etwas was dir normalerweise Spaß macht, ist an manchen Tagen anstrengend.

Handeln bedeutet dran bleiben. Egal wie das innerliche Gefühl gerade ist. Die Emotionen und Gedanken dein Leben übernehmen zu lassen, ist das schlechteste was du machen kannst. Wir reden es uns selbst oft aus Dinge zu tun.

“Ach das Wetter ist so schlecht, da macht es doch keinen Sinn jetzt noch laufen zu gehen.”

“Es war so ein anstrengender Tag, da hab ich keine Lust mehr hier aufzuräumen.”

“Wieso muss ich eigentlich mich immer um das Chaos hier kümmern. Heute streike ich.”

Jeder von uns kennt diese innerlichen Stimmen. Sicherlich macht es wenig Sinn, wenn es stürmt auf Teufel komm raus, sich in die Joggingklamotten zu werfen und laufen zu gehen. Doch es bedeutet nicht, sich gar nicht zu bewegen. Statt dessen kann man auf’s Trampolin gehen oder andere Übungen daheim machen.

Jeder hat anstrengende Tage und es steht in keinem Verhältnis noch den ganzen Keller entrümpeln zu wollen, wenn man gerade eine 50 Stunde Woche hinter sich hat. Doch es bedeutet nicht, dass man nicht ein Regal aufräumen kann und hier die Dinge in Ordnung bringt.

Es gibt immer etwas was du schaffen kannst

Ich glaube, es wird klar worauf ich hinaus will. Im Handeln bleiben bedeutet, dass man trotzdem an seiner Sache dran bleibt und sich nicht von innerlichem Geplapper davon abbringen lässt. Nur weil es sich jetzt nicht so danach anfühlt, das wirklich zu wollen und es nicht so angenehm sein könnte.

Das Ergebnis ist in jedem Fall immer lohnend. Jeder Mensch ist stolz auf sich, wenn er etwas geschafft oder gemacht hat, wozu er eigentlich keine Lust hatte. Oft stellt sich während des Tuns die Freude ein, wenn man erlebt, dass man ja doch gar nicht so müde ist, wie man dachte und man wirklich sieht, dass etwas voran geht.

Und so macht uns Handeln glücklich. Regelmäßig ein Stück näher zum Ziel kommen. Sich selbst jeden Tag beweisen, dass man sich nicht abhängig von seinem inneren Schweinehund macht, sondern etwas bewirkt mit eigener Hände Kraft.

Mach dich selbst glücklich

Dieses Gefühl der Selbstermächtigung ist eines der wichtigsten, die wir uns immer wieder schaffen können. Es hält uns davon ab, in schwierigen Situationen aufzugeben, weil wir durch unser Handeln immer wieder erlebt haben, dass wir etwas verändern können. Das mag nicht immer klappen, doch mit jedem Mal haben wir wieder die neue Chance darauf, etwas zu bewirken.

Lass Handeln zu deinem neuen Credo werden. Du kannst dein Glück vermehren, wenn du im Handeln bleibst. Jeden Tag kannst du etwas tun um vorwärts zu kommen. Und sei es nur eine Kleinigkeit.

Wenn du dich selbst als jemand erlebst, der es schafft im Handeln zu bleiben, wirst du dich als selbstermächtigt erleben. Dein Handeln bedeutet, dass du fähig bist etwas aus deiner Kraft heraus zu verändern.

Du kannst damit deine Umgebung so verändern, dass sie dir gut tut. Und noch vieles mehr. Du wirst lernen, dass es immer etwas gibt, was du tun kannst. Du bist viel weniger hilflos und ohnmächtig als du denkst.

Such dir eine bestimmte Aufgabe, mach kleine Schritte und du hast heute etwas geschafft. Das gleiche kannst du morgen wieder machen. Und so lassen sich auch unüberwindbar scheinende Probleme lösen.

Handeln macht glücklich.


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Das Glück ist da schon eingebaut!


Chaos macht unglücklich

Chaos macht unglücklich

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Chaos um uns herum macht uns unglücklich. Das glaubst du nicht? Dann wirf einen Blick auf das Foto. Nimm alles auf, was dort zu sehen ist. Stell dir vor, dass du dich dort aufhältst und dann sag mir was du fühlst.

Ganz schön viel Zeug nicht wahr? Das macht einen schon unruhig, gell? Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll. Es ist das Gegenteil einer ruhigen Umgebung.

Chaos ist messbar

Diese Auswirkungen lassen sich in deinem Körper messen:

Dein Puls steigt und dein Herzschlag ebenfalls. Die Anspannung deiner Muskeln nimmt zu. Die Gedanken beschleunigen und es ist schwer sich zu konzentrieren.

Es lebe das Großraumbüro. Nicht.

Im Arbeitsleben kommt oft noch eine Schippe drauf, mit den unsäglichen Großraumbüros. Irgendein Telefon läutet immer, die Kollegen unterhalten sich nebenan. Es ruft jemand von einem Eck was zum anderen. Das Geklacker der Tastaturen ist zu hören. Dort wird ein Video abgespielt, Handys piepsen bei neuen Nachrichten.

Die Aktenberge stapeln sich, Ordner stehen herum auch am Boden. Die Schreibtischflächen sind voller Papiere.

Wer sich Tag für Tag in solchen Umgebungen aufhält, braucht sich nicht wundern, wenn er krank wird. Dieses Umfeld macht uns krank. Wenn es dann daheim noch ähnlich chaotisch zugeht, gibt es nirgends einen Ort der Ruhe.

Chaos für immer?

An dieser Stelle höre ich oft den Einwand, ‘ja, schon klar, doch wann soll ich das denn noch schaffen? Ich fahre von der Arbeit los, sammle vielleicht noch die Kinder ein, dann schnell einkaufen, daheim was kochen, die Kids zu den Hausaufgaben bringen, nebenbei die Wäsche aus der Maschine holen und irgendwann todmüde ins Bett fallen.’

Es scheint kein Entkommen zu geben. Alles zuviel, zuviel, zuviel. Ja, das kann ich gut verstehen. Dann lassen wir das so?

Auf diese Frage grummeln dann auch wieder die meisten, da es ja wirklich keine Freude macht, sich Tag für Tag diesen chaotischen Umfeldern auszusetzen.

Chaos wirkt in unser ganzes Leben

Gut, wenn wir wirklich etwas ändern wollen, dann werden wir nicht umhin kommen, eine Entscheidung zu treffen und uns dem Ganzen zu stellen.

Denn Chaos macht uns nicht nur krank, sondern kann uns auf Dauer handlungsunfähig machen. Zuviel Chaos um einen herum lähmt und irgendwann setzt Resignation ein. Das eigene Handlungsfeld wird als immer kleiner wahrgenommen und das Gefühl der Ohnmacht wird dagegen stärker.

Das alles ist eine fatale Richtung. Was angefangen hat mit einer zunehmenden Unordnung, kann sich schlussendlich so auf unser Leben auswirken, dass wir es als nicht mehr besonders lebenswert empfinden.

Siehst du es noch?

Interessanterweise scheint in dem Zusammenhang die Wahrnehmung der Realität immer mehr abzunehmen. Eine der Übungen die ich mit SeminarteilnehmerInnen mache, ist, dass sie mir Fotos ihrer Umgebung schicken in denen sie arbeiten.

Diese Bilder schauen wir uns dann groß über den Beamer an. Dabei werden die meisten sehr, sehr still. Denn sie sehen, wie es tatsächlich ist. Unsere Wahrnehmung wird sehr selektiv mit der Zeit. Wir sehen, ohne zu sehen.

Wir gehen tagtäglich in unser Büro, doch wir nehmen nicht mehr wirklich wahr, was es da alles zu sehen gibt. Wieviel Zeug herum steht, was alles an den Wänden steht, wie voll der Schreibtisch tatsächlich ist, was alles auf Schränken herumliegt oder unter dem Schreibtisch.

Wenn die Bilder über den Beamer sichtbar sind, brauche ich nicht mehr viel sagen. Ich sehe die Erschütterung auf den Gesichtern, wenn allen bewusst wird, was sie sich da Tag für Tag selbst antun.

Chaos hat Folgen

Chaos macht krank und unglücklich. Mit den Fotos ist es plötzlich sichtbar geworden. Oft kommt als nächstes das Gefühl der Handlungsunfähigkeit ins Spiel. Wenn es zuviel ist, hat man auch keine Ahnung wo man anfangen soll.

Diese Machtlosigkeit breitet sich schleichend überall hin aus. Chaos kann zur Resignation führen. Diese Resignation nehmen wir in unser ganzes Leben mit hinein. So als ob sie ansteckend wirkt. Wenn wir schon nicht in unserem Umfeld einen Raum schaffen können, in dem es uns gut geht, wie sollen wir dann in anderen Bereichen des Lebens etwas ändern können.

Das eigene Selbstbild beginnt zu leiden. Wir erleben uns als jemanden der sein Leben nur wenig beeinflussen kann. Wer immer mehr resigniert, denkt über sich als wertlos. Als jemanden der nicht in der Lage ist, Leistung zu bringen, etwas zu bewegen oder sich selbst zu schützen. Die Fähigkeit sich anderen gegenüber als Persönlichkeit zu sehen, die einen Wert hat, nimmt immer mehr ab.

Scham nimmt dagegen zu. Man schämt sich für die Umgebung und damit unweigerlich für sich selbst. Man empfindet sich als unfähig und zu nichts Gutem in der Lage. Es ist als ob die eigenen Grenzen damit aufgeweicht werden. Man ist leichter manipulierbar und setzt vielen Aufgaben, die an einen herangetragen werden, immer weniger entgegen.

Viele Menschen die in einem chaotischen Umfeld leben, sind chronisch überarbeitet. Sie trauen sich aber auch nicht nein zu sagen, wenn ihnen noch eine Aufgabe aufgebürdet wird. Obwohl sie erschöpft sind bis ins Mark, fehlt hier die innere Stütze eines gesunden Selbstwertgefühls. Das ist gleichsam mit im Chaos versunken.

Ist Ordnung Erziehungssache?

In einem Interview wurde mir einmal die Frage gestellt, ob es denn so etwas gibt wie einen angeborenen Ordnungssinn oder ob das Erziehung ist oder wie das mit der Ordnung und uns Menschen denn generell so ist.

Eine einfache Tatsache ist tatsächlich, dass alle, die daheim zu Ordnung heran gezogen wurden, regelmäßig ihr Zimmer aufräumen mussten und das eine feste Aufgabe in ihrem Alltag war, sich leichter tun Ordnung zu halten. Es ist eine geübte Gewohnheit.

Was mich zu dem Punkt bringt, dass Eltern nicht übersehen sollten, diese Fähigkeit ihren Sprösslingen frühzeitig beizubringen. Mit kleinen Kindern lässt sich ein Spiel daraus machen, dass sich vor dem Schlafengehen gut einsetzen lässt.

Ich habe dazu die Figur des Nachtwächters in meinen Seminaren eingesetzt, der abends bei seinem Rundgang alles „nach Hause“ bringt. Denn alles braucht ein Zuhause und wenn es dunkel wird, sollte auch alles zu Hause sein.

Eine kleine Idee mit dieser Story, doch sie hat immer funktioniert. So gut, dass ich sie sogar inzwischen für Erwachsene einsetze 😉

Doch zurück zum Punkt auf den ich hinaus wollte: Seine Umgebung in Ordnung zu halten ist eine Fähigkeit die man Kinder ganz bewusst mitgeben sollte. Dass es eine Aufgabe ist, die sie am besten jeden Tag in ihren Alltag integrieren, denn Unordnung beeinflusst nicht nur einen Menschen, sondern alle, die sich in dieser Umgebung aufhalten.

Ich erlebe es immer wieder mit jüngeren Klienten, dass sie gar keine rechte Ahnung haben, wie sie denn tatsächlich Ordnung halten können. Bei Gesprächen hat sich interessanterweise oft herausgestellt, dass sie daheim selten zum Aufräumen herangezogen wurden und die Eltern ihnen als Kind diese Arbeit abgenommen haben. Was mich sehr darin bestätigt hat, dass es sinnvoll ist, Ordnung halten als Fähigkeit zu sehen, die man beibringen kann.

Fazit

Wenn wir also eines festhalten können, ist es wohl das: Chaos wirkt auf uns ein. Es zieht einen Rattenschwanz weiterer schädlicher Wirkungen nach sich, wenn wir nicht irgendwann ins Handeln kommen und etwas ändern.

Wieso uns Handeln glücklich machen kann, das werden wir uns deswegen beim nächsten Mal anschauen.


Fastenchallenge 2018Wenn du dich daheim vom Chaos befreien magst, dann mach mit bei unserer Fasten-Challenge!

Entrümpeln macht glücklich 😉

Eine Reise zu wohltuender Ordnung

Reise OrdnungEin neues Jahr, ein neues Glück. Für mich steht 2018 unter dem Motto Ordnung. Nicht nur in den physischen Dingen um mich herum. Nein, Ordnung ist noch viel mehr, wir machen uns nur so selten Gedanken darüber.

Ohne eine gewisse Ordnung sind wir absolut verloren. Fehlende Ordnung kann uns krank machen und unglücklich. Und ohne Ordnung fehlt auch oft die Orientierung im Leben.

In den nächsten Wochen beleuchte ich verschiedene Aspekte rund um dieses Thema, die uns direkt betreffen und beeinflussen. Die auch wir wiederum beeinflussen können und damit ein Steuerungsinstrument haben, das uns oft gar nicht bewusst ist.

Meine vier Stufen der Ordnung

Für mich gibt vier große Themenbereiche, die unter Ordnung fallen und die ich näher betrachten möchte.

Ordnung im außen

Das erste ist das, was wir am ehesten mit Ordnung in Verbindung bringen hat mit den Dingen zu tun die uns umgeben. Äußere Ordnung verhilft uns zu Klarheit. Klarheit im Sinne von besser entscheiden können, mehr Überblick haben, mehr Wohlgefühl und vielem mehr.

Ordnung im Inneren

Neben dieser äußeren Form der Ordnung gibt es auch eine innere Ordnung. Die merken wir immer dann, wenn unser Innerstes in Unordnung ist und es uns nicht wirklich gut geht. Dann ist etwas mit uns “nicht in Ordnung”.

Doch das muss nicht so bleiben, denn es gibt vieles, das wir tun können, damit wir unser Inneres wieder in Ordnung bringen können. Was das alles sein kann, werden wir uns in verschiedenen Beiträgen näher anschauen.

Ordnung schafft Produktivität

Wenn wir in die praktische Richtung gehen und all das, was wir an äußerer und innerer Ordnung geschaffen haben in Produktivität umsetzen wollen, dann hilft uns dazu eine bestimmte innere Haltung.

Zudem gibt es viele Hilfsmittel und Tools, die uns dabei unterstützen strukturiert zu arbeiten und vorwärts zu kommen.

Ordnung schafft kommunikative Verbindung

Und zu guter letzt gibt es einen Themenbereich den man vielleicht landläufig gar nicht mit Ordnung in Verbindung bringen würde, doch wahrhaftige Kommunikation nach außen setzt eine gute innere Ordnung ein Stück weit voraus.

Wenn ich mit mir selbst im Reinen bin, wenn also alles in mir in Ordnung ist, dann kann ich auch wahrhaftig kommunizieren.

Die Reise zur wohltuenden Ordnung kann beginnen

Es wird interessant dieses Jahr und wir werden sehen, wohin uns diese Themen führen.

Ich bin schon gespannt auf unsere gemeinsame Reise und freu mich über jeden Reisebericht von dir.

Was ist Ordnung für dich? Welche Gedanken fallen dir dazu ein?

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Was ist Ordnung überhaupt und warum tut sie uns so gut?

Ordnung ist für mich weitaus mehr als ein aufgeräumtes Zuhause oder Büro. Ordnung hat für mich viel mit Harmonie und Wohlbefinden zu tun.

Unsere Sprache ist dabei immer ein guter Hinweisgeber: Wenn wir das Gefühl haben, dass wir mit einem Menschen einen Konflikt haben, dann ist diese Beziehung „nicht in Ordnung“ und wir fühlen uns nicht wohl damit.

Doch sobald „etwas wieder in Ordnung kommt“ ist auch unsere Welt wieder in Ordnung und alles ist gut. Das weist schon darauf hin, dass Ordnung sehr viel mehr mit uns selbst und unserem Erleben der Welt zu tun hat.

Über all diese Fragestellungen lässt sich trefflich philosophieren und genau das hab ich mit Tina Husemann gemacht. Sie arbeitet als Stress-Clearing-Coach, Mediatorin und Wegbegleiterin für Menschen deren Leben durch große Veränderungen durcheinander geworfen wurde.

Sie hat mit mir ein Interview geführt für ihre Videoserie mit dem Thema „So geht Veränderung“. Es war mir eine große Freude mit ihr über Ordnung und deren verändernde Kraft zu sprechen. Wir sind auf so spannende Aspekte gekommen, dass die Zeit des Gesprächs wie im Flug vergangen ist.

Wenn du für das kommende Jahr noch ein paar Impulse für Veränderung brauchen kannst, die du jederzeit selbst in der Hand hast, dann schau mal rein. Und auch wenn du wissen möchtest, ob ich schon als Kind ordentlich war 😉

Was für Gedanken nimmst du aus dem Video mit?