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Lachen ist gesund. Den Spruch haben wir wohl alle schon mal gehört. Es gibt inzwischen auch Lachyoga und weitere Angebote bei denen Lachen das Kernthema ist.

Mir geht es heute darum, dass wir wieder mal schauen, wie es denn mit dem Humor in unserem Leben bestellt ist. Hast du was zu lachen? Hast du Menschen mit denen du lachen kannst? Kannst du überhaupt noch lachen oder ist es dir schon vergangen?

Kinder lachen sehr viel häufiger als Erwachsene. Der Ernst des Lebens, wie man das so schön nennt, scheint dafür zu sorgen, dass uns das Lachen vergeht. Was wirklich äußerst schade ist, denn Lachen bewirkt Erstaunliches im ganzen Körper.

Es sorgt dafür, dass wir außerordentlich gut mit Sauerstoff versorgt werden, unser Körper entspannt und sich unser Gehirn eine Dosis Glückshormone gönnt.

Lachen macht attraktiv. Denn es zeugt von Lebendigkeit und Offenheit. Wir lachen oft Tränen, wenn wir einen besonders guten Witz hören. Was immer wieder eine großartige Kombination ist. Tränen die nicht mit Traurigkeit zusammenhängen.

Photo by Jamie Brown on Unsplash

Können vor lachen ;)

Ich kann mich erinnern an eine Klasse die ich besucht hatte. Eine Schülerin die schräg gegenüber von mir saß, hatte manchmal eine Art lustige Grimassen zu schneiden oder sich anzustrengen nicht lachen zu müssen, dass ich oft fast vom Stuhl gefallen bin vor kichern.

Wir konnten nicht aufhören zu lachen, weil ein Blick auf die andere genügte und es ging wieder von vorne los. Die ganze Klasse wurde angesteckt und auch unsere Lehrer konnten sich dem nicht entziehen.

Auch heute wenn ich nur daran denke, geht das Gesicht schon auseinander und ich muss lachen, weil ich die Situation sofort wieder vor mir habe.

Lachen gibt Erinnerungen einen ganz besonderen Touch. Wir sind glücklich wenn wir lachen und wir sind glücklich wenn wir uns daran erinnern, dass wir bei dieser Gelegenheit so gelacht haben.

Unser Tag bietet während der Arbeit vielleicht wirklich wenige natürliche Anlässe zum Lachen, daher ist es eine gute Idee diese bewusst zu schaffen.

Die großartige Vera F. Birkenbihl hat das immer ganz wunderbar gemacht. Wenn wir eines unserer Telefonate geführt hatten – die oft richtig, richtig Arbeit waren – sagte sie am Schluss immer: “Wollen Sie noch den Witz des Tages hören?” Und klar wollte ich den hören und hab mich dann gekugelt vor lachen, da ihre Witze immer richtig gut waren.

Eine liebe Freundin von mir hat ein unglaubliches Witzegedächtnis und kann sie auch noch gut erzählen. Sie muss selbst immer schon so viel lachen, wenn sie die Stories bringt, dass allein das immer schon alle in Lachsalven ausbrechen lässt.

Auch wenn uns manchmal gar nicht nach lachen zu Mute ist, sollten wir immer wieder schauen, über was wir schmunzeln könnten.

Meine Mama hat auf ihrem Eßzimmertisch u.a. ein Witzebuch liegen. Immer wieder mal blättert sie darin und liest ein paar der Witze. Und es ist immer köstlich, wenn sie mir bei einem Besuch dann ihren momentanen Lieblingswitz vorliest. Auch sie muss immer schon beim Erzählen so lachen, dass es richtig ansteckend ist.

Ich fürchte mein Lachen hört man immer schon von weitem. Das lässt sich auch irgendwie nur ganz schwer abstellen, doch was soll ich machen ;)

Lachen gibt uns Energie, weil wir uns unglaublich wohl fühlen, wenn wir lachen. Wir sind ganz in uns und unserem Körper. Nichts anders zählt. Wir sind im Jetzt und das kann uns richtig Kraft geben.

Wenn wir lachen, hegen wir keine ängstlichen Gedanken. Wir können auch nicht grantig sein, wenn uns jemand zum Lachen bringt. Das ist nicht gleichzeitig möglich. Daher ist es stressabbauend, denn gestresst sein und gleichzeitig lachen geht nicht zusammen.

Humor ist Geschmacksache

Über was wir lachen können ist auch nicht für jeden gleich. Meine persönliche Grenze bei dem was ich nicht mehr lustig finde, ist immer dann erreicht, wenn andere zu Schaden kommen und daher die Schadenfreude das Lachen auslöst. Das funktioniert nicht bei mir, weil mich die Situationen oft sehr betroffen machen.

Auch sich auf Kosten von jemand anderen amüsieren, geht für mich gar nicht. Vielleicht bin ich daher so ein großer Loriot Fan. Er konnte die Eigenheiten von Menschen auf’s Korn nehmen ohne die Menschen selbst bloß zustellen. Er kreierte Figuren die mir unvergesslich bleiben werden.

Mein Name ist Lose und ich kaufe hier ein.” Oder allein der Sketch mit der Birne Helene. Einfach herrlich :D

Doch auch hier zählt, jeder hat einen anderen Geschmack. Daher ist es wichtig, dass wir erstens Sachen finden, über die wir uns von Herzen amüsieren können und zweitens auch Menschen kennen, die sich bei dem gleichen Kram vor Lachen wegwerfen könnten.

Ich bin schon immer großer Monika Gruber Fan gewesen. Sie hat einfach meinen Humor und ich lache oft Tränen bei ihrem Programm.

Und mein absolutes persönliches Highlight wird wohl immer das Traumschiff von Bully bleiben. Ich kann viele der Sketche auswendig und finde es jedes mal wieder grandios.

Wenn du mit Bully was anfangen kannst, zieh dir bitte auch unbedingt die Outtakes rein. Es ist einfach nur sensationell, wenn die Truppe sich verspricht oder nicht ernst bleiben kann oder sonst was passiert!

Lachen wird dich retten

OK, vielleicht fragst du dich wo ich mit meinem heutigen Beitrag eigentlich hin will. Ich will dich zum Lachen bringen und zwar nicht deswegen, weil ich Witze am laufenden Band erzähle, sondern weil ich dir klar machen will, dass Lachen wichtig ist in unserem Leben.

Und wenn wir grad wenig zu lachen haben, sehr unter Strom stehen und alles schwierig ist, es umso wichtiger ist, etwas zu finden über das man lachen kann.

Denn Lachen entspannt wie kaum etwas anderes. Du solltest dir daher eine Lachapotheke anlegen auf Youtube. Such dir Clips über die du dich wirklich amüsieren kannst und leg dir deine persönliche Lach-Playlist an.

Vielleicht sind es alte Sketche mit Dieter Hallervorden oder auch Otto Waalkes. Jeder ist frei darin, was er oder sie lustig findet. Wie du an diesen Beispielen siehst, bin ich eher noch ein Fan der albernen, alten Schule. Ich muss tatsächlich sagen, dass viele der modernen Komiker mir zu platt und auch oft zu verletzend sind.

Doch ich lass mich immer gern überraschen, was es denn sonst noch so zum Lachen gibt. Wenn du daher deine LieblingskomikerInnen mit mir teilen willst, dann schreib mir doch einen Kommentar oder eine eMail. Gern auch mit Link zu einem deiner Lieblingslach-Youtube Videos.

Wenn wir uns nochmal den Unterschied anschauen zwischen Kinder und Erwachsenen und wie oft sie lachen, dann find ich das schon oft krass. Was ist da bloß passiert?

Natürlich geht es jetzt nicht darum, dass wir den ganzen Tag grinsend durch die Gegend laufen, doch wir haben schon die Tendenz, dass wir das Leben unglaublich ernst nehmen.

Wir könnten uns selbst einen großen Gefallen tun, wenn wir nicht alles so sehr ernst nehmen würden. Wenn wir mal eher 5 gerade sein lassen und uns nicht an Kleinigkeiten aufhängen.

Denn es ist nicht nur, dass uns nicht mehr soviel unterkommt was wir lustig finden, sondern wir sind mit unserem Fokus einfach zu oft damit beschäftigt auf das zu schauen was nicht so läuft wie wir uns das wünschen würden. Dabei entgehen uns oft im Alltag situationskomische Details.

Die Komik in den Details

Was auch eine wunderbare Fundgrube für köstliche Lacher ist, sind Verschreiber. Vor einiger Zeit hat meine Webmasterin Nicole Jodeleit einen sensationellen Verschreiber gepostet, der ihr passiert ist: Datenschutterklärung

Ist das nicht sensationell? :) Ich musste echt so lachen als ich das gelesen habe, denn wir alle die wir DSGVO geplagt sind, können mit dem Verschreiber wohl etwas anfangen.

Die Verschreiber bringen mich jetzt gleich zu den Versprechern und damit zum Radio. Es gibt ein Buch, das ich immer wieder gern nutze, um mich zu amüsieren: Mit dem Gongschlag ist es 6 Mark 30

Allein am Titel kann man erkennen, dass es sich hier wohl um ein älteres Exemplar handeln muss. Und in der Tat, das Buch hat schon einige Jahre auf dem Buckel, doch das tut der darin enthaltenen Komik keinen Abbruch.

Genauso wunderbar zu lesen sind Briefe an Versicherungen. Mir fällt da gerade ein Auszug aus einem Schreiben ein an die Kfz-Versicherung:

“Ich warf einen Blick auf meine Schwiegermutter und fuhr die Böschung hinunter.” ;)

Solche Büchlein sind eine wahre Fundgrube an herrlichen Formulierungen und garantieren einige Schenkelklopfer.

Lerne über dich zu lachen

Zu guter Letzt: Es gibt noch ein besonders Lachen, das wir immer wieder praktizieren sollten. Das Lachen über uns selbst.

Wir sollten in der Lage sein uns selbst auf die Schippe zu nehmen oder über uns selbst zu lachen, wenn uns ein Missgeschick passiert. Damit machen wir uns unabhängig von der vermeintlichen Meinung anderer und haben nicht das Gefühl ausgelacht zu werden, wenn etwas misslingt. Wer über sich selbst lachen kann ist unangreifbar.

Außerdem ist es unglaublich entspannend, wenn man sich über sich selbst amüsieren kann. Nimm nicht alle so bierernst, das rückt die Welt oft gleich in eine viel besserer Perspektive.

Mach es dir diese Woche zur Aufgabe, an jedem Tag bewusst etwas zu suchen was du lustig findest. Sei aufmerksam für die unfreiwillige Komik die in vielen Situationen liegt.

Es gibt an jedem Tag etwas zu lachen, man muss nur offen dafür sein. Lass dir von KollegInnen den neuesten Witz erzählen. Geh lustige Brillen ausprobieren und mach Fotos davon, die du an Freuden schicken kannst.

Die Erinnerungen die uns am meisten im Gedächtnis bleiben, sind die, die mit starken Emotionen in Verbindung stehen. Dazu gehört auch das Lachen. Manchmal hat man in der Situation selbst gar nicht so lachen müssen, doch im Nachhinein wenn jemand die Situation nacherzählt, wird es oft immer lustiger.

Erst Strafe, dann Vergnügen ;)

Früher als Kind war ich oft der Klassenclown. Ich hab was Lustiges gemacht, meine Klassenkameradinnen (damals waren wir nur Mädels in Niedernburg) haben sich kaputt gelacht und die Lehrer konnten auch oft nicht ernst bleiben.

Das war vor allem super, wenn man mal was angestellt hatte. Ich erinnere mich an eine Strafaufgabe die wir zu dritt machen mussten. Das Gedicht “Der Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.”

Wir haben das natürlich auswendig gelernt. Und wie wir das gelernt hatten… Denn wir haben gleich dazu noch ein wenig Schauspielerei drumrum gebaut mit Nase zuhalten und Grimasse ziehen, wenn die Zeile mit den Düften kam ;)

Und so wurde aus der Strafarbeit eine vergnügliche Angelegenheit, die uns allen Spaß gemacht hat. Diese Erlebnisse sind es, an die ich mich am meisten erinnere. Es war lustig und das ist im Kopf gespeichert.

In diesem Sinne: eine lustige Zeit! Und erzähl mir von den komischen Situationen in deinem Leben!

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