Du willst eine Planung die rockt und dich wirklich vorwärts bringt? Dann erkenne was Priorität tatsächlich bedeutet und wie du dieses Wissen nutzen kannst

Du willst eine Planung die rockt und dich wirklich vorwärts bringt dann erkenne was Priorität tatsächlich bedeutet und wie du dieses Wissen nutzen kannstWie ist das mit deinem Tag? Machst du einfach spontan, was du denkst, das jetzt dran ist? Oder hast du einen Plan für den Tag, in dem du das festgehalten hast, was du gern erledigen möchtest? Oder dient dir deine Todo-Liste von gestern, vorgestern und vorvorgestern… als Inspiration?

Das Hamsterrad in Aktion…

Interessanterweise machen viele Menschen zwar eine Todo-Liste, doch nur wenige planen wirklich ihren Tag. Sie lassen sich entweder treiben von dem was grad anbrennt oder welche Aufgabe am lautesten schreit oder hetzen von einem Meeting zum nächsten, ohne die Pausen dazwischen effektiv zu nutzen.

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Wenn der Tag zu Ende geht, ist die Erschöpfung oft groß und der Frust gleichermaßen, weil man mit dem Gefühl nach Hause geht, zwar den ganzen Tag beschäftigt gewesen zu sein, doch irgendwie Nichts wirklich vorwärts gebracht zu haben.

Gut, also dann Planung. Doch was macht da Sinn? Es gibt unendlich viele Methoden die zur Tagesplanung angeboten werden und vielleicht hast du auch schon einige davon ausprobiert.

Die Frage ist nur, hat es für dich funktioniert? Und wenn nicht, woran ist es gescheitert? Viele, denen ich diese Frage gestellt haben, haben Variationen dieser Antwort gegeben:

“Ich hatte zwar einen Plan, aber dann kam etwas dringendes dazwischen und ich musste was anderes fertig mache. Als ich geschaut hab war dann schon Mittag und am Nachmittag waren dann noch tausend Kleinigkeiten zu erledigen und irgendjemand wollte immer was von mir.”

Gibt es denn eine Planung die wirklich funktioniert?

Es scheint so zu sein, als ob wir dem Tag und seinen Launen mit Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Doch es scheint auf der anderen Seite auch Menschen zu geben, die tatsächlich produktiv und effektiv arbeiten und das was sie sich vorgenommen haben, tatsächlich schaffen. Was machen die bloß anders?

Da gibt es einiges zu nennen, doch wir wollen uns heute auf eine bestimmte Sache beschränken. Etwas, das du sofort ab heute umsetzen kannst und dessen Effekt du im besten Fall sofort am nächsten Tag spürst.

Was an Plänen oft scheitert, ist, dass sie zu unklar sind oder zu kompliziert oder schlicht und ergreifend vollkommen unrealistisch.

Das bedeutet, wir brauchen einen realistischen, glasklaren und einfachen Plan, der uns dabei unterstützt vorwärts zu kommen.

Wie ist das mit der Priorität?

Da wir oft viel mehr Sachen auf der Platte stehen haben, als wir überhaupt erledigen können, ist einer der ersten Schritte für Klarheit und Realismus:

Was hat Priorität?

Interessanterweise gibt es das Wort Prioritäten erst seit wenigen Jahren in der Mehrzahl. Wir werden gleich sehen, dass das Wort im Plural überhaupt keinen Sinn macht, weil es vollkommen die Bedeutung des Wortes zerstört.

Priorität stammt vom lat. Prior = der Vordere ab.

Es kennzeichnet das vorrangige Objekt. In der Natur der Sache liegt es, dass es nur ein vorderes Objekt geben kann.

Was wir nun in unserer hektischen Zeit versuchen, ist, gleich mehrere Prioritäten festzulegen. Und wir leben in der Illusion, dass wir – kombiniert mit Multitasking – tatsächlich in der Lage sind, gleichzeitig mehrere Sachen voranzubringen.

Doch das klappt nicht. Wir sind nur in der Lage eine Sache richtig zu machen. Es gibt kein Multitasking. Das können nicht mal Maschinen, von denen das Wort stammt. Auch Maschinen schaltet in Blitzgeschwindigkeit von einer Aktion auf die nächste um und machen sie nicht gleichzeitig.

Unser Hirn muss ebenfalls ständig umschalten, wenn wir mehrere Sachen versuchen parallel zu schaffen.

Daraus resultiert, dass wir langsamer in allem werden, mehr Fehler produzieren und nichts wirklich vorwärts bringen. Ganz abgesehen von der Erschöpfung die wir damit selbst produzieren und dem Frust, der damit einher geht.

Was von meinen Aufgaben hat wirklich Vorrang?

Gut, also zurück zur Priorität. Das was Vorrang hat. Wenn also mehrere Aufgaben zu bewältigen sind, dann muss ich entscheiden, was davon Vorrang hat.

  • Was ist davon das, was jetzt dran ist?
  • Wenn ich nur eine Sache davon machen könnte, welche wäre das?
  • Für welche Aufgabe würde ich solange bleiben, bis sie fertig ist?

Wenn man diese Fragen beantworten kann, dann hat man seine Priorität. Das ist es, was als nächstes dran ist.

Im Arbeitsalltag als Angestellter ist das eine Frage, die sich möglicherweise nicht immer so einfach zu beantworten lässt, wenn ich zugewiesene Aufgaben von meinem Chef habe.

Was zur Folge hat, dass es immer wieder vorkommt, gerügt zu werden, weil etwas noch nicht fertig ist, von dem man nicht wusste, dass es Priorität hat. Es fehlen einem Informationen und man hat nicht den Gesamtüberblick.

Mehrere Menschen – verschiedene Prioritäten?

Das bedeutet, es ist elementar wichtig darüber im Gespräch zu bleiben und abzuklären, ob man die gleiche Sichtweise zur Priorität hat. Das kann vieles an unangenehmen Situationen und Gesprächen verhindern, da man sich im Vorfeld absichert.

Was tatsächlich bedeutet, dass es als erstes einen Überblick über alle anstehenden Aufgaben braucht. Es ist keine schlechte Idee, mit so einem Überblick zu starten ;)

Ok, back to priority. Wir wollen ja endlich zu unserem Plan kommen. Welche Art von Plan ist denn nun einer, der funktionieren wird?

Meiner Erfahrung nach, ein Plan, der so knapp wie möglich gehalten ist. Je mehr auf einer Liste drauf steht, umso weniger wird davon meistens geschafft. Da allein die Länge der Liste überfordert und Lähmungserscheinungen hervorrufen kann ;)

Welcher Umfang soll es denn nun sein?

Wenn wir uns jetzt ein Modell eines knappen Plans schaffen wollen, dann sprechen wir von weniger als einer Handvoll an Aufgaben. Genauer gesagt von max. 3. Ganze drei Aufgaben sollten auf dem Plan drauf stehen.

Dazu kommt nun noch ein wichtiger Aspekt, über den viele überhaupt noch nie nachgedacht haben. Damit der Plan die größten Chancen hat umgesetzt zu werden, ist einer, wenn nicht sogar DER wichtigste Faktor, der Zeitpunkt, zu dem der Plan erstellt wird.

Das kann den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Abarbeitung und einem Scheitern bedeuten.

Wann sollten wir uns den Plan machen?

Fangen wir mit dem Zeitpunkt an, der am schlechtesten für Pläne machen geeignet ist: Das ist der Morgen des aktuellen Tages. Das ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt sich einen Plan für den Tag zu machen.

Dann setzen wir doch gleich den besten Zeitpunkt daneben, dann haben wir das beieinander. Der beste Zeitpunkt für einen Tagesplan ist der Vorabend. Das ist der beste Zeitpunkt sich einen Plan für den kommenden Tag zu machen.

Ich erkläre gleich wieso, möchte jedoch noch ergänzen, dass es dazu auch Ausnahmen gibt. Besser gesagt, fällt mir nur eine Ausnahme ein und das ist die Notaufnahme.

Hier ist es kaum möglich am Vorabend zu planen, was am nächsten Tag ansteht, weil es adhoc sein kann, dass sich ein Unfall mit mehreren Beteiligten ergeben hat und dann gibt es Systeme im Krankenhaus über das sog. Triagieren, die ermitteln, welcher Fall jetzt Vorrang hat und welcher noch etwas warten kann.

Wir sind keine Notaufnahme!

Leider operieren wir oft selbst an unserem Tag, als ob wir in der Notaufnahme arbeiten würden. Es schreit der Chef oder ein Kollege am lautesten, das wird dann als Notfall eingestuft und zack ist der eigene Plan beim Teufel und wir stürzen uns auf diese Aufgabe.

Fakt ist jedoch, dass kaum jemand von uns in so brandeiligen Jobs arbeitet, wie in der Notaufnahme und immer noch genügend Luft und Raum da ist, die Priorität genau zu beurteilen.

Das wird nur nicht gemacht und viele fühlen sich auf Grund ihres Ranges dazu schon so wichtig, dass ihre Aufgaben damit allein schon Vorfahrt bekommen sollten. Was jedoch nichts über die tatsächlich Priorität der Aufgabe aussagt.

Gut, nachdem wir also die Behauptung aufgestellt haben, dass der Vorabend der sinnvollste Zeitpunkt für das Erstellen eines Planes ist, wollen wir ergründen warum das so ist.

Wieso ist der Abend die beste Zeit für einen Plan?

Fast jeder wird schon mal das Phänomen erlebt haben, dass er länger über eine Sache grübelt und einfach nicht auf eine passende Lösung kommt. Es gibt dann meistens irgendjemanden, der rät mal eine Nacht darüber zu schlafen.

Interessanterweise ist es tatsächlich oft so, dass wir am nächsten Tag mit einer Idee, einem Impuls oder vielleicht so gar schon mit einer Lösung aufwachen.

Wie kann das sein? Es liegt zu einem großen Teil daran, dass unser Hirn nicht schläft in der Nacht und klammheimlich an all dem weiterarbeitet, zu dem wir uns so viele Gedanken gemacht und den Kopf zerbrochen haben.

Flappsig gesprochen, ist das für das Hirn eine super effektive Zeit, weil es quasi ohne uns an der Sache weiter arbeiten kann und wir nicht ständig mit irgendwelche Grübeleien dazwischen funken können ;)

Diese Inkubationszeit nützt oft genau dafür, dass verschiedene Einzelteile sich plötzlich zusammenfügen, Verbindungen geschaffen werden, sich etwas festigen kann und Klarheit entsteht.

Ein Mechanismus, der wir damit praktischerweise schon in uns eingebaut haben und der auch einen Namen hat: Das wird der Diffuse-Mode genannt. Im Gegensatz zum Focussed Modus der eine absolute Konzentration auf ein Thema bedeutet.

Im diffuse Mode beschäftigen wir uns mit etwas anderem und das was wir vorher intensiv durchgedacht haben, sinkt damit in unserem Hirn in eine andere Region, wenn man so will, weil wir uns nun mit etwas anderem beschäftigen.

Das oben angesprochene Festigen ist das, was wir uns für unseren Plan zunutze machen wollen. Darin enthalten ist ebenfalls die Lösungssuche, die quasi von uns angestoßen werden kann am Vorabend und dann ans Hirn delegiert wird über Nacht, damit das für uns schon mal vorarbeiten kann.

Im Prinzip eine sehr effektive und energie- und zeitsparende Methode unseren Kopf einzusetzen.

Plane am Morgen und du hast Sorgen ;)

Wenn wir Pläne erst am Morgen machen, entfallen all diese Vorteile. Wir haben weder eine Festigungsphase, noch eine Lösungssuchphase. Wir haben nur eine kurze Zeitspanne, in der wir morgens überlegen, was heute dran ist und dann müssen wir schon mit dem Stress des Tages kämpfen und mit allen Anforderungen umgehen, die auf uns herein strömen.

Da ist es wohl vollkommen logisch, dass unser Plan nicht gefestigt ist. Damit auch nicht in uns als wichtig gefestigt und auch nicht im Kopf verankert ist, so dass wir ständig vergessen, was wir eigentlich jetzt machen wollten.

Das Ende vom Lied ist, dass wir uns sehr schnell von unserem Plan durche andere abbringen lassen, aber auch uns selbst schnell mit etwas anderem beschäftigen, als dem was geplant war.

Wir haben nicht die Festigung am Plan festzuhalten und er ist wie ein Blatt im Wind, dass ganz einfach weg gepustet werden kann.

Plane am Abend, das ist sinnvoll und labend ;)

Im Unterschied dazu ist die Festigung, die über Nacht passiert, wenn wir uns am Vorabend die Zeit nehmen einen Plan zu machen, eine ganz andere.

Nehmen wir an, wir nehmen uns 15 Minuten am Ende unseres Tages und schauen über unsere ganze Liste an Dingen die zu erledigen sind. Wir stellen uns die Frage nach der Priorität und denken daran, dass das erstmal nur eine Sache sein kann, die Vorrang hat. Diese eine Sache ist es, die dann auf unserer Liste ganz oben erscheinen muss.

Diese eine Sache haben wir im Abwägen mit allem was da ist, als vorrangig entschieden und damit als Priorität gesetzt. Dass das nicht immer einfach ist, ergibt sich schon aus der Menge an Dingen die wir oft zu tun haben.

Doch genau das ist der Punkt, an dem viele den einfacheren Weg gehen und sich für die nächstliegende Sache entscheiden. Oder für die Sache, die verspricht schnell zu gehen oder für die Sache die wir lieber machen.

Wer lernt all diesen Ablenkungen aus dem Weg zu gehen und – wieder mal – das unangenehme Gefühl auszuhalten, dass oft mit dieser Art Entscheidungen einher geht, wird die wahre Priorität herausfinden und damit den wichtigsten Hebel.

Die nächste Frage lautet: Wenn diese eine Sache erledigt ist, und ich wieder meine gesamte Liste betrachte, welche Sache hat dann Vorrang? Welche hat dann Priorität?

Wenn ich die gleiche Frage ein drittes mal stelle, hab ich einen glasklaren Plan, der eine simple Liste enthält mit den nach meiner Entscheidung tatsächlich strategisch am wichtigsten Punkten.

That’s it. Das ist der perfekte Plan.

Um jetzt noch den Realismus dazu zunehmen, den wir oben ebenfalls als Kriterium angeführt haben: Das ist der Plan, das bedeutet noch nicht, dass es auch klappen wird ihn komplett abzuarbeiten. Doch es gibt einiges was dir dadurch ermöglicht wird:

Wenn du diesen Plan auf diese Weise am Vorabend erstellst, hast du die Gewissheit, dass du tatsächlich das Wichtigste als Oberstes stehen hast.

Dadurch dass du deinem Hirn die Inkubationszeit über Nacht gibst, festigt sich dieser Plan in deinem Inneren und das wiederum unterstützt dich immens dabei am nächsten Tag an deinem Plan festzuhalten.

Auch wenn es viele Anfragen und “Notfälle” geben mag, die an dich herangetragen werden, hast du deinen Plan sehr viel mehr im Hinterkopf und kannst viel sicherer entscheiden, ob du tatsächlich von ihm abweichen oder ob du an ihm festhalten solltest.

Was hast du von dieser Art der Planung?

Was bringt dir das in Summe?

Wenn du das nur eine Woche lang konsequent durchziehst, wirst du merken, dass du mehr von dem erledigt bekommst, was du dir vorgenommen hast und was tatsächlich Vorrang = Priorität hat. Die Betonung liegt hier auf: was du dir vorgenommen hast.

Das wiederum fördert deine Zufriedenheit. Denn nichts macht zufriedener, als ein Plan der funktioniert. Du kannst damit deine gefühlsmäßige Situation an deinem Arbeitsplatz beeinflussen wenn du diesem Modell folgst und die Abendplanung in deine Routine einfügst.

Das gleiche gilt für jeden der selbstständig ist. Hier kommt immer noch die Gefahr dazu, dass man sich selbst gern verzettelt. Doch der Plan vom Vorabend gibt dir die klare Richtung vor und du brauchst dich nicht ständig fragen, was du denn nun als erstes machen sollst. Guck auf den Plan, dort steht es drauf ;)

Teste die Abendplanung und bedenke dabei die Sache mit der wahren Priorität!


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Frühjahrsputz im Inneren – Wieso du deinen eigenen Emotionen nicht hilflos ausgeliefert bist

Frühjahrsputz im Inneren - Emotionsmuster regulieren lernenBeitrag lieber hören?

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Die letzten Beiträge haben sich viel um die äußere Ordnung gedreht. Denn die äußere Ordnung ist ein wichtiger, erster Schritt.

Wenn wir im Äußeren anfangen unsere Umgebung zu klären, kann sich auch unser Inneres klären. Wir können uns Schritt für Schritt daran machen in unserem Innenleben Ordnung zu schaffen.

Bist du wirklich wie du bist?

Interessant ist, dass wir oft denken, dass wir ein bestimmter Typ Mensch sind. Jemand der zurückhaltend ist, jemand der aggressiv ist, jemand der gern unter vielen Menschen ist, jemand der kreativ veranlagt ist.

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Und so geben wir uns selbst und anderen Labels. Diese Kategorien sind wie Schubladen, in denen wir die Menschen und auch uns selbst einordnen. Da gibt es die lustige Kollegin, den miesepetrigen Onkel, die neugierige Nachbarin, den weinerlichen Sohn usw.

Wir beschreiben uns selbst mit Schlagworten, wenn wir mit anderen zu tun haben. Doch ist das wirklich so? Sind wir so, wie wir das mit diesen Kennzeichen beschreiben?

Auch unsere Persönlichkeit scheint uns ziemlich festgefügt zu sein. So bin ich eben. Nimm es an und komm damit klar.

Auch andere “sind eben so”. Doch auch hier wieder die Preisfrage: Ist das wirklich so? Woraus speist sich unsere Identität und Persönlichkeit tatsächlich?

Was wäre, wenn wir gar nicht so sein müssen, wie wir denken, dass wir sind?

Wir sind geprägt von Kindheitserlebnissen, der Art und Weise wie man mit uns kommuniziert hat, den Erfahrungen die wir gemacht haben.

Das mag alles stimmen, doch ist es wirklich das Ende vom Lied? Sind wir dieser oder jener Mensch, wenn wir “ausgewachsen” sind und dann bleibt das bis zur Bahre so?

Ich bezweifle das. Und ich lade dich ein, das ebenfalls zu bezweifeln. Lass dich nicht davon einlullen, wie es jetzt ist.

Gewohnheiten sind unser unsichtbares Gerüst

Wir bestehen zum größten Teil aus Gewohnheiten. Wir machen die Dinge so, wie wir sie gewöhnt sind zu tun.

Das gilt auch für Gefühle. Wenn wir gewohnt sind ein Drama aus vielem zu machen, dann ist das unser Reflex, der automatisch abläuft. Wir haben uns das irgendwann angewöhnt. Mit allen körperlichen Reaktionen die dazugehören. Und denken, dass wir das SIND.

Doch nein, das sind wir nicht. Das ist ein gewohntes Emotionsmuster, das auf Knopfdruck (neudeutsch Trigger) abgespult wird. Das gilt für Aggressionsmuster, mauern, jammern, beschwichtigen genauso wie für Schadenfreude, Neid usw.

Dass das so ist, zeigt sich schon allein daran, dass nicht alle Menschen auf die gleichen Dinge neidisch sind, oder sich durch die gleichen Sachen angegriffen fühlen oder sich nicht durch die gleichen Situationen gestresst fühlen.

Ok, jetzt könnte das Argument ins Spiel kommen. Na das ist ja eben unterschiedlich, weil wir unterschiedlich sind. Doch wait a minute!

Ich gebe dir Brief und Siegel, dass du in ähnlichen Situationen auch nicht immer gleich reagierst. Wenn du z.B. sehr spät dran bist zu einem wichtigen Termin und dann irgendso einen Idioten vor dir hast, der einfach nicht vom Fleck kommt, dann kann es sein, dass der Knopf für ‘aggressiv werden’ bei dir gedrückt wird und du im Auto wie das HB-Männchen (falls du das noch kennst (; in die Luft gehst.

Wenn du ein anderes Mal unterwegs bist ohne jeglichen Zeitdruck und in Gedanken versunken, kann es sehr gut sein, dass dir dieser “Idiot” überhaupt nicht auffällt.

Gleicher Mensch, gleiche Situation, unterschiedliche Reaktion. Müsste nach der Theorie “ich bin halt so eine/r…” nicht immer das gleiche Programm ablaufen? Tut es aber nicht, weil es eine große Rolle spielt, wie unser Inneres beieinander ist.

Erkenne die Momentaufnahme

Das bedeutet, dass wir tatsächlich die Fähigkeit für ein großes Spektrum an emotionalen und physischen Reaktionen haben und uns nur zu häufig auf ein paar wenige reduzieren, wenn wir unter Strom stehen.

Also müsste man korrekterweise sagen: Im Moment ist es so, dass ich in Situationen in denen ich mich unter Druck fühle, die Tendenz habe aggressiv zu reagieren.

Gut, damit können wir arbeiten. Denn darin stecken viel mehr Variablen, als auf den ersten Blick sichtbar sind.

Zum ersten heißt es “im Moment”. Wir sind veränderbare Wesen und die hohe Plastizität (Formbarkeit) unseres Gehirns beweist jeden Tag, dass es auch grundlegende Veränderungen geben kann. Vielleicht nicht von heute auf morgen, doch wie vieles andere auch, stecken Lernprozesse dahinter.

Du kannst dir andere Gefühle angewöhnen

Ja, es lassen sich auch andere Emotionsmuster lernen. Denn genau das sind Emotionen. Muster, die wir gewöhnt sind und die automatisch ablaufen, wenn sie einmal gelernt wurden. Wir sind nicht dazu gezwungen auf ewige Zeiten eine Heulsuse zu bleiben oder werden kaum irgendwann an Lampenfieber sterben.

Ich weiß nicht wieso wir das Hirn immer nur auf Fakten auslegen. So als ob es nur emotionsfreie Dinge lernen könnte. Doch Emotionen sind ein Cocktail an Hormonen und getriggerten Gehirnverbindungen. Emotionen sind eine nervlich messbar ablaufende Reaktion. Unser Gehirn macht etwas und daraus entstehen fühlbare Emotionen.

Nicht umgekehrt. Die Emotion ist ein Produkt unseres Hirns. Und ja, es ist schwierig bis fast unmöglich noch zu einem preisgekrönten Olympiasprinter zu werden, wenn man mit 60 erst anfängt zu trainieren. Obwohl es erstaunlich ist, was unser Körper noch in jedem Lebensalter zu leisten vermag. Und ja, es kann auch sehr schwierig bis unmöglich sein, mit 80 noch programmieren zu lernen.

Wir haben unsere Grenzen. Unser Körper hat sie und auch unser Gehirn. Der Alterungsprozess fordert seinen Tribut und wir verbrauchen uns über die Jahre selbst.

Doch so wahr das auch alles sein mag, sollte es niemals als Ausrede dienen sich nicht dem Abenteuer zu stellen, seine eigene Emotionen regulieren zu lernen und als nächsten Schritt in gewünschte Bahnen zu lenken.

Lerne zu wählen wie du dich fühlen willst

Wir sind es, die erwünschte und unerwünschte Emotionen in Gang halten. Durch das was wir denken und tun. Jeder von uns quatscht sich selbst im Inneren von Zeit zu Zeit die Hucke voll, wenn man das mal so nennen will.

Jeder kennt diese Selbstgespräche in denen man in der Rückschau auf Situationen grübelt und grübelt und grübelt. Sich selbst anklagt oder auch andere, sich selbst bemitleidet, heruntermacht oder andere nicht so nette Sachen.

Mit diesem Vorgang sind zu 100 % folgende negative Emotionen verbunden: Frust, Traurigkeit, Neid, Aggression (aktive und passive). Zu 100 %. Es ist körperlich unmöglich sorgenvollen Grübeleien nachzuhängen und dabei gut drauf zu sein. Das geht nicht. Ist nicht möglich.

Das kannst du gern selbst mal ausprobieren.

Wir denken uns in Gefühle hinein. Sie sind eine Folge dessen, was mir durch den Kopf geht. Ob ich das bewusst wahrnehme oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Es ist wie ein Radioprogramm, das vor sich hin dudelt und dessen Musik eine bestimmte Stimmung verbreitet.

Emotionsmuster – Nimm wahr was passiert

Wenn wir aufmerksam werden auf unsere Gedanken und wirklich wahrnehmen in welchen Gefilden wir uns gerade befinden, dann haben wir den ersten Schritt gemacht um eine Richtungsänderung zu ermöglichen.

Dein Körper ist, was du isst und dein Geist ist, was du denkst.

Man mag mir dieses plakative Vereinfachen verzeihen, doch es zeigt den Kern dessen auf, um den es geht. Und den wir beeinflussen können.

Klar kann dem Körper viel passieren, was ihn nicht mehr gesund sein lässt, doch Ernährung wird in jedem Fall eine positive Rolle spielen können.

Gleiches gilt für unseren Geist. Wir werden nicht gedacht. Niemand pflanzt Gedanken in uns hinein. Das machen wir alles selbst. Genauso wie wir selbst essen. Wir sind es die denken und damit innere Prozesse in Gang setzen.

Wir haben über viel mehr Einfluss als wir denken. Nicht im Äußeren, sondern über uns.

Halten wir also fest, dass Emotionen eine Folge sind von etwas, das in unserem Hirn passiert. Klar gibt es körperliche Rückkopplungsschleifen und es ist immer alles komplex, doch letztlich ist das eine wichtige Wahrheit.

Emotionen scheinen mir zwar zu passieren, doch letztlich hat unser Gehirn etwas dafür gemacht.

Du kannst deine innere Welt verändern

Wenn wir also etwas anderes fühlen wollen als bisher, dann können wir dafür etwas tun. Wir sind unseren Emotionen keineswegs hilflos ausgeliefert. Das ist ein extrem wichtiger Punkt.

Allein diese Erkenntnis kann befreiend sein. Sie kann Möglichkeiten aufzeigen, die auf Dauer ein anderes Leben schaffen.

Emotionen entstehen aufgrund unserer Bewertungen einer Situation. Diese Bewertungen wiederum sind geprägt von den kindlichen Erfahrungen die wir gesammelt haben. Wer sich nicht die Zeit nimmt und klar macht, was in einer Situation tatsächlich passiert, wird immer wieder überrascht sein von der Heftigkeit der eigenen Gefühle.

Auch von der Unangemessenheit von Gefühlen, die überhaupt nicht zur Situation passen. Menschen, die sich restlos verlassen fühlen und nur noch weinen können in einem Disput in der Partnerschaft, erleben sich selbst als vollkommen hilflos und als Menschen, die nicht in der Lage sind zu streiten.

Doch wenn man diese Situationen näher anschaut und hinterfragt, landet man häufig in kindlichen Erinnerungen an Streitereien, z.B. dass die Eltern einen bei Konflikten in ein anderes Zimmer brachten und man dort allein bleiben musste.

Das ist es, was die Emotionen dermaßen dramatisch werden lässt auch noch im Erwachsenenleben. Das hat nicht unbedingt etwas mit der tatsächlichen Schwere der jetzigen Situation zu tun.

Wer sich auf die Suche macht, nach diesen grundlegenden Emotionsmuster, wird feststellen, dass er sehr häufig auf Kleinkindniveau agiert, wenn bestimmte Situationen als Trigger agieren.

Emotionen lassen sich üben

Diese Wahrnehmung und das Erkennen dessen – auch nachträglich – lässt einen immer leichter in eine innere Distanz gelangen. Durch diese Distanz ist es möglich zu erkennen, dass man gerade wieder dabei ist, in ein gewohntes Emotionsmuster hinein zu rutschen.

Als nächstes kann man im Trockendock überlegen, wie man denn stattdessen reagieren möchte und was einem dabei am besten helfen kann, ein anderes Emotionsmuster aufzubauen.

Manchmal mag das allein nicht gelingen, doch sich Hilfe zu holen ist ein kluger Schritt und keine Schwäche.

Emotionsregulation – wie der Fachausdruck dafür heißt – lässt sich lernen.

Es ist wie alles, wozu man sein Gehirn braucht. Etwas das man üben und trainieren kann. Niemand ist gezwungen dazu, seinen bisherigen Emotionsmustern treu zu bleiben. Niemand muss sich dem ergeben “wie er halt ist” denn das ist nur ein momentaner Zustand.

Dieser Zustand kann verändert werden. Das mag nicht ganz leicht sein, doch das ist wie mit vielen anderen gewohnten Dingen, man muss dran bleiben, wenn man eine Änderung erreichen möchte.

Das Ziel ist es, nicht mehr ausgeliefert zu sein, wenn Emotionen über einen hereinbrechen. Die Belohnung für diesen Umlernprozess ist groß.

Wer sich selbst als jemand erlebt, der mit den eigenen Emotionen besser umgehen kann, wird sich stärker fühlen, wird sich zuversichtlicher fühlen, wird sich selbstwirksamer erleben. Und das kann und wird das eigene Leben zum Positiven verändern.


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Kurse im April und Mai 2018

Learn and growDer Frühling naht mit großen Schritten und passend zu diesem Aufbruch gibt es wieder neue Kurse der WissensAgentur.

Im April und Mai 2018 finden folgende Workshops statt:

mailchimp monkeyJeder der regelmäßig Newsletter und Informationen an eine Reihe von Kontakten schicken möchte, MUSS einen Newsletter-Anbieter haben.

Zu oft seh ich immer noch Firmen, die Massenemails über Outlook versenden und keine Ahnung haben, dass sie damit ihre firmeneigene eMail-Adresse hochgradig gefährden. Wer mal auf blacklists gelandet ist, wird nirgends mehr zugestellt und kommt dort auch selten bis gar nicht wieder runter.

Wieso sich das antun, wenn es eine Alternative gibt? Mit Mailchimp lassen sich kostenfrei an bis zu 2.000 (!) Kontakte Newsletter verschicken. Auch nach der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) lässt sich Mailchimp einsetzen.

Der Dienst ist zwar englisch-sprachig, aber sehr einfach und intuitiv zu bedienen. Inzwischen können damit sogar automatisierte eMail-Serien kostenfrei verschickt werden! Das bietet kein anderer Dienst im Moment. Alles zum Inhalt und Ablauf des Kurses, sowie die Anmeldung, gibt es hier zum Nachlesen: Mailchimp-Workshop am 10. April 2018

Facebook ändert ja nun wirklich alle naselang etwas an seinen Funktionalitäten. Mittlerweise ist es tatsächlich nicht mehr so einfach als Firma in Facebook Sichtbarkeit zu erzeugen. Erst dieses Jahr wurde der Algorythmus nochmal geändert und als Folge davon ist die Reichweite von Fan-Pages auf unter 10 % gesunken.

Soll man sich das dann überhaupt noch antun? Macht das Sinn für mich als UnternehmerIn Zeit und vielleicht auch Geld in Facebook zu investieren? Die Zeiten haben sich geändert, das stimmt. Doch das heißt nicht, dass man nicht trotzdem noch dieses große Netzwerk für sich nutzen kann.

Darum geht’s in diesem Workshop. Wie sich Facebook für Unternehmen weiter sinnvoll einsetzen lässt. Alles zum Inhalt und Ablauf des Kurses, sowie die Anmeldung, gibt es hier zum Nachlesen: Facebook für Unternehmen am 17. April 2018

Das mit dem täglichen Wahnsinn im Büro ist nicht nur nervig, sondern macht uns auf Dauer auch krank. Wenn wir ständig das Gefühl haben von Chaos umgeben zu sein, eine kilometerlange Todo-Liste abhandeln zu müssen und einfach nicht mehr hinterher zu kommen, dann wird es höchste Zeit etwas zu ändern.

Diese Art von Stress ist eine Einbahnstraße die in Erschöpfung und im schlimmsten Fall Burnout führt. Da wir ja alle so leistungsorientiert sind und uns selten Schwächen zugestehen, wird auf Biegen und Brechen versucht, alle Teller in der Lust zu halten.

Doch damit ist niemandem gedient. Unsere Kunden können wir am besten betreuen, wenn wir fit, gut gelaunt und organisiert sind. Dann wächst die Zufriedenheit und auch unser Bankkonto. Denn unser Geschäft ist dazu gedacht, unser Leben zu finanzieren und nicht uns kaputt zu machen.

Wie sich das bewerkstelligen lässt und wie man sich mit gezieltem Selbstmanagement so auf die Reihe kriegt, dass endlich wieder Freude ins Arbeitsleben einkehrt, darum geht’s in diesem zweiteiligen Workshop. Alles zum Inhalt und Ablauf des Kurses, sowie die Anmeldung, gibt es hier zum Nachlesen: Selbstmanagement und Organisation am 15. und 22. Mai 2018

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Mach dir das Leben leichter und lerne was dir weiterhilft. Ich freu mich, wenn es einer meiner Kurse ist, die dir ein Vorwärtskommen ermöglichen!

Ist bei dir auch wegen Überfüllung geschlossen…?

PapierflutHast du auch das Gefühl, dass dein Briefkasten immer voller geworden ist über die letzten Wochen?

Kein Wunder, denn spätestens im Dezember, wenn die Weihnachtszeit bevor steht, wollen uns alle noch was verkaufen.

Eine Werbung türmt sich auf der anderen, bis der Briefkasten komplett vollgestopft ist.

Nur Müll?

Unter diesen ganzen Werbeschreiben sind jedoch auch Briefe die wichtig sind. Wir müssten den Inhalt lesen, bearbeiten und ablegen.

Doch leider kommen wir so selten dazu und dann stapelt sich die Post an allen Ecken und Enden im Haus. Manche Briefumschläge noch geschlossen, manche fein säuberlich geöffnet und das Schriftstück wieder hineingepackt.

Irgendwann finden wir schon Zeit, dass wir das endlich erledigen…

Die lange Bank ist lang…

Aus Platzmangel wird der Stapel gern mal von einem Fleck zum anderen geschoben, landet vielleicht auf dem Schreibtisch in einem Ablagekorb, der mit der Zeit gefühlt so hoch wie die Alpen wird.

Am Ende des Jahres „droht“ die Steuererklärung und das ist eine Sache die mehr Menschen in die Flucht schlägt als der Zahnarzt ;)

Ist es nicht Zeit, endlich mal klar Schiff zu machen mit dem ganzen Papierkram?

Wie wäre es, wenn du ab dem nächsten Jahr alle deine Papiere im Griff hast?

  • Nie mehr hektisch nach Unterlagen suchen und verzweifeln dabei, weil sie einfach nicht auftauchen wollen.
  • Nie mehr Fristen übersehen und die Steuererklärung mit links machen.
  • Nie mehr überfordert fühlen mit all den Papiersachen und ein Ordnungssystem haben, dass sich wie von allein sauber hält.

Damit auch dir das gelingt, werden wir dem Papierkram gemeinsam den Kampf ansagen!

Morgen startet dazu die kleine, kostenfreie Serie „So zähme ich meinen Papiertiger!“ Wenn du dabei sein magst, dann spring mit mir in die Manege und mach mit beim kleinen Dompteurlehrgang!

Es kann ja wohl nicht sein, dass uns etwas so simples wie Papier den letzten Nerv raubt, oder?

Nie mehr suchen, alles finden! Zähme auch du deinen Papiertiger. Sei dabei!