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Ich bin glücklich mit mir!
Darf ich Sie mal was fragen? Sind Sie glücklich mit sich? Oder kommt Ihnen diese Frage komisch vor? Probieren Sie doch mal, wie dieser Satz für Sie schmeckt:
Ich bin glücklich mit mir!
Die Reaktionen darauf, die ich bekomme, sind zwar verschieden, doch der Tenor ist oft derselbe: Hä, ich verstehe die Frage nicht….Was’n das für für’s Quatsch……Keine Ahnung….Ähm, weiß ich grad nicht…..Manchmal….Hab ich mich noch nie wirklich gefragt….Nicht wirklich…..etc….
Bildquelle: pixelio/Rolf van Melis
Die Menschen, die mir darauf mit einem “Na klar!” antworten und das auch noch gefühlt ernst meinen, bewegen sich unter 1 %. Das ist doch mal interessant…
Sollten wir nicht zuerst mit uns selbst glücklich sein, bevor wir es mit jemand anderem sein können? Sollten wir nicht zuerst das Glück in uns finden und darum wissen und es nicht im Außen suchen? Sollten wir darüber nicht mal ernsthaft nachdenken?
Begeben wir uns gemeinsam auf eine Entdeckungsreise, ins Glück, das in uns beheimatet ist. Denn irgendwo in uns muss es ja wohnen.
Also noch mal von vorne. Am Anfang der Reise steht der Satz “Ich bin glücklich mit mir!” Was für Bilder, Emotionen und Gedanken steigen da in Ihnen auf? Lassen Sie sich einen Moment Zeit um all das wahrzunehmen. Vielleicht ist es Ärger, vielleicht Traurigkeit, vielleicht Angst, vielleicht Bedauern, vielleicht auch etwas ganz anderes. Was ist es bei Ihnen?
Packen Sie all das auf Ihre innere Merkliste und gehen bewusst in eine Beobachterrolle. Unter dem Motto “aha, so ist das also, das sind also meine Reaktionen auf den Satz ich bin glücklich mit mir” Keine Bange, wir stellen jetzt nicht die Frage nach dem Warum. Das ist selten bis nie zielführend.
Nein, wir sagen uns jetzt mal verschiedene Varianten des Satzes und schauen, was dann passiert:
- Ich bin nicht glücklich mit mir.
- Ich sollte nicht glücklich mit mir sein.
- Ich darf nicht glücklich mit mir sein.
- Ich kann nicht glücklich mit mir sein.
- Ich will nicht glücklich mit mir sein.
Hm, bei welcher Variante spüren Sie den meisten Widerstand? Wie ist es z.B. mit dem Satz “Ich WILL nicht glücklich mit mir sein?” Viele Menschen spüren hier, dass Ihnen diese Formulierung gegen den Strich geht. Wieso sollte ich das nicht wollen? Und doch können wir dem glücklich sein mit uns nicht zustimmen. Irgendwas läuft doch da quer, oder nicht?
Lassen Sie uns einen Blick auf Ihre Familie werfen aus der Sie stammen. Gucken Sie aus Ihrer Beobachterrolle auf diese Menschen und fragen sich, wer von ihnen dem Satz “ich bin glücklich mit mir” zustimmen würde und wer nicht. Welche Reaktionen, Gedanken, Gefühle würden die Mitglieder Ihrer Familie ausdrücken? Wo erkennen Sie Parallelen zu dem, was Sie über sich selbst in dem Zusammenhang denken (siehe oben Ihre Merkliste)?
Meist gibt es in Familien eine gewisse Grundstimmung, die wir dann ungefragt übernehmen. Wie sollen wir auch als Baby irgendwas hinterfragen? Also werden wir erstmal geprägt auf das, wie es bei uns eben so ist. Und so eine Prägung ist schon was hartnäckiges.
Sobald wir beginnen in eine andere Richtung zu denken, reagiert der Körper mit Angst und will uns ganz schnell wieder dazu kriegen, auf den üblichen Kurs einzuschwenken. Denn wo kämen wir denn hin, wenn wir mit unserer Familientradition brechen und damit höchst unloyal würden? Nee, nee, das geht nun wirklich nicht…
Auch wenn das jetzt etwas flapsig formuliert erscheinen mag, so laufen Prozesse in uns häufig ab. Wir fühlen uns wohler in dem kaputten, alten Hausschuh und trauen uns nicht, einen schicken, neuen, bequemen auszuprobieren. Vor allem dann nicht, wenn uns vor Augen steht, dass unsere Familienmitglieder immer noch in den alten rumlaufen und uns die Reaktionen darauf Angst machen.
Daher entscheiden wir uns häufiger als uns das bewusst ist, dafür, nicht glücklich mit uns selbst sein zu wollen. Denn unsere Familienmitglieder könnten uns etwas nicht gönnen, wir könnten so dastehen, als ob wir jetzt was besseres/anderes wären. Es könnte so aussehen, als ob wir nichts mehr mit ihnen zu tun haben wollen. Wir könnten verspottet werden. Wir könnten geschimpft werden. Wir könnten ausgeschlossen werden.
Da ist nun guter Rat teuer. Wie soll das dann funktionieren, mit dem glücklich mit sich selbst sein?
Die größten Defizite, die wir als Erwachsene erleben, sind in den meisten Fällen nicht erfüllte Bedürfnisse aus unserer Kinderzeit. Die nicht gestopften Löcher des liebgehabtwerdens, des sich angenommenfühlens, des richtigseins und was es da sonst noch so an Lücken gibt. Doch unsere Kindheit ist vorbei, wie soll ich da noch groß was dran ändern?
Von Milton Erickson, dem großen Hypnotherapeuten, stammt der Satz
“Es ist nie zu spät eine schöne Kindheit gehabt zu haben.”
Klingt ein wenig seltsam, oder vielleicht doch nicht?
Fakt ist, unsere Vergangenheit ist vorbei. Doch das heißt noch lange nicht, dass wir das, was wir jetzt als Defizit erleben, auch weiterhin so fühlen müssen. Niemand kann uns dazu zwingen. Denn alles passiert in unserem Kopf.
Den Fehler, den wir allerdings machen, ist der, diese Bedürfnisse von jemandem von außen erfüllt zu bekommen. Wir suchen daher immer noch nach der Möglichkeit, das, was uns damals von Menschen gefehlt hat, auch jetzt von Menschen erfüllt zu bekommen. Doch das kann nicht funktionieren.
Denn es sind erstens nicht die, von denen wir uns das eigentlich wünschen und zweitens haben diese ebenfalls ihre Defizite, die dann mit unseren aufeinander prallen. Das öffnet Mißverständnissen und Streitereien Tür und Tor.
Gut, wenn nicht von anderen, dann bleiben nur noch wir selbst. Wir selbst sind in der Verantwortung und es ist unser Job für uns selbst gut zu sorgen. Die gefühlten Defizite für uns selbst auszugleichen.
Lassen Sie uns mit ein paar Fragen, des Rätsels Lösung näher kommen. Wenn Sie für sich merken, dass Sie in einer dieser Emotionen stecken, die das Glück in Ihnen verhindern, fragen Sie sich doch mal:
- Was bräuchte ich jetzt, damit ich mit mir selbst glücklich wäre?
- Was könnte ich jetzt für mich tun, damit ich mit mir selbst glücklich bin?
- Was fehlt mir jetzt gerade, damit ich mit mir selbst glücklich bin?
- Wie müsste ich mit mir selbst sprechen im Inneren, damit ich mich glücklich mit mir fühle?
- Wie kann ich mich selbst jetzt gerade bemuttern?
Wir machen uns damit auf die Suche, nach dem, was dem Kind von damals gefehlt hat. Denn das fehlt uns heute noch. Uns fehlt keineswegs der neueste Mercedes, Computer, Kleiderschrank oder [hier Begriffe Ihrer Wahl einsetzen...]. Nein, Materielles fehlt uns, die wir in einer reichen Gesellschaft leben, wahrlich nicht. Es fehlt uns an Zuwendung, Zuspruch, Ermutigung, Liebgehabtwerden, Verlässlichkeit, Lachen etc.
Und das Kind in Ihnen, dass da etwas vermisst, braucht keine großen Aktionen. Nein, es geht schon mal darum, dass wir liebevoll mit uns sprechen. Das kleine Wesen, das in allen von uns wohnt, zu sehen und mitzufühlen, wie es ihm gerade geht. Es braucht in dem Moment unsere Fürsorge. Wir brauchen uns selbst. Unser Annehmen, unser Dasein, unser Trösten, unsere Verlässlichkeit.
Das hört sich alles aber komisch an, denken Sie vielleicht? Hm, das mag sein und es ist auch nichts, was man groß in die Zeitung schreiben würde. “Mann spricht mit kleinem Jungen in sich selbst. Frau nimmt kleines Mädchen in sich in den Arm.” Klar ist das erstmal abstrus und weit hergeholt.
Nichts destotrotz liegt hier Ihr Glück in Ihnen verborgen. Wenn Sie denken, dass Sie ja soo erwachsen sind, kaufe ich Ihnen das nicht wirklich ab. Wir allen haben Seiten in unserem Leben, da stehen wir absolut unseren Mann und unsere Frau. Keine Frage.
Doch jeder von uns war mal ein Kind. Jeder von uns hat eine Familiengeschichte, eine Prägung. Jeder und jede ohne Ausnahme. Das ist es, was uns Menschen wiederum so ähnlich macht. Äußerlich mögen wir noch so verschieden sein, in uns haben wir mit alle mit ähnlichen Mustern zu kämpfen.
Also machen Sie sich auf die Suche, nach dem, was Sie selbst jetzt gerade für sich und Ihr inneres Kind tun können, damit Sie immer mehr in die gefühlte Freude des Satzes
“Ich bin glücklich mit mir!”
gelangen. Von mir haben Sie alle Erlaubnis der Welt!
Das Leben ist ein Fest!
Wann haben Sie es das letzte Mal gefeiert? Ihr Leben? Oder sind Sie eher den düsteren Gedanken verhaftet, dass Ihr Leben eine Aneinanderreihung von endlosen Katastrophe zu sein scheint und darin schon länger kein Sinn mehr darin zu finden ist?
Das ist wohl wahr, dass das Leben viele Katastrophen zu bieten hat. Es ist oft kein Zuckerschlecken und der gefühlte Druck von Verantwortung, Stress, Kummer, Sorgen, Ärger zwingt uns nur zu häufig in die Knie. Und dort kauern wir dann, tagein, tagaus. Funktionieren wie Roboter, die Befehle entgegennehmen.
Bildquelle: uschi dreiucker / pixelio.de
Die Tage scheinen sich immer mehr zu gleichen, in ihrer immer währenden Abfolge von abzuarbeitenden Aufgaben, Anweisungen von oben, Erwartungen von allen Seiten und der endlose Strom an täglich wiederkehrenden Gedanken und Gefühlen dazu.
Und genau deshalb weil unsere Leben zu oft nach diesem Muster ablaufen, haben wir die Aufgabe das Leben zu feiern. Dem Leben wieder das Leben abzuringen. Es spürbar in uns ausbreiten zu lassen. Vom Kopf mit seinem ganzen Gedankengeplapper wieder ins Fühlen zu kommen.
Unseren Körper wieder zu spüren, ihn wahrhaft zu bewohnen. Uns in uns selbst auszubreiten, spüren, dass wir wirklich da sind. Wirklich da sind auf dieser Erde. Wirklich da sind.
Ihr Herz schlagen spüren. Es schlägt nur für Sie. Spüren Sie es?
Ihre Füße zu spüren. Mit diesen laufen Sie durch Ihre geschäftigen Tage.
Ihren Atem zu spüren, der Sie jeden Tag am Leben teilhaben lässt. Spüren Sie sich?
Spüren Sie, wieviel da ist, was von Ihnen wahrgenommen werden will? Wie sehnsüchtig alles darauf wartet, dass Sie endlich mal wieder innehalten um das Leben in sich zu spüren?
Ja, sehr oft ist da als erstes Schmerz. Schmerz, der unendlich groß zu sein scheint. So unfassbar, dass wir ihn am liebsten wegschieben möchten.
All die Anspannung in Ihnen, all das Festhalten. Wann haben Sie das zuletzt in Ihrem Körper wirklich wahrgenommen ohne davonzulaufen? Sich sich selbst zugewandt und wahrgenommen?
Es kann Sie überfluten wie ein reißender Strom, der über seine Ufer tritt. Lassen Sie es zu. Nehmen Sie es wahr, nehmen Sie sich in Ihrem Schmerzensstrom jetzt an. Es ist so wie es jetzt gerade ist. Und es darf alles genauso so sein. Nehmen Sie sich wahr. Bleiben Sie bei sich. Gehen Sie durch den Gefühlsstrom hindurch und nehmen Sie wahr. Was jetzt gerade da ist.
Und dann wird es diesen Moment geben, an dem Sie spüren, die Wogen glätten sich langsam ein wenig, der Sturm in Ihrem Inneren lässt nach. Es wird ruhiger.
Sie sind angekommen. Bei sich. Wie müde, kaputt und fertig Sie sich vielleicht auch gerade fühlen möchten. Jetzt sind Sie erstmal angekommen. Ganz tief drin. Und dort gibt es einen fühlbaren Punkt der Ruhe. Er ist manches Mal nur ein Hauch von Gefühl am Anfang, doch er ist da. Er wartet die ganze Zeit schon auf Sie. Dass Sie da sind.
Still werden und ihn wahrnehmen. Spüren Sie ihm nach. Werden Sie ruhig.
Jeder Mensch trägt diesen Kern in sich. Genauso wie die Sonne am Tag immer da ist. Auch wenn der Himmel voller dunkler Wolken ist, ist sie trotzdem da. Immer. Und auch unser innerster Kern der Ruhe ist immer da.
Sie können immer wieder zu ihm zurückkehren. Wir verlieren ihn immer wieder in unserem täglichen Wirrwarr, doch wir können ihn immer wieder aufsuchen.
Ihren Kern. Ihre Ruhe. Und genau das sollten Sie feiern. Ihr Leben hat es verdient gewürdigt zu werden. Mit einem Fest. Der Dankbarkeit, der Heiterkeit, der stillen Gedanken.
In jedem Leben gibt es Grund zur Freude. In jedem Leben. Schauen Sie genau hin und seien Sie bei sich. Leben Sie!
Bessere Gespräche führen mit Hilfe von “Tante ELSE”
Es ist mir eine große Freude, Teil einer besonderen Blogparade zu sein. Besonders deshalb, weil sich dabei online und offline verbinden. Denn es gibt ein Buch mit Namen Frida, das auf seiner Reise durch ganz Deutschland von Trainern, Coaches und Beratern angefüllt wird mit wertvollen Beiträgen zum Thema Kommunikation.
Initiiert hat das ganze Judith Thorma vom Rhetorikblog. Vielen Dank an dieser Stelle, dass ich Gelegenheit habe, an diesem schönen Projekt mitzuwirken!
Dann kann’s losgehen, mit dem heutigen Thema. Es dreht sich alles darum, bessere Gespräche zu führen.

Gespräche, die über schwierige, emotionale Themen gehen, nehmen oft epische Ausmaße an. Doch ein zu langes Verweilen in den negativen Aspekten zementiert häufig die Handlungsunfähigkeit und Hilfslosigkeit der Beteiligten. Auf beiden Seiten.
Daher ist alles hilfreich, was ermöglicht wieder in die eigene Kraft zu gelangen. Gespräche nach „Tante Else“ zu führen, ist dazu ein einfaches und effektives Mittel. (nachzulesen im Buch von David Servan-Schreiber “Die neue Medizin der Emotionen“)
Am Anfang steht die Frage:
Was ist passiert?
Jetzt gilt es einfach zuzuhören ohne zu unterbrechen. 3 Minuten wirkliches Zuhören. Dann schieben Sie die Frage nach:
E (Emotion) … Was hast du/haben Sie dabei empfunden?
Die Antworten darauf führen uns zu den Gefühlen, die jemand in der geschilderten Situation hat. Nun folgt die wichtigste Frage:
L … Lass mich das Schlimmste wissen. – Was ist das Schlimmste für dich/Sie?
Was Sie nun hören, führt zum Wesenskern der Angelegenheit und die Antworten bringen häufig etwas anderes als das Erwartete zu Tage. Die Frage ermöglicht wie mit einer Taschenlampe den Punkt zu beleuchten, der am meisten Schmerz verursacht.
Sie zentriert und klärt die Aufmerksamkeit in einer Weise, die sonst nur selten möglich ist. Oft ist bis zu dieser Frage den Beteiligten selbst nicht klar, was genau sie denn als Kern ihres Schmerzes empfinden.
Mit der nächsten Frage zielen Sie auf die Selbstheilungskräfte Ihres Gegenübers ab:
S (Standhalten) … Was hilft dir/Ihnen standzuhalten?
Damit wird der Blick auf die eigenen Ressourcen gelenkt, die Möglichkeiten, die es in jeder noch so ausweglos erscheinenden Situation gibt. Und – ganz wichtig – die Lösungsansätze kommen nicht von außen, sondern aus dem Erzählenden selbst.
Die eigene Fähigkeit zur Selbstlösung und Selbstheilung damit zu erfahren, ist ein unschätzbarer Dienst, den Sie jemandem erweisen können. Der Sie gleichzeitig aus der Verantwortung entlässt, die Situation für jemanden anderen zu lösen.
Es erfordert wohl manches Mal Zurückhaltung, sich an dieser Stelle nicht die berühmte Handwerkermütze aufzusetzen und mit brillianten Lösungen aufzuwarten. Ganz in der vermeintlichen Tugend des Helfens. Ihre Zurückhaltung wird belohnt durch das Erstarken Ihres Gegenübers und der fehlenden Bürde fälschlicherweise übernommener Verantwortung.
E ... Empathie zeigen
Zum Schluss des Gesprächs drücken Sie in einfachen Worten aus, was Sie beim Zuhören empfunden haben. Oft genügen Sätze wie „Dass muss schwer für dich/Sie gewesen sein.“ oder „Vielen Dank, dass Sie mir all das erzählt haben, Ihre Worte haben mich sehr berührt.“
Zusammenfassung:
1. Was ist passiert?
Hören Sie 3 Minuten lang ohne unterbrechen zu.
E | 2. Was haben Sie dabei empfunden?
Hier hören Sie von den Gefühlen.
L | 3. Was ist das Schlimmste daran?
Das führt zum wesentlichen Kern des Schmerzes.
S | 4. Was hilft Ihnen standzuhalten?
Damit werden die eigenen Ressourcen ins Blickfeld gerückt.
E | 5. Das muss schlimm für Sie gewesen sein.
Sie zeigen durch Ihre Empathie, dass Sie Ihr Gegenüber verstehen.
Auf diese Art Gespräche zu führen, kann Ihnen auf privater wie beruflicher Ebene eine bereichernde Hilfe sein. Wieso nicht auf eine Karteikarte notieren und parat haben?
Probieren Sie es aus und spüren selbst, wie es helfen kann sich auf diese Art miteinander auszutauschen. Es ist eine äußerst wertschätzende Art des Umgangs darin enthalten und dies lässt uns Gespräche als sehr tief und bereichernd empfinden.
In der Freude leben
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass wir uns über manches im ersten Moment zwar freuen, doch sehr schnell andere Gefühle dieses gute Empfinden überlagern?
Es scheint, als ob ein kleiner Piepmatz versucht, gegen das Brausen eines Sturmes anzukommen. Haben wir überhaupt noch Zeit uns zu freuen? Wo sind wir eigentlich ständig mit unseren Gedanken und unseren Gefühlen?
Freude ist nicht unbedingt ein lautes Gefühl. Es ist eher ein wärmendes, stilles, inneres Leuchten. Es hat weniger mit Spaß zu tun. Der oft lärmend und ausgelassen ist und ebenso seine Berechtigung hat, doch Freude hat eine andere Qualität.
Bildquelle: Gerd Altmann @pixelio
Sind Sie schon mal vor Freude still geworden? Wenn es uns den Atem verschlägt, weil wir eine völlig unerwartete Überraschung bekommen. Ein kleiner Zettel aus unserem Portemonnaie fällt, auf dem ein paar Zeilen von einem lieben Menschen stehen. Jemand an unseren Geburtstag gedacht hat, von dem wir es nicht gedacht hätten. Wir viel besser bei einer Prüfung abgeschnitten haben, als wir uns erhofften. Ein liebes Wort in schwerer Zeit per Post bekommen.
All das und mehr ist Freude, derer wir so sehr bedürfen. Wir heilen, wenn wir ganz tief eintauchen in diese Empfindung. Spüren, wie sich dieses Leuchten in unserem ganzen Körper ausbreitet, das Lächeln wie von selbst auf unserem Gesicht erscheint, wir uns leicht fühlen und das Gefühl haben, dass wir fliegen können.
Wann haben Sie sich das letzte Mal so gefühlt?
Wann haben Sie bewusst in der Freude gelebt?
Freude ist ein Zustand, der uns über einen längeren Zeitraum begleiten kann, wenn wir das zulassen. Und er hat zumeist mit Menschen zu tun. Menschen, die uns eine Freude machen wollen und sich selbst daran erfreuen. Und ebenso schaffen wir dieses Gefühl, wenn wir jemandem eine Freude machen. Nicht unbedingt weil wir es uns finanziell leisten können, sondern weil wir bewusst Freude schenken wollen.
Was für Vorfreude es uns bereiten kann, etwas kleines, besonderes für unsere Liebsten auszusuchen, schön zurechtzumachen, ein paar liebevolle Zeilen mit der Hand hinzuzufügen. Was für eine Pracht. Das ist das Geheimnis hinter dem weisen Wort “Geteilte Freude ist doppelte Freude”
Machen Sie sich doch mal auf ‘Freude-Suche’ Wir begegnen jeden Tag immer wieder Situationen, in denen wir uns freuen können. Und wir könnten jeden Tag anderen eine Freude machen. All das muss keineswegs in einer riesigen Geschenk-Parade gipfeln. Im Gegenteil. Wenn Sie für sich nachspüren, was Ihnen besondere Freude macht, die Freude, die innerlich wärmt und uns leuchten lässt, so sind es viel öfter Aufmerksamkeiten im Sinne von lieben Worten.
Leben Sie in der Freude und kehren immer wieder bewusst in dieses Gefühl zurück. Nutzen Sie alles, was Ihnen dazu hilft. Ob das Musik sein mag, oder ein Spaziergang durch die verschneite Landschaft, gute Gespräche mit Freunden, ein schönes Buch, Ihre Liebsten ganz nah um sich zu haben, Ihr Herz schlagen zu spüren, das Wohlgefühl eines frischbezogenen Bettes zu genießen oder auch einfach für sich still zu werden.
Gehen Sie mit der Verschenken von Freude ebenso verschwenderisch um. Wir lassen viel zu viele Möglichkeiten ungenutzt vorüber gehen, in denen wir anderen eine kleine Freude machen könnten. Mit einem Lächeln, einem freundlichen Wort, einem netten Kompliment, einer kleinen Hilfeleistung, einer kleinen Notiz oder einem Mitbringsel.
Zeigen Sie den Menschen in Ihrem Leben, dass Sie in Freude mit Ihnen verbunden sind. Sie werden es hundertfach zurückbekommen.
