Wieso du die Macht der Dankbarkeit niemals unterschätzen solltest und wie du mit ihrer Hilfe ein glückliches Leben führen kannst

Wieso du die Macht der Dankbarkeit niemals unterschätzen solltestEines der Tools, von denen du auf jeden Fall schon gehört hast um dein Inneres auf Vordermann zu bringen ist das Prinzip der Dankbarkeit.

Halt Stopp, nicht wegschalten! Das hört sich jetzt vielleicht nach etwas an, das nicht besonders aufregend ist. Doch glaub mir, es ist eines der wichtigsten Instrumente die du dir aneignen kannst.

Wollen wir mal gemeinsam einen näheren Blick drauf werfen, was wirklich dahinter steckt?

Gut, dann mal los.

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Versunken im eigenen Emotions-Morast

Wir haben schon festgestellt, dass wir viel zu oft in unseren eigenen Emotionen versinken. Wir lassen das emotionale Wetter bestimmen, wie unser Tag verläuft.

Das bedeutet, wenn ich zukünftig dieses Wetter weniger beachten möchte, dann ist es sehr hilfreich, wenn ich etwas habe, auf das ich stattdessen meine Gedanken lenken kann. Denn nur von einem “so will ich das nicht mehr” wird sich noch nichts bewegen.

Wir brauchen einen Fokus, ein Ziel auf das wir uns ausrichten können.

Vor allem wenn wir stürmisches Wetter erleben, sprich in einem Emotionssturm stecken, dann brauchen wir etwas kleines, nichts aufwendiges, etwas das wir leicht und sofort anwenden können.

Alles was uns in irgendeiner Form eine bestimmte Technik abverlangt, länger dauert, werden wir nicht machen. Es muss etwas sein, dass innerhalb von wenigen Sekunden möglich ist und das direkt Wirkung zeigt.

Wenn ich erst drauf warten muss, dass sich dann mein Empfinden ändert, ist es schwierig dran zubleiben.

Es gibt eine Geheimwaffe für mieses Emotions-Wetter

Diese Geheimwaffe gibt es. Du kannst sie innerhalb von Sekunden anwenden ohne dass du dafür etwas bestimmtes gelernt haben musst. Du brauchst keine Utensilien dazu, nur dich und deinen Kopf und es hat eine Instant-Wirkung. Eine sofortige im Körper spürbare Wirkung.

Voraussetzung ist, dass du dich wirklich darauf einlässt. Dass du diese Medizin – wenn man so will – wirklich einnehmen magst und nicht einen auf Teenager machst unter dem Motto “Boah, ich hab überhaupt keinen Bock auf den Mist…”

Diese Einstellung wäre sehr schade, denn damit boykottierst dich selbst. Du bremst dich selbst damit aus. Du verhinderst, dass es dir besser geht. Du vermeidest damit Erleichterung für dich. Du verweigerst dir damit eine positive Änderung des Empfindens.

Bevor wir zu dieser Technik kommen, lass uns kurz dabei bleiben, wieso wir eigentlich keinen Bock auf diesen “Mist” haben, auch wenn es uns gut tun würde.

Sind wir gern masochistisch?

Wieso bleiben wir in unserem Genervtsein lieber sitzen und granteln munter weiter stundenlang vor uns hin?

Wieso gefällt es uns geradezu, uns in Selbstmitleid zu suhlen oder selbstgerechte Szenarien in unserem Kopf zu durchlaufen?

Was macht uns daran soviel Spaß selbstquälerische Gedanken immer und immer wieder zu wiederholen und Situationen die wir erlebt und erlitten haben auf repeat zu stellen in unserem Kopfkino?

Ich kann es dir sagen. Ob es dir gefallen wird, weiß ich natürlich nicht. Doch es ist ziemlich einfach: Wir machen das, weil es eine Gewohnheit ist.

Wir sind es gewöhnt, diese Gedankenschleifen immer wieder zu durchlaufen. Wir sind es gewöhnt rumzugranteln, wenn uns etwas gegen den Strich geht. Wir sind es gewöhnt, wieder und wieder die gleichen Diskussionen im Kopf zu führen.

Es ist eine perverse Befriedigung die wir dabei erleben, da wir immer wieder den gleichen Gefühls- und Hormoncocktail ausschütten. Er ist gewohnt und das ist vertraut. Wir wollen lieber etwas Vertrautes erleben, was easy funktioniert und uns keine Arbeit macht.

Tja, und schon haben wir den Salat. Wir durchlaufen die gleichen Schleifen wie immer und sitzen im gleichen Boot wie immer.

Wie immer ist Erkenntnis der erste Schritt…

Das bedeutet, die Hürde die wir als erstes nehmen müssen, ist die Erkenntnis, dass wir wieder mal auf unser gewohntes Verhaltens- und Denkmuster hereingefallen sind. So als ob wir uns automatisch oben auf die Rutsche gesetzt haben und dann läuft alles von allein ab.

Wir müssten es schaffen, entweder zu erkennen, dass wir dabei sind auf die Rutsche zu steigen. Dann könnten wir das ganz lassen und oder wenn wir es beim Rutschen erst erkennen, dann nicht mehr auf die nächste Rutsche hinaufzuklettern.

Dieser Moment ist wichtig. Und es reicht dieser Moment, damit wir etwas an unserer Gewohnheit ändern können.

Als nächstes brauchen wir etwas, was wir an diesen Moment der Aufmerksamkeit anschließen können und hier kommt nun die Dankbarkeitsübung ins Spiel.

Dankbarkeit ist dein Schlüssel

Wenn du in deinem Emotionssalat steckst und das bemerkst, stell dir als nächstes die Frage:

Wofür bin ich heute dankbar?

Wenn du merkst, dass du als erstes einen irritierten Moment hast und keine Antwort, ist das ein gutes Zeichen! Du bist ja auch dabei deine gewohnte Fahrt zu unterbrechen und das irritiert erstmal.

Stell dir die Frage einfach nochmal: Wofür bin ich heute dankbar?

Geh dieser Frage nach. Wofür bist du heute dankbar?

Such keine großen Dinge, sondern denk über Momente deines Tages nach.

Wo hast du vielleicht ein Lächeln bekommen? Oder ein nettes Wort oder einen netten Gruß? Wo bist du noch g’schwind in den Aufzug reingekommen, weil dir jemand die Tür aufgehalten hat? Hast du einen guten Parkplatz gefunden? Oder war das Wasser schön warm unter der Dusche? Hat der Kaffee geschmeckt in der Früh?

Du siehst, dass das alles nur Momentaufnahmen sind, die im Laufe eines Tages vorkommen. Es gibt soviele kleine Augenblicke, die uns etwas geben können.

Die Blumen die wir im Vorbeigehen im Park bemerkt haben. Ein ansteckendes Lachen, dass wir mitbekommen haben. Den blauen, wunderschönen Himmel über uns. Ein warmer Sonnenstrahl in der Mittagspause.

Dankbarkeit bringt dich innerlich zum Leuchten

Was passiert, wenn du beginnst dich auf diese Momente zu fokussieren?

Wenn du dich dabei innerlich beobachten könntest, dann ist das, als ob ein Kerzlein nach dem anderen in dir angezündet wird und dein Inneres erhellt. Dieses Erhellen ist ein Erhellen deiner ganzen Stimmung.

Deine dankbaren Gedanken triggern ganz andere Nervenzellen in deinem Gehirn als das beim Jammern, Granteln, Grübeln und anderen negativ wirkenden Gewohnheiten der Fall ist.

Dankbarkeit führt immer zu Glücksgefühlen. Sie mögen am Anfang noch recht verhalten daher kommen, doch wenn du dich wirklich einlässt auf die Dankbarkeitsgedanken, dann wirst du spüren, wie dir das Herz aufgeht.

Wie Erleichterung in dich einzieht, wie du spürst, dass dein Körper Spannung los lässt und zur Ruhe kommt.

Du kannst dich tatsächlich in diese weitaus gesündere Stimmung hineindenken. Du kannst das beeinflussen, was du erlebst.

Vielleicht gelingt es am Anfang nicht ganz. Oder du schnippst wieder zurück wie ein Gummi in deine gewohnte Loipe und bist wieder in deiner miesen Stimmung.

Doch das macht nichts. Es ist wie alles im Leben eine Sache der Übung. Und etwas, was du seit 20, 30, 40 Jahren oder mehr gemacht hast – aus Gewohnheit – wird sich nicht in einer einmaligen Ausprobieraktion auf 0 zurücksetzen lassen.

Verankere Dankbarkeit fest in deinem Leben

Wie kannst du das noch besser in deinem Leben verankern, dass du dich mit dem Gefühl der Dankbarkeit aus deinem Emotionswetter holen kannst?

Die einfachste Übung dazu ist das Dankbarkeitsbuch. Ein Büchlein, dass du dir abends zur Hand nimmst und in das du einträgst wofür du dankbar bist.

An manchen Tagen mag es für nicht mehr reichen als “Heute bin ich froh und dankbar für meine Miezen, für meinen heißen Kaffee, für mein Auto.” Manchmal ist das eben so. Da fällt mir einfach beim angestrengtesten Nachdenken nicht besonders viel ein, was mich am heutigen Tag dankbar sein lässt.

Doch mit fortlaufender Übung wird sich das verändern. Ein weiterer interessanter Punkt aus der Forschung – ja, es gibt eine wissenschaftliche Forschung zum Thema, wie sich Dankbarkeit in unserem Leben auswirkt – ist ein Hinweis, wie das Dankbarkeitsbuch noch mehr Wirkung zeigt.

Dankbarkeitsbuch mit Turbo

Das reine Auflisten von Momenten, Dingen und Erlebnissen ist ein super Start. Möchtest du dagegen noch mehr erreichen, dann schreib nur eine Sache auf, für die du heute dankbar bist und ergänze in mehreren Zeilen das “Warum”

Erkläre, wieso dich genau dieses Ereignis dankbar macht. Erläutere was es in dir bewirkt, beschreibe die Zusammenhänge. Was es für dich bedeutet.

Dieses ergänzende Schreiben vertieft die Wirkung enorm. Du wirst dir damit immer mehr bewusst, was für Dinge oder Ereignisse einen Dankbarkeitsschub in dir auslösen und welche Bedeutungen du ihnen verleihst.

Das kann dir dazu verhelfen, dass du immer mehr merkst, wo das Wesentliche für dich im Leben zu finden ist. Was dir wirklich am Herzen liegt, was einen Wert hat für dich im Leben. Was dir wirklich wohl tut.

Und dann kannst du beginnen mehr davon in dein Leben zu integrieren. Oder aufmerksamer für genau diese Dinge zu werden.

Wiederhole das Gefühl des Glücks!

Wenn du morgens einen Blick in dein Dankbarkeitsbuch wirfst, kannst du die gleichen Gefühle gleich noch einmal durchleben. Du kannst dir den gleichen wohltuenden Schub geben, den du hattest, als du es wirklich erlebt hast, als du es niedergeschrieben hast und jetzt nochmal wenn du es liest.

Das ist wie das positive Gegenstück zu der weiter oben beschriebenen Negativspirale, in der du dir immer wieder die gleichen negativen Gedanken machst.

Lässt du dich darauf ein und verbringst einen Monat in diesem positiven Trainingslager, wird sich dein Gefühl ändern, wenn du abends über diese Dinge nachdenkst und sie aufschreibst.

Sie werden sich zudem schleichend in deinem ganzen Tag beginnen zu ändern. Du wirst merken, dass du mit der Zeit immer aufmerksamer wirst, wenn du beginnst in eine Negativschleife abzurutschen. Das Abrutschen wirst du immer öfter verhindern können, weil du dich mit der Frage “wofür bin ich heute dankbar?” in eine neue Bahn lenkst.

Dieses immer wieder in eine neue Bahn lenken, zeigt Wirkung mit der Zeit. Du wirst erstens nicht mehr so häufig in deine gewohnte Negativität verfallen, du wirst nicht mehr so lange darin verweilen und du wirst öfter in positive Gedankenmuster kommen und diese werden länger anhalten.

Wenn du dich änderst, ändert sich deine Welt

Was denkst du, wie wird sich das in deinem Leben und auf dein Umfeld auswirken?

Es kann sein, dass es erst mal auf andere irritierend wirkt. Sie sind dich anders gewöhnt und das kommt ihnen vielleicht spanisch vor. Du wirst jedoch auch positive Rückmeldungen bekommen über diese Veränderung, die du durchläufst.

Es kannst dir auch passieren, dass du negatives Feedback auf deine positivere Stimmung bekommst. Denn viele Menschen in unserer Umgebung spiegeln unser Verhalten und Denken und so haben wir eine Blase von Leuten um uns herum, denen wir vertraut sind und die uns vertraut sind.

Gemeinsam klagen, jammern und lästern ist etwas was verbinden kann. Es ist vertraut und ähnliche Meinungen zu haben, bestätigt uns in unserem Selbstbild.

Doch wenn du nun beginnst dein Selbst-Bild zu ändern, weil du dich in eine andere Stimmungslage bewegst durch die Dankbarkeitsübung bedeutet das auch, dass du nicht mehr so vertraut auf die anderen wirkst, dass du dich plötzlich abhebst und anders daher kommst.

Wieso andere Menschen unsere gute Laune nicht aushalten

Das ist nicht immer wohl gelitten, denn es verändert den Blick und das Gefühl das die Menschen über sich selbst haben in deiner Umgebung. Man sitzt plötzlich nicht mehr im gleichen Boot.

Das Boot mag schon ein Leck haben und auch sonst nicht mehr besonders seetauglich sein, doch es ist nun mal gewohnt.

Wenn du jetzt dieses Boot verlässt, kann das bedrohlich auf andere wirken und dann bekommst du erst mal deren Ärger, Verwirrung und auch nur zu oft Ängste ab, da du etwas Gewohntes veränderst.

Jetzt heißt es aufmerksam bleiben. Der Ärger, die Verwirrung, die Vorwürfe die du abbekommst, haben nichts mit dir zu tun, sondern sind ein emotionales Wetter, das dein Gegenüber gerade durchläuft.

Deine Sache ist es, bei dir zu bleiben. Jeder macht sich sein emotionales Wetter selbst, auch wenn das nicht immer so leicht zu begreifen ist. Doch auch du machst dir dein emotionales Wetter selbst. Du reagierst auf Trigger von außen. Was du daraus machst, passiert allein in deinem Kopf.

Behalte im Kopf, dass Änderungen zum Positiven bei anderen alle möglichen Reaktionen hervorrufen können. Es ist das Ausbrechen aus dem Gewohnten, dass das passieren lässt.

Bleib auf deinem Weg

Lass dich nicht von deinem Weg abbringen. Nichts und niemand ist es wert, eine schlechte Gewohnheit wieder anzunehmen, wenn du gemerkt hast, dass dir die positive Richtung viel wohler tut.

Dass du es selbst hinkriegen kannst, dein Empfinden, dein Erleben durch eine so simple Übung wie Dankbarkeit zu verändern, wird dir dabei helfen, diesen Weg weiter zugehen.

Du kannst innere Ordnung mit solchen Tools schaffen. Klarheit gewinnen, dich wohler fühlen und spüren, dass du dir dein Glück wirklich selbst schaffen kannst.

Dankbarkeit kostet nichts und bringt dir soviel. Also nutze sie systematisch und spüre die wunderbare Veränderungen, die dir dadurch möglich werden!

Hol dir gleich ein Dankbarkeitsbüchlein. Schreib am Abend (oder auch jetzt) eine Sache, ein Erlebnis auf, für das du dankbar bist. Ergänze in ein paar Sätzen, wieso dich das dankbar gemacht hat. Als nächstes brauchst du nur noch die schönen Gefühle genießen, die du damit in dir entstehen lässt (:


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Frühjahrsputz im Inneren – Wieso du deinen eigenen Emotionen nicht hilflos ausgeliefert bist

Frühjahrsputz im Inneren - Emotionsmuster regulieren lernenDie letzten Beiträge haben sich viel um die äußere Ordnung gedreht. Denn die äußere Ordnung ist ein wichtiger, erster Schritt.

Wenn wir im Äußeren anfangen unsere Umgebung zu klären, kann sich auch unser Inneres klären. Wir können uns Schritt für Schritt daran machen in unserem Innenleben Ordnung zu schaffen.

Bist du wirklich wie du bist?

Interessant ist, dass wir oft denken, dass wir ein bestimmter Typ Mensch sind. Jemand der zurückhaltend ist, jemand der aggressiv ist, jemand der gern unter vielen Menschen ist, jemand der kreativ veranlagt ist.

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Und so geben wir uns selbst und anderen Labels. Diese Kategorien sind wie Schubladen, in denen wir die Menschen und auch uns selbst einordnen. Da gibt es die lustige Kollegin, den miesepetrigen Onkel, die neugierige Nachbarin, den weinerlichen Sohn usw.

Wir beschreiben uns selbst mit Schlagworten, wenn wir mit anderen zu tun haben. Doch ist das wirklich so? Sind wir so, wie wir das mit diesen Kennzeichen beschreiben?

Auch unsere Persönlichkeit scheint uns ziemlich festgefügt zu sein. So bin ich eben. Nimm es an und komm damit klar.

Auch andere “sind eben so”. Doch auch hier wieder die Preisfrage: Ist das wirklich so? Woraus speist sich unsere Identität und Persönlichkeit tatsächlich?

Was wäre, wenn wir gar nicht so sein müssen, wie wir denken, dass wir sind?

Wir sind geprägt von Kindheitserlebnissen, der Art und Weise wie man mit uns kommuniziert hat, den Erfahrungen die wir gemacht haben.

Das mag alles stimmen, doch ist es wirklich das Ende vom Lied? Sind wir dieser oder jener Mensch, wenn wir “ausgewachsen” sind und dann bleibt das bis zur Bahre so?

Ich bezweifle das. Und ich lade dich ein, das ebenfalls zu bezweifeln. Lass dich nicht davon einlullen, wie es jetzt ist.

Gewohnheiten sind unser unsichtbares Gerüst

Wir bestehen zum größten Teil aus Gewohnheiten. Wir machen die Dinge so, wie wir sie gewöhnt sind zu tun.

Das gilt auch für Gefühle. Wenn wir gewohnt sind ein Drama aus vielem zu machen, dann ist das unser Reflex, der automatisch abläuft. Wir haben uns das irgendwann angewöhnt. Mit allen körperlichen Reaktionen die dazugehören. Und denken, dass wir das SIND.

Doch nein, das sind wir nicht. Das ist ein gewohntes Emotionsmuster, das auf Knopfdruck (neudeutsch Trigger) abgespult wird. Das gilt für Aggressionsmuster, mauern, jammern, beschwichtigen genauso wie für Schadenfreude, Neid usw.

Dass das so ist, zeigt sich schon allein daran, dass nicht alle Menschen auf die gleichen Dinge neidisch sind, oder sich durch die gleichen Sachen angegriffen fühlen oder sich nicht durch die gleichen Situationen gestresst fühlen.

Ok, jetzt könnte das Argument ins Spiel kommen. Na das ist ja eben unterschiedlich, weil wir unterschiedlich sind. Doch wait a minute!

Ich gebe dir Brief und Siegel, dass du in ähnlichen Situationen auch nicht immer gleich reagierst. Wenn du z.B. sehr spät dran bist zu einem wichtigen Termin und dann irgendso einen Idioten vor dir hast, der einfach nicht vom Fleck kommt, dann kann es sein, dass der Knopf für ‘aggressiv werden’ bei dir gedrückt wird und du im Auto wie das HB-Männchen (falls du das noch kennst (; in die Luft gehst.

Wenn du ein anderes Mal unterwegs bist ohne jeglichen Zeitdruck und in Gedanken versunken, kann es sehr gut sein, dass dir dieser “Idiot” überhaupt nicht auffällt.

Gleicher Mensch, gleiche Situation, unterschiedliche Reaktion. Müsste nach der Theorie “ich bin halt so eine/r…” nicht immer das gleiche Programm ablaufen? Tut es aber nicht, weil es eine große Rolle spielt, wie unser Inneres beieinander ist.

Erkenne die Momentaufnahme

Das bedeutet, dass wir tatsächlich die Fähigkeit für ein großes Spektrum an emotionalen und physischen Reaktionen haben und uns nur zu häufig auf ein paar wenige reduzieren, wenn wir unter Strom stehen.

Also müsste man korrekterweise sagen: Im Moment ist es so, dass ich in Situationen in denen ich mich unter Druck fühle, die Tendenz habe aggressiv zu reagieren.

Gut, damit können wir arbeiten. Denn darin stecken viel mehr Variablen, als auf den ersten Blick sichtbar sind.

Zum ersten heißt es “im Moment”. Wir sind veränderbare Wesen und die hohe Plastizität (Formbarkeit) unseres Gehirns beweist jeden Tag, dass es auch grundlegende Veränderungen geben kann. Vielleicht nicht von heute auf morgen, doch wie vieles andere auch, stecken Lernprozesse dahinter.

Du kannst dir andere Gefühle angewöhnen

Ja, es lassen sich auch andere Emotionsmuster lernen. Denn genau das sind Emotionen. Muster, die wir gewöhnt sind und die automatisch ablaufen, wenn sie einmal gelernt wurden. Wir sind nicht dazu gezwungen auf ewige Zeiten eine Heulsuse zu bleiben oder werden kaum irgendwann an Lampenfieber sterben.

Ich weiß nicht wieso wir das Hirn immer nur auf Fakten auslegen. So als ob es nur emotionsfreie Dinge lernen könnte. Doch Emotionen sind ein Cocktail an Hormonen und getriggerten Gehirnverbindungen. Emotionen sind eine nervlich messbar ablaufende Reaktion. Unser Gehirn macht etwas und daraus entstehen fühlbare Emotionen.

Nicht umgekehrt. Die Emotion ist ein Produkt unseres Hirns. Und ja, es ist schwierig bis fast unmöglich noch zu einem preisgekrönten Olympiasprinter zu werden, wenn man mit 60 erst anfängt zu trainieren. Obwohl es erstaunlich ist, was unser Körper noch in jedem Lebensalter zu leisten vermag. Und ja, es kann auch sehr schwierig bis unmöglich sein, mit 80 noch programmieren zu lernen.

Wir haben unsere Grenzen. Unser Körper hat sie und auch unser Gehirn. Der Alterungsprozess fordert seinen Tribut und wir verbrauchen uns über die Jahre selbst.

Doch so wahr das auch alles sein mag, sollte es niemals als Ausrede dienen sich nicht dem Abenteuer zu stellen, seine eigene Emotionen regulieren zu lernen und als nächsten Schritt in gewünschte Bahnen zu lenken.

Lerne zu wählen wie du dich fühlen willst

Wir sind es, die erwünschte und unerwünschte Emotionen in Gang halten. Durch das was wir denken und tun. Jeder von uns quatscht sich selbst im Inneren von Zeit zu Zeit die Hucke voll, wenn man das mal so nennen will.

Jeder kennt diese Selbstgespräche in denen man in der Rückschau auf Situationen grübelt und grübelt und grübelt. Sich selbst anklagt oder auch andere, sich selbst bemitleidet, heruntermacht oder andere nicht so nette Sachen.

Mit diesem Vorgang sind zu 100 % folgende negative Emotionen verbunden: Frust, Traurigkeit, Neid, Aggression (aktive und passive). Zu 100 %. Es ist körperlich unmöglich sorgenvollen Grübeleien nachzuhängen und dabei gut drauf zu sein. Das geht nicht. Ist nicht möglich.

Das kannst du gern selbst mal ausprobieren.

Wir denken uns in Gefühle hinein. Sie sind eine Folge dessen, was mir durch den Kopf geht. Ob ich das bewusst wahrnehme oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Es ist wie ein Radioprogramm, das vor sich hin dudelt und dessen Musik eine bestimmte Stimmung verbreitet.

Emotionsmuster – Nimm wahr was passiert

Wenn wir aufmerksam werden auf unsere Gedanken und wirklich wahrnehmen in welchen Gefilden wir uns gerade befinden, dann haben wir den ersten Schritt gemacht um eine Richtungsänderung zu ermöglichen.

Dein Körper ist, was du isst und dein Geist ist, was du denkst.

Man mag mir dieses plakative Vereinfachen verzeihen, doch es zeigt den Kern dessen auf, um den es geht. Und den wir beeinflussen können.

Klar kann dem Körper viel passieren, was ihn nicht mehr gesund sein lässt, doch Ernährung wird in jedem Fall eine positive Rolle spielen können.

Gleiches gilt für unseren Geist. Wir werden nicht gedacht. Niemand pflanzt Gedanken in uns hinein. Das machen wir alles selbst. Genauso wie wir selbst essen. Wir sind es die denken und damit innere Prozesse in Gang setzen.

Wir haben über viel mehr Einfluss als wir denken. Nicht im Äußeren, sondern über uns.

Halten wir also fest, dass Emotionen eine Folge sind von etwas, das in unserem Hirn passiert. Klar gibt es körperliche Rückkopplungsschleifen und es ist immer alles komplex, doch letztlich ist das eine wichtige Wahrheit.

Emotionen scheinen mir zwar zu passieren, doch letztlich hat unser Gehirn etwas dafür gemacht.

Du kannst deine innere Welt verändern

Wenn wir also etwas anderes fühlen wollen als bisher, dann können wir dafür etwas tun. Wir sind unseren Emotionen keineswegs hilflos ausgeliefert. Das ist ein extrem wichtiger Punkt.

Allein diese Erkenntnis kann befreiend sein. Sie kann Möglichkeiten aufzeigen, die auf Dauer ein anderes Leben schaffen.

Emotionen entstehen aufgrund unserer Bewertungen einer Situation. Diese Bewertungen wiederum sind geprägt von den kindlichen Erfahrungen die wir gesammelt haben. Wer sich nicht die Zeit nimmt und klar macht, was in einer Situation tatsächlich passiert, wird immer wieder überrascht sein von der Heftigkeit der eigenen Gefühle.

Auch von der Unangemessenheit von Gefühlen, die überhaupt nicht zur Situation passen. Menschen, die sich restlos verlassen fühlen und nur noch weinen können in einem Disput in der Partnerschaft, erleben sich selbst als vollkommen hilflos und als Menschen, die nicht in der Lage sind zu streiten.

Doch wenn man diese Situationen näher anschaut und hinterfragt, landet man häufig in kindlichen Erinnerungen an Streitereien, z.B. dass die Eltern einen bei Konflikten in ein anderes Zimmer brachten und man dort allein bleiben musste.

Das ist es, was die Emotionen dermaßen dramatisch werden lässt auch noch im Erwachsenenleben. Das hat nicht unbedingt etwas mit der tatsächlichen Schwere der jetzigen Situation zu tun.

Wer sich auf die Suche macht, nach diesen grundlegenden Emotionsmuster, wird feststellen, dass er sehr häufig auf Kleinkindniveau agiert, wenn bestimmte Situationen als Trigger agieren.

Emotionen lassen sich üben

Diese Wahrnehmung und das Erkennen dessen – auch nachträglich – lässt einen immer leichter in eine innere Distanz gelangen. Durch diese Distanz ist es möglich zu erkennen, dass man gerade wieder dabei ist, in ein gewohntes Emotionsmuster hinein zu rutschen.

Als nächstes kann man im Trockendock überlegen, wie man denn stattdessen reagieren möchte und was einem dabei am besten helfen kann, ein anderes Emotionsmuster aufzubauen.

Manchmal mag das allein nicht gelingen, doch sich Hilfe zu holen ist ein kluger Schritt und keine Schwäche.

Emotionsregulation – wie der Fachausdruck dafür heißt – lässt sich lernen.

Es ist wie alles, wozu man sein Gehirn braucht. Etwas das man üben und trainieren kann. Niemand ist gezwungen dazu, seinen bisherigen Emotionsmustern treu zu bleiben. Niemand muss sich dem ergeben “wie er halt ist” denn das ist nur ein momentaner Zustand.

Dieser Zustand kann verändert werden. Das mag nicht ganz leicht sein, doch das ist wie mit vielen anderen gewohnten Dingen, man muss dran bleiben, wenn man eine Änderung erreichen möchte.

Das Ziel ist es, nicht mehr ausgeliefert zu sein, wenn Emotionen über einen hereinbrechen. Die Belohnung für diesen Umlernprozess ist groß.

Wer sich selbst als jemand erlebt, der mit den eigenen Emotionen besser umgehen kann, wird sich stärker fühlen, wird sich zuversichtlicher fühlen, wird sich selbstwirksamer erleben. Und das kann und wird das eigene Leben zum Positiven verändern.


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Warum dich geben glücklich macht und wohin ich gebe, weil es mir am Herzen liegt

Warum dich geben glücklich machtGeben ist seliger denn nehmen. Wieso eigentlich? Und stimmt das überhaupt? Oder ist das einfach wieder nur so ein Spruch der Kirche, der uns unsere Gier und unseren Eigennutz vor die Nase halten soll?

Meine Geschichte des Gebens

Wieso geben dich glücklich macht, will ich dir heute aus meiner Sicht erzählen und vielleicht nimmst du dir diese Gedanken als Impuls mit, um selbst für dich darüber nachzudenken.

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Altruismus bedeutet nach der Definition im Lexikon:

Die Einstellung, dass man die Belange und das Wohlergehen anderer Menschen für wichtig erachtet.

Wohlgemerkt, da steht nicht „wichtiger“ sondern wichtig. Ein Gleichstellen, wenn man so will. Das ist leider in unserer oft egozentrierten Welt ein rares Gut geworden.

Und was ist mit mir?!

Neid auf Besserverdienende, Neid auf Kollegen die vorgezogen werden bei der Beförderung, Intrigen und geförderte Konkurrenz durch dieses unsägliche Konzept von Zielvorgaben in einem Job fördern eine „ich muss erst mal auf mich schauen“-Attitüde.

Es fördert die Angst zu kurz zu kommen und zu verlieren. Jemandem etwas zu gönnen, braucht das Gefühl, dass man selbst nicht verliert, wenn man großzügig ist. Wer jedoch in dieser Denkschleife gefangen ist, tut sich schwer mit dem Konzept des Gebens.

Was heißt Geben?

Geben ist etwas Freiwilliges, etwas das man mit Freude tut. Geben heißt, jemand anderem etwas schenken wollen ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Vor allem das letztere „ohne eine Gegenleistung zu erwarten“ fällt vielen Menschen immer schwerer.

Es gilt eher der Handel: Wenn ich was für dich tue, dann schuldest du mir einen Gefallen. Doch das hat nichts mit wahrem Geben zu tun. Diese Erwartungshaltung macht uns nicht glücklich, im Gegenteil, sie ist der beste Weg um sich abhängig und unglücklich zu fühlen.

Was geben mit dir macht

Geben macht glücklich. Das musst du mir nicht glauben, doch du kannst es ganz einfach selbst ausprobieren. Mach diese Woche jeden Tag einem Menschen ein ernstgemeintes Kompliment. Oder bedanke dich bewusst jeden Tag bei jemandem.

Das kostet dich kein Geld und wird dich verändern. Wichtig ist dabei, dass du es machst, weil du damit jemandem eine Freude machen möchtest, jemandem den Tag erhellen willst. Einfach so. Ohne was dafür zu bekommen. Einfach, weil du es kannst.

Und dann nimm wahr, wie du dich fühlst. Wenn du dich schlechter fühlst dabei, dann hör wieder auf damit. Doch egal wieviele Menschen dieses Experiment bis jetzt gemacht haben, niemand hat sich dadurch schlechter gefühlt.

Alle haben erzählt, wie wunderbar es sich angefühlt hat, anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Hey, und das hat dich nichts gekostet außer ein paar ehrlich gemeinten Worten.

Gib dein Engagement

Wenn du jetzt noch einen Schritt weitergehen willst, dann kannst du nicht nur Worte, sondern auch Taten und deine Zeit geben. In jeder Stadt gibt es hunderte von Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren. Etwas für Menschen zu tun, die es nicht so einfach haben im Leben und denen du mit deiner Hilfe Unterstützung geben kannst.

Dazu reicht eine google Suche mit dem Namen deiner Stadt und dem Begriff Ehrenamt. Für Regensburg z.B. gibt es dazu eine Info-Seite der Stadt.

Spenden kann so viel verändern

Ohne Spenden würde es viele Initiativen nicht geben. Ohne Spenden könnten niemals soviele Menschen vor dem Hungertod, vor Krankheiten und vor bitterer Armut gerettet werden. Ohne Spenden wäre unsere Welt so viel ärmer.

Ich bin im einem Elternhaus aufgewachsen, das man durchaus als nicht wohlhabend bezeichnen darf. Doch auch wenn wir wenig finanzielle Mittel zur Verfügung hatten, hat meine Mama immer schon gespendet. Und seien es nur 10 Mark gewesen, die das Haushaltsgeld dafür hergab.

Jeder € hilft

Es war etwas Selbstverständliches für sie und sie hat mir das mitgegeben. „Auch mit wenig kann man helfen“, sagte sie. Oder auch „Gutes kommt in die Welt, weil man Gutes tut“. Dieses Gedankengut hab ich quasi mit der Muttermilch aufgesogen und das war eines der wenigen Dinge, die ich niemals in Frage gestellt habe.

Warum auch, denn ich habe selbst immer die Freude gespürt, wenn wir die Überweisungen gemeinsam ausgefüllt haben. Ich durfte helfen die Zahlen der Bankverbindung hinzuschreiben und dann haben wir das zur Bank gebracht. Das waren noch diese vorsintflutlichen Vor-Internet-Zeiten (:

Wie mich meine Familie geprägt hat

Vielleicht ist es auch nicht nur durch das Vorleben meiner Mutter so sehr in mich übergegangen, dass Geben glücklich macht und auch ein Privileg ist, das tun zu können, sondern auch unsere Familiengeschichte an sich hat mich geprägt.

Die Heiligenstädter Schulschwestern

Die Schwester meines Urgroßvaters hat in Heiligenstadt eine Ordensniederlassung mitgegründet, die als Heiligenstädter Schulschwestern bekannt wurde. Wie sich am Namen unschwer erkennen lässt, ist es ein Hauptanliegen des Ordens zu unterrichten und Kinder damit eine Zukunft zu ermöglichen.

Der Orden engagiert sich seit vielen Jahren in ärmsten Ländern wie Bolivien und gibt dort Mädchen einen Zufluchtsort und eine Gemeinschaft in der sie sicher aufwachsen können. Soviel Leid bleibt ungesehen und es ist für mich immer wieder schockierend wie viel Gewalt und Leid noch immer in dieser Welt herrscht.

Daher ist das eine der Initiativen für die ich regelmäßig spende. Nicht nur, weil ich eine Nachfahrin bin, sondern weil ich das Anliegen, durch Bildung Veränderung zu schaffen, mit allem unterstütze, was ich bin.

Wir helfen Indien

Das ist auch der Grund warum ich seit vielen Jahren Patenkinder über die Initiative „wir helfen Indien“ unterstütze. Ida und Josef Gaßner aus Landshut engagieren sich seit 1993 im Bundesstaat Kerala in Indien.

Sie konnten in diesen Jahren Schulen gründen, Brunnen bauen, durch Kuh-Programme und Nähmaschinen-Programme Hilfe zur Selbsthilfe leisten und soviel Gutes bewirken.

Eines meiner ersten Patenkinder von dort ist vor einigen Jahren fertig geworden und ist nun selbst Lehrer und unterrichtet in einer der Schulen. Es setzt sich fort über Generationen, wenn Kinder die Chance haben lernen zu dürfen und in ein Leben hineinzufinden, dass nicht mehr von bitterer Armut und Gewalt geprägt wird. Bildung kann alles verändern.

Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge

Eine weitere Organisation die ich unterstütze, hat nichts mit dem Leben zu tun, sondern mit dem Tod. Hier ein Zitat aus der Webseite vom Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge:

Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

Damit übernimmt er in meinen Augen eine elementar wichtige Aufgabe. Wir dürfen niemals vergessen und müssen immer wieder aus der Geschichte lernen.

Wenn wir auf den Friedhof gingen als ich klein war, haben mich die Grabplatten der Kriegstoten im Park immer magisch angezogen. Es war für mich nichts Beängstigendes, sondern tröstlich, dass sie nicht unbekannt geblieben waren, sondern ihre Namen auf den Platten standen. Ich stand da und wollte wissen wie sie heißen. Meine Mutter hat sie mir vorgelesen bis ich sie selbst lesen konnte.

Wenn ich ein Grab fand, auf dem mittendrin „unbekannt“ zu lesen war, war ich immer untröstlich, weil ich es schrecklich fand, dass hier jemand lag, der in einem Krieg sterben musste und von dem niemand wusste wer er war.

Ich hab dann meine Mama gelöchert, was man denn tun kann um den Namen herauszufinden und sie hat mir von der Aufgabe des Volksbundes erzählt, der genau das immer wieder versucht. Es werden sogar heute noch Umbettungen vorgenommen, weil immer wieder Massengräber aus den ersten beiden Weltkriegen entdeckt werden.

Wichtig finde ich auch die Camps für Jugendliche die vom Volksbund veranstaltet werden. Länderübergreifende Völkerverständigung mit gemeinsamer Arbeit an der Vergangenheit.

WWF

Menschen sind nicht die einzigen Lebewesen die die Erde bevölkern, ohne Tiere würde es diese Welt nicht geben. Die Natur ist unsere große Mutter, das vergessen wir nur allzu oft. Unfassbar, was aus Gründen der Gier für ein Raubbau getrieben wird.

Den WWF zu unterstützen ist für mich daher genauso ein Herzensanliegen. Wenn ich lese, dass Nashörner, Elephanten und viele weitere Tiere sterben müssen aufgrund abstruser Gesundheitselixiere die aus den Hörner gewonnen werden oder weil Elfenbein ja so schmückend ist, könnt ich nur k….

Der WWF engagiert sich nicht nur im Tierschutz, sondern auch im Wald- und Küstenschutz. Wir brauchen diese Regionen, damit der Planet Erde für uns alle ein lebensfähiger Ort bleibt.

Wer, wenn nicht wir, muss dafür sorgen, dass es auch für spätere Generationen noch einen Platz gibt, der eine Zukunft bietet? Wir werden so schnell keine Ersatz-Erde finden und es liegt in unser aller Verantwortung und damit auch in unser aller Hand, etwas zu tun.

Kiva

Eine Initiative, die das Konzept des Spendens bewusst verändert in Mikrokredite ist kiva. Was soll ich sagen, seit dem ich kiva entdeckt habe, bin ich begeistert von diesem Konzept. Es ist so einfach und verändert die Welt.

Mit Hilfe von Mikrokrediten werden vor allem Frauengruppen unterstützt. Sie schaffen sich mit den Krediten eine kleine Selbständigkeit und können damit ihre Familien unterstützen und ihren Kindern Schulbildung ermöglichen. Die Rückzahlungsquote liegt bei phänomenalen 97 %!

Wenn das Geld zurückkommt, kann es nächsten Projekt gegeben werden. Wenn du mehr darüber wissen willst, dann hör doch in den Podcast bei Heikes Stadtgeflüster rein, dort hab ich was dazu erzählt.

Es gibt noch einige weitere Organisationen, für die ich spende wie das Deutsche Rote Kreuz, der Weiße Ring und andere und jeder kann sich für den Zweck engagieren, der ihm wirklich am Herzen liegt. Und dass wir das alle tun sollten, ist für mich etwas, was auf der Hand liegt.

Von jedem Geldbetrag den ich einnehme, gebe ich etwas an diese Organisationen. Es ist ein Weitergeben für mich und ein Herzensanliegen.

Jeder kann und sollte geben

Jeder von uns kann das machen. Jeder von uns kann etwas geben. Schon mit 25 € im Monat kann man einen kleinen Teil beitragen. Auch mit 10 € geht das schon.

Wir geben oft so unbedacht Geld für alles mögliche aus, wieso nicht einen Dauerauftrag einrichten für eine Organisation die etwas tut, was einem am Herzen liegt?

Werden uns diese paar € wirklich fehlen? Werden wir es überhaupt bemerken, wenn sie abgebucht werden?

Wer noch einen zusätzlichen Anreiz möchte, sollte im Kopf behalten, dass sich Spenden von der Steuer absetzen lassen.

Mach dich selbst glücklich und sei großzügig

Großzügig sein macht glücklich. Sei freigebig mit netten Worten, deiner Zeit und deinem Geld. Gib der Welt etwas zurück, unterstütze Organisationen die sich um etwas Wichtiges kümmern und mach die Welt zu einem besseren Ort.

Du bist Teil dieses großartigen Abenteuer Lebens. Wir, die wir einen Job haben, Geld verdienen und nicht am Hungertuch nagen, haben aus meiner Sicht die Verpflichtung Menschen Hoffnung zu geben, in dem wir unterstützen. Das darf gern jeder anders sehen, doch das ist meine innere Haltung und sie macht glücklich.

Was ist die beste Medizin um für Klarheit in deinem Inneren zu sorgen? Schaff Ordnung!

Was ist die beste Medizin um für Klarheit in deinem Inneren zu sorgen? Schaff Ordnung!Wenn dein Inneres ein Chaos ist, dann räum um dich herum auf. Das hat meine Mama schon immer zu mir gesagt. Und sie hat es – wenn es sein musste – wiederholt wie eine kaputte Schallplatte.

Mama hat einfach immer recht

Wenn ich dann mal über mein Murren hinweggekommen bin und angefangen hab, mein Zimmer aufzuräumen, dann hat sich tatsächlich in jedem Fall ein klares Gefühl in meinem Inneren eingestellt. Auch wenn ich das anfangs natürlich niemals zugegeben hätte, wie Teenager halt nun mal so sind (;

Bildquelle: pixabay

Diese Erfahrung und Lehre die ich daraus gewonnen habe, hat sich in meinem Leben fest etabliert. Wenn ich merke, dass ich innerlich vollkommen konfus bin, dann lass ich das mit dem Nachdenken und fange an, um mich herum Ordnung zu schaffen.

Denn interessanterweise ist es oft so, dass die äußere Unordnung meine innere Unklarheit fördert. Innen wie außen. Da ist einfach was dran.

Innen wie außen

Dinge zu ordnen im Außen scheint einen klärenden Effekt auf unser Inneres zu haben. So als ob das Geordnete im Außen, Dinge an den richtigen Platz bringen, Ordnung wieder herstellen, genau das gleiche im übertragenen Sinne in meinem Innenleben ermöglicht.

Auch dort wird gedanklich alles an den richtigen Ort geschoben, die Perspektive ändert sich und aus dem Durcheinander wird eine logische Strategie, die mich ins Handeln bringt.

Schau nach außen, wenn es innen Probleme gibt

Steckenbleiben bei einem wichtigen Projekt, sich verhaken in schwierige Aufgaben am PC, Grübeln über ein missglücktes Gespräch sind alles Situationen, in denen man das Gefühl hat, nichts scheint mehr zu funktionieren, es geht nicht voran und man tritt auf der Stelle.

Ein sehr unangenehmes Gefühl. Wieder mal. Sich dann die Frage zu stellen, was kann ich in meiner Umgebung in Ordnung bringen, ist der Anstoß, das Innere erst mal sich selbst zu überlassen. Das ins Handeln kommen und Dinge zu ordnen ist der Startschuss für einen inneren Reinigungsprozess, der am besten ohne uns auskommt.

Als ob endlich jemand die Tür zugemacht hat und mein Hirn in Ruhe alles durchdenken kann. Ohne dass ich ständig dazwischenfunke (;

Auch wenn ich nach dem Aufräumen vielleicht noch keine plötzliche Lösung im Kopf habe, ist es in jedem Fall ein Besserung im Gefühl.

Alles in Reih und Glied zu stellen, wo es vorher ein einziges Durcheinander war, Sachen abzuwaschen und wegzuräumen, an ihren Platz zu bringen, wo sie hingehören. All das scheint eine erleichternde Wirkung auf uns zu haben. Wir fühlen uns danach im wahrsten Sinne aufgeräumt.

Unsere Sprache zeigt uns soviele Verbindungen auf

Lustigerweise sagt man das ja auch Leuten nach, die einem fröhlich und gelassen begegnen. “Na du bist ja heute aufgeräumter Stimmung.”

Im Gegensatz zu einem miesepetrigen, grantigen, depressiv gestimmten, genervten Gegenüber. Der ist keineswegs aufgeräumt, sondern wirkt im Gegenteil wie eine voll gestopfte, düstere Garage mit Gerümpel von Jahren darin.

Wer aufgeräumter Stimmung ist, schleppt nichts mit sich herum. Er hat keine Altlasten, die er spürt und nichts zu grübeln.

Könnte aufräumen eine Medizin sein?

Es könnte fast eine Medizin sein, so heilsam kann das Ordnen und Aufräumen wirken. Und ganz ohne Nebenwirkungen! Außerdem gibt es diese Medizin ganz umsonst.

Zu innerer Klarheit zu gelangen, können wir besser in einer beruhigten Umgebung. Unsere Sprache ist jedes Mal wieder spannend, denn eine beruhigte Umgebung ist niemals eine chaotische. Wenn Durcheinander um uns herrscht, dann empfinden wir das als laut. Und eine geordnete Umgebung als ruhig.

Das macht sich direkt im Körper bemerkbar, wie wir schon festgestellt haben. Wir sind ruhiger in einer geordneten Umgebung. Und wohlgemerkt, wie sprechen hier nicht von wie geleckt aussehenden Wohnungen. Nein, eine geordnete Umgebung kann auch heimelig wirken. Es ist die Gesamtwirkung, die ausschlaggebend ist.

Was Ordnung ist wird weltweit gleich empfunden

Ordnung speist sich weltweit aus den gleichen Gegebenheiten. Es ist fast wie ein universelles Gesetz, wann wir Menschen etwas ordentlich empfinden. Wenn Bücher kreuz und quer liegen, dann mag das für den einen Kunst sein, doch für die meisten Menschen ist das Unordnung. Dagegen wirkt ein eingeräumtes Bücherregal mit allen Büchern in einer Richtung sehr viel ruhiger.

Dazu kommt, dass in einer beruhigten Umgebung – da geordneten Umgebung – manche Dinge erst auffallen, weil sie im Durcheinander untergegangen sind

Eine der Grundsätze von Ordnung ist daher: Gleiche Richtung

Wenn Dinge in der gleichen Richtung angeordnet werden, dann empfinden wir das als geordnet und wohltuend.

Ein weiterer Grundsatz von Ordnung lautet: Gleiches zu gleichem

Sobald ein Regal nur noch Bücher enthält und nicht mehr andere Dinge, ist es für uns nicht mehr chaotisch, sondern thematisch abgegrenzt. Wir clustern gern und sind dafür empfänglich, gleiche Dinge zu gruppieren.

Bleiben wir noch einen Moment beim Bücherregal. Wer jetzt Lust hat, das mit seinem Regal daheim auszuprobieren, kann noch einen Schritt weitergehen und die Bücher nach ähnlichen Farben der Buchrücken sortieren. Angeordnet wie bei einem Regenbogen.

So kann ein Bücherregal nicht nur zu einem Kunstwerk werden, sondern auch zu etwas, dass wir mit Freude ansehen. Oder besser gesagt, das uns Freude macht, wenn wir es ansehen.

Ordnung ist eine jederzeit verfügbare Medizin

Ordnung ist etwas Natürliches. Etwas das uns wohltut und von dem wir profitieren. Profitieren in vielerlei Hinsicht.

Unser Körper reagiert positiv auf Ordnung und gleiches gilt für unseren Geist.

Wenn wir über etwas nachdenken wollen, dann suchen wir uns instinktiv ein ruhiges Plätzchen. Und dieses Plätzchen wird umso besser auf uns wirken, je weniger überfordernd es durch Chaos ist.

Was ist Klarheit?

Klarheit bedeutet im Begriff, dass ich klar sehe. Klar sehen kann ich dann, wenn ich keine Hindernisse vor mir habe, keine Dunkelheit und keinen Nebel. Wenn ich weit blicken kann, alles übersehen, mir ein Bild machen kann.

Wer es daher nicht schafft Klarheit in seinem Inneren zu gewinnen, sollte sich unbedingt einen Bereich um sich herum suchen, in dem er Klarheit durch Ordnung schaffen kann.

Dieser physische Vorgang ermöglicht uns die Lösung vom Anhaften an einem Problem und liefert Distanz. Aus dieser Distanz heraus ist soviel mehr Klarheit möglich.

Ändere außen die Ordnung und du schaffst dir innen eine neue Perspektive

Wenn wir Dinge von einem Ort an einen anderen bringen und damit eine neue Ordnung schaffen, kann das interessante Nebeneffekte haben. Es bietet eine neue Perspektive, Dinge neu zu ordnen.

Diese neue Perspektive kann dazu beitragen, dass auch im Inneren ein neuer Gedankengang gewählt wird, eine neue Idee auftaucht, eine festgefahrene Situation plötzlich einen neuen Blickwinkel bekommt.

Diese neue Blickwinkel helfen uns so sehr weiter. Sind das Gegenteil von stecken bleiben. Da wir so an unseren Meinungen hängen, ist ein neuer Blickwinkel eine erfrischende Brise und kann uns aus unserer Denksuppe pusten.

Wir bekommen weitaus mehr Probleme gelöst, wenn wir nicht immer an unseren althergebrachten Denkweisen kleben. Neue Gedanken bringen neue Lösungen.

Lieber doch so wie immer?

Allerdings sind wir oft nicht interessiert, Dinge anders anzugehen. Das bisherige und gewohnte hat sich bewährt, wieso also sollte man daran etwas ändern?

Das mag sein, doch wachsen tut man dadurch nicht. Wer immer das dasselbe tut, wird auch das gleiche Ergebnis erhalten.

Daher ist es eine charmante Art sich selbst auf neue Gedanken zu bringen, eine neue Ordnung um einen herum zu schaffen.

Wer schon mal Möbel umgestellt hat, um sich danach in einem neuen Raumgefühl zu befinden, weiß wovon ich rede. Eine neue Ordnung schaffen. Das hat etwas archaisches und zugleich unglaublich befriedigendes.

Es liegt in deiner Hand

Das Schöne dabei ist, dass man das selbst schaffen kann. Man kann sich selbst eine neue Ordnung schaffen. Mit all dem damit verbundenen Wohlgefühl, das eine neue Ordnung so mit sich bringt.

Überhaupt ist es interessant, wie zufrieden es machen kann, Ordnung zu schaffen. Ob jetzt eine alte wiederherzustellen oder auch eine neue zu schaffen.

Es bringt etwas in uns in Frieden. Wir sind dann viel mehr mit uns im Reinen. Da war sie wieder die Klarheit.

All das Durcheinander im Inneren darf sein und wir machen trotzdem etwas. Wir lassen uns nicht lähmen und bremsen, wir gehen voran und schaffen Ordnung. Ob in kleinen Schritten oder großen Sprüngen. Etwas zu ordnen bedeutet sich zu ordnen.

Nochmal: Etwas zu ordnen bedeutet sich zu ordnen

Die Klarheit, die durch das Ordnen meiner Umgebung entsteht, kann ich durch kaum etwas anderes herstellen. Es ist ein fast mystischer Vorgang, der durch mein Handeln ausgelöst wird.

Ich kann mich nicht in diese Klarheit hineindenken. Sie entsteht erst durch mein Tun. In dem ich mich auf meine Hände konzentriere und meinen Geist in den Hintergrund entlasse, kann die Magie zu wirken beginnen.

Doch ohne meiner Hände Werk gelingt das nicht. Sie sind der Schlüssel. Dabei muss ich auch noch gar nicht so genau wissen, wie die endgültige Ordnung aussieht. Es reicht mit einem kleinen Bereich zu beginnen und diesen zu bereinigen. Mit einem Regalbrett, mit einer Ablage, mit einem Möbelstück.

Im Beginnen und Weitermachen liegt das Geheimnis. Ordnung zeigt sich oft erst, wenn man angefangen hat. Und doch ist es leicht sie zu schaffen, da jeder weiß wie es aussehen sollte, wenn es ordentlich ist.

Wir fühlen die Richtigkeit der Ordnung wenn wir sie sehen. Und wenn das bei allen Menschen ähnlich funktioniert, dann muss wohl etwas dran sein an dieser Ordnung.

Begreife Ordnung als Medizin

Wenn das weltweit als etwas beruhigendes, befriedigendes und wohltuendes empfunden wird, dann sollten wir Ordnung als Medizin begreifen. Eine Medizin die wir uns selbst verordnen, selbst einnehmen und so oft einnehmen können, wie uns danach ist.

Wir können damit unsere Umgebung bereinigen und zugleich unser Inneres klären. Wenn du es selbst noch nicht erfahren hast, dann solltest du so eine “Kur” ausprobieren. Diese kann jeder für sich durchführen oder sich wie bei einer Reha begleiten lassen.

Mit gemeinsamer Übung gelingt vieles leichter. Dafür brauchst du kein Rezept, sondern die Fastenchallenge ist sozusagen frei verkäuflich.

Du bekommst Unterstützung beim Ordnen, einen klaren Handlungsplan und kannst sofort loslegen. Du weißt zu jederzeit, in welchem Bereich jetzt gerade die Medizin einzunehmen ist und kannst dich so nach und nach durch deine ganzes Zuhaue arbeiten.

In nur 6 Wochen kannst du soviel Ordnung um dich herum schaffen, wie du in den letzten Jahren nicht hin bekommen hast. (Die Fasten-Challenge findet jedes Jahr in der Fastenzeit statt, doch du kannst dir gern Tipps über den Newsletter holen bis zum nächsten Aschermittwoch.)

Merke:
Es gibt immer eine Kleinigkeit die sich ordnen lässt, auch wenn der Tag chaotisch laufen mag. Dieses Etwas kann dir den Tag retten. Denn Ordnung ist etwas, das du immer schaffen kannst. Du kannst jeden Tag diese Medizin nutzen um deine Umgebung zu beruhigen und auch deinen Geist zu beruhigen.

Nutz diese Medizin und schaffe Klarheit in deinem Inneren!.


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