Nach drei Generationen sind wir vergessen - was trotzdem von dir bleibt.

Diese Erkenntnis hat mich heute sehr nachdenklich gemacht:

Nach drei Generationen sind wir vergessen. Niemand wird dann mehr etwas über unser Leben wissen. Wer wir waren, wie wir waren, was für ein Leben wir geführt haben.

Vielleicht existieren noch obskure Photos von denen eigentlich niemand so genau weiß, wer da drauf ist. Auch wir, die wir in Zeiten von Social Media leben, werden vergessen sein. Sollte ein Facebook Stream in 100 Jahren noch existieren, ist es das was man noch finden kann über uns.

Was wird der für ein Bild zeichnen? Sind wir das, was wir gelikt und gepostet haben? Wohl eher nicht. Wie wir waren, was für Träume wir hatten, was wir für Menschen waren, wird niemand mehr wissen. Wir werden vergessen sein.

Wenn wir uns in Relation setzen, sind wir so ein unbedeutender Bruchteil dieser Menschheitsgeschichte. Nichts wird bleiben, außer wir sind Erfinder, Wissenschaftler oder eine andere Persönlichkeit die etwas geschaffen hat, was überdauert. Und auch von diesen Menschen wissen wir kaum etwas darüber wie sie zu Lebzeiten waren.

Das wissen nur die Menschen die in der gleichen Zeit leben. Genauso wie bei uns die Menschen in unserer Nähe unser Leben bezeugen können.

Das ist alles nicht so schlimm wie es sich anhört, denn darin liegt auch eine große Freiheit, gepaart mit Demut.

Bildquelle: pixabay | klimkin

Was ist wichtig?

Meine Mama hat seit Jahren einen Spruch auf dem Regal in der Küche stehen: Nimm dich nicht so wichtig.

Früher als Teenager hat mich dieser Spruch grantig gemacht. Wieso sollte ich nicht wichtig sein? Doch wenn man sich darauf einlässt, stellt man fest, dass es hilft.

Es hilft sich zu entspannen und die Dinge aus einem größeren Blickwinkel zu sehen.

Es hilft los zulassen und sich nicht in Kleinigkeiten zu verbeißen.

Es hilft sich von seinem Ego zu lösen und damit weitaus glücklicher zu sein.

Im großen Bild der Natur und der Evolution betrachtet ist der Einzelne nicht wichtig. Wir haben nicht die Bedeutung, die wir uns so gern geben würden.

Im Gegenteil, das sich wichtig nehmen führt zu einem Denken, bei dem ich mich über andere erheben will. Wichtig zu sein bedeutet mehr wert zu sein. Was dazu führen kann andere übertrumpfen zu wollen, besser sein zu wollen bis hin zu hassen und unterwerfen wollen.

Gibt es nichts, das bleibt?

Doch es ist es wirklich so, dass alles von uns vergessen sein wird? Gibt es nicht doch etwas das überdauern kann?

Vielleicht. Doch das hat nicht unbedingt etwas mit Dingen zu tun, die wir hinterlassen. Sondern damit wie wir unser Leben gelebt haben. Denn das ist es was die Menschen in unserer Umgebung prägt und beeinflusst.

Was wir unseren Kindern vorleben, wie wir uns verhalten, welche Gedanken wir mit anderen teilen. Wie wir mit anderen umgehen trägt dazu bei, wie es in unserer Umgebung weitergehen wird.

Wir alle sind ein Produkt aus Genen und Umgebung.

Egoistisch und eigennützig zu sein, mag für das eigene Leben Vorteile bieten, doch es wirkt sich fast immer negativ auf unsere Umgebung aus.

Menschen sind von der Evolution so gemacht, dass sie lernen wollen. Und lernen funktioniert oft durch kopieren. Wir erleben andere und probieren es selbst.

Wenn wir jetzt einige Jahrhunderte nach vorn denken:

Wird unsere Erde da noch ein Ort zum Leben sein?

Werden die Kindeskinder unserer Kindeskinder diesen blauen Planeten noch als lebenswert erleben?

Werden mehr oder weniger Kriege und Gewalttaten die Menschen heimsuchen?

Lebe das, was du hinterlassen möchtest

Wenn wir es schaffen, uns von unserer eigenen Wichtigkeit für einen Moment zu lösen und zu erkennen, dass wir Teil des großen Gefüges sind, das sich Leben nennt, dann ist klar, welches Verhalten es braucht, damit die Menschheit sich nicht selbst ausrottet.

Unser Verhalten gegenüber anderen und uns selbst ist es, das bleiben wird. Auch wenn wir längst vergessen sind, werden wir dazu beigetragen haben, wie sich die Menschen die nach uns kommen verhalten.

Das ist unser wichtigstes Erbe wenn man so will.

Es überdauert darin, dass es die Menschen beeinflusst hat, die uns erlebt haben. Die es unbewusst in ihr Repertoire übernommen haben und damit fortfahren.

Wir wissen alle, dass das Milieu und die Menschen darin prägend sind. Sich dessen bewusst zu werden und das eigene Verhalten darauf zu überprüfen ob es das ist, was man zukünftigen Generationen weitergeben will, kann ein großer Lehrmeister für das eigene Leben werden.

Auch wenn wir selbst in drei Generationen vergessen sein werden, können wir dazu beitragen jetzt ein Leben zu führen, das uns und anderen gut tut.

Wir können als Menschen im Hier und Jetzt leben, die sich nicht als Nabel der Welt sehen sondern als Teil des großen Ganzen.

Wir alle wissen, wie wir ein gutes Leben führen können, das sich positiv auswirkt.

Und wer immer noch nicht davon überzeugt ist: Wer mit sich im Reinen ist, wer niemanden übertrumpfen muss, wer sich seiner eigenen Vergänglichkeit und Unbedeutsamkeit bewusst ist, wird spüren, dass “gut” sein ihn selbst am glücklichsten macht.

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