Du bist das Kind von Überlebenden.

Heute wollen wir uns mal etwas in Relation anschauen, das den wenigsten in ihrem Leben bewusst ist. Wir verbringen soviel Zeit unseres Tages mit Jammern und Schimpfen über alles mögliche. Ärgern uns, wenn dieses und jenes nicht klappt und werden ungeduldig, wenn alles wieder nicht schnell genug für unseren Geschmack geht.

Wir rasen durch unser Leben und wundern uns wenn schon wieder ein Monat oder ein Jahr vorbei ist. Haben keine Zeit füreinander und strampeln uns im Hamsterrad ab.

Doch ich will dir heute mal einen Gedanken mitgeben, der dich hoffentlich aufrütteln wird:

Du bist das Kind von Überlebenden.

Du bist das Produkt einer ununterbrochenen Menschenkette.

Du bist das letzte Glied einer Kette von Menschen die bis zum ersten Menschen zurückreicht.

Nur weil alle deine Vorfahren, ohne Ausnahme, überlebt haben, gibt es dich heute. Dich gibt es, weil deine Eltern den zweiten Weltkrieg überlebt haben, dich gibt es, weil deine Großeltern den ersten Weltkrieg überlebt haben.

Photo by David Gavi on Unsplash

Dich gibt es, weil Generationen vor dir, alle deine Ahnen Überlebende waren. Eine ununterbrochene Kette von Menschen bis zu dir.

Hast du eine Ahnung was das bedeutet? Was das für eine Dimension ist? Unser Leben heute, dass es uns gibt, ist das Produkt von unendlichen, tausenden, in die Millionen gehenden Anzahl von Menschen, die vor uns kamen.

Du lebst nur, weil all diese Menschen überlebt haben. Lass diesen Gedanken tief in dich einsinken. Du bist das Kind einer ununterbrochenen Menschenkette deiner Vorfahren.

Du hast nichts dazu beigetragen. Es ist ein unfassbarer Glücksfall, den du erlebst. Dass du am Leben bist, hast du all den Ahnen zu verdanken, die überlebt haben.

Die Krankheitswellen wie die Pest und die spanische Grippe überlebt haben. Die unendlich lange Kriege und Massaker überlebt haben, die Naturkatastrophen wie Stürme und Fluten überlebt haben.

In dir vereint sich die Überlebensfähigkeit aller der die vor dir kamen. Dein Leben ist dir gegeben worden von Generationen von Menschen vor dir, bis es in dir angekommen ist.

Es brauchte unendlich viele Menschen, dass du auf die Welt kommen konntest

Wenn du dir schon mal einen Stammbaum gezeichnet hast, dann weißt du wie breit die Äste werden, wenn man nur wenige Generationen zurückgeht. Wie viele Menschen es gebraucht hat, bis du zur Welt gekommen bist.

Nimm dir diesen Gedanken nochmals richtig zu Herzen:

Du bist das Kind von Überlebenden.

Menschen die es geschafft haben ihr Leben zu bewahren und Leben weiterzugeben.

Wenn du dich und dein Leben in diesen Zusammenhang stellst, dann kommt die Demut ins Spiel. Dass wir so ein verdammtes Glück haben, an dieser Stelle zu stehen. Dass wir all diese Kraft der Überlebenden in uns tragen. Wir tragen diese Kraft weiter.

Was kann das für dich und dein Leben bedeuten? Nun, es kann bedeuten, dass du weißt, dass du Überlebensgene in dir trägst. Dass alles was gerade an Ereignissen in deinem Leben passiert, niemals so wichtig sein kann. Denn im Lichte dieser ununterbrochenen Ketten von Menschen betrachtet, spielt kaum etwas eine große Rolle.

Es kann dir Gelassenheit schenken. Denn wenn du dir mal aufzeichnest bis in die 5. oder 6. Generation vor dir, wie viele Menschen da hinter dir stehen, kann einen das überwältigen.

Auch wenn wir nach 3 Generationen vergessen sein werden, hat es diese Menschen alle gegeben. Sie haben gelebt, sie haben (hoffentlich) geliebt und sie haben Leben weitergegeben. Leben das bis zu dir geflossen ist.

Das macht dein Leben so unendlich wertvoll. Nicht nur, dass du es geschenkt bekommen hast, sondern auch dieses Wissen, was du alles in dir trägst von allen die vor dir kamen.

Du lebst, weil andere überlebt haben

Darin lässt sich ein Grund zum Leben finden. Denn all diese Menschen haben ihr Bestes geben und haben es geschafft bis das Leben zu dir kam. Lebe für sie, wenn du gerade wenig Gründe zum Leben für dich findest.

Ehre dieses Geschenk, dass dir die Generationen vor dir gemacht haben. Dieses unendlich kostbare und fragile Leben.

In unserer westlichen Welt nehmen psychische Erkrankungen von Jahr zu Jahr zu. Wir versinken immer mehr in Problemen, die wir in unserer Seele schaffen.

Interessanterweise ist das in asiatischen Ländern nicht in diesem Maße der Fall. Ein Grund der dafür immer wieder herangezogen wird, ist die größere Eingebundenheit in gemeinschaftliches Denken. Das Ehren der Vorfahren.

Bei uns ist es manchmal – so kommt es mir zumindest vor – schon Mode, die eigenen Eltern für alles Mögliche verantwortlich zu machen oder ihnen zumindest eine Teilschuld zuzuschieben, wenn alles nicht so rund läuft, wie man sich das wünschen würde.

Die immer mehr zunehmende Vereinzelung der Menschen, das in Konkurrenz gehen mit anderen, führt dazu, dass Gemeinschaften und gemeinschaftliches Denken immer mehr auf dem Rückzug sind.

Doch denk mal darüber nach: Warum glaubst du wohl, haben deine Vorfahren überlebt? Vielleicht, weil sie sich allein durchgeschlagen haben, aber sehr viel wahrscheinlicher ist es, dass sie es zusammen mit anderen geschafft haben.

Geschafft haben mit anderen zu überleben. Sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen.

Der Mensch braucht andere Menschen

Wir vergessen immer mehr, dass wir Menschen Gemeinschaft brauchen, um überleben zu können. Wir werden nicht als Einzelkämpfer durchkommen, da sinken die Chancen ganz rapide. Gemeinschaft und Verbindungen ist das, was uns gesund erhält und damit unser Überleben sehr viel wahrscheinlicher und dazu noch glücklicher machen wird.

Damit meine ich jetzt nicht, dass man täglich und stündlich mit anderen zusammenhängen muss. Das wäre für meine introvertierte Seele nicht auszuhalten. Doch es meint, dass man sich nicht ausschließt, dass man in Kontakt bleibt, so wie es einem möglich ist.

Und es meint auch, dass man das Leben das man geschenkt bekommen hat, genau als das sieht was es ist: ein Geschenk

Es ist uns gegeben worden und die Menschen die es dazu gebraucht hat, sollten wir in Ehren halten. Auch wenn es einiges gibt, was man schwer verzeihen kann. Doch das Geschenk des Lebens ist immer etwas, für das man dankbar sein kann.

Dein Leben ist deine Verantwortung

Groll auf die eigenen Eltern zu haben und zu pflegen oder ihnen die Schuld an einem nicht gelingenden Leben zu geben, ist zu kurz gedacht.

Damit machen wir es uns zu einfach. Dieser Gedanken mag jetzt nicht allen Menschen schmecken, doch damit muss ich leben.

  • Es ist unsere Verantwortung, dass wir unser Leben zu einem gelingenden Leben machen.
  • Es ist unsere Verantwortung uns um unsere Angelegenheiten zu kümmern.
  • Es ist unsere Verantwortung unsere Gedanken auf das auszurichten, was einen positiven Effekt haben wird und nicht in negativen Schleifen hängen zu bleiben.

Gedanken sind sehr häufig Gewohnheiten. Und natürlich ist es immer einfacher Gewohnheiten einfach fortzuführen. Sie machen es uns einfach, weil sie automatisiert sind. Daher läuft das Programm auch so easy durch.

Gedanken zu verändern, erfordert Aufwand. Aufwand über längere Zeit. Das ist nicht einfach und kostet Energie. Da ist es oft einfacher, in der bisherigen Gedankensuppe hängen zubleiben.

Mit all diesen Worten im Kopf wollen wir zu unserem Ausgangsgedanken zurückkehren:

Du bist das Kind einer ununterbrochenen Kette von Menschen die überlebt haben.

Wenn du diesen Gedanken in dein tägliches leben mit hinein nimmst, kannst du alles in eine andere Relation setzen.

Was ist es, was wirklich zählt um diese Kette zu ehren?

Für mich bedeutet das mein Leben zu führen im Wissen, dass es ein Geschenk ist, dass es mir gegeben wurde mit einem Auftrag. Und dieser Auftrag bedeutet für mich, ein Leben zu führen, in dem ich so nützlich wie möglich bin.

Das mag sich jetzt komisch anhören. Doch Alfred Adler hatte eine einfache Definition, wann jemand ein erwachsener und reifer Mensch ist: Wenn er von Nutzen war und keine Bürde.

Unreife Menschen, die in der Infantilität stecken bleiben sind oft durch Jammerei ein Bürde. Sie sind eine Bürde, weil sie erwarten, dass andere sich um sie kümmern.

Ein reifer Mensch ist von Nutzen und keine Bürde

Doch der wahrhaft reife Mensch kümmerst sich selbst um seine Angelegenheiten. Er sieht was schief läuft und steuert gegen, ohne groß jemandem die Schuld darüber zu geben oder lang zu lamentieren.

Er trägt seinen Teil dazu bei, dass die Gemeinschaft funktioniert. Er schaut, dass er das, was er beruflich macht, so gut wie möglich macht. Zum Nutzen aller und zum Nutzen für sich. Es ist ein reifes Verhalten, wenn wir darauf achten, in unserem Leben von Nutzen zu sein und kein Bürde.

Zum Überleben gehört oft Glück, das ist wahr. Doch es gehört auch dazu, dass man seine Chancen sieht und wahrnimmt, dass man gewitzt ist und aus der jetzigen Situation das Beste macht. Dass man sich gegenseitig unterstützt und so die Chancen erhöht, überleben zu können.

Wir leben zum Glück hier in einer Zeit, in der wir seit vielen Jahren keine Kriege mehr erleben mussten. Das ist nicht in allen Ländern der Erde der Fall. Wir müssen nicht um unser Überleben kämpfen. Wir leben komfortabel in unserem Leben und brauchen keinen Hunger leiden.

All diese Errungenschaften hatten die meisten Menschen die vor uns kamen nicht. Wir sind in einem der reichsten Zeitalter der ganzen Menschheit angekommen. Doch wir sehen das oft nicht mehr und nehmen es als selbstverständlich an. Doch das ist es nicht.

Es ist nicht selbstverständlich, dass vor jedem Haus ein oder zwei Autos parken. Dass wir nur noch 40 Stunden in der Woche arbeiten und das Wochenende frei haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir krankenversichert sind und jederzeit zum Arzt gehen können, wenn uns etwas weh tun.

All das und noch viel mehr, ist vor 100 Jahren noch keine Selbstverständlichkeit gewesen. Alles was unsere Digitalisierung in den letzten 20-30 Jahren an positiven Veränderungen hervorgebracht hat ist enorm.

Doch all das vergessen wir. Wir vergessen auch, dass wir Menschen andere Menschen brauchen. Unser ganzer Komfort und die Sicherheit scheint uns dahin zu verleiten, dass wir immer höher, schneller und weiter kommen können und das am besten auf Kosten anderer.

All das wird nur selbstverständlich, wenn wir ausschließlich in unsere jetzige Zeit schauen. Wenn wir nur unsere Generation und vielleicht noch die vorherige betrachten.

Was wir dabei übersehen ist der Gedanke, um den sich dieser ganze Artikel dreht: Wir sind das Kind einer ununterbrochenen Kette von Menschen die überlebt haben.

Wer nur seine eigene kurze Zeitspanne betrachtet, übersieht den wichtigsten Teil. Denn nicht die größten Egoisten überleben, sondern das Gesetz der Evolution lautet: Die sich am besten anpassen überleben. Die Zusammenhänge durchschauen und wahrnehmen was im Großen passiert. Die sich zusammentun und miteinander vorwärtskommen.

Ehre dein Leben im Wissen, dass du das Kind von Überlebenden bist

All das mag sich in Zeiten des Friedens komisch anhören vom Überleben zu sprechen. Doch was wir oft in unserem Leben machen, ist eher ein Verheizen unserer Lebenszeit als wirklich etwas daraus zu machen. Mit daraus machen ist nicht Erfolg in materieller Hinsicht gemeint, obwohl das natürlich dazu gehören kann, sondern es ist damit gemeint, dass wir am Ende unserer Lebens nicht das Gefühl haben, es gibt soviel zu bedauern.

Ein zufriedenes Leben in dem wir von Nutzen sind und keine Bürde, wird uns glücklich machen. Und wenn wir Kinder haben, dann setzen diese diese ununterbrochene Kette an Überlebenden fort.

Wenn wir keine Kinder haben, dann sind wir das Ende dieser Kette und können trotzdem dazu beitragen, dass das Leben anderer gut vorwärts gehen darf.

Das ist es was für mich ein wichtiger Fokus ist. Ich habe keine eigenen Kinder und wer weiß, ob 10-20 Jahre nach meinem Tod sich noch jemand an mich erinnern wird. Doch das spielt keine große Rolle für mich.

Mein Augenmerk liegt darauf, dass ich Menschen die vor mir waren und die das Leben bewahrt und an mich weiter gegeben haben, in meinem Handeln geehrt werden.

Ich lebe in dem Wissen um diese Menschen und gebe mein Bestes, um aus diesem meinem Leben das Beste zu machen.

Von Nutzen für andere zu sein und keine Last. Denn das ist das, womit ich dieses Geschenk, das mir all meine Vorfahren gemacht haben, am besten ehren kann.

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