Verschwörung zum Guten.

Wie oft hast du dir schon gedacht, dass sich wohl die Welt gegen dich verschworen hat? Erst fährt dir der Bus vor der Nase weg, dann ist dein Lieblingsteilchen in der Bäckerei ausverkauft und dein Kaffeebecher rutscht dir auch noch aus der Hand.

Dann knallt dir die Tür im Eingang drauf, weil ein Kollege nicht sah, dass du direkt hinter ihm warst und dein Rechner blinkt nur vor sich hin und tut nichts mehr.

Ist es da nicht verwunderlich zu denken, dass man heute wohl den ganzen Tag weiter Pech haben wird und das Pech an einem klebt?

Photo by Tobias Fischer on Unsplash

Schlecht drauf sein vorprogrammiert

Wer seinen Tag so starten muss und es dann noch weitere Missgeschicke gibt, ist wohl selten gut drauf. Es summiert sich und so summiert sich auch unser Ärger und Frust.

Das Blöde dabei ist, dass sich unser Fokus und unsere Erwartung immer mehr in diese negative Richtung verschieben. Wir warten gerade zu darauf, dass uns dann auch noch ein Teller herunterfällt und zerbricht oder der Chef uns runtermacht. Fast so als ob wir dann endlich sagen können, ‘ich wusste es ja, der Tag bringt nichts Gutes mehr.’

Bleiben wir in dieser Negativ-Spirale, dann bleiben wir auch in diesen negative Gefühlen hängen. Wir suchen nach Bestätigung und sei es im schlechten.

Spaß macht das nicht wirklich, doch wir merken oft nicht, was wir da tun. Da war sie wieder die fehlende Achtsamkeit in unserem Tag.

Wie wäre es vom Positiven auszugehen?

Drehen wir doch den Spieß mal um. Anstelle dessen dass wir erwarten, dass sowieso alles schief läuft, lenken wir unsere Gedanken auf das Gegenteil.

Erwarten wir doch einfach, dass sich die Welt im Positiven FÜR uns verschworen hat, statt im Negativen gegen uns.

Das hört sich albern an? Zuviel positives Denken?

Ok, ich verstehe. Dann habe ich eine Frage an dich: Was ist logischer, dass immer alles schief zu gehen scheint oder dass immer alles gut zu gehen scheint? Schwierig zu beantworten? Siehste, genau darauf wollte ich hinaus.

Denn das bedeutet, dass beides wahrscheinlich möglich ist. Und am allerwahrscheinlichsten ist, dass es eine Mischung aus beidem ist und das auch noch ziemlich zufällig.

Doch genau das können wir für unser Experiment nutzen. Wenn wir oft aus Reflex in die Schiene rutschen, dass es eh bloß schlechter werden kann und alles Negative, das uns passieren kann auch passiert, befinden wir uns in einem Sichttunnel.

Wir nehmen nur noch das wahr, was unsere Annahme bestätigt. Blöderweise ist in diesem Fall alles Negative quasi ein “Erfolg” und eine “Bestätigung” und wir hatten damit recht.

Eigentlich ziemlich bescheuert, wenn man wirklich darüber nachdenkt: Wir sind fast froh darüber, dass wir recht hatten, wenn wieder mal etwas schief geht, weil das bestätigt, was wir über uns und unser Leben denken.

Tendenziell ist uns das Negative auch evolutionär näher als das Positive. Da davon unser Leben abhing, ob wir einen Stock lieber einmal zu viel für eine gefährliche Schlange hielten und ihr dadurch entkamen, als es nicht zu tun.

Doch die Zeiten haben sich doch ein wenig geändert. Wir befinden uns nicht mehr in einem ständigen Überlebenskampf in einer Natur in der Unvorhergesehenes passieren kann in Form des berühmten Säbelzahntigers. Wir befinden uns – zumindest hier wo wir leben – in einer ziemlich sicheren Welt in der wir keine Angst haben müssen das Haus zu verlassen.

Das bedeutet, dass wir dieses Denken nicht mehr als gegeben hinnehmen müssen. Wir können es anders machen und bewusst einen neuen Weg einschlagen.

Mach ein Experiment

Daher nochmal zurück zu unserem Experiment: Stell dir vor, dass sich die Welt in einer guten Weise für dich verschworen hat. Dass lauter Dinge passieren, die gut für dich sind. Dass dir viel gelingt und dass du vorwärts kommst in deinen Themen.

Da das ein Wahrnehmungsexpermient ist, gilt es auf alles zu achten, was dir Gutes begegnet und du erlebst. Fangen wir mit dem Morgen an. Wenn es nicht regnet, hat die positive Verschwörung dafür gesorgt, dass du trockenes Fußes auf deinem Weg sein kannst. Wenn der Bus kommt, hast du das Glück nicht laufen zu müssen. Der Kaffee den du dir kaufst, ist heiß und wärmt dich. Wieder etwas das gelungen ist!

Deine Kollegin sagt freundlich guten Morgen, als du zur Tür rein kommst. Wunderbar, wieder etwas das gut ist für dich. Dein Rechner fährt hoch und macht keine Zicken. Das ist klasse, die positive Verschwörung funktioniert!

Wenn du innerlich ein wenig mitgegangen bist, dann wirst du vielleicht grad ein wenig schmunzeln und es möglicherweise immer noch albern finden. Doch du hast bestimmt auch gesehen, auf was ich hinaus möchte.

Wir sehen all die Dinge nicht mehr, die funktionieren. Wir nehmen nicht mehr wahr was gelingt, sondern sind wie hypnotisiert von allem was nicht zu klappen scheint.

Das wird riesig und nimmt soviel Raum ein, dass es alles andere verdrängt, was bis dahin funktioniert hat. Das ist erstens super schade und zweitens ein Zeichen einer total verschobenen Wahrnehmung.

Was daraus resultiert haben wir weiter oben schon erörtert. Deine Laune sinkt, je mehr negative Dinge du registrierst, die nicht klappen.

Was für eine Lebenszeitverschwendung. Denn durch diese Fokussierung auf das Negative, wirst du schlechter in deinen Arbeitsergebnissen. Du produzierst mehr Fehler, wirst langsamer und hast weniger Ideen.

Deine Wahrnehmung ist deine Chance

Daher lass uns an dieser verschobenen Wahrnehmung arbeiten. Denke an den gestrigen Tag zurück und mach dir eine Liste von allem was geklappt hat. Sei es groß oder klein. Und mach diese Liste schriftlich. Nur im Kopf darüber nachzudenken, bringt dir selten den gleichen Effekt, wie es schwarz auf weiß vor dir zu sehen.

Wenn wir unsere Wahrnehmung ändern wollen, dann geht das am besten über Fakten. Wir wollen etwas glauben können und daher lohnt es sich, sich diese Arbeit zu machen und schriftlich zu erfassen, was wir erleben, das klappt.

Das ist weitaus mehr, als uns bewusst ist. Also wirklich weitaus mehr. Kilometer weitaus mehr. Das überrascht dich? Aber nur, weil du bis jetzt nie darauf geachtet hast.

Falls du mit dem Auto unterwegs bist, wann ist es das letzte Mal nicht angesprungen? Du kannst dich gar nicht mehr erinnern? Dann muss es wirklich schon ewig her sein, denn ansonsten wüsstest du es garantiert noch. Das Negative sticht heraus in der Erinnerung.

Doch wenn du jetzt einen Schritt weiter denkst, dann hast du alles Positive nicht gesehen. Denn das bedeutet, dass dein Auto jedes Mal angesprungen ist, wenn du es benutzt hast. Jeden Morgen, jeden Mittag, jeden Abend und wann du sonst noch damit unterwegs warst.

Gleiches mit deiner Kaffeemaschine z.B. Wann hat sie das letzte Mal den Dienst verweigert? Du kannst sich nicht erinnern? Gleiches Spiel, dann hat sie die ganzen Male ohne Probleme funktioniert und dir Kaffee beschert. Siehste, das ist die Verschwörung der Welt zum Guten für dich.

Was wir komischerweise voraus setzen

So soll das auch sein, sagst du? Die Kaffeemaschine sollte funktionieren, dein Auto sollte funktionieren? Wirklich? Dass es so ist, ist nicht wirklich selbstverständlich. Es könnte auch sein, dass du ein Montagsauto erwischt hast und alle naselang etwas hin ist und es eben nicht anspringt.

Es ist schon lustig, dass wir das Positive so oft als selbstverständlich annehmen. So hat das ja zu sein. Das ist ja wohl der Normalzustand.

Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

Auf was es ankommt, ist, das zu würdigen. Dass es geklappt hat. Dass dein Kühlschrank deine Lebensmittel schön kühl hält, dass du warmes Wasser zum Duschen hast. Dass dir deine Waschmaschine frische gewaschene Socken beschert.

Lerne auf das zu achten, was funktioniert. Lerne es wahrzunehmen und es zu wertschätzen. Lerne dich darüber zu freuen und dankbar zu sein. Lerne alle Kleinigkeiten zu sehen, die du bisher als selbstverständlich hingenommen hast und die dir dein Leben leichter machen.

Deine Sicht auf die Welt, verändert die Welt – für dich

Dein Leben wird sich insgesamt verändern, dadurch dass du den Fokus wechselst. Gefühle sind Gewohnheiten. Wir sind gewohnt in bestimmten Gefühlen zu leben.

Weil wir es unser ganzes Leben lang schon so machen.
Weil wir es in unserer Familie so gelernt hatten.
Weil wir es übernommen haben von Freunden, Partnern, Schulkameraden etc.

Doch das ist alles nicht in Stein gemeißelt. Du musst nicht in der Negativ-Spirale hängen bleiben. Das gelingt dir, wenn du deinen Fokus immer wieder auf das richtest was funktioniert.

Sollte dir das jetzt wie übertriebene Rosamalerei der Welt vorkommen, dann möchte ich dir einen weiteren Gedanken auf den Weg mitgeben:

In Studien  hat sich gezeigt, dass es klare Verbindungen zwischen einer positiven Lebenseinstellung und deiner Gesundheit gibt. Das bringt dir z.B. einen niedrigeren Blutdruck, eine geringere Wahrscheinlichkeit für Herzerkrankungen, bessere Gewichtskontrolle und einen gesünderen Blutzuckerspiegel.

Außerdem geht es hier nicht darum, dass du positive Sätze oder auch Affirmationen sagen sollst, denen du nicht glauben kannst. Es geht einzig und allein darum, wahrzunehmen was tatsächlich passiert. Was alles tatsächlich passiert. Nicht nur das Negative, sondern und vor allem das Positive.

Nichts zu erfinden, sondern alles wahrzunehmen, was tatsächlich geschieht. Nimm nichts als selbstverständlich wahr.

Irgendwo auf der Welt ist unter Garantie jemand, dem genau das, was du gerade machst, schief geht. Dessen Auto nicht anspringt, dessen Wasser in der Dusche nicht warm ist. Dessen Computer in der Arbeit nicht hochfährt usw.

Hör auf, das alles als selbstverständliches Beiwerk deines Lebens zu sehen, was läuft und funktioniert. Und hör auf, das als zentral und hauptsächlich zu sehen, was nicht klappt und nicht gelingen mag.

Wenn du bewusst beginnst alles wahrzunehmen, wirst du feststellen, wie hoch die positive Quote gegenüber der negativen Quote ist. Fast jeden Tag wird das so sein.

Es gelingt so unglaublich viel in deinem Leben. Wenn dir das erst einmal richtig bewusst wird, dann kannst du aufhören auf das Negative zu warten und damit ein seltsam krudes Selbstbestätigungsverhalten aufzugeben, das dich buchstäblich krank macht.

Schaff dir auf diesem Weg einen gesünderen Körper, denn eine positive Haltung gegenüber deinem Leben macht dich buchstäblich gesünder.

Und nochmal: du brauchst dazu nichts erfinden, dir keine positiven Sätze vorsagen, sondern einzig und allein auf dein Leben zu schauen und wahrhaft zu registrieren, was dort alles gelingt und funktioniert.

Dann wirst du auch feststellen, dass die Welt sich tatsächlich in einer positiven Verschwörung dir gegenüber befindet ;)

Wenn du das noch vertiefen möchtest, dann beginne für all das Dankbarkeit zu empfinden und bewusst als Grundgefühl zu wählen.

Es liegt in deiner Hand, bzw. in deinem Kopf, deinen Blick auf die Welt zu verändern. Und wie du auf die Welt schaust, verändert deine innere Welt.

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