Ein Weihnachtswunsch

Nun ist es bald vollbracht, das Jahr 2006. In meinem Leben war es geprägt von tiefen Einschnitten, persönlichen Verlusten und Neuordnungen. Gleichzeitig habe ich viel Kraft von Freunden, Bekannten und virtuellen Kontakten geschenkt bekommen.

Ich durfte viel neues lernen, an meinem Leben wachsen und meine Grenzen dadurch hinauszuschieben. Es ist tiefer geworden mein Leben, im Lachen wie im Weinen.

Ist es nicht das, was zu den wesentlichen Dingen zählt? Sich selbst auf einer immer tieferen Art und Weise zu begegnen? Zu lernen, immer mehr in sich zu ruhen und den eigenen Kraftort in sich zu finden?

Je mehr ich bei mir bin, je mehr kann ich für mich und andere da sein. Habe etwas zu geben, ohne dafür etwas bekommen zu müssen. Im Wort Gelassenheit steckt das Verb lassen. Dieser Aspekt ist ein sehr wesentlicher. Denn etwas zu lassen, bedeutet auch häufig loslassen, seinlassen und ruhenlassen.

In engen Zusammenhang damit stehen Erwartungen. Darin ist das warten verborgen. Wenn ich auf etwas warte, dann mache ich mich abhängig von außen. Denn nur wenn meine ErWARTungen erfüllt werden, bin ich zufrieden. Das zeigt sich oft an Weihnachten. Hier brechen häufig schwelende Konflikte auf, lang verschlossene Verletzungen machen sich Luft und die Emotionen wogen hoch.

Vielleicht kennen Sie das in der einen oder anderen Variante. Wie steht es denn mit Ihren Erwartungen? Welche davon könnten Sie gut lassen? Mit welchen Gedanken zieht am meisten Frieden in Ihr Herz ein?

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie ein friedvolles und gesegnetes Weihnachten erleben. Seien Sie sich Ihrer inneren Kraft bewusst und der Schöpfungsgabe die jeder von uns besitzt.

Vielleicht haben Sie auch Gelegenheit eine persönliche Rückschau zu halten. Hier finden Sie eine Möglichkeit zur Lebensinventur.

Schließen möchte ich mit Gedanken die mir selbst immer wieder Ruhe schenken und ich gern als meinen Weihnachtswunsch an Sie weitergeben möchte:

Bleib in deiner Mitte.
Spür dich selber,
komm immer wieder
in deine eigene Mitte
und lass die anderen dort,
wo sie sind,
und lasse sie so,
wie sie sind.

(Anselm Grün)

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