Rezension – Think Content! von Miriam Löffler

Think Content! - Miriam LöfflerContent ist DAS Buzz Word der letzten Jahre. Es ist wohl inzwischen fast überall hin durchgedrungen, dass die Inhalte das Web ausmachen. Im gleichen Atemzug ist eine Vielzahl von Büchern veröffentlicht worden, die sich das Thema Content zur Brust genommen haben. Was unterscheidet nun Think Content! von all diesen Werken?

Kennt man das nicht alles schon?

Hat man das nicht alles schon gelesen? Ja und nein. Ja, im Sinne von es gibt die meisten der Informationen dieses Buches verstreut auf Blogs, Whitepapers, Bücher. Und nein, denn diese umfassende Zusammenstellung ist die komplette Straßenkarte inkl. Navigationsgerät zum Thema Content.

Das ist nicht zu viel versprochen, denn was dieses Buch am besten kann, ist den großen Überblick mit sofort praktisch umsetzbaren Aufgaben zu verbinden und das auch noch in einer äußerst sinnvollen Reihenfolge.

Content-Strategie ist die Eingabe des Zielortes

Wo beginnen lautet oft die Frage, wenn es um Content geht. Und das Buch beginnt mit dem Kapitel Contentstrategie. Darin findet sich die Anleitung zu einem Content-Audit, das für Experten und Laien gleichermaßen einen Leitfaden bietet, den Sie direkt sofort abarbeiten können. Entweder um bestehende Webseiten zu analysieren und neu auszurichten oder um ganz von vorne anzufangen.

Sie lernen außerdem in diesem Kapitel Vorgehensweisen zur Content Planung kennen und wie sich ein Content Workshop mit verschiedenen Abteilungen durchführen lässt. Der Content-Produktion ist ein weiteres Kapitel gewidmet. Und hierin werden spätestens all denjenigen die Zähne gezogen, die immer noch denken, ach das bißchen texten das läuft doch irgendwie mit.

Content-Marketing das Planen der Route

Im 2. Teil – Content Marketing – wird das Augenmerk auf das Finden der Zielgruppe gelegt. Etwas das immer noch unterschätzt wird. Sie müssen in die Köpfe und Herzen Ihrer Zielgruppe eintauchen um zu verstehen, was und mit welchen Worten auf fruchtbaren Boden fallen wird, sprich gelesen und geteilt wird.

Storytelling ist schon ganz schön abgenudelt, doch ohne gute Geschichten in denen wertvoller Content eingebettet ist, gewinnt man auch zukünftig keinen Blumentopf.

Content haben ist nun das eine und ihn unter die Leute bringen das andere. Auch dafür werden Sie an die Hand genommen und können den angebotenen Straßen und WEgen einfach folgen um die für Sie optimale Strecke beim Content-Marketing zu finden. Gespickt mit vielen Beispielen und konkreten Vorschlägen ist dieser Teil des Buches das wertvolle Herzstück.

Content-Texte sind das Gepäck für die Reise

Der 3. Teil befasst sich mit dem Thema Webtexten. Dass es irgendwie anderes ist, als das Texten für eine Broschüre ist meistens klar, doch wie genau es dann auszusehen hat schon viel weniger. Doch hier kommt Licht ins Dunkel. Mit dem Beginn des Text-Briefings führt uns die Reise tief ins Wissen und Anwenden von Texter-Regeln. Zahlreiche Tools werden vorgestellt die die Arbeit erleichtern.

Aufgedröselt in Bereiche wie Texte für eCommerce, Online PR und weitere findet wohl jeder etwas, das gerade in der eigenen Firma dran ist. Wie auch in allen anderen Kapiteln sind hier wertvolle Checklisten beigefügt, die sicherstellen, dass nichts wichtiges vergessen wird.

Fazit: Think Content!

Selten gibt es zu einem Thema so etwas wie ein Kompendium, das für Einsteiger und Experten gleichermaßen wertvoll ist. Think Content! ist für mich das Werk, das ich am liebsten mit den Worten weiterempfehle:

Das ist DIE Content-Bibel! Lies es, setze es um und du hast alles was du brauchst.

Warum Frauen und Männer anders einkaufen – Fachvortrag Gendermarketing

Warum Frauen und Männer anders einkaufen - Gendermarketing
Warum Frauen und Männer anders einkaufen – Gendermarketing

„Fünfzig Prozent bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist.“
(Henry Ford)

Wenn Sie selbst auch um Kunden werben, ist die große Preisfrage, wie lässt sich das Verhältnis aus dem obigen Zitat verbessern? Wie können Sie Ihre KundInnen besser und zielgerichteter erreichen?

Unterschiede in der Wahrnehmung

Frauen kaufen anders ein. Männern auch. Die Kriterien nach denen ein Gut oder eine Dienstleistung ausgewählt wird, das Kommunikationsverhalten und die aufgewendete Zeit sind zum großen Teil sehr unterschiedlich bei Männlein und Weiblein. Dieses Wissen lohnt ein Überdenken bei der Gestaltung von Werbung sowie Internetseiten und Portalen.

Wussten Sie…

…dass Männer und Frauen unterschiedliche Entscheidungsverläufe beim Einkaufen haben?
…wieso Verkaufsgespräche je nach weiblichen oder männlichen Kunden anders verlaufen?
…dass viel Werbung die an Frauen gerichtet ist, vollkommen an ihnen vorbeizielt?

Wenn Sie als Werbetreibende/r Frauen und/oder Männer erreichen wollen, ist es gut zu wissen, dass dafür Ihre Werbung unterschiedlichen Anforderungen genügen sollte.

Leider wird das in den wenigsten Kampagnen berücksichtigt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass eine große Chance darin liegt, sich mit diesen Unterschieden zu beschäftigen und sie zu beachten. Seit einigen Jahren gibt es zum Thema Gendermarketing interessante Forschungen.

Der Praxisvortrag richtet sich an alle

  • die wissen wollen, welche Art von Werbung für Frauen oder Männer geeignet ist
  • die ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen besser bewerben wollen
  • die sich für die Hintergründe interessieren die Gendermarketing so spannend machen

In diesem informativen und witzigen Vortrag wird Ihnen das Thema mit anschaulichen Beispielen erläutert und dient zur Sensibilisierung und Wahrnehmung der verschiedenen Entscheidungskriterien bei Mann und Frau.

Sie sehen anhand verschiedenster Beispiele, wie unterschiedlich Werbung für Männer und Frauen funktioniert. Welche Entscheidungskriterien je Geschlecht bei einem Kaufprozess eine Rolle spielen und wie verschieden Verkaufsgespräche ablaufen.

Fachvortrag Gendermarketing

Wann: 18. September 2013 von 19 – 20:30 Uhr

Wo: Weisses Haus der Hacker Feinmechanik, Wildenforster Str. 6, 94560 Neuhausen-Offenberg

Wieviel: 20 € für den Fachvortrag sowie einer ausführlichen Link- und Literaturliste

Anmeldung: per Mail an info@wissensagentur.net 

Seien Sie dabei und informieren Sie sich über die spannende Welt des Gendermarketings! 

Social Media im Handwerk – Wie fängt man das am besten an?

Handwerk und Social Media. Da prallen im ersten Moment Tradition und moderne Welt aufeinander. Dass es ohne Webseite inzwischen nicht mehr geht und Anfragen per eMail reinkommen, daran hat man sich ja schon gewöhnt.

Doch braucht ein Handwerksbetrieb wirklich eine Fanseite bei facebook? Macht es für einen regionalen Betrieb Sinn sich in diesen sozialen Netzen zu engagieren, wer sollte das machen und was soll ich da schreiben? Liest das überhaupt jemand oder ist das nicht Zeitverschwendung?

Mit all diesen Fragen wurde ich in Vorträgen immer wieder konfrontiert. Was tun?

Wie wäre es, wenn sich aus diesen Einzelteilen eine fruchtbare Verbindung schaffen ließe?

Eine Verbindung schaffen, die das beste aus beiden Welten miteinander kombiniert. Genau diesen Gedanken hatten auch die Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH). Mit viel Engagement und tatkräftiger Unterstützung der VHS Business in Landshut wurde aus der Idee „sowas wie eine Schule für dieses Internetzeug“ der Lehrgang „Social Media Marketing für Frauen„.

Der ungeheuren Fleißarbeit von Karin Stieg, der Projektleitung VHS Business, und ihrer Assistentin Verena Zellner ist es zu verdanken, dass für dieses Projekt eine EU-Förderung zustande kam. Dieser spezielle Topf fördert besonders Frauen im Beruf und übernimmt einen Teil der Lehrgangskosten.

Mit einem von mir entwickelten Konzept, technischer Unterstützung von meinem Webmaster Martin Unverdorben und der Marketingfachfrau Birgit John für den Unterrichtsteil des klassischen Marketings, sind wir Anfang März gestartet.

16 Frauen aus verschiedensten Betrieben (Elektro, Sanitär, Holzbau, Bäckerei, Schreibwaren, Motorrad, Zahnarztpraxis und einige mehr) saßen voller Erwartung im EDV-Raum vor mir. Und sie hatten keine Ahnung, was da so alles auf sie zukommt ;-)

Der zeitliche Ablauf

Im Verlauf von sechs Monaten und insgesamt 10 Präsenz-Unterrichtstagen haben wir uns zunächst mit dem Aufbau eines Konzepts für einen Firmenblog beschäftigt, sind mit einem Mediaplan für die Strategie gestartet und haben uns nach und nach in diesem ganzen Social Media Zirkus umgesehen.

Zwischen den Kurstagen gab es Wochenhausaufgaben, denn ohne stetes Dranbleiben und in den Arbeitsalltag integrieren wird das einfach nix.

Die Damen hatten es nicht leicht mit mir und haben öfter mal über die Fülle an Aufgaben gestöhnt, doch die Ergebnisse sind einfach nur klasse. Es war eine Freude mit ihnen zu arbeiten und diese Unterrichtstage waren für mich die Highlights.

Was unterscheidet unser Konzept von anderen Social Media Lehrgängen?

Nun, da gibt es mehrere Punkte:

  • Zum einen wird bei uns sehr bodenständig alles mit klassischem Marketing verknüpft.
  • Viele der anderen Kurse finden nur online statt und unsere Erfahrung zeigt jedoch ganz klar, wie wichtig dieser eine Tag im Monat ist, an dem man tatsächlich zusammenkommt und sich austauschen kann. Das war ungemein wertvoll für alle.
  • Es ist Raum da, alles in Ruhe auszuprobieren und testen zu können. Wer sich bis dato nicht viel mit den sozialen Medien und Internetpublishing beschäftigt hat, fühlt sich unsicher in dieser Onlinewelt. Und daher muss man das wirklich lernen dürfen. In einem geschützten Rahmen.
  • Außerdem dauert unser Kurs mindestens 6 Monate. Was bedeutet, alle TeilnehmerInnen unterliegen dem sanften Zwang ihre Hausaufgaben zu machen und sich daher über den ganzen Zeitraum regelmäßig mit allen Themen zu beschäftigen.

Das alles führt dazu, dass sich Routinen entwickeln können, die auch nach dem Kurs Bestand haben und sich im Arbeitsalltag integrieren. Dieser Effekt fehlt komplett bei einem Tagesworkshop, einem 3-Tage-Seminar o.ä. Was zur Folge hat, dass die Wenigsten nach Kursende weitermachen. Und das ist für mich nicht der Sinn von Weiterbildung.

Nur was sich verankern lässt, kann auch eine nachhaltige Wirkung entfalten. Da bin ich einfach zu sehr Lehrerin um das aus dem Auge zu verlieren.

Was hat das nun gebracht?

Zunächst ein paar Fakten:

  • Alle Firmen hatten durch den Kurs eine neue Blogseite. Was zudem bedeutet, dass ein Teil der Betriebe dadurch überhaupt mal eine Internetseite bekommen hat.
  • Bis heute wurde insgesamt die unglaubliche Zahl von über 320 Fachartikeln in den Blogs verfasst!! Futter für Suchende und Suchmaschinen.
  • Die Blogs wurden mit WordPress aufgesetzt und dadurch kann alles von den Damen selbst gemacht werden. Texte verfassen, Bilder hochladen, neue Seiten integrieren usw.
  • Es konnten Azubis über die Fanseite gewonnen werden.
  • Zeitungsartikel wurden aus den Blogartikeln generiert.
  • und vieles, vieles mehr.

Dass ein professionelles Bild im Internet immer was mit Imagepflege zu tun hat, ist klar. Was durch die dynamische Form von Blogs dazu kommt ist die Möglichkeit durch Fachwissen eine Expertise aufzubauen. Und das ist allen Betrieben sehr gut gelungen.

Zum Nachhören

Beim Abschluss des Lehrgangs war auch Radio Trausnitz mit dabei und in diesem Beitrag lässt sich gut die Begeisterung der Teilnehmerinnen nachhören (aus mir wurde durch die Redaktion eine Frau Gaßle gemacht, doch es gibt schlimmeres :)

Hier sehen Sie alle die bei unserem Kurs dabei waren, inkl. meiner KollegInnen und mir. Die Unternehmerfrauen selbst und ihre Blogs werden in den nächsten Monaten in einer losen Serie hier im Blog vorgestellt. Sie dürfen gespannt sein!

Social Media Marketing Lehrgang für Frauen im Jahr 2013

Nach diesem sensationellen Erfolg wird der Lehrgang ein weiteres Mal im Jahr 2013 aufgelegt. Dazu findet ein Infoabend am 14. November 2012 von 19 – 20:30 Uhr in Landshut statt. In dieser Einladung finden Sie alle Informationen.

Anmeldung bitte direkt in der VHS business unter Tel 0871 92292-231 oder per eMail. Der Kurs richtet sich schwerpunktmäßig an Frauen, was mit der Förderung zusammenhängt.

Beginn ist im Frühjahr 2013 und Kursort ist wieder Landshut. Dadurch dass es einzelne Präsenztage sind, die nicht jede Woche stattfinden, ist das auch mit größeren Entfernungen zu bewältigen.

Wenn das Thema für Sie und Ihren Betrieb interessant ist, seien Sie mit dabei und informieren sich. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Fragen.

War das schon alles?

Nein, das dicke Ende kommt noch :-) Denn bei der Abschlussfeier im September haben die Unternehmerfrauen ganz großes Kino abgeliefert und zwei sehr witzige Performances zum ganzen Kurs gezeigt!

Der Oberknaller war die Online-Beichte. Darin wurde aus mir die „Mutter Oberin Alessandra Media Sociala“ Ich hab Tränen gelacht, doch am besten selbst angucken:

.

 

 

EILMELDUNG: Frauen bevorzugt! (in diesem Fall zumindest :-)

Durch Anstoß der Unternehmerfrauen hat die VHS Landshut einen völlig neuen Social Media Marketing Lehrgang konzipiert.

Das besondere daran ist die hohe EU-Förderung die mit dem Kurs verbunden ist. Im kleinen Preis von nur 330 € sind geballtes Praxiswissen mit individueller Begleitung für Ihr Unternehmen enthalten.

Außerdem ist Bestandteil das Ergänzen Ihrer Webseite um einen Weblog bzw. wenn Sie noch keine Webseite Ihr eigen nennen, haben Sie danach eine!

Inhaltlich beschäftigt sich der Lehrgang mit allen Modulen und Tools die es rund um Social Media Marketing und Marketinggrundlagen gibt.

Ich freu mich sehr, einen großen Teil des Kurses als Referentin abdecken zu dürfen. Auch endlich mal wieder in Zusammenarbeit mit Martin Unverdorben.

Um auf den Titel zurückzukommen: Dieser spezielle EU-Topf fördert besonders Unternehmerinnen, so dass in diesem Fall Frauen bevorzugt werden bei der Platzvergabe.

Informationen und Ansprechpartnerinnen finden Sie hier:

Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2012. Es gibt nur noch wenige freie Plätze!