Warum dich geben glücklich macht und wohin ich gebe, weil es mir am Herzen liegt

Warum dich geben glücklich machtBeitrag lieber hören?

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Geben ist seliger denn nehmen. Wieso eigentlich? Und stimmt das überhaupt? Oder ist das einfach wieder nur so ein Spruch der Kirche, der uns unsere Gier und unseren Eigennutz vor die Nase halten soll?

Meine Geschichte des Gebens

Wieso geben dich glücklich macht, will ich dir heute aus meiner Sicht erzählen und vielleicht nimmst du dir diese Gedanken als Impuls mit, um selbst für dich darüber nachzudenken.

Altruismus bedeutet nach der Definition im Lexikon:

Die Einstellung, dass man die Belange und das Wohlergehen anderer Menschen für wichtig erachtet.

Wohlgemerkt, da steht nicht „wichtiger“ sondern wichtig. Ein Gleichstellen, wenn man so will. Das ist leider in unserer oft egozentrierten Welt ein rares Gut geworden.

Bildquelle: pixabay

Und was ist mit mir?!

Neid auf Besserverdienende, Neid auf Kollegen die vorgezogen werden bei der Beförderung, Intrigen und geförderte Konkurrenz durch dieses unsägliche Konzept von Zielvorgaben in einem Job fördern eine „ich muss erst mal auf mich schauen“-Attitüde.

Es fördert die Angst zu kurz zu kommen und zu verlieren. Jemandem etwas zu gönnen, braucht das Gefühl, dass man selbst nicht verliert, wenn man großzügig ist. Wer jedoch in dieser Denkschleife gefangen ist, tut sich schwer mit dem Konzept des Gebens.

Was heißt Geben?

Geben ist etwas Freiwilliges, etwas das man mit Freude tut. Geben heißt, jemand anderem etwas schenken wollen ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Vor allem das letztere „ohne eine Gegenleistung zu erwarten“ fällt vielen Menschen immer schwerer.

Es gilt eher der Handel: Wenn ich was für dich tue, dann schuldest du mir einen Gefallen. Doch das hat nichts mit wahrem Geben zu tun. Diese Erwartungshaltung macht uns nicht glücklich, im Gegenteil, sie ist der beste Weg um sich abhängig und unglücklich zu fühlen.

Was geben mit dir macht

Geben macht glücklich. Das musst du mir nicht glauben, doch du kannst es ganz einfach selbst ausprobieren. Mach diese Woche jeden Tag einem Menschen ein ernstgemeintes Kompliment. Oder bedanke dich bewusst jeden Tag bei jemandem.

Das kostet dich kein Geld und wird dich verändern. Wichtig ist dabei, dass du es machst, weil du damit jemandem eine Freude machen möchtest, jemandem den Tag erhellen willst. Einfach so. Ohne was dafür zu bekommen. Einfach, weil du es kannst.

Und dann nimm wahr, wie du dich fühlst. Wenn du dich schlechter fühlst dabei, dann hör wieder auf damit. Doch egal wieviele Menschen dieses Experiment bis jetzt gemacht haben, niemand hat sich dadurch schlechter gefühlt.

Alle haben erzählt, wie wunderbar es sich angefühlt hat, anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Hey, und das hat dich nichts gekostet außer ein paar ehrlich gemeinten Worten.

Gib dein Engagement

Wenn du jetzt noch einen Schritt weitergehen willst, dann kannst du nicht nur Worte, sondern auch Taten und deine Zeit geben. In jeder Stadt gibt es hunderte von Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren. Etwas für Menschen zu tun, die es nicht so einfach haben im Leben und denen du mit deiner Hilfe Unterstützung geben kannst.

Dazu reicht eine google Suche mit dem Namen deiner Stadt und dem Begriff Ehrenamt. Für Regensburg z.B. gibt es dazu eine Info-Seite der Stadt.

Spenden kann so viel verändern

Ohne Spenden würde es viele Initiativen nicht geben. Ohne Spenden könnten niemals soviele Menschen vor dem Hungertod, vor Krankheiten und vor bitterer Armut gerettet werden. Ohne Spenden wäre unsere Welt so viel ärmer.

Ich bin im einem Elternhaus aufgewachsen, das man durchaus als nicht wohlhabend bezeichnen darf. Doch auch wenn wir wenig finanzielle Mittel zur Verfügung hatten, hat meine Mama immer schon gespendet. Und seien es nur 10 Mark gewesen, die das Haushaltsgeld dafür hergab.

Jeder € hilft

Es war etwas Selbstverständliches für sie und sie hat mir das mitgegeben. „Auch mit wenig kann man helfen“, sagte sie. Oder auch „Gutes kommt in die Welt, weil man Gutes tut“. Dieses Gedankengut hab ich quasi mit der Muttermilch aufgesogen und das war eines der wenigen Dinge, die ich niemals in Frage gestellt habe.

Warum auch, denn ich habe selbst immer die Freude gespürt, wenn wir die Überweisungen gemeinsam ausgefüllt haben. Ich durfte helfen die Zahlen der Bankverbindung hinzuschreiben und dann haben wir das zur Bank gebracht. Das waren noch diese vorsintflutlichen Vor-Internet-Zeiten (:

Wie mich meine Familie geprägt hat

Vielleicht ist es auch nicht nur durch das Vorleben meiner Mutter so sehr in mich übergegangen, dass Geben glücklich macht und auch ein Privileg ist, das tun zu können, sondern auch unsere Familiengeschichte an sich hat mich geprägt.

Die Heiligenstädter Schulschwestern

Die Schwester meines Urgroßvaters hat in Heiligenstadt eine Ordensniederlassung mitgegründet, die als Heiligenstädter Schulschwestern bekannt wurde. Wie sich am Namen unschwer erkennen lässt, ist es ein Hauptanliegen des Ordens zu unterrichten und Kinder damit eine Zukunft zu ermöglichen.

Der Orden engagiert sich seit vielen Jahren in ärmsten Ländern wie Bolivien und gibt dort Mädchen einen Zufluchtsort und eine Gemeinschaft in der sie sicher aufwachsen können. Soviel Leid bleibt ungesehen und es ist für mich immer wieder schockierend wie viel Gewalt und Leid noch immer in dieser Welt herrscht.

Daher ist das eine der Initiativen für die ich regelmäßig spende. Nicht nur, weil ich eine Nachfahrin bin, sondern weil ich das Anliegen, durch Bildung Veränderung zu schaffen, mit allem unterstütze, was ich bin.

Wir helfen Indien

Das ist auch der Grund warum ich seit vielen Jahren Patenkinder über die Initiative „wir helfen Indien“ unterstütze. Ida und Josef Gaßner aus Landshut engagieren sich seit 1993 im Bundesstaat Kerala in Indien.

Sie konnten in diesen Jahren Schulen gründen, Brunnen bauen, durch Kuh-Programme und Nähmaschinen-Programme Hilfe zur Selbsthilfe leisten und soviel Gutes bewirken.

Eines meiner ersten Patenkinder von dort ist vor einigen Jahren fertig geworden und ist nun selbst Lehrer und unterrichtet in einer der Schulen. Es setzt sich fort über Generationen, wenn Kinder die Chance haben lernen zu dürfen und in ein Leben hineinzufinden, dass nicht mehr von bitterer Armut und Gewalt geprägt wird. Bildung kann alles verändern.

Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge

Eine weitere Organisation die ich unterstütze, hat nichts mit dem Leben zu tun, sondern mit dem Tod. Hier ein Zitat aus der Webseite vom Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge:

Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

Damit übernimmt er in meinen Augen eine elementar wichtige Aufgabe. Wir dürfen niemals vergessen und müssen immer wieder aus der Geschichte lernen.

Wenn wir auf den Friedhof gingen als ich klein war, haben mich die Grabplatten der Kriegstoten im Park immer magisch angezogen. Es war für mich nichts Beängstigendes, sondern tröstlich, dass sie nicht unbekannt geblieben waren, sondern ihre Namen auf den Platten standen. Ich stand da und wollte wissen wie sie heißen. Meine Mutter hat sie mir vorgelesen bis ich sie selbst lesen konnte.

Wenn ich ein Grab fand, auf dem mittendrin „unbekannt“ zu lesen war, war ich immer untröstlich, weil ich es schrecklich fand, dass hier jemand lag, der in einem Krieg sterben musste und von dem niemand wusste wer er war.

Ich hab dann meine Mama gelöchert, was man denn tun kann um den Namen herauszufinden und sie hat mir von der Aufgabe des Volksbundes erzählt, der genau das immer wieder versucht. Es werden sogar heute noch Umbettungen vorgenommen, weil immer wieder Massengräber aus den ersten beiden Weltkriegen entdeckt werden.

Wichtig finde ich auch die Camps für Jugendliche die vom Volksbund veranstaltet werden. Länderübergreifende Völkerverständigung mit gemeinsamer Arbeit an der Vergangenheit.

WWF

Menschen sind nicht die einzigen Lebewesen die die Erde bevölkern, ohne Tiere würde es diese Welt nicht geben. Die Natur ist unsere große Mutter, das vergessen wir nur allzu oft. Unfassbar, was aus Gründen der Gier für ein Raubbau getrieben wird.

Den WWF zu unterstützen ist für mich daher genauso ein Herzensanliegen. Wenn ich lese, dass Nashörner, Elephanten und viele weitere Tiere sterben müssen aufgrund abstruser Gesundheitselixiere die aus den Hörner gewonnen werden oder weil Elfenbein ja so schmückend ist, könnt ich nur k….

Der WWF engagiert sich nicht nur im Tierschutz, sondern auch im Wald- und Küstenschutz. Wir brauchen diese Regionen, damit der Planet Erde für uns alle ein lebensfähiger Ort bleibt.

Wer, wenn nicht wir, muss dafür sorgen, dass es auch für spätere Generationen noch einen Platz gibt, der eine Zukunft bietet? Wir werden so schnell keine Ersatz-Erde finden und es liegt in unser aller Verantwortung und damit auch in unser aller Hand, etwas zu tun.

Kiva

Eine Initiative, die das Konzept des Spendens bewusst verändert in Mikrokredite ist kiva. Was soll ich sagen, seit dem ich kiva entdeckt habe, bin ich begeistert von diesem Konzept. Es ist so einfach und verändert die Welt.

Mit Hilfe von Mikrokrediten werden vor allem Frauengruppen unterstützt. Sie schaffen sich mit den Krediten eine kleine Selbständigkeit und können damit ihre Familien unterstützen und ihren Kindern Schulbildung ermöglichen. Die Rückzahlungsquote liegt bei phänomenalen 97 %!

Wenn das Geld zurückkommt, kann es nächsten Projekt gegeben werden. Wenn du mehr darüber wissen willst, dann hör doch in den Podcast bei Heikes Stadtgeflüster rein, dort hab ich was dazu erzählt.

Es gibt noch einige weitere Organisationen, für die ich spende wie das Deutsche Rote Kreuz, der Weiße Ring und andere und jeder kann sich für den Zweck engagieren, der ihm wirklich am Herzen liegt. Und dass wir das alle tun sollten, ist für mich etwas, was auf der Hand liegt.

Von jedem Geldbetrag den ich einnehme, gebe ich etwas an diese Organisationen. Es ist ein Weitergeben für mich und ein Herzensanliegen.

Jeder kann und sollte geben

Jeder von uns kann das machen. Jeder von uns kann etwas geben. Schon mit 25 € im Monat kann man einen kleinen Teil beitragen. Auch mit 10 € geht das schon.

Wir geben oft so unbedacht Geld für alles mögliche aus, wieso nicht einen Dauerauftrag einrichten für eine Organisation die etwas tut, was einem am Herzen liegt?

Werden uns diese paar € wirklich fehlen? Werden wir es überhaupt bemerken, wenn sie abgebucht werden?

Wer noch einen zusätzlichen Anreiz möchte, sollte im Kopf behalten, dass sich Spenden von der Steuer absetzen lassen.

Mach dich selbst glücklich und sei großzügig

Großzügig sein macht glücklich. Sei freigebig mit netten Worten, deiner Zeit und deinem Geld. Gib der Welt etwas zurück, unterstütze Organisationen die sich um etwas Wichtiges kümmern und mach die Welt zu einem besseren Ort.

Du bist Teil dieses großartigen Abenteuer Lebens. Wir, die wir einen Job haben, Geld verdienen und nicht am Hungertuch nagen, haben aus meiner Sicht die Verpflichtung Menschen Hoffnung zu geben, in dem wir unterstützen. Das darf gern jeder anders sehen, doch das ist meine innere Haltung und sie macht glücklich.


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