WissensAgentur reloaded – ein Blick zurück

WissensAgentur reloaded ist eine Serie, die zum Stöbern im WissensAgentur-Blog einlädt. Was gab es vor einem, zwei, drei… Jahren hier zu lesen?

November 2010

November – Mein Monat der Dankbarkeit

In dem wunderbaren Buch “Unverhofft kommt oft” von Patricia R. Madsen bin ich wieder einmal über die Kraft der Dankbarkeit gestolpert. Schon gefühlte 100x hab ich darüber gelesen und jedesmal gedacht, ja das stimmt und es dann im Alltag wieder vergessen. Daher habe ich heute für mich entschieden, den November zum Monat der Dankbarkeit zu machen und ich lade Sie herzlich ein, sich an diesem Experiment zu beteiligen. [weiterlesen: Mein Monat der Dankbarkeit]

November 2009

Schon jetzt ans Schenken denken…? – Wie wär’s mit Zeit?

Der Dezember und damit Weihnachten rücken unaufhaltsam näher. Fast ist schon das Herangaloppieren der Rentiere zu hören. Und wenn der Weihnachtsmann grad so eine Phase hätte wie wir, dann würde er möglicherweise mit einem hochroten Kopf stehend auf dem Schlitten stehen, seine Peitsche knallen lassen und einen vollkommen gehetzten und erschöpften Eindruck machen. Und wieso das alles…?

Na, damit er die 100.000 Päckchen, die er da auf seinem Schlitten liegen hat, auch ja rechtzeitig unter die richtigen Bäumen, passenden Socken oder wahlweise Kamine stopfen kann. [weiterlesen: Schon jetzt ans Schenken denken….? – Wie wär’s mit Zeit?]

November 2008

Warum Hudeln auch mal die beste Lösung sein kann

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Projekte gern mal auf den letzten Drücker abwickeln? Zumindestens ab und zu? Also ich fürchte, bei mir ist das häufiger an der Tagesordnung als mir lieb ist. Und so manchesmal hadere ich mit mir, denn auch wenn ich dann in letzter Minute noch alles gebacken kriege, wäre es ja auch mal schön, das ganze ein wenig stressfreier zu haben.

Doch was muss ich da lesen? Hermann Rühle bietet in seinem Buch Die Kunst der Improvisation einen Gedanken ganz anderer Art dazu an. [weiterlesen: Warum Hudeln auch mal die beste Lösung sein kann]

November 2007

Wie voll ist Ihre Schale…?

Das Sinnbild der Schale ist der Kern der Psychopädie. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Lebens- und Seelenschulung um mit sich selbst und anderen liebevoll umgehen zu lernen. Vom Entwickler Dr. Derbolowsky ist diese Richtung der praktischen Psychologie im christlichen Glauben verankert.

Doch auch wer mit dem kirchlichen Gedankengut nicht besonders konform geht, wird mit dem Bild der drei Schalen etwas anfangen können. Lassen Sie uns das Bild durchgehen: [weiterlesen: Wie voll ist Ihre Schale…?]

Novemer 2006

Ins Gespräch kommen – Akquise als Nebenprodukt effektiven Netzwerkens

Wenn es um Dienstleister geht, zu denen ich auch gehöre, heißt die eigene Leistung verkaufen können in erster Linie sich selbst verkaufen können. Und ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, mir persönlich ist das “sich selbst anpreisen” eher schwer gefallen. Denn schnell ist die Grenze zur Aufdringlichkeit überschritten, was man vielleicht von manchen “Haustürvertretern” oder Verkäuferinnen in Geschäften erlebt hat.

Wie also kann ich potentielle Kunden am besten von meiner Leistung überzeugen? [weiterlesen: Ins Gespräch kommen – Akquise als Nebenprodukt effektiven Netzwerkens]

November 2005

Was zum Nachdenken….

In einem der letzten Bücher, das ich gelesen hab, ist mir ein Zitat aufgefallen, das ich sehr prägnant finde:

Erfolg ist eine Folgeerscheinung, niemals darf er zum Ziel werden. Gustave Flaubert

Das ist eines dieser Zitate, bei denen ich das Gefühl hab, sie sind irgendwie lästig, wie Krümel im Bett. Denn es pickst und irgendwie passt es mir nicht so wirklich und doch muss ich drüber nachdenken. Welche Fragen ich dann am interessantesten für mich fand: [weiterlesen: Was zum Nachdenken…]

Krümel im Bett Folge 8: Wie wäre es, wenn Sie die beste Version Ihrer selbst wären?

Ein Gedanke, der mich immer mal wieder umtreibt. Nicht loslässt. Ein mentaler Krümel im Bett:

Bin ich die beste Version meiner selbst?

Um an dieser Stelle gleich den Leistungsfanatikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, nein, es geht nicht darum, der oder die Beste im Vergleich mit anderen zu sein. Das ist völlig am Ziel vorbei. Es geht um die beste Version von Ihnen selbst.

Bildquelle: Hans Heindl / pixelio.de

Was ich damit meine?

Nun, das ist einfach erklärt.

  • Wie oft reagieren wir in Situationen ungeduldig und harsch auf unsere Mitmenschen, obwohl wir auch anders könnten?
  • Wieso steigen wir immer wieder auf die gleichen Streitereien ein, die wir gefühlte 5.489x mit unseren Partnern schon durchexerziert haben?
  • Wieso scheint uns pünktliches Erledigen von Aufgaben nur unter Druck zu gelingen und schütten damit immer wieder den selben Druck- und Stresscocktail in uns aus?

Welche Version von uns sind wir in diesen Situationen? Wenn ich dabei an mich denke, geht es mir bestimmt nicht anders als Ihnen wahrscheinlich auch. Die beste Version von uns selbst sieht wohl anders aus.

Wieso eigentlich? Wieso verdonnern wir uns selbst zu dieser haarsträubenden Variante von ‘täglich grüßt das Murmeltier’?

Eine Antwort darauf kann sein, dass wir oft erst mitbekommen, dass wir das gleiche Programm wie immer abspulen, wenn der Zug schon voll in Fahrt ist. Wir kriegen es oft nicht bewusst mit, wenn wir diesen gewohnten Weg nehmen. Und einen fahrenden Zug aufzuhalten, ist nun wirklich keine leichte Übung…

Die andere Antwort darauf ist, dass eine gewohnte Reaktion bequem ist und uns keine Anstrengung im Sinne von mentaler Kontrolle abverlangt. Auch wenn die gewohnten Gefühle, die mit der gewohnten Reaktion einhergehen nicht unbedingt positiv sind.

Wenn wir am Ende verärgert, genervt, frustriert, gestresst sind, haben wir damit unsere gewohnten Empfindungen ausgelöst und uns sozusagen in unserem “so bin ich” bestätigt. Was sich in einem perversen Sinn richtig anfühlt, weil eben gewohnt.

Was tun?

Der erste Schritt die beste Version von sich selbst zu werden, ist in die Beobachterrolle zu gehen. Und das am besten in zweierlei Hinsicht.

Zum einen zu beobachten, ohne es zu kommentieren und werten, was da genau Ihnen passiert, wenn Sie merken, dass Sie ein gewohntes Muster abspulen. Was für Gedanken tauchen da in Ihnen auf? Welche Körperemfindungen? Nehmen Sie es aus der Distanz wahr.

Unter dem Motto: “Aha, das denke ich also bevor ich grantig werde…” Werden Sie zu Ihrem Detektiv, der beobachtet und sichtbar macht, was da in Ihnen vorgeht.

Die andere Beobachterrolle kann darin bestehen, Menschen bewusst wahrzunehmen, die in diesen für uns kritischen Situationen souverän, gelassen und vielleicht sogar völlig gegenteilig von uns reagieren.

Schauen Sie dort genau hin. Was machen diese Menschen anders? Wenn Sie die Gelegenheitheit haben, sprechen Sie sie darauf an, mit der Bitte erfahren zu dürfen, welche Gedanken sie in ihrem Inneren haben, wenn sie diese Situation angehen.

Bauen Sie sich ein für Sie passenden Rollenmodell auf. Sie suchen sich einen oder mehrere Menschen, die ein Verhalten zeigen, dass sie selbst gern hätten und schauen genau hin, was Sie daran gut finden. Denken Sie über diese anderen Handlungen und inneren Haltungen nach.

Sammeln Sie all das zusammen, wie der bereits erwähnte Detektiv, der Ihnen seinen Bericht vorlegt.

  • Was für Gedanken,
  • welche inneren Haltungen,
  • was für eine Grundemotion,
  • welche Formulierungen,
  • welche Körperhaltung braucht es für die beste Version Ihrer Selbst?

Und dann testen Sie all dies im Kopf. Spielen Sie die Situationen mental durch. Mit Ihren neu gewonnenen Erkenntnissen. Gehen Sie bewusst in eine Experimentierphase.

Das mentale Probieren ist stets die Vorbereitung auf das Reale. Je intensiver wir unseren Geist auf die beste Version unserer selbst fokussieren, umso größer ist die Chance des Gelingens.

Bleiben Sie auch zukünftig in der Rolle des Beobachters, Ihrem Detektiv. Nehmen Sie wahr, wie es Ihnen geht, wenn Sie das Neue in der Wirklichkeit anwenden.

Nehmen Sie wahr, was sich tut. Auch in Ihrem Gefühlshaushalt. Etwas Neues, das wir tun, beschert uns nicht unbedingt ein gutes Gefühl.

Wir mögen grundsätzlich keine ungewohnten Situationen und Verhaltensweisen, weil damit Ungewissheit und Unsicherheit zusammenhängen. Doch wie mein alter Mathelehrer immer schon meinte: “Von einfach hat auch keiner was gesagt….”

Und so mag uns das Erreichen der besten Version unserer selbst mühselig und unbefriedigend erscheinen. Doch tatsächlich ist es so, dass Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit die beste Version von uns selbst zum Vorschein bringen wird.

Sei die Veränderung, die du im Leben sehen willst.
(Mahatma Gandhi)

Wo wären Sie gern die beste Version Ihrer selbst?

Alles im Leben ist vergänglich

Das ist etwas, was wir oft nicht wahrhaben wollen. Dass unser Leben vergänglich ist. Allerheiligen erinnert uns am heutigen Tag daran. Wir gedenken der Menschen, die nicht mehr unter uns weilen. Für die Vergänglichkeit nun die Ewigkeit bedeutet.

Wie können wir in unser Leben die Vergänglichkeit integrieren? Und was haben wir davon?

Ein indianisches Sprichwort sagt: “Reise langsam, sonst kommt deine Seele nicht mehr hinterher”

Und wenn ich mir unser normales, hektisches, gehetztes Leben so ansehe, dann reisen wir wohl viel zu oft zu schnell. Vergänglichkeit anzunehmen bedeutet, dass ich den Moment, den ich gerade erlebe, auch wirklich erlebe.

Bildquelle: Aka / pixelio.de

Wie oft fürchten wir schon am Beginn eines schönes Erlebnisses, dass es bald zu Ende sein könnte. Wie oft trauern wir Vergangenem hinterher, statt dass wir uns daran erfreuen, es erlebt haben zu dürfen. Wieso sind wir so viel öfter auf der Sollseite unseres Lebens als auf der Habenseite?

Was bringt uns dazu, unsere Verluste so riesig zu machen, dass unsere Gewinne darunter verschwinden? Fast so als ob das Schöne, Gute, Wahre, dass wir hatten, nie existiert hätte. Gefällt es uns wirklich besser in Wehmut zu versinken? Ist das etwas, was wir ohne Probleme nach außen zeigen können? Erscheint es uns fast obszön, zu frohlocken, weil wir soviel Gutes hatten, weil wir diese Momente des Glücks wahrhaft erlebt haben?

Stünde es uns nicht besser zu Gesicht, das Wunderbare unserer Erinnerungen zu zelebrieren, den Moment des jetzigen Erlebens aufgrund seiner Vergänglichkeit als wertvollstes Geschenk zu schätzen? Uns daran zu erfreuen, dass es jetzt so ist. Jetzt. Ohne Gedanken an den Zeitpunkt, an dem es Vergangenheit sein wird.

Ich glaube nicht, dass es etwas gibt, dass wir mehr bedauern, als nicht mehr Zeit mit den Menschen verbracht zu haben, die wir geliebt haben und die von dieser Erde gegangen sind. Wie wäre es, wenn wir heute damit anfangen, die Momente mit unseren Lieben wieder viel mehr wahrzunehmen? Das Glück in jeder Zelle zu spüren wie Sektperlen in einem Glas, wenn wir sie um uns haben.

Auch wenn es uns nicht gefällt, ist die Vergänglichkeit von der Moment der Geburt an in unser Leben eingebaut. Wir können keinen Moment zurückholen, rückgängig machen, neu gestalten. Den einzigen Moment, den wir gestalten und wahrnehmen können, ist der, den Sie gerade erleben. Und die Frage ist stets, wie Sie ihn erleben.

Die Vergänglichkeit kann unser größter Lehrer sein. Sie macht uns demütig dem großen Geheimnis des Lebens gegenüber. Lassen Sie sich auf diesen Gedanken ein. Schmecken Sie ihn. Spüren Sie nach, was da in Ihnen aufsteigt und welche Gedanken sich Ihnen zeigen.

Die Zeit auf Erden ist uns gegeben als Geschenk. Niemand von uns weiß, wann sich seine eigene Vergänglichkeit erfüllen wird. Doch so lange wir jeden Tag wieder neu erwachen, ist es uns geschenkt. Erfreuen Sie sich an diesem Geschenk. Das ist das was Sie tun können. Jeden Tag wieder.

In unserer Vergänglichkeit liegt unser Lebendigsein verborgen.

So erfahren Sie die andere Seite der Vergänglichkeit. Sie spüren Ihre Lebendigkeit. Sie leben. In Ihnen zeigt sich das Wunder jeden Tag. Und das sind Sie. Ein Wunder. Jede(r) von uns. Wir alle.

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