Was du am Ende deines Lebens bedauern wirst und wie du das verhindern kannst

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Es gibt tausende von Büchern die über Erfolg schreiben. Welche Geheimnisse es gibt, welcher Typ man sein sollte, welche 5 Schritte es einem möglich machen erfolgreich zu sein.

Erfolg wird in diesem Sinne meistens als beruflicher und finanzieller Erfolg gesehen. Weniger als persönlicher Erfolg. Doch eigentlich gehört zu einem gelungenen Leben jede Art von Erfolg. Wir werden nur durch das Gesamtpaket zufrieden sein.

Nur beruflichen und finanziellen Erfolg zu erreichen bedeutet oft, persönliche Beziehungen und die Gesundheit auf’s Spiel zu setzen. Für mich ist daher Erfolg ein Wert, den jeder erst mal für sich definieren sollte. Wann wirst du dein Leben als erfolgreich empfinden?

Bildquelle: pixabay

Was macht dein Leben zu einem Erfolg?

Das wiederum lässt sich nicht unbedingt für ein ganzes Leben beantworten. Wir verändern uns, wachsen, mögen andere Dinge, anderes wird wichtiger als in jüngeren Jahren.

Wenn ich darüber nachdenke, dann denke ich über ein erfülltes Leben nach. Was wird mich am Ende meines Lebens zufrieden machen. Und – die wichtigste Frage für mich – wann werde ich nicht das Gefühl des Bedauerns haben? Denn etwas zu bedauern, bedeutet, dass man selbst versäumt hat etwas zu tun, zu entscheiden oder zu wählen.

Das wiederum hat häufig mit fehlendem Mut zu tun und der Angst was andere über einen denken könnten. Womit wir wieder beim Selbstwertgefühl und der eigenen Stärke angelangt sind.

Wer jemals Bücher gelesen hat mit Interviews und Gesprächen mit hochbetagten Menschen, die an der Schwelle des Todes stehen, wird eines immer wieder finden als Rat an alle die noch eine längere Zeit auf Erden haben:

Lebe dein Leben, ohne dass du am Ende etwas bedauern wirst, hab Mut etwas zu tun, was du vielleicht fürchtest und mach dir nicht so viele Gedanken über das Urteil das andere Menschen über dich fällen könnten.

Wer nicht mehr viel Zeit hat, der sieht sehr klar auf sein Leben zurück und diesen Rat sollten wir nicht in den Wind schlagen.

Fürchte dich vor dem Bedauern

Wenn du dir ein erfolgreiches Leben schaffen willst, dann schaue jetzt auf dein Dasein und frage dich, was du bereits jetzt bedauerst.

Was hast du versäumt zu tun? Welche Sache schiebst du schon ewig vor dir her und weißt, dass du es bedauern wirst, wenn du es nicht angehst? Wo machst du dir viel zu viele Gedanken über das, was andere über dich sagen und denken könnten?

Schreib dir diese Dinge auf.

  • Gibt es Beziehungen die du schon lange hättest verändern sollen?
  • Was ist mit deinem beruflichen Dasein, was müsstest du daran verändern, damit du nichts bedauerst?
  • Was wolltest du immer schon mal lernen und hast dir bis jetzt nie die Zeit genommen?
  • Mit welchen Menschen würdest du bedauern, nicht mehr Zeit verbracht zu haben?
  • Welche Reisen schweben dir schon ewig vor und schiebst du vor dir her?

Tu dir selbst den Gefallen und schreib es auf.

Schau dir diese Liste an. Es werden dort verschiedenste Punkte zu finden sein.

Manches davon lässt sich nicht mehr realisieren, weil wir zu lange mit der Verwirklichung gezögert haben. Du wirst mit 40 keine bekannte Ballerina mehr werden, wenn du das Training in jungen Jahren abgebrochen hast. Doch was du machen kannst, ist herauszufinden, wie du dir jetzt diese Freude an Tanz und Bewegung zurück in dein Leben holen kannst.

Bedauern tut weh

Wer sich diese Liste durchsieht und beginnt diese Fragen zu stellen, wird durch eine Vielzahl an Emotionen hindurchgehen.

Es kann Traurigkeit aufkommen und das Gefühl, dass das eigene Leben nur aus Scheitern besteht. Es kann Ärger aufkommen über sich selbst, weil man sich so viel versagt hat aus den falschen Gründen. Es kann Resignation aufkommen, denn es scheint so, als ob man nicht der Typ ist, der ein glückliches und damit erfolgreiches Leben führen könnte.

An dieser Stelle steigen viele Menschen aus. Sie wollen dem Schmerz entgehen, den sie empfinden. Sie wollen sich nicht diesen Gefühlen stellen und sie durchleben. Doch guess what, dann wird sich nichts, aber auch gar nichts in deinem Leben ändern

Im schlechtesten Fall wirst du auf deinem Sterbebett liegen und deine Liste an Bedauern wird immer länger und länger geworden sein und du wirst keine einzige Chance mehr haben, daran etwas zu ändern.

Das erscheint dir jetzt doch ein wenig hart? Du hast vollkommen recht, das ist es. Und das soll es auch sein!

Es soll ein Weckruf an dich sein, dein Leben nicht wie nebenbei zu leben, sondern wahrhaft darin anwesend zu sein und es in deinem Sinne erfolgreich zu gestalten.

Jetzt hast du noch Zeit etwas zu verändern

Wach auf! Das Leben vergeht so oder so. Stell dich dem Schmerz, denn im Schmerz liegt deine Chance.

Lass mich das erklären. Wenn sich unser Hirn über die Jahre gebildet hat mit verschiedensten Nervenverbindungen, dann kehrt eine gewisse Routine ein.

Unser Hirn ist generell faul. Wenn es Möglichkeiten gefunden hat, wie es sich Dinge erleichtern und automatisieren kann, dann macht es das. Das spart Energie. Und Energie ist die wichtigste Ressource. Also wollen wir sie nicht verschwenden.

Das ist der Grund, warum du nicht mehr darüber nachdenkst, wie du liest, sondern du tust es einfach. Der Vorgang ist automatisiert und läuft mit wenig aktiver Energie ab. Dein Hirn verschwendet keine Energie.

Auf der anderen Seite ist inzwischen hinlänglich bekannt, dass unser Hirn noch in jedem Alter formbar ist. Die Plastizität ist enorm.

Leider hat das nur einen Haken. Je älter wir werden, umso mehr Automatismen haben wir angesammelt. Das gilt nicht nur für Handlungen sondern auch für Denkmuster. Es ist schwieriger seine Meinung zu ändern, weil man sie schon länger gewohnt ist.

Wer wirklich maßgebliche Veränderungen in seinem Leben durchlaufen will, darf sich nicht dem Schmerz entziehen. Denn der Schmerz ist der Weg, der uns ermöglicht umzudenken.

Schmerz ist dein Wegweiser

Das ist dir auf körperlicher Ebene sofort klar: Wenn du aus Versehen an die heiße Pfanne gekommen bist, dann wirst du zukünftig ganz besonders darauf achten, dass das nicht mehr passiert. Du hast dir instant ein neues Verhalten angewöhnt.

Hier haben wir durch Schmerz gelernt. Wenn wir das nun auf geistige Prozesse übertragen, dann gilt hier das gleiche: Wenn du dir deine Liste von oben ansiehst und dir den Punkt raussucht, bei dem du das größte Bedauern verspürst, dann liegt hier auch deine größte Chance tatsächlich etwas daran zu ändern.

Ein Beispiel für eine Verhaltensänderung die eine der schwersten ist, da sie mit einer Sucht verbunden ist: Nichtraucher zu werden.

Wer das in seinem Leben geschafft hat, darf sich ganz fest und oft auf die Schulter klopfen, denn das ist eine der hartnäckigsten Süchte, die am meisten Kraft erfordert, sich wieder abzugewöhnen.

Wie schafft man das? Ein Weg – und das ist der, für mich funktioniert hat – war der, den Schmerz wirklich zuzulassen, den es für mich bedeutet hat zu rauchen.

Das war keineswegs das Vergegenwärtigen von Lungenkrebs, Raucherbein oder anderen gruseligen Sachen die gern mal auf die Zigarettenschachteln gedruckt werden um für Abschreckung zu sorgen. Nein, solche Dinge habe ich (naiverweise) nie wirklich mit mir in Verbindung gebracht.

Auch nicht die Sorge von Angehörigen, die mir ins Gewissen geredet haben, ich möge doch endlich zum Rauchen aufhören. Wobei sie natürlich recht hatten, denn ich hatte Phasen zum Schluss an denen ich bis zu 3 Schachteln am Tag gequalmt habe. Heute unvorstellbar, doch so war es. All das hat sich für mich nicht als Grund erwiesen, der mir geholfen hätte, aufzuhören.

Und meiner Erfahrung nach geht es vielen Rauchern so. Diese eine kleine Zigarette, die man jetzt gerade raucht, wird einen schon nicht umbringen. Das stimmt. Das blöde ist nur, dass es eine von vielen ist. Und die vielen sieht man nicht.

Wenn du keinen Grund hast, wirst du nichts verändern

Als ich mich eines Tages ernsthaft in meiner NLP-Ausbildung mit dem Thema Verhaltensänderung auseinander gesetzt habe, wurde mir das ganze Ausmaß meines Dilemmas klar.

Ich hatte einfach keinen Grund für mich, der stark genug wäre mit Rauchen aufzuhören. Es war gesellschaftlich noch nicht so geächtet wie heute und vor allem beim Weggehen, war es eine Gemeinschaftsaktion zu rauchen. Niemand musste vor irgendeine Tür und so war es ein fester Bestandteil des Lebens.

Eine der Aufgaben in meinem NLP-Master war, mir über Verhaltensweisen Gedanken zu machen, die mich einschränken. Bei denen ich das Gefühl hatte sie würden mich von einem gelungenem, erfolgreichen Leben abhalten. Bei so etwas ist es unabdingbar, absolute Ehrlichkeit walten zu lassen.

So kam das Rauchen auf meine Liste. Denn wenn ich darüber nachdachte, wurde mir bewusst, wie sehr ich mich durch diese Sucht regieren ließ. Ich war einen Großteil des Tages damit beschäftigt zu rauchen und das hielt mich von vielen anderen Sachen ab.

Meine Klamotten und meine Haare stanken immer nach Rauch, was ich bei anderen eklig fand. Was vollkommen absurd war, denn ich rauchte ja selbst wie ein Schlot. Das alles zu erfassen machte überhaupt keinen Spaß und mit jedem Wort das ich notierte, fühlte ich mich schrecklicher. Ich hatte schon des öfteren versucht mit Rauchen aufzuhören, doch das hielt meistens nicht mal einen Tag an.

Doch nun saß ich da mit dem Resümee und musste mir klar machen, dass das ein Verhalten war, das ich immens bedauern würde, wenn ich es nicht schaffen würde es in meinem Leben zu ändern.

Diesen Schmerz auszuhalten war keine Freude. Doch ich ließ mich regelrecht hineinfallen, um wirklich wahrzunehmen wie groß mein Bedauern tatsächlich war.

All das zu fühlen, wie groß der Schmerz war, hat mir dabei geholfen von meiner Sucht loszukommen und tatsächlich Nichtraucherin zu werden. Es war eine harte Zeit, in der ich meistens ungenießbar für alle anderen war und ich oft verzweifelte. Doch die Verzweiflung während des Aufhörens war nie größer als der Schmerz der meine Grundlage für meine Entscheidung bildete.

Diese Entscheidung zu fällen, war der wichtigste Schritt in ein gesünderes Leben in dem dieses Bedauern keine Rolle mehr spielte. Das ist nun über 17 Jahre her und ich freu mich jeden Tag darüber, dass ich das tatsächlich hingekriegt habe.

Der Prozess war kein einfacher. Denn die Entscheidung ist zwar der erste Schritt, doch ohne einen Plan wird es schwierig sie auch durchzuhalten. Wie so etwas gehen kann und was dabei eine Rolle spielt, werden wir uns beim nächsten Mal ansehen.

Wo liegt dein größtes Bedauern?

Für heute möchte ich, dass du dir deine Liste machst. Schreib dir auf, was du sehr bedauern würdest, wenn du es in deinem Leben nicht ändern würdest. Sei gnadenlos ehrlich zu dir, denn der Tod ist uns allen gewiss und wenn du etwas ändern möchtest, dann brauchst du den Schmerz.

Was du konkret tun kannst um deine Entscheidung durchzuhalten wird uns beim nächsten Mal beschäftigen. Für heute lerne den Schmerz anzusehen und nicht wegzuschieben. Fühle ihn, denn darin liegt dein Chance, dein Leben zu verändern.

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