Nachlese zum Treffen des Passauer XING-Netzwerkes im Baumkronenweg

Unser letztes Treffen des Passauer XING-Netzwerkes war gleichzeitig unser erstes family-event. Und damit auch für die Kids was geboten war, hatten wir uns für den Baumkronenweg in Kopfing entschieden. Wer mal in die Gegend kommt, sollte sich das ganze unbedingt ansehen. Es hat schon was, in dieser Höhe wirklich durch die Baumwipfel zu spazieren. Mich hat das auf jeden Fall sehr beeindruckt.

Als witzige Anekdote wird uns als dabeigewesenen bestimmt die geballte “Steffi”-Power in Erinnerung bleiben 🙂 Davon waren gleich drei dabei. Ich kann nur sagen, mir hat der Tag (trotz Hexenschuss…) viel Spaß gemacht und es war schön, mal ganze Familien dabei zu haben. Machen wir bestimmt mal wieder. Und alle, die gern mal die Fotos ansehen wollen, können sich gern hier durchklicken.

Rezension: Die Kunst, loszulassen – Enterprise 2.0

Enterprise2.0 ist eines dieser Schlagwörter, die sich so wunderbar anhören und keiner zugibt, dass er keine Ahnung hat, was das eigentlich heißen soll. Dem wird jetzt Abhilfe geschaffen mit dem Buch Die Kunst loszulassen.

Darin sind Fachbeiträge von bekannten Autoren und Unternehmen versammelt, die jeweils andere Facetten des Web2.0 im Wirtschaftsleben beleuchten. Die Liste reicht von Don Tapscott, Willms Buhse, David Weinberger u.a. Was mich an dem Buch besonders begeistert hat, sind die Fallstudien in denen der Weg ins Web2.0 über all seine Hürden und Chancen beschrieben wird.

Im Kapitel Enterprise2.0 Learning by Doing von Sören Stamer (Core Media) lässt sich gut nachverfolgen, wie es denn nun funktionieren kann. Ein Zitat daraus, das den Ausgangsgedanken gut illustriert:

Der größte Hemmschuh auf dem Weg zu besseren und überlebensfähigeren Unternehmen ist unser weit verbreiteter und tiefsitzender Glaube an hierarchische Strukturen, ausgefeilte Prozesse und weitsichtige Entscheider sowie unsere fehlende Vorstellungskraft, dass ein Erfolg auch mit alternativen, nicht für denkbar gehaltenen Organisationsmodellen möglich ist.

Es geht im Kern immer um Selbstorganisation in Unternehmen. Je höher dieser Grad entwickelt ist, um so schneller und aktiver lässt sich auf Eventualitäten und Änderungen reagieren, Innovationen anstoßen und umsetzen.

Ein Umdenken ist dazu erforderlich. Vor allem bei der Führungsebene. Denn Web2.0 lebt vom eingebunden sein, selbst organisieren, einbringen, entwickeln. Was ich dazu sehr beeindruckend fand war das selbstkritische Statement von Sören Stamer zu diesem Thema:

Recht schnell erkannte ich, dass ich selbst der Schlüssel dazu bin. Wenn ich mein Unternehmen weiterentwickeln will, muss ich mich zunächst selbst weiterentwickeln. Ich musste an meiner Persönlichkeit arbeiten.

Daran lässt sich schon wunderbar ablesen, dass es bei Enterprise2.0 nicht um tolle Tools geht, die sich einführen lassen, sondern es tatsächlich eine Entwicklung der Menschen im Unternehmen ist. Dass es dabei nicht so reibungslos zugeht, ist wohl leicht vorstellbar. Auch bei CoreMedia war nicht alles Gold was glänzt. Es ist harte Arbeit, das Abteilungsdenken aufzubrechen, wirkliche Teamarbeit begreifbar und erlebbar machen. Manche Menschen stoßen dabei an ihre Grenzen und haben ihre Schwierigkeiten damit mit den Hierarchien auch (vermeintliche) Machtverhältnisse zu Gunsten des großen Ganzen aufzugeben.

Auf der Kundenseite bietet das “neue Web” eine unendliche Vielfalt die eigenen Wünsche ins Produkt einzubringen, zu gestalten, mitzubestimmen. Das sich dadurch für das Unternehmen ganze Designabteilungen quasi auslagern lassen, berichtet uns das Kapitel Interaktive Wertschöpfung. Threadless macht in T-Shirts, salopp ausgedrückt. Es werden jedoch nur die T-Shirts wirklich hergestellt, die von den Kunden am höchsten bewertet werden und sehr häufig machen Designs von Kunden selbst das Rennen. Letztlich ist Threadless eine gigantische Kommunikationsplattform auf der die Kunden großen Anteil am aktuellen Verlauf haben. Geprägt von Vertrauen auf beiden Seiten. Faszinierende Unternehmensstory.

Don Tapscott nimmt uns im Kapitel Mit Enterprise 2.0 gewinnen mit auf eine Reise zum Thema Kollaboration. Diese neue Zusammenarbeit betrifft nicht nur Mitarbeiter untereinander und mit Kunden, sondern auch die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Und er spricht das neue Paradigma der Offenheit an. Das ist oft eine schwere Kost für Unternehmenslenker, da sie ihre Felle davon schwimmen sehen, Angst haben die Kontrolle aus der Hand zu geben und sich nicht in die neue Denke einfinden (wollen). Das alles bedingt ein Überdenken der Unternehmensstrategie. Am besten mit Mitarbeitern und Kunden zusammen.

Eine überaus interessante Fallstudie liefert Craig Cmehil im Kapitel SAP: Der Aufbau von Communities im Unternehmen. Er beschreibt unter der Überschrift ein Praxisratgeber für einen Community-Evangelisten seinen Weg funktionierende Communities aufzubauen und zu nützlichen Werkzeugen zu entwickeln. Sehr kurzweilig und lehrreich.

Das war eine Auswahl der verschiedenen Fachbeiträge die Sie in diesem Buch erwarten. Von mir bekommt es 5 Sterne, da es die Thematik durch fundierte Texte von vielen Seiten beleuchtet und die Abwechslung zwischen Case Studies und fachlichen Abhandlungen bietet. Der Titel die Kunst loszulassen weißt schon darauf hin, dass neue Zeiten neues Denken erfordert. Doch wie spannend und abwechslungsreich es dann werden kann, zeigen uns die Artikel im Buch. Dass ich die Gelegenheit hatte, das Buch bereits vor dem Erscheinen zu lesen, hat mich ganz besonders gefreut und jetzt wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Politik und das Internet – eine Nachlese zum Vortrag bei der FES

Am 2. August 2008 fand die kommunalpolitische Sommerakademie der Friedrich Ebert Stiftung (FES) in Parsberg statt. Und ich hatte die Freude am Samstag zum Thema Internet und Politik einen Praxisvortrag halten zu können. Wir haben uns inhaltlich auf Politikblogs konzentriert und uns angesehen wie so etwas funktionieren kann. Und auch einen Blick über den großen Teich geworfen wie der aktuelle Vor-Wahlkampf in den USA von den social communities und Vernetzungsmöglichkeiten über das Internet beeinflusst wird. Mag das manchen eine Nummer zu groß erscheinen, gibt es doch vieles was sich für unsere Zwecke adaptieren lässt.

In der Vorbereitung habe ich viel gelesen und manche Studie gewälzt. Wer sich für dieses Thema interessiert, dem soll dieser Blogbeitrag als Hilfestellung dienen. Vor allem als Linksammlung (die gern durch Kommentare ergänzt werden kann) um sich einen Überblick zu verschaffen.

  • Studien
  • Der Einsatz von Dialogkommunikation im US-Vorwahlkampf 2007/ 2008
    Diese Studie von pro dialog mit etwas sperrigem Titel zeigt auf, wie in Amerika die Möglichkeiten vor allem des Web2.0 im Sinne einer großen Community-Macht genutzt werden kann. Vor allem superaktuell, Juni 2008 veröffentlicht worden.
  • Moderne Wahlkampfkommunikation in Deutschland
    Hätten Sie gedacht, dass sich bereits 25 % der Deutschen über das Internet zu politischen Themen informieren? Das ist schon eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass eben vor allem bei uns das Internet noch gar nicht wirklich von PolitikerInnen entdeckt worden ist. Von diesen 25 % entfällt der Löwenanteil auf die 18 bis 34jährigen. Und der größte Anteil zählt zu den Hochschulabsolventen und Abiturienten. Diese und weitere Informationen finden sich in der Studie von pro dialog.
  • Moderner Wahlkampf und politisches Marketing am Beispiel der Präsidentschaftswahlen 2007 in Frankreich
    Diese Studie find ich superinteressant zu lesen. In Frankreich wurde 2007 erstmal ein regelrechter Internetwahlkampf geführt. Alle Informationen dazu lassen sich hier nachlesen. Auch diese Studie ist von pro dialog.
  • Politikblogs
  • Linkliste
    Das ist Teil meiner del.icio.us Sammlung und es gilt am besten zu stöbern, zu lesen und sich einfach mal durchzuklicken. Es sind im Moment 53 Blogs aller Coleur und nicht nur aus Deutschland. Es sind wenige gute dabei – finde ich persönlich – die wirklich Info bieten und viele andere dabei, die ziemlich flach und ohne großen Mehrwert daherkommen. Doch wie schon gesagt, selber gucken.
  • Politiktwitter
  • Linkliste
    Da wird es nun ziemlich düster. Zumindest was ich so gefunden habe. Doch wie schon weiter oben angedacht, weitere Beispiele bitte über einen Kommentar oder gleich per del.icio.us posten, dann ergänze ich die Liste.
  • Politik und Wikis
  • Linkliste
    Auch in diesem Bereich gibt es nur sehr wenig Beispiele. Wer noch was kennt, immer her damit.

Vortrag: Web2.0 – Freie Software und Tools aus dem Internet

Ein Thema das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Vor allem, wenn ich immer wieder erlebe, wie sehr die Möglichkeiten des Web2.0 die tägliche Arbeit erleichtern können. Und die Fülle an Tools ist inzwischen unglaublich. Daher auch dieser Vortrag, den wir bestimmt regelmäßig durch ein update immer wieder mit neuen spannenden Anwendungen anfüllen werden. Vielleicht sehen wir uns ja, ich freue mich schon auf Sie!

Web2.0 ist in aller Munde. Doch was hab ich als „normaler“ Internetnutzer davon?

Praxisnahe Möglichkeiten und Vorteile, die sich z. B. in kostenlosen kleinen Helfern wie Software und Online-Diensten zeigen, werden Sie bei diesem Exclusiv-Vortrag live im Internet erleben.

Nutzen Sie diese günstige Gelegenheit und Sie erhalten in 1 ½ Stunden jede Menge an nützlichen Informationen für einen Schnupperpreis von nur 10 €!

Und Sie bekommen alles, was Sie an dem Abend sehen, kostenfrei zum bequemen Nachsurfen in Ihre Mailbox geliefert.

Holen Sie sich Ihr persönliches Update und erleichtern sich Ihre tägliche Arbeit. Alle Detailinformationen finden Sie hier.

Wann:
Donnerstag 21. August

Wo:
Weisses Haus der Hacker Feinmechanik in Offenberg – Anfahrtsskizze

Anmeldung:
Information und Anmeldeformular

Investition:
10,00 € inkl. MWst.