Wieso Pausen ein Jungbrunnen für deinen Geist sind und deine Produktivität ankurbeln

Wieso Pausen ein Jungbrunnen für deinen Geist sindWieso wir Pausen unbedingt brauchen und sie ein wichtiges Produktivitätstool sind

Darüber hast du dir noch nie Gedanken gemacht? Das solltest du aber. Denn die ständige Durcharbeiterei ohne Pausen ist einer der schlechtesten Gefallen den du dir nur tun kannst.

Schauen wir uns einen “normalen” Arbeitstag an. Wie oft versuchen wir auf Biegen und Brechen noch etwas schnell fertig zu bekommen. Wie oft arbeiten wir Mittags durch und essen neben dem Computer, weil wir sonst nicht fertig werden (denken wir).

Wie wenig Zeit nehmen wir uns auch daheim für eine bewusste Pause, die nicht sofort wieder mit Action gefüllt ist.

Pausen scheinen etwas Verpöntes geworden zu sein. Etwas, dass sich nur „faule Menschen“ leisten. Wer etwas schaffen will, der schreibt sich auf die Fahnen, möglich viel am Stück zu arbeiten.

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Wozu führt das?

Es führt dazu, dass wir immer schlechter werden in dem was wir tun. Wenn wir unserem Körper und unserem Geist keine Pause gönnen, dann erschöpfen wir unsere Kraft und unsere Konzentrationsfähgikeit.

Die meisten Fehler entstehend nicht morgens, wenn wir frisch sind. Sie entstehen dann wenn wir völlig ausgepowert sind und alles immer zäher wird. Und wie geraten wir in diesen Zustand? Indem wir keine Pausen machen.

Alles ist Rhythmus. Pausen sind Rhythmus

Unser Körper funktioniert nun mal in Rhythmen. Angefangen vom Blinzelrhythmus, über den Atemryhthmus, dem Blutdruck, die Aktivität der Organe oder auch den Hirnwellen. Alles passiert in einem Rhythmus.

Es gibt Anspannung und Entspannung. Keines ist wichtiger als das andere und auf keines kann verzichtet werden.

Wenn wir diesen Wechsel nicht mehr haben, zeigt das Herz eine Flatline und wir sind tot. Solange der Wechsel funktioniert, sind wir am Leben.

Natürlich ist das nicht immer der gleiche Rhythmus. Die Rhythmen passen sich an die Gegebenheiten an.

Wenn wir laufen, dann haben wir einen schnelleren Atemrhythmus und das Herz schlägt schneller. Doch es bleibt immer ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Allerdings auf einem höheren Level.

Wenn wir nun am Ziel angelangt sind und zu laufen aufhören, beginnt sich alles zu normalisieren und wir kehren zu unserer normalen Atem- und Herzfrequenz zurück.

Der Körper reguliert das ganz von allein. Wenn er die Chance dazu hat, weil wir in eine Ruhephase gehen. Eine Pause machen.

Ohne Pausen keine Erholung

Machen wir das nicht, dann hat der Körper keine Chance, diesen Ausgleich wieder herzustellen. Dann bleibt alles hochtourig. Ständig unter Strom zu stehen und soviel wie möglich am Stück erledigen zu wollen, führt in eine Daueranspannung, die ihren Tribut fordert.

Der Herzschlag wird sich auf Dauer nicht mehr in dem Maße beruhigen oder herunter gehen wenn ein ständiges Auspowern passiert. Auch in Ruhephasen bleibt dann der Puls hoch.

Das bedeutet, dass wir unseren Körper im negativen Sinne trainieren, sich ständig auf dieser hohen Anspannungswelle zu bewegen. Alles wird schneller verbraucht, wenn man so will, weil  die Anspannung dies erfordert.

Auf Dauer gesehen wird es dann auch immer schwieriger in die Ruhe zu kommen. Der Körper und das Hirn haben so sehr gelernt auf diesem ständig hohen Level zu operieren, so dass es das neue “Normal” ist und es oft nicht mehr funktioniert runter zukommen.

Perpetuum mobile im Kopf

Das sind die Phasen, in denen der Kopf nicht aufhört einen Gedanken nach dem anderen abzufeuern und wir überhaupt nicht wissen, wie wir das bremsen sollen. Wir nicht einschlafen oder durchschlafen können, weil unser Körper verlernt zu haben scheint, wie er sich entspannen kann.

All das sollte man nicht so weit kommen lassen. Es ist ein Prozess, der schwer ist wieder umzukehren.

Es lohnt in keinster Weise, sich selbst auf diese Weise zu stressen und letztlich zu verbrauchen und auszubrennen. Denn sind wir erst mal am Ausgebranntsein angelangt, kann es ewig dauern, dort wieder heraus zukommen.

Wehre den Anfängen!

Daher beuge vor. Mach regelmäßig Pausen. Hilf deinem Körper immer wieder dabei sich zu entspannen, genauso auch deinem Geist.

Und nein, Fernsehen ist keine Entspannung für den Geist. Dein Körper mag stranden auf der Couch und das dort liegen können mag eine körperliche Wohltat sein, doch wenn du dein Hirn weiter bombardierest mit Eindrücken, wenn es vom Tag schon genügend voll ist, wird das nicht helfen.

Im Gegenteil. Der Kopf kann nicht abschalten. Da er weiter unter massivem visuellen und auditivem Beschuss steht. Ständig neuer Input reinkommt durch die schnellen Bilder.

Viele Menschen versuchen durch das Fernsehen ihren Kopf und das was er denkt nicht mehr wahrnehmen zu müssen. Das ist jedoch auf Dauer keine Lösung, weil die Probleme die der Kopf wälzt, damit auch nicht kleiner werden.

Wenn du keine Pausen machst, nimmst du nicht wahr, wie es deinem Geist tatsächlich geht. Du verschiebst damit die Wahrnehmung, da sich das gedankliche immer wieder auf etwas anderes stürzen und versuchen immer noch eine Sache zu erledigen, dem Geist keine Chance bietet wenigstens einmal durchzuschnaufen.

Pausen sind ein Wundermittel

Auf der anderen Seite besitzt unser Gehirn die unglaubliche Fähigkeit sich in sehr kurzer Zeit zu regenerieren und zu rebooten wenn man so will.

Bereits 5 Minuten wahre Pause können Wunder wirken. Wunder wirken im Sinne eines Produktivitätsschubs oder einer Lösungsfindung.

Was versteht man denn unter einer wahren Pause?

Eine Pause in der man wirklich etwas anderes macht, als gerade eben.

Also nicht einfach vom PC Screen auf den Smartphone Screen wechseln. Nicht mit dem Kollegen in der Kaffeeküche über genau das gleiche Problem weiter sprechen, mit dem man gerade befasst war.

Eine wahre Pause umfasst einen körperlichen Wechsel. Vom Sitzen ins Stehen oder ein paar Schritte laufen. Arme schwingen, wenn man die ganze Zeit getippt hat. Mal richtig recken und strecken.

Sich auf den eigenen Körper zu konzentrieren ist eine der besten Pausenideen überhaupt. Wenn wir den Fokus vom Kopf weg, hin zu unserem Körper lenken, dann ist das der schnellste Weg für unser Gehirn abzuschalten.

Und genau das braucht es. Es braucht eine wirkliche Pause im Sinne der Inhaltsänderung. Kein Weitergrübeln oder beschäftigen mit der gleichen Sache.

Nimm die Signale wahr

Du solltest spätestens nach 90 Minuten eine wahre Pause einlegen.

Spätestens nach dieser Zeitspanne wird dein Gehirn eine Pause erzwingen. Das sind die Momente in denen man sich selbst ertappt, dass man in die Gegend starrt.

Das Gehirn hat die Pause erzwungen. Oft versuchen wir uns dann zusammenzureißen und wieder auf das Thema zu konzentrieren. Doch wir sollten genau das als Signal wahrnehmen, dass eine Pause bereits überfällig ist.

Eine sinnvolle Pause lässt sich mit wunderbaren und wichtigen Dingen füllen: z.B. ein großes Glas Wasser zu trinken, sich zu dehnen, 5 Minuten ins Grüne zu schauen. All das bringt uns in unseren Körper und gönnt dem Gehirn die notwendige Atempause.

Pausen Call

Leider erinnern wir uns oft erst viel zu spät daran, dass wir ja eigentlich eine Pause hätten machen sollen. Das bedeutet, es ist eine gute Idee, sich Erinnerungssysteme an diese Pausen zu schaffen.

Das kann eine Erinnerung im Handy sein, die nach 90 Minuten losgeht oder auch am Rechner oder auch ein ganz banaler Küchenwecker, wenn du im 60 Minuten Rhythmus eine Pause machen möchtest.

Hauptsache, wir werden an die Pause erinnert. Durch diese Erinnerungen nehmen wir auch wieder wahr, wie schnell für uns die Zeit verfliegt. Meist haben wir viel weniger geschafft als wir gedacht hatten.

Wir nehmen auch wieder wahr, wo wir die Tendenz haben, Zeit zu vertrödeln, nicht vorwärts zu kommen oder uns immer wieder ablenken zu lassen,

Wenn wir das konsequent durchziehen und wirklich regelmäßig diese kleinen Pausen machen, kann das immens dazu beitragen, dass wir uns insgesamt nicht so sehr erschöpfen.

Wir erschöpfen ja nicht nur, weil eine Arbeit so schwierig ist oder so stressig, das gleiche kann auch eintreten wenn die Tätigkeit sehr monoton ist. Wir brauchen diese Unterbrechungen in jedem Fall.

Wenn du das nun mit den Pomodoro vom letzen Mal kombinierst, hast du die Möglichkeit, erstens wieder lernen zu fokussieren und bei einem Thema für eine gewisse Zeitspanne zu bleiben und zum anderen kannst du durch regelmäßige Pausen der Erschöpfung vorbeugen.

Wer wenig Zeit hat MUSS Pausen machen

Natürlich gibt es Tage, an denen alles aus dem Ruder zu laufen scheint oder ein wichtiger Auftrag fertig gestellt werden muss, dass man es kaum schafft sich auch nur ein Minütchen Pause abzuringen.

Doch genau dann, wenn es richtig stressig ist, braucht man diese kleinen Momente ganz besonders. An einem extrem stressigen Tag mit wenig Pausen ist die Frage, wie kann abends ein guter Ausgleich geschaffen werden.

Was ist wirklich gute und gesunde Entspannung? Ein Spaziergang kann hier das Mittel der Wahl sein, bevor man nach einem schweren Essen direkt auf der Couch landet.

Sich beim Gehen bewusst zu sein über jeden Schritt den man macht, die Umgebung bewusst zu betrachten, dem Gehirn etwas anders anzubieten, damit es sich in guter Weise von der Tagesanspannung lösen kann.

Zu gehen, kann dabei unterstützen Emotionen aus sich heraus zu laufen.

Wir merken oft kaum, was wir für eine Anspannung tagsüber aufbauen und welche Emotionen wie Ärger und Groll in uns noch arbeiten. Das beste Loslassmittel für all das, ist körperliche Bewegung.

Betrachte größere Zeiträume

Wenn du eine besonders stressige Woche hinter dir hattest, betrachte die ganzen Tage und plan bewusst entspannende Ereignisse am Wochenende ein. Stopf dein Wochenende nicht gleich wieder voll mit allen möglichen Besuchen oder Freizeit Aktivitäten.

Schau bewusst auf Dinge, die du nur für dich machen kannst, Zeitphasen in denen du ruhig sein kannst, vielleicht auch Schlaf nachholen und dir diese Entspannung ganz bewusst nehmen kannst.

Gehst du schlussendlich in den gesamten Jahreskreis, kannst du hier genauso Zeiten der Anspannung mit besonderem Stress feststellen. Diesen sollten wiederum bewusst geplante Zeiten folgen, die ruhiger verlaufen. In denen weniger Hektik herrscht, mehr Raum für dich ist und die keinesfalls nur auf die wenigen Wochen des Urlaubs reduziert sind.

Denn dein Urlaub kann erst dann wirklich erholsam werden, wenn du nicht vollkommen ausgepowert bist, wenn du ihn antrittst. Dann ist es schwer den Rahmen für wirkliche Regeneration zu schaffen.

Probieren geht über Studieren ;)

Es mag nicht so einfach sein, das Konzept Pausen im Leben zu verankern, doch es ist eines der wichtigsten und gleichzeitig einfachsten Mittel die du hast, um Erschöpfung vorzubeugen und dich damit vor einem Burnout ein Stück mehr schützen zu können.

Starte mit kurzen Pausen und halte diese konsequent ein. Du wirst in kurzer Zeit merken, was dir das bringt!


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Wieso deine Gedanken darüber entscheiden wie produktiv du bist und was du tun kannst um deine Produktivität zu verdoppeln

Wieso deine Gedanken darüber entscheiden wie produktiv du bist und was du tun kannst um deine Produktivität zu verdoppelnNachdem wir uns in den letzten Wochen so viel über äußere und innere Ordnung unterhalten haben, wenden wir uns jetzt mal dem praktischen Umsetzen zu.

Wer möchte nicht gern produktiver sein in seiner täglichen Arbeit? Wer hätte nicht gern am Abend mehr geschafft als er dachte und kann die todo-Liste wegwerfen, weil alles ausgestrichen ist?

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Doch wie wird man wirklich produktiver?

Es gibt soviel verschiedene Bücher über Zeitmanagement und Blogs über productivity hacks haben tausende von Anhängern. Vielleicht hast du auch schon einige Seminare besucht und viel darüber gelesen.

Und? Bist du produktiver? Hast du tatsächlich deinen Tag im Griff oder ist es eher umgekehrt?

Wie steigert man denn nun seine Produktivität?

Vielleicht hast auch gar keine Lust, den 597. Tipp zur Produktivität zu lesen, der dich garantiert produktiver machen wird. Keine Angst, das wirst du hier auch nicht finden. But wait, wollten wir nicht praktischer werden?

Ja, das wollten wir und ich verrate dir ein Geheimnis: Das was du tust, ist das was zählt. Daraus ergibt sich, ob du am Ende des Tages produktiv warst oder nicht. Das was du tust, zählt.

Jetzt kommt die Preisfrage:

Was tust du eigentlich den ganzen Tag? Und was bringt dich dazu dieses zu tun und jenes zu lassen?

Gut, gut, damit bewegen wir uns in die genau richtige Richtung. Denn schließlich machen deine Hände doch das was du willst, oder?

Wenn du dich selbst dabei ertappst, wie du ewig in Facebook scrollst oder mit der Maus bei Pinterest die tollsten Sachen anklickst, dann wirst du das ja wohl wollen, oder?

Schließlich tun deine Hände etwas. Und deine Hände machen doch das was du willst, oder nicht?

Das was du tust, ist das was du willst. Oder…?

Das bedeutet, dass alles was wir den lieben langen Tag so tun, ob es produktiv ist oder nicht, etwas ist, was wir wollen und entschieden haben. Die Frage ist nur, ob wir diese Entscheidung auch bewusst mitbekommen haben oder ob es da Programme in uns gibt, die das für uns automatisiert übernehmen.

Wieder einmal sind wir beim Thema Wahrnehmen und Beobachten gelandet. Nur wenn du siehst was du tust, weißt du auch, was du gewollt hast, um das mal so auszudrücken.

Gehen wir noch einen Schritt weiter und eine Stufe höher: Wieso machen Menschen etwas?

Du hast bestimmt schon mal gehört, aus welchen Gründen eine Motivation zum Handeln entsteht. Wir wollen entweder Schmerz vermeiden oder Freude suchen. That’s it.

Diese beiden Gründe gibt es, die uns dazu bringen etwas zu tun oder nichts zu tun, was ebenso eine Entscheidung ist.

Welche Gründe setzen sich durch?

Dabei sollte man noch im Kopf behalten, dass einer der beiden Gründe eine zeitlich stärkere Zugwirkung hat. Wenn wir kurzfristigen Schmerz vermeiden können, dann wird das Vorrang haben gegenüber Freude zu gewinnen.

Diese Kurzfristigkeit kann uns in allen möglichen Situationen ein Bein stellen. Nehmen wir an, du hast dir vorgenommen, endlich diesen Bericht fertig zustellen damit du das Projekt einreichen kannst.

Wenn es ein Bericht ist, der dich buchstäblich den letzten Nerv kostet und es wirklich schwierig ist ihn zu erstellen, weil du vieles davon erst recherchieren musst und du auch nicht genau weißt, wie du ihn am besten formulieren sollst, dann hat der Bericht große Chancen immer wieder aufgeschoben zu werden.

Warum?

Nun, das ist einfach erklärt. Du wirst keine Freude verspüren, dich jetzt mit diesem Bericht auseinander setzen zu müssen. Es verunsichert dich vielleicht, weil du nicht genau weißt, wo du alle Informationen her bekommst, du fühlst dich unwohl, weil du kein klares Ergebnis vor Augen hast, es ist so vieles unbekannt und neu daran.

Möglicherweise schwant dir, was ich als nächstes sagen werden. Und du hast recht, denn es geht wieder mal um die unangenehmen Gefühle, mit denen wir lernen müssen zu koexistieren.

Was liegt wirklich hinter unseren Entscheidungen?

Dass wir diesen Bericht immer und immer wieder aufschieben, liegt nicht daran, dass wir nicht in der Lage wären ihn zu verfassen, es liegt daran, dass wir uns unwohl fühlen – eben diese ganze Palette an unangenehmen Gefühlen haben – und diese unbedingt vermeiden wollen.

Da ist es doch viel einfacher, jetzt noch an einer Präsentation rumzubasteln und die Bilder noch einen Zentimeter weiter nach rechts zu schieben, weil das möglicherweise besser aussieht. Alles, nur nicht an dem Bericht arbeiten. Alles andere, nur damit wir uns nicht unwohl fühlen.

Wie knackt man diese Nuss?

Sie wird zum einen oft dadurch geknackt, dass ein Abgabetermin näher und näher rückt. Dieser Termin bedeutet durch sein Näherrücken einen immer größer werdenden Schmerz. Denn wenn wir nicht fristgerecht abgeben, wird unser Projekt nicht berücksichtigt oder es gibt einen Anschiss vom Vorgesetzten.

Das führt dazu, dass wir auf den letzten Drücker ins Handeln kommen und die Nacht – wenn es sein muss – durcharbeiten, damit dieser Bericht endlich fertig wird.

Das führt zwar möglicherweise zum Erfolg – wir können den Bericht abgeben – doch unter Garantie war das nicht unsere beste Arbeit und der Stress den wir uns mit dem Durcharbeiten zum Schluss angetan haben, schadet uns auch.

Wenn man das aus einer Beobachterposition heraus betrachtet wird klar, dass hier ein Schmerz immer größer geworden ist. Die Konsequenzen aus dem Nichtabgeben des Berichts wurden schmerzlicher, als es das Arbeiten am Bericht gewesen ist.

Wir schaden uns selbst

So kann man das natürlich machen. Manche Menschen funktionieren ihr ganzes Arbeitsleben nach diesem Modus. Unangenehmes, Neues, Ungewohntes wird aufgeschoben bis der Schmerz des Nichtmachens durch Termine größer wird, als sich endlich dranzusetzen.

Doch ich will nochmal an dieser Stelle betonen, was das für uns für Konsequenzen hat:

  • Wir liefern mit der Hudlerei zum Schluss in keinster Weise unsere beste Arbeit ab.
  • Wir stehen die ganze Zeit ständig unter dem Gefühl, dass wir das endlich angehen müssten und haben ein schlechtes Gewissen.
  • Wir setzen uns unter ungeheuren Stress, wenn wir schlussendlich versuchen, der Sache Herr zu werden.

Und dieses ganze Spiel wiederholt sich. Rinse and repeat. Wie gesagt, kann man alles machen. Doch wirklich Spaß macht das nicht und zufrieden auch nicht.

Wie lässt sich das nun angehen?

Es ist – wie so oft – einfach und schwer zu gleich.

Einfach deshalb, weil die Lösung ganz klar lautet: Möglichst wenig aufschieben und früh genug beginnen. Dadurch lassen sich alle drei negativen Konsequenzen ausschalten. Wir liefern eine weitaus bessere Arbeit ab, wir haben kein schlechtes Gewissen und wir stressen uns nicht unnötig.

Gut, warum tun wir es dann nicht einfach?

Weil es eben zur gleichen Zeit schwer ist. Obwohl es nur am Anfang zäh sein kann und dann ändert sich das. Das ist das Magische am ins Handeln kommen, wie wir schon an anderer Stelle festgestellt haben.

Was uns so schwer fällt, ist der Reflex, unangenehme Gefühle vermeiden zu wollen. Diesen Reflex gilt es zu erkennen und dann eine andere Richtung einzuschlagen.

Was braucht es, damit wir produktiv werden können?

Es braucht dazu eine innere Haltung die auf die drei Maximen von oben ausgerichtet ist:

  • wir wollen gute Arbeit leisten
  • wir wollen uns nicht mit einem schlechten Gewissen belasten undd
  • wir wollen uns nicht unter Stress setzen.

Was können wir aus dieser Haltung heraus anders machen?

Nehmen wir den Bericht als Beispiel. Wir wissen wann der Bericht abzugeben ist. Das ist ein klar fixiertes Datum. Dann brauchen wir als nächstes nur unseren ganzen unangenehmen Gefühlen und Gedanken zu folgen. Denn im Problem liegt die Lösung.

Welche Fragen stellen wir uns zu diesem Bericht? Wie denken wir über ihn? Vielleicht taucht da so etwas aus: “ich hab keine Ahnung wie der Bericht aussehen soll.” “Wie lang der wohl sein soll?” “ Ich kann einfach nicht gut schreiben.” usw. usw.

Jeder dieser Sätze gibt uns genügend Anhaltspunkte, wie wir uns der Lösung nähern können. Der erste Punkt “ich habe keine Ahnung wie der Bericht aussehen soll.” Kann uns als Ansatz dienen, genau das zu klären.

Wen können wir fragen, welche Form der Bericht haben sollte? Was er umfassen sollte? Wo können wir recherchieren? Kann ich evtl. Rücksprache mit dem Auftraggeber halten?

Wenn es niemanden gibt, den ich fragen kann, dann kann ich selbst beginnen, den Bericht in seinen Einzelteilen zu skizzieren. Welche Punkte sollten alle erwähnt werden? Wie kann der Anfang aussehen? Was sollte man am Schluss zusammenfassen? Wie könnte ein Deckblatt gestaltet sein?

Im Problem liegt die Lösung.

Anhand dieser Fragen wird ersichtlich, dass ein Ding immer aus verschiedenen Teilen besteht. Wenn ich mir das große Ganze nicht vorstellen kann, dann kann ich beginnen die Einzelteile zu benennen und mit diesen anzufangen. So lässt sich das große Ganze Stück für Stück zusammensetzen.

Ich kann einen ersten groben Entwurf anfertigen und dann wiederum das Gespräch suchen um Feedback zu bekommen. Wenn ich nur mich als Feedbackgeber habe, kann ich immer nach verschiedenen Varianten Ausschau halten. Es gibt nie nur eine Art eine Sache zu erledigen, es wird immer verschiedene Vorgehensweisen geben und so kann ich mir selbst eine Auswahl schaffen und diese immer wieder verfeinern.

Wir wachsen daran, wenn wir etwas tun.

Das Beginnen und Anfangen ist der Schlüssel dazu, dass wir etwas verbessern können. Wenn wir gar nicht beginnen, gibt es nichts, was wir als Ausgangsmaterial haben, um Verbesserungen vorzunehmen.

Ein weiterer Punkt an innerer Haltung ist der Perfektionismuswahn. Wenn es nicht gleich perfekt wird, dann ist es nichts. Da wird sehr schnell die Flinte ins Korn geworfen, wenn sich das gute Gefühl nicht schon nach der ersten Stunde Arbeit einstellt.

Was denken wir über uns?

Solange wir unseren inneren Wert, an Beurteilungen von außen hängen, haben wir verloren. Wir müssen lernen uns zuzugestehen, dass es immer miese erste Entwürfe gibt. Wir fangen an und wir werden besser. Wenn wir nicht anfangen, können wir nicht besser werden. Im englischen gibt es bei Autoren den Ausdruck: Shitty first drafts include the gold of the book.

Gut, kehren wir zu unserem Ausgangspunkt zurück. Wir haben gesehen, dass unsere Gedanken zu einem Projekt uns genau die Lösungswege aufzeigen können, die wir brauchen, um das Projekt anzugehen.

Wenn wir – wie oben als Beispiel geschrieben – über uns denken “ich kann einfach nicht schreiben”, dann ist das eine Bewertung die wir da über uns abgeben, die garantiert nicht stimmt. Denn wir können schreiben. Die Frage ist nur, was dir an deiner Art zu schreiben nicht gefällt oder gut genug erscheint.

Wenn du dich für einen Moment vom Vergleichen mit anderen verabschieden kannst, und emotionslos auf deine Schreibe schaust, kannst du dir Fragen stellen wie: “Was genau denke ich, könnte man hier besser machen?” “Woran würde ich erkennen, dass ich besser geschrieben hätte als sonst?”

Wo genau kannst du ansetzen?

Mach dir die Fakten bewusst. Die Lücken und Mängel die du wahrnimmst (und nur zu oft negativ beurteilst über dich) stellen wieder mal die Lösung dar.

Wenn es dir nicht gefällt wie du schreibst und es jedoch zu deinen Aufgaben gehört, dann überlege dir Strategien wie du besser werden kannst darin. Was genau kannst du tun? Wie kannst du dich evtl. weiterbilden? Wie könntest du üben? Wo kannst du dir Tipps und Feedback holen?

Nimm das was dir auffällt und dreh es in die Ressourcen Richtung. Was genau sollte sich ändern und wie kann das geschehen?

Mit diesen Fragen bist du auf der Wachstumsdenke angelangt. Du verabschiedest dich damit von einem selbst anklagenden Jammern, Steckenbleiben und Aufschieben und gehst auf eine spannende Reise, auf der du wachsen kannst, vieles lernen und besser wirst in dem was du tust.

Um das hinzukriegen brauchst es die innere Haltung dazu. Es ist eine Entscheidung sich auf diesen Weg zu begeben. Triffst du sie, wirst du automatisch produktiver werden. Das ist quasi gar nicht anders möglich. Du räumst damit automatisch Verhaltensweisen aus dem Weg, die dich immer eingebremst und gehindert haben.

Ein Meister werden

Gestehe dir zu, eine Lernende und ein Lernender zu sein. Es gibt im ZEN einen wunderbaren Spruch, den ich dir zum Schluss mitgeben möchte:

Ein Meister, ist ein Schüler, der übt.

Und nicht ein Schüler, der aufschiebt, vertrödelt und sich unangenehmen Situationen nicht stellen mag.

Ein Meister, ist ein Schüler, der übt.

Think about it and act on it.


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Kurse im April und Mai 2018

Learn and growDer Frühling naht mit großen Schritten und passend zu diesem Aufbruch gibt es wieder neue Kurse der WissensAgentur.

Im April und Mai 2018 finden folgende Workshops statt:

mailchimp monkeyJeder der regelmäßig Newsletter und Informationen an eine Reihe von Kontakten schicken möchte, MUSS einen Newsletter-Anbieter haben.

Zu oft seh ich immer noch Firmen, die Massenemails über Outlook versenden und keine Ahnung haben, dass sie damit ihre firmeneigene eMail-Adresse hochgradig gefährden. Wer mal auf blacklists gelandet ist, wird nirgends mehr zugestellt und kommt dort auch selten bis gar nicht wieder runter.

Wieso sich das antun, wenn es eine Alternative gibt? Mit Mailchimp lassen sich kostenfrei an bis zu 2.000 (!) Kontakte Newsletter verschicken. Auch nach der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) lässt sich Mailchimp einsetzen.

Der Dienst ist zwar englisch-sprachig, aber sehr einfach und intuitiv zu bedienen. Inzwischen können damit sogar automatisierte eMail-Serien kostenfrei verschickt werden! Das bietet kein anderer Dienst im Moment. Alles zum Inhalt und Ablauf des Kurses, sowie die Anmeldung, gibt es hier zum Nachlesen: Mailchimp-Workshop am 10. April 2018

Facebook ändert ja nun wirklich alle naselang etwas an seinen Funktionalitäten. Mittlerweise ist es tatsächlich nicht mehr so einfach als Firma in Facebook Sichtbarkeit zu erzeugen. Erst dieses Jahr wurde der Algorythmus nochmal geändert und als Folge davon ist die Reichweite von Fan-Pages auf unter 10 % gesunken.

Soll man sich das dann überhaupt noch antun? Macht das Sinn für mich als UnternehmerIn Zeit und vielleicht auch Geld in Facebook zu investieren? Die Zeiten haben sich geändert, das stimmt. Doch das heißt nicht, dass man nicht trotzdem noch dieses große Netzwerk für sich nutzen kann.

Darum geht’s in diesem Workshop. Wie sich Facebook für Unternehmen weiter sinnvoll einsetzen lässt. Alles zum Inhalt und Ablauf des Kurses, sowie die Anmeldung, gibt es hier zum Nachlesen: Facebook für Unternehmen am 17. April 2018

Das mit dem täglichen Wahnsinn im Büro ist nicht nur nervig, sondern macht uns auf Dauer auch krank. Wenn wir ständig das Gefühl haben von Chaos umgeben zu sein, eine kilometerlange Todo-Liste abhandeln zu müssen und einfach nicht mehr hinterher zu kommen, dann wird es höchste Zeit etwas zu ändern.

Diese Art von Stress ist eine Einbahnstraße die in Erschöpfung und im schlimmsten Fall Burnout führt. Da wir ja alle so leistungsorientiert sind und uns selten Schwächen zugestehen, wird auf Biegen und Brechen versucht, alle Teller in der Lust zu halten.

Doch damit ist niemandem gedient. Unsere Kunden können wir am besten betreuen, wenn wir fit, gut gelaunt und organisiert sind. Dann wächst die Zufriedenheit und auch unser Bankkonto. Denn unser Geschäft ist dazu gedacht, unser Leben zu finanzieren und nicht uns kaputt zu machen.

Wie sich das bewerkstelligen lässt und wie man sich mit gezieltem Selbstmanagement so auf die Reihe kriegt, dass endlich wieder Freude ins Arbeitsleben einkehrt, darum geht’s in diesem zweiteiligen Workshop. Alles zum Inhalt und Ablauf des Kurses, sowie die Anmeldung, gibt es hier zum Nachlesen: Selbstmanagement und Organisation am 15. und 22. Mai 2018

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Mach dir das Leben leichter und lerne was dir weiterhilft. Ich freu mich, wenn es einer meiner Kurse ist, die dir ein Vorwärtskommen ermöglichen!

Workshop – Klar Schiff machen und endlich wieder den Durchblick im Büro!

Der Januar ist nun auch schon bald wieder rum. Hat dich der Alltagstrott schon wieder eingefangen? Falls ja, mach dir keinen Kopf, das ist ganz normal.

Dieses Jahr wird alles anders

Doch vielleicht magst du dieses Jahr tatsächlich was ändern. Auftauchen aus dem Chaos im Büro und klar Schiff machen. Dir einen Überblick verschaffen und eine Struktur, mit der du richtig was gebacken kriegst. Aus der Überforderung raus und dich von der kilometerlagen ToDo-Liste verabschieden.

Wie lang noch warten?

Mich erschreckt es immer wieder, wie lang Menschen sich selbst dabei zuschauen im stressigen Trott festzustecken. Die Erschöpfung wird von Jahr zu Jahr größer, genauso wie die Gesundheit immer schlechter wird.

Daher freut es mich wie nix anderes, wenn sich der Spieß umdrehen lässt und sich endlich alles zum Guten wendet. So wie Susanne mir das vor ein paar Tagen geschrieben hat:

Feedback Workshop Bürokaizen Selbstmanagement

Genau dafür lebe ich. Das ist das größte Geschenk, das ich bekommen kann. Wenn ich miterlebe, wie sich das Leben einer Teilnehmerin, eines Teilnehmers so sehr zum Guten wendet.

Willst du das auch haben? Na, dann hab ich was für dich!

Seminar Selbstmanagement

Wenn du gleich richtig anpacken willst, dann mach mit beim Seminar Selbstmanagement am 15. und 22. Februar 2017 jeweils von 18 – 21 Uhr in der VHS Passau. Schau in die Seminarbeschreibung rein und meld dich gleich an.

Hol dir dein Leben zurück!