Jahresabschluss – Die große Lebens-Inventur

kalender.jpgWer im letzten Jahr schon mit dabei war, kennt das Ritual bereits:

Die große Lebens-Inventur

Und zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, ist dafür eine gute Zeit. Sie finden hier die Anleitung dazu. Die Idee stammt von Vera F. Birkenbihl und ist für mich jedes Jahr wieder eine Bereicherung. Hier finden Sie den Beitrag dazu aus dem letzten Jahr.

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Für wen diese Möglichkeit das Jahr zu beschließen, neu ist, dem kann ich nur empfehlen es einmal auszuprobieren. Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe und lassen Sie mit Hilfe der Fragen das Jahr Revue passieren. Wertvolle Hinweise verbergen sich im Vergleich der jetzigen Ziele mit denen des vergangenen Jahres.

Was hat sich verändert, was ist gleich geblieben und wohin geht nun der Fokus?

Wer dieses Ritual seit einigen Jahren macht, wird interessante Strömungen feststellen. Manche Ziele haben sich wie von selbst erreichen lassen, manche haben sich direkt in Luft aufgelöst und manche sind unerreicht geblieben. Da es hier nicht um eine Abrechnung im Sinne einer Bilanz geht, sondern um ein Wahrnehmen dessen was IST, können Sie mit einem wohlwollenden Blick auf Ihr Jahr Veränderungen wie auch Stagnationen wichtige Erkenntnisse gewinnen.

Wenn Ihnen beispielsweise auffällt, dass Sie auch in diesem Jahr Ziel XY wieder nicht oder nur zu einem kleinen Teil erreicht haben, dann versuchen Sie doch einmal eine andere Reaktion darauf als sonst. In den meisten Fällen gefällt es uns nicht besonders, wenn wir etwas nicht erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben und es macht sich schnell ein Gefühl des Versagens breit. Wie wäre es denn, wenn Sie sich dafür dankbar wären?

Hört sich verrückt an? Das stimmt. Doch probieren Sie es doch einmal aus. Dazu ein Beispiel, das sich als sehr aufschlussreich erwiesen hat:

Seit Jahren hadert jemand, den ich sehr gut kenne, mit ihrer Disziplinlosigkeit. Und damit meine ich z.B. die Tendenz, Dinge zwar anzufangen und dann nicht zu beenden oder Routinen schleifen zu lassen, häufig viel zu spät mit der Bearbeitung von Projekten anzufangen usw. Die Liste könnte noch eine ganze Weile fortgesetzet werden. Und daher ist dieses Thema meist auch bei der Jahresinventur dabei.

Dieses Jahr haben wir den Spieß einfach mal umgedreht und sie hat sich bei sich selbst für ihre Disziplinlosigkeit bedankt. Und das war das beste was sie machen konnte. Denn interessanterweise war ihr im nächsten Moment klar, dass sie dadurch ihre Freiheit und Eigenständigkeit bewahrt hat. Dieses Gefühl ist für sie sehr wichtig und elementar und es hat sich daher meistens durchgesetzt. Woher dieser tiefe Wunsch stammt lassen wir mal völlig außen vor. Denn es geht doch um HEUTE und Veränderungen die JETZT möglich sind.

Im Anschluss an diese Erkenntnis war klar, dass das Annehmen der Disziplinlosigkeit mit dem Wissen des Freiheitsschutzes, eine große Stärke ist und sie nun nicht mehr gegen sich selbst ankämpfen muss.

Denn eine Eigenschaft in uns zu überwinden suchen, heißt auch immer, sie nicht anzunehmen und ihre positive Absicht nicht wertzuschätzen. Und wir wissen doch, kein Mensch macht etwas umsonst.

Also machen Sie doch dieses Jahr eine Ausnahme und anstelle dessen, dass Sie sich für nicht erreichtes selbst schimpfen, sich als tendenzieller Looser fühlen, seien Sie sich dafür dankbar. Tauchen Sie in dieses Gefühl ein und lassen sich davon überraschen, was für Gedanken in Ihnen nach oben steigen.

Arbeiten Sie mit diesen Gedanken und betrachten Sie sie als Geschenk. Sie werden dadurch Ihren inneren Triebfedern und Werten näher kommen. Und wenn Sie diese klarer vor Augen haben und wissen, was das eigentliche Ziel dahinter ist, können Sie auch beginnen positive Veränderungen zu leben. Denn Sie werden niemals etwas gegen Ihr Innerstes durchsetzen. Machen Sie es dagegen zu Ihrem Verbündeten und seien Sie für Ihre innere Weisheit dankbar. Wenn Sie auch manches mal in einem seltsamen Gewand erscheinen mag.

Über Ihre Gedanken und Erfahrungen dazu freue ich mich und wünsche Ihnen viele wertvolle Erkenntnisse über sich selbst.

Weihnachten mal anders gesehen…

Nachdem ich heute noch – auf den letzten Drücker – meine Weihnachts-eMail-Post verschickt hatte, dachte ich darüber nach, welchen Weihnachtsbeitrag ich denn in meinem Blog schreiben könnte. Natürlich gingen mir viele hochgeistigste Gedanken 🙂 durch den Kopf, dieses Zitat, jene Botschaft, darüber lohnt es sich nachzudenken usw. usw. usw.

Doch ganz ehrlich, manchmal hab sogar ich keine Lust mehr, noch mehr zu reflektieren, ja das gibt es tatsächlich 🙂

Und daher kam mir eine Weihnachtskarte, die in meinem Postkasten gelandet ist, gerade recht. Ich musste herzlich lachen und vielleicht geht es ja Ihnen ähnlich. An dieser Stelle vielen Dank an Hubert Gerauer, meinen Steuerberater, der mir dies mit einem lieben Weihnachtsgruß geschickt hat.

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In diesem Sinne lasst uns fröhlich sein und lachen, denn dazu ist Weihnachten eigentlich gedacht! Es ist nämlich ein Fest der Freude und nicht der Hektik, des Stresses, der fünftausend noch zu erledigenden Sachen, der ‘hab ich an alle gedacht-Gedanken’ und des völlig erschöpft seins.

Dann lassen Sie uns den Aufschwung genießen, den freie Zeit und liebe Menschen uns schenken können. Alles Gute für Sie in diesen Tagen.

Lesefutter – Folge 4

Jetzt geht’s langsam aber sicher in den Endspurt. Haben Sie schon alle Geschenke zusammen? Haben Sie auch an sich selbst gedacht? Wenn Sie gern lesen und/oder Bücher verschenken, habe ich ein paar Ideen für Sie zusammengetragen.

Die komplette Empfehlungsliste finden Sie hier. Und die heutige Ausgabe des Lesefutters ist eine kunterbunte Mischung aus Sachbüchern und Belletristik. Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung für Sie dabei.

Viel Spaß beim Stöbern!

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powerpoint.jpgErzählen statt aufzählen – Cliff Atkinson

Endlich kein Tod durch PowerPoint mehr. Wenn Sie des öfteren Präsentationen halten und sie nach neuen Ansätzen der Aufbereitung suchen, werden Sie von diesem Buch absolut begeistert sein. Es vereint die Technik der Drehbuchschreiberei (übrigens basierend auf Aristoteles Poetik!) mit der modernen Multimediawelt.

Erreichen Sie Ihre Ziele mit einer guten Story, in die Ihre Argumente eingebaut sind. Verdichten Sie diese zu einem Spannungsbogen, der Ihre ZuhörerInnen wirklich erreicht. Ein weiteres positives Merkmal an dieser Art der Präsentationsvorbereitung ist, dass sie keinesfalls auf PowerPoint beschränkt ist.Selbstverständlich bekommen Sie im 2. Teil des Buches viele praktische Hinweise zum Umsetzen im Programm (auch Tricks für Könner sind dabei), doch Sie sind darauf keineswegs festgelegt. Für jede Art von Rede/Vortrag u.ä. können Sie diese Vorbereitung nutzen. Mir hat sie schon vielerlei Dienste erwiesen.

Aufgrund des großen Interesses bei Vorträgen zu diesem Thema gibt es im Januar einen Workshop dazu. Alle Details finden Sie hier und dazu noch das Anmeldeformular.

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bas-kast.jpgWie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft – Bas Kast

Der Kopf ist schon eine wunderbare Sache, doch er ist nicht immer der beste Ratgeber. Die Erfahrung werden Sie auch schon gemacht haben, dass Ihr Bauchgefühl ein wichtiger Gradmesser ist. Bas Kast geht diesem Phänomen auf der ganzen Welt nach und hat in seinem Buch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengetragen.

Es ist überaus verblüffend sich mit ihm auf diese Reise zu begeben. Sie können z.B. mit einem Bildertest eine Ahnung davon bekommen, ob Sie denn wirklich so leben, wie sie es im Inneren empfinden. Oder welche Möglichkeiten schon getestet werden um das nicht gelebte “Genie-Potential” in uns anzuzapfen. Mich hat das Buch sehr fasziniert und durch den flüssigen Schreibstil macht es richtig Spaß zu lesen.

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das-damliche-geschlecht.jpgDas dämliche Geschlecht – Barbara Bierach

Das Buch hat den Untertitel ‘Warum es kaum Frauen im Management gibt’. Als es auf den Markt kam, schlugen die Wellen hoch und die Diskussionen hatten vielfach einen äußerst entrüsteten Unterton. Die Autorin stellt in ihrem Buch die These auf, dass Frauen schon selbst schuld sind, wenn sie nicht Karriere machen, aufsteigen und Erfolg haben. Und schmecken kann einem diese Speise anfangs wahrlich nicht. Doch da sie selbst als Wirtschaftsjournalistin gewohnt ist, ordentlich zu recherchieren werden die provokanten Punkte mit vielerlei Zahlen und Material untermauert.

Für mich hat sich während des Lesens der Blick doch sehr gewandelt. Wenn man feststellt, dass Deutschland wohl innerhalb der EU im Bereich der Frauen in Führungspositionen ein Entwicklungslandniveau besitzt und man in diesem Buch die Gründe um die Ohren gehauen bekommt, lässt sich ehrlicherweise nicht mehr viel dagegen sagen. Dann heißt es sich an die eigene Nase fassen. Sich selbst um die eigene Altersversorgung kümmern, das Zickengehabe und den Konkurrenzneid auf andere Frauen ablegen, sich lernen endlich gegenseitig zu unterstützen und vieles mehr. Da ist noch viel zu tun.

Wenn auch Sie mal einen anderen Blickwinkel zu diesem Thema bekommen möchten, kann ich Ihnen dieses Buch sehr empfehlen. Sie können es ja auch, wie ich anfangs…, als völlige Skeptikerin beginnen zu lesen, mit dem inneren Ansinnen, dies als Schwachsinn zu entlarven und sich dann Seite für Seite vom Gegenteil überzeugen lassen.

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alle-wollen-was-von-mir.jpgAlle wollen was von mir – na und? – Jo Ann Larsen

Dieses Buch werden Sie als Frau lieben. Es hat den netten Untertitel ‘Ein Wegweiser durch den täglichen Wahnsinn im Leben einer Frau‘. Ich hab während des Lesens immer wieder laut lachen müssen und dachte nur, oh mein Gott, woher weiß diese Frau, was mir immer so alles passiert...

Dazu vielleicht ein kleiner Auszug aus den ersten Seiten, damit Sie eine Ahnung bekommen und sich vielleicht gleich ein kleines Stück wiederfinden:

Schließlich ist die Frau von heute gewöhnlich eine erschöpfte Frau. Vielen können sich mit jener überarbeiteten Frau identifizieren, die an einem Friedhof vorbeikommt und zu ihrem Erstaunen eine innere Stimme flüstern hört: “Na, das ist aber mal ein leichter Job – einfach so herumliegen.”

Die erschöpfte Frau kümmert sich um alle, nur nicht um sich selbst. Ist der Druck da, dann gibt sie alle Aktiviätten auf, die ihr “Selbst” gut halten könnten – Schlaf, Sport, vernünftige Mahlzeiten, ja sogar Entspannung.

In den verschiedenen Kapiteln des Buches werden typische, kulturell bestimmte Reaktionen und Verhaltensweisen von Frauen beschrieben, die zur Erschöpfung ihrer Energie und Ressourcen führen. Des weiteren geht es um die Wachstumsentwicklung, der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung von Frauen und der Festigung des Selbst.

Um Ihnen die Zielrichtung des Buches mit einer Metapher daraus nochmal vor Augen zu führen:

Frauen von heute gleichen so oft dem Gärtner, der wässert und Unkraut jätet, aber vergißt, an der Rose zu riechen. Das Riechen der Rose passt so schwer in unseren Zeitplan.

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

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ps-ich-liebe-dich.jpgP.S. Ich liebe Dich – Cecelia Ahern

Von diesem Buch haben Sie vielleicht schon gehört und haben es vielleicht auch schon gelesen. Der Titel und die Berichte in den Medien verführen dazu, es unter Kitsch und leichte Romanlektüre abzuhaken. Doch das ist es keineswegs.

In dem Buch geht es um Holly die ihren geliebten Mann durch eine Krankheit verliert. Sie hat keine Ahnung wie es weitergehen soll und auch ihre Freunde haben es schwer zu ihr durchzudringen. Ein Packen Briefe, den ihre Mutter ihr eines Tages gibt, reißt sie aus ihrer Lethargie heraus. Gerry, ihr verstorbener Mann hat ihr Briefe hinterlassen. Kurze Briefe, einen für jeden Monat. Und in jedem Monat gibt es eine Aufgabe für sie.

Was diese Aufgaben sind und wie sie Holly nach und nach wieder ins Leben zurückführen ist eine wunderbare Geschichte, die Cecelia Ahern da erzählt. Sie schreibt über Freundschaft und was der Kern dessen ist, was Leben heißt. Es ist auch ein Buch über Trauer und die Zeit, in denen es keine Auswege zu geben scheint. All dies findet sich hier wieder. Lesen Sie es, Sie werden etwas finden, das Sie mitnehmen können.

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Fragen Komma Gute 2007 – Alexandra Graßler

fragen-komma-gute-2007.jpgWenn Ihnen die Beiträge aus meinem Blog gefallen und Sie sie gern in Buchform zum Nachlesen und/oder Verschenken haben möchten, dann habe ich gute Neuigkeiten für Sie. Ab sofort gibt es die neueste Ausgabe “Fragen Komma Gute – Ausgabe 2007.

Dort finden Sie alle Texte versammelt, die zum Nachdenken anregen sollen und Ihnen mit Hilfe von Fragen neue Wege aufzeigen können. Lassen Sie sich inspirieren und anregen. An dieser Stelle noch vielen Dank an Claudia für die Titelidee.

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Mein Weg zum Wohlfühlgewicht – Peter Faulstich

faulstich.jpgMenschen die mich kennen, wissen, dass ich nun gar nichts mit Kochen am Hut habe – hatte, genauer gesagt. Denn dieses Buch hat mich in die Küche gezerrt. Und das ist bei mir schon fast so etwas wie das 8. Weltwunder 🙂

In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit den Autor, Peter Faulstich, persönlich kennenzulernen. Innerhalb einer Lehrküche hat er einige der Speisen aus dem Buch live vorgekocht, viel dazu erklärt und wir durften uns hinterher den Bauch vollschlagen. Es war einfach nur köstlich. Die Gerichte sind alle superlecker und tun dem Körper sehr gut. Das Prinzip der vegetarischen Vollwerternährung das dahinter steht, kann ich nur jedem empfehlen. Auch wenn man nicht abnehmen, sondern sich “nur” gesund ernähren möchte.

Doch das Buch kann noch viel mehr. Es baut auf der Kneipp’schen Lehre auf und befasst sich nicht nur mit dem Kochen an sich, sondern geht auch auf viele andere Aspekte ein, die mit dem Thema Essen und Übergewicht zu tun haben. Sie bekommen zahlreiche, praktisch anzuwendende Hilfen um sich dem Thema zu nähern.

Der Rezeptteil umfasst über 200 Rezepte von Brotaufstrichen, Salaten aller Art, verschiedenste Hauptgerichte, Suppen und was für Schleckermäulchen ist auch dabei. Die Gerichte sind so gestaltet, dass sie jederzeit noch etwas anderes für die nächsten Tage daraus machen können. Es gibt tolle Ideen für Berufstätige und – das ist vor allem für mich wichtig – die meisten Gerichte gehen superschnell. Dann bleibt mir nur noch Ihnen “Guten Appetit” zu wünschen!