Infoabend zu den Themen KVP-University und Wissensmanagement

Hier noch ein kurzer Hinweis auf einen kostenfreien Infoabend, der nächste Woche stattfindet:

Hier die Detailinformationen:

  • Thema: Vorstellung der KVP-University und Wissensmanagement 
  • Wann: Montag, 29. Mai 2006 Beginn 17:00 Uhr – ca. 19 Uhr
  • Veranstalter: IHK Passau
  • Ansprechpartner: Herr Heinz Traub unter Tel.: 0851 507-346

In diesem Infoabend geht es um:

  • Ideenmanagement im Zusammenhang mit KVP und Kaizen
  • Aufbau eines ganzheitlichen Bildungssystems für alle Mitarbeiter mit Hilfe der KVP-University
  • Vorstellung von Wikis und Weblogs als Mittel zum effizienten Wissensmanagement
  • Das Ziel eine selbstlernende Organisation zu werden
  • Wissen im Unternehmen zu bewahren

Als Zielgruppe sind alle Führungskräfte (Geschäftsführer, Abteilungsleiter, Gruppenleiter, Meister usw.) angesprochen. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen ist eine systematische Mitarbeiterentwicklung im Bereich Wissen und Kompetenz ein schlagkräftiges Mittel um Erfolg zu haben.

Als Ansprechpartner und für die Anmeldung steht Ihnen Herr Traub von der IHK Passau unter 0851 507-346 zur Verfügung.

Martin Unverdorben wird auch wieder dabei sein und den technischen Part abdecken. Im Rahmen dieser Veranstaltung können Sie sich auch mit anderen Unternehmern austauschen und Kontakte knüpfen. Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Ich bin nicht meine Gefühle.

Diese tiefe Wahrheit wird u. a. im Zen-Buddhismus gelehrt. Was bedeutet das nun konkret?

Ich bin nicht meine Gefühle.

Vielleicht erläutert das am besten ein Beispiel:

Morgens klingelt der Wecker und Sie sind noch ganz verschlafen als Sie aufstehen. Sie trödeln im Bad und in der Küche herum. Dann fällt Ihnen ein, dass Sie den Bericht immer noch nicht fertig geschrieben haben. Ihre Laune sinkt. Sie suchen Ihre Sachen zusammen und gehen aus der Tür.

Während Sie im Auto sitzen, schießen Ihnen tausend Gedanken durch den Kopf. Der Stresspegel steigt. Sie machen sich innerlich Vorwürfe, dass Sie den Bericht aufgeschoben haben und ärgern sich gleichzeitig über den Autofahrer der vor Ihnen scheinbar dahinschleicht.

Endlich im Büro angekommen, will schon wieder der erste was von Ihnen. Sie schütten sich den Kaffee fast über die Unterlagen und das Telefon läutet bereits penetrant.

Sie haben jetzt schon die Nase voll vom Tag und merken wie der Ärgerpegel steigt und steigt.

Auch wenn dieses Beispiel natürlich überzeichnet dargestellt ist, kennen Sie möglicherweise ähnliche Situationen. Und wenn Sie ein wenig in Gedanken mitgegangen sind, dann haben Sie vielleicht als TrittbrettfahrerIn einen Anflug von diesem Ärger gespürt, der sich hier aufgebaut hat.

Die Auswirkungen auf den Körper sind enorm. Der Puls und der Herzschlag werden erhöht. Die gesamte Muskelanspannung verstärkt sich. Die Magensäure schaltet hoch und einiges mehr. Wie gehen Sie mit solchen Situationen um? Wie schaffen Sie es wieder runterzukommen?

Eine Möglichkeit die ich Ihnen in diesem Beitrag vorstellen möchte, hat mit dem o. g. Satz zu tun. Ich wiederhol ihn einfach nochmal:

Ich bin nicht meine Gefühle.

In der Psycho-Analyse wird im Menschen zwischen verschiedenen Ich-Zuständen unterschieden. In der Gestalttherapie kennt man beispielsweise den Unterschied zwischen einem Erwachsenen- und einem Kind-Ich.

Und genau da möchte ich hin. Wir haben ein sog. Ego das uns mit Gedanken und Gefühlen überflutet. Die ganzen Stimmen die man so im Kopf hat und die uns manchmal schelten, antreiben, Vorwürfe machen usw. Doch das SIND wir nicht. Wir sind weder unsere Gefühle, noch unsere Gedanken.

Wir erschaffen sie und nicht sie erschaffen und regieren uns. Diese einfache Wahrheit wird oft übersehen. Alles was wir denken und fühlen, können wir beeinflussen, denn WIR sind es, die denken und fühlen. Es gibt niemanden da draußen, der uns sagen kann: Fühl dich jetzt so und so.

Es ist einzig und allein jedes mal unsere Interpretation von erlebten Situationen, die die Gedanken und Gefühle erschafft. Dies alles läuft natürlich oft in Sekundenbruchteilen ab. Und manchmal merkt man es erst, wenn man schon mitten drin steckt.

Sie wissen jedoch genauso wie ich, das die meisten negativen Empfindungen uns empfindlich in unseren Handlungsmöglichkeiten einschränken. Souveränes Handeln ist im Ärger oder Stress fast nicht möglich. Damit verliert sich auch der Überblick über komplexe Zusammenhängen.

Angst beispielsweise schränkt tatsächlich oft das Blickfeld ein und erhöht damit die Zentrierung auf das Ängstigende. Die Folge davon ist ein unnatürliches Vergrößern der erlebten Sitation, quasi wie eine Lupe.

Was Sie nun konkret tun könnten, um um sich wieder zur Ruhe zu bringen, wäre einen kleinen Trick anzuwenden. Den Trick mit der Uhr.

Denn, wenn Sie Ihrem Ego die Oberhand überlassen, sind Sie nicht mehr im Hier und Jetzt. Sie verlassen sich quasi selbst. Lassen Sie uns das obige Beispiel aufgreifen:

…. merken wie der Ärgerpegel steigt und steigt. Als Sie dies wahrnehmen, schauen Sie bewusst auf die Uhr und sagen (oder denken):

Ich ärgere mich gerade sehr und es ist jetzt 9 Uhr 42.

Haben Sie evtl. mitgemacht? Wenn ja, dann haben Sie möglicherweise eine Veränderung in den Gedanken und Empfindungen gemerkt. Als nächsten Gedanken:

…. es ist jetzt 9 Uhr 42. Ich ärgere mich jetzt noch bis 9 Uhr 50 und dann hör ich damit auf.

Macht das für Sie Sinn? Mussten Sie vielleicht ein ganz klein wenig schmunzeln? Sich bewusst für ein negative Empfindung zu entscheiden, ist etwas, was so gut wie niemand freiwillig machen würde. Und genau das ist das Entscheidende dabei. Sie wählen Ihre Empfindung bewusst und genau dadurch haben Sie wieder alles besser im Griff.

Selbstverständlich können Sie sich jetzt auch für Gelassenheit, für Ruhe, für Souveränität entscheiden. Die Situation an sich, ist immer noch die Gleiche. Doch Sie haben jetzt den Stand- und Sichtpunkt geändert und Ihre Wahrnehmung ermöglicht Ihnen eine neue und bewusste (damit kraftvolle) Bewertung.

Wenn die Situation von Ihnen eine weitere interne Bearbeitung erfordert, d. h. Sie sind mit etwas konfrontiert, was Sie konkret durchdenken möchten, dann können Sie auch dazu die Uhrzeit nutzen.

In unserem Beispiel geht es vielleicht um eine sich wiederholende Situation, dass unangenehm empfundene Aufgaben häufig geschoben werden. Es belastet Sie immer wieder und Sie möchten der Sache auf den Grund gehen. Dann können Sie mit sich selbst einen Deal machen, in dem Sie konkret überlegen, wann Sie sich für dieses Thema Zeit nehmen möchten. Und dann nutzen Sie einfach die Uhrzeit, wie z.B.:

… und dann hör ich damit auf. Heute abend um 20 Uhr werde ich mich mit dem Thema “was kann ich tun, um mir unangenehme Aufgaben früher zu erledigen” beschäftigen.

An diesen Termin sollten man sich dann halten. Sonst wird es Sie wie einen Bumerang immer wieder und wieder einholen.

Bei dieser Technik gilt natürlich auch “Übung macht den Meister”. Und die Uhrzeit ist letztlich nur eine Krücke zum schnelleren bewussten Wahrnehmen. Probieren Sie es doch einfach mal für eine Woche aus. Sie werden vielleicht feststellen, dass Sie immer mehr ein Gefühl von Souveränität in Ihrem Leben, Umfeld und Handeln bekommen. Und wenn Sie auch nur eine Situation dadurch verändern können, ist es eine positive Situation mehr.

Mitgebloggt

Heute bei Hacker sind wir gerade wieder bei einem Vortrag über Weblogs und Wikis. Vielen Dank an den Hausherrn!

edit:
Diesen kurzen Beitrag haben Martin und ich gestern während des Vortrags als Beispiel verwendet, wie simpel man mit WordPress umgehen kann. Wer auch nur wenig Ahnung hat und zumindest ein bißchen mit Word umgehen kann, der kann auch mit WordPress eine eigene Seite aufbauen.

Find ich persönlich schon eine geniale Sache, denn dadurch wird das Internet immer mehr wirklich für jedermann nutzbar in beiden Richtungen. Nicht nur als stiller Leser sondern auch als sichtbarer Schreiber. Und wenn nun damit noch podcasting kombiniert wird, dann kann eine Seite zudem hörbar werden.

Für mich sind diese Möglichkeiten immer noch faszinierend. Und daher macht es auch soviel Spaß darüber zu referieren!