Schaffst du es an einer Sache dranzubleiben_

Wie wir im letzten Beitrag gelernt haben, ist das mit dem Ablenken eine fiese Sache. Wir verlieren damit Zeit und unser Ziel aus den Augen.

Doch was können wir tun? Welche Möglichkeiten haben wir jeden Tag in unserem ganz alltäglichen Umfeld um wieder mehr Fokus zu bewahren?

Alles was wir den ganzen Tag tun oder denken trägt den potentiellen Ablenkungsfaktor in sich. Wir sind nicht gefeit davor, dass uns plötzlich etwas in den Sinn kommt und wir diesem Gedanken folgen.

Es ist ein Reflex den wir gar nicht wahrnehmen und uns oft erst viel später auffällt, dass wir gar nicht (mehr) mit der Sache beschäftigt sind, die wir uns eigentlich vorgenommen haben.

Unser Hirn ist eine Supermacht darin uns selbst abzulenken und damit evtl. unangenehme Arbeiten zu verschieben oder vielleicht auch ganz auszusitzen und gar nicht machen zu müssen.

Da waren sie wieder die unangenehmen Gefühle, denen wir versuchen aus dem Weg zu gehen. Doch wir wissen ja inzwischen dass das nicht wirklich funktionieren kann und auch keinen Sinn macht.

Wir sind durch unsere ablenkungsstarke Welt leider schon sehr darauf trainiert, uns nicht mehr konzentrieren zu können. Da gilt es etwas dagegen zu setzen und eine Möglichkeit dazu, kann die Pomodoro Technik sein.

Bildquelle: pixabay

Pomo was?

Sie ist, wie alle Techniken, mit einem schicken Namen gesegnet, denn ansonsten würden wir sie wohl kaum in Erwägung ziehen.

Wenn sie “Konzentrationsmethode” hieße, wäre das Interesse schon sehr viel geringer.

Worin sich der Kreis wieder schließt, denn um die Aufmerksamkeit zu gewinnen, die wir benötigen, damit jemand eine Methode überhaupt wahrnimmt, um mehr Konzentration in sein Leben zu bekommen, brauchen wir schon einen schicken Namen der genug Aufmerksamkeit erbringt um uns abzulenken…

Pomodoro kommt aus dem italienischen und heißt Tomate. Der erste Gedanke der dabei oft auftaucht, ist, was bitte hat eine Tomate mit unserer Konzentration zu tun?!

Die Erklärung ist ganz einfach. Der Erfinder hatte zufälligerweise gerade eine Eieruhr in Form einer Tomate zur Hand und genau daher stammt auch der Name. Ein reiner Zufallstreffer und in keinster Weise auch nur im geringsten mit Gemüse zusammenhängend.

Gut, was soll uns also diese seltsame Tomatentechnik in Sachen Fokus beibringen?

Nun, das wiederum ist eine sehr interessanter Aspekt. Durch die Vielzahl an Ablenkungen und tausend anderen Sachen die um uns ständig herumschwirren, ist es die Schwierigkeit über eine gewisse Zeitspanne an einem Thema dran zubleiben. Diese an sich simple Fähigkeit fällt uns inzwischen so schwer.

Es gibt sovieles was interessant ist…

Wir sind durch unsere aktuelle Welt auf Ablenkung trainiert. Das müssen wir wieder ändern und dazu kann uns die Pomodoro-Technik wunderbare Dienste leisten.

Wir können damit trainieren unsere Aufmerksamkeitsspanne zu erhöhen und wieder leistungsfähiger und produktiver zu werden.

Wer die Pomodortechnik einsetzen möchte, sollte folgende Schritte durchlaufen:

  1. Such dir ein Projekt oder Thema an dem du arbeiten möchtest. Es muss etwas sehr konkretes sein, wie das Schreiben eines Berichts, oder recherchieren einer rechtlichen Angelegenheit, verfassen eines Angebotes usw. Such dir ein derartiges Projekt, das genau definiert ist.
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  2. Stell dir einen Wecker oder dein Handy auf 25 Minuten. Diese Zeitspanne entspricht einer sog. Pomodoro. Während dieser Zeitspanne arbeitest du nur an dem gewählten Thema bzw. Projekt. Auch wenn dir zwischendurch etwas einfällt, oder ein Impuls zu einer anderen Tätigkeit kommt, du bleibst während der 25 Minuten Pomodoro nur bei der gewählten Tätigkeit. Du kannst alles, was dir mittendrin durch den Kopf schießt, auf eine Liste schreiben. Und dann gehst du wieder zu deiner gewählten Tätigkeit zurück und machst dort weiter.
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  3. Nach der Pomodoro stellst du deinen Wecker auf 5 Minuten Pause. Während dieser Zeit der Pause machst du etwas anderes. Steh auf und hol dir etwas zu trinken oder mach Dehnübungen, geh auf die Toilette usw. Mach wirklich etwas anderes als du während der Pomodoro – den 25 Minuten – gemacht hast. Wechsel vor allem die Körperhaltung. Wenn du gesessen bist, steh auf, beweg dich und suche eine andere Position. Wenn du an deinem Computer sitzen bleibst und nur den Screen wechselst, weil du nur kurz auf Facebook gucken willst, wirst du keinen großen Effekt erzielen. Denn diese Pause hat als wichtiges Ziel, dich von dem was du gerade gemacht hast, zu entkoppeln. Dich in gewisser Weise zu unterbrechen, das aber bewusst und mit Strategie.
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  4. Nach der Pause stell dir deinen Wecker erneut auf 25 Minuten und starte damit die nächste Pomodoro. Während dieser Zeitspanne bleib weiter an dem von dir gewählten Thema dran und fokussier dich darauf.
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  5. Erneute Pause von 5 Minuten usw.

Was soll das bringen?

Dies im Wechsel auszuüben, bietet dir viele verschiedene benefits. Der Wichtigste ist, dass du deinen Fokus trainierst. Es kann sein, dass du während des Übens merkst, dass du unglaublich oft abgelenkt bist von außen oder dich innerlich ablenkst durch Gedanken und Gefühle.

Was auch passiert, es ist wichtig, dass du die Quellen deiner Ablenkungen feststellst. Wir sind damit wieder im Wahrnehmungsmodus. Das ist immer der erste Schritt wenn man etwas ändern möchte. Du musst wahrnehmen, was gerade passiert. Wenn du wahrnimmst, dass du abgelenkt bist, kannst du wieder zu deinem Thema zurückkehren.

Es kann sein, dass es dir unglaublich schwer fällt, innerhalb der 25 Minuten an dem einen Thema dranzubleiben. Das ist für dich das unbedingte Signal, dass es immens wichtig ist, weiter zu üben und aus deiner Ablenkungsmanie heraus zu kommen.

Wir sind in den letzten Jahren immer schlechter darin geworden bei einer Sache zu bleiben.

Wenn du nun merkst, dass es dir wirklich schwer fällt dich 25 Minuten auf eine Sache zu konzentrieren und es fast unmöglich ist, diese Zeitspanne durchzustehen ohne dass du zu einer anderen Aufgabe wechselst, dann verkürze die Pomodoro auf 15 Minuten. Lerne wieder 15 Minuten an etwas dranzubleiben.

Was genau passiert in dir?

Nimm deine ablenkenden Gedanken wahr und spüre was in dir passiert. Nimm die Beobachterrolle ein um zu sehen, was da wirklich vor sich geht. Du musst dich selbst im Blick haben um das Verhalten ändern zu können.

Nur dann hast du eine Chance etwas dagegen zu setzen und es anders zu machen.

Nimm dir immer wieder die nächste Pomodoro vor und trainiere so nach und nach besser zu werden. Das Ziel ist eine Pomodoro wirklich mit der Aufgabe zu verbringen, die du dir vorgenommen hast. Dranzubleiben, egal was einem gerade im Kopf herumgeht.

Das stete Training im Wechsel mit den bewussten Pausen ist ein Training das dir auf dem Weg zu mehr Produktivität unglaublich weiterhelfen kann.

Trainiere bei einer Sache zu bleiben und schärfe deinen Fokus

Ohne sich zu fokussieren wird man kaum wichtige Arbeiten voran bringen. Vor allem wenn es schwierige und komplexe Aufgaben sind, die nicht immer Freude machen.

Doch wir wissen ja inzwischen wie wichtig es ist, mit unangenehmen Gefühlen zu koexisiteren und genau das kannst du wunderbar trainieren in dem du mit Pomodoros experimentierst.

Es mag sich einfach anhören und fast nach einer Spielerei, doch probiere es aus. Du wirst merken, dass es tatsächlich gar nicht so einfach ist 25 Minuten an einer Sache dranzubleiben ohne sich selbst dabei abzulenken.

Den Fokus wirklich zu bewahren ist eine Kunst die nur noch wenigen gelingt. Doch das bedeutet nicht, dass man es nicht wieder lernen kann.

Diese Zeitspanne von 25 Minuten ist etwas das überschaubar erscheint und bewältigbar. Es ist viel weniger als eine Stunde und sogar weniger als eine halbe Stunde.

Genau das macht die Pomodoro Technik so charmant, weil sie uns nicht überfordert, sondern eine überschaubare Zeitspanne gib, die wir fokussiert verbringen sollen.

Die Benefits sind vielfältig. Wenn du wieder in der Lage bist, wirklich fokussiert an einer Sache dranzubleiben, wirst du spürbar andere Resultate erzielen, du wirst weitaus weniger Zeit verschwenden und du wirst viel zufriedener sein.

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