Wer hat Angst vor der Selbständigkeit? Und was, wenn du schon mitten drin steckst?

Wer hat Angst vor der Selbständigkeit? Und was, wenn ich schon mitten drin stecke?Selbständigsein ist ein Traum, den viele haben, vielleicht auch du? Vielleicht hast du ihn auch schon verwirklicht und steckst mitten drin?

Selbständigsein ist jedoch nicht immer ein Traum, sondern kann auch harte Zeiten haben. Das kann dir jeder bestätigen, der dieses Lebensmodell gewählt hat.

Bildquelle: pixabay

Traum oder Albtraum?

Bernhard Jodeleit hat im Blog von Hiscox eine Umfrage dazu gestartet, die mich direkt angesprochen hat. Mit einem Klick kannst du auch an dieser Umfrage teilnehmen. Sie läuft bis 6. Mai 2016 23:59 Uhr:

Was ist Ihre größte Sorge oder Angst im Zusammenhang mit der Selbstständigkeit? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil – und mit etwas Glück flattert ein Amazon-Gutschein in Ihr Postfach.

Diese Frage finde ich sehr interessant, da die eigenen Antworten und die Antworten anderer Selbständiger uns aufzeigen, wo wir vorbeugen können.

Wie wir uns präparieren können für die harten Zeiten, die ohne Frage kommen. Niemand kommt ohne blaue Flecke davon. Das ist auch nicht schlimm, sondern ist ein Teil des ganzen Prozesses.

Auch auf einem Ponyhof geht mal was schief 😉

Geh niemals davon aus, dass alles glatt laufen wird. Denn das wird es nicht. Wenn etwas schief geht, hat das nicht immer mit dir zu tun. Wir können sovieles in unserem Leben nicht beeinflussen, auch nicht in unserer Selbständigkeit.

Doch was wir beeinflussen können, ist immer was wir daraus machen und wie wir damit umgehen.

Aus meiner kurzen Antwort auf die Frage nach meiner größten Sorge in Bezug auf meine Selbständigkeit, wurde ein längerer Text. Vielleicht profitierst auch du von meinen Gedanken dazu. Ich will nicht nur berichten, was meine Ängste in Bezug auf die Selbständigkeit sind, sondern dir auch Möglichkeiten aufzeigen, wie du selbst vorbeugen kannst.

Wenn dich meine Antwort auf diese Frage interessiert, dann lies einfach weiter:

Ich hatte immer wieder reichlich Gelegenheit über diese Frage nachzudenken, denn 2016 ist das 21. Jahr meiner Selbständigkeit. Manchmal kann ich es selbst gar nicht glauben, dass es tatsächlich schon so lange funktioniert.

Es gab viele Höhe und viele Tiefen. Ganz normales Leben sozusagen. Meine größte Angst ist, denke ich, das Gefühl, dass es plötzlich nicht mehr funktionieren könnte. Dass auf einmal keine neuen Kunden kommen oder bestehende wieder. Die Angst, dass es nach einem Tief nicht mehr bergauf gehen könnte.

Zum Glück ist das nach dieser langen Zeit nicht mehr so schlimm, wie es anfangs war.

Was ich mit den Jahren gelernt habe, ist, dass das Leben in Wellen passiert. Es geht nunmal nicht nur bergauf. Stillstand, Pausen, Rückschritt gehört zum Leben dazu. Es bedeutet nicht, dass man versagt hat, sondern dass sich möglicherweise die Umstände geändert haben, der Markt nicht mehr der gleiche ist, die eigene Leistung überarbeitet gehört.

Auch ein zuviel an Arbeit kann bedeuten, dass plötzlich die Akquise nicht mehr die Früchte bringt, die man sonst gewohnt ist. Aus dem einfachen Grund, weil es eine körperliche Grenze gibt, die man nicht zu sehr ausreizen sollte.

Interessanterweise wurde es bei mir immer dann schwierig, wenn ich nicht mehr genug auf mich geachtet habe. Wenn ich über meine Kraft gearbeitet habe, dann blieben plötzlich die Aufträge aus oder Absagen häuften sich.

Was ich daraus gelernt habe, sind gewisse Grundregeln die mir gut helfen, alles richtig einzuordnen:

  • Auf und Ab ist im Jahresverlauf ganz normal. Größere Zeiträume anzusehen hilft dir, diese Phasen zu erkennen und dich darauf einzustellen.
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  • Wenn du nicht auf dich achtest, dann hast du nicht mehr genügend Kraft alles zu bewältigen und das strahlt nach außen aus und führt zu Auftragsrückgang. Also immer gut auf deine Energie achten!
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  • Zu lang im selben Trott, mit den gleichen Inhalten, den immer gleichen Angeboten, Verkaufsstrategien u.ä. führt dazu, dass man nicht mehr am Ball bleibt. Daher ist es wichtig, immer wieder am Puls der Zeit zu sein. Neues auszuprobieren auch wenn sich dir der Sinn nicht gleich erschließen mag.
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  • Austausch mit Branchenfremden und Zeitvertreibe pflegen, die nichts mit deinem Geschäft zu tun haben. Nur so kannst du immer wieder neue Ideen finden, auftanken und dein Leben als Ganzes leben. Einseitigkeit macht auf Dauer dumm, ist öde und lässt abstumpfen.
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  • Wenn die Angst kommt, annehmen. Annehmen und mit ihr Lösungen suchen. Sie ist oft ein wichtiges Signal. Im Lauf der Zeit wirst du lernen, dieses Signal in Schritte umzuwandeln, die dir ermöglichen aktiv zu werden.

Alles in allem, war es für mich nie eine Frage ob Selbständigkeit ja oder nein. Ich bin „unemployable“ wie man im englischen so schön sagt. Daher war Angestelltendasein keine Option für mich. Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden. Das hat nichts mit richtig oder falsch zu tun.

In meinen Jahren im Gründungscoaching war deswegen eine wichtige Frage: Wo positionierst du dich auf einer Linie zwischen Sicherheit und Freiheit? Wer zu nah an der Sicherheit steht und sich dort wohlfühlt, wird sehr viel mehr Ängste zu bewältigen haben in einer Selbstständigkeit als jemand der sich näher an Freiheit positioniert. Daher ist es – wie so oft – eine ganz persönliche Sache.

Kannst du dabei Unterstützung brauchen?

Wenn du selbständig bist und schon viele Strategien ausprobiert hast für dein Geschäft, aber irgendwie trotzdem alles nicht so läuft, wie du dir das wünscht, dann kann ein Blick von außen sehr hilfreich sein.

Business-Coaching ist ein sehr handfester und konkreter Prozess, der das Ziel hat, dich und dein Business auf die richtige Spur zu bringen und dort Fahrt aufzunehmen.

Gern bring ich dich auf Spur 😉 Nimm Kontakt mit mir auf und ich freu mich, wenn ich dich unterstützen kann.

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