Wieso ins Handeln kommen dich glücklich macht

Ins Handeln kommen macht glücklichWie wir im letzten Artikel gelesen haben, macht uns Chaos unglücklich. Auf vielfältige Weise unglücklich. Es ist schon erstaunlich wie sehr das Umfeld uns beeinflussen kann. Solltest du den Artikel verpasst haben, kannst du ihn hier gern nachlesen.

Alles was uns lähmt, bringt uns genau von dem weg, was uns glücklich macht.

Ein Weg, wie wir wieder dorthin kommen können uns glücklich zu fühlen in einem chaotischen Umfeld, ist zu handeln. Wir beginnen Ordnung zu machen, aufzuräumen, auszumisten, Dinge wegzuwerfen, Platz zu schaffen.

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Das ist so anstrengend…

Dass das nicht unbedingt einfach ist, ist schon klar. Doch wie hat mein Mathelehrer immer gesagt: “Von einfach hat keiner was gesagt!”

Wichtig ist, überhaupt zu begreifen, dass handeln uns glücklich machen kann. Doch das funktioniert nur, wenn wir es auch tun. Im wahrsten Sinne etwas tun.

Wieso ist das so? Wieso kann uns handeln glücklich machen?

Wir setzen etwas in Bewegung. Verändern eine Situation, wir bewegen uns und letzteres ist sehr elementar zu verstehen. Erstarrung durch Hilflosigkeit und Ohnmacht ist tatsächlich ein bewegungsarmer bis bewegungsloser Zustand.

Natürlich müssen wir auch ruhen. Ruhephasen sind wichtig, keine Frage. Doch wie bei allem im Leben kommt es auf das Maß an.

Wir brauchen die Abwechslung zwischen Bewegung und Ruhe. Und Ruhe können wir erst richtig genießen, wenn wir vorher Bewegung und Aktion erlebt haben.

Wenn Chaos um uns herum herrscht, ist der wichtigste Schritt ins Handeln zu kommen. Sei es nur ein kleiner Bereich, dem wir uns widmen können oder nur wenig Zeit die uns zur Verfügung steht.

Jedes kleine bißchen das wir mit unserer Hände Arbeit verändern, verändert unser Umfeld. Es mag am Anfang nicht sichtbar sein oder auch vielleicht schnell wieder verdeckt werden durch nachrückende Dinge und sich weiter ausbreitendes Chaos. Doch es gibt keine Alternative dazu als ins Handeln zu kommen.

Wir schaffen uns nur Luft, in dem wir etwas tun. Vom drüber nachdenken ist noch nie etwas passiert. Dinge räumen sich nicht auf, in dem man sie nur anschaut. Es gibt keine Abkürzung und keinen Weg drumherum. Wir müssen ins Handeln kommen.


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Wir können etwas verändern

Doch wenn wir einmal diese Startschwierigkeiten überwunden haben, können wir erleben, dass es Freude macht, sich dem Chaos zu widmen und es Stück für Stück in Ordnung zu bringen.

Wir erleben uns als erfolgreiche Wesen, die etwas zustande bringen können. Und sei es nur, die Handtücher im Bad zu reduzieren und neu zu ordnen.

Alles was wir “in Ordnung bringen” tut uns gut. Dies ist sogar ein geflügeltes Wort in unserem Sprachgebrauch. Wenn wir Dinge in Ordnung bringen wollen, geht es oft um persönliche Angelegenheiten, die gar nichts mit Dingen zu tun haben. An diesem Spruch ist jedoch erkennbar, wie wohltuend wir Ordnung empfinden.

Dass es ein erstrebenswerter Zustand ist, den wir erreichen wollen. Wenn wir das Gefühl haben, dass wir die Dinge in Ordnung gebracht haben, fühlen wir uns erleichtert, sind froh, entlastet und befreit.

Ordnung tut dir gut

Denk mal bewusst darüber nach. Mach dir wirklich klar, dass Ordnung etwas ist, was dir in jedem Fall gut tut. Du spürst es, wenn die Dinge nicht in Ordnung sind, zwischen einem anderen und dir.

Dieses Gefühl entsteht ebenso, wenn du dich in chaotischen Umgebungen aufhältst. Es mag dir nicht so klar und spürbar erscheinen, als wenn du einen Konflikt mit einem anderen Menschen hast. Doch sieh Chaos als Konflikt zwischen dir und deinem Umfeld. Es erzeugt Spannungen, die du körperlich aushalten musst.

Das blöde ist, dass Chaos von ganz von allein entsteht. Ordnung dagegen müssen wir immer wieder schaffen. Doch das muss nichts Negatives sein. Denn etwas zu ordnen bedeutet Klarheit zu gewinnen.

Je mehr wir das Chaos im Äußeren beseitigen, um so klarer wird auch unser Geist. Wir sehen und erkennen plötzlich Dinge, die vorher im lauten Durcheinander untergegangen sind.

Ordnung schafft Klarheit.

Diese Klarheit fehlt oft in unserem Leben. Wenn wir über etwas Wichtiges nachdenken wollen, suchen wir ruhige Umgebungen auf. Wir versuchen Ablenkungen zu vermeiden, damit wir konzentriert bleiben können.

Umgekehrt ist es sehr schwer in chaotischen Umgebungen Klarheit zu bekommen. Unser Geist ist so schnell abgelenkt durch alles um uns herum, dass es ein ewiger Kampf ist, den Fokus auf eine Sache zu bewahren.

Nicht umsonst empfinden wir voll gestopfte Räume als laut und unangenehm. Es macht unruhig von vielen Dingen umgeben zu sein, die sich nicht in einer harmonischen Ordnung befinden.

Hier gibt es wenig Klarheit, da der Raum schon besetzt ist. Je mehr Zeug, umso weniger Energie um Entscheidungen zu treffen. Da gibt es nur einen Weg hinaus:

Handeln bedeutet Entscheiden.

Ins Handeln kommen. Das ist etwas, was uns nicht immer leicht fällt. Sich mit seinen ganzen tausenden von Dingen zu organisieren bedeutet viele kleine und große Entscheidungen treffen zu müssen.

Das kann ermüdend sein. Doch es macht uns auch klar.

Minimalismus ist eine Form des Lebens die uns ermöglicht, freier zu sein, da wir weniger Besitz haben, den wir organisieren müssen. Das bedeutet weniger Entscheidungen treffen zu müssen.

Niemand muss das nun ganz radikal umsetzen. Doch wenn wir ins Handeln kommen, erkennen wir zunehmend, welche Dinge uns wirklich gut tun und welche nicht. Welche Dinge wir wirklich brauchen und welche wir schon jahrelang unbesehen nur mitschleppen.

Das Chaos durch Handeln besiegen bedeutet, wieder in die eigene Kraft zu kommen. Auch wenn das Ausmisten und Ordnen uns erst einmal erschöpfen mag. Doch die wohltuende Wirkung, die ein geordnetes Umfeld auf uns hat, ist wie ein Ruhequell, der uns Energie gibt.

Wenn wir uns all die negativen Auswirkungen ins Gedächtnis rufen, die ein chaotisches Umfeld auf uns hat, und dem entgegensetzen, wie sehr wir von einem beruhigten und geordneten Umfeld profitieren können, dann ist es keine Frage, was wir zu tun haben.

Aber es fühlt sich so unangenehm an…

Das Problem ist der Weg dazwischen. Vom Chaos zur Ordnung zu kommen bedeutet oft unangenehme Gefühle zu erfahren. Keine Lust mehr zu haben, alles hinwerfen zu wollen, sich nicht mehr damit befassen zu wollen.

Letztlich ist das genau die Kunst. Zu lernen wie man mit diesen unangenehmen Gefühlen umgehen kann. Der Trick besteht darin im Handeln zu bleiben. Egal welche Gedanken auftauchen mögen, wie unlustig sich das alles anfühlen mag, einfach dran bleiben.

Handeln bedeutet vorwärts kommen. Auch wenn es vielleicht ein Zickzackweg mit Rückschlägen sein mag. Doch letztlich ist handeln die beste Art Chaos einzudämmen.

Einfach weitermachen

Damit wir in Bewegung bleiben können, macht es Sinn sich vorher einen Plan zu machen. Erstmal einen Überblick verschaffen, bevor wir loslegen. Auch das mag uns schon wieder überwältigen, wenn wir ein Zuhause mit vielen Räumen und tausend Krimskrams haben.

Genau da war wieder die Situation, die schlechte Gefühle macht. Und wie war der Trick? Genau! Im Handeln bleiben. Egal was an Emotionen auftaucht, einfach weitermachen.

Handeln bedeutet immer deinem Glück näher zu kommen. Diesen Gedanken solltest du dir ganz nah bei dir behalten. Erstarrung ist das Gegenteil und macht unglücklich.

Wenn ich an das andere Ufer des Flusses möchte, wird es passieren können, dass meine Füße nass werden. Doch sollte ich deswegen darauf verzichten an mein Ziel zu gelangen?

Auch wenn es vielleicht nur ein winziger Bruchteil sein mag den ich heute durch mein Handeln verändern kann, gibt es einen nächsten Tag und wieder die Möglichkeit etwas zu tun.

Wieso so viele Menschen scheitern und Dinge nicht umsetzen, die sie sich vorgenommen haben, ist einfach erklärt: Sie halten nicht durch, wenn es schwierig wird oder unangenehm.

Lerne unangenehme Gefühle auszuhalten

Irgendwie scheint unsere Gesellschaft uns dahingehend zu erziehen, dass wir immer denken, es müsste alles Freude machen. Doch das ist nicht möglich. Nichts kann immer Freude machen. Auch etwas was dir normalerweise Spaß macht, ist an manchen Tagen anstrengend.

Handeln bedeutet dran bleiben. Egal wie das innerliche Gefühl gerade ist. Die Emotionen und Gedanken dein Leben übernehmen zu lassen, ist das schlechteste was du machen kannst. Wir reden es uns selbst oft aus Dinge zu tun.

“Ach das Wetter ist so schlecht, da macht es doch keinen Sinn jetzt noch laufen zu gehen.”

“Es war so ein anstrengender Tag, da hab ich keine Lust mehr hier aufzuräumen.”

“Wieso muss ich eigentlich mich immer um das Chaos hier kümmern. Heute streike ich.”

Jeder von uns kennt diese innerlichen Stimmen. Sicherlich macht es wenig Sinn, wenn es stürmt auf Teufel komm raus, sich in die Joggingklamotten zu werfen und laufen zu gehen. Doch es bedeutet nicht, sich gar nicht zu bewegen. Statt dessen kann man auf’s Trampolin gehen oder andere Übungen daheim machen.

Jeder hat anstrengende Tage und es steht in keinem Verhältnis noch den ganzen Keller entrümpeln zu wollen, wenn man gerade eine 50 Stunde Woche hinter sich hat. Doch es bedeutet nicht, dass man nicht ein Regal aufräumen kann und hier die Dinge in Ordnung bringt.

Es gibt immer etwas was du schaffen kannst

Ich glaube, es wird klar worauf ich hinaus will. Im Handeln bleiben bedeutet, dass man trotzdem an seiner Sache dran bleibt und sich nicht von innerlichem Geplapper davon abbringen lässt. Nur weil es sich jetzt nicht so danach anfühlt, das wirklich zu wollen und es nicht so angenehm sein könnte.

Das Ergebnis ist in jedem Fall immer lohnend. Jeder Mensch ist stolz auf sich, wenn er etwas geschafft oder gemacht hat, wozu er eigentlich keine Lust hatte. Oft stellt sich während des Tuns die Freude ein, wenn man erlebt, dass man ja doch gar nicht so müde ist, wie man dachte und man wirklich sieht, dass etwas voran geht.

Und so macht uns Handeln glücklich. Regelmäßig ein Stück näher zum Ziel kommen. Sich selbst jeden Tag beweisen, dass man sich nicht abhängig von seinem inneren Schweinehund macht, sondern etwas bewirkt mit eigener Hände Kraft.

Mach dich selbst glücklich

Dieses Gefühl der Selbstermächtigung ist eines der wichtigsten, die wir uns immer wieder schaffen können. Es hält uns davon ab, in schwierigen Situationen aufzugeben, weil wir durch unser Handeln immer wieder erlebt haben, dass wir etwas verändern können. Das mag nicht immer klappen, doch mit jedem Mal haben wir wieder die neue Chance darauf, etwas zu bewirken.

Lass Handeln zu deinem neuen Credo werden. Du kannst dein Glück vermehren, wenn du im Handeln bleibst. Jeden Tag kannst du etwas tun um vorwärts zu kommen. Und sei es nur eine Kleinigkeit.

Wenn du dich selbst als jemand erlebst, der es schafft im Handeln zu bleiben, wirst du dich als selbstermächtigt erleben. Dein Handeln bedeutet, dass du fähig bist etwas aus deiner Kraft heraus zu verändern.

Du kannst damit deine Umgebung so verändern, dass sie dir gut tut. Und noch vieles mehr. Du wirst lernen, dass es immer etwas gibt, was du tun kannst. Du bist viel weniger hilflos und ohnmächtig als du denkst.

Such dir eine bestimmte Aufgabe, mach kleine Schritte und du hast heute etwas geschafft. Das gleiche kannst du morgen wieder machen. Und so lassen sich auch unüberwindbar scheinende Probleme lösen.

Handeln macht glücklich.


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Das Glück ist da schon eingebaut!


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