7 Gründe die zu schlechter Laune führen können und wie sich mit einem simplen Check gegensteuern lässt!

Die Sache mit der Stimmung

Teddyumarmung macht gute LauneWieso man grad nicht so gut drauf ist, kann viele Gründe haben. Tausend Stunden Sonnenschein würde auch kein Mensch am Stück aushalten, von daher ist das auch völlig in Ordnung, wenn die Laune mal nicht so blitzblankfröhlich ist. Das Leben passiert in Wellen.

Mir geht es heute um den Zustand, der uns einfach nicht gut tut und den wir scheinbar nicht beenden können. Wir mosern vor uns hin, granteln in Gedanken mit der ganzen Welt und jeder der das Pech hat, in diesem Moment gerade in unserer Nähe zu sein kriegt auch sein Fett ab.

Bildquelle: Jens Bredehorn / pixelio.de

Was manchmal zu vollkommen sinnfreien und auf bayrisch gesagt „saublöden“ Streitereien führen kann. Die komplett unnütz sind und uns nun gar nicht gut tun.

Und er rollt und rollt und rollt….

Oder wenn wir allein mit uns sind und eigentlich dieses oder jenes erledigen müssten, Dinge abzuarbeiten hätten und uns nichts davon zu gelingen scheint. Alles scheint sich gegen uns verschworen zu haben und unsere Gedanken werden immer düsterer.

Was oft zu endlosen inneren Monologen führt in denen wir eine Bilanz über uns selbst ziehen, die ein vernichtendes Urteil fällt.

Und auch wenn uns das auch an irgendeinem inneren Fleckchen von uns selbst klar, ist, was für Gedankenmüll wir da gerade produzieren, fällt es uns sehr schwer damit aufzuhören. Gerade so, als wenn ein 5-Tonner mal ins Rollen kommt und nur schwer wieder zu stoppen ist.

Wer denkt da eigentlich? Mein Hirn oder mein Körper?

Wir sind oft in der Gefahr, jedem Gedanken von uns Glauben zu schenken. Wenn wir also in einer nicht so guten Stimmung sind und unsere Gedanken das dazu passende Hintergrundrauschen liefern, denken wir nicht darüber nach, ob das jetzt tatsächlich alles wirklich wahr ist, was da in unserem Kopfkino abläuft. Wir nehmen es einfach als gegeben hin.

Und doch trifft es viel öfter zu als wir annehmen, dass da nicht unserem Kopf etwas fehlt sondern unserem Körper!

Ja genau. Unser Körper ist oft für unsere miesen Gedanken verantwortlich. Und nichts davon, was in solchen Momenten durch unser Hirn geistert muss auch nur im Ansatz richtig sein. Klingt seltsam, ist aber so.

Check it out!

Und hier kommt nun ein Check ins Spiel der sich mit dem kurzen Satz

„Hab dich mal wieder krass lieb!“

gut merken lässt.

Aus den Anfangsbuchstaben ergibt sich das Akronym „hdmwklb“ das wir uns gleich näher ansehen.

Das Ziel ist es, in kürzester Zeit abzuchecken, ob wir vielleicht gerade mal wieder unserem Körperdenken auf den Leim gegangen sind und sich unsere Gedanken deswegen verselbständigt haben, mit der Tendenz ins Drama.

Denn wenn ja, dann lässt sich da tatsächlich schnell eine Änderung herbeiführen und vor allem lässt auch das schlechte Gefühl nach.

Also, dann kann’s ja losgehen mit „hab dich mal wieder krass lieb!“ – h d m w k l b

h = Hunger

Da man ja eher Frauen nachsagt, dass sie schlechte Laune kriegen, wenn sie Hunger haben, können das die weiblichen Leserinnen möglicherweise aus eigener Erfahrung bestätigen und die Herren der Schöpfung vielleicht deswegen, weil sie die Auswirkungen manchmal abkriegen 😉

Und es ist tatsächlich oft ein Auslöser, wenn man Hunger hat, dass die Stimmung in den Keller geht. Wie das nun genau mit dem Blutzucker und anderen Gegebenheiten im Körper zusammenhängt, lassen wir mal im Detail beiseite und schauen uns einfach die Auswirkungen an.

Wir arbeiten vor uns hin und nehmen uns vielleicht schon wenig bis keine Zeit zum Frühstücken, Mittagessen geht so nebenbei und auch oft erst viel zu spät. Wenn eben schon der Magen stundenlang vor sich hin knurrt und gefüttert werden will.

Eigentlich kein Wunder, dass da der Körper streikt und dann zu diesem Mittel der schlechten Laune greift.

Damit haben wir den ersten Check beim nächsten Stimmungstief:

Hab ich grad Hunger?

Wenn ja, dann essen Sie um Himmelswillen etwas! Und nicht erst in einer halben Stunde, weil sie jetzt etwas fertig machen müssen. Sie haben jetzt Hunger, also ran an eine Banane, Apfel, belegtes Brötchen oder was größeres.

Sie werden selbst erleben, dass zufriedener sind, wenn Sie Ihren Hunger gestillt haben.

d = Durst

In unserer Sprache haben wir viele Gegensatzwörter. Hungrig und satt. Kalt und warm usw. Es faszininiert mich immer wieder, dass es kein Gegenteilwort von Durst gibt. Wie sind wir, wenn wir genügend getrunken haben? Gibt es dafür eigentlich ein Wort in anderen Sprachen?

Interessante Fragen, doch es soll uns jetzt darum gehen, ob wir denn durstig sind. Wir bemerken unseren Durst oft nicht und trinken dadurch zu wenig. Unser Körper braucht aber genügend Wasser, damit es ihm gut geht.

Manche Menschen können auf die Frage, ob sie denn durstig sind, gar keine rechte Antwort geben. Da hilft dann die Zusatzfrage, wann denn das letzte Mal etwas getrunken wurde und wieviel es den ganzen Tag bis jetzt war. Wenn das schon länger als eine Stunde her ist, dann sollte der Griff recht schnell zum Wasserglas gehen.

Mit der Maßgabe mindestens 2 Liter am Tag zu trinken, konnte ich mich nie recht anfreunden. Auf alle Menschen bezogen finde ich das nicht besonders sinnvoll.

Mir hat die Empfehlung weitergeholfen das eigene Körpergewicht malzunehmen mit dem Faktor 0,03. So lässt sich bezogen auf den eigenen Körper eine passende Mindestmenge errechnen. Doch hier gilt natürlich, dass das jeder für sich ausprobieren muss und es eben nur eine Empfehlung sein kann.

Kommen wir zu unserer nächsten Checkfrage:

Hab ich grad Durst?

Falls ja, dann trinken Sie gleich was. Und achten Sie bewusst darauf, dass Sie stets etwas zum Trinken an Ihrem Arbeitsplatz haben. Vorzugsweise in der Tat Wasser und das auch noch am besten ohne Kohlensäure.

m = müde

Wissen Sie eigentlich, wie müde Sie wirklich sind? Wenn Sie regelmäßiger Kaffeetrinker sind, dann trau ich mich jetzt mal zu sagen, dass Sie es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht wissen.

Unser Körper braucht den Tag über genügend Pausen um überhaupt leistungsfähig, kreativ und konzentriert zu sein. Die Mittagspause ist eine Zäsur in unserem Tag, die die Hälfte der Zeit markiert, die uns für unsere Arbeit zur Verfügung steht.

Nach dem Essen werden wir naturgemäß müder, weil der Körper mit verdauen und verarbeiten beschäftigt ist. Was machen wir nun? Häufig wird nach dem Essen ein Kaffee getrunken um sich aus diesem Müdigkeitstief zu erretten.

Das mag auch scheinbar helfen, doch Sie tun sich damit nichts Gutes. Wir brauchen diese Leistungspausen um uns zu erholen. Auch tagsüber. Ich weiß, dass nunmal kein Bett im Büro steht und das nicht so gut kommt, am Schreibtisch einzuschlafen.

Doch es ist möglich, sich kleine Auszeiten zu nehmen und nach dem Mittag nicht gleich wieder mit Vollgas weiterzumachen. Da zudem leistungsschwächere Zeiten auch Phasen sind, in denen wir um einiges mehr an Fehlern produzieren, lohnt es sich, in diesem Zeitfenster Aufgaben einzuplanen, die nicht ganz so anspruchsvoll sind.

Das sind Binsenweisheiten und doch liegt es immer an der Frage, ob diese denn auch im Leben angewendet werden.

Damit, Hand auf’s Herz:

Bin ich gerade müde?

Wenn ja, machen Sie eine Pause. Gönnen Sie sich zumindestens 10 Minuten Auszeit. Nehmen Sie ein wenig Rücksicht auf Ihre Kräfte. Ihr Körper und Ihre Konzentrationsfähigkeit werden es Ihnen danken.

Es gibt nichts produktiveres wie eine Pause, wenn Sie ausgelaugt und müde sind. Probieren Sie es aus. Das Durcharbeiten und Durchzwingen bringt nix und ist der beste Weg in den Dauerstress, der krank macht.

w = weh

Sie kennen das bestimmt alle, dass Ihre Laune nicht unbedingt die beste ist, wenn Sie Kopfweh haben. Schmerzen jeglicher Art sind Stimmungskiller par excellence. Und auch Konzentrationskiller. Denn der gefühlte Schmerz zieht uns viel von unserer Gedankenkraft ab.

Das gilt auch für nicht ganz so prominent spürbares Unwohlsein. Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich sind der Klassiker für viele von uns Schreibtischtätern. Wir hocken unbemerkt stundenlang in der gleichen Haltung an unserem PC. Strecken und recken uns viel zu wenig.

Tja, und in der schlechten Gewohnheit wohnt die schlechte Haltung, die irgendwann in einen mehr oder weniger leisen Schmerz münden kann.

Und so fragen wir in unserem Check:

Tut mir grad was weh?

Dafür machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihres Körpers. Denken Sie sich mal von oben nach unten. Fangen Sie beim Kopf an, über den Nacken-Schulter-Arme-Bereich über den Brustkorb, Bauch, Becken, unteren Rücken, Oberschenkel, Knie, Waden und Füße bis in die Zehen. Und am besten gähnen Sie mal herzhaft und strecken sich dabei.

Damit Sie Ihren Körper wieder mal als den Ihren wahrnehmen. Und währenddessen spüren Sie nach, ob Ihnen gerade etwas weh tut und wenn ja, dann nehmen Sie sich ein paar Minuten um klar zu kriegen, was Sie dagegen machen können.

k = kalt

Naturgemäß frieren Frauen meist öfter und schneller als Männer. So kann es sein, dass dieser Checkpunkt eher für uns Mädels im roten Bereich landet. Wenn uns kalt ist, dann kann man nicht nur der Temperatur zusehen, wie sie in den Keller geht, unsere Laune saust gleich hinterher.

Gern genommen sind ja kalte Füße und Hände. Aber auch ein generelles Frösteln ist nicht zuträglich für unsere Stimmung.

Daher jetzt die die nächste Frage:

Ist mir grad kalt?

Und wenn ja, dann trinken Sie was Warmes. Schauen Sie, dass sie warme Füße kriegen. Warme Socken, ein Wärmflasche, alles was hilft ist gut. Ist das nicht wunderbar, wenn uns wieder warm wird? Und spüren Sie nicht auch gleichzeitig, wie Sie wieder besser drauf sind? Tja, unser Körper meldet sich schon immer mit der richtigen Botschaft.

l = Licht

Das Hilfswort „lieb“ aus unserem Satz „hab dich mal wieder krass lieb“ spendet uns gleich 2 Buchstaben. Den ersten und letzten.

Das l für Licht ist vor allem ein Punkt, der in der dunkleren Jahreszeit eine große Rolle spielt. Wir bekommen tatsächlich an vielen Tagen kein wirkliches Tageslicht ab. Wir verbringen soviel Zeit in geschlossenen Räumen, das uns das schon gar nicht mehr auffällt.

Wer von der jahreszeitbedingten Depression geplagt ist, kann davon ein Lied singen, dass in dieser Zeit die Stimmung ein zartes und gebäuteltes Pflänzchen sein kann.

Dabei ist auch bei geschlossener Wolkendecke das Licht draußen um ein vielfaches heller als es jede Tageslichtlampe auch nur sein könnte. Wir brauchen Licht, damit unser Körper Vitamin D produzieren kann und unsere Stimmung aufgehellt wird. Das ist unsere Sprache mal wieder Programm.

Die nächste Frage lautet deswegen:

hab ich genügend Licht abgekommen?

Wenn nicht, gehen Sie in Ihrer nächsten Pause ein wenig raus. Vor allem Mittags. Und wenn es nur 15 Minuten sind. Gehen Sie bewusst ins Licht und nehmen Sie das draußen als wohltuenden Gegensatz zum drinnen statt. Machen Sie das möglichst täglich.

Wir sind ein Teil der Natur und nicht ein Teil von Bauwerken. Wir brauchen diese Verbindung zum Licht und können sofort davon profitieren.

b = Bewegung

Daran anschließend kommt noch ein Punkt auf unserer Checkliste, der in unserem geschäftigen Alltag leider auch zu häufig untergeht. Wir bewegen uns einfach nicht genug. Unser Körper ist nicht zum Dauersitzen gedacht.

Rückenleiden sind inzwischen eine Epidemie und auch unsere Kinder schneiden in Bewegungstests (wie z.B. rückwärtslaufen) immer schlechter ab. Meist sagen wir, dass wir zu wenig Zeit haben, auch noch Sport zu treiben. Doch es geht gar nicht so sehr um ein schweißtreibendes Aktivsein.

Eher um regelmäßige und moderate Bewegung wie flottes Spazierengehen. Und dazu brauchen wir nicht viel vorbereiten. Das können wir ohne großen Aufwand in unserem Tag unterbringen. Zum Beispiel auch verbinden mit der Mittagspause und Lichttanken.

Düstere Gedanken können so wieder in Bewegung gebracht werden. Je öfter unser Körper in Bewegung sein darf um so besser wird auch unsere Laune werden. Die Freude an Bewegung, die Kindern noch ganz natürlich ist, sollten wir uns wieder erobern.

Damit kommen wir zur letzten Frage:

hab ich mich genügend bewegt?

Sollte das nicht der Fall sein, dann aber los. Und wenn es nur eine Runde zum Kopierer und zum weitest entferntesten Büro ist. Gehen Sie ein paar Schritte. Und wenn es möglich ist, machen Sie wirklich eine Bewegungspause und gehen wenig raus.

All diese altbekannten Tipps: Parken Sie weiter weg und gehen dafür ein paar Meter mehr. Steigen Sie eine Busstation früher aus und gehen das Stück.

Es gibt so viele Gelegenheiten in denen wir uns ein paar Minuten Bewegung holen können. Seien Sie aufmerksam dafür und registrieren Sie Bewegung als Investition in Ihre gute Laune.

Der Schnell-Check „hab dich mal wieder krass lieb!“

Gelesen scheint das eine Ewigkeitsgeschichte zu sein. Doch weit gefehlt. Machen Sie die Probe auf’s Exempel und fragen sich:

  • h – hab ich grad Hunger?
  • d – hab ich grad Durst?
  • m – bin ich grad müde?
  • w – tut mir grad was weh?
  • k – ist mir grad kalt?
  • l = hab ich genügend Licht abbekommen?
  • b = hab ich mich genügend bewegt?

Sie wissen sehr schnell welches Bedürfnis Ihnen da grad den Kelch der schlechten Laune zu trinken gegeben hat. Und damit können Sie auch aufhören sich in einem düsteren Gedankenmeer bewegen zu müssen.

Denn trifft einer der Punkte aus der Checkliste zu, hat Ihr Körper Ihnen damit eine Botschaft geschickt und Ihre Gedanken waren nur das bildliche Nudelholz, das Sie da drüber gebraten bekommen haben.

Der Auslöser für den Check ist Ihre schlechte Laune

Letztlich können Sie genau Ihre schlechte Laune, das vor sich hin granteln, dass Sie vielleicht grad haben, als Auslöser nehmen, um die Checkliste durchzuarbeiten. Das dauert keine 10 sec und Sie kriegen einen sehr großen Teil Ihres Gedankensalats wieder unter Kontrolle, da er gar nicht relevant ist. Sondern Ihr Körper hat da grad eine Meldung losgelassen.

Sorgen Sie gut für sich!

Und dann klappt das auch mit der guten Laune. Nehmen Sie sich den Moment und checken Sie die Wirklichkeit ab. Wir sind viel zu oft abwesend in unserem Leben und wissen gar nicht genau, was uns tatsächlich gerade fehlt. Ändern Sie das wieder und nehmen Sie regelmäßig mit sich selbst Kontakt auf. Ihre Laune wird es Ihnen danken.

In diesem Sinne „hab dich mal wieder krass lieb!“ Probieren Sie es aus und ich freu mich auf jede Ihrer Rückmeldungen dazu!

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22 Kommentare zu “7 Gründe die zu schlechter Laune führen können und wie sich mit einem simplen Check gegensteuern lässt!

  1. Ja, die Formel ist erprobt! Tolle und ausführliche Zusammenfassung. Was ich für mich noch abändern werde: Ich möchte gern ein eigenes B für Bewegung im Akronym haben, weil das der Punkt ist, der mir am allerleichtesten durch die Lappen geht. Deswegen äbdere ich die Abkürzung für mich in „Hab Dich Mal Wieder Besonders Krass Lieb“

  2. Meine Güte, dass es manchmal tatsächlich so einfach sein kann! Ohne Schmarrn, das war mir nicht klar 😮 und macht wirklich einen riesen Unterschied in meinem Leben/salltag – für mich, wie auch für die so nett erwähnten leidgeplagten um mich herum:-)
    Darum: tausend Dank und zwar echt von Herzen!! Ich schau gern mal wieder rein, die Leichtigkeit fürs Leben hier gefällt mir, jetzt üb‘ ich mich mal ein bissl in hdmwkl.

  3. Hallo Silvia, so soll es sein! Freut mich sehr, dass der Artikel hilfreich war. Manchmal ist es wirklich ganz einfach 😉

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