EU-Fördermittel für Personalentwicklung

Ostbayerische Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) können für Maßnahmen die im Zusammenhang mit Personalentwicklung stehen eine EU-Förderung beantragen. Das ganze läuft über das Projekt equal und den aktuellen Flyer können Sie hier downloaden. Welche Firmen können teilnehmen:

  • Beschäftigte < 250
  • mit Firmensitz in Ostbayern
  • Welche Maßnahmen können z. B. konkret gefördert werden:

  • Führungskräfte-Entwicklung
  • Kommunikationstraining
  • Weiterbildungsmaßnahmen für Personalqualifizierung
  • Teambuildung
  • Aufbau von internen Wissensmanagementsystemen
  • KVP/Kaizen-Einführung und einiges mehr
  • Das waren jetzt nur ein paar Beispiele für Möglichkeiten, die Sie mit dieser Förderung unterstützen können. Da ich selbst zum Thema Förderungen ein eher ambivalentes Verhältnis habe, freut es mich besonders, dass die equal-Förderung diese besondere Zielgruppe hat. Denn vor allem KMUs haben es hier im Grenzgebiet zu Österreich und Tschechien oft nicht leicht, auf die Beine zu kommen, stehen zu bleiben und dann das Laufen zu lernen. Und da es oft nur einen kleinen Schubs braucht um vorwärtszukommen, ist das mit diesem Projekt konkrete Hilfe zur Selbsthilfe. Was in diesem Zusammenhang ebenfalls interessant ist: Es können sich auch mehrere kleine Firmen zusammentun, die einen gleichen oder ähnlichen Weiterbildungs- bzw. Beratungsbedarf haben und dann gemeinsam einen Antrag stellen. Weitere Informationen bekommen Sie über Herrn Martin, der für den Bereich Ostbayern zuständig ist. Sie können ihn am einfachsten unter martin@vhs-passau.de erreichen.

    Was zum Nachdenken….

    In einem der letzten Bücher, das ich gelesen hab, ist mir ein Zitat aufgefallen, das ich sehr prägnant finde:

      Erfolg ist eine Folgeerscheinung, niemals darf er zum Ziel werden. Gustave Flaubert

    Das ist eines dieser Zitate, bei denen ich das Gefühl hab, sie sind irgendwie lästig, wie Krümel im Bett. Denn es pickst und irgendwie passt es mir nicht so wirklich und doch muss ich drüber nachdenken. Welche Fragen ich dann am interessantesten für mich fand:

  • In welchem Bereich meines Lebens wirkt es sich negativ aus, dass Erfolg zum Ziel geworden ist?
  • Was ist das wirkliche Ziel dahinter?
  • Welche Bedeutung hat das wirkliche Ziel für mich?
  • Und wenn es immer noch wichtig ist: Was kann ich tun, um es wieder zum wahren Ziel zu machen und zu erreichen?
  • Letzten Endes sind es oft solche Worte, Zitate, und Bruchstücke von Gedanken, die einen, wie die oben schon erwähnten Krümel im Bett, nicht in Ruhe lassen. Doch genau darin liegt auch der Charme und der Reiz. Aufzustehen und die metaphorischen Krümel zu beseitigen und zu gucken, wie man sich am wohlsten fühlt, erweitert die eigene Welt.

    Workshop: Kreative Problemlösungstools

    Heute ein Hinweis in eigener Sache: Am 4. Dezember gibt es mal wieder einen offenen Workshop zum Thema “Kreative Problemlösungstools“.

    Leider ist das Wort kreativ ja schon ganz schön strapaziert und hängt dem einen oder anderen bereits zum Hals raus. Kann ich gut verstehen. Daher gibt’s in diesem Workshop auch nur Sachen, die absolute Praxistauglichkeit haben, die innerhalb von wenigen Minuten erklärt und angewandt werden können.

    Ich find’s halt wichtig Spaß bei solchen Sachen zu haben und gleichzeitig schnell zu brauchbaren Lösungen zu kommen.

    Die Eckdaten:

    Wann?
    am 4. Dezember 2005 von 10 – 15 Uhr

    Wo?
    im Haus an der Lichtung bei Andreas und Andrea Himmelstoß (Dort auf Wegbeschreibung klicken. Ist ganz leicht zu finden.)

    Was kostet’s?
    Da es ein offener Workshop ist und damit möglichst vielen zugänglich sein soll, gibt es einen günstigen Preiskorridor von 40 – 60 €, bei dem sich jeder selbst einstufen kann.

    Noch Fragen?
    Immer her damit. Am besten per Mail an info@wissensagentur.net

    Produktivitätsstudie: 219 Mrd. Schaden

    Eine Produktivitätsstudie der Proudfoot Consulting spricht klare Worte: 37 % der Arbeitszeit werden weltweit durch unproduktive Zeit verschwendet. Das ergibt in Zahlen für Deutschland im Jahr 2004 einen Schaden von 219 Mrd. Euro. Ehrlich gesagt, kann ich mir so eine große Zahl überhaupt nicht vorstellen.

    Hab mal versucht, einen Vergleich zu finden. Den Discounter Lidl kennt ja jeder. Lidl hat im Jahr 2004 einen Umsatz von 36 Mrd. Euro erwirtschaftet. Wenn ich jetzt mal umrechne, dann würde das bedeuten, wenn alle Lidlfilialen 6 Jahre lang hintereinander abbrennen würden und damit keinen Euro Umsatz schaffen, dann hätten Sie den Schaden erreicht, der in Deutschlands Firmen durch unproduktive Zeit in einem Jahr geschaffen wird.

    Wie kann so was sein? Auch hier finden sich in der Studie Antworten:

    • Schuld an dem Dilemma seien oft die Manager, die ihre Mitarbeiter nicht gleichmäßig mit Arbeit versorgen. Und das gelte nicht nur für das klassische Management, sondern hinunter bis zu den Meistern.
    • Fast die Hälfte der Produktivitätsverluste geht auf schlechte Planung und Steuerung zurück.
    • Auch endlose Besprechungen sind verlorene Zeit, wenn darin keine klaren Ergebnisse formuliert werden und am Ende niemand genau sagen kann, was eigentliche besprochen wurde.
    • Nicht minder ineffiziente Situationen erwachsen aus puren Missverständnissen und Fehleinschätzungen.
    • Erst weit abgeschlagen auf deutlich niedrigeren Prozentzahlen rangieren Faktoren, die zumindest teilweise auch den Mitarbeitern zuzuschreiben sind. Dazu zählen mangelnde Kommunikation und fehlene Motivation.

    Es deutet alles wieder auf Führungskräfteschelte hin. Doch wo liegt nun ein Lösungsansatz? Dieser ist, wie bei vielen komplexen Aufgaben, relativ pragmatisch:

    Die Arbeitsabläufe müssen strukturiert, die Aufgaben klar verteilt sein und vor allem müssen die Beschäftigten in Führungspositionen all das im Blick haben und die Prozesse steuern.

    Die Kritik an dieser Art von Struktur ist oft, dass es ja immer soviele unvorhergesehene Situationen gibt, die sich eben nicht planen lassen. Doch genau hier liegt der Denkfehler. Denn wenn ich für möglichst viel Standardisierungen habe, dann bleibt mir für unvorhergesehenes mehr Raum zum Reagieren, da ich mir nicht über Alltagssch…. Gedanken machen muss. Das hat uns ja schon Kaizen gelehrt.

    Doch nochmal zurück zu den Menschen, die hinter dieser Problematik stehen. Meiner Meinung gewinnen wir nichts, wenn wir nun all diese Defizite immer nur dem Management und den Führungskräften anlasten. Denn diese sind in vielen Fällen aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz in diese Position gerückt. Das bedeutet jedoch nicht, dass damit automatisch auch strategische Kenntnisse, Fähigkeit zum Strukturieren und Kommunikationskompetenz plötzlich vorhanden ist. Dieses Wissen wird halt leider immer noch nicht regelmäßig in Studiengängen, Fachausbildungen usw. gelehrt.

    Und daher sollte es jeder Führungskraft ermöglicht werden, diese Defizite durch Lernen ausgleichen zu können. Ob das nun durch individuelles Coaching (auch für Führungsgruppen) oder über andere Wege geschieht, spielt letztlich keine Rolle, solange dadurch ermöglicht wird, in diesen wichtigen Bereichen fit zu werden.

    Und das so nah wie möglich “on the job” und nicht nur fern in wunderschönen Seminarräumen. Wenn “außer-Haus-Veranstaltungen” das Mittel der Wahl sein sollte, dann wäre eine ganz wichtige Nachbereitungsaufgabe, den Transfer auf die reale Arbeitswelt zu integrieren. Ansonsten haben wir es wieder mit dem Phänomen zu tun: “Tolles Seminar und jetzt muss ich erst mal meine Arbeit machen….”

    Um zum Abschluss noch Watzlawicks berühmten Hammer zu verwenden: Wer halt nur einen Hammer hat, wird auch überall draufhauen. Also ist es meiner Ansicht nach eine ganz wichtige Aufgabe, für Unternehmen die auch in Zukunft Erfolg haben wollen, Ihren Führungskräften zu ermöglichen sich einen Satz verschiedenster Handwerkssachen zu schaffen.

    via News-Worx