keynote beim IsarCamp – Gendermarketing: oder warum Frauen anders einkaufen

IsarCamp 2013IsarCamp – Share: die dritte Welle des Internet?

Diese Frage ist der Rahmen rund um die Themen des IsarCamp am 7. und 8. Juni 2013 in München. Es bildet den Abschluss der Münchner Webwoche und lädt alle Interessierten ein dabei zu sein.

Wer kommt, darf sich auch was von mir anhören 🙂 Wie es sich für ein BarCamp gehört gibt es die Möglichkeit eigene Sessions anzubieten. Darüber hinaus wird es verschiedene keynotes geben, die als feste Vorträge jeweils die Vormittage füllen. Ich habe die Freude mit einer keynote vertreten zu sein. Zu diesem Thema:

Gendermarketing – oder warum Frauen anders einkaufen

Frauen kaufen anders ein. Männern auch. Die Kriterien nach denen ein Gut oder eine Dienstleistung ausgewählt wird, das Kommunikationsverhalten und die aufgewendete Zeit sind zum großen Teil sehr unterschiedlich bei Männlein und Weiblein. Dieses Wissen lohnt auch ein Überdenken bei der Gestaltung von Internetseiten und Portalen.

In diesem informativen und witzigen Vortrag wird das Thema mit anschaulichen Beispielen erläutert und dient zur Sensibilisierung und Wahrnehmung der verschiedenen Entscheidungskriterien bei Mann und Frau. Mit den Ausführungen soll angeregt werden im nachfolgenden gemeinsamen Gespräch die Chancen und Möglichkeiten auszuleuchten, die sich damit ergeben.

Eine Frage – eine Antwort

Im Vorfeld haben die ReferentInnen die Möglichkeit über eine ausgesuchte Frage Ihr Thema vorzustellen. Das mach ich natürlich gern und habe mich für folgende Frage entschieden:

Teilen Frauen anderes als Männer?

Wie immer bei einer komplexen Fragestellung passt hier die Antwort „kommt darauf an“. Denn es gibt in der Tat Unterschiede zwischen den Geschlechtern z.B. beim Teilen von Inhalten. Allerdings muss man schon genauer hinsehen.

Männer teilen mehr Inhalte

Eine Studie aus dem Jahr 2012 hat festgestellt, dass Männer interessanterweise mehr Inhalte teilen (durchschnittlich 30) als Frauen (durchschnittlich 23). Vor allem produktbezogene Inhalte und Videos werden von Männern häufiger geteilt.

In den verschiedenen Altersgruppen gibt es jedoch noch mehr interessante Unterschiede. Männer zwischen 14 und 29 sind die „Sharing-Könige“ wenn man so will mit 44 geteilten Inhalten pro Monat. Das lässt mit zunehmendem Alter nach und in der Gruppe ab 50jährigen haben nun die Frauen die Nase vorn.

Gegenüberstellung der Geschlechter und die Unterschiedlichkeit der Zielrichtung

Wenn eine Geschlechtergegenüberstellung stattfindet, ist man vor Klischees nicht gefeit. Doch wie immer tragen sie einen Kern Wahrheit in sich und manches wird durch eine wissenschaftliche Bestätigung doch gewichtiger als man meinen möchte.

Im Allgemeinen ergibt sich häufig der Eindruck, als ob Männer sich eher selbstdarstellerisch betätigen und Frauen dagegen eher kooperativ und unterstützend netzwerken. Und das trifft auch auf das Teilen von Inhalten im Social Web zu. Ein Professor fasste die Ergebnisse seiner Studie recht plakativ zusammen: „Frauen vernetzen sich, Männer tragen Geräte zur Schau.“

Will heißen, dass Männer sich eher als Player darstellen möchten, in Wettbewerb treten wollen und damit wenig kooperativ auftreten.

Für wen ist welche Meinung wichtig?

Interessant ist nun noch die Frage, wer auf wen hört und hier zeigt sich, dass Frauen lieber auf Frauen hören. Und in den verschiedenen Altersgruppen gibt es ebenfalls Vorlieben für die eigene Altersrange.

Was bedeutet das nun alles für Sharing-Plattformen und Initiativen die auf das Teilen ausgerichtet sind?

Zunächst ist die Frage zu klären, wer als Zielgruppe angesprochen werden soll. Dabei sind nicht nur Geschlecht sondern auch vor allem Altersgruppen zu definieren. Denn in jeder Altersgruppe gibt es Vorlieben für Inhalte, die dann auch wiederum geschlechtsspezifisch zu betrachten sind.

Zudem kommt es auf die Aufmachung der Webseite an, welches Geschlecht sich eher angesprochen fühlt. Und falls es ein Angebot für alle ist, lohnt sich darüber nachzudenken welche Informationen in welcher Form bereitgestellt werden können.

Communities sind ein einfach einsetzbares Mittel, mit dem auch verschiedene Gesprächsräume geschaffen werden können. Wieso nicht ein „von Frau zu Frau“ bzw. „von Mann zu Mann“-Forum zur Verfügung stellen?

Frauen sind anders. Männer auch.

Für Frauen spielt es eine größere Rolle von Erfahrungsberichten zu lesen. Da sie als Maximer immer auf der Suche nach der besten Lösung sind und daher am liebsten viele verschiedene Vergleiche heranziehen.

Männer dagegen haben häufig nur einige wenige Kriterien im Kopf die sie für eine Entscheidung nutzen. Was den gesamten Entscheidungsprozess insgesamt um einiges verkürzt.

Die sprachliche Ausdrucksform spielt ebenfalls eine Rolle und auch das Angebot von Bilder und Videos trägt zur unterschiedlichen Wahrnehmung bei.

Fazit

Wer sich ernsthaft mit der Erreichbarkeit von Männern und Frauen über Online-Inhalte auseinandersetzt, sollte sich mit diesen Unterschieden beschäftigen. Das Verständnis darüber hilft bei der entsprechenden Umsetzung und trägt seinen Teil zu einer erfolgreichen Verbreitung einer Idee bei.

Neugierig geworden?

Wen das nun alles neugierig gemacht hat auf mehr, ist herzlich eingeladen beim IsarCamp dabei zu sein. Sie können sich auch mit einer eigenen Session beteiligen oder auch einfach all die interessanten Vorträge anhören.

Freu mich wenn wir uns sehen!

3 Replies to “keynote beim IsarCamp – Gendermarketing: oder warum Frauen anders einkaufen”

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