Hinweis in eigener Sache: Die WissensAgentur zieht um

package.jpgSo, es ist soweit: Dieses Wochenende ist die heiße Phase vom Umzug. Ab morgen gibt es ein neues Domizil für mich und meine WissensAgentur:

Wolfakirchen 60a
94542 Haarbach

Auch das Telefon ändert sich: 0 85 35 / 91 28 81

Die nächsten 14 Tage werden interessant, da ja DSL leider nicht so schnell beim Umziehen ist. Vor allem wenn Telefonanschluss und DSL von unterschiedlichen Anbietern stammen. Da ist das Warten dann quasi die gerechte Strafe…

Von daher werd ich entweder wieder auf ein altes Modem zwischenzeitlich umsteigen müssen oder Internet- und Maildiät halten. Mal schauen, wie das so wird. Froh bin ich auf jeden Fall, wenn alles wieder so funktioniert wie es soll.

Wenn ich auf Mails in den nächsten 2 Wochen nicht gleich antworten sollte, dann kann das gut damit zusammenhängen.

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein frohes Pfingstfest und geruhsame Tage.

Bowling alone – Das Phänomen des sich selbst isolierenden Menschens

bowling.jpgGerade habe ich mir den letzten Teil der Serie Z wie Zukunft von 3sat angesehen. Das Thema war “Die Zukunft unserer Zivilgesellschaft”.

Die Dokumentation hat mich von Anfang gefesselt wie auch erschüttert. Die Tendenz in unserer Gesellschaft geht zu einem sich selbst isolierenden Menschen. Dafür wurde bereits inzwischen ein Begriff geprägt: Bowling alone

Bildquelle: 3sat

Immer mehr Menschen machen vieles für sich allein, haben immer weniger Freunde und zeigen kein bürgerliches Engagement mehr z. B. im Sinne von Ehrenamt. Wie in vielen wirtschaftlichen Entwicklungen ist auch hier Japan der absolute Vorreiter. Vor allem Jugendliche sind dort betroffen die ein gestörtes bis kein Sozialleben mehr haben, was bis dahin führt, dass sie das Haus nicht mehr verlassen.

Doch wir brauchen uns keineswegs zurücklehnen, denn auch in Europa nimmt das soziale Kapital immer mehr ab. Die wirtschaftliche Anschauung führt zu einem Streben nach Erfolg, das allzu häufig die Gemeinschaft aus dem Blick verliert. Wer einmal aus dem Tritt gerät, kommt schnell unter die Räder und verliert oftmals als erstes sein so vermeintlich stabiles soziales Netz. Man könnte fast meinen, dass so etwas wie Arbeitslosigkeit ansteckend ist, um es einmal überspitzt zu formulieren.

Und wer in der täglichen Tretmühle steckt, seine Reputation ausbauen und damit seine wirtschaftlichen Erfolgschancen, hat immer öfter keinen Nerv sich mit Menschen zu beschäftigen die nicht mithalten können.

Doch wo wird uns das hinführen?

Inzwischen stehen psychische Erkrankungen an oberster Stelle der Gründe für Berufsunfähigkeit. Sollte uns das nicht zu denken geben? Sind wir zu beschäftigt um füreinander dazusein? Es ist nachgewiesenermaßen leichter sich seine psychische Stabilität zu bewahren, wenn ein stabiles soziales Netz besteht. Dieses kann einiges von dem psychischen Druck, der auf uns im Arbeitsleben lastet, auffangen.

Doch was, wenn dieses Netz immer mehr Lücken aufweist? Meist macht man sich erst dann Gedanken über dieses Thema, wenn man darauf angewiesen ist. Quasi nach dem alten Sprichwort “in der Not kennst du deine Freunde”. Und wenn’s dann soweit ist und man steht allein da? Dann kann es ganz schön eng werden.

In letzter Zeit führe ich immer wieder Gespräche, die um dieses Thema kreisen. Man stellt irgendwann fest, dass der Freundeskreis immer kleiner wird. Die Gemeinschaft um einen herum weniger und weniger wird. Häufig wird dann die Frage nach dem Warum gestellt. Ich frag dann meistens zurück: “Was machst du denn dafür, dass es sich ändert?” Die Antworten darauf lassen sich kurz gesagt verdichten zu “hab zuwenig Zeit, was soll ich noch alles tun, hab soviel am Hals usw.”

Tja, da war sie wieder die fehlende Zeit. Oder besser gesagt, Zeit ist ja immer gleich viel vorhanden, sie wird nur anderweitig verwendet. Oder noch anders gesagt, bei meiner Entscheidung sie zu verwenden werden andere Interessen als das soziale Kapital höher gewichtet. Man könnte nun einwenden, dass es ja Sachzwänge gibt, Situationen die man halt nicht beeinflussen könnte usw. Nun gut, wer so denkt, entscheidet sich häufig dafür wirtschaftlichen Erfolg (dazu gehört auch Anerkennungserfolg) über die Stärkung von sozialen Bindungen zu stellen, denn Sachzwänge gibt es nicht.

Mir ist bewusst, dass ich mich damit weit aus dem Fenster lehne, doch wenn ich Sie aufrütteln kann darüber nachzudenken, dann hat es sich schon gelohnt.

Denn wer starke soziale Bindungen hat, ist belastbarer und schafft es konfliktreiche Situationen besser zu bewältigen. Die eigene Identität wird durch das Miteinander gefördert und nicht verwässert. Und das fördert die Fähigkeit für sich selbst und andere einzustehen.

Die meisten LeserInnen kennen meine Vorlieben für Fragen. Ich hätte hier wieder ein paar für Sie und bin schon neugierig auf Ihre Antworten. Gern als Kommentar.

Was investieren Sie konkret in Ihr Sozialkapital?

  • Welche Kontakte pflegen Sie regelmäßig?
  • Welche Ehrenämter üben Sie aus oder welche Bereiche würden Sie dazu interessieren?

Wieviel Zeit wenden Sie für die Stabilisierung Ihrer sozialer Bindungen auf?

  • Treffen Sie sich wöchentlich oder monatlich mit Ihrem Freundeskreis?
  • Planen Sie Unternehmungen, Tagesausflüge, Feiern o.ä. regelmäßig mit Ihrem Freundeskreis?
  • Nehmen Sie sich Zeit für intensive Gespräch in Ihrer Partnerschaft?
  • Wissen Sie wem aus Ihrem Freundeskreis es gut geht und wem weniger?

Wenn Sie Mitarbeiter haben:

  • Wie fördern Sie das soziale Engagement in Ihrem Unternehmen?
  • Was können Sie ab sofort tun, um innerhalb der Firma das soziale Gefüge als stabiles Netz zu etablieren?

Workshop: Organisation im täglichen Wahnsinn

In Zusammenarbeit mit dem Edutainment-Center – Herrn Kirsch – startet am 26. Juni der Workshop: “Wie ich die Dinge erledigt kriege – Organisation im täglichen Wahnsinn”

Um was geht’s:
Kurz gesagt um Methoden den vollgestopften Arbeitsalltag mit seinen 500.000 Kleinigkeiten und größeren Anforderungen systematisch in den Griff zu kriegen. Dadurch den Kopf freizubekommen für die wesentlichen Dinge und keine Zeit mehr zu verschwenden.

Alle inhaltlichen Angaben zum Ablauf finden Sie in der Workshopbeschreibung. Und wer gern teilnehmen möchte, kann sich über dieses Formular anmelden.

Es wird mit Sicherheit wieder ein hochinteressanter und lebendiger Workshop. Und durch die limitierte Teilnehmerzahl ist intensives Arbeiten möglich. Die Plätze sind erfahrungsgemäß immer schnell ausgebucht. Also nix wie ran 🙂

Lesefutter der Woche – Folge 1

In dieser Rubrik möchte ich Ihnen in loser Folge Bücher vorstellen, die ich persönlich als wertvoll erfahren habe.

Die Gespräche am Büchertisch meiner Vorträge zeigen mir immer wieder, dass ich noch nicht die einzige bin, die das geschriebene Wort zwischen zwei Buchdeckeln sehr schätzt. 🙂

Die Themenauswahl ist meistens kunterbunt und spiegelt meine Wochenausbeute wieder:

Wachstumsstrategien für Solo- und Kleinunternehmer – Monika Birkner

Wachsstumsstrategien.jpgHier finden Einzelunternehmer sofort umsetzbare Ideen für ein kleines Business. Für mich ist der Kerngedanke des Buches die Entwicklung eines Geschäftsmodells. Weg vom “Safari-Denken” wie die Autorin so schön titelt. Damit meint sie das Nachjagen des Einzelauftrages ohne das Gesamtgefüge zu fokussieren. Wie sich nun ein funktionierendes Modell entwickeln lässt und welche Leistungsvarianten sich daraus ermöglichen finden Sie ebenso darin wie interessante Interviews mit anderen Einzelkämpfern die sich ebenfalls auf diesem Weg befinden.

Das Erste-Hilfe-Handbuch für Kleinunternehmen und Selbständige – Sabine Smentek und Dörte Behrmann

Erste Hilfe Kleinunternehmen.jpgWer als Einzel-Selbständige(r) unterwegs ist, hat häufig ein nicht allzu großes Finanzpolster. Vor allem am Beginn der Selbständigkeit geht’s oft grad so rundum. Wenn dann auch noch Auftragslücken und Zahlungsausfälle dazu kommen, kann es ganz schnell bergab gehen. Doch das muss nicht das Ende sein. Die beiden Autorinnen haben viel Erfahrung in der Beratung von Krisensituationen und bieten handfeste Hilfe an. Sie erfahren in diesem Buch wie Sie einen Überlebensplan aufstellen und welche Schritte nacheinander zu tun sind. Mein Tipp ist auch, das Buch schon mal quasi prophylaktisch zu lesen. Dann lassen sich bereit frühzeitig die eigenen Strategien für den Ernstfall überprüfen.

Wiki – Zusammenarbeit im Netz – Andres Streiff

Wiki.jpgEin kleines Büchlein mit hohem Nutzwert. Wer sich für die praktische Umsetzung von Wikis im Unterricht, der Lehre o. ä. Umfeld interessiert findet hier einen praktischen Ratgeber. Der Autor ist selbst Lehrer und Erwachsenenbildner und führt mit einem Praxisbeispiel in die Welt des Wikis ein. Wer möchte kann über einen beiligenden Gutschein ein 1.000 Seiten-Wiki pfannefertig (hübscher Ausdruck 🙂 gratis für 9 Monate eingerichtet bekommen.

Der blaue Ozean als Strategie – W. Chan Kim und Renée Mauborgne

blaue Ozean.jpgNachdem mir der Titel dieses Buches in letzter Zeit immer wieder untergekommen ist, dachte ich ‘na gut, du willst gelesen werden, so sei es’. Und was soll ich sagen, es hat mich begeistert. Die Autoren haben durch Analyse von vielen, vielen Unternehmen, ihren Unterschieden in Strategie und Erfolg eine Meta-Strategie entwickelt, die sie Blue Ocean Strategy nennen. Ein blauer Ozean ist ein neuer Markt, den sich ein Unternehmen schaffen kann um damit Konkurrenz- und Preiskämpfen elegant aus dem Weg zu gehen. Das wäre jetzt noch nicht wirklich was neues, doch die Art und Weise das eigene Business zu hinterfragen, in Alternativbranchen nach adaptierbaren Lösungen zu suchen und sich auf die Gemeinsamkeiten der Kunden zu konzentrieren und nicht auf ihre Unterschiede macht dieses Buch in meinen Augen sehr wertvoll. Ein leicht anwendbares Schema ermöglicht sofort an die Arbeit zu gehen und es ist ganz verblüffend in welch kurzer Zeit sich bisher nicht berücksichtigte Möglichkeiten auftun. Probieren Sie es selbst.

Open-Source-Werkzeuge für e-Trainings – Kornelia Maier-Häfele und Hartmut Häfele

e-Trainings.jpgSelten hat mich ein Buch über Software gleich von Anfang dermaßen begeistert wie dieses hier. Sie finden darin eine klare und ausführlichste Übersicht zum eLearning mit Open-Source-Werkzeugen. Das Buch stellt im ersten Teil die verschiedensten Möglichkeiten vor, gibt Empfehlungen mit Praxiseinsatzbeispielen und detaillierten Anforderungskatalogen. Man merkt, dass das Autorenpaar viel Erfahrung hat und beide ihren Beruf lieben. Zum Inhalt: Chat-Werkzeuge, C3MS, CMS, Foren-Werkzeuge, Fotogalerie-Werkzeuge, Groupware, Lernplattformen, News-Aggregatoren, Weblog-Werkzeuge, Whiteboard-Werkzeuge, Wiki-Werkzeuge.

Wer noch mehr Lesefutter sucht, wird hier fündig.

Und weil man ja nicht immer nur lesen kann sondern auch hören, hier noch was auf die Ohren:

Call me irresponsible – Michael Bublé

buble.jpgWer Frank Sinatra mag, wird auch mit Michael Bublé was anfangen können. Ein schöner Mix aus Swing, Jazz und sanfter Musik.