New Challenge: Blogger goes Fastenzeit

Bald ist es wieder soweit und die Fastenzeit beginnt. Meiner Erfahrung nach nutzen sie in unserer heutigen Zeit jedoch die wenigsten, um tatsächlich zu fasten oder sonstigen Verzicht zu üben. Es ist eine Tradition, die in der Kirche verankert und vielleicht auch daher wenig “in” ist. Mir ist jedoch in letzter Zeit der Gedanke nicht aus dem Kopf gegangen, dass es uns bestimmt gut tut, wenn wir eine bestimmte Zeitspanne eine bewusste Verzichtsentscheidung treffen. Völlig unabhängig von jeglichem kirchlichen/gläubigen Zusammenhang.

Eher im Sinne eines bewussteren Lebens. Uns selbst eine Zeitspanne darauf zu fokussieren, welcher Verzicht uns gut tun kann. Ob es dabei um Weglassen von Genussmitteln wie Süßigkeiten, Alkohol oder Nikotin geht. Oder auch Überstunden wegzulassen, die uns auf Dauer nur Kraft und Energie rauben. Morgens etwas eher aufstehen, um auf Hetze zu verzichten. Fernsehen einzuschränken oder auch den Umgang mit anderen Medien wie Internet zu minimieren. Für die Dauer von 7 Wochen auf Einkäufe wie modische Kleidung, Kosmetika u.a. zu verzichten. Kaffeekonsum einschränken oder auch mal 7 Wochen tatsächlich kein Fleisch zu essen.

Letztlich eignen sich diese 7 Wochen wunderbar, eine schlechte Gewohnheit probeweise abzulegen und eine gute Gewohnheit einzuüben. Bewusst den Fokus auf das Trainieren von guten Gewohnheiten zu legen. Jeden Tag Sonne tanken, 10 Minuten-Spaziergänge in den Tag zu integrieren und vieles, vieles mehr.

Wer sich so etwas vornimmt, ist oft anfangs sehr motiviert und voller Eifer dabei. Nach einer Weile kann es sich jedoch einschleichen, dass es schwerer fällt, den selbstgewählten Verzicht zu leisten und der tägliche Stress einem das Gefühl gibt, jetzt brauche ich aber mal was, was mir gut tut und schwupps, ist es schon vorbei mit den guten Vorsätzen. Und genauso kann es uns ergehen mit dem Einüben von guten Gewohnheiten, die nur zu oft von uns selbst torpediert werden.

Leichter wird es, wenn man sich mit anderen zusammentut, sich durch das Vorbild von MitstreiterInnen anspornen lässt und Motivation von vielerlei Seiten bekommt. Verzicht ist für niemanden leicht, sonst wäre es kein Verzicht. Und dauerhafte Gewohnheitsänderungen bedürfen eines regelmäßigen Trainings. Doch die gute Nachricht ist, dass es sich tatsächlich leichter durchhalten und dranbleiben lässt, wenn man weiß, man ist nicht allein, sondern anderen geht es ähnlich und wir sitzen im gleichen Boot.

Deshalb möchte ich euch zu einer ganz besonderen Challenge einladen:

Wir alle können Unterstützung brauchen und wenn es dann noch etwas spielerisch wird, macht es doch gleich viel mehr Spaß. Damit der Anreiz erhöht wird, gibt es deswegen für alle die mitmachen, um 7 Wochen lang ihr ganz persönliches Ziel zu erreichen, Amazongutscheine zu gewinnen.

Da ich glaube, die meisten von uns sind in der glücklichen Lage, nicht auf jeden Cent angewiesen zu sein, möchte ich das ganze mit einer Spendenaktion für das SOS-Kinderdorf in der Oberpfalz verknüpfen. Denn ich denke, wir sind uns alle bewusst, dass die Zukunft unserer Welt nur so gut funktionieren kann, wie es uns möglich ist, unsere Kinder zu unterstützen. Und diejenigen, die keine guten Startbedingungen bekommen haben, unserer Hilfe bedürfen.

Wie funktioniert’s?

* Alle, die mitmachen möchten, schreiben bitte einen Kommentar hier unter den Beitrag.

* Dann bekommt ihr von mir per eMail eine Bankverbindung auf die ihr euer Startgeld überweisen könnt. Von diesem Startgeld fließen 50 % in die Spendensammlung und 50 % sind für die Gewinne reserviert. Das Startgeld beträgt Minimum 10 €. Wer gern mehr geben möchte (damit steigt natürlich das Spenden- wie auch das Gewinngeld) ist herzlich dazu eingeladen.

* Entscheidet euch für euer ganz persönliches Fastenziel bzw. welche neue Gewohnheit ihr einüben möchtet. Schreibt einen Beitrag dazu in eurem Blog, warum ihr euch für euer Ziel entschieden habt und verlinkt auf diesen Artikel. (Wer keinen Blog hat und trotzdem mitmachen möchte, schreibt mir einfach eine eMail mit dem Text und ich veröffentliche ihn dann hier bei mir.) Bitte auch gern in facebook und twitter auf die Aktion hinweisen, denn je mehr wir werden, umso mehr Spaß macht es! Für Twitter ist das Hashtag #bgf (Blogger goes Fastenzeit) gedacht.

* Sobald das Geld eingetroffen ist, seid ihr mit dabei und bekommt ab Aschermittwoch Zugang zu einer gemeinsamen Datei, die bei google abgelegt ist, die uns als gemeinsame Tracking-Liste dienen wird. In dieser tragt bitte in kurzen Worten euer persönliches Fastenziel in der dafür vorgesehen Spalte ein.

* Letzter Stichtag ist der Aschermittwoch, 9. März 2011, an diesem muss das Geld eingegangen sein. Damit seid ihr auch bei der Verlosung mit dabei. Alle diejenigen, die danach trotzdem noch mitmachen möchten, können dies selbstverständlich tun. Das Startgeld fließt dann komplett in die Spendensammlung. Bei der Verlosung sind sie aus Fairnessgründen nicht dabei.

* Um für Transparenz zu sorgen, wird es eine Liste geben, die euren Namen (oder ein von euch gewähltes Pseudonym) enthält und wann das Geld eingegangen ist. Dazu wird der Durchschnittsbetrag pro TeilnehmerIn und die Gesamtsumme angezeigt.

* In dem gemeinsamen Tracking-Dokument könnt ihr dann ab Aschermittwoch für jeden Tag ein “x” machen, an dem ihr euer Ziel eingehalten habt. Natürlich könntet ihr hier schummeln, doch ganz ehrlich, das liegt zum einen in eurer Verantwortung und zum zweiten bin ich davon überzeugt, dass ihr alle so fair seid und mitmacht, weil ihr es tatsächlich für euch schaffen wollt. Das trau ich euch einfach mal zu 🙂

* Ihr seht in diesem gemeinsamen Dokument auch alle anderen die mitmachen und ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen, dass es tatsächlich sehr motivierend ist, die Kreuzchenreihe komplett zu halten, wenn es viele andere auch schaffen.

* Es wird jeden Sonntag einen Zwischenstandsbericht hier im Blog geben und natürlich ist es ganz wunderbar, wenn ihr ebenfalls über eure Erfahrungen berichtet.

* Die Challenge Blogger goes Fastenzeit ist mit Ablauf des Karsamstag, 23. April 2011, vorbei und dann werden am Ostersonntag unter allen, die bis Aschermittwoch überwiesen hatten, die Gewinne verlost. Sollten mehr wie 25 € Gewinngeld zusammenkommen (was ich doch schwer hoffe 🙂 wird es mehrere Gutscheine mit mindestens 25 € geben, so dass sich die Chancen auf einen Gewinn umso mehr erhöhen, je mehr mitmachen.

* Wenn wir einen Spendenbetrag von über 250 € zusammenkriegen, werde ich den Scheck persönlich im SOS-Kinderdorf übergeben und lade euch herzlich ein, mit dabei zu sein!

Also, dann lasst es uns angehen! Seid mit dabei und tut euch was Gutes. Ich freu mich auf unsere gemeinsamen Zeit!

Zwei Wege zum Glück

In den letzten Jahren sind wir von Glücksratgebern nur so überschwemmt worden. So viele Hinweise und Tipps, wo wir das Glück finden können. Für viele Menschen gleicht die Jagd nach dem Glück einer Gralssuche und sie verzweifeln manches mal an der so scheinbar ausweglosen Situation von Fremdbestimmung in ihrem Leben. Ergeben sich einem fatalistischen Denken, doch nichts ändern zu können und in Ermangelung einer Perspektive wird die Zeit als sich stets wiederholende Gleichförmigkeit empfunden. Und täglich grüßt das Murmeltier…

Bildquelle: gartenzaun2009 @flickr

Puh, wahrlich keine schönen Aussichten. Und doch glaube ich, dass Menschen etwas an ihrem gefühlten Glückspegel ändern können. Ermutigend ist da die Erkenntnis aus der Forschung, die Sonja Lyuobomirsky in ihrem Buch “Glücklich sein. Warum Sie es in der Hand haben, zufrieden zu leben” postuliert: Ein Teil unseres Glücksempfindens ist uns tatsächlich angeboren. Etwa 50% sind genetisch bedingt und weitere 10% sind unserem Lebensumfeld und -umständen geschuldet. Doch das bedeutet, dass wir es trotz allem zu 40 % selbst in der Hand haben, Glück für uns greifbar und erlebbar zu machen.

Dass es hierzu keine Geheimrezepte gibt, die für alle gelten, ist auch inzwischen klar geworden. Eher vielleicht manche Lebenshaltungen die wir alle einnehmen können, haben die Kraft unser Glücksempfinden zu beeinflussen. Dazu gehört zum Beispiel die Achtsamkeit. Dieser Begriff begegnet Ihnen in meinen Texten immer wieder und ich persönlich halte die Fähigkeit achtsam leben zu können, als eine der wichtigsten, die wir erlernen und pflegen sollten. Sie lässt uns zum einen in uns selbst anwesend sein, uns spüren und wir verankern uns dadurch in der Gegenwart. Im Hier und Jetzt.

Lyuobomirsky bietet einen äußerst aufschlussreichen Test in ihrem Buch, der einen mit Hilfe mehrerer Fragen zu verschiedenen Lebensstrategien führt. Denn was für den einen funktioniert, wie ein Danke-Tagebuch schreiben, bringt dem anderen weniger. Diesen unterschiedsbezogenen Ansatz fand ich schon mal sehr hilfreich.

In einem weiteren faszinierenden Buch “Die neue Psychologie der Zeit” von Philip Zimbardo und John Boyd (den Tipp habe ich meinem Kollegen Stefan List zu verdanken) erfahren wir, dass wir verschiedene Zeitperspektiven haben können. Je nach dem, was in unserer Kindheit für Erlebnisse vorherrschten werden wir eher an eine positive oder negative Vergangenheit denken, die Gegenwart eher fatalistisch resignierend oder im anderen Extrem absolut hedonistisch (nur dem jetzigen Vergnügen verschrieben) betrachten und entweder eine hohe Zukunftsorientierung oder eine niedrige haben.

Jeder Mensch hat aufgrund seiner persönlichen Geschichte eine gewisse Präferenz für eine oder zwei dieser Zeitperspektiven. Es ist wahrlich aufschlussreich, sich durch den Fragebogen zu arbeiten und die Ergebnisse mit seiner bevorzugten Denkweise zu vergleichen.

Menschen mit einer hohen Zukunftsorientierung sind sehr daran interessiert Pläne zu machen, sorgen für ihr Alter vor und sind insgesamt Macher. Menschen mit einer ausgeprägten hedonistischen Gegenwartsperspektive mögen Pläne im Gegenteil gar nicht und sind äußerst spontan und der Mittelpunkt jeder Party. Dafür auch meist eher unzuverlässig. Und wer eine positive Vergangenheitsperspektive hat, ist meist stabil in Familien eingebunden, schätzt Traditionen und fühlt sich in seinem sozialen Netz gut aufgehoben. Dagegen wirkt sich eine negative Vergangenheitsperspektive auch in einem weitaus negativeren Denken für die Gegenwart und Zukunft aus. Denn wer schon von vornherein schlechte Erlebnisse fokussiert, kann wohl kaum positives erwarten.

Interessanterweise lassen sich die 12 verschiedenen Strategien von Lyuobormirsky alle einer Zeitperspektive zuordnen. Auch daran ist abzulesen, wie uns unser Denken über Zeit beeinflusst. Der Trick besteht nun darin, sich zu üben, positivere Zeitperspektiven einzunehmen. Und wie vieles lässt sich auch das tatsächlich trainieren und damit unser gefühltes Glück vergrößern. Denken Sie an die o.g. 40 % die wir selbst beeinflussen können. Wir sind also keineswegs einem schlechten Lebensgefühl ausgeliefert. Für die detaillierteren Übungen möchte ich Sie gern auf beide Bücher verweisen. Sie werden darin bestimmt etwas finden, dass Sie anspricht.

Einen Hinweis möchte ich Ihnen jedoch nicht vorenthalten. Im Buch von Zimbardo wird der Dalai Lama zitiert, der auch den am wenigsten Erleuchteten unter uns Mut macht. Er empfiehlt ab sofort zwei einfache Techniken in der Haltung gegenüber dem Leben umzusetzen:

  1. Erkennen Sie, was Sie in Ihrem Leben glücklich macht und widmen Sie diesem mehr Zeit.
  2. Erkennen Sie, was Sie in Ihrem Leben unglücklich macht und verbringen Sie weniger Zeit damit.

Das liest und hört sich einfacher an, als es ist. Hier zählt auch Beharrlichkeit und Geduld. Wenn Sie sich diese schenken bei Ihrer Erkenntnissuche, erwartet Sie ein weitaus entspannteres Lebensgefühl, mehr Gelassenheit und innere Heiterkeit. Und da dies doch wahrhaftig erstrebenswerte Empfindungen sind, lassen Sie uns keine Zeit verlieren und uns achtsam werden lassen. Gehen Sie doch spontan den Antworten auf diese Fragen nach:

  • Mit welchen Menschen empfinde ich mein Leben heller und auch ich bin glücklicher?
  • Mit welchen Menschen ist es genau das Gegenteil?

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  • An welche, für mich, glücklichen Situationen erinnere ich mich gern und was genau macht mich daran glücklich? Wie kann ich davon mehr in meine Gegenwart integrieren?

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  • Welche Aktivitäten machen mich froh? Wie kann ich davon regelmäßig mehr davon in mein Leben packen?

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  • Welche Erlebnisse/Situationen machen mich immer wieder unglücklich? Was genau daran?
  • Wie kann ich dazu beitragen, dass diese Situationen weniger werden bzw. die Qualität sich ändert?

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  • Was muss passieren, damit ich mich rundum wohl fühle und was kann ich dazu beitragen?

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  • Wenn ich etwas in meinem Leben ändern könnte, was mich unglücklich macht, was wäre das?

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  • Wenn ich in mein Leben etwas hineinwünschen könnte, was mich glücklich macht, was wäre das und was kann ich dazu beitragen?

Beginnen Sie doch einfach mal eine Weile Ihre Antworten auf diese Fragen zu sammeln. In einem kleinen Büchlein möglicherweise? Gehen Sie bewusster durch Ihren Tag und stellen sich diese Fragen immer wieder mal. Vielleicht mögen Sie ein Abendritual daraus machen oder eine Wochenrückschau. Achten Sie auf Kleinigkeiten. Alles was Sie berührt. Ihr Innerstes zu klingen bringt. Oder Sie fragen sich abends einfach nur:  Was hat mich heute glücklich gemacht und was hat mich unglücklich gemacht?

Und wenn Sie eine Weile gesammelt haben, werden Sie feststellen, dass Sie eine ziemlich genaue Landkarte geschaffen haben, wie Ihr ganz persönliches Glück beschaffen ist. Sollten Sie sich diese Fragen in einem Jahr wieder stellen, werden Sie möglicherweise andere Antworten geben, denn das ist das letzte Geheimnis des Glücks: es kann sich ändern, was wir als Glück empfinden. Das ist auch gut so, denn das bedeutet, dass wir immer noch wachsen und offen für neue Erfahrungen bleiben.

Was macht Sie glücklich? Ich freue mich darauf, Ihre Antworten lesen zu dürfen.

Alles neu macht der Februar!

Endlich, endlich ist es soweit. Meine Webseite hat ein neues Gewand bekommen! Nicht nur das Design, sondern auch die Bereiche haben sich verändert und es finden sich nun die drei Hauptthemen fein säuberlich geordnet:

  • Wissensmanagement und Kaizen
  • Social Media und Netzwerke
  • Frauenwelt

Vor allem der letzte Punkt ist eine Neuerung in der WissensAgentur. Nachdem ich schon so viele Jahre in der Frauenförderung tätig bin – ob als Gründungsberaterin, Mentorin und Netzwerkgründerin – wird es Zeit, diesem Thema einen eigenen Raum zu geben.

In der Rubrik Termine finden sich alle offenen Seminare und Vorträge, die über die WissensAgentur angeboten werden. Gehen Sie doch einfach mal stöbern.

Und wer mich gern bei einer anderen Gelegenheit mal treffen möchte, kann in meinem on tour Kalender nachschauen, wo ich grad zu finden bin. Einfach eine eMail schreiben oder einen Tweet schicken an @wissensagentur und ich freu mich, wenn sich ein spontanes Zusammentreffen ergibt.

So und jetzt kommt mein riesengroßes Dankeschön an die beiden Menschen, ohne die es diese Webseite nicht geben würde:

  • Die beste aller Designerinnen, Claudia Schramm, die immer genau versteht, was ich sagen will, wenn ich es selbst nicht mal erklären kann 🙂 Sie hat dieses geniale und wunderschöne Layout entworfen, von dem ich nur hoffen kann, dass es Ihnen genauso gut gefällt wie mir!
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  • Der beste aller Webmaster, Martin Unverdorben, der eine Engelsgeduld mit meinen endlosen Fragen hat. Sich immer Zeit nimmt, wenn mal was klemmt und so zuverlässig und vertrauenswürdig ist, wie man es sich nur wünschen kann!

DANKE an euch beide!!!

Und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Stöbern auf der Seite und bitte gern kommentieren, wie das neue Design gefällt!