Warum die Gemeinschaft in der Fastenchallenge so wichtig ist.

Die Fastenchallenge  – oder auch betreutes Ausmisten ;) genannt – ist eine Aktion die ich im Jahr 2012 gestartet hatte. Ein Programm das die 6 Wochen der Fastenzeit nutzt, damit du daheim endlich mal richtig Zeug loswerden und ausmisten kannst.

Ursprünglich, weil ich keine Lust hatte allein auszumisten. Es haben sich gleich auf Anhieb über 20 Freundinnen und Kundinnen gefunden, die spontan in dieser ersten Runde mitgemacht haben. Oha, dachte ich mir, da hab ich wohl einen Nerv getroffen!

Jede konnte viel mehr erreichen als sie dachte und daher war sehr schnell klar, das machen wir nächstes Jahr wieder. Und so geht die Fastenchallenge inzwischen in das 10. Jahr!

Klar sind die einzelnen Aufgaben, die es jeden Tag für dich per eMail gibt, eine wichtige Komponente. Sie geben dir Anregungen und Impulse, was du bei dir daheim ausmisten kannst. In kleinen Häppchen und mit System, so dass du in der Fastenzeit einmal durch dein ganzes Zuhause saust.

Die Gemeinschaft ist es, die den Unterschied macht

Doch es hat sich herausgestellt, dass die Gemeinschaft die jedes Jahr in der Fastenchallenge entsteht, fast noch einen Ticken wichtiger ist.

Diese Gemeinschaft ist ein Raum, in dem jede ihren Platz hat. Sie ist ein Raum, in dem klar wird, dass wir alle im gleichen Boot sitzen und jede von uns zu viel Krempel daheim hat. Und sie ist ein geschützter Raum, in dem sich niemand schämen muss, weil es bei ihm nicht so aufgeräumt und perfekt ist, wie man das von Schöner Wohnen und Instagram kennt.

Dadurch dass wir unsere Ausmist-Reise mit Fotos begleiten, wird für dich sichtbar, wie es vorher war und was sich getan hat.

Das zu sehen ist für einen selbst schon eine wichtige Sache, doch was noch viel mehr motiviert, ist das Feedback, der Applaus und die Anerkennung der Rümpelgruppe, wenn die Bilder dort geteilt werden.

Du bist OK so, wie du bist

Es macht etwas mit uns, wenn wir uns zeigen, so wie es jetzt gerade ist. Auch wenn es messy ist, uns überfordert und wir eigentlich gar nicht so genau wissen wo und wie wir anfangen sollen.

Und genau dann zu erleben, dass man einfach angenommen wird. Genauso wie es jetzt ist. Dass es anderen haargenau so geht und man beileibe nicht die einzige ist, bei der es ganz schön viel Zeug daheim gibt. Das tut uns gut, dieses Gesehen und Angenommen werden.

Alle unterstützen sich gegenseitig, es ist manchmal richtig Partystimmung und wir lassen niemanden zurück.

Eine Gemeinschaft die dich trägt

Es ist erstaunlich, wie aus der Gruppe heraus etwas Neues entsteht. Eine Energie, die alles trägt.

Diese Gemeinschaft ist oft nur temporär für die 6 Wochen der Fastenzeit mit ein paar auslaufenden Tagen nach Ostern richtig zusammengeschweißt. Danach geht jede wieder in ihre Welt zurück. Das ist genau richtig und in Ordnung.

Manche der Frauen vernetzen sich auch außerhalb der Gruppe und es entstehen Bekanntschaften die länger halten. Aufgrund des hohen Austausches in der Gruppe kriegt man schnell mit, wie jede tickt, was sie für Interessen hat und ob das mit einem selbst harmoniert. Das Schöne ist, dass alles sein darf.

Wo haben wir noch einen Raum, in dem wir uns so zeigen können, mit dem was gerade ist, ohne dass wir beurteilt oder vielleicht sogar verurteilt werden?

Unser Zuhause ist das Umfeld, das uns am nächsten ist. Wir prägen es und es prägt genauso uns. Wenn zu viel Zeug herumsteht, dann tut uns das nicht gut. Chaos kann uns gesundheitlich beeinträchtigen und auch unseren mentalen Zustand beeinflussen. Doch genau aus diesen Gründen fällt es uns oft so schwer, etwas daran zu ändern.

Vor allem allein etwas daran zu ändern. Doch in der Gruppe geht das plötzlich viel einfacher. Nicht bei jeder gleich schnell oder gleich viel, doch das ist auch nicht der Hauptpunkt.

Zwischen Alles und Nichts gibt es Etwas

Der Fokus liegt darauf, dass es zwischen Alles und Nichts den Raum des Etwas gibt. Etwas das wir tun können. Und sei es, dass wir 10 alte Zeitschriften wegwerfen. Sei es, dass wir die angeschlagenen Tassen gehen lassen. Sei es, dass wir nicht mehr funktionierende Elektrogeräte endlich zum Wertstoffhof bringen.

Die Gruppe gibt uns Kraft und Zuversicht. Das, was wir uns allein oft nur schwer oder gar nicht geben können. Dabei ist interessant, dass wir nicht nur bekommen, sondern auch geben, wenn wir Teil einer Gruppe sind. Denn darauf beruht alles. Auf Gegenseitigkeit. Das Gemeinsame ist es, was das Individuelle möglich macht.

Uns eint das Thema, uns eint ein Gefühl, uns eint eine Situation. Dass wir daheim klar Schiff machen möchten, um uns dadurch viel wohler in unserem Zuhause zu fühlen.

Wer schon mitgemacht hat, kann das als Vorteil in die Gruppe bringen für diejenigen die zum ersten Mal dabei sind.

Ausmisten geschieht in Wellen

Manche der Frauen sind von Anfang an dabei und machen immer wieder mit. Jetzt könnte man sagen, ja wenn ich das jedes Jahr mitmachen soll, dann hab ich es wohl beim ersten Mal nicht richtig hin bekommen.

Doch das ist so nicht korrekt. Denn es gibt kein festes Ziel das erreichen werden muss. Jedes einzelne Teil, das ausgemistet wird und dein Zuhause verlässt, ist schon ein Sieg. Außerdem passiert das mit dem Ausmisten oft in Wellen. Emotionalen Wellen.

Wir können nicht alles auf einmal loslassen. Zumindest können das nur sehr wenige Menschen. Wir hängen an den Dingen, weil sie mit Emotionen aufgeladen sind und Erinnerungen beherbergen. Es braucht Zeit, bis wir, wie bei einer Zwiebel, Schale für Schale lösen können.

Und diese Zeit dürfen und sollen wir uns auch nehmen. So können wir uns ganz anders mit den Dingen und den damit verbundenen Gedanken auseinander setzen. Wie viele von uns, haben noch Schachteln über Schachteln im Keller stehen die von den Eltern stammen und dort der Dinge harren?

Das sind alles Emotionen die in diesen Kisten fein säuberlich aufbewahrt werden. Und sich mit diesen zu beschäftigen kann beängstigend sein. Genau bei diesen Dingen kommt die Gruppe als wertvoller Rückhalt ins Spiel. Jemand von uns hat das ebenfalls durchlebt und berichtet davon, kann Feedback geben und Unterstützung.

Was sagen die Dinge über dich aus?

Die Dinge die uns umgeben, erzählen unsere Geschichte und in dem wir uns mit diesen Dingen wiederum beschäftigen, spüren wir unserer Geschichte nach. Wollen wir diese Sammlung an Teddybären weiterhin in unserem Leben haben? Was sagt das über uns aus? Passt das noch zu uns?

Diese Fragen und mehr können auftauchen. Genauso, was man mit den Sachen machen soll, wenn man entschieden hat, dass das kein Teil mehr des eigenen Haushalts sein sollen. Hier kommen oft wertvolle Tipps aus der Gruppe, was sich nachhaltig damit machen lässt.

Ja, wir heben vieles auf, weil es ja noch gut ist und zum Wegwerfen viel zu schade. Doch es bedeutet nicht, dass wir diese Dinge dann bis an unser Lebensende behalten müssen. Es gilt, sie einem neuen Bestimmungsort und einer neuen Verwendung zuzuführen.

Gemeinsam ist alles leichter

Wenn wir uns gemeinsam diesen Themen stellen, geht es leichter. Das ist ein Versprechen. Das kennst du selbst von vielen verschiedenen Gelegenheiten aus deinem privaten Leben. Wenn sich Freundinnen zusammentun, dann gelingt es leichter. Wenn sich eine Familie zusammentut, dann gelingt es leichter. Wenn sich Kolleginnen zusammen tun, dann gelingt es leichter.

Wir müssen nicht alles alleine schaffen. Manches ist allein auch nicht zu schaffen. Das ist kein Beinbruch oder ein Zeichen von Schwäche. Nein, wir Menschen sind dazu angelegt, in Verbindungen zu denken und zu leben.

Dass die Rümpelgruppe der Fastenchallenge wie eine Familie ist, freut mich jedes Jahr so sehr. Die Wiederholerinnen freuen sich schon drauf, so dass es fast wie ein Klassentreffen ist. Aber ein nettes ;)

Wir lernen uns in den 6 Wochen schnell kennen. Wissen wie wir ticken und dieser intensive Raum macht einen großen Anteil des Erfolgs der Fastenchallenge aus.

Was daran spannend ist aus meiner Sicht als Mentorin: Diese Gruppe kann ich nicht erfinden, nicht installieren, nicht herbei zwingen. Sie entsteht, weil der Raum dafür geschaffen wird. Diesen Raum kann ich schaffen, alles andere geschieht.

Diese Gruppe ist kein Kursmaterial und beinhaltet nichts. Sie entsteht und ist da. Dieses Phänomen hat mich beim Unterrichten immer schon begeistert. Wenn ich es schaffe, aus einer Klasse in kurzer Zeit eine Gruppe zu machen, in der man sich für die anderen interessiert und teilhat, dann gelingt Lernen auf einer ganz anderen Ebene.

Das Thema in diesem Jahr sind Verbindungen. Dass ich die Chance hatte diese Verbindungen in Form der Rümpelgruppe zur Fastenchallenge zu schaffen, macht mich persönlich unglaublich glücklich.

Wir Menschen tun uns gut. Das ist es was ich immer im Kopf behalte. Wir kommen nicht böswillig auf die Welt. Wir streben danach gut zu sein. Das ist mein Glaube an die Menschheit. Ja, das mag naiv sein, doch ich fühle mich damit sehr viel wohler, als zu denken, dass mir jeder etwas Böses will.

Den geschützten Raum halten

Meine Aufgabe als Mentorin sehe ich darin, den Raum zu schaffen und den Raum zu halten. Für mich ergibt das oft das Bild einer Kugel. Eine Kugel die ich in der Hand halte. Behutsam in beiden Händen halte. Um ihr Halt zu geben und auch Geborgenheit. Das mag sich alles etwas seltsam anhören, doch genauso empfinde ich das.

Den Raum den ich geschaffen habe, mit Verantwortung zu halten. Da zu sein, wahrzunehmen was innerhalb des Raumes passiert. Kommentare zu schreiben, die trösten, anfeuern, unterstützen, motivieren, was auch immer gerade gebraucht wird.

Wir sind alles was wir haben.

Die Menschen die sich mit uns in diesem Raum befinden, sind auf der gleichen Reise. Jede auf ihrer ganz persönlichen Route, doch der Grund warum wir reisen, was wir uns wünschen, wenn wir angekommen sind, ist das was uns eint.

Puh, langsam wird das hier echt ein wenig philosophisch ;) Doch ich hoffe du siehst, wie sehr diese Verbindungen für uns wichtig sind.

Die Gemeinschaft in der Fastenchallenge, unsere Rümpelgruppe, möchte ich um keinen Preis der Welt hergeben. Das ist auch der Grund, warum ich das Ganze nicht als sog. Selbstlernkurs anbiete.

Mir ist ganz wichtig, dass ich dieses Spirit im gemeinsam-sein, im zusammen-machen, jedes Jahr wieder aufbauen kann. 6 Wochen lang. Intensive Wochen, die wir gemeinsam verbringen. Verändernde Wochen, lösende Wochen, freudige Wochen. Und danach darf es wieder gut sein.

Wer möchte, kann immer wieder in den Raum zurückkehren. Was immer wieder mal vorkommt unterm Jahr. Und ja, auch dann bin ich da und halte den Raum. Doch es darf diese lange Pause geben. Keine Gemeinschaft muss zu jederzeit in der gleichen Intensität bestehen.

Wie ist es mit dir? Hast du Lust Teil unserer Rümpelfamilie zu werden? Du wirst eine tolle Runde finden, die dich vom ersten Moment an aufnimmt und dich willkommen heißt. Niemand bleibt hier allein in einer Ecke. Wir stehen zusammen und ziehen das gemeinsam durch.

Auf dass unser Zuhause gerümpelfrei wird und wir uns wieder richtig wohl fühlen daheim. Lern tolle Menschen kennen und tue mit deiner Teilnehme gleichzeitig noch etwas Gutes. Denn 20 % des Entgelts fließen in caritative Zwecke.

Du findest hier alle Fragen beantwortet, kannst gleich mitmachen und ich freu mich sehr, wenn wir dich dieses Jahr in der Fastenchallenge begrüßen dürfen!

In diesem Sinne: Happy Entrümpeln!

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Führe ein erfolgreiches Leben ohne auszubrennen!

 

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