Cool bleiben im Büro – Ein Interview für active woman

In der neuesten Ausgabe September 2012 von active woman ist ein kleines Interview mit mir enthalten.

Andrea Potzler hatte mich zum Thema “verschiedene Bürotypen und wie man am besten mit ihnen umgeht” befragt.

Wir haben uns darüber unterhalten, wie man denn selbst ein angenehmer Kollege/Kollegin sein kann, denn das ist für mich die Grundvoraussetzung für einen harmonischen Umgang.

Und das hat nun keineswegs als erstes die Bedeutung, es allen anderen recht zu machen, im Gegenteil, nur wenn ich selbst ausgeglichen und in einem guten Kontakt mit mir bin, werde ich mit anderen angemessen umgehen können.

Dazu gehört auch die eigenen Grenzen zu wahren, wenn sie permanent von anderen überschritten werden. Abgerundet wird der Artikel durch eine – mit Augenzwinkern zu lesende – Auflistung der verschiedensten Bürotypen, die einem in der Flora und Fauna des Arbeitsalltags so begegnen können.

active woman hat mir dankenswerter Weise den gesamten Artikel als pdf zur Verfügung gestellt. Wenn Sie mögen, können Sie das Interview und die Bürotypen in Ruhe nachlesen.

Welche davon sind Ihnen denn bereits untergekommen?

Bessere Gespräche führen mit Hilfe von “Tante ELSE”

Es ist mir eine große Freude, Teil einer besonderen Blogparade zu sein. Besonders deshalb, weil sich dabei online und offline verbinden. Denn es gibt ein Buch mit Namen Frida, das auf seiner Reise durch ganz Deutschland von Trainern, Coaches und Beratern angefüllt wird mit wertvollen Beiträgen zum Thema Kommunikation.

Initiiert hat das ganze Judith Thorma vom Rhetorikblog. Vielen Dank an dieser Stelle, dass ich Gelegenheit habe, an diesem schönen Projekt mitzuwirken!

Dann kann’s losgehen, mit dem heutigen Thema. Es dreht sich alles darum, bessere Gespräche zu führen.

Gespräche, die über schwierige, emotionale Themen gehen, nehmen oft epische Ausmaße an. Doch ein zu langes Verweilen in den negativen Aspekten zementiert häufig die Handlungsunfähigkeit und Hilfslosigkeit der Beteiligten. Auf beiden Seiten.

Daher ist alles hilfreich, was ermöglicht wieder in die eigene Kraft zu gelangen. Gespräche nach „Tante Else“ zu führen, ist dazu ein einfaches und effektives Mittel. (nachzulesen im Buch von David Servan-Schreiber “Die neue Medizin der Emotionen“)

Am Anfang steht die Frage:

Was ist passiert?

Jetzt gilt es einfach zuzuhören ohne zu unterbrechen. 3 Minuten wirkliches Zuhören. Dann schieben Sie die Frage nach:

E (Emotion) … Was hast du/haben Sie dabei empfunden?

Die Antworten darauf führen uns zu den Gefühlen, die jemand in der geschilderten Situation hat. Nun folgt die wichtigste Frage:

L … Lass mich das Schlimmste wissen. – Was ist das Schlimmste für dich/Sie?

Was Sie nun hören, führt zum Wesenskern der Angelegenheit und die Antworten bringen häufig etwas anderes als das Erwartete zu Tage. Die Frage ermöglicht wie mit einer Taschenlampe den Punkt zu beleuchten, der am meisten Schmerz verursacht.

Sie zentriert und klärt die Aufmerksamkeit in einer Weise, die sonst nur selten möglich ist. Oft ist bis zu dieser Frage den Beteiligten selbst nicht klar, was genau sie denn als Kern ihres Schmerzes empfinden.

Mit der nächsten Frage zielen Sie auf die Selbstheilungskräfte Ihres Gegenübers ab:

S (Standhalten) … Was hilft dir/Ihnen standzuhalten?

Damit wird der Blick auf die eigenen Ressourcen gelenkt, die Möglichkeiten, die es in jeder noch so ausweglos erscheinenden Situation gibt. Und – ganz wichtig – die Lösungsansätze kommen nicht von außen, sondern aus dem Erzählenden selbst.

Die eigene Fähigkeit zur Selbstlösung und Selbstheilung damit zu erfahren, ist ein unschätzbarer Dienst, den Sie jemandem erweisen können. Der Sie gleichzeitig aus der Verantwortung entlässt, die Situation für jemanden anderen zu lösen.

Es erfordert wohl manches Mal Zurückhaltung, sich an dieser Stelle nicht die berühmte Handwerkermütze aufzusetzen und mit brillianten Lösungen aufzuwarten. Ganz in der vermeintlichen Tugend des Helfens. Ihre Zurückhaltung wird belohnt durch das Erstarken Ihres Gegenübers und der fehlenden Bürde fälschlicherweise übernommener Verantwortung.

E ... Empathie zeigen

Zum Schluss des Gesprächs drücken Sie in einfachen Worten aus, was Sie beim Zuhören empfunden haben. Oft genügen Sätze wie „Dass muss schwer für dich/Sie gewesen sein.“ oder „Vielen Dank, dass Sie mir all das erzählt haben, Ihre Worte haben mich sehr berührt.

Zusammenfassung:

1. Was ist passiert?
Hören Sie 3 Minuten lang ohne unterbrechen zu.

E | 2. Was haben Sie dabei empfunden?
Hier hören Sie von den Gefühlen.

L | 3. Was ist das Schlimmste daran?
Das führt zum wesentlichen Kern des Schmerzes.

S | 4. Was hilft Ihnen standzuhalten?
Damit werden die eigenen Ressourcen ins Blickfeld gerückt.

E | 5. Das muss schlimm für Sie gewesen sein.
Sie zeigen durch Ihre Empathie, dass Sie Ihr Gegenüber verstehen.

Auf diese Art Gespräche zu führen, kann Ihnen auf privater wie beruflicher Ebene eine bereichernde Hilfe sein. Wieso nicht auf eine Karteikarte notieren und parat haben?

Probieren Sie es aus und spüren selbst, wie es helfen kann sich auf diese Art miteinander auszutauschen. Es ist eine äußerst wertschätzende Art des Umgangs darin enthalten und dies lässt uns Gespräche als sehr tief und bereichernd empfinden.

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Monat der Dankbarkeit Tag 12 Dinge: mein Handy

Heute ist der 12. Tag meines Dankbarkeitsmonats. In dieser Woche möchte ich meinen Fokus auf Dinge legen, denen ich dankbar bin.

Ist es nicht verrückt, wie schnell sich die letzten 5-10 Jahre in Bezug auf unsere Kommunikations-Medien verändern haben?

Bildquelle: flickr/Andrew

Hab mal grad die aktuellen Zahlen angesehen und dabei ist zu lesen, dass bis zum Jahresende weltweit die Schwelle von 5 Milliarden Handy-Anschlüssen noch überschritten wird. Und es in Deutschland 111 Millionen Mobilfunkanschlüsse geben wird!

Laut Wikipedia Stand Januar 2010 haben wir eine Einwohnerzahl von etwa 81,76 Mio. Daran sieht man die enorme Durchlässigkeit, die das Medium Mobilfunk inzwischen erreicht hat. Und mal ganz ehrlich, unser Handy beinhaltet doch oft so gut wie unser ganzes Leben.

Hier finde ich meine Kontakte, meine Termine, werd sogar daran erinnert, dass ich die Biotonne noch rausstellen muss. Kann mich von überall her mit jemandem in Verbindung setzen, mich online bewegen, es als Navi benutzen und was weiß ich noch alles damit tun.

Die App-Branche boomt und wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann noch ein App, das für uns in die Arbeit geht 🙂

Und so fühl ich mich fast nackt, wenn ich ohne Handy unterwegs bin, oder besser gesagt ohne Mobilephone, denn Handy sagt ja außer uns German kein Mensch…

Für mich ist es tatsächlich manchmal wie eine Nabelschnur die mir die Verbindung zu mir wichtigen Menschen in meinem Leben ermöglicht. Und auch wenn wir uns manchmal, vielleicht zu sehr, von unseren technischen Spielzeugen regieren lassen, möchte ich nicht mehr auf diese Kommunikationsmöglichkeit verzichten.

DANKE

Welchem Kommunikationsmittel sind Sie in Dankbarkeit verbunden?

Kundennutzen – mit der Stimme Ihres Produktes/Ihrer Dienstleistung

Obstkorb KundennutzenKerstin Hofmann vom PR-Blog hat mich zu Ihrer aktuellen Blogparade zum Thema Kundennutzen eingeladen. Vielen Dank an dieser Stelle für die Einladung, der ich sehr gern folge.

Das Thema Nutzen ist nicht unbedingt so einfach zu vermitteln, auch und vor allem für eine Dienstleistung die sich nicht anfassen lässt. Da ich ja bekanntermaßen ein Wort-Junkie bin, hab ich mal meine Wörterbücher zu Rate gezogen, da mich interessiert hat, wo das Wort Nutzen überhaupt her kommt. Und ein Satz daraus hat mir besonders gut gefallen:

Nutzen = der einem zu gute kommende Ertrag von etwas

Also das, was beim anderen bleibt. Das Wort Ertrag spricht dafür, dass es vorher etwas gab, was dafür eingesetzt wurde, damit es etwas geben kann, was mir dann zu gute kommt.

Hier noch weiter zurück:

abgeleitet von nieszen und bedeutet etwas, das man nieszt,
das man wovon zum genusz hat

Das ist nun kein kreatives deutsch von mir, sondern eine frühere Formulierung und Schreibweise. Etwas zum Genuss haben, sagt bei uns kein Mensch mehr, sondern eben einen Ertrag haben. Wobei ich das Wort Genuss ganz zentral finde. Denn wir Menschen sind nun mal emotionsgetrieben und dabei spielt Genuss eine große Rolle.

Wenn man es auf zwei zentrale Motive zusammenstreicht, wollen wir Schmerz vermeiden und Freude erreichen. Wobei die Tendenz Schmerz zu vermeiden in der kurzfristigen Bedürfnisbefriedigung meist vor geht.

Es gibt noch weitere darüber hinaus führende Motiv-Arten, doch im komprimiertesten Sinne beschränken wir uns mal auf diese beiden Grundmuster – Schmerz vermeiden und Freude erreichen.

Was bedeutet das nun alles, wenn ich dem Kunden Nutzen aufzeigen möchte? Um das vorherige zusammenzufassen:

  • Es sollte etwas sein, das ihm zu gute kommt.
  • Wovon er einen Genuss hat (sprich gute Gefühle).
  • Es sollte Unterstützung bieten, entweder Schmerz zu vermeiden, Freude zu erreichen und vielleicht sogar beides.

OK, dann lassen Sie uns doch mal ein Gedankenspiel machen. Wenn Sie Ihre Leistung/Ihr Produkt unter diesen Gesichtspunkten befragen, quasi Ihrem Produkt bzw. Ihrer Leistung eine Stimme geben, was würde es auf folgende Fragen antworten:

  • Wenn Hr. oder Fr. Meier mich einsetzen, was kommt ihnen dann zu gute?
  • Wenn sie mich kaufen/buchen, welchen Genuss/welche guten Gefühle haben sie dann davon?
  • Welchen Schmerz können sie vermeiden, wenn sie mich kaufen/buchen?
  • Welche Freude können sie erreichen, wenn sie mich kaufen/buchen?

Das mag in manchen Ohren sehr trivial sein, doch ein Versuch schadet nicht. Probieren Sie es einfach mal aus und horchen, was Ihre Produkte bzw. Leistungen für Antworten geben würden. Interessant ist nämlich auch, wenn Ihnen nicht wirklich was einfällt. Darüber lohnt es sich dann näher nachzudenken 🙂

Und um das ganze auf die Spitze zu treiben: Finden Sie das EINE Wort. Im amerikanischen Präsentationsjargon bezeichnet man das als “What’s the point…?” Also der eine Punkt, um den es wirklich geht. Beginnen Sie damit Ihre Antworten auf die Fragen von oben zu destillieren und zusammenzufassen. Wenn Sie bei einem Hauptwort angelangt sind, suchen Sie die Emotion die dahintersteckt. Denn wir wissen ja, dass die Emotion der Kaufauslöser ist und die Fakten der nachträgliche “Kauferklärer”, sprich man sucht sachliche Rechtfertigungsgründe.

Mit diesem Wort können Sie wieder den umgekehrte Weg beschreiten und eine Geschichte erzählen (vielleicht mit einem konkreten Kundenbeispiel…?) das genau den Genuss der bleibt, beschreibt. Damit sind wir beim abschließenden Gedanken. Erzählen Sie Geschichten. Von Kunden, die Ihr Produkt/Ihre Leistung eingesetzt haben und die

  • dadurch etwas bekamen, das ihnen zu gute kam
  • die einen Genuss davon hatten (gute Gefühle)
  • die damit Schmerz vermeiden und Freude erreichen konnten

Fragen Sie doch mal Ihre bisherigen Kunden nach den Antworten. Wieso nicht mal eine Umfrage mit Verlosung o.ä. machen. Sie werden mit Sicherheit interessante Antworten erhalten, Antworten die Ihnen selbst nicht eingefallen wären usw. Und die Antworten mit denen Sie am wenigsten anfangen können, sind meist die, die Ihnen möglicherweise neue Kundengruppen aufzeigen, an die Sie bisher noch nicht gedacht hatten, weil Sie Ihnen vielleicht bis dato fremd erschienen.

Auf jeden Fall bekommen Sie viele Anregungen, wie Ihre Kunden den Ertrag definieren, der bei ihnen bleibt. Der deswegen bei ihnen bleibt, weil Sie Ihren Kunden etwas gegeben haben. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen fruchtbare Antworten!