Twittergeschichten Part 2 – Twitter-Picknick in Schloss Zeilitzheim

Alexander von Halem, der Herr vom Barockschloss Zeilitzheim hatte eingeladen. Zum diesjährigen Twitter Picknick am 21. April 2012, das bereits zum 2. Mal stattfand.

Die Verbindung, die alle Gäste untereinander hatten, war das Verknüpftsein mit seinem Twitter-Account @barockschloss denn die Einladung ging an seine follower. Und so reisten sie an aus allen Ecken Deutschlands. Wir (@hkrausler und @wissensagentur) haben die oberpfälzische Fraktion gestellt.

Ab 14 Uhr war großes Hallo und Zusammenkommen in der alten Kapelle des Schlosses. Leider war das Wetter anfangs nicht so besonders Picknick geeignet und so wurden die mitgebrachten Speisen und leckeren Sachen einfach hier verspeist.

Eine Besonderheit war das wahrhaft ungewöhnliche Getränkeangebot, was hier, hier, hier und hier zu sehen ist. Nichts davon hatte ich vorher schon mal probiert oder überhaupt gekannt, doch man lernt ja bekanntlich nie aus.

Nachdem dann die Sonne doch noch rauskam, wurde kurzfristig die gesamte Aktion in den Schlosshof verlegt. Unter den Arkaden wurde von Ingo Hahn aka @brettspielecke interessante Dinge aufgebaut, die sich allesamt als unterhaltsame Gemeinschaftsspiele herausstellten.

Spiele ohne Ende

Bei diesem Geschicklichkeitsspiel, bei dem es um Schnelligkeit und Treffsicherheit geht, wurde ich vernichtend 3x von Helge geschlagen, so dass ich erst mal eine Pause brauchte.

Doch gleich nebenan beim Memory hatte ich mehr Glück und konnte zumindest hier abräumen und einen Teil der Niederlage von grad eben wieder aufholen.

.

Das Riesenmikado war zu viert ein Riesenspaß und trotz versuchter Ablenkungsmanöver durch meine Vielplapperei war seine Konzentration ungebrochen 🙂

.

Das Highlight in Sachen Spiele sollte jedoch erst noch kommen. @isartom und @nanderl – bei Twitter auch unter @schnitzljagd zu finden – haben eben eine solche für alle Gäste auf die Beine gestellt. Zwei Gruppen sollten versteckte Hinweise im ganzen Haus, im Schlossgarten und dem kompletten Areal finden..

Schnitzeljagd

Echt jetzt, ich hatte schon ewig nicht mehr so viel Spaß!! Gleich am Anfang ging es in den Garten, bei dem der Hinweis oben in einem Baum, erreichbar durch eine Kletterleiter versteckt war. Unsere kleinste Mitspielerin der Gruppe hat sich wagemutig nach oben geschwungen und kam dann auch schon mit dem nächsten Hinweis wieder runter. Leider hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass wir den Hinweis für die andere Gruppe erwischt hatten, so dass wir quasi ohne über Los direkt gleich beim Ziel landeten 🙂

Doch da wäre ja der ganze Spaß schon vorbei gewesen, so dass wir uns den richtigen Hinweis holten und damit ins Schloss hineingeführt wurden.

Es waren Kreuzworträtsel zu lösen, Sprossenfenster zu zählen, Teppiche zu lüften, Sprachtüfteleien zu entschlüsseln und dabei immer die andere Gruppe im Auge zu behalten, die natürlich auch die ersten sein wollten. Hier ist ein kleines Album der einzelnen Stationen zu finden.

Was für eine wunderbare Idee, die uns Erwachsene wieder zu Kindern werden ließ, die begeistert im ganzen Haus rumsausten, laut miteinander nachdachten um die verschiedenen Aufgaben zu lösen und schlussendlich das Ziel als zweite zu erreichen. Doch nachdem wir ja bereits ganz am Anfang am Ziel waren, haben wir beschlossen, dass wir ja eigentlich die hidden winner waren und konnten damit großzügig sein 😉

Nach soviel Aufregung war erst mal ausruhen angesagt und das geht in den wunderbaren Zimmern in Schloss Zeilitzheim ganz wunderbar. Stilecht mit Möbeln aus verschiedenen Epochen ausgestattet, bieten alle Zimmer (jedes hat einen eigenen Namen) eine angenehme Atmosphäre, die zum Entspannen einlädt.

Black Stories

Damit war der Tag jedoch noch lange nicht vorbei. Der harte Kern traf sich abends wieder in der Kapelle zu einer nächsten Spielerunde. Black Stories wurden erzählt. Dahinter verbergen sich nun keine Geistergeschichten (obwohl manche der Storys schon etwas gespenstisches hatten) Nein, ganz anders. Jede Karte der Black Storys enthält auf der Vorderseite wenige Sätze in denen das Ende einer Geschichte erzählt wird. Und weil es eben Black Storys sind, dreht es sich oft um Mordgeschichten.

Der Rest der Gruppe hat die Aufgabe, die ganze Geschichte herauszufinden und darf nun Fragen stellen, die sich mit ja oder nein beantworten lassen und der Karteninhaber hat auf der Rückseite die komplette Story, so dass er auf die Fragen auch richtig antworten kann. Hier erwiesen sich manche der Mitspieler mit einer besonders morbiden Phantasie gesegnet, so dass sie erstaunliche Annahmen machten und oft innerhalb kürzester Zeit auf die krudesten und korrekten Lösungen kamen. Nein, ich nenne jetzt keine Namen 🙂

Meine Treffer bezogen sich allesamt auf völlige phantastische Spinnereien aus meinem Kopf, von denen ich keine Sekunde glaubte, dass sie stimmen könnten. Doch ich hab mich da manchesmal selbst überrascht. Oder würden Sie ernsthaft bei dem vorgegebenen Satz “weil er sich aus einem Automaten eine Cola herausließ musste er sterben” darauf kommen, dass sein Tod dadurch stattfand, weil der Automat umfiel und ihn unter sich begraben hat? Eben, so was geht in meinem Fall am besten mit ein paar Gläschen sehr feinem Weißwein intus und einfach rumphantasieren 🙂

Zu späterer Stunde entschied die Runde, dass es nun Zeit für ein Nachtgrillen war und verschwand erstmal mit Teller, Essbarem und Besteck bewaffnet im Hof. Nach erfolgter Stärkung konnte wieder weitergespielt werden und auch hier muss ich sagen, ich hab mich wirklich königlich amüsiert. Was mir wieder einmal zeigt, wie schnell Menschen, die sich zunächst überhaupt nicht kennen, über miteinander spielen eine Gemeinschaft sein können.

Nach einer gut geschlafenen Nacht und einem kurzen Frühstück ging es für mich Richtung Stuttgart, da ich an dem Sonntag noch einen Workshop für Medienpädagogen gehalten habe. Manchmal kommt eben sehr eng alles zusammen.

Mein Fazit zum Twitterpicknick oder #twitpic wie der offizielle Hashtag lautet:

Eine wunderbare Idee von Alexander von Halem verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für seine ganzen Mühen, trotz gesundheitlichem Angeschlagenseins uns dies in seinem Schloss zu ermöglichen. Ich kann nur sagen, sollte es zu einer Tradition werden und nächstes Jahr wieder stattfinden, bin ich auf jeden Fall dabei!

3 Replies to “Twittergeschichten Part 2 – Twitter-Picknick in Schloss Zeilitzheim”

  1. Danke für diesen tollen Bericht Alexandra. Ich hatte ja das Vergnügen im letzten Jahr dabei zu sein und da war es schon großartig, Aber dieses Jahr habe ich definitiv was verpasst. Toll.

  2. Es war wirklich ein Riesenspaß und ich hab dich sehr vermisst. Hoffe ja stark auf eine Fortsetzung und dann auf jeden Fall im nächsten Jahr dann zusammen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*