Was lässt du los?.

Wie nähern uns langsam aber sicher dem Ende des Jahres. Es war wohl für uns alle ein turbulentes Jahr. Und bei den meisten gibt es darüber hinaus noch Sachen, Ereignisse, Begegnungen, Gespräche die nicht so doll gelaufen sind und die einen immer noch beschäftigen.

Genau darauf wollen wir heute einen näheren Blick werfen. Lass uns das neue Jahr, das da am Horizont schon erscheint, ohne Altlasten betreten. Lass uns das was uns beschwert und nieder drückt, loslassen und uns davon lösen.

Photo by Timon Wanner on Unsplash

Was ist nicht so gut gelaufen?

Denk an dein ganz persönliches Jahr zurück. Was fallen dir für Ereignisse ein, die nicht so doll gelaufen sind und dich belastet haben? Was für Begegnungen waren wenig erfreulich und haben dich noch lange beschäftigt? Sind dir vielleicht Fehler im Job unterlaufen, für die du dich verantworten musstest? Gab es Situationen in denen du dich geschämt hast?

Was ist nicht gut gelaufen und möchtest du gern beenden? Welche Verbindungen haben dir nicht gut getan? Was hat dich immens viel seelische Kraft gekostet, was hat dich ausgelaugt, was hat dich ausbrennen lassen?

Überleg auch Ereignisse die dich wütend gemacht haben oder traurig. Alles an heftigen Emotionen kommt mit auf die Liste.

Und mit Liste meine ich keine gedankliche Liste, sondern eine schriftliche. Schreib all diese Sachen auf. Es mag zwar beängstigend sein, das alles schwarz auf weiß vor dir zu haben, doch bleib dabei und sammel weiter.

Was uns oft nicht bewusst ist, ist wie lange wir an für uns negativ erlebten Szenarien hängen bleiben. Das läuft oft wochen- oder auch monatelang im Hintergrund immer mit. Wie ein Radiosender der dudelt. All diese nicht abgeschlossenen Impulse binden einen Teil deiner gedanklichen und auch seelischen Kraft.

Wer über sich selbst eher negativ denkt, hat oft die Angewohnheit diese Erlebnisse geradezu zu sammeln. Und immer wieder eins dazu zu packen wie als Bestätigung, dass man ja ein Pechvogel ist oder zu doof für alles. Diese Bestätigung des Selbstbildes ist auf eine verquere Art wohltuend.

Doch genau dann solltest du dir die Chance geben, dich davon Stück für Stück zu lösen und das neue Jahr als Möglichkeit zu sehen ein anderes positiveres Selbstbild von dir zu schaffen.

Schau genau hin

Wenn du diese Liste nun vor dir hast, ist sie nicht dafür gedacht, dass du dich in diesen gesammelten negativen Erinnerungen wälzt, betrachte sie wie ein Arzt, der sich verschiedene Wehwehchen von seinem Patienten angehört und aufgeschrieben hat.

Jetzt kommt es zur Heilbehandlung. Denn unser Ziel ist es, diese ganzen Dinge im alten Jahr zu belassen. In dem sind sie geschehen und da dürfen sie bleiben.

Es geht nicht darum sie verändern zu wollen. Was war, das war. Deine Symptome bei einer Erkältung kannst du dir auch nicht im Nachhinein wegwünschen. Du hast halt einfach geniest, geschnäuzt und dich elendig gefühlt. Das ist schon vorbei. Was du jedoch beeinflussen kannst ist wie es weitergehen wird.

Daher nimm dir einen zweiten Zettel auf den du schreiben kannst: Meine persönliche Therapie ;)

Schau dir nun deinen ersten Eintrag an, was du an negativen Erlebnissen aufgeschrieben hast. Wir suchen nun nach der verborgenen Lektion. Denn jedes Ereignis ist immer auch ein Lehrer. Du kannst etwas daraus mitnehmen. Was ist es, was du als Lehre daraus ziehen kannst?

Wenn dir z.B. ein Fehler in der Arbeit passiert ist, was könnte deine Lehre daraus sein? Zum einen, dass Fehler absolut menschlich sind. Wir sind keine Maschinen. Zum anderen vielleicht, dass dir klar ist, was du hättest anders machen sollen. Und genau das kannst du dir aufschreiben.

Stell dir die Frage, ob dieses Ereignis dich in 5 Jahren in irgendeiner Weise noch betreffen wird. Meistens ist das nicht der Fall, also kannst du seine Wichtigkeit gleich mal ein wenig kleiner machen.

Du kannst niemand anderen ändern, du kannst nur dein Verhalten und deine Gedanken ändern. Wenn du immer wieder in ähnliche Streitsituationen gerätst, dann schau genau hin, was dein Anteil ist.

Wo biegst du immer wieder in die gleiche Sackgasse ab? Was brauchst du, damit die Konversation anders laufen kann? Was müsstest du über dich denken? Denn das ist es, was eine Änderung verursachen wird. Nicht das, was du über andere denkst. Denn die sind so wie sie sind.

Es liegt an dir, wie du ihnen begegnest. Eine Option ist Kontakte einzuschränken, die dir nicht gut tun. Auch nein sagen ist dir vollkommen gestattet.

Was kannst du für dich verändern?

Notiere dir viele verschiedene learnings, was kannst du aus all den Erlebnissen lernen. Betrachte all das als Aufgaben die dir gestellt wurden und du nun die Möglichkeit hast im nächsten Abschnitt deines Lebens andere Weichen zu stellen.

Vielleicht fallen dir Muster auf. Gemeinsamkeiten zwischen mehreren Situationen. Hat dich immer wieder etwas grantig gemacht? Ist eine bestimmte Art von Menschen dir besonders gegen den Strich gegangen? Sind ähnliche Erlebnisse negativ verlaufen? Hast du dich immer wieder ähnlich gefühlt, wenn was schief ging?

All das sind Hinweise darauf, dass du das für das nächste Jahr anders angehen kannst. Was für ein Denken brauchst du über dich, das dir ermöglicht, positivere Ergebnisse zu erleben? Welche Änderungen kannst du vornehmen in deinen Handlungen, in deinem Denken, damit deine Liste am Ende des kommenden Jahres kleiner wird?

Ja, ich weiß, immer müssen wir uns selbst ändern. Doch glaub mir, das ist die beste Nachricht überhaupt. Denn das haben wir in der Hand. Dagegen haben wir nichts in der Hand, was andere Menschen betrifft. Wir können sie um etwas bitten oder ihnen auch etwa befehlen. Doch ob es dann so läuft wie wir uns das vorstellen, liegt nie in unserer Hand. Jeder Mensch entscheidet selbst, auch wenn ihm das manchmal nicht so vorkommen mag.

Es liegt viel mehr in deiner Hand als du denkst

Du bist der Gestalter, die Gestalterin deines Lebens. Du wählst was du denkst und wie du dich fühlst. Das ist oft nicht einfach zu akzeptieren, da es viel einfacher ist, jemand anderem die Verantwortung für die eigenen Gefühle aufzudrücken. “Wegen dir geht es mir jetzt so schlecht.” “Weil du immer so gemein bist, bin ich so oft traurig.”

Nein, so herum funktioniert das nicht. Wir haben die alleinige Verantwortung für unser Leben. Es ist unsere Aufgabe, selbst zu stehen und uns um unsere Angelegenheiten zu kümmern. Wir brauchen weder eifersüchtig und neidisch auf Andere zu sein, noch auf Andere herabsehen.

Alle sind gleichwertig und niemand steht über dem anderen. Daher kann dich auch nur jemand verletzen, wenn du es zulässt.

Du hast nun aufgeschrieben, was aus deiner Sicht alles nicht so doll gelaufen ist und du hast dir aufgeschrieben, was du daraus lernen kannst und für das nächste Jahr ändern.

Lass los

Nimm die erste Liste und verabschiede dich bewusst von allem was darauf steht. Es ist vorbei und gewesen. Es war Teil des Jahres das gerade zu Ende geht und darin darf es auch bleiben. Kein Grund es mitzunehmen ins nächste Jahr. Kein Grund mehr wegen etwas grantig zu sein, es ist schon kalte Asche. Lass es los. Gib keine Energie mehr hinein. Lass es los. Hör auf dich daran fest zuhängen. Lass es los. Es war wie es war und es ist gewesen.

Und dann verbrenne diesen Zettel. Ohne Triumph, Freude oder Traurigkeit. Lass einfach alles gehen. Sei dankbar, dass du dieses Jahr leben durftest und lass alles gehen.

Sei eine Weile still und nimm dich wahr.

Und wenn du merken solltest, heute oder in den nächsten Tagen, dass manches von der Liste wieder in deinem Kopf auftaucht, dann erinnere ich daran, dass es vorbei ist. Es ist verbrannt, es ist kalte Asche, es ist vorbei. Du hast es losgelassen.

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