Zwischenstand Woche 5 – Blogger goes Fastenzeit

Woche 5 unseres Fastenprojektes neigt sich dem Ende entgegen. Die meisten sind noch gut dabei und auch ich hab bis jetzt durchgehalten. Und es fällt mir inzwischen nicht mal mehr schwer zu verzichten.

Das ist eine Erfahrung die ich bis jetzt jedesmal beim Fasten gemacht habe, dass es einen Zeitpunkt gibt, an dem sich der Verzicht in Freude verwandelt. Vielleicht etwas blumig formuliert, doch für mich fühlt es sich genauso an. In diesem Erhöhen des Verzichts liegt das bewusste Wahrnehmen.

Unser Konsum ist häufig völlig abwesend von unseren Sinnen. Wir sind schon längst wieder beim nächsten Gedanken angelangt und nehmen gar nicht wahr, welchen Genuss wir gerade erleben könnten.

Im Verzichten wird dieses Bewusstsein wieder geschärft. Erst wenn uns etwas fehlt, nehmen wir das, was fehlt, als etwas wertvolles und wichtiges wahr. Erst im Verzicht erleben wir UNS wieder mehr. Jeder Verzicht, der uns anfangs schwer fällt stärkt unsere Selbstwirksamkeit. Unsere Fähigkeit uns als Schöpfer unseres täglichen Seins zu erleben.

Abhängigkeiten von etwas oder von jemandem aufzulösen stärkt uns. Immer. Es stärkt unser Gefühl, mit Widrigkeiten klar zu kommen. Dem Unvorhergesehen gelassen gegenüberzustehen. Kontrolle aufzugeben.

Sich selbst zu überwinden, Gewohnheiten aufzubrechen, im sanften Sinne. Nicht mit uns ins Gericht zu gehen, sondern unseren Willen zu lenken. Die Zeit des Verzichts als Gegenpol zur hektischen und vereinnahmenden Zeit. Diesen Unterschied als wertvoll zu begreifen und sich selbst als jemanden zu erfahren, der sich beidem hingeben kann: Dem Genuss und dem Verzicht.

Wir Menschen brauchen dieses Spannungsfeld um uns zu verorten. Leben passiert nicht in der Routine, sondern im Erfahren der Gegensätze. Genauso wie für unseren Körper Schwingungen Leben bedeuten. Herzschlag, Schlafen-Wachen, Arbeits-Rhythmus der inneren Organe. All das ist Leben. Gleichförmigkeit zeigt sich wenn es dem Ende entgegengeht.

Verzichten kann uns helfen diesen Lebensrhythmus wieder mehr ins Blickfeld und ins Bewusstsein zu rufen. Und damit unser Leben reicher machen.

Wie steht ihr zum Verzicht?

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