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Krümel im Bett Folge 9: Nichts ist gefährlicher als die Sicherheit zum Hauptwert im Leben zu machen

Wiedermal ein Krümel im Bett, der mich nicht loslässt:

Nichts ist gefährlicher als die Sicherheit zum Hauptwert im Leben zu machen.
(Uwe Böschenmeyer)

Wieso ist das so gefährlich? Wie wirkt sich das in unserem Leben aus?

Wenn ich auf Sicherheit bedacht bin, werde ich wenig Risiken eingehen. Und damit alles Neue durch einen Scanner schicken, der überprüft, was für Gefährdungen darin für uns liegen.

Das allein mag nochmal nicht schlimm sein, denn auf negative Konsequenzen nicht zu achten, ist sehr naiv und blauäugig. Interessant ist, auf was wir unseren Fokus als erstes richten.

Sehen wir erst die Chancen oder erst die Gefahren?

Bildquelle: pixelio / Peter Hebgen

Zumeist tragen alle Situationen beides in sich. Jeweils in unterschiedlichen Ausprägungen. Und das wiederum weicht je nach Mensch in seinen Verhältnissen voneinander ab. Was für den einen ein Spaziergang sein mag, ist für den anderen ein undenkbares Unterfangen.

Welche Ängstlichkeit tragen wir in uns herum?

Was hat uns am meisten geprägt? Welchen Blick auf die Welt haben wir in unserer Familie gelernt? Und was machen wir daraus in unserem ureigensten Leben?

Die Hauptwerte die wir leben, sind uns häufig noch nicht mal bewusst. Doch Ängstlichkeit und eigenes Beschränken ist ein großer Hinweis darauf, dass wir sehr sicherheitsorientiert leben.

Wieso ist also nichts gefährlicher als die Sicherheit zum Hauptwert zu machen? Wenn wir keine Risiken mehr eingehe, beschränken wir das Leben in uns. Wir werden nur noch wenig Neues erleben und uns immer weniger zutrauen mit unvorhergesehen Situationen klarzukommen.

Doch das ist ein Aspekt, der trainiert wird, wenn ich mich traue, vom Sicherheitsgedanken abzuweichen. Unser Leben besteht zu einem großen Bestandteil an nicht vorhersehbaren Erlebnissen. Positiver wie auch negativer Art. Und wie wir damit umgehen, bestimmt zu einem großen Teil unser Gefühlsleben und damit wir unser Leben als ganzes empfinden.

Je schwerer es uns fällt, von gewohnten Wegen abzuweichen um so mehr werden uns ungewöhnliche Situationen aus dem Gleis bringen. Und um so länger werden wir brauchen, bis wir uns wieder wohlfühlen.

Also haben wir es in diesem Fall mit einem Paradox zu tun. Die Fähigkeit mich von Sicherheit zu verabschieden, macht mein Leben ruhiger. Denn in gleichem Maß kann in mir die Fähigkeit reifen, mir selbst zuzutrauen, mit dem Fremden fertig zu werden.

Vielleicht mir sogar die Neugierde und Entdeckerfreude zu bewahren und das Schöne am Neuen zu erkennen. Bis sich möglicherweise sogar Dankbarkeit einstellt, ein Leben zu führen, in dem es immer wieder etwas zu entdecken gibt.

Ein reiches Leben, das Ungewöhnliches begrüßt und einlädt sich auszuwirken. Auf mich einzuwirken, mich zu erweitern, zu reifen, mich zu weiten und meinen innere Welt um Dimensionen zu ergänzen.

Wie lässt es sich lernen, sich Schritt für Schritt auf das unsichere Parkett hinauszuwagen?

Wir können damit beginnen, in dem wir uns immer wieder uns fremden Situationen aussetzen. Uns beispielsweise mal allein in ein Cafe zu setzen, wenn wir das sonst nicht machen. Einfach mal in einen Stadtteil fahren den wir nicht kenne und dort in für uns fremden Straßen herumzulaufen.

Freunde, Kollegen zu begleiten zu für uns unbekannten Anlässe. Ein Eishockeyspiel, ein Konzert mit einer für uns fremden Band, einen Tangoabend, in den Kletterpark, ein Restaurant in dem wir nicht mal die Karte lesen können usw. Es gibt unzählige Möglichkeiten sich in babysteps immer wieder an Fremdes heranzuwagen.

Trainieren Sie diese Fähigkeit. Setzen Sie sich neuen Situationen aus, lassen Sie sich ein. Erleben Sie den aufgeregten Herzschlag in Ihnen, die geballte Aufmerksamkeit, möglicherweise auch Nervosität. All das sind Zeichen dafür, dass Sie lebendig sind und es in diesem Moment auch fühlen.

Sie werden erleben, dass Sie wachsen. Dass Sie sicherer werden, obwohl Sie sich unsicheren Situationen aussetzen. Lassen Sie es nicht zu, dass Sie ein Leben führen, in dem es nichts Neues mehr zu entdecken gibt und alles Fremde Sie ängstlich werden und erstarren lässt.

Gehen Sie Schritt für Schritt in ein Leben, das nicht Sicherheit als Hauptwert hat, sondern sich auf die Lebendigkeit konzentriert, auf das Wachsen, das innerliche Reifen.

Welche Ideen gehen Ihnen dazu durch den Kopf?

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Worte des Dalai Lama zum Thema Unternehmensgewinne

tenzin_gyatzo_foto_5.jpgÜber 100 Ecken, wie das halt beim Blog-Hopping :-) so ist, bin ich auf Schweizweit gestoßen. Und dort habe ich den Hinweis auf das Buch Führen, Gestalten, Bewegen des Dalai Lama gefunden.

In diesem Buch geht es um die Sichtweise des Buddhismus zum Thema Gewinne machen, Unternehmen führen, Globalisierung und einiges mehr. Mich hat das Zitat aus dem Buch sehr zum Nachdenken angeregt und möchte es Ihnen quasi als vorgezogenes “Wort zum Sonntag” mitgeben (Hevorhebungen sind von mir):

Bildquelle: Wikipedia

Die buddhistische Tradition nimmt eine eindeutige Haltung zum Gewinn ein. Gewinn ist ein ehrenwertes Ziel, solange er mit ehrlichen Mitteln erreicht wird. Die Aussage, dass die Aufgabe eines Unternehmens darin besteht, Gewinn zu erzielen, ist ungefähr genauso sinnvoll wie die Aussage, dass die Aufgabe eines Menschen darin besteht zu essen oder zu atmen. Wenn ein Unternehmen Verlust macht, stirbt es, genau wie ein Mensch, der nichts mehr isst. Das bedeutet aber nicht, dass der Sinn des Lebens aus Essen besteht.

Ich fände es sinnvoll, wenn Unternehmen ihre Aufgabe als “Gewinnung und Befriedigung von Kunden” definierten und auf dem Weg dorthin verantwortlich handelten, statt sich auf die Maximierung des Aktionärsvermögens zu beschränken. Zu verantwortlichem Handeln gehört auch, einen gesunden Gewinn zu erzielen und zufrieden stellende Zuwächse des Aktionärsvermögens zu erwirtschaften. Wird der Gewinn dagegen zum wichtigsten Ziel, können Verhältnisse entstehen, die zu Gesetzesbruch führen und vielen Menschen unnötiges Leid verursachen.

Natürlich wollen Mitarbeiter nicht für ein Unternehmen arbeiten, das rote Zahlen schreibt, denn dies stellt eine Gefahr für ihre Arbeitsplätze dar. Doch sie wollen für ein Unternehmen arbeiten, auf das sie stolz sein können, ein Unternehmen, das einen guten Ruf als Hersteller von qualitativ hochwertigen und nützlichen Produkten beziehungsweise Dienstleistungen geniesst. Umso wichtiger ist es, die Rolle des Unternehmens in positiver und motivierender Weise zu definieren.

Weiterlesen bei Schweizweit zum Thema können Sie hier. Und zum Buch des Dalai Lama geht’s hier. In diesem Sinne ein nachdenkliches Wochenende.

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Quintessenz – Gedanken zum Mitnehmen

j0289822.jpgErreiche nicht dein Lebensende, nur um herauszufinden, dass du nicht gelebt hast. Denn viele, die an den Punkt kommen, da sie die Erde verlassen müssen, schauen zurück und sehen all die Freuden und die Schönheit, die nicht die ihren waren, weil sie nur ihre Ängste gelebt haben.
Häuptling Clearwater

Fundstelle: Fiona Harrold – Life Coach

Über Ängste sagt man, dass sie wie ein Vergrößerungsglas wirken. Sie einen lähmen wie ein Reh, das in den Lichtkegel eines Autos gerät. Angst ist innere Unruhe und Panik gepaart mit äußerer Erstarrung. Und ein Übermaß von Angst hält uns vom Leben ab.

Wenn Sie sich in Gedanken in die Zukunft versetzen und sich die Gedanken von Häuptling Clearwater in Erinnerung rufen, was wird Ihnen bewusst über Ihren Umgang mit Ängsten auf der einen Seite und Freuden auf der anderen? Welches Verhältnis besteht zwischen Ihnen?

Von was halten Sie sich selbst durch Ihre Ängste ab? Und woher wissen Sie denn überhaupt, ob das was Sie befürchten, auch wirklich eintreten wird? Könnte es nicht vielmehr sein, dass wir uns damit in unserer Komfortzone einrichten wollen? Sich seinen Ängsten stellen hat immer etwas mit Veränderung zu tun. Und Veränderung ist nicht gerade die beliebteste Eigenschaft in unserem Leben. Das bedeutet erst mal neues, unbekanntes, manchmal unangenehmes und dem gehen wir halt gern aus dem Weg. Doch was ist die Alternative?

Man kann so gebremst ein ganzes Leben verbringen. Und dann am Ende seines Lebens zurückschauen und unwiderbringlich feststellen, dass die Zeit vorbei ist, etwas anders machen zu können. Wissen Sie, wir vergessen viel zu oft, dass unser Leben tatsächlich endlich ist. Es hat auf jeden Fall ein Ende. Auch wenn wir uns darüber grad keine Gedanken machen wollen.

Irgendwann werden wir keine Zeit mehr haben, etwas neues zu beginnen, Liebe in unserem Leben zuzulassen, die Wahrheit zu sagen, unser Echtsein zu spüren, das Leben mit jeder Minute zulassen und annehmen, die Kleinigkeiten wahrzunehmen, Freundlichkeit zu verschenken, sich seiner selbst und der eigenen Menschlichkeit bewusst zu werden und Dankbarkeit dafür zu empfinden.

Was wäre, wenn Ihr Leben in einem Jahr zu Ende wäre? Was würden Sie sofort ändern? Welche Ängste würden Sie augenblicklich über Bord werfen? Welche Träume würden Sie sich erfüllen? Welche Projekte würden Sie sofort fallenlassen? Was würden Sie den wichtigen Menschen in Ihrem Leben mitgeben, sagen und zeigen wollen?

Was davon können Sie sofort machen?

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Willkommen im Jahr 2008!

Feuerwerk Jahr 2008Nun ist es da, das Jahr 2008. Noch ganz jung, grad mal ein paar Stunden alt. Was wird es uns bringen? Das mit den guten Vorsätzen ist ja immer so eine Sache, wie wir wissen. Und ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, bei mir war das nie wirklich so der Hit.

 

Haben Sie dagegen schon mal daran gedacht, einen Wunschzettel für das neue Jahr zu schreiben?

Diese Idee hat mich schon letztes Jahr begeistert. Denn es hat eine ganz andere Qualität als sich mit Disziplin zu guten Vorsätzen zu überreden…

Die meisten von Ihnen werden das wunderschöne Zitat kennen:

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.
Hermann Hesse

Haben Sie nicht auch Lust, diesen Anfangszauber zu nutzen? Dann nehmen Sie sich etwas zu schreiben und spüren mit den folgenden Fragen Ihren Wünschen an das Jahr 2008 nach:

  • Welche Ereignisse sollen im Jahr 2008 eintreten?
  • Welchen Eigenschaften möchten Sie für sich erwerben?
  • Welche Dinge würden Sie gern bekommen?
  • Welche Dinge würden Sie gern tun?
  • Welche Veränderungen sehnen Sie herbei?
  • Welche Orte möchten Sie besuchen?
  • Was lassen Sie bereitwillig los?

Vor allem die letzte Frage kann sehr heilsam sein. Wenn auch für Sie dieses neue Jahr eine Zeit des Neuanfangs in vielerlei Hinsicht ist, dann können Ihnen die Antworten darauf eine große Hilfe und Wegweiser sein.

Vielleicht geht es um Menschen, die Sie loslassen möchten, Dinge, Einstellungen oder Verhaltensweisen. Schreiben Sie die Antworten einfach auf, die Ihnen hochsteigen. Sie müssen dafür noch keine Lösungen haben oder wissen, wie. Manchmal ist der Schmerz noch zu groß. Es ist ein erster Schritt zu beschließen, loszulassen.

Ich wünsche Ihnen dabei alles, alles Gute. Kraft und Mut nötige Veränderungen zu leben, sich selbst gut im Blick zu behalten und die Zuversicht zu bewahren, dass Sie alles bewältigen.

Wenn Ihnen diese Anregungen gefallen haben, kann ich Ihnen das Buch von Melody Beattie – Mehr Kraft zum Loslassen – wärmstens empfehlen. Darin finden Sie für jeden Tag des Jahres Gedankenanregungen und Ideen wie Sie für sich einen guten Weg in den Stürmen des Lebens finden können.

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