Inspiration beseelt unser Leben

Wissen Sie, was Inspiration bedeutet? Im ursprünglichen Wortsinn? Wikipedia verrät es uns: Inspiration von lat.: inspiratio= Beseelung, Einhauchen von „spiritus“ = Leben, Seele, Geist.

Wer inspirieren kann, beseelt also. Ist das nicht wunderbar? Was mich gleich zu der Frage führt, wieviel Inspiration Sie in Ihrem Leben erleben oder auch schenken?

Ist es nicht eher so, dass wir viel zu viele Tage verbringen ohne uns auch nur einen Moment über Inspiration Gedanken zu machen? Zuviel zu tun, zuviel zu leisten, zuviel auf einmal, zuwenig Zeit, zuwenig Ruhe, zuwenig Muße. Das ist es tatsächlich, was Inspiration braucht. Sie braucht Muße und Raum. Raum um gesehen zu werden. Bewusstsein, Achtsamkeit um wahrgenommen zu werden.

Ich glaube, Inspiration ist eng verwandt mit Kairos, dem richtigen Moment, den es zu ergreifen gilt. Und dafür braucht es Aufmerksamkeit.

Bildquelle: ilona martin  / pixelio.de

Inspiration scheint für viele Menschen etwas zu sein, was nur Künstler brauchen und für “Normalsterbliche” wenig bis keinen Sinn macht. Doch was ist es, was uns dazu bringt, Aufgaben gern und mit Freude zu erfüllen? Ist das nicht Begeisterung und damit Inspiration?

Vor allem Führungskräfte scheinen immer öfter unter dem Controller-Stern geboren zu sein und haben nie wirklich gelernt, dass Inspiration das ist, was gute Führung ausmacht. Wenn ich Menschen erreichen möchte, muss ich sie begeistern können. Eine Geschichte erzählen können, die erklärt wo die Reise hingehen soll. Wie das “Yes, we can” eine Inspiration für eine ganze Nation war.

Was bedeutet das für uns im Kleinen? Wie können wir uns Inspiration immer wieder neu schaffen und bewahren? Und wie können Sie andere Menschen inspirieren? Ich glaube, dass es eher weniger um das ‘wie’ geht als um die innere Haltung. Kehren wir doch noch einmal zur Wortbedeutung zurück:

Inspiration = Beseelung

Ein sehr altes Wort. Wir verwenden es nicht im normalen Sprachgebrauch. Und doch hat es unfassbar viel Kraft, wenn wir uns darauf einlassen es zu begreifen. Wie fühlen wir uns, wenn uns eine Sache inspiriert? Ist das nicht ein unglaublich lebendiges, elektrisierendes, waches Empfinden? Voller Freude und Energie? Das ist Beseelung. Etwas lebendig werden lassen. Uns einsetzen, an etwas glauben, andere damit anstecken, Durststrecken überstehen, weil wir das Große sehen.

Das Gegenteil von mechanistischem Abarbeiten, Erledigen und stumpfer Pflichterfüllung. Dabei existieren wir, doch wir leben nicht. Wir brauchen die Seele in den Dingen, in den Erlebnissen, in unserem alltäglichen Sein.

Uns selbst immer wieder begeistern können. Wie sagte die Königin in Alice im Wunderland so schön: “Kind, ich habe bereits vor dem Frühstück an fünf unmögliche Dinge geglaubt!” Wir verbringen unsere Tage viel zu oft wie täglich grüßt das Murmeltier. Haben uns der Routine ergeben, den vermeintlichen Außenzwängen.

Doch die einzigen, die uns abhalten, Begeisterung wieder zu entdecken, uns selbst zu überraschen und damit zu inspirieren, sind wir selbst. Es liegt an uns, diese Gabe immer wieder zu entdecken. In jedem Tag das Lebendige zu erfahren, wahrhaft zu leben. Wahrhaft. Die Brille des Hektischen abzusetzen und wieder wirklich zu sehen, was wir betrachten und erleben.

Jeder Tag hat seinen eigenen Zauber und kann uns inspirieren. Es ist nie zu spät, wieder zu lernen, dass wir die Fähigkeit zur Beseelung besitzen. Sich voller Begeisterung in etwas zu verlieren, ganz einzutauchen in eine Erfahrung, andere mitzunehmen und damit zu einem Menschen zu werden, der andere inspiriert.

Wie können Sie Inspiration in Ihrem Leben wieder lebendig werden lassen?

shelearning is asking – Interview mit Entrepreneusen

Simone Happel von shelearning hat eine neue Interview-Serie gestartet. Sie befragt Unternehmerinnen, echte Entrepreneusen in Ihren Augen, die bereits ihren Traum von Selbständigkeit leben.

Ziel ist es, Frauen dafür zu begeistern und zu motivieren sich diesen Traum ebenfalls zu erfüllen. Und dabei hilft es, zu lesen, wie andere es geschafft haben und welche Tipps diese Frauen weitergeben.

Für mich ist es eine große Ehre und Freude, die erste zu sein, die anderen Frauen als Inspiration dienen darf. Es werden noch einige folgen und ich freu mich sehr darauf sie zu lesen.

Hier findet ihr das Interview mit mir. Viel Spaß beim Lesen und good inspirations 🙂

Meine Leseliste aus dem Jahr 2009

Buecherwand_R_by_wrw_pixelio.deEs ist für mich immer wieder interessant, in den Listen anderer zu stöbern und Ideen daraus mitzunehmen. Dies gilt für mich besonders bei  Bücherlisten 😉

Und es sei mir verziehen, wenn ich schon etwas spät für eine Leseliste aus dem letzten Jahr dran bin. Doch vielleicht findet ja der eine oder die andere hier einen interessanten Buchtitel und lässt sich inspirieren.

Es ist ein Auszug meiner gelesenen Sach-Bücher aus 2009. Bereits auf die beschränkt, die ich sofort wieder lesen würde. Die Reihenfolge ist relativ chronologisch des Lesezeitpunktes nach.

Bildquelle: wrw @pixelio.de

Bei den verlinkten Bücher gibt es eine Rezension von mir dazu. Und die farbig gedruckten Buchtitel sind meine absoluten Favorites und Leseempfehlungen.

Wenn jemand Fragen zu einem der Bücher hat, immer her damit 🙂 Und jetzt viel Spaß beim Stöbern!

  1. Levine, Robert – Die große Verführung
  2. Standenat, Sabine – So lerne ich mich selbst zu lieben
  3. Levine, Robert – Eine Landkarte der Zeit
  4. Surowiecki, James – Die Weisheit der Vielen
  5. Seifert, Josef W. – Visualisieren, Präsentieren, Moderieren
  6. Förster, Hans-Peter – Texten wie ein Profi
  7. Kurz, Jürgen – Für immer aufgeräumt
  8. Roth, Susanne – Einfach aufgeräumt
  9. Koller, Christine – Inspiration – jetzt!
  10. Walter, Hans-Jürgen – Denkzeichnen
  11. Harford, Tim – Ökonomics
  12. Edwards, Betty – Der Künstler in dir
  13. Emmet, Rita – Was du heute kannst besorgen…
  14. Gigerenzer, Gerd – Bauchentscheidungen
  15. Baumgartner, Peter – Content Management Systeme in e-Education
  16. Naish, John – Genug
  17. Fiore, Neil. A – Wenn nicht jetzt wann dann?
  18. Schwartz, Tony – Die Disziplin des Erfolges
  19. Weinberg, Gerald M. – Weinberg on Writing (engl.)
  20. Harford, Tim – Die Logik des Lebens
  21. Kettl, Barbara – Wege zum Kunden
  22. Blenchard, Ken – Know can do
  23. Peppers, D. und Rogers, M. – Strategien für ein individuelles Kundenmarketing
  24. Wilson, Jerry – Mund zu Mund Marketing
  25. Fischer, Christian – Macht Schlagzeilen
  26. Serva-Schreiber, David – Die neue Medizin der Emotionen
  27. Childre, Doc Lew – Kannst du mit dem Herzen sehen?
  28. Rosenberg, Marshall – Wie ich dich lieben kann, wenn ich mich selbst liebe
  29. Kuntz, Bernhard – Warum kennt den jeder?
  30. Childre, Doc Lew – Vom Chaos zur Kohärenz
  31. Templeton, Tim – Networking, das sich auszahlt… jeden Tag
  32. Detroy, Erich-Norbert – Powerbuch der Neukundengewinnung
  33. Zanetti, Daniel – 1000 Tipps zur Mitarbeitermotivation
  34. Zehmisch, Monika – Business-Networking mit XING
  35. Wiseman, Richard – So machen Sie Ihr Glück
  36. Baum, Thilo – Komm zum Punkt
  37. Siefer, Werner – Das Genie in mir
  38. Frank, Hans-Jürgen – Ideen zeichnen
  39. Fulghum, Robert – Alles, was du wirklich wissen musst, hast Du schon als Kind gelernt
  40. Zanetti, Daniel – Kundenverblüffung
  41. Mardorf, Elisabeth – Wer immer geradeaus geht, kommt nicht weit
  42. Johnson, Alexandra – Wie aus dem Leben Geschichten entstehen
  43. Kopmeyer, Marion R. – Das große Handbuch der Erfolgsstrategien. Wunscherfüllung
  44. Bryson, Kelly – Sei nicht nett, sei echt
  45. Kensington, Ella – Die Glückstrainer
  46. Beattie, Melody – Kraft zum Loslassen
  47. Pasztor, Susann – Ich höre was, das du nicht sagst
  48. Sick, Helma – Wie frau sich bettet
  49. Gavalda, Anna – Das Glück kommt nie (Belletristik)
  50. Galdwell, Malcolm – Tipping Point
  51. Gerber, Michael – Das Geheimnis erfolgreicher Firmen
  52. Ariely, Dan – Denken hilft zwar, nützt aber nichts
  53. Davich, Victor N. – die 8 Minuten Meditation
  54. Nuber, Ursula – Lass mir mein Geheimnis

Quintessenz – Gedanken zum Mitnehmen – Ausgabe 8 – Wege zum Glück

KerzeDie Inspiration zum heutigen Text habe ich in einem Büchlein von Anselm Grün gefunden:

Wenn Sorgen über die Zukunft deinen Tag beschweren, wende dich bewusst dem Heute zu. Heute entscheidet es sich, ob du lebst oder nicht, ob du da bist oder nicht, ob du dich auf den Menschen vor dir einlässt oder nicht, ob du etwas anpackst oder nicht.

Das Heute gut zu bewältigen – das ist die eigentliche Herausforderung für das Leben.

Fundstelle: Jeder Tag ein Weg zum Glück – Anselm Grün

Bildquelle: pixabay

In Zeiten wie diesen, in denen die Medien von Katastrophenszenarien nur so überquellen, ist es gar nicht so einfach, sich davon nicht anstecken zu lassen. Und da der Mensch (leider) evolutionär eher auf die Vermeidung von Negativszenarien geeicht ist, als auf das Erreichen von positiven Ergebnissen, kann es durchaus sein, dass sich die Sorgen mehr ausbreiten, als man sich das wünschen würde.

Und sobald negative Gedankenschleifen die Oberhand gewinnen, wird der Aktionsradius oft gleichermaßen weniger. Je mehr Befürchtungen, je mehr Ängste, umso größer wird die Erstarrung. Es scheint manchesmal fast so zu sein, als ob die Gedanken uns denken und nicht wir unsere Gedanken. Verrückte Welt, möchte man meinen.

Was mir in dem obigen Zitat so gut gefallen hat, ist der Hinweis auf die mögliche Lösung: Sich auf das Heute zu konzentrieren. Der heutige Tag ist eine Einheit die ich bewältigen kann. Meine nächsten 8 Stunden kann ich füllen mit anstehenden Aktivitäten, mit sinnhaftem Tun. In dem Wissen, dass ich heute etwas tun kann. Denn zwischen alles und nichts gibt es ETWAS. Etwas, das ich tun kann. Heute. Und für die nächsten Stunden zählt nur das Heute. Das Heute kann ich gestalten, in die Hand nehmen, wahrnehmen. Leben.

Wer es immer wieder schafft, mit seinen Gedanken ins Heute zurückzukehren, wird auch die Kraft spüren, die damit verbunden ist. Denn die gefühlte Hilflosigkeit, die sich in uns bei sorgenvollen Gedanken breit macht, lässt uns kraftlos werden. Oft im wahrsten Sinne auch körperlich.

Die Kraft des Heute dagegen ermöglicht uns einen nächsten Schritt zu gehen. Einen Schritt nach vorne. Aus unserer Kraft heraus. Und in unsere Kraft hinein. Das Erfahren, diesen Schritt zu gehen, zieht auch die Möglichkeit eines weiteren nach sich. Erfolg gebiert Erfolg. Das gilt auch in diesem Fall.

Und egal wie oft wir in unser angstgetriebenes Denken zurückfallen, wir können uns jederzeit wieder dem Heute zuwenden. In jeder Sekunde. Immer wieder. Es genügt, das Heute zu überschauen. Wenn Sorgen kommen, nehmen wir sie wahr und lassen sie in dem Wissen ziehen, dass wir sie am besten bewältigen, wenn wir uns wieder dem Heute widmen. Sorgen sind nun mal der Natur nach Gedankenkonstrukte von möglichen Ereignissen. Die nur in unserem Kopf bereits geschehen sind. Jedoch nicht in der Wirklichkeit.

Sorgen wegzuschieben, ist oft viel schwerer, als sie quasi einfach dasein zu lassen und sich weiter dem Heute zu widmen. Denn wie schon die einfachste Psychologie lehrt: das gegen das ich mich wehre, wird sich vervielfachen. Es geht auch nicht darum Sorgen zu verniedlichen, unter dem Motto ach so schlimm wird es schon nicht werden. Auch das verstärkt die Schleife häufig.

Eine Möglichkeit ist eher der Gedanke: ‘Ja ich fühle im Moment diese Sorge und jetzt konzentriere ich mich wieder auf mein Heute.’

Dazu passen die 10 Gebote der Gelassenheit von Papst Johannes XXIII – Seine Lebensregeln.

Und mit diesen tröstlichen Gedanken möchte ich Ihnen alle Kraft für Ihr Heute wünschen.

  1. Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
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  2. Nur für heute werde ich große Sorgfalt in mein Auftreten legen: vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern – nur mich selbst.
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  3. Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin – nicht für die anderen, sondern auch für diese Welt.
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  4. Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
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  5. Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist eine gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.
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  6. Nur für heute werde ich eine gute Tat verbringen, und ich werde es niemandem erzählen.
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  7. Nur für heute werde ich etwas tun, für das ich keine Lust habe zu tun: sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass es niemand merkt.
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  8. Nur für heute werde ich fest glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten – , dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.
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  9. Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist – und ich werde an die Güte glauben.
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  10. Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen – und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: der Hetze und der Unentschlossenheit.

Wenn Sie gern noch mehr inspirierende Gedankenanstöße lesen möchten, dann finden Sie in dem Buch von Anselm Grün – Jeder Tag ein Weg zum Glück – viele Anregungen. Ein kleines Büchlein, das sich auch wunderbar als Geschenk eignet. So hat es z. B. seinen Weg zu mir gefunden und ich habe mich sehr darüber gefreut.