Monat der Dankbarkeit Tag 30: das Leben und ein Wunsch

Heute ist der 30. Tag meines Dankbarkeitsmonats.

Am letzten Tag dieses Monats möchte ich meine Dankbarkeit dem größten zum Ausdruck bringen, dass es für mich gibt: dem Leben.

Es ist für mich nicht selbstverständlich, dass ich jeden Tag aufwache und wieder 24 Stunden geschenkt bekomme. Ich hab in meinem Leben schon des öfteren erfahren, wie nah der Tod in unserem Leben stets ist. Es ist uns nicht gegeben, zu wissen, wann wir von dieser Erde gehen werden und jeder Tag den ich in Unfrieden mit mir und der Welt die mich umgibt verbringe ist ein Tag zuviel.

Ich weiß, dass uns diese Achtsamkeit während unseres stressigen Alltags schnell abhanden kommt und wir einen großen Teil unseres Lebens nicht wirklich anwesend verbringen. Doch wenn ich mir eines wünschen darf, dann das, dass dieser Monat der Dankbarkeit bei allen die er erreicht hat, dieses Gefühl der Achtsamkeit wieder erweckt hat. Wir öfter als bisher inne halten und uns wahrnehmen, das Leben in uns spüren und die Freude darüber, dass wir hier sind. An diesem Ort, mit diesen Menschen, in unserem Leben.

Sich auf diese Gedanken einzulassen, lässt ehrfürchtig werden. Denn eines ist sicher, unser Leben wird ein Ende habe, es ist nicht unendlich. Und wir sollten es zu unserer tiefen, geliebten Verpflichtung machen, es jeden Tag wieder zu ehren. Dankbar zu sein für unser Leben. Das kostbarste, das wir haben.

Ich weiß nicht, ob Sie schon mal einen Menschen verloren haben, wenn ja, dann wissen Sie um dieses Gefühl, das einen zerreißt. Dieses Wissen, dass dieser Mensch nicht mehr ins Leben zurückkehren wird, dieser Körper nicht mehr auferstehen wird, sondern er für uns gegangen ist. Unwiederbringlich.

Ob wir dagegen ankämpfen oder nicht, dies ist das letzte Geheimnis des Lebens, was wir nicht lüften werden. Dass der Tod im Augenblick unserer Geburt bereits auf uns wartet.

Wir können unserem Leben nicht mehr Stunden geben, doch unseren Stunden mehr Leben.

Das wünsche ich Ihnen, wenn Sie nun den letzten Monat des Jahres beginnen. Spüren Sie sich leben, fühlen Sie die Dankbarkeit die in uns aufsteigt und erfreuen sich an jeder Stunde die Sie hier auf Erden weilen dürfen.

Vielen Dank an euch alle, die ihr mitgelesen, mitkommentiert und mit mir diesen Monat der Dankbarkeit mit Leben gefüllt habt. Es war mir eine Freude und ich wünsche euch eine gesegnete Adventszeit.

Monat der Dankbarkeit Tag 29: Komplimente

Heute ist der 29. Tag meines Dankbarkeitsmonats.

Wie schnell dieser Monat doch ins Land gegangen ist. Heute ist bereits der vorletzte Tag und ich bin voller Freude über all die Dinge, die mir während des Schreibens wieder präsent geworden sind.

Diesen Beitrag möchte ich einem Kompliment widmen, das ich vor zwei Tagen nach einem Firmenworkshop erhalten habe. Der IT-Leiter des Unternehmens sagte zum Abschluss seines Fazits: “Ich wusste, dass dieses Seminar richtig gut wird, denn ich kenn dich ja von früheren Workshops und du hast so ein positives Grundrauschen.

Seine Worte haben mich sehr berührt, ich spürte wie mein Herz aufging und ich gar nichts sagen konnte. Nahm es voller Dankbarkeit an und verwahrte es als Geschenk.

Und genau so sollten wir mit Komplimenten umgehen. Denn derjenige der uns etwas nettes sagt, hat es verdient, dass wir es nicht klein machen, weil es uns schwerfällt das Gesagte anzunehmen, sondern uns mit einem schlichten “Danke, wie nett von dir/Ihnen. Ich freu mich darüber.” erkenntlich zu zeigen.

Ein Kompliment bedingt auch nicht, dass wir sofort nach etwas suchen, dass wir zurückgeben können. Nein, es einfach annehmen, wirken zu lassen, sich darüber freuen, dankbarsein, das macht Schenker und Beschenker vollständig. Denn das Wort Kompliment geht in seiner ursprünglichen Bedeutung auf ‘complere’ zurück. Was mit ‘erfüllen, ausfüllen, vollständig machen‘ gleichgesetzt wird.

Was das konkret heißt, kann wohl jeder nachvollziehen, der schon mal jemanden ein Kompliment gemacht hat, wie ‘ein wirklich schönes Kleid, was du da heute trägst‘ und darauf eine Antwort wie ‘ach, das ist doch schon so alt‘ bekommen hat. Was passiert in dem Moment? Auf Seiten des Beschenkten wird das Kompliment nicht wirklich angenommen und damit fühlt sich der Schenker wie betrogen und klein gemacht.

Was dazu führt, dass Menschen immer weniger Komplimente machen, denn niemand steht gern mit Scherben in der Hand da. Also lautet die Devise ganz einfach beim nächsten Kompliment bewusst die Dankbarkeit spüren und ausdrücken.

Und ich freu mich weiter an meinem ‘positiven Grundrauschen‘ 🙂

DANKE

Über welches Kompliment hat ihr euch richtig gefreut und seid dafür dankbar?

Monat der Dankbarkeit Tag 28 Talente: Und ihr so…?

Heute ist der 28. Tag meines Dankbarkeitsmonats. In dieser Woche habe ich meinen Fokus auf eigene Talente und schöpferische Kräfte gelegt, denen ich dankbar bin.

Es ist wieder Sonntag und es ist an euch. Ich weiß, dass es nicht so einfach ist, über sich selbst zu sagen, ‘ich kann das und das gut‘. Doch heute und hier habt ihr die hochoffizielle Erlaubnis all das auszusprechen, was ihr an euch selbst mögt. Welche Talente und Fähigkeiten schätzt ihr an euch? In was seid ihr richtig gut? Erzählt uns davon, macht euch selbst die Freude, großzügig über euch zu sprechen. Es wird euch gut tun und es darf sein.

Hier wieder als Stups meine Beitragsthemen dieser Woche mit dem Thema Talente und schöpferischen Kräften denen ich dankbar bin.

  • lesen, lesen, lesen – Welche eurer Fähigkeit löst Dankbarkeit in euch aus?
  • reden, vortragen, referieren – Für welches Talent in eurem Leben seid ihr besonders dankbar?
  • schreiben, kritzeln, texten – Welchen schöpferischen Kräften seid ihr in Dankbarkeit verbunden?
  • handarbeiten – Welche eurer handwerklichen Fertigkeiten lassen euch dankbar werden?
  • improvisieren – Für welche eurer Eigenarten seid ihr besonders dankbar?
  • erklären und lehren – Was macht euch so richtig Spaß und lässt euch dankbar sein?

Und ihr so…?

Monat der Dankbarkeit Tag 27 Talente: erklären und lehren

Heute ist der 27. Tag meines Dankbarkeitsmonats. In dieser Woche möchte ich meinen Fokus auf eigene Talente und schöpferische Kräfte legen, denen ich dankbar bin.

Heute möchte ich gern zu meinen Wurzeln zurück. Zum Lehren. In diesem Blog hab ich immer wieder mal darüber geschrieben, dass es mir sehr am Herzen liegt, Wissen so zu vermitteln, dass es keine bittere Pille ist sondern ein Stärkungsmittel.

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Und ich glaube, das kann ich. Angefangen hat das schon im Kindergarten. Da kam das allerdings noch nicht so positiv an, wenn ich kleiner Stöpsel gescheit daher geredet hab…

Doch bereits in der Schule hat sich das Blatt gewendet. Ich selbst hatte meist keine Lust zum Lernen, so hab ich immer anderen erklärt, was ich selbst lernen musste. Hat funktioniert. Erstaunlicherweise. Und so hab ich über mich ziemlich früh erfahren, dass ich das mit dem Lehren irgendwie drauf hab. In der Berufsschule hab ich dann schon Lerngruppen gegründet, hab Klassenkameraden durch die Prüfungen geschleift (manchmal auch mit anderen Hilfestellungen unterstützt, doch das sage ich jetzt mal nur ganz leise 😉

Und so bin ich in meine Rolle als Lehrerin quasi wie von selbst hineingewachsen. Wenn mich damals jemand gefragt hat, was ich mal werden will, hatte ich immer im Kopf, am liebsten würd ich mein Leben lang in die Schule gehen. Nicht dass ich jetzt der volle Streber gewesen wäre und nur super Noten gehabt hätte, beileibe nicht, doch mir machte es einfach so viel Spaß immer wieder Neues zu erfahren.

Dabei hab ich auch gelernt, wie ich mir Wissen verschaffen kann, wie ich sinnvoll recherchiere, wie ich Details und Fakten mir selbst aufbereiten muss etc. Im Prinzip habe ich gelernt zu lernen und hab das Lernen nie wirklich anstrengend empfunden sondern als spannendes Spiel.

Vielleicht fällt es mir deshalb so leicht, anderen Menschen komplizierte Dinge einfach zu erklären. Denn für mich war immer klar, es ist alles erklärbar. Ich liebe es in Bildern und Metaphern Schwieriges greifbar zu machen. Und es funktioniert. Darüber bin ich unheimlich froh und dankbar. Diese Gabe haben zu dürfen.

DANKE

Was können Sie besonders gut, wofür Sie dankbar sind?