Wieso du der Durchschnitt der 5 Menschen bist, mit denen du die meiste Zeit verbringst und was das für dich bedeutetWunderst du dich manchmal, dass du irgendwie in deinem Leben nicht recht vorwärts kommst? Dass du ein paar Schritte nach vorne machst und dann wie automatisch wieder in deinem alten Trott landest?

Das kann viele Ursachen haben, doch eine wirkt ganz besonders massiv auf dein Leben ein und diese wollen wir uns heute näher betrachten.

Es gibt ein Zitat von Jim Rohn, das du vielleicht auch schon mal gehört hast:

Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.

Klingt logisch. Und damit hat man das auch abgehakt und denkt nicht weiter drüber nach. Doch genau das wollen wir heute mal machen, denn darin steckt soviel mehr verborgen als du denkst.

Bildquelle: pixabay

Wusstest du, dass es Einfluss auf dein Gewicht hat, wenn ein Freund deines Freundes zunimmt?

Das Spannende daran ist, dass es bereits seit einigen Jahren Forschungen darüber gibt, wie sich die Verbindungen zu anderen Menschen in unserem Leben auswirken.

Sogar nicht nur die direkten Verbindungen, sondern sogar die in 2. oder 3. Reihe. Menschen die wir nicht einmal kennen, Menschen die mit unseren Freunden befreundet sind oder in Kontakt stehen und trotzdem einen Einfluss auf uns haben.

Das wirkt sich im Körpergewicht aus. Das wirkt in Sachen Sucht wie z.B. Rauchen und Alkohol aus. Das kann sich auch in Lernen auswirken oder Kreativität. Im Prinzip in alle Richtungen die es nur gibt.

Hab ich dich am Haken? Sehr gut, dann lies weiter ;)

Lass uns mal einen näheren Blick darauf werfen. Gut, wir sind also der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen.

Wer sind diese 5 Menschen in deinem Leben?

Der erste Schritt besteht darin, dass wir uns Gedanken machen, wer diese Menschen überhaupt sind. Wenn du in einer Partnerschaft lebst, dann wird das dein Partner/ Partnerin sein.

Selbstverständlich auch deine Kinder, wenn du welche hast, doch wenn sie noch kleiner sind, dann nehmen wir sie mal außen vor und suchen weiter nach den Erwachsenen in deinem Leben.

Mit wem verbringst du noch viel Zeit? Das muss nicht unbedingt persönlich sein, sondern kann auch telefonisch sein. Es geht bei dieser Frage tatsächlich um die Zeit.

Hast du eine Freundin oder Freund, die zu diesen 5 Menschen zählt? Oder vielleicht sogar mehrere? Zählen deine Mutter oder Vater zu diesen Menschen dazu? Was ist mit Kollegen oder Geschäftspartnern?

Nimm dir Zeit und denk bewusst darüber nach, mit wem du tatsächlich die meiste Zeit verbringst. Genaues hinschauen ist hier besonders wichtig, weil der Einfluss den diese Menschen auf dich haben ist absolut immens. (Umgekehrt natürlich auch)

Mach dein Netzwerk sichtbar

Hast du sie gefunden? Gut, dann kannst du sie, wenn du magst, aufzeichnen. Nimm dir dazu ein Blatt Papier und schreibe dich in die Mitte. Zieh einen Kreis um deinen Namen. Zieh nun einen größeren Kreis um dich herum und schreibe in diesen Kreis die 5 Menschen die du gerade identifiziert hast.

Als nächstes erfassen wir die generelle Grundstimmung, die für dich von diesen Menschen ausgeht. Wenn du dich erinnern kannst so eine ähnliche Übung haben wir schon mal gemacht.

Wenn wir diese Grundstimmung nun bestimmen wollen, schauen wir auf verschiedene Punkte. Denn was wir nicht wollen ist, dass wir feststellen, dass wir eine “Jammer-Freundin” haben mit der wir immer super jammern und lästern können, uns darin voll gut verstehen und das eine scheinbar positive Grundstimmung zu sein scheint.

Wir tendieren natürlicherweise dazu uns von Menschen angezogen zu fühlen, die ähnlich ticken wie wir, da sie uns in unserem Selbstbild bestätigen. Und unser Selbstbild ist unsere Identität.

Geraten wir immer wieder an Menschen, die ein vollkommen anderes Bild von der Welt und den Themen haben wie wir, dann rüttelt das sehr an unserem Selbstbild und wenn wir es nicht schaffen zu erkennen, dass es einfach nur eine andere Sicht der Welt ist und nichts mit uns als Person zu tun hat, werden wir reflexhaft diese Art von Menschen ablehnen.

Verständlich, da es sich unangenehm anfühlt. Wieder mal. Und das versuchen wir ja häufig tunlichst zu vermeiden. Auf der anderen Seite bleiben wir dadurch dann auch in der Nische sitzen, die wir so schön gepolstert haben und unsere Welt bleibt genauso klein wie vorher.

Wer das für sein Leben möchte, kann das natürlich machen, doch wir wollen mal einen Blick über den Zaun werfen und schauen was noch möglich ist. Wir haben ja nur ein Leben. Ist es da nicht viel spannender über eigene Befindlichkeiten hinaus zu kommen und sich neue, spannende Sachen anzusehen?

Wie fühlt sich diese Verbindung an?

Wenn das auch dein Ansinnen ist, dann folge mir weiter. Wir wollten also die Grundstimmung einschätzen. Ich geb dir dazu ein paar Hilfsfragen:

  • Fühlst du dich nach einer Begegnung mit diesem Menschen reicher als vorher?
  • Reicher im Sinne von mehr Wissen, mehr Handlungsmöglichkeiten, mehr interessantem Stoff zum Nachdenken?
  • Bist du in diesem Sinne gewachsen, fühlst du dich ermutigt oder getröstet?

Ich nehme hier ganz bewusst die Frage: “Fühlst du dich bestätigt?” aus, denn wir nehmen unser Selbstbild oft viel zu ernst. Und es geht nicht nur darum, dass wir in unserer Meinung bestätigt werden, sondern dass wir die Chance bekommen zu wachsen.

Wachstum ist nun mal häufig mit Schmerzen verbunden. Ein bisheriger Zustand passt nicht mehr und wird verlassen. Änderungen sind mit unangenehmen Gefühlen verbunden, doch das ist noch lange kein Hinweis darauf, dass wir diese Änderungen nicht durchlaufen sollten. Im Gegenteil, dahinter wartet eine neue Welt. Denn diese beginnt außerhalb der Komfortzone.

Gut, wenn du dir nun jeden dieser 5 Menschen unter diesen Gesichtspunkten anschaust, dann bin ich mir sehr sicher, dass du eine Einschätzung machen kannst. Wenn du die obigen Fragen positiv beantworten kannst, dann mach ein + neben diesem Menschen und wenn du sie zumeist negativ beantworten musst, dann ein – und wenn es sich die Waage hält, dann mach ein n für neutral.

Wie sieht dein Ergebnis aus?

Schau dir das Ergebnis an und lass es auf dich wirken. Wie denkst du darüber? Welche Auswirkungen siehst du davon in deinem Leben? Was wird dir dadurch möglich oder was wird verhindert?

Das ist oft ein schmerzhafter Prozess. Manchmal begleiten einen Menschen schon das halbe Leben, doch wenn man nun auf diese Art Resümee zieht, wird einem bewusst, das es möglicherweise eine eher negativ wirkende Kraft im eigenen Leben ist.

Vielleicht ist sogar die Mehrzahl der 5 Menschen in deinem Leben eine eher negativ wirkende Kraft. Sei absolut ehrlich wenn du diese Bilanz ziehst, dir hier selbst etwas vorzumachen, lässt dich nur stecken bleiben in dem Leben, das du jetzt führst und du versäumst damit Möglichkeiten die dir noch offen stehen.

Du kannst bei dieser Bilanz auch dazu notieren, wie lange du diese Menschen schon zu den 5en zählst, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Das sind die Personen die bereits am längsten Einfluss auf dein Leben ausüben. Vielleicht bringt das auch noch das eine oder andere Aha-Erlebnis zu Tage.

Wie sieht’s denn in zweiter Reihe aus?

Häufig kennst du auch noch Menschen in der sog. 2. Ebene. Also Personen die mit diesen 5 Menschen befreundet sind, aber nicht so viel mit dir zu tun haben.

Also die 5 Menschen, mit denen deine 5 Menschen die meiste Zeit verbringen. Da sie laut wissenschaftlicher Forschung ebenfalls einen Einfluss auf uns haben, ist das sehr interessant sich darüber mal Gedanken zu machen.

Du kannst natürlich nur bis zu einem gewissen Grad sicher sein, dass deine Einschätzung korrekt ist. Doch mach mal von jedem dieser 5 Menschen fünf weitere Verbindungsstriche und schreib dort die Leute auf, von denen du den Eindruck hast, dass sie im Leben deines direkten Kontakts die meiste Rolle spielen.

Der nächste Schritt ist auch eher nicht durch tatsächliches Erleben abgedeckt, doch sehr häufig hat man einen Eindruck von Menschen obwohl man nicht soviel mit ihnen zu tun hat.

Daher mach die gleiche Übung die du grad bei dir gemacht hast auch mit dem Netzwerk deiner direkten Kontakte. Wie schätzt du dort die Wirkung ein?

Notiere wieder mit + und – oder n wie du einschätzt, dass die Wirkung ist.

Das große Bild

Schau dir jetzt nochmal die ganze Perspektive an. Das ganze Bild. Nicht nur für dich sind die 5 Menschen mit denen du die meiste Zeit verbringst, ausschlaggebend und daraus speist sich gewissermaßen deine Grundstimmung. Sondern genauso gilt das für jeden deiner direkten Kontakte. Daher kannst du hier oft Strömungen erkennen, die sich tatsächlich auf dich auswirken.

Du hast also jetzt ein Karte geschaffen, die dir aufzeigt, welchem Einfluss du ausgesetzt bist. Und wie sich das in deinem Leben auswirkt. Das hört sich für viele nach einem kalten Bilanzziehen an, doch das ist damit überhaupt nicht gemeint.

Die wenigstens Menschen nehmen sich vor einen schlechten Einfluss auf andere auszuüben, in jedem Leben spielen so viele verschiedene Dinge eine Rolle. Doch was zählt ist, was du wahrnimmst, was geschieht. Denn nur dann kannst du eingreifen.

Was möchtest du verändern?

Wenn dir auffällt, dass du einen tendenziell negativen Einfluss festgestellt hast, dann macht es Sinn sich darüber Gedanken zu machen, ob du das so möchtest und wenn nicht, was für Möglichkeiten du hast, das für dich zu verändern. Genauso kannst du dir die Frage stellen, was du selbst dazu beiträgst, dass diese Verbindung eher negativ ist. You need two to tango. Es ist immer ein Wechselspiel.

Vielleicht gibt es auch bestimmte Themen an denen du für dich vorwärts kommen möchtest. Ein banales Beispiel: Wenn du zu rauchen aufhören möchtest und die meisten deiner direkten Freunde rauchen, dann wirst du es tatsächlich sehr viel schwerer haben, das durchzuziehen. Einfacher hat es jemand, wenn er bereits von mehr Nichtrauchern umgeben ist.

Du kannst tatsächlich dein Leben verändern, wenn du die Menschen darin änderst, die zeitlich die größte Rolle spielen. Sobald du einem Verein beitrittst, betritts du damit auch gleichzeitig eine Welt mit Menschen die andere Themen im Kopf haben, die anders ticken, die vielleicht schon in ihren sportlichen Leistungen dort angelangt sind, wo du dich hinträumst.

Kreiere deinen Einfluss-Kreis

Wenn du nun den Kontakt zu diesen Menschen vertiefst, wirst du deinem Ziel allein dadurch näher kommen, dass du dich in diesem Dunstkreis und dem dort vorherrschenden Geist bewegst.

Werde zum Einfluss-Kreator in deinem Leben. Entscheide bewusst, wessen Einfluss du verringern möchtest und verbringe mit diesen Menschen weniger Zeit.

Wenn es sich dabei um Geschwister oder Eltern handelt, dann gebe ich dir hiermit die Erlaubnis das zu tun. Nur weil du Teil einer Familie bist, musst du dort nicht Zugeständnisse machen, die dir nicht gut tun.

Du bist in erster Linie dir selbst verpflichtet. Und das ist kein Egoismus, sondern gesunder Menschenverstand. Denn wenn es dir selbst gut geht, dann kannst du auch für andere da sein. Doch wenn du dich für andere verausgabst oder ständig mit negativer Energie vollpumpen lässt, kannst du auch für niemanden mehr etwas tun.

Überleg dir, zu wem du denn gern mehr Kontakt hättest und baue das aus. Solche Verschiebungen können ganz langsam voranschreiten, doch du wirst tatsächlich immer eine Wirkung spüren.

Genauso wie du spürst, wenn es sich von allein ohne dein Zutun in eine negative Richtung verändert. Eine Änderung deiner Peergroup hat immer Einfluss auf dich und dein Leben.

Entscheide bewusst mit wem du Zeit verbringst

Wir sind soziale Wesen und wie diese sozialen Verbindungen gestaltet sind, gestaltet auch gleichzeitig unser Leben.

Wenn du im Beruf bestimmte Ziele erreichen möchtest, dann ist es eine gute Idee dich nach einem Mentor oder einer Mentorin umzusehen. Jemanden der dort schon ist, wo du hin möchtest und dich dabei unterstützt ebenfalls deine Ziele zu erreichen.

Das muss auch keine soziale Beziehung für die Ewigkeit sein, sondern kann dich einfach für eine gewisse Zeit auf deinem Weg begleiten. Genauso wie du auch entscheiden kannst für eine gewisse Zeit Mentoring für jemanden zu machen und in dessen Leben einen positiven Einfluss auszuüben.

Zum Abschluss noch einen letzten Gedanken:

Wir verändern uns tatsächlich unter dem Einfluss der Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Daher ist es auch keine schlechte Idee uns ebenfalls ein Kennzeichen zu geben, wie unsere Grundstimmung ist und unser Einfluss auf andere, wenn wir mit anderen Menschen Zeit verbringen.

Die Frage ist, gefällt dir das, was du da an dir wahrnimmst? Und falls nicht, ändere deine Art zu sein und ändere dein Verhalten, denn damit beeinflusst du als einer der 5 Menschen nämlich auch deren Leben. Und wenn du als so eine positive Kraft in andere Leben hineinwirkst, kannst du bis in die dritte Reihe hinein Menschen positiv beeinflussen, ohne dass ihr euch kennt.

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