Eine Zauberfrage die glücklich macht :)

Die Magie des DankeschönDiese Tage zwischen den Jahren sind eine gute Zeit für eine Rückschau. (Wer möchte kann dazu gern auf die Lebensinventur der großartigen Vera F. Birkenbihl zurückgreifen.)

Dieses Jahr bin ich durch Zufall auf einen sehr guten Artikel von Monica Pirani gestoßen (in englisch) in denen sie 10 Fragen für die Reflexion über das Jahr auflistet.

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Eine Frage kann Zauberkräfte haben

Während des Bearbeitens bin ich an einer Frage ganz besonders hängen geblieben. Diese Frage hatte für mich fast Zauberkräfte. Sie glauben mir nicht?

  • Nun, wenn die Beantwortung einer ganz bestimmten Frage Sie sofort froh machen würde, wären Sie interessiert?
  • Wenn Sie mit der Beantwortung von nur einer Frage sofort spüren, wie tief Sie mit anderen verbunden sind, wären Sie interessiert?
  • Wenn Sie durch die Antworten auf nur eine Frage Glück und Zuversicht in sich spüren können, wären Sie interessiert?

Na, hab ich Sie am Haken? 😉 Dann lesen Sie gleich weiter und lassen sich in das Geheimnis einweihen.

Schauen Sie auf Ihr Jahr zurück und finden Ihre Antworten auf die Frage:

Wen gibt es, der ein große Dankeschön von mir verdient hat?

Welche Menschen haben Ihnen dieses Jahr geholfen? Bei großen und kleinen Gelegenheiten. Wem fühlen Sie sich besonders in Dankbarkeit verbunden?

Wem sind Sie dankbar?

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, halten inne und nehmen wahr, wer Ihnen als erstes einfällt. Notieren Sie sich den Namen und wieso dieser Mensch ein großes Dankeschön von Ihnen verdient hat. Was ist der Grund dafür? Bei welcher Gelegenheit war das? Was hat es für Sie bedeutet? Was wurde dadurch möglich?

Lesen Sie Ihre Notizen durch und spüren dabei in sich hinein. Merken Sie wie der Zauber bereits zu wirken beginnt? Vielleicht lächeln Sie ein klein wenig, vielleicht wird Ihnen ganz warm um’s Herz, vielleicht sind Sie tief berührt.

Das ist die Magie des Dankbarseins.

Probieren Sie es gleich nochmal. Wer fällt Ihnen als nächstes ein, der ein großes Dankeschön von Ihnen verdient hat? Schreiben Sie auch diesen Namen auf und notieren dazu, was der Grund war und welche Bedeutung es für Sie hat.

Welche Magie ist hier am Werk?

Nehmen Sie wahr, was dabei in Ihrem Inneren geschieht. Wenn wir uns dankbar fühlen, können wir keine Angst haben. Wir können auch nicht gleichzeitig gestresst sein, es ist wie eine Mini-Pause in unserer Anspannung.

Interessanterweise können wir uns auch nicht gleichzeitig einsam fühlen oder verbittert sein. Was jedoch zugleich in den meisten Fällen passiert, ist ein aufsteigendes Glücksgefühl in uns. Vielleicht nur ganz leise, doch spürbar.

Geben Sie diese Magie weiter

Dankbarsein heißt sich verbunden fühlen. Was wäre, wenn nicht nur Sie diesen Zauber in sich wirken spüren, sondern ihn an andere weitergeben?

Einfach eine oder mehrere Postkarten zu nehmen und sie an die Menschen zu adressieren, die ein großes Dankeschön von Ihnen verdient haben. Darauf zu schreiben, für welche Gelegenheit Sie diesem Menschen dankbar sind und was es für Sie bedeutet hat.

Stellen Sie sich für einen kurzen Moment vor, wie der Empfänger die Karte bekommt und liest. Wieviel Freude in diesen Zeilen steckt und sofort spürbar ist. Vielleicht kommt die Karte gerade in einem sehr stressigen Moment und Sie schenken damit ein vollkommen unerwartetes Glücksgefühl.

Kostet nix und ist so wertvoll wie kaum Etwas

In jedem Fall verändern Sie einen Moment im Leben eines anderen zum Besseren. Sie geben damit einen Lichtstrahl und Herzenswärme weiter. Und ist das nicht das wunderbarste Geschenk, dass Sie jemandem machen können, dem Sie dankbar sind?

Schließen Sie Ihr Jahr doch mal auf diese Weise ab. Stellen Sie sich die Frage

Wen gibt es, der ein große Dankeschön von mir verdient hat?

Schreiben Sie diesem Menschen eine Karte und teilen Ihre Antworten auf: Was ist der Grund dafür? Bei welcher Gelegenheit war das? Was hat es für Sie bedeutet? Was wurde dadurch möglich?

Und schicken diese Karte(n) ab.

Das kleine Glück und die große Dankbarkeit

Heute ist mir wieder eine Geschichte eingefallen, die mir letzten Frühling passiert ist. Sie ist erstens sehr typisch für mich 🙂 und hat mir zweitens wieder mal die Bedeutung des kleinen Glücks und der großen Dankbarkeit in Erinnerung gebracht hat.

Da es bei uns einfach wunderbar frühlingshaft sonnig war, hab ich mir am Nachmittag ein Stündchen Zeit genommen und war auf meiner Walking-Strecke unterwegs. Und es kam wie es kommen musste, bei meinem Rumgehampel (ich geh ohne diese Stöcke, sing dafür sehr viel…) hab ich meinen Autoschlüssel verloren.

Zu dem Zeitpunkt als ich das gemerkt habe, hatte ich schon fast die ganze Strecke hinter mir. Was nun…?

Ich bin mit gesenktem Blick die ganze Strecke wieder zurückgegangen und hab mir fast die Augen ausgeguckt nach dem Autoschlüssel. Und so ziemlich am Anfang der Strecke lag er mitten am Weg. Völlig unberührt und hat auf mich gewartet. Was für eine Freude!

Keine Ahnung wie hoch die Chance war, dass er noch da lag. An dem Tag sind viele Leute diese Strecke gegangen und doch hatte ich das Glück ihn wiederzufinden.

Mir hat diese Episode mal wieder ins Gedächtnis gebracht, wie plötzlich im Leben etwas passiert und schnell der Bogen von fröhlichem Unbeschwertsein zu tiefem Schreck geschlagen ist. Ist das nicht der beste Grund dafür, das kleine Glück schon heute im Leben wahrzunehmen? Und die Dankbarkeit, die einen durchströmt mit vielen Menschen zu teilen?

Sie achtsam dem Augenblick, denn er enthält das ganze Leben, sagt man im Buddhismus. Wie viel Wahrheit doch darin liegt.

Was hat Sie heute am meisten glücklich gemacht? Welche Situationen gab es, die Ihnen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben? Bei welchem Erlebnis waren Sie von Dankbarkeit erfüllt?

Freu mich sehr auf Ihre Gedanken dazu!

Monat der Dankbarkeit Tag 30: das Leben und ein Wunsch

Heute ist der 30. Tag meines Dankbarkeitsmonats.

Am letzten Tag dieses Monats möchte ich meine Dankbarkeit dem größten zum Ausdruck bringen, dass es für mich gibt: dem Leben.

Es ist für mich nicht selbstverständlich, dass ich jeden Tag aufwache und wieder 24 Stunden geschenkt bekomme. Ich hab in meinem Leben schon des öfteren erfahren, wie nah der Tod in unserem Leben stets ist. Es ist uns nicht gegeben, zu wissen, wann wir von dieser Erde gehen werden und jeder Tag den ich in Unfrieden mit mir und der Welt die mich umgibt verbringe ist ein Tag zuviel.

Ich weiß, dass uns diese Achtsamkeit während unseres stressigen Alltags schnell abhanden kommt und wir einen großen Teil unseres Lebens nicht wirklich anwesend verbringen. Doch wenn ich mir eines wünschen darf, dann das, dass dieser Monat der Dankbarkeit bei allen die er erreicht hat, dieses Gefühl der Achtsamkeit wieder erweckt hat. Wir öfter als bisher inne halten und uns wahrnehmen, das Leben in uns spüren und die Freude darüber, dass wir hier sind. An diesem Ort, mit diesen Menschen, in unserem Leben.

Sich auf diese Gedanken einzulassen, lässt ehrfürchtig werden. Denn eines ist sicher, unser Leben wird ein Ende habe, es ist nicht unendlich. Und wir sollten es zu unserer tiefen, geliebten Verpflichtung machen, es jeden Tag wieder zu ehren. Dankbar zu sein für unser Leben. Das kostbarste, das wir haben.

Ich weiß nicht, ob Sie schon mal einen Menschen verloren haben, wenn ja, dann wissen Sie um dieses Gefühl, das einen zerreißt. Dieses Wissen, dass dieser Mensch nicht mehr ins Leben zurückkehren wird, dieser Körper nicht mehr auferstehen wird, sondern er für uns gegangen ist. Unwiederbringlich.

Ob wir dagegen ankämpfen oder nicht, dies ist das letzte Geheimnis des Lebens, was wir nicht lüften werden. Dass der Tod im Augenblick unserer Geburt bereits auf uns wartet.

Wir können unserem Leben nicht mehr Stunden geben, doch unseren Stunden mehr Leben.

Das wünsche ich Ihnen, wenn Sie nun den letzten Monat des Jahres beginnen. Spüren Sie sich leben, fühlen Sie die Dankbarkeit die in uns aufsteigt und erfreuen sich an jeder Stunde die Sie hier auf Erden weilen dürfen.

Vielen Dank an euch alle, die ihr mitgelesen, mitkommentiert und mit mir diesen Monat der Dankbarkeit mit Leben gefüllt habt. Es war mir eine Freude und ich wünsche euch eine gesegnete Adventszeit.

Monat der Dankbarkeit Tag 29: Komplimente

Heute ist der 29. Tag meines Dankbarkeitsmonats.

Wie schnell dieser Monat doch ins Land gegangen ist. Heute ist bereits der vorletzte Tag und ich bin voller Freude über all die Dinge, die mir während des Schreibens wieder präsent geworden sind.

Diesen Beitrag möchte ich einem Kompliment widmen, das ich vor zwei Tagen nach einem Firmenworkshop erhalten habe. Der IT-Leiter des Unternehmens sagte zum Abschluss seines Fazits: “Ich wusste, dass dieses Seminar richtig gut wird, denn ich kenn dich ja von früheren Workshops und du hast so ein positives Grundrauschen.

Seine Worte haben mich sehr berührt, ich spürte wie mein Herz aufging und ich gar nichts sagen konnte. Nahm es voller Dankbarkeit an und verwahrte es als Geschenk.

Und genau so sollten wir mit Komplimenten umgehen. Denn derjenige der uns etwas nettes sagt, hat es verdient, dass wir es nicht klein machen, weil es uns schwerfällt das Gesagte anzunehmen, sondern uns mit einem schlichten “Danke, wie nett von dir/Ihnen. Ich freu mich darüber.” erkenntlich zu zeigen.

Ein Kompliment bedingt auch nicht, dass wir sofort nach etwas suchen, dass wir zurückgeben können. Nein, es einfach annehmen, wirken zu lassen, sich darüber freuen, dankbarsein, das macht Schenker und Beschenker vollständig. Denn das Wort Kompliment geht in seiner ursprünglichen Bedeutung auf ‘complere’ zurück. Was mit ‘erfüllen, ausfüllen, vollständig machen‘ gleichgesetzt wird.

Was das konkret heißt, kann wohl jeder nachvollziehen, der schon mal jemanden ein Kompliment gemacht hat, wie ‘ein wirklich schönes Kleid, was du da heute trägst‘ und darauf eine Antwort wie ‘ach, das ist doch schon so alt‘ bekommen hat. Was passiert in dem Moment? Auf Seiten des Beschenkten wird das Kompliment nicht wirklich angenommen und damit fühlt sich der Schenker wie betrogen und klein gemacht.

Was dazu führt, dass Menschen immer weniger Komplimente machen, denn niemand steht gern mit Scherben in der Hand da. Also lautet die Devise ganz einfach beim nächsten Kompliment bewusst die Dankbarkeit spüren und ausdrücken.

Und ich freu mich weiter an meinem ‘positiven Grundrauschen‘ 🙂

DANKE

Über welches Kompliment hat ihr euch richtig gefreut und seid dafür dankbar?