Mut ist das einzige Maß im Leben – Søren Kierkegaard

Was zählt im Leben?

Ist es der Erfolg, der sichtbar ist? Oder das Glück, das in einem wohnt? Die Stunden in denen wir geliebt haben?

Von Søren Kierkegaard gibt es folgende Prämisse:

Mut ist das einzige Maß im Leben.

.

.

Bildquelle: flickr/Andreas Kiebs

Was bedeutet das genau?

Was ist Mut? Mich etwas zu trauen, was ich nicht so ohne weiteres schaffen kann? Ängste zu überwinden, die einen zurückhalten? Vielleicht sogar abhalten vom Leben?

Wer einmal mutig war und sich getraut hat, weiß um das alles erfüllende Gefühl, dass danach in unserem Körper fließt. Sofern es eine erfolgreiche Aktion war. Falls wir scheitern, trotz unserem Mut, stehen wir in der Gefahr, es bei diesem Mal zu belassen.

Und doch verlangt das Leben von uns, dass wir immer wieder mutig sind. Uns immer wieder aufmachen, unsere Tiefen ausloten und über unsere Abgründe springen. Wer jedes Risiko vermeidet wird auf Dauer ein Leben führen, in dem er sich nicht mehr spürt. Dass sich schal und leer anfühlt. Dass immer größere Kicks braucht um überhaupt noch einen Funken zu erhaschen.

Mut kann bedeuten, zu bleiben. Und Mut kann bedeuten, zu gehen. Sich aufzumachen. Im Sinne des Weges der vor einem liegt und im Sinne des offenen Herzens. Sich nicht zu verschließen auch wenn es bedeuten kann, zu verlieren, verletzt zu werden, zu scheitern.

Nur in der Erfahrung selbst werden wir wachsen, Stärke in uns finden und in der Trauer Sorge für uns tragen.

Unsere widersprüchlichen Bedürfnisse

Wir Menschen tragen zwei Bedürfnisse in uns die in einem scheinbar offensichtlichen Widerspruch zu einander stehen. Auf der einen Seite streben wir nach Wachstum und Freiheit und auf der anderen Seite wünschen wir uns Nähe und Verbundenheit.

Wie soll das zusammengehen? Beziehungen scheitern zumeist an diesem Konflikt. Einer von beiden hat ein starkes Freiheitsbedürfnis und der andere sehnt sich nach geborgener Zweisamkeit.

Es gibt eine innere Haltung, die es ermöglicht, dass beides für uns erlebbar ist. Dass wir frei wachsen und nah verbunden sein können. Es ist ist die vielbeschworene Liebe.

Doch diese Liebe erfordert Mut. Mut, sich seinen eigenen Ängsten zu stellen. Der Angst zu verlieren, nicht mehr geliebt zu werden, zurückgelassen zu werden, wenn der andere seine Freiheit lebt.

Und es erfordert Mut, sich auf tiefe Verbundenheit einzulassen, dem anderen wirklich zu begegnen ohne davon zu laufen. Dabei zu erfahren, dass das eigene Leben dadurch nicht weniger sondern reicher wird.

Die Wellen unseres Lebens

Genau wie das Leben in Wellen verläuft, verläuft auch unsere Entwicklung in Wellen. Wenn es gesunde Rhythmen sind, wird sich der Wunsch nach Freiheit mit dem Wunsch nach Nähe abwechseln.

Und nur wenn beide in einer Beziehung zueinander sich beides zugestehen, kann auch die Beziehung wachsen und verbunden bleiben. Sie ist der Spiegel unseres Mutes. Des Mutes uns zu trauen, dass wir mit dem was auf uns zukommt, klar kommen werden und dem Mut, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren.

In der Liebe bleiben

In der Liebe stehen bleiben heißt sie in sich selbst zu finden und aus dieser Quelle heraus zu schöpfen. Nur dann können wir etwas geben. Ansonsten wollen wir zuerst nur vom anderen und fürchten zu kurz zu kommen. Was den Blick immer auf das vermeintlich Fehlende lenkt.

Doch das was uns da so fehlt, müssen wir uns zuerst in uns selbst schaffen. Die Verbundenheit mit unserem Sein und in gleichem Maß die Freiheit zu leben.

Wir gehen nicht verloren. Nicht in Nähe und nicht in Freiheit. Das was wir sind, kann nicht verloren gehen. Es ist immer da, in uns. Der Kern unseres Wesens.

Wenn wir doch nur den Mut aufbrächten, daran wirklich zu glauben. Dass es niemanden braucht um uns zu vervollständigen, weil uns nichts fehlt.

Wir sind schon komplette Wesen. Wir genügen. Und wir müssen uns auch nicht ständig freischaufeln aus Angst gebunden zu werden und dadurch das Leben zu verlieren.

Niemand kann uns binden, das machen wir selbst mit unseren Gedanken. Wir sind frei. So frei, wie wir es zulassen.

Und in dem Maß, in dem wir frei sind, können wir Nähe zulassen. Mut bringt uns in Bewegung. Mut bringt uns ins Erleben. Mut ist das was zählt. Er ist das Maß unseres Lebens.

Mutig leben

Leben Sie diesen Mut. Und das Leben wird Sie überraschen. Mit einer Fülle und Intensität, die es in der Kälte von Ängsten niemals geben wird. Leben Sie. Mutig.

Disziplinieren führt nicht zu Disziplin sondern nur zu Gehorsam

Diesen Satz habe ich heute in dem Hörbuch “Wie man sein Gehirn optimal nutzt” von Prof. Gerald Hüther aufgeschnappt und denke seit dem darüber nach:

Disziplinieren führt nicht zu Disziplin sondern nur zu Gehorsam.

Bis jetzt erschien das als relativ klare Gleichung. Wenn ein Verhalten nicht so funktioniert, wird mit disziplinarischen Maßnahmen (verschiedenster Stufen) versucht, das Fehlende einzuüben. Ob das nun Englischvokabeln sind oder dass der Teller leer gegessen wird. Doch wenn wir mit disziplinieren auf andere Menschen einwirken, kommt eben keine Disziplin hinten bei raus, sondern eben nur Gehorsam.

Bildquelle: Daniel Stricker / pixelio

Wikipedia erklärt Gehorsam wie folgt:
Gehorsam bedeutet die Unterordnung unter den Willen einer Autorität, das Befolgen eines Befehls, die Erfüllung einer Forderung oder das Unterlassen von etwas Verbotenem.

.

Das fühlt sich nicht so an, als ob das ein reiches Leben ergäbe.

Doch genauso versuchen wir uns auch selbst zu disziplinieren, in dem wir uns Vorsätze vornehmen, wie das berühmte regelmäßige Sport treiben oder weniger Süßes zu futtern. Doch das klappt nur bedingt und nach kurzer Zeit kehren wir zu unserer gewohnten Verhaltensweise zurück. Uns selbst zu disziplinieren führt eben auch nicht zu Disziplin.

Wo liegt hier der Hund begraben?

Im Prinzip ist die Lösung zu diesem Dilemma sehr einfach auf den Punkt gebracht. Gerald Hüther sagt dazu folgendes:

Nur wenn ein Mensch Sinn dem erkennt, was er machen soll, kann er hinreichende Selbstdisziplin entwickeln.

Erst die wahrhaftige, fühlbare Erkenntnis, dass es in der Tat nützlich ist, viele Worte zu haben, wenn ich in ein anderssprachiges Land fahre, wird mich dazu bringen, mehr und intensiver zu lernen.

Was dann passiert, ist das Erleben von Selbstwirksamkeit. Ich erfahre mich als jemand, der durch sein eigenes Tun etwas bewirkt. Und ich erfahre ebenso, wenn ich nicht alles Nötige dazu tue, erreiche ich meine Ziele eben nicht. Das ist der wichtige Knackpunkt.

Ich erlebe, dass es eine Wirkung auf mich und mein Leben hat, wenn ich etwas tue, ich ein Problem für mich löse, ich dran bleibe. Das ist das Gegenteil der in der Gehorsamsdefinition beschriebenen Ausrichtung nach außen. Selbstwirksamkeit lehrt mich, meine eigene Schöpferkraft zu erfahren.

Genau in diesem Spannungsfeld wird Selbstdisziplin entwickelt. Im Sinne von Willenskraft, die mich darin unterstützt, das zu erreichen was ich möchte.

Im pädagogischen Sinne, besteht daher, so Hüther, die einzige Möglichkeit darin, statt zu disziplinieren, einzuladen eine anspruchsvolle Aufgabe selbst hinzubekommen verbunden mit Sinnhaftigkeit für das eigene Erleben. Das ist das was wir Kindern und auch uns selbst bieten müssen.

Er spricht weiter davon, dass Kinder noch natürliche Tüftler und Entdecker sind, so sie denn dürfen, und in dem eigenen Leisten sich als selbstwirksam erleben. Spätestens mit dem Eintritt in die Schule wird’s da schon schwierig und das Disziplinieren tritt häufig an die Stelle von sinnhaft erlebten, selbst gewählten Aufgaben.

So sind viele Erwachsene von heute, ob nun mit oder ohne ADHS, vielfach nicht in der Lage eigenständig an langwierigen und schwierigen Aufgaben dranzubleiben. Sie hatten wenig Gelegenheit Selbstdiziplin zu erlernen, weil es wenig Raum für selbstgestaltendes und damit selbstwirksames Handeln gab und auch in ihren heutigen Jobs oft nicht gibt.

Ständig nur irgendwelchen Vorgaben folgen zu müssen, deren Sinn sich einem oft genug verschließt und eingebremst zu werden, sobald sich Kreativität und Ideenreichtum bei der Bewältigung von Problem in einem zeigen, lässt uns abstumpfen und zu reinen Befehlsausführern werden.

Das Traurige ist dabei, dass sich das auf alle Bereiche des Lebens überträgt und wir ein Leben führen, das aus Gleichförmigkeit zu bestehen scheint. Nur unterbrochen von gelegentlichem Aufbäumen und den Versuchen aus dem Trott auszubrechen.

Was ist hier eine gute Lösung?

So trübselig sich das alles anhören mag und wie wenig Gestaltungsmöglichkeiten wir in unseren Jobs auch haben mögen, es liegt an uns, ob wir unser Leben so dümpelig vergehen lassen wollen.

Denn eins ist mal sicher, wer abgestumpft und mit einer Portion Resignation durch’s Leben geht, wird in späteren Jahren keine Freude mehr an seinem Hirn haben. Denn was nicht genutzt wird, stellt nach und nach seinen Betrieb ein.

Wie ein zitierter Wissenschaftler in dem Hörbuch zu bedenken gibt:

Den meisten Menschen ist inzwischen klar, dass sie für eine Rente vorsorgen müssen. Und sie tun es. Sie sorgen VOR ihrer Rente dafür, dass sie später eine Rente haben werden. Gleiches gälte auch für unser Hirn. Wenn wir in späteren Jahren ein selbstbestimmtes und klar im Denken mögliches Leben führen möchten, entscheidet sich heute jeden Tag, ob das später so eintreffen wird. Also ob wir auch hier vorsorgen. Ganz bewusst unseren Geist wachhalten. Und das tun die wenigsten.

Und mit wachhalten ist jetzt nicht Gehirnjogging oder Sudoku gemeint. Das ist nett und kann Spaß machen, bringt aber für später nix.

Unser Gehirn braucht Probleme, die es lösen kann. Das ist sein Job. Und diese sollten wir ihm geben. Suchen Sie sich neue Themen für Ihr Leben. Ob das eine neue Fähigkeit ist, die Sie lernen z. B. klettern, eine neue Sprache, technische Modelle zu bauen, sich mit naturwissenschaftlichen Phänomenen auseinanderzusetzen oder was Sie sonst spannend finden.

Wichtig ist, dass das Thema Sie begeistert, so dass Sie einen Sinn darin sehen dranzubleiben, besser zu werden, Schwierigkeiten zu überwinden und nicht beim kleinsten Problem schon aufzugeben.

Sie trainieren dadurch Ihre Fähigkeit zur Willenskraft und erleben Ihre Selbstwirksamkeit. Eine der wichtigsten Fähigkeiten in unserer heutigen Welt.

Wer diese Fähigkeiten in sich aufbaut, wird ebenfalls erleben, dass sein Leben reicher wird. Kraft und Befriedigung daraus erwächst etwas zu lösen und hinzubekommen.

Denn mit Gehorsam führen Sie kein erfülltes Leben sondern ein unfreies. Und das macht auf Dauer krank.

Entscheiden Sie sich bewusst dafür, wieder zum Baumeister an Ihrem Leben zu werden und beginnen Sie noch heute sich Themen zu suchen, die Sie im wahrsten Sinne des Wortes beGEISTern!

Und ich bin sehr daran interessiert, wie Sie dieses Thema sehen und freu mich auf Ihre Kommentare.

Serie Unternehmerische Aktivitäten im Internet – Teil 1 Das emotionale Internet

Dieser Artikel ist Bestandteil der 3teiligen Serie zum Thema “Ihre unternehmerischen Aktivitäten im Netz – was bringt wirklich was?” die sich mit folgenden Fragestellungen beschäftigen wird:

  • Teil 1 Das emotionale Internet – Wie wir surfen

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

Wer ein Unternehmen hat, weiß, dass zahlende Kunden das sind, was ein Geschäft am Leben hält. Und im besten Fall gesund wachsen lässt. Ohne Aufträge ist Gefahr in Verzug und am Ende kann die Geschäftsaufgabe stehen. Zwischen diesen beiden Polen bewegt man sich im Geschäftsleben.

Das mag jetzt sehr vereinfacht sein, doch genau diese Vereinfachungen schärfen den Blick für’s Wesentliche. Lassen Sie uns einen Schritt weiterdenken:

Wer potentielle Kunden erreichen möchte, kann dazu verschiedenste Wege gehen.

Landläufig werden alle Maßnahmen dazu unter Marketing zusammengefasst. Sie sollen den Bekanntheitsgrad des Unternehmens erhöhen und damit Fremde zu Interessenten und Interessenten zu zahlenden Kunden machen. Das wäre der Plan.

An dieser Stelle schlüpfen wir in die Kundensicht hinein. Und da wir alle Kunden sind, brauchen Sie nur von sich selbst ausgehen. Viel häufiger als es uns bewusst ist, recherchieren wir inzwischen im Internet, bevor wir Dinge und Dienstleistungen kaufen. Wir surfen von Seite zu Seite und entscheiden in Millisekunden, ob wir dort bleiben oder weiterklicken.

Was auch bedeutet, dass wir in kürzester Zeit über die gefühlte Kompetenz bzw. Nichtkompetenz einer Firma nach der Internetseite und den dort verfügbaren Informationen entscheiden. Der visuelle Eindruck ist – ähnlich wie bei einer wirklichen Begegnung – nur schwer wieder rückgängig zu machen. Das innere Urteil fällt schneller als wir das bewusst nachvollziehen können.

Was hat das für konkrete Auswirkungen?

Genauso wie Sie in einem Geschäft in dem es muffig riecht, die Waren staubig in häßlichen Regalen platziert sind und kein Mitarbeiter in Sicht ist, höchstwahrscheinlich keinen Kauf tätigen werden, genauso entscheiden Sie im Internet, ob Sie eine Firma gut finden oder nicht, nach den Kriterien die Ihnen hier zur Verfügung stehen.

Die da wären:

  • der visuelle Eindruck
  • Meinungen anderer
  • die Qualität der vorhandenen Informationen.

Häufig ist eine Suchmaschine wie google unsere erste Anlaufstelle und die Ergebnisse die hier in der ersten Reihe stehen werden am häufigsten angeklickt. So weit nichts Neues. Die interessantere Frage ist: bei welchen Seiten werden wir länger bleiben und uns mehr umsehen? Doch wohl bei denen, die unser Anliegen am besten aufgreifen und wir den Eindruck haben, hier steht uns jemand mit kompetenter Auskunft zur Seite.

Und wenn dann die Seite noch gut strukturiert ist und einen ordentlichen Eindruck macht, werden wir vielleicht sogar noch weitere Informationen dort suchen.

Was lässt uns gehen?

Wir Menschen mögen es nicht, wenn man uns verwirrt oder wir uns nicht auskennen und uns dadurch unwohl fühlen. Denn das tun wir, wenn wir auf häßliche Webseiten stoßen, die das Gegenteil von übersichtlich und aktuell sind. Wir fühlen uns unwohl. Und dieses Gefühl übertragen wir unbewusst auf das Unternehmen, dass hier grad am Bildschirm sichtbar ist.

Dahinter verbirgt sich die oft verkannte Emotionalität des Internet. Zu weit hergeholt? Dann machen Sie einen einfachen Test und achten ab sofort bei der nächsten Internetrecherche mal auf Ihr Bauchgefühl, wenn Sie verschiedene Seiten ansurfen. Wir Menschen sind visuelle Wesen und können uns dieser Wirkung kaum entziehen. Ob uns das gefällt oder nicht, spielt dabei überhaupt keine Rolle.

Für Unternehmen bedeutet das, dass eine veraltete Webseite mit wenig inhaltlichen aktuellen Informationen wie ein altmodisches Geschäft im realen Leben ist, in dem man ungern einkaufen möchte. Was zur Folge hat, dass an diesem Punkt Fremde nicht zu Interessenten werden, sondern Fremde bleiben. Und natürlich auch kein Kunde daraus wird.

Mobiles Surfen

Nächste Frage: Haben Sie ein Smartphone oder ein Tablet mit dem Sie surfen? Wenn ja, dann kennen Sie das Ärgernis, wenn Webseiten auf diesen viel kleineres Displays einfach nicht gut angezeigt werden und vielleicht sogar Teile gar nicht erscheinen, die Webseite aufgrund von Bildern ewig lädt und Kontraste, die man an einem Computerbildschirm noch verschmerzen könnte, hier einfach nur eine Katastrophe sind.

Die Welt ist nicht stehen geblieben und die Technik wird nicht nur größer im Sinne von leistungsfähiger sondern auch kleiner.

Ist Ihr Schaufenster in die Welt darauf eingerichtet? Denn auch hier gilt ebenfalls der emotionale Charakter des Internet. Wer uns auf einem Smartphone Bandbreite kostet, z.B. aufgrund erhöhter Ladezeiten, den klicken wir weg und markieren wir innerlich mit einem “nervig”-Haken.

Was sollte man nun aus diesen ganzen Erkenntnissen umsetzen?

Einfachheit gewinnt. Das ist ein simpler Leitsatz, der jedes Homepagedesign begleiten sollte. Reduzieren und vereinfachen bringt Klarheit und ein gutes Gefühl. Ein paar kurze Gedanken dazu:

  • Ist die Startseite aufgeräumt und übersichtlich?
  • Sind Ihre Kontaktdaten auf einen Blick zu sehen?
  • Hat Ihre Homepage gute Kontraste (am besten ist immer noch schwarze Schrift auf weißem Grund) oder strotzt sie von verschiedenen Farben?
  • Ist die Schriftart groß genug oder braucht man gefühlt eine Lupe?
  • Haben die verwendeten Bilder eine gute Qualität oder lässt sich jedes Pixel erkennen?
  • Wechseln bei Ihnen verschiedene Bilder ab oder erlassen Sie diese Datenmengen den dankbaren Usern?
  • Wieviele verschiedene Schriftarten verwenden Sie? Mehr als 3 wird schon anstrengend.
  • Wie sieht Ihre Seite auf einem Smartphone bzw. Tablet aus?
  • Haben Sie Ihre Seite auf die gängigsten Browser optimiert?

Es gibt natürlich noch einige Punkte mehr. Sollten Sie jetzt schon zu Schnaufen beginnen und einen ähnlichen Satz im Kopf haben wie “na, ich hab ja auch noch anderes zu tun” dann darf ich Ihnen sagen, dass Ihre Konkurrenzbetriebe, die vielleicht nicht so gute Qualität abliefern wie Sie, aber dafür eine Internetseite haben, auf der man sich wohlfühlt, viel häufiger Fremde zu Interessenten machen wird und damit über kurz oder lang die besseren Karten haben werden.

Und wer sich immer noch lieber verweigert, dem muss ich leider an dieser Stelle einen uralten Spruch um die Ohren hauen, der jedoch nichts von seiner Wahrheit eingebüßt hat:

Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.

Will heißen, Sie müssen es weder unbedingt verstehen noch müssen Sie einen Sinn darin sehen, doch wenn es Ihre Kunden tun, sollten Sie mal darüber nachdenken.

Im nächsten Teil werden wir uns mit den inhaltlichen Bestandteilen einer Unternehmenswebseite beschäftigen und die Frage versuchen zu beantworten, wieso Content eigentlich King ist.

Serie in 3 Teilen: Ihre unternehmerischen Aktivitäten im Netz – was bringt wirklich was?

Aus aktuellem Anlass möchte ich mit dieser 3teiligen Serie ein paar Grundfragen aufnehmen, die bei Vorträgen und Beratungen immer wieder eine Rolle spielen. Es geht dabei um basics, die den Unterschied ausmachen, zwischen Internetseiten die gut ankommen und welchen die mehr oder weniger vor sich hin dümpeln.

Wir User, die das Internet täglich nutzen, sind uns über manche Mechanismen nicht bewusst im Klaren und doch folgen wir häufig bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Wer sich diese zunutze macht, erleichtert nicht nur den Nutzern das virtuelle Leben, sondern wird auch selbst davon profitieren, wenn das eigene Unternehmen im Netz dargestellt wird.

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

  • Der erste Beitrag wird sich mit dem “emotionalen Internet” beschäftigen und was das mit dem Design von Webseiten zu tun hat. Wir sind nicht nur im wirklichen Leben zu einem großen Teil auf Autopilot unterwegs, sondern genauso in der virtuellen Welt und das wirkt sich in unserem Surfverhalten aus.
  • Im zweiten Beitrag werden wir uns mit dem Schlagwort “Content is king” auseinandersetzen und die Frage stellen, was das wirklich konkret heißt.
  • Und im dritten und letzten Beitrag der Serie kommen wir zum “Social Media Gedöns” und werden beleuchten, was davon für Unternehmen sinnvoll sein kann.

Wenn Sie in den Texten Anregungen finden, ist das Ziel erreicht. Schreiben ließe sich darüber ein Roman, doch mir ist es ein Anliegen, mich auf wenige, zentrale Punkte zu konzentrieren, die jedes Unternehmen im Internet umsetzen kann. Es geht auch ein Stück um ein Bewusstwerden, wir wie uns inzwischen im Internet bewegen und was für Kriterien wir dort für Kompetenz ansetzen.

In den nächsten Tagen geht’s los.