Wieso fällt es uns so schwer Ordnung zu schaffen und zu haltenDen Beitrag lieber hören?

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Nachdem wir nun festgestellt haben, dass Chaos unglücklich macht und ins Handeln kommen uns glücklich, ist jetzt noch die Frage, was man denn nun als erstes machen soll.

Fragen über Fragen

Wie fängt man an? Wo fängt man an? Einfach mal an irgendeinem Eck? Oder doch lieber mit System? Wenn ja, nach welchem?

In den meisten Haushalten gibt es einige Baustellen, was Chaos betrifft. In jedem Zimmer scheint es einen Bereich zu geben, der Dinge magisch anzieht. Eine Fläche die gleichsam zu flüstern scheint: “Leg etwas auf mir ab…”

Mal eben schnell…

Wir sind auch nicht unbedingt achtsam in unserem Tag. Alles muss im Laufschritt geschehen und immer sind wir in Eile. Da wird dann das eine oder andere Ding nur “mal eben schnell” hier abgelegt und dann vergessen.

Das ist wie bei den Provisorien, die man nur mal vorübergehend aufgebaut hat und dann nie wieder angefasst werden. Doch genau das, lässt unser Umfeld im Chaos versinken.

Diese kleinen Bereiche der Unordnung scheinen sich wie Viren zu vermehren und immer größere Bereiches des Hauses zu überziehen.

Sich selbst erlebt man dabei wie beim Kampf gegen Windmühlen. Wenn man an der einen Ecke begonnen hat Ordnung zu machen, ergibt sich eine neue in der das Chaos einzieht.

Wieso fällt es uns nur so schwer, Ordnung zu schaffen und zu halten?

Jeder Mensch wird da möglicherweise andere Gründe aufzählen, doch letztlich gibt es aus meiner Erfahrung nur 3 Gründe die dabei wirklich eine Rolle spielen und die sich gegenseitig verstärken:

1. Wir haben zu viel Zeug

2. Wir haben keinen Ort für viele Dinge

3. Dadurch wandern die Dinge wie eine Wanderbaustelle durch’s ganz Haus.

Und vielleicht noch 4. Auch wenn die Dinge einen Ort haben, werden sie nicht dorthin zurückgebracht.

Zuviel Zeug ergibt zuwenig Ordnung

So, jetzt liegt es auf dem Tisch. Ordnung halten mit zu viel Kram ist schier ein Ding der Unmöglichkeit. Wie soll auch all das geordnet bleiben, wenn jeder Schrank und jedes Regal aus allen Nähten platzt.

Die Frage wieso wir soviel horten und ansammeln wird uns ein anderes Mal beschäftigen. Heute geht es um die Frage, was sich tun lässt.

Hierzu eine simple Maxime:

Was ich nicht mehr habe, muss ich nicht mehr in Ordnung halten.

Das macht den Minimalismus als Lebensstil so interessant. Je weniger Dinge ich besitze, umso weniger muss ich mich um deren Organisation kümmern.

Letztlich wird oft vergessen, dass nicht nur wir die Dinge besitzen, sondern auch die Dinge uns. Wieviel Zeit kostet es uns, Sachen aufzuräumen, zu reparieren, einen neuen Platz dafür zu schaffen.

Dinge kosten uns Zeit.

Ein Satz über den sich das Nachdenken lohnt. Dinge kosten uns Zeit. Unsere ganz reale Lebenszeit. Je mehr Klamotten ich besitze, umso mehr Zeit brauch ich für das Waschen, Bügeln, Zusammenlegen und in den Schrank räumen.

Umso mehr Platz brauche ich für Kleidung. Umso mehr Schränke, Kommoden, Regale. Dieser Platz steht mir nicht mehr für anderes zur Verfügung. Oder auch für Freiraum in meinem Zuhause.

Eine vollgestellte Wohnung mit vielen Möbeln ist einengend und nimmt einem die Luft zu atmen. In einer voll gestopften Umgebung geht es uns physisch und psychisch schlechter als in einem luftigen Raum. Chaos macht uns unglücklich.

So bedingt eines das andere. Zuviel Zeug, zuviel Möbel, zuviel Chaos. Bevor ich mir also überhaupt auch nur einen Gedanken um die Organisation und Ordnung der Dinge mache, gilt es Dinge los zulassen.

Loslassen – das sagt sich so leicht

Was nicht immer einfach ist. Ich weiß. Wir sind überfordert von der Fülle, können deswegen kaum Entscheidungen treffen.

Es ist, als ob ein ganzes Zimmer voller Radios dudelt und man keine Chance hat auch nur einen einzigen Sender wirklich zu verstehen.

Was ist die Lösung?

Schalt alle Radios bis auf eines aus und konzentriere dich nur darauf. Erst einmal nur auf das eine Radio. Ignoriere den Rest.

Nur durch Ausblenden können wir die Vielfalt verringern. Es gilt, sich Scheuklappen aufzusetzen und nur auf eine Sache zu konzentrieren.

Der größte Fehler liegt darin, immer alles auf einmal schaffen zu wollen. „Heute miste ich endlich die Küche aus.“ Das Ende vom Lied ist dann oft, dass alles aus den Schränken geräumt wird, man unterbrochen wird und dann alles herum liegt, bevor es einfach wieder in irgendeinen Schrank eingeräumt wird.

Das lässt das Chaos anwachsen anstelle es zu verringern.

Bleib bei einer Sache

Schalt alle Radios aus, bis auf eines. Und bei diesem Radio gilt es bei einem Sender zu bleiben und nicht ständig einen neuen zu suchen. Das ist dann das nächste Spiel, das oft gespielt wird. Einfach mal bei einer Sache zu bleiben, fällt uns immer schwerer.

Unsere Welt ist digitalisiert und beschleunigt, das macht das Konzentrieren schwieriger. Unser Hirn ist schon in diesem Rhythmus programmiert und will immer alles noch schneller haben.

Die Mails kommen im Minutentakt herein, das Telefon klingelt alle naselang und jeder fragt einen nach irgendwas was er auch selbst hätte herausfinden können.

Beschleunigung um jeden Preis

Alles wird immer mehr adhoc. Sofort und gleich und schnell. Das mag Maschinen und unserer ganzen Technik nichts ausmachen, doch wir sind Menschen und brauchen den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Permanent auf dem Gaspedal stehen macht uns krank.

Wieder zu lernen bei einer Sache zu bleiben, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir lernen dabei wieder uns zu konzentrieren und eine Tiefe zu erreichen, die uns ermöglicht schwierige Situationen zu lösen.

Lass dich nicht von Gefühlen steuern

Doch das erfordert wiedermal ein Lernen mit unangenehmen Gefühlen umzugehen. Wir kommen einfach nicht drumherum.

Das Gefühl nach dem Ausmisten ist zumeist großartig. Es fühlt sich befreiend an, endlich Sachen loszuwerden.

Doch das Anfangen und Dabeibleiben ist es oft nicht. Das fühlt sich anstrengend an, wir werden lustlos und wollen uns nicht mehr so fühlen. Deswegen tun wir lieber alles andere, versacken im Handy und reden uns ein, dass das ja jetzt gar nicht so wichtig ist.

Tja, das bedeutet wieder einmal: Die Überwindung des schlechten Gefühls, der Lustlosigkeit ist der absolute Schlüssel für’s dranbleiben. Es trotz der genervten Gefühle machen. Sich nicht davon abhalten zu lassen, was das eigene Hirn einem da einreden möchte. Es wahrnehmen und trotzdem weitermachen.

Das nächste Ding in die Hand nehmen und entscheiden ob man es behalten oder weggeben will. So einfach und so schwer ist das. Wie wir uns fühlen, sollte nicht diktieren können was es jetzt zu tun gilt.

Gemeinsam sind wir stärker

Allein ist das oft schwerer als gemeinsam. Das habe ich vor 6 Jahren auch festgestellt. Es war einfach so dran, meine Bude auszumisten, doch ich konnte mich nicht dazu durchringen damit anzufangen.

Wenn, dann waren es halbherzige Versuche die dann noch mehr Chaos hinterließen als vorher schon war. Eigentlich war es auch gar nicht so chaotisch, es war einfach nur viel zu viel Zeug, das sich überall getürmt hat. Und jedes Mal in ein noch größeres Zuhause zu ziehen, kann wohl auch nicht die Lösung sein ;)

Und so dachte ich mir, da muss es doch eine Lösung geben. Wenn es mir allein so schwer fällt, kann ich wohl nicht die einzige sein und wenn wir uns zusammentun, dann müsste das doch zu schaffen sein.

Wir können uns gegenseitig anspornen und Mut machen. Einen Stupps geben wenn es nötig ist und die Erfolge feiern.

Die Fasten-Challenge was born!

Als ich mir diese Gedanken gemacht habe, war es nicht unbedingt die beste Zeit des Jahres für mich. Die kalte, dunkle Winterzeit hat mich schon öfters in die Knie gezwungen. Mir fehlt das Licht und die Wärme. Ich merke immer wieder, dass in dieser Zeit die Gefahr groß ist in eine gewisse Erstarrung abzurutschen.

Da kam mir die Fastenzeit grade recht. 6 Wochen lang auf etwas verzichten. Das ist der Sinn der Fastenzeit. Zeug hatte ich genügend auf was ich verzichten konnte und so war die Fasten-Challenge geboren.

Es muss doch möglich sein in 42 Tagen daheim klar Schiff zu machen. Die Zeitspanne von 6 Wochen ist nicht zu lang und nicht zu kurz. Wenn man das klug aufteilt, dann kann man sich einem Radio nach dem anderen widmen, um auf die Metapher von oben zurückzukommen.

Ich hab einfach per Mail rumgefragt, wer denn Lust hat mitzumachen und war ganz erstaunt, dass sich in kürzester Zeit gleich 20 Leute dafür gefunden haben!

Der Spirit war von Anfang an enorm. Sich hier gegenseitig zu unterstützen war der absolute Schlüssel um dran zubleiben.

Blogger goes Fastenzeit

Blogger-goes-FastenzeitSo fing es an. In den nächsten Jahren konnten wir immer mehr Menschen begeistern, sich der Fastenchallenge anzuschließen. Es kam eine geheime Facebook-Gruppe dazu und wir hatten einen Heidenspaß in den 6 Wochen.

Es ist erstaunlich, was sich alles in diesem Zeitraum erreichen lässt. Ganze Häuser wurden entrümpelt und die Berge die zum Recyclinghof wanderten waren riesig. Doch es wurde nicht nur weggeworfen, vieles landete auch in der Flüchtlingshilfe und konnte dort Menschen weiterhelfen.

Anderen und sich selbst helfen

Von Anfang an hatte ich im Kopf, dass diese ganze Sache mit einer Spendenaktion verknüpft sein sollte. Unter dem Motto: Wir haben oft zuviel und andere zu wenig.

Wir haben Kinderdörfer unterstützt und sind seit 2016 bei kiva dabei. 20 % fließen in diese Mikrokredite. So können wir Frauen auf der ganzen Welt unterstützen sich aus Armut zu befreien. Sich eine Selbständigkeit aufzubauen, mit deren Hilfe sie ihren Familien ernähren und ihre Kinder zur Schule schicken können.

Es ist inzwischen viel mehr als nur eine gemeinschaftliche Ausmistaktion. Wir können mit der Fastenchallenge wirklich etwas bewegen, das größer ist als wir. Ich glaube fest daran, dass der einzelne eine Wirkung in der Welt haben kann.

Jeder € den wir durch die Fastenchallenge an kiva geben können, kann das Leben von Menschen zum Positiven verändern.

Meine Umgebung verändert mich, wenn ich sie verändere

Jedes Ding das mein Haus verlässt, weil ich es nicht wirklich brauche, schafft mir Freiraum und Luft. Das verändert mein Zuhause zum Positiven. Es gibt mir Raum und Luft zum Atmen und damit ein besseres Gefühl.

Es wirkt sich auf alle Menschen in meiner Umgebung aus, wenn es mir gut geht. Dann habe ich mehr Kraft und Energie und bessere Laune. Diese ist genauso ansteckend wie schlechte Laune und hat soviel gute Veränderungskraft schon in sich eingebaut.

Positiver Domino-Effekt

Das sind diese viel beschworenen ripple-Effekt. Ein Domino Stein fällt um und beeinflusst alle nachfolgenden Steine. Wenn du dein Zuhause gerümpelfrei machst, mehr Luft und Raum hast, alle Dinge in der Ordnung, die allen gut tut, wirst du entspannter sein und gelöster.

Das wirkt sich positiv auf deinen Körper und deine Psyche aus. Du kannst anders und gelassener sein, weil du nicht mehr so voller Anspannungen bist und das wiederum merkt jeder Mensch, der in deiner Nähe ist.

Da du etwas anderes ausstrahlst, bekommst du positivere Reaktionen zurück. So schließt sich der positive Kreis. Und ja, all das lässt sich starten, wenn du beginnst in deinem Zuhause klar Schiff zu machen.

Denn wie wir bereits ausführlich erörtert haben, wirkt deine Umgebung immer auf dich zurück. Daher solltest du sie so gestalten, dass sie die Wirkung auf dich hat, die du gern möchtest.

Mach mit!

Fastenchallenge 2018Lass dich dabei unterstützen und werde Teil unserer Fasten-Challenge.

Du bekommst Unterstützung und Zuspruch, wenn es mal wieder klemmt und kannst ganz ungeniert deine Erfolge teilen, die du schon erreicht hast.

Damit hilfst du gleichzeitig anderen Frauen ihr Überleben zu sichern und kannst Teil dieser großartigen Gemeinschaft sein.

Du machst einen Unterschied!

Hier erfährst du alles zur Fastenchallenge.

Führe ein erfolgreiches Geschäft ohne auszubrennen!

 

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