Das Leben ist ein Fest!

Das Leben ist ein FestWann haben Sie es das letzte Mal gefeiert? Ihr Leben? Oder sind Sie eher den düsteren Gedanken verhaftet, dass Ihr Leben eine Aneinanderreihung von endlosen Katastrophe zu sein scheint und darin schon länger kein Sinn mehr darin zu finden ist?

Das ist wohl wahr, dass das Leben viele Katastrophen zu bieten hat. Es ist oft kein Zuckerschlecken und der gefühlte Druck von Verantwortung, Stress, Kummer, Sorgen, Ärger zwingt uns nur zu häufig in die Knie. Und dort kauern wir dann, tagein, tagaus. Funktionieren wie Roboter, die Befehle entgegennehmen.

Die Tage scheinen sich immer mehr zu gleichen, in ihrer immer währenden Abfolge von abzuarbeitenden Aufgaben, Anweisungen von oben, Erwartungen von allen Seiten und der endlose Strom an täglich wiederkehrenden Gedanken und Gefühlen dazu.

Und genau deshalb weil unsere Leben zu oft nach diesem Muster ablaufen, haben wir die Aufgabe das Leben zu feiern. Dem Leben wieder das Leben abzuringen. Es spürbar in uns ausbreiten zu lassen. Vom Kopf mit seinem ganzen Gedankengeplapper wieder ins Fühlen zu kommen.

Unseren Körper wieder zu spüren, ihn wahrhaft zu bewohnen. Uns in uns selbst auszubreiten, spüren, dass wir wirklich da sind. Wirklich da sind auf dieser Erde. Wirklich da sind.

Ihr Herz schlagen spüren. Es schlägt nur für Sie. Spüren Sie es?

Ihre Füße zu spüren. Mit diesen laufen Sie durch Ihre geschäftigen Tage.

Ihren Atem zu spüren, der Sie jeden Tag am Leben teilhaben lässt. Spüren Sie sich?

Spüren Sie, wieviel da ist, was von Ihnen wahrgenommen werden will? Wie sehnsüchtig alles darauf wartet, dass Sie endlich mal wieder innehalten um das Leben in sich zu spüren?

Ja, sehr oft ist da als erstes Schmerz. Schmerz, der unendlich groß zu sein scheint. So unfassbar, dass wir ihn am liebsten wegschieben möchten.

All die Anspannung in Ihnen, all das Festhalten. Wann haben Sie das zuletzt in Ihrem Körper wirklich wahrgenommen ohne davonzulaufen? Sich sich selbst zugewandt und wahrgenommen?

Es kann Sie überfluten wie ein reißender Strom, der über seine Ufer tritt. Lassen Sie es zu. Nehmen Sie es wahr, nehmen Sie sich in Ihrem Schmerzensstrom jetzt an. Es ist so wie es jetzt gerade ist. Und es darf alles genauso so sein. Nehmen Sie sich wahr. Bleiben Sie bei sich. Gehen Sie durch den Gefühlsstrom hindurch und nehmen Sie wahr. Was jetzt gerade da ist.

Und dann wird es diesen Moment geben, an dem Sie spüren, die Wogen glätten sich langsam ein wenig, der Sturm in Ihrem Inneren lässt nach. Es wird ruhiger.

Sie sind angekommen. Bei sich. Wie müde, kaputt und fertig Sie sich vielleicht auch gerade fühlen möchten. Jetzt sind Sie erstmal angekommen. Ganz tief drin. Und dort gibt es einen fühlbaren Punkt der Ruhe. Er ist manches Mal nur ein Hauch von Gefühl am Anfang, doch er ist da. Er wartet die ganze Zeit schon auf Sie. Dass Sie da sind.

Still werden und ihn wahrnehmen. Spüren Sie ihm nach. Werden Sie ruhig.

Jeder Mensch trägt diesen Kern in sich. Genauso wie die Sonne am Tag immer da ist. Auch wenn der Himmel voller dunkler Wolken ist, ist sie trotzdem da. Immer. Und auch unser innerster Kern der Ruhe ist immer da.

Sie können immer wieder zu ihm zurückkehren. Wir verlieren ihn immer wieder in unserem täglichen Wirrwarr, doch wir können ihn immer wieder aufsuchen.

Ihren Kern. Ihre Ruhe. Und genau das sollten Sie feiern. Ihr Leben hat es verdient gewürdigt zu werden. Mit einem Fest. Der Dankbarkeit, der Heiterkeit, der stillen Gedanken.

In jedem Leben gibt es Grund zur Freude. In jedem Leben. Schauen Sie genau hin und seien Sie bei sich. Leben Sie!

 

Bessere Gespräche führen mit Hilfe von “Tante ELSE”

Es ist mir eine große Freude, Teil einer besonderen Blogparade zu sein. Besonders deshalb, weil sich dabei online und offline verbinden. Denn es gibt ein Buch mit Namen Frida, das auf seiner Reise durch ganz Deutschland von Trainern, Coaches und Beratern angefüllt wird mit wertvollen Beiträgen zum Thema Kommunikation.

Initiiert hat das ganze Judith Thorma vom Rhetorikblog. Vielen Dank an dieser Stelle, dass ich Gelegenheit habe, an diesem schönen Projekt mitzuwirken!

Dann kann’s losgehen, mit dem heutigen Thema. Es dreht sich alles darum, bessere Gespräche zu führen.

Gespräche, die über schwierige, emotionale Themen gehen, nehmen oft epische Ausmaße an. Doch ein zu langes Verweilen in den negativen Aspekten zementiert häufig die Handlungsunfähigkeit und Hilfslosigkeit der Beteiligten. Auf beiden Seiten.

Daher ist alles hilfreich, was ermöglicht wieder in die eigene Kraft zu gelangen. Gespräche nach „Tante Else“ zu führen, ist dazu ein einfaches und effektives Mittel. (nachzulesen im Buch von David Servan-Schreiber “Die neue Medizin der Emotionen“)

Am Anfang steht die Frage:

Was ist passiert?

Jetzt gilt es einfach zuzuhören ohne zu unterbrechen. 3 Minuten wirkliches Zuhören. Dann schieben Sie die Frage nach:

E (Emotion) … Was hast du/haben Sie dabei empfunden?

Die Antworten darauf führen uns zu den Gefühlen, die jemand in der geschilderten Situation hat. Nun folgt die wichtigste Frage:

L … Lass mich das Schlimmste wissen. – Was ist das Schlimmste für dich/Sie?

Was Sie nun hören, führt zum Wesenskern der Angelegenheit und die Antworten bringen häufig etwas anderes als das Erwartete zu Tage. Die Frage ermöglicht wie mit einer Taschenlampe den Punkt zu beleuchten, der am meisten Schmerz verursacht.

Sie zentriert und klärt die Aufmerksamkeit in einer Weise, die sonst nur selten möglich ist. Oft ist bis zu dieser Frage den Beteiligten selbst nicht klar, was genau sie denn als Kern ihres Schmerzes empfinden.

Mit der nächsten Frage zielen Sie auf die Selbstheilungskräfte Ihres Gegenübers ab:

S (Standhalten) … Was hilft dir/Ihnen standzuhalten?

Damit wird der Blick auf die eigenen Ressourcen gelenkt, die Möglichkeiten, die es in jeder noch so ausweglos erscheinenden Situation gibt. Und – ganz wichtig – die Lösungsansätze kommen nicht von außen, sondern aus dem Erzählenden selbst.

Die eigene Fähigkeit zur Selbstlösung und Selbstheilung damit zu erfahren, ist ein unschätzbarer Dienst, den Sie jemandem erweisen können. Der Sie gleichzeitig aus der Verantwortung entlässt, die Situation für jemanden anderen zu lösen.

Es erfordert wohl manches Mal Zurückhaltung, sich an dieser Stelle nicht die berühmte Handwerkermütze aufzusetzen und mit brillianten Lösungen aufzuwarten. Ganz in der vermeintlichen Tugend des Helfens. Ihre Zurückhaltung wird belohnt durch das Erstarken Ihres Gegenübers und der fehlenden Bürde fälschlicherweise übernommener Verantwortung.

E ... Empathie zeigen

Zum Schluss des Gesprächs drücken Sie in einfachen Worten aus, was Sie beim Zuhören empfunden haben. Oft genügen Sätze wie „Dass muss schwer für dich/Sie gewesen sein.“ oder „Vielen Dank, dass Sie mir all das erzählt haben, Ihre Worte haben mich sehr berührt.

Zusammenfassung:

1. Was ist passiert?
Hören Sie 3 Minuten lang ohne unterbrechen zu.

E | 2. Was haben Sie dabei empfunden?
Hier hören Sie von den Gefühlen.

L | 3. Was ist das Schlimmste daran?
Das führt zum wesentlichen Kern des Schmerzes.

S | 4. Was hilft Ihnen standzuhalten?
Damit werden die eigenen Ressourcen ins Blickfeld gerückt.

E | 5. Das muss schlimm für Sie gewesen sein.
Sie zeigen durch Ihre Empathie, dass Sie Ihr Gegenüber verstehen.

Auf diese Art Gespräche zu führen, kann Ihnen auf privater wie beruflicher Ebene eine bereichernde Hilfe sein. Wieso nicht auf eine Karteikarte notieren und parat haben?

Probieren Sie es aus und spüren selbst, wie es helfen kann sich auf diese Art miteinander auszutauschen. Es ist eine äußerst wertschätzende Art des Umgangs darin enthalten und dies lässt uns Gespräche als sehr tief und bereichernd empfinden.

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