Wer leben will muss wagen

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In meiner losen Folge „Krümel im Bett“ geht es immer wieder um Sätze aus Büchern an denen ich hängen geblieben bin, Zitaten die ich gehört habe oder Gespräche die ich geführt habe. Heute geht es um dein Leben und ob du nicht wieder mehr wagen solltest.

Viele Menschen möchten sich möglichst absichern im Leben. Sie versuchen alle Eventualitäten zu bedenken und dann versuchen sie die absolut optimale Entscheidung zu treffen.

Da das nicht klappen kann, stecken sie oft ewig in unentschiedenen Situationen fest. Denn etwas Neues zu beginnen, bedeutet auch das bisherige los zulassen.

Manchmal passiert es, dass nach einer getroffenen Entscheidung dem Alten doch nachgetrauert wird. Ach hätte ich doch diesen Weg gewählt und nicht jenen. Das führt dazu, dass weder das Neue in Freude begrüßt werden kann noch das Alte in Dankbarkeit losgelassen wird.

In diesem Hin und Her lässt sich ein ganzes Leben verbringen. Oder sollte man fast sagen sogar verschwenden? Denn das Leben ist nicht dazu gedacht mit angezogener Handbremse zu fahren, sich niemals neuen Erfahrungen auszusetzen und furchtsam in seinem Kokon zu bleiben.

Bildquelle: pixabay | Kranich17

Anselm Grün spricht in seinem Buch von Gipfeln und Tälern des Lebens einen wahren Satz aus:

Wer leben will, muss wagen.

Leben entfaltet sich in der Veränderung, im Wachsen, im Fortschreiten. Leben das stehen bleibt, kippt um wie ein Gewässer, das nicht mehr fließt.

Etwas zu wagen heißt nun nicht sich blindlings in Neues hinein zu stürzen. Es gehört dazu sich im Vorfeld Gedanken zu machen, abzuwägen was sich wie entwickeln könnte. Doch diese Phase darf nicht in ein unendliches Überdenken führen in dem alles wieder und wieder durchgekaut wird.

Woher kommt nur diese Sucht nach Sicherheit?

Es gibt Ansätze der Erklärung, die darauf hinweisen, dass immer mehr Menschen keiner Religion angehören und das dazu beiträgt sich verunsichert zu fühlen.

Tatsache ist, dass gläubige Menschen glücklicher und zufriedener sind. Zum Teil sogar gesünder sind als Menschen die nicht im Glauben verankert sind. Wer sich nicht allein gelassen fühlt und daran glaubt, dass es etwas Größeres als ihn selbst gibt, an das er sich wenden kann, findet darin Trost und Kraft.

Die Gemeinschaft macht den Unterschied

Einen großen Anteil daran hat gar nicht unbedingt der Glaube an sich sondern das eingebunden sein in eine Gemeinschaft. Diese bildet einen Puffer gegen Unwägbarkeiten und bietet Halt in schwierigen Zeiten.

Genau diese Gemeinschaft ist es, die immer mehr verloren geht in unserem Alltag. Unsere Familie lebt zerstreut, wir haben wenig Zeit für die Pflege von Freundschaften und so geht dieses Netz immer mehr verloren.

Wer sich isoliert und allein gelassen fühlt und keine regelmäßigen Erfahrungen von wohltuender Gemeinschaft macht, wagt häufig immer weniger.

Denn auch wenn Rückzug und Stille für uns wichtig ist, sind wir Menschen soziale Wesen, die das Gefühl brauchen dazu zu gehören.

Ohne Gemeinschaft kein Überleben

Eine der schlimmsten Strafen für Menschen ist es ausgestoßen zu sein. Daran erkannt man, wie wichtig Bindungen für uns sind. In früheren Zeiten hing davon unser Leben ab und in heutiger Zeit unser seelisches Wohlbefinden.

Was also tun, wenn wir immer weniger wagen und unser Leben damit beschränken?

Für mich besteht ein erster Schritt darin, wieder in das Gefühl einer Gemeinschaft zu kommen und Bindungen bewusst zu stärken.

Verbundenheit mit anderen kann uns den Glauben an uns selbst zurückbringen und damit auch die Fähigkeit wieder Risiken einzugehen.

Ein Fokus der dabei unglaublich helfen kann, ist der, sich dabei nicht auf sich selbst zu konzentrieren, dass man diesen Kontakt ganz dringend braucht, sondern sich darauf zu konzentrieren, was man für andere tun kann.

Dadurch fällt es anderen viel leichter positiv zu reagieren und das unterschwellige Gefühl, dass da jemand was von einem will, wird vermieden.

Dieser Fokus hilft dir auch, dich in schnellster Zeit wieder verbunden zu fühlen, wenn du in Kontakt gehst. Denn sich von eigenen Ängsten abzuwenden und hilfsbereit auf andere zu zugehen, lässt eigene Sorgen kleiner werden.

Zwei Wege die dir helfen können

Konkret angehen kannst du das auf zwei Wegen.

1. Du kannst deine Freundschaften und Kontakte wieder bewusst pflegen und dich bei Menschen melden, von denen du schon länger nichts mehr gehört hast. Einfach um zu horchen, wie die Dinge stehen, was es Neues gibt, welche Veränderungen eingetreten sind und ob du vielleicht bei etwas helfen kannst.

Das kann so simpel sein, wie diesen Text zu schicken:

Hey…ist schon länger her, dass wir voneinander gehört haben. Musste vor kurzem an dich denken und wollte mal horchen wie es dir so geht. Keine Eile, wenn es gerade stressig ist bei dir. Freu mich von dir zu hören, wann immer du Zeit hast.

Du wirst erstaunt sein, wie viele Menschen sich darauf bei dir zurückmelden werden. Und falls jemand dir nicht antwortet, nimm es nicht persönlich. Wir haben alle viele um die Ohren.

Es gibt übrigens eine großartige Challenge genau zu diesem Thema Kontakte pflegen von Jordan Harbinger. Der Level One Kurs ist kostenfrei und absolut empfehlenswert.

2. Der zweite Weg in das Gefühl einer Gemeinschaft hinein zu kommen ist sich ehrenamtlich zu engagieren. Ohne diese bürgerliche Engagement wäre unser Gesellschaft sehr viel ärmer.

Informier dich was es bei dir in der Gegend alles an Initiativen gibt. Oft hat das Rathaus eine Liste oder es gibt Stiftungen die versuchen solche Initiativen zu bündeln. Wie z. B. pack ma’s für den Umkreis Rottal-Inn.

Trag etwas bei, engagiere dich für andere und du wirst spüren, wie dein Vertrauen ins Leben wächst. Und damit auch dein Wagemut neue Wege zu gehen und dich Risiken auszusetzen.

Denk daran, dass Lebendigkeit mit Wachstum und Veränderung zu tun hat.

Lass dich darauf wieder ein und schaffe dir eine stärkende Gemeinschaft, die dir dabei hilft, dich sicher zu fühlen um deinen Weg zu gehen.

Denn wer leben will, muss wagen.

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