Krümel im Bett Folge 4 – Heute: Erfolg hat drei Buchstaben

Seit längerem geht mir wieder mal ein Gedanke nicht aus dem Kopf. Eben hartnäckig picksend wie der Krümel im Bett:

Wer auf dem richtigen Weg nur sitzt, wird überrannt…

Könnte man jetzt glatt für witzig halten, doch bei näherer Betrachtung, steckt doch ganz schön viel Wahrheit drin. Und wenn man noch näher hinsieht, dann könnte es sein, dass einem gar nicht gefällt, was sich da zeigt.

Es ist ja oft schon schwer genug, den richtigen Weg erstmal zu finden, dann wird es doch wohl auch erlaubt sich, sich da mal hinzusetzen. Stimmt. Völlig korrekt. Problematisch wird es auch erst dann, wenn man nicht mehr aufsteht und es sich auf Dauer dort bequem macht.

Wie sieht es denn bei Ihnen damit aus? Lassen Sie uns doch die Probe auf’s Exempel machen:

  • Bei welchen Projekten wissen Sie genau, was der nächste Schritt ist, doch Sie gehen ihn nicht?
  • Welche Versprechen haben Sie gegeben und bis jetzt nicht eingehalten?
  • Welche Entscheidung haben Sie bereits getroffen, doch führen sie nicht aus?

Wie wir ja alle wissen, haben besonders unangenehme Aufgaben die Tendenz der Aufschieberitis zum Opfer zu fallen. Oder auch unbekannte Themen lassen uns erstarren, da wir nicht sicher sind, was auf uns zukommt und wie wir es angehen sollen.
Es gibt auch ganze Bücher darüber, wie sich mit Aufschieberitis und dem inneren Schweinehund am besten umgehen lässt.

Mir selbst haben zwei Begebenheiten dabei geholfen mit diesem Thema umzugehen und auch heute noch gibt das meistens den Ausschlag dazu aufzustehen und auf dem Weg weiterzulaufen. Vielleicht nützen Ihnen diese Gedanken ebenfalls:

Im Titel habe ich es bereits geschrieben:

Erfolg hat drei Buchstaben: T U N

Das hat mir meine Mentorin immer und immer wieder gepredigt, wenn ich mal wieder einen Durchhänger hatte. Und auch wenn das schon Jahre her ist, fällt es mir im passenden Moment wieder ein.

Eine ganz einfache Weisheit die mit der Tugend Disziplin zusammenhängt. Das Wort hat in unseren Zeiten einen seltsamen Beigeschmack, doch es lohnt sich, sich darüber mal ganz persönlich Gedanken zu machen. Damit eng verknüpft ist die Selbstverantwortung. Und hier schließt sich der Kreis zu den drei Buchstaben.

Für meinen Erfolg ist nur ein Mensch verantwortlich und das bin ich selbst. Und wenn ich mich dazu wirklich verpflichte, dann übernehme ich damit auch die Verantwortung. Das TUN ist schlussendlich die sichtbare Selbstverpflichtung. Mein Tun bringt mich auf meinem Weg voran, macht mein Leben reicher und mich zufriedener.

Nur so nebenbei ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass in dem Wort Pflicht die Wörter ich und Licht verborgen sind? Finde ich immer wieder nett und seit dem ist dieses Wort im wahrsten Sinne heller für mich. Es entzündet ein Licht in meinem Ich, wenn ich meine Pflicht tue. Vielleicht ein wenig weit hergeholt, doch was spielt das für eine Rolle, wenn der Gedanke funktioniert?

Das zweite Hilfsmittel um auf meinem Weg weiterzulaufen, hängt mit einer Geschichte zusammen, die Napoleon zugeschrieben wird:

Es ist Krieg und Napoleon befindet sich mitten in der Nacht stehend vor seinem Zelt im Feldlager. Sein Adjudant steht neben ihm. Es ist dunkel, der Himmel voller Wolken. Napoleon fragt ihn: “Schauen Sie in den Himmel und sagen Sie mir was Sie sehen.” Sein Adjudant schaut wie befohlen nach oben und meint nach einer Weile: “General, ich sehe Wolken, Herr General.”

Unwillig schüttelt Napoleon seinen Kopf. Er dreht sich zu seinem Adjudanten um und sagt: “Dort hinter der Wolke, befindet sich mein Stern. Und auch wenn ich ihn jetzt nicht sehen kann, weiß ich doch, dass er da ist.”

Können Sie Ihren Stern auch sehen, wenn gerade der Himmel voller Wolken ist? Oder lassen Sie sich bei Durststrecken dazu verleiten, ihren Stern als verloren aufzugeben?

Machen Sie das nicht. Das Leben passiert in Wellen. Wir werden immer wieder mit Situationen konfrontiert werden, in denen nicht alles glatt läuft, wir Steine aus dem Weg räumen müssen oder Rückschläge erleben. Die gute Nachricht ist, auch das wird vorüber gehen. Das ist nun keineswegs sarkastisch gemeint. Nein, denn zu große Ausschläge in unserem Gefühlsradar kosten uns nur unnötig viel Kraft. Und etwas mehr Abstand und weniger Auflehnen tun uns dabei gut.
Glauben Sie an Ihren Stern, auch wenn der Himmel gerade wolkenverhangen ist. Machen Sie einfach weiter, tun Sie das, wozu Sie sich verpflichtet haben. Sie werden als Lohn eine innere Zufriedenheit erleben und damit auf Ihrem richtigen Weg vorwärtsgehen.

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