Meine Podcastfavoriten – jetzt gibt’s was auf die Ohren!

Podcast Favoriten - jetzt gibts was auf die OhrenIch bin ein totales Ohrentierchen im Gegensatz zu manchen Augentierchen 😉 Daher liebe ich das Format Podcast ganz besonders. Deswegen gibt es in diesem Artikel was auf die Ohren und ich stell dir die Hörsendungen vor, die ich ganz besonders schätze.

Oft werde ich gefragt, wann ich denn Zeit habe, Podcasts zu hören. Das ist ziemlich einfach beantwortet: Bei meinen regelmäßigen Walkingrunden hör ich Podcasts und wenn ich im Auto sitze ebenso. Das ist sozusagen meine fahrende Universität 😉

Da ich natürlich nicht alle Podcasts dieser Welt kenne, freu ich mich über jede Empfehlung von dir.

Eine kleine Warnung vornweg: Ich höre nur englische Podcasts. Bis jetzt hab ich noch keinen Podcast in deutsch gefunden, den ich wirklich gern und gut anhören mag. Für mich sind 10 ähs in jedem Satz einfach ein Nogo. Genauso wie unkoordiniertes Rumgelaber und nicht auf den Punkt kommen. Das mag sich jetzt etwas zickig anhören, doch für mich zählt, dass ich in dem Podcast etwas lernen kann, dass das ganze keine Zeitverschwendung für mich ist und der Host sich gut vorbereitet und Sprechübung hat.

Zum Glück gibt es jede Menge guten Hörstoff da draußen und daher ohne weitere Verzögerung hier meine Favoriten für dich:

TED Radio Hour

Die Vorträge der TED Konferenzen sind durchgehend einfach genial. In diesem Podcast werden mehrere zu einem Thema zusammengefasst und die SprecherInnen näher vorgestellt. Die Moderation ist eine der besten, die ich bis jetzt überhaupt gehört habe. Diese Stunden sind für mich jedes Mal megaspannend und daher gehört die TED Radio Hour für mich auf jede Playlist.

The One You Feed

Der Titel dieses Podcasts leitet sich von der Parabel mit dem guten und dem bösen Wolf ab und dass der Wolf gewinnt, den man füttert. Diese Geschichte wird am Beginn jeden Interviews kurz erzählt und dient als Einstieg für das Gespräch. Die Podcast Episoden drehen sich alle um das große Thema, was sich alles tun lässt, um den guten Wolf im eigenen Leben zu füttern. Es sind ausnahmslos sehr interessante Interviews mit höchst interessanten Menschen.

The Art of Charme

Was soll ich sagen. Dieser Podcast ist wohl schon eine Legende. Selten hört man soviele gute Interviews am Stück wie in diesen Episoden von Art of Charme. Das Spektrum ist riesig und geht von persönlicher Entwicklung über bessere Kommunikationsfähigkeiten bis hin zu beruflichen Themen.

The Tim Ferris Show

Ein Tim Ferris kommt natürlich so ziemlich an die coolsten Leute ran. Das macht diesen Podcast sehr spannend. Die Länge der Episoden variiert, doch langweilig ist es nie. Es geht häufig um Verbesserungen aller Art in jedem Bereich des Lebens. Hier wird jeder etwas für sich finden.

Online Marketing made easy mit Amy Porterfield

Dieser Podcast ist jetzt sehr spezifisch, wie der Name schon sagt, auf alles rund um Social Media zugeschnitten. Amy Porterfield macht fast nur Soloshows und bringt ihre ganze Expertise mit in die einzelnen Episoden hinein. Zu fast jeder Show gibt es ein ausführliches Cheat-Sheet mit Hilfe dessen man alles umsetzen kann, was gerade Thema war. Sehr aufwendig und gut gemacht.

So Money with Farnoosh Torabi

Farnoosh Torabi ist eine Finanzexpertin und so dreht sich auch in ihren Podcast Episoden alles um’s Geld. Es ist eine Mischung aus Interviews und Soloshows in denen sie auf spezielle Hörerfragen eingeht. Mir gefällt ihre persönliche Art des Interviews und dass der Fokus auf Frauen und Geld liegt.

Social Media Marketing Podcast

Das Intro muss man mögen, doch der Inhalt der Folgen ist immer gut und aktuell. In diesem Podcast dreht sich ebenfalls alles um Social Media und es werden neue Tools vorgestellt und insgesamt der Blick immer sehr nach vorne gerichtet. Aus jeder Folge lässt sich etwas Interessantes für das eigene Marketing mitnehmen.

The Biz Chix Podcast for female entrepreneurs

Natalie Eckdahl ist dreifache Mutter und hat sich über ihren Podcast eine große Fangemeinde aufgebaut. Die Biz Chix 😉 Die Interviews die sie führt sind immer sehr inspirierend und für all diejenigen interessant, die sich online ein Business aufbauen wollen. Das Besondere an diesem Podcast ist die zugehörige kostenfreie Facebook-Gruppe die richtig Spaß macht.

The Smart Passive Income Blog

Um dieses Thema abzuschließen, darf natürlich der Podcast von Pat Flynn nicht fehlen. Er hat von Anfang an auf totale Transparenz gesetzt und veröffentlicht jeden Monat seine kompletten Zahlen. Umsätze, Stückzahlen, einfach alles. Das macht ihn zu einem sehr ernstzunehmenden Ratgeber im Online-Feld und die Podcast-Folgen sind allesamt immer sehr interessant.

So, das war jetzt mal ein Ausschnitt aus meinem Podcast-Hörspektrum. Was für Themen interessieren dich besonders und welche Podcasts kannst du empfehlen?

Ran an die Tasten und schreib mir einen Kommentar dazu!

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Kannst du gut Grenzen setzen?

Kannst du gut Grenzen setzenFällt es dir schwer nein zu sagen? Grenzen setzen ist ein heikler Punkt für dich? Sind die Leute gewöhnt, dass sie dich zu jederzeit alles fragen können und du dich um eine Antwort und Hilfe bemühst?

Bildquelle: pixabay

Hilfe geben um jeden Preis?

Viele von uns wollen freundlich und hilfsbereit sein. Vor allem als wir unser Geschäft gestartet haben, war es oft unser Anliegen möglichst viel Unterstützung geben zu können. Hast du auch Aufträge angenommen, obwohl du eigentlich kein gutes Gefühl dabei hattest? Und ist dir dieser Auftrag in der einen oder anderen Art später auf die Füße gefallen?

Hast du dich runterhandeln lassen oder Sachen umsonst gemacht, weil es dir schwerfiel nein zu sagen? Wie hast du dich dabei gefühlt?

Wie ist das mit dem Grenzen ziehen bei dir?

Wenn wir es versäumen Grenzen zu setzen, wird unser ständiges Verfügbarsein zu einer Tatsache mit der andere Menschen rechnen. Es ist, als ob alle den Gartenzaun rund um unser Haus nicht beachten und einfach drüberlaufen und ins Haus kommen.

Immer öfter und zu allen Tages- und Nachtzeiten. Der Zaun wird mit der Zeit regelrecht in den Boden getreten, weil er so oft übergangen wurde.

Was macht das mit dir? Wenn es keinen Schutzraum mehr gibt, in dem du nur für dich sein kannst? Wenn du nicht zu Ruhe kommen kannst, weil immer noch jemand etwas von dir will?

Was passiert mit dir, wenn du keine Grenzen ziehst?

Wer das auf Dauer mit sich geschehen lässt, steuert mit astreiner Genauigkeit in einen burnout. Stets für andere da zu sein, mag uns lobenswert erscheinen, doch letztlich verbrauchen wir uns damit selbst. Wir verbrauchen unsere Energie, unsere Gesundheit, unser Denkvermögen, unsere Zufriedenheit.

Wer ständig für andere da ist, ist nie für sich selbst da. Macht keinen Sport mehr, isst nur das, was eben schnell verfügbar ist, kümmert sich nicht um seine Gesundheit und vernachlässigt sich selbst vollkommen.

Game over

Am Ende steht oft eine ähnliche Situation: Der eigene Körper zieht den Stecker. Nichts geht mehr. Was aber andere nicht unbedingt davon abhält, trotzdem darum zu bitten, etwas für sie zu tun. Und dann sogar in manchen Fällen noch Unverständnis dafür haben, dass man nun wirklich nicht in der Lage ist eine Leistung zu erbringen.

Was passiert als nächstes?

Sie suchen sich jemanden anderen. So einfach ist das. Man wird ausgetauscht. Krass gesagt, wenn bei einem Menschen nichts mehr zu holen ist, sucht man sich eben den nächsten. Denn eines muss dir klar sein: Mit dem Verhalten keine Grenzen zu setzen, ziehst du genau diesen Typ Mensch an, der dich nur aussaugt.

Wer keine Grenzen setzt, wird nicht respektiert

Wenn du dir in diesem Jahr selbst einen Gefallen tun willst, dann fang an Grenzen zu setzen. Bau deinen Zaun um dein Haus wieder auf und verteidige ihn. Lass nicht mehr zu, dass er übergangen wird.

Je mehr du das hinkriegst umso mehr wirst du erleben, dass du andere Menschen anziehst und als Kunden gewinnst. Du bist der Spiegel. Wenn du dich selbst respektierst, wirst du auch Kunden erreichen, die dich respektieren.

Wie geht es dir mit dem Grenzen ziehen? Wo fällt es dir schwer, deinen Gartenzaun aufrecht zu erhalten?

Wenn du Lust hast dich mehr darüber auszutauschen komm in unsere Facebook-Gruppe Business ohne Burnout

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Entrümpeln macht glücklich! – Fastenchallenge 2017 is coming!

Fastenchallenge 2017

Hach, ich freu mich so, denn bald geht es wieder loooos!

Nur noch 10 Tage und dann werden wir wieder gemeinsam Dinge fasten und gleichzeitig Gutes für andere tun!

Denn das ist der Kern der Fastenchallenge. Unser Motto in diesem Jahr:

Klar Schiff machen, nie mehr suchen, alles lieben!

Wenn du keine Lust hast auf klassisches Fasten, wie Alkohol, Süßigkeiten oder Essen, dann passt das perfekt, denn wir fasten Dinge und befreien unser Zuhause.

Rümpeln macht…

  • glücklich
  • heiter
  • frei

Diese Liste ließe sich noch endlich fortsetzen. Wir sind inzwischen im 5. Jahr angelangt und es bestätigt sich immer wieder. Dinge loslassen befreit unglaublich. Und das Schöne daran: Dieser Effekt hält lange an!

Das Geheimnis dahinter ist, dass du beginnst anders zu denken. In den sechs Wochen der Fastenchallenge ist dafür genügend Raum, so dass es wie von selbst passiert.


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Du bist nicht allein

Es gibt kaum jemanden, der nicht zu viel Kram daheim rumstehen hat. Doch allein anfangen und durchhalten ist oft sehr schwierig. Genau an dieser Stelle kommt unsere „Rümpel-Gemeinde“ ins Spiel!

Nein, wir sind keine neue Religionsform 😀 sondern dahinter verbergen sich wunderbare Menschen, die sich ebenfalls auf eine Entrümpelungsmission begeben haben. Zusammen ist das alles viel leichter! Du bekommst jeden Tag, jede Stunde Hilfe in der Fastenchallenge.

Wenn du mal einen Durchhänger hast, kriegst du Motivation, wenn du was geschafft hast, bekommst du Applaus und zu jeder Zeit gibt es Unterstützung für dich.


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Kostet das nicht viel Zeit?

Nein! Denn wir machen das in kleinen Häppchen.

Jeden Tag 10 Minuten.

Und ich kann dir sagen, in 10 Minuten schaffst du viel! Dazu kommt, dass es jeden Tag eine genau definierte Aufgabe gibt. Du weißt an jedem Tag, welchem kleinen Bereich du dich heute zuwendest.

Dinge loslassen und gleichzeitig helfen!

Wie jedes Jahr werden wir auch diesmal wieder andere unterstützen, die weniger haben als wir. Genauso wie man mit nur 10 Minuten viel schaffen kann, lässt sich auch mit wenig Geld schon viel Gutes tun.

Letztes Jahr konnten wir 19 Projekte bei Kiva unterstützen! Wenn du kiva noch nicht kennst: Dahinter verbirgt sich eine Organisation die Anbieter von Mikrokrediten bündelt. Mit Hilfe dieser Kredite können vor allem Frauen in den ärmsten Gegenden der Welt ihre Familien ernähren und ihren Kindern Bildung ermöglichen.

Das richtig Coole daran: Da es sich um Mikrokredite handelt, kommt das Geld wieder zurück. Und zwar mit einer phänomenalen Rückzahlungsquote von über 97 %!!!

Das Geld aus dem letzten Jahr konnte ich daher schon wieder vielen neuen Projekten zukommen lassen. Dieser positive Zyklus setzt soviel mehr in Gang als eine einmalige Spendenzahlung.

Vom Startgeld der Fastenchallenge gehen 20 % an Kiva. Je mehr wir sind, umso mehr Projekte können wir unterstützen!

Jetzt dabei sein!

Du willst dabei sein? Großartig!

Bis 1. März 2017 (Aschermittwoch) ist die Anmeldung möglich. Dann bist du Teil unserer Gemeinschaft und wirst selbst erleben, wie glücklich entrümpeln macht!


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„Schaff den Krempel aus dem Haus und entrümpel dein Leben!“

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Wandern heißt vollenden – Krümel im Bett Folge 10

Wandern heißt vollendenZur Zeit verweile ich wieder auf La Palma. Es ist ein wunderschönes Fleckchen auf unserer Erde und für jemanden der die Natur und die Berge liebt wie ich, ein absolutes Eldorado.

Doch ich wollte dir gar nicht so sehr vorschwärmen wie schön es hier ist, sondern Gedanken mit dir teilen, die mir heute während des Tages durch den Kopf gegangen sind.

La Palma ist eine Vulkaninsel und die schwarze Erde bildet einen starken Kontrast mit all dem Grünen, was es hier gibt. Wer einmal hier ist, sollte unbedingt in die Vulkanwelt eintauchen und wandern gehen in einer Mondlandschaft die allerlei skurile Felsformationen aufweist.

Hin heißt auch zurück

Als ich heute munter hinaufgeklettert bin auf einen dieser schwarzen Riesen, war mir zwischendurch nicht ganz wohl, denn ungefährlich ist das hier nicht. Man kraxelt durch Felsenvorsprünge neben denen es steil bergab geht. Da heißt es aufpassen wo man hinsteigt.

Gerade dahin geht hier auch kaum etwas. Jeden Berg, den man auf Serpentinen runterwandert, muss man irgendwo auch wieder hinauf, wenn man zu seinem Auto zurück will.

Ob einem jetzt grad der Sinn danach steht oder nicht. Ob man noch Kraft hat oder nicht. Ob man jetzt will oder nicht.

Genau das war der Gedanke, an dem ich heute wie ein Krümel im Bett hängengeblieben bin:

Wandern heißt vollenden.

In irgendeiner Art und Weise muss ich an meinen Ausgangspunkt zurück um wieder zu meinem Häuschen fahren zu können.

Mitten auf dem Weg stehen bleiben und keine Lust mehr haben, das funktioniert hier nicht. Wandern heißt vollenden.

Manchmal geht mir am Ende der Wanderung ganz schön die Puste aus. Vor allem, wenn das letzte Stück ein steiles ist und es nochmal alle Kräfte braucht um die Steigung zu erklimmen. Da werden die Pause öfter und länger. Doch trotzdem hab ich es bis jetzt immer wieder geschafft. Interessanterweise kann ich immer nochmal Kräfte mobilisieren, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie noch habe.

Und im wirklichen Leben?

Wie ist das so in unserem Leben? Wieviele Dinge und Projekte fangen wir an und beenden sie nicht? Verlieren die Lust und machen einfach nicht mehr weiter. Es reizt uns nicht mehr, wir kommen nicht voran, es stellt sich schwieriger dar, als gedacht.

Am liebsten wären wir schon weiter damit und können das Ende nicht sehen. Wir sind frustriert und sehen keinen Sinn mehr darin. Tja und so türmt sich ein unvollendetes Projekt auf dem anderen.

Nicht nur die sichtbaren Dinge, die wir angefangen haben, sondern auch alle gedanklichen Projekte, die wir gestartet haben für einen Businessplan, eine Buchidee, Basteln mit den Kindern, besondere Geschenke, die man mal machen könnte usw.

Verführen lassen wir uns gerne…

Unsere beschleunigte Welt verführt uns dazu, dem Neuen mehr Gewicht zu geben, als dem schon bereits angefangenen. Wir lassen uns einfangen von dem Reiz immer wieder etwas auszuprobieren, weil wir das Gefühl vom Anfangen so mögen. Es macht Spaß, beschwingt, gibt Energie und das gefällt uns.

Nach einer Weile hört dieses Gefühl jedoch ganz natürlicherweise auf. Genauso wie jede Verliebtheit geringer wird, einfach nur dadurch dass Zeit vergeht und ein Gewöhnungseffekt einsetzt.

Kein Mensch würde den Adrenalinrausch des Neuen auf Dauer aushalten.

Doch dann stehen wir da mit unseren angefangenen Projekten, Beziehungen und Ideen. Was nun?

Es nervt? Keine Ahnung wie es weitergehen soll? Der Reiz ist weg und jetzt ist es langweilig? Oh, dann lieber wieder schnell was Neues anfangen.

Ist es das, was wir wollen?

Und so vergeht unser Leben. Es besteht oft aus einer unendlichen Anzahl von Neuanfängen. Von denen selten welche beendet werden.

Sind wir denn zufrieden damit? Macht es uns wirklich glücklich, schon wieder etwas auf den Friedhof der unvollendeten Werke abzuladen? Nein. Es macht uns unglücklich, unzufrieden und raubt uns unsere Zuversicht.

Wie wir spätestens seit Dr. Zeigarnik wissen, sind all diese Projekte wie offene Schubladen an denen wir uns geistig anhauen, wenn wir zu schnell um die Ecke gehen.

Unfertige Projekte haben die Angewohnheit in unserem Kopf zu bleiben. Sie sind präsent und wollen uns daran erinnern, dass da noch etwas offen ist. Je älter wir werden, umso größer ist unser Schuttplatz an Unfertigem und das sind viele offene Schubladen…

Mach doch mal die Probe auf’s Exempel und starte eine Liste mit Dingen, Ideen und Projekten die du angefangen und nicht vollendet hast.

Seien es Geschäftsideen, Hobbies die du ausprobiert hast, Reisen die du unternehmen wolltest, Menschen, zu denen du Kontakt halten wolltest, Kunst oder Musik die du üben wolltest, grandiose Ideen in deiner Partnerschaft, die du verwirklichen wolltest, Bastelprojekte und alle anderen Dinge, die du gestartet hast und die es nie über den ersten Gang hinaus geschafft haben.

So eine Liste kann lang oder kurz sein, doch eines ist sie meistens: frustrierend

Vollenden ist out

Wieso fällt es uns nur so schwer Dinge zu vollenden?

Ich kann dir nur meine Gedanken dazu sagen: Oft geben wir auf, wenn die Anfangseuphorie verschwindet und sich ein Gefühl der Sinnlosigkeit einstellt.

Wieso sollte ich das noch weiterverfolgen? Es macht mir keine Freude mehr. Doch genau das kann eine Finte unseres Geistes sein, der nicht daran interessiert ist, seine Komfortzone zu verlassen.

Er gaukelt uns vor, dass wir uns für das falsche entschieden haben und doch lieber etwas Neues ausprobieren sollten, das macht doch gleich viel bessere Gefühle.

Denn das ist es, was unser Geist sucht. Er will Anregung, er will die guten Hormone spüren, wenn man so will 😉

Was kann ich tun um das zu ändern?

Jetzt kommt es drauf an, wer Herr im Haus ist. Das Marshmellow-Experiment von Walter Mischel hat hundertfach bewiesen, dass es zwei Reaktionsweisen gibt, die sich in der Langzeitwirkung kolossal unterscheiden:

Wer an der kurzzeitigen Bedürfnisbefriedigung interessiert ist, wird sich immer wieder gern von Neuem verführen lassen und Dinge nicht vollenden. Das führt auf lange Sicht zu Unzufriedenheit, weitaus weniger Erfolg im Leben und der Unfähigkeit sich durch schwierige Situationen wirklich hindurchzubeißen.

Wer es jedoch schafft, auf kurzfristige Bedürfnisbefriedigung zugunsten einer späteren Belohnung zu verzichten, der baut in sich die Fähigkeiten auf die es braucht, um Dinge zu vollenden, dranzubleiben wenn es schwierig wird, sich mit Frustrationen auseinanderzusetzen und weiterzumachen. So lang bis das Ziel erreicht ist.

Vollenden ist der beste Zustand

Das Ziel zu erreichen, zu vollenden, ist ein vollkommen anderes Gefühl als die kurzfristige Bedürfnisbefriedigung. Es macht unglaublich zufrieden und froh, am Ziel angelangt zu sein. Wir spüren einen Stolz in uns, dass wir es tatsächlich gemeistert haben.

So wie ich heute dann auch verschwitzt, außer Puste und mit zitternden Beinen vor Anstrengung wieder an meinem Ausgangspunkt angelangt bin. Ich habe den Weg vollendet.

Was für ein wunderbares Gefühl. Das ist die Belohnung für’s Durchhalten. Für’s dranbleiben, für’s Verlassen der Komfortzone und für das Vollenden.

Dieses zutiefste Gefühl der Zufriedenheit gilt es wahrhaft zu spüren. Ich sitze dann oft 10 Minuten da, genieße die Aussicht und bin einfach stolz auf mich, dass ich es geschafft habe. Ich gehe nicht gleich wieder zur Tagesordnung über, sondern bade in dem Gefühl, dass ich mich überwunden habe und die Komfortzone wieder ein Stück erweitert habe.

Das waren die Gedanken, die mir heute beim Unterwegs sein durch den Kopf gingen. Wandern heißt vollenden.

Jetzt bist du dran:

  • Wie wäre es, wenn du dich auch dem Vollenden verschreibst?
  • Was würde sich dadurch in deinem Leben ändern?
  • Was wäre dir möglich?

Wandern heißt vollenden - wie oft machen wir Dinge wirklich fertig? Oder blockieren uns unsere "offenen Enden"?

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