Lesefutter Folge 22

Heute gibt es das Lesefutter von Dezember und Januar zusammengefasst. Es sind grandiose Bücher dabei! Daher lass uns gleich reinspringen ins Lesefutter.

Wie immer gilt, wenn du ganz zeitnah mitbekommen möchtest, welche Bücher es aus meinem Lesestapel in das empfohlene Lesefutter geschafft habe, dann folge mir auf Instagram.

Und schon geht’s los mit den Buchtipps von Dezember 2018 und Januar 2019:

The Bond: Die Wissenschaft der Verbundenheit – Lynne Taggart

The BondLandläufig geht man ja davon aus, dass die meisten Risikofaktoren für Herzinfarkt, Depressionen und andere schwere Erkrankungen bekannt sind.

Die richtige Ernährung muss es sein, genügend Bewegung und andere Sachen. Doch wie sich herausstellt, gibt es einen weiteren wichtigen Faktor, der die größte Wirkung insgesamt hat.

Und das hat nichts mit unserem Lebensstil zu tun, sondern mit den Verbindungen die wir in unserem Leben haben oder eben nicht haben.

Das Buch The Bond von der Autorin Lynne Mactaggart ist eine faszinierende Zusammenfassung der Forschung die es in diesem Bereich gibt. Es gibt eine Wissenschaft der Verbundenheit.

Darin enthalten sind viele Forschungen die uns glasklar aufzeigen, wie wichtig es ist dass wir die Verbindungen in unserem Leben pflegen. Und wie sehr wir mit jedem Menschen den wir begegnen verbunden sind, wie gegensätzlich wie auch immer sein mögen.

Das Buch ermöglicht dir einen neuen Blick auf deine Welt. Es ermöglicht dir einen neuen Blick auf dich selbst. Von mir eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

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Was mein Herz dir sagen will – Susan Wiggs

was mein herz dir sagen willEin schöner Roman für freie Tage. „Was mein Herz dir sagen will“ Die Autorin Susan Wiggs erzählt von Camille und ihrer Familie.

Camille ist Witwe und verlor ihren Mann unter tragischen Umständen. Ihre Tochter Julie ist seitdem ihr Grund zu Leben und sie versucht sie vor allem zu behüten. Eines Tages bekommt Camilles Vater eine Kiste aus Frankreich, seiner alten Heimat, zugeschickt.

Darin finden sich rätselhafte Fotos die niemand recht einordnen kann. Bilder aus Kriegszeiten die lang vergangene Geschichten auferstehen lassen. Camille ist Spezialistin dafür alte Fotos zu entwickeln und zu restaurieren doch nur mit Hilfe von Professor Finn kommt sie der Geschichte hinter den Fotos auf die Spur.

Professor Finn kommt ihr als erster Mann seit Jahren wieder nahe. Sie tut sich schwer damit sich darauf einzulassen, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ein verlorenes früheres Leben. Doch als ihre Tochter immer unglücklicher wird in der Schule und auch ihr Vater darauf drängt begibt sich mit ihnen auf eine Reise nach Frankreich die alles verändern wird.

Das Buch wird zum Teil in Rückblenden erzählt und man erfährt einiges über die Geschichte der damaligen Zeit. Ich fand es sehr schön zu lesen, eine schöne Abwechslung zu all den Sachbüchern diesen Jahres. Die Autorin versteht es Menschen lebendig werden zu lassen und daher bietet das Buch angenehme Lesestunden.

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Die Liebenden von Sienna – Melody Winawer

Liebenden von SienaWenn eine Professorin für Neurologie einen Roman schreibt kommt wirklich eine interessante Geschichte dabei heraus.

Die Liebenden von Siena handelt von der Neurochirurgin Beatrice Trovato. Ihr Bruder hat sie aufgezogen nach dem Tod ihrer Eltern und sie hängen sehr aneinander. Beide stecken inzwischen in ihrem Berufsleben und bevor sie ihn an seinem momentanen Aufenthaltsort in Sienna besuchen kann, erliegt er einem Herzinfarkt.

Sie fliegt trotzdem nach Siena und ordnet den Nachlass den ihr Bruder, ein Geschichtsprofessor, zurückgelassen hat. Während ihrer Recherchen entdeckt sie ein altes Fresko auf dem sie sich selbst erkennt und befindet sich plötzlich im Mittelalter in Siena wieder.

Von dieser Warte aus erlebt sie das, was ihr Bruder recherchiert hat hautnah und die interessanten Verwicklungen die diese Zeitsprünge mit sich bringen machen dieses Buch zu einem wirklich faszinierenden Leseerlebnis.

Die Autorin Melodie Winawer hat einen wunderschönen Roman geschrieben der mittelalterliche Geschichte lebendig werden lässt. Ein echter Page-Turner finde ich.

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21 Lektionen für das 21. Jahrhundert – Yuval Noah Harari

21 Lektionen für das 21. JahrhundertDieses Buch ist wirklich der absolute Hammer. Wie gut, dass wir Historiker haben, die es verstehen den großen Blick über alles zu behalten. Unsere Welt ist dermaßen komplex geworden, dass wir uns gern in kleinere Sachen verbeißen, weil wir die noch überschauen können.

Dabei ist es so unfassbar wichtig dass wir den Blick auf das große Ganze nicht verlieren! Der Autor Yuval Noah Harari versteht es in einer sehr deutlichen und verständlichen Sprache Themen wie den Klimawandel, Auswirkungen von Religionen, unser eigenes Verhalten gegenüber Fremden und vielen vielen weiteren Dingen mehr einen Platz zu geben.

Der Titel des Buches 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert könnte nicht besser gewählt sein. Vor allem wenn du politisch tätig bist, ist dieses Buch ein absolutes Muss.

Es ist erschütternd und erschreckend wenn wir dort lesen wie sich die Automatisierung noch auf die Arbeitswelt auswirken wird. Doch die Augen vor etwas zu verschließen was auf jeden Fall kommt, genauso wie die medizinischen Entwicklungen, hilft uns nicht weiter. Also gib dir einen Ruck, lies dieses Buch und lass dich auf diese Wahrheiten ein.

Ich kann es nur noch mal sagen, wie gut dass wir Historiker wie den Autor haben. Absolut 5 Sterne von mir!

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Reset – Thomas Hohensee

ResetDieses Buch von Thomas Hohensee ist ein Buch das viele hilfreiche Anregungen bietet. Wer über den manchmal etwas plakativen Schreibstil hinwegsehen kann, findet dort Hilfestellungen warum wir gedanklich so oft in der eigenen Soße schwimmen und was sich daran ändern lässt.

Viel zu häufig jammern und klagen wir. Beschweren uns über die immer gleichen Dinge und schaffen es nicht uns aus diesen Gedanken – Mühlen zu befreien. Thomas Hohensee bietet Auswege und verpackt alles in leicht zu verstehende Analogien.

Wir sind tatsächlich programmiert, wie er das nennt , durch unsere frühesten Kindheitseinflüsse. Dazu gehören natürlich unsere Eltern jedoch genauso auch Lehrer und andere wichtige Bezugspersonen. Tatsächlich ist das Problem häufig, dass man selbst nicht merkt in welchen Schienen der eigene Zug fährt.

Die Hilfestellung und Anregungen die der Autor in diesem Buch bietet, ermöglichen einem wirklich schnell eigene Programme zu durchschauen und zu ändern.

Das lässt sich auch an niemanden delegieren, denn unsere Gedanken können wir nur selbst verändern. Doch wer sich darauf einlässt und sich mit Hilfe dieser Anregungen immer wieder daran erinnert, dass er sich anders programmieren kann, wird sein Leben verändert vorfinden.

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Befreit – Tara Westover

BefreitDas Buch Befreit von Tara Westover ist für mich wie eine Naturgewalt. Sie beschreibt darin die Geschichte ihre Kindheit als siebtes Kind einer Mormonen Familie in Idaho.

Sie wachsen ohne formale Schulbildung auf und die sehr eigenen Ansichten ihres Vaters führen dazu, dass sie erst mit 9 Uhr eine Geburtsurkunde bekommt. Es ist ein harter Weg den sich Tara hier erkämpft. Ihr Alltag ist geprägt von harter Arbeit und auch durch innerfamiliäre Gewalt.

Ermutigt durch einen Bruder der sich als Teenager für das College entschieden hat, kauft sie sich Schulbücher und versucht die Aufnahmeprüfung fürs College zu schaffen. Das gelingt ihr auch tatsächlich in einem zweiten Anlauf und ihre Geschichte führt sie nach Harvard und nach Cambridge.

In alldem verwoben ist die Abnabelung von der intensiven religiösen Erziehung ihrer Kindheit und dem sich neu erfinden in einer Welt die ihr vollkommen fremd ist. Mich hat das Buch zutiefst berührt, es hat mir wieder einmal aufgezeigt, dass Bildung und in die Schule gehen ein wahres Privileg sein können.

Das Bildung auch nicht unbedingt mit Schule gleich zu setzen ist, sondern mit dem inneren Bedürfnis lernen zu wollen. Verschiedene Ansichten der Welt kennenzulernen um sich daraus selbst eine Meinung und ein Bild schaffen zu können.

Der englische Titel des Buches lautet educated, doch der deutsche Titel befreit ist für mich das, was es tatsächlich im Kern trifft, was hier passiert. Die Befreiung durch Bildung. Für mich ein höchst empfehlenswertes Buch.

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Caraval – Stephanie Garber

CaravalAb und zu brauche ich auch mal wieder eine Abwechslung und daher lese ich zwischendurch super gerne Jugendbücher. Mich fasziniert es immer sehr welche Welten diese Autoren entstehen lassen und welche reichhaltigen Ideen hier zu lesen sind.

Das Buch Caraval von Stefanie Garber ist dafür das beste Beispiel. Scarlett und Donatella sind zwei Schwestern die auf einer der eroberten Inseln zu Hause sind. Es gibt ein Festival auf das Scarlet schon gehen wollte seitdem sie ein Kind war und seitdem ihr Vater sehr gewalttätig geworden war ist das ein Traum an dem sie festhält.

Nur ein paar Tage bevor sie verheiratet werden soll, erscheinen wie aus dem Nichts die Einladungen auf die Insel zum Caraval. Julian, ein Matrose den Donatella an Land gezogen hat, verhilft ihnen dabei, dass sie die Insel erreichen können. Legend, der das Spiel Caraval erfunden hat und seine Magie dazu verhilft, dass es ein unvergessliches Erlebnis wird bleibt unsichtbar und mysteriös.

Doch dieses Spiel ist nicht einfach nur ein Spiel, sondern es entfaltet eine ganz eigene Dynamik in deren Verlauf sich Scarlett versucht, nicht zu sehr hineinziehen zu lassen und es doch kaum verhindern kann.

Es ist schwierig zu unterscheiden, was noch Spiel ist und was wahr ist und welche Hinweise nun zum Ziel führen können und welche nicht. Die Geschichte ist absolut faszinierend, es wird eine Welt aufgebaut in der besondere Zahlungsmittel eine Rolle spielen die nichts mit Geld zu tun haben.

Mich hat das Buch sehr fasziniert und ich kann euch auch gleich sagen, dass es der Anfang einer Trilogie ist. Sehr lohnenswert zu lesen und vielleicht wird es dazu ja sogar auch noch einen Kinofilm geben. Den würde ich mir auf jeden Fall auch noch anschauen.

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Nachtlichter – Amy Liptrot

NachtlichterDie Autorin Amy Liptrot hat mit ihrer Autobiographie Nachtlichter ein dichtes, atmosphärisches, ergreifendes und gewaltiges Buch geschrieben. All diese Adjektive sind mir beim Lesen durch den Kopf gegangen.

Amy wächst auf den Orkney Inseln auf. Das sind die Inseln die noch nach Schottland in der See liegen. Sie haben einen ganz eigenen Charme und wie es auf Inseln oft ist, eine eigene Welt. Das Wetter bestimmt dort das Leben.

Und wie es oft so ist, wollen Jugendliche eigentlich nur von dort weg. Und so geht auch Amy noch London und stürzt sich in den Strudel dieser großen Stadt.

Eigentlich ist es nicht geplant was passiert, denn sie will einfach nur am Leben teilhaben und versucht sich dort hinein zu finden. Allerdings gerät das Party machen und das Alkohol trinken mit der Zeit immer mehr aus dem Ruder.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem sie früher von Parties nach Hause geht um schneller trinken zu können. Sie schreibt in ihrem Buch schonungslos von all den Dingen die ihr in dieser Zeit passiert sind. Von den Aussetzern, von den Peinlichkeiten, von der großen Liebe die sie verloren hat.

Irgendwann erreicht sie den Punkt, an dem sie versucht Hilfe zu finden und schafft es auch tatsächlich durch ein Programm in den Entzug zu kommen.

Ihr Weg zurück führt sie nach Hause auf die Orkney Inseln. Dort versucht sie in die Natur einzutauchen und das Leben dort als Heilung zu nutzen. Alkoholsucht ist eine der schwierigsten Süchte zum abgewöhnen. Und so kämpft sie jeden Tag gegen das Verlangen an.

Mich hat dieses Buch zutiefst berührt. Diese Reise mit zu erleben die jemand machen muss, um sich aus seinem selbst gewählten Gefängnis wieder zu befreien. Sehr, sehr lesenswert und großartig geschrieben.

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Puh, what a ride! Das waren sie, meine Leseempfehlungen aus Dezember 2018 und Januar 2019! Ich finde ja immer, lesen kann man nie genug. Und mir ist ein gedrucktes Buch tausend mal lieber als ein ebook-reader. Doch jeder so wie er will, Hauptsache es wird gelesen ;)

Transparenz-Hinweis: Wenn du auf die Bilder klickst landest du direkt bei Amazon und falls du eines der Bücher dort kaufst, bekomm ich eine überaus riesige Provision ;) Nein, Quatsch das natürlich nicht, es sind nur ein paar Cent.

Wenn du auch gern liest, dann schreib mir doch deine Buch-Highlights. Gern als Kommentar oder auch per email. Ich freu mich immer von meinen LeserInnen persönlich zu hören!

Wer du gern in meinen bisherigen Empfehlungen stöbern möchtest, dann nur zu. Du findest hier alle Lesefutter-Folgen.

Have a nice day and happy reading!

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