Was ist Ordnung überhaupt und warum tut sie uns so gut?

Ordnung ist für mich weitaus mehr als ein aufgeräumtes Zuhause oder Büro. Ordnung hat für mich viel mit Harmonie und Wohlbefinden zu tun.

Unsere Sprache ist dabei immer ein guter Hinweisgeber: Wenn wir das Gefühl haben, dass wir mit einem Menschen einen Konflikt haben, dann ist diese Beziehung „nicht in Ordnung“ und wir fühlen uns nicht wohl damit.

Doch sobald „etwas wieder in Ordnung kommt“ ist auch unsere Welt wieder in Ordnung und alles ist gut. Das weist schon darauf hin, dass Ordnung sehr viel mehr mit uns selbst und unserem Erleben der Welt zu tun hat.

Über all diese Fragestellungen lässt sich trefflich philosophieren und genau das hab ich mit Tina Husemann gemacht. Sie arbeitet als Stress-Clearing-Coach, Mediatorin und Wegbegleiterin für Menschen deren Leben durch große Veränderungen durcheinander geworfen wurde.

Sie hat mit mir ein Interview geführt für ihre Videoserie mit dem Thema „So geht Veränderung“. Es war mir eine große Freude mit ihr über Ordnung und deren verändernde Kraft zu sprechen. Wir sind auf so spannende Aspekte gekommen, dass die Zeit des Gesprächs wie im Flug vergangen ist.

Wenn du für das kommende Jahr noch ein paar Impulse für Veränderung brauchen kannst, die du jederzeit selbst in der Hand hast, dann schau mal rein. Und auch wenn du wissen möchtest, ob ich schon als Kind ordentlich war ;)

Was für Gedanken nimmst du aus dem Video mit?

Digital free – Zeit ohne Technik

ausstecken digital free
Quelle: pixabay

Digital free, geht das überhaupt noch in unserer technikbasierten Welt? Vielleicht für die immer seltener werdende Spezies, die kein Smartphone besitzt?

Tech Shabat und abkoppeln vom Netz

In der Online-Welt gab es inzwischen immer wieder mal den dringenden Appell offline zu gehen. Was in Experimenten mündete bei denen Journalisten und Autoren sich komplett vom Internet nahmen für eine gewisse Zeit.

Das das kann auch nicht des Rätsels Lösung sein. Denn wie sich nach Ende dieser Selbstversuche gezeigt hat, ist alles schneller wieder beim Alten, als man Breitbandverbindung sagen kann.

Wie lässt sich digital free umsetzen?

Wie so oft liegt wohl die gute Lösung in einem pragmatischen Weg und dem Aufbau von Gewohnheiten.

Gewohnheiten die sich ins Leben integrieren lassen. Sich komplett vom Netz zu nehmen mag für Wenige funktionieren, doch für die Mehrzahl von uns die das nicht praktikabel.

Wenn also ALLES nicht geht und NICHTS zu wenig ist, bleibt uns noch ETWAS. Etwas, das wir tun können. Für mich ist das digital free sein an bestimmten Zeiten die Lösung dafür.

Ein Erfahrungsbericht über den Digital Shabat

Die liebe Margit hat mich mit ihrem Beispiel und den daraus gewonnenen Erfahrungen angesteckt. Sie praktizierte in der Fastenzeit den digital free shabbat und ging von Freitagabend bis Samstagabend für 24 Stunden offline und war digital free.

Ihre Erfahrungen machten mir Mut, das auf jeden Fall auch einmal auszuprobieren. Und auch wenn ich mir kaum vorstellen konnte, wie ich als „heavy user“ das schaffen sollte, war genau das der Grund es zu machen.

Die Lösung muss zum Leben passen

Da der Samstag bei mir oft arbeitsreiche Online-Zeiten sind, wäre dieser Weg für mich mehr Schmerz als Gewinn gewesen. Meine Überlegungen haben mich schließlich zu meiner momentanen Lösung geführt: jeden Montag bin ich bis 13 Uhr offline und digital free.

Das bedeutet keinerlei technischen Geräte wie TV (den ich ja sowieso nicht nutze), kein PC, Smartphone, Tablet, Radio und sonstiger technischer Kram wird genutzt.

Was für ein Start!

Die Woche auf diese Weise zu beginnen, verschafft mir eine Verschnaufpause in der Hektik und Schnelllebigkeit. die die Online-Welt oft darstellt.

Es ist vom ersten Moment an eine so große Erleichterung in mich eingezogen.

Ich muss auf nichts reagieren, muss keine Probleme lösen, kann mich in meinem Tempo um Dinge kümmern, die mir in meinem Umfeld am Herzen liegen. Denn das war etwas, das ich damit verbunden habe.

Und was genau mach ich jetzt in dieser digital free Zeit…?

Ich wollte in manchen Bereichen des Hauses Ordnung schaffen. Das tun, wozu sonst immer keine Zeit ist. Ich wollte wieder etwas mit meinen Händen schaffen.

Ebenso Zeit haben in Ruhe über Dinge nachdenken zu können. Denn ganz ehrlich, wann haben Sie das letzte Mal wirklich Zeit gehabt, sagen wir zwei Stunden, um ein wichtiges Themen in Ihrem Leben durch zu denken, es zu Ende zu denken?

Wie lang können wir wirklich noch gedanklich bei einer Sache bleiben?

Sind wir dazu überhaupt noch fähig? Oder haben wir es komplett verlernt, ohne Ablenkungen länger wie 10 Minuten gedanklich bei einer Sache zu bleiben?

Wenn Sie allein der Gedanke daran nervös macht, sich für ein paar Stunden nur mit einem Thema zu beschäftigen, sind Sie wohl auch dem Syndrom unserer Zeit verfallen, möglichst viel, in möglichst wenig Zeit zu erledigen.

Was hat mir das Abkoppeln bis jetzt gebracht?

Ich praktiziere diese digital free Vormittage nun bereits einige Monate und möchte sie auf keinen Fall mehr missen. In dieser Zeit habe ich meinen halben Keller entrümpelt, Bücher aussortiert, viele Texte geschrieben und vage Pläne in eine konkrete Umsetzung gebracht.

Das Gefühl wieder Herrin über diese Zeit zu sein, die bewusste Langsamkeit und das Dranbleibenkönnen an für mich wichtigen Themen hat Ruhe einkehren lassen.

Auch manches wieder in die richtige Perspektive gerückt. Etwas, das mir durch die Vielzahl an Eindrücken, Impulsen auf die man reagieren sollte und Wahlmöglichkeiten sich in der Online-Welt zu beschäftigen doch immer wieder abhanden kommt.

Check: Stimmt die Richtung noch?

Und so werden diese digital free Stunden ein stetes neu Kalibrieren und Bremsen. Ein immer wieder Innehalten und Neuausrichten, auf das was tatsächlich wichtig ist. Und das ist weitaus weniger, als wir immer denken.

Eine Zeit, um mich mit meiner Umgebung, meinen Gedanken und dem Jetzt, immer wieder zu verbinden. Damit wieder in mir zu Hause zu sein. Denn so wertvoll die Online-Welt und alle elektronischen Gerätschaften auch sind, sie entfernen uns von uns selbst.

Entfremdung von mir und von anderen

Fernsehen z.B. hat häufig die Aufgabe, die Menschen zu entspannen, „runterkommen“ wird das auch genannt. Doch das ist eine Illusion. Es dient bei vielen der Betäubung um sich eben nicht mehr selbst denken zu hören, sich nicht mehr wahrnehmen zu müssen.

Wo führt das hin?

Wer sich selbst nicht mehr spürt und sich nicht seiner selbst bewusst ist, verliert diese Fähigkeit auch gegenüber seinen Mitmenschen. Eine schleichende Entfremdung von uns und anderen führt zu einer Welt ohne Mitgefühl.

Wenn ich mich so umsehe, dann scheint mir dieser Virus bereits weit fortgeschritten.

Der Weg zum Glück

Die Technik und die Schnellebigkeit unserer Tage sind nicht unbedingt das Problem. Unser Umgang damit ist es. Besser gesagt, der fehlende Umgang damit.

Das rechte Maß zu finden ist in allen Zeiten der Schlüssel zum Glück und einem zufriedenen Leben gewesen. Daran hat sich auch heute nicht viel geändert.

Der Bogen mag weit gespannt sein, doch wagen Sie das Experiment sich eine feste Zeit für Stunden ohne Technik zu nehmen. Kommen Sie sich in dieser Zeit selbst auf die Spur, verwirklichen Sie Projekte die Sie schon lang mal machen wollten und verlangsamen damit Ihr Leben.

Das mag anfangs eine große Herausforderung sein. Doch wenn Sie diesen Weg weiter gehen, werden Sie in kurzer Zeit die wertvolle Wirkung spüren. Und ist ein Leben, das wir wahrhaft wahrnehmen, nicht das reichste Leben das man sich wünschen kann?

Anleitung für digital free Zeit

Beginnen Sie mit 1 Stunde digital-free. Legen Sie

  • einen bestimmten Wochentag
  • und eine feste Uhrzeit dazu fest. z.B. jeden Sonntag von 10 – 11 Uhr
  • und überlegen Sie sich ein Projekt, dass Sie in dieser Stunde vorwärts bringen möchten. Oder Sie entscheiden sich für Lesezeit oder für einen Bereich in Ihrem Heim, den Sie schon lange mal entrümpeln wollten.

Das konkrete Vorhaben hilft Ihnen die Freude auf die digital-free Zeit zu steigern. Sie werden erleben, dass bereits dieser erste Schritt Ihnen das Gefühl geben kann, wieder Herr/in über die Zeit zu sein.

Wenn Sie einmal bewusst erfahren, wie viel Sie in nur einer Stunde schaffen, weil Sie an einer Sache dran bleiben können, werden Sie es immer wieder haben wollen.

Sobald Sie damit einen Monat verbracht haben, steigern Sie auf 2 Stunden und machen die Erfahrung wie sich die Kraft der bewussten Entscheidung auf die Fokussierung einer Sache entfaltet. Sie werden schnell die Befriedigung spüren, die sich daraus ergibt.

Und los geht’s!

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PS:
Dieser Artikel ist übrigens letzten Montag in meiner digital-free Zeit entstanden. Selbstverständlich von Hand auf Papier geschrieben :)

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PPS:
Und ich kenne alle Gründe, warum es nicht geht, sich pro Woche auch nur ein Stündchen auf diese Weise aus den Rippen zu schnitzen. Machen Sie’s trotzdem.

Denken Sie mal so: Für was werden Sie am Ende Ihres Lebens dankbar sein: Wenn Sie stets online, erreichbar und busy waren? Oder wenn Sie ein paar Stunden Ihres Lebens wichtige Projekte vorwärts bringen konnten und dabei wirklich bei sich waren?

Think about it.

Wissen – Selber denken gewinnt – es wird Zeit, dass wir endlich lernen lernen

Wie sich das Wissen verändert.
Eine kleine Serie in vier Teilen.

Das richtige Finden will gelernt sein

Im Netz gibt es Raum für alles und nichts. Wie ich mich auf die Suche begebe ist technisch gesehen der einfachste Teil. Dazu müssen nur ein paar Maus- und Klickbewegungen gemacht werden.

Doch gelangen wir auch dorthin, wo wir hinwollten? Das ist nun in der Tat die große Frage. Oder vielleicht sogar noch einen Schritte davor: Wissen wir denn wirklich wo wir beim Suchen hinwollen?

Wenn ich so manches Mal die Möglichkeit habe, anderen beim „googlen“ über die Schulter zu schauen, wird mir wieder bewusst, dass „wie recherchiere ich“ kein Fach ist, das unsere Schule lehrt. Genausowenig wie die Fähigkeit gelehrt wird aus der Vielzahl von Informationen das Relevante zu filtern.

Lesen ist doch kinderleicht, oder?

Doch davor kommt noch eine sehr viel simplere Tatsache zum Tragen: ob nun unser Wissen in Buchform oder im Internet zu finden ist, es ist in den meisten Fällen Text.

‚Na und?‚ mag der der oder die andere denken. Doch mitnichten. Denn lesen können mag als selbstverständlich gelten, jedoch liegen zwischen lesen und Textverständnis ein Meer.

Lesen ist nicht etwas, das sich automatisch verbessert nur weil ich es einmal gelernt habe. Nein. Lesen benötigt Übung genauso wie jede andere Fähigkeit die wir lernen.

Kein Mensch käme auf die Idee, von jemandem der die Tonleitern samt Noten gelernt hat, zu verlangen, dass er Mozarts Alla Turka auf dem Klavier fehlerfrei und mit Ausdruck in Leichtigkeit herunterspielt ohne vorherige regelmäßige Übung.

Was bringt Übung tatsächlich?

Übung, die soweit führt, dass die technische Fertigkeit derart ausgeprägt ist, dass es möglich ist, sich auf den Ausdruck zu konzentrieren. Denn das geht nicht andersrum. Erst wenn jeder Finger in der Lage ist, wirklich die richtige Taste in der richtigen Reihenfolge zu treffen, kann ich mich auf Stil, Ausdruck und Emotionen, die mein Spiel zeigen soll, einlassen.

Um das auf’s Lesen zu übertragen: Es glauben viele, dass sie, um etwas zu lernen, etwas herauszufinden, etwas zu verstehen das auf Text basiert, nicht regelmäßig lesen müssen.

Und nein, sich in facebook oft aufzuhalten und der Sportteil der Zeitung ist keine ausreichende Übung.

Recherchieren und Fragen stellen = lernen

Im Internet, dem Netzwerk des Wissens, brauchen Sie viele dieser Fähigkeiten, wenn Sie wirklich daraus lernen wollen, wachsen sollen, vielleicht sogar etwas beitragen wollen.

Lesen ist die Grundlage von allem inhaltlichen Lernen. Je mehr Übung jemand darin hat, umso größer der Wortschatz ist, umso schneller erschließt sich der Text und umso einfacher wird es Texte, beim Überfliegen nach dem tatsächlich relevanten, durchzusuchen und es auch zu finden.

Daraus ergibt sich auch, dass das Recherchieren immer besser gelingt, denn es bedeutet, dass wir lernen uns Fragen zu stellen. Fragen, die wir wirklich beantwortet haben wollen.

Wir lernen Metadaten und Schlagworte zu erkennen, nach ihnen zu suchen und dadurch unsere Suchergebnisse nach und nach zu verfeinern. Wenn wir Fragen stellen, bleiben wir beim Thema und schweifen nicht so sehr ab.

Selber denken gewinnt

Beim Auseinandersetzen mit den gefundenen Ergebnissen sollten wir nicht den Fehler machen, alles so hinzunehmen wie es dort steht. Howard Rheingold wird in Weinbergers Buch zitiert mit seinem Begriff der benötigten „Alphabetisierungskampagne„.

Er versteht darunter, dass wir angehalten sind kritisch zu hinterfragen, zu den Quellen vorzudringen und möglichst verschiedene Ansichten zu einem Thema zu Rate zu ziehen. Mit den neuen Medien wie Cloud-Diensten lernen virtuos umzugehen, Sharing als Grundlage für Wissensvernetzung wirklich zu nutzen und Zusammenarbeit im Wissenserwerb als selbstverständlichen Bestandteil des eigenen Lernens aktiv einzusetzen.

Und auch wenn es uns manchmal zutiefst auf die Nerven gehen mag, sollten wir konträr laufende Meinungen anhören, damit unseren „Spiegelsaal“ regelmäßig verlassen, da wir sonst nur von Gleichdenkenden umgeben sind.

Das macht das Lernen unbequem, doch wir entgehen damit der Gefahr blind zu werden für Seiten eines Themas, die eine hohe Relevanz haben und uns nicht so in den Kram passen.

Kritik zulassen und Unterschiede aushalten

Mit diesem Netzwerk des Wissens ist es inzwischen auch möglich zu allem und jeden seinen Senf hinzuzugeben. Das auch manche – in unseren Augen Spinner oder Trolle – zur Genüge machen. Doch das bedeutet auch, dass wir lernen müssen damit umzugehen wenn wir mehr Kritik ernten als uns lieb ist und mehr Unterschiede hinzunehmen.

Denn so ist sie nunmal unsere Welt. Komplex und widersprüchlich.

Vielfalt auskosten

Doch wer es schafft immer wieder über seinen Tellerrand hinaus zu schauen und vielleicht sogar mal von einem anderen Teller zu probieren, wird feststellen, dass es ungemein faszinierend sein kann, die Vielfalt auszukosten.

In diesem Sinne üben Sie diese Fähigkeiten:

  • Lesen Sie was das Zeug hält
  • lernen Sie Fragen zu stellen
  • und Ergebnisse kritisch zu beleuchten.

Tauchen Sie aus Ihrer Welt immer wieder mal heraus und lassen sich von der Vielfalt des Wissens und der Ansichten überraschen. Nehmen Sie teil und werden Sie ein Teil dieser neuen Wissenswelt!

Dies war der letzte Teil der kleinen Serie rund um die neue Wissenswelt.

Was schätzen Sie momentan als weitere wichtige Fähigkeit ein für diese neue Wissenswelt?

Was denkst du eigentlich wirklich?

Tausend GedankenIn letzter Zeit wird mir immer wieder bewusst, wie sehr unsere Gedanken doch zerstückelt sind. Es scheint so, als ob durch die allgemeine Beschleunigung auch unser Denken immer flüchtiger wird. Und damit leider oberflächlicher. Es wird zwar viel geredet, doch eher nachgeplappert als eigenes erzählt.

Dabei sind Sensationsmeldungen immer gern genommen. Etwas wo sich gut mit schimpfen, sich drüber aufregen und halbgares Halbwissen beisteuern lässt. Überspitzt ausgedrückt. Doch vielleicht leider näher an der Realität als wir das haben wollen.

Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Schon mal drüber nachgedacht?

Wann haben wir uns das letzte Mal wirklich die Zeit genommen und Dinge bis zum Ende gedacht? Wann haben wir uns wirklich unsere eigenen Gedanken gemacht und nicht nur die Meinungen anderer kommentiert?

Wann haben wir wirklich etwas für uns Neues gedacht? Sind einem Gedanken auf seinen verschlungenen und unbekannten Wegen nachgegangen?

Keine Zeit

Ja, ich weiß schon, wir haben alle keine Zeit. Es sind tausenderlei Sachen zu erledigen, die Kinder zu versorgen, im Job 100 % zu bringen und soziale Beziehungen sollten auch noch irgendwie gelebt werden. ist alles klar.

Und trotzdem, wollen wir wirklich ein Schnellzugleben führen, in dem nur noch Platz für plakative mediengesteuerte Eindrücke ist?

Möchten wir wirklich nicht mal wieder herausfinden, was wir selbst denken? Wirklich denken? Unser wirkliches, eigenes, sich selbst durch intensives Nachdenken geschaffenes Bild über die Dinge?

Schnell ist nicht gleich gut

Schnelligkeit ist nicht immer gut. Und manches lässt sich nur schwer beschleunigen. Mir über etwas klar zu werden, braucht Raum und Zeit. Doch wenn wir das tun, erobern wir uns einen Teil des Lebens zurück, der ganz wir sind. 3D statt plattes Wiederkäuen.

Wie oft sind wir unzufrieden, obwohl wir doch alles haben was materielle Dinge betrifft. Und auch Beziehungen machen uns schon lang nicht mehr so glücklich, wie zu anderen Zeiten. Selbstverwirklichung ist zwar ein Trend läuft jedoch immer öfter auf ein unverbindliches alles ausprobieren und sich für nichts wirklich entscheiden hinaus.

Voll oder leer?

So lässt sich ein ganzes Leben verbringen. Immer irgendwie beschäftigt sein, online sein, seinen Job machen, daheim rumwursteln, reisen. Das sieht oft von außen wie ein ausgefülltes Leben aus.

Doch ist es das wirklich?

Ist es nicht tatsächlich so, dass es zwar ein volles Leben ist, uns jedoch zunehmend leer erscheint? So ein diffuses „man müsste mal was ändern“ Gefühl uns begleitet und doch nie die Zeit bleibt, etwas in eine Veränderung zu bringen?

Und so gehen die Jahre ins Land.

Selber denken gewinnt

Wenn Ihnen jetzt beim Lesen schon etwas mulmig zu Mute ist, Ihnen das jetzt irgendwie gar nicht so passt, sie grantig werden, dann ist jetzt die beste Gelegenheit sich mal Zeit zum Nachdenken zu nehmen.

Einfach mal sitzen und denken. Oder gehen und denken. Allein. Nur Sie und Ihre Gedanken. Ohne Gespräche, Radio oder sonstiges Ablenkendes. Denken Sie die Dinge zu Ende. Hören Sie sich mal wieder selbst denken.

Bin dazu sehr an Ihren Gedanken interessiert. Wie erleben Sie das mit dem fragmentierten Denken?