Wieso deine Gedanken darüber entscheiden wie produktiv du bist und was du tun kannst um deine Produktivität zu verdoppeln

Wieso deine Gedanken darüber entscheiden wie produktiv du bist und was du tun kannst um deine Produktivität zu verdoppelnNachdem wir uns in den letzten Wochen so viel über äußere und innere Ordnung unterhalten haben, wenden wir uns jetzt mal dem praktischen Umsetzen zu.

Wer möchte nicht gern produktiver sein in seiner täglichen Arbeit? Wer hätte nicht gern am Abend mehr geschafft als er dachte und kann die todo-Liste wegwerfen, weil alles ausgestrichen ist?

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Doch wie wird man wirklich produktiver?

Es gibt soviel verschiedene Bücher über Zeitmanagement und Blogs über productivity hacks haben tausende von Anhängern. Vielleicht hast du auch schon einige Seminare besucht und viel darüber gelesen.

Und? Bist du produktiver? Hast du tatsächlich deinen Tag im Griff oder ist es eher umgekehrt?

Wie steigert man denn nun seine Produktivität?

Vielleicht hast auch gar keine Lust, den 597. Tipp zur Produktivität zu lesen, der dich garantiert produktiver machen wird. Keine Angst, das wirst du hier auch nicht finden. But wait, wollten wir nicht praktischer werden?

Ja, das wollten wir und ich verrate dir ein Geheimnis: Das was du tust, ist das was zählt. Daraus ergibt sich, ob du am Ende des Tages produktiv warst oder nicht. Das was du tust, zählt.

Jetzt kommt die Preisfrage:

Was tust du eigentlich den ganzen Tag? Und was bringt dich dazu dieses zu tun und jenes zu lassen?

Gut, gut, damit bewegen wir uns in die genau richtige Richtung. Denn schließlich machen deine Hände doch das was du willst, oder?

Wenn du dich selbst dabei ertappst, wie du ewig in Facebook scrollst oder mit der Maus bei Pinterest die tollsten Sachen anklickst, dann wirst du das ja wohl wollen, oder?

Schließlich tun deine Hände etwas. Und deine Hände machen doch das was du willst, oder nicht?

Das was du tust, ist das was du willst. Oder…?

Das bedeutet, dass alles was wir den lieben langen Tag so tun, ob es produktiv ist oder nicht, etwas ist, was wir wollen und entschieden haben. Die Frage ist nur, ob wir diese Entscheidung auch bewusst mitbekommen haben oder ob es da Programme in uns gibt, die das für uns automatisiert übernehmen.

Wieder einmal sind wir beim Thema Wahrnehmen und Beobachten gelandet. Nur wenn du siehst was du tust, weißt du auch, was du gewollt hast, um das mal so auszudrücken.

Gehen wir noch einen Schritt weiter und eine Stufe höher: Wieso machen Menschen etwas?

Du hast bestimmt schon mal gehört, aus welchen Gründen eine Motivation zum Handeln entsteht. Wir wollen entweder Schmerz vermeiden oder Freude suchen. That’s it.

Diese beiden Gründe gibt es, die uns dazu bringen etwas zu tun oder nichts zu tun, was ebenso eine Entscheidung ist.

Welche Gründe setzen sich durch?

Dabei sollte man noch im Kopf behalten, dass einer der beiden Gründe eine zeitlich stärkere Zugwirkung hat. Wenn wir kurzfristigen Schmerz vermeiden können, dann wird das Vorrang haben gegenüber Freude zu gewinnen.

Diese Kurzfristigkeit kann uns in allen möglichen Situationen ein Bein stellen. Nehmen wir an, du hast dir vorgenommen, endlich diesen Bericht fertig zustellen damit du das Projekt einreichen kannst.

Wenn es ein Bericht ist, der dich buchstäblich den letzten Nerv kostet und es wirklich schwierig ist ihn zu erstellen, weil du vieles davon erst recherchieren musst und du auch nicht genau weißt, wie du ihn am besten formulieren sollst, dann hat der Bericht große Chancen immer wieder aufgeschoben zu werden.

Warum?

Nun, das ist einfach erklärt. Du wirst keine Freude verspüren, dich jetzt mit diesem Bericht auseinander setzen zu müssen. Es verunsichert dich vielleicht, weil du nicht genau weißt, wo du alle Informationen her bekommst, du fühlst dich unwohl, weil du kein klares Ergebnis vor Augen hast, es ist so vieles unbekannt und neu daran.

Möglicherweise schwant dir, was ich als nächstes sagen werden. Und du hast recht, denn es geht wieder mal um die unangenehmen Gefühle, mit denen wir lernen müssen zu koexistieren.

Was liegt wirklich hinter unseren Entscheidungen?

Dass wir diesen Bericht immer und immer wieder aufschieben, liegt nicht daran, dass wir nicht in der Lage wären ihn zu verfassen, es liegt daran, dass wir uns unwohl fühlen – eben diese ganze Palette an unangenehmen Gefühlen haben – und diese unbedingt vermeiden wollen.

Da ist es doch viel einfacher, jetzt noch an einer Präsentation rumzubasteln und die Bilder noch einen Zentimeter weiter nach rechts zu schieben, weil das möglicherweise besser aussieht. Alles, nur nicht an dem Bericht arbeiten. Alles andere, nur damit wir uns nicht unwohl fühlen.

Wie knackt man diese Nuss?

Sie wird zum einen oft dadurch geknackt, dass ein Abgabetermin näher und näher rückt. Dieser Termin bedeutet durch sein Näherrücken einen immer größer werdenden Schmerz. Denn wenn wir nicht fristgerecht abgeben, wird unser Projekt nicht berücksichtigt oder es gibt einen Anschiss vom Vorgesetzten.

Das führt dazu, dass wir auf den letzten Drücker ins Handeln kommen und die Nacht – wenn es sein muss – durcharbeiten, damit dieser Bericht endlich fertig wird.

Das führt zwar möglicherweise zum Erfolg – wir können den Bericht abgeben – doch unter Garantie war das nicht unsere beste Arbeit und der Stress den wir uns mit dem Durcharbeiten zum Schluss angetan haben, schadet uns auch.

Wenn man das aus einer Beobachterposition heraus betrachtet wird klar, dass hier ein Schmerz immer größer geworden ist. Die Konsequenzen aus dem Nichtabgeben des Berichts wurden schmerzlicher, als es das Arbeiten am Bericht gewesen ist.

Wir schaden uns selbst

So kann man das natürlich machen. Manche Menschen funktionieren ihr ganzes Arbeitsleben nach diesem Modus. Unangenehmes, Neues, Ungewohntes wird aufgeschoben bis der Schmerz des Nichtmachens durch Termine größer wird, als sich endlich dranzusetzen.

Doch ich will nochmal an dieser Stelle betonen, was das für uns für Konsequenzen hat:

  • Wir liefern mit der Hudlerei zum Schluss in keinster Weise unsere beste Arbeit ab.
  • Wir stehen die ganze Zeit ständig unter dem Gefühl, dass wir das endlich angehen müssten und haben ein schlechtes Gewissen.
  • Wir setzen uns unter ungeheuren Stress, wenn wir schlussendlich versuchen, der Sache Herr zu werden.

Und dieses ganze Spiel wiederholt sich. Rinse and repeat. Wie gesagt, kann man alles machen. Doch wirklich Spaß macht das nicht und zufrieden auch nicht.

Wie lässt sich das nun angehen?

Es ist – wie so oft – einfach und schwer zu gleich.

Einfach deshalb, weil die Lösung ganz klar lautet: Möglichst wenig aufschieben und früh genug beginnen. Dadurch lassen sich alle drei negativen Konsequenzen ausschalten. Wir liefern eine weitaus bessere Arbeit ab, wir haben kein schlechtes Gewissen und wir stressen uns nicht unnötig.

Gut, warum tun wir es dann nicht einfach?

Weil es eben zur gleichen Zeit schwer ist. Obwohl es nur am Anfang zäh sein kann und dann ändert sich das. Das ist das Magische am ins Handeln kommen, wie wir schon an anderer Stelle festgestellt haben.

Was uns so schwer fällt, ist der Reflex, unangenehme Gefühle vermeiden zu wollen. Diesen Reflex gilt es zu erkennen und dann eine andere Richtung einzuschlagen.

Was braucht es, damit wir produktiv werden können?

Es braucht dazu eine innere Haltung die auf die drei Maximen von oben ausgerichtet ist:

  • wir wollen gute Arbeit leisten
  • wir wollen uns nicht mit einem schlechten Gewissen belasten undd
  • wir wollen uns nicht unter Stress setzen.

Was können wir aus dieser Haltung heraus anders machen?

Nehmen wir den Bericht als Beispiel. Wir wissen wann der Bericht abzugeben ist. Das ist ein klar fixiertes Datum. Dann brauchen wir als nächstes nur unseren ganzen unangenehmen Gefühlen und Gedanken zu folgen. Denn im Problem liegt die Lösung.

Welche Fragen stellen wir uns zu diesem Bericht? Wie denken wir über ihn? Vielleicht taucht da so etwas aus: “ich hab keine Ahnung wie der Bericht aussehen soll.” “Wie lang der wohl sein soll?” “ Ich kann einfach nicht gut schreiben.” usw. usw.

Jeder dieser Sätze gibt uns genügend Anhaltspunkte, wie wir uns der Lösung nähern können. Der erste Punkt “ich habe keine Ahnung wie der Bericht aussehen soll.” Kann uns als Ansatz dienen, genau das zu klären.

Wen können wir fragen, welche Form der Bericht haben sollte? Was er umfassen sollte? Wo können wir recherchieren? Kann ich evtl. Rücksprache mit dem Auftraggeber halten?

Wenn es niemanden gibt, den ich fragen kann, dann kann ich selbst beginnen, den Bericht in seinen Einzelteilen zu skizzieren. Welche Punkte sollten alle erwähnt werden? Wie kann der Anfang aussehen? Was sollte man am Schluss zusammenfassen? Wie könnte ein Deckblatt gestaltet sein?

Im Problem liegt die Lösung.

Anhand dieser Fragen wird ersichtlich, dass ein Ding immer aus verschiedenen Teilen besteht. Wenn ich mir das große Ganze nicht vorstellen kann, dann kann ich beginnen die Einzelteile zu benennen und mit diesen anzufangen. So lässt sich das große Ganze Stück für Stück zusammensetzen.

Ich kann einen ersten groben Entwurf anfertigen und dann wiederum das Gespräch suchen um Feedback zu bekommen. Wenn ich nur mich als Feedbackgeber habe, kann ich immer nach verschiedenen Varianten Ausschau halten. Es gibt nie nur eine Art eine Sache zu erledigen, es wird immer verschiedene Vorgehensweisen geben und so kann ich mir selbst eine Auswahl schaffen und diese immer wieder verfeinern.

Wir wachsen daran, wenn wir etwas tun.

Das Beginnen und Anfangen ist der Schlüssel dazu, dass wir etwas verbessern können. Wenn wir gar nicht beginnen, gibt es nichts, was wir als Ausgangsmaterial haben, um Verbesserungen vorzunehmen.

Ein weiterer Punkt an innerer Haltung ist der Perfektionismuswahn. Wenn es nicht gleich perfekt wird, dann ist es nichts. Da wird sehr schnell die Flinte ins Korn geworfen, wenn sich das gute Gefühl nicht schon nach der ersten Stunde Arbeit einstellt.

Was denken wir über uns?

Solange wir unseren inneren Wert, an Beurteilungen von außen hängen, haben wir verloren. Wir müssen lernen uns zuzugestehen, dass es immer miese erste Entwürfe gibt. Wir fangen an und wir werden besser. Wenn wir nicht anfangen, können wir nicht besser werden. Im englischen gibt es bei Autoren den Ausdruck: Shitty first drafts include the gold of the book.

Gut, kehren wir zu unserem Ausgangspunkt zurück. Wir haben gesehen, dass unsere Gedanken zu einem Projekt uns genau die Lösungswege aufzeigen können, die wir brauchen, um das Projekt anzugehen.

Wenn wir – wie oben als Beispiel geschrieben – über uns denken “ich kann einfach nicht schreiben”, dann ist das eine Bewertung die wir da über uns abgeben, die garantiert nicht stimmt. Denn wir können schreiben. Die Frage ist nur, was dir an deiner Art zu schreiben nicht gefällt oder gut genug erscheint.

Wenn du dich für einen Moment vom Vergleichen mit anderen verabschieden kannst, und emotionslos auf deine Schreibe schaust, kannst du dir Fragen stellen wie: “Was genau denke ich, könnte man hier besser machen?” “Woran würde ich erkennen, dass ich besser geschrieben hätte als sonst?”

Wo genau kannst du ansetzen?

Mach dir die Fakten bewusst. Die Lücken und Mängel die du wahrnimmst (und nur zu oft negativ beurteilst über dich) stellen wieder mal die Lösung dar.

Wenn es dir nicht gefällt wie du schreibst und es jedoch zu deinen Aufgaben gehört, dann überlege dir Strategien wie du besser werden kannst darin. Was genau kannst du tun? Wie kannst du dich evtl. weiterbilden? Wie könntest du üben? Wo kannst du dir Tipps und Feedback holen?

Nimm das was dir auffällt und dreh es in die Ressourcen Richtung. Was genau sollte sich ändern und wie kann das geschehen?

Mit diesen Fragen bist du auf der Wachstumsdenke angelangt. Du verabschiedest dich damit von einem selbst anklagenden Jammern, Steckenbleiben und Aufschieben und gehst auf eine spannende Reise, auf der du wachsen kannst, vieles lernen und besser wirst in dem was du tust.

Um das hinzukriegen brauchst es die innere Haltung dazu. Es ist eine Entscheidung sich auf diesen Weg zu begeben. Triffst du sie, wirst du automatisch produktiver werden. Das ist quasi gar nicht anders möglich. Du räumst damit automatisch Verhaltensweisen aus dem Weg, die dich immer eingebremst und gehindert haben.

Ein Meister werden

Gestehe dir zu, eine Lernende und ein Lernender zu sein. Es gibt im ZEN einen wunderbaren Spruch, den ich dir zum Schluss mitgeben möchte:

Ein Meister, ist ein Schüler, der übt.

Und nicht ein Schüler, der aufschiebt, vertrödelt und sich unangenehmen Situationen nicht stellen mag.

Ein Meister, ist ein Schüler, der übt.

Think about it and act on it.


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Seelische Heilung beginnt mit der Erlaubnis zu trauern

Seelische Heilung beginnt mit der Erlaubnis zu trauernDieser Beitrag ist etwas anders als sonst, denn in diesen Zeilen möchte ich etwas Persönliches mit dir teilen. Verbunden damit ist die Hoffnung, dass du für dich etwas daraus mitnehmen kannst.

Nächste Woche jährt sich der Todestag meiner Schwester zum 2. Mal. Und im April jährte sich der Todestag meines Vaters zum 12. Mal. An manchen Tagen kann ich es immer noch nicht fassen, dass diese beiden Menschen nicht mehr in meinem Leben sind.

Es gibt kein Zurück

Das Ungeheuerliche des Todes ist seine Endgültigkeit. Wenn wir mit Verlusten in unserem Leben konfrontiert sind, haben wir keine Ahnung wie wir damit umgehen sollen. Es überfällt und überrollt uns. Es gibt dafür keine schlaue Anleitung, wie man in 5 Schritten trauert und dann wieder zum Alltag übergehen kann.

Früher war das Trauerjahr ein ganz bewusster Zeitraum. Man war schwarz angezogen und war in Trauer. Das gibt es heute kaum noch. Wir haben gar nicht die Zeit uns für solang aus unserem Leben auszuklinken. Es muss ja alles weiterlaufen. Die Familie, der Job, das Ehrenamt und was man sonst noch so für Hüte auf hat.

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Kummer braucht Raum

Doch Kummer lässt sich nur bis zu einem gewissen Grad wegschieben. Er hat die Eigenschaft zu wachsen, wenn wir ihn nicht wahrhaben wollen und uns bei unpassendster Gelegenheit zu überschwemmen. Oft im wahrsten Sinne.

Mir ging es im ersten Jahr nach dem Tod meines Vaters oft so, dass ich im Auto saß und plötzlich weinen musste. Augenscheinlich aus heiterem Himmel. Es ging einfach los. Manchmal so heftig, dass ich nicht mehr in der Lage war weiterzufahren, sondern stehen bleiben musste.

Mich hat der Tod meines Vaters damals mehr als alles Bisherige von den Füßen gerissen. In der Rückschau hab ich fast 5 Jahre gebraucht, um damit wirklich zurecht zu kommen.

Mein damaliger Freund hat irgendwann mal zu mir gesagt: “Ich halte deine Dunkelheit nicht mehr aus.”

Das war hart zu hören, doch auch nicht zu verdenken. Es ist nicht einfach jemanden “auszuhalten” der so tiefen Kummer hat. Nicht, wenn das Leben weitergehen muss.

Oft reißt man sich deswegen zusammen. Es reicht ja schließlich auch irgendwann mit den Tränen und dann muss man ja auch wieder nach vorne sehen.

Ungewollte Veränderung

Doch unser Leben ist nach einem Verlust verändert. Unwiederbringlich verändert. Ob es der Verlust aufgrund eines Todesfalls ist oder weil man verlassen wurde. Auch der Verlust eines Arbeitsplatzes hat eine traumatische Auswirkung auf uns, ähnlich einer Scheidung.

Ein grundlegendes Element unseres Lebens ist weggebrochen und wir müssen nun lernen ohne diesen Pfeiler zu leben.

Ein Teil unserer Identität hat sich damit verändert. Einen Teil unseres Gedächtnisses können wir nicht mehr teilen. Es gibt dann diesen Menschen nicht mehr, der die kleinen Geschichten versteht, die man miteinander erlebt hat. All das ist in gewisser Weise verloren, weil es jetzt niemand mehr weiß außer mir.

Die Zeit für neue Erlebnisse und Menschen wird kommen, doch daran ist in dieser Phase noch kein Drandenken.

Trauer braucht Zeit

Einen Trauerprozess zu durchlaufen ist etwas sehr Heilsames. Es bringt Träne für Träne unsere Seele immer wieder in Kontakt und Verbindung. Bis sie irgendwann in der Lage ist, zu akzeptieren, dass es diese Verbindung im realen Leben nicht mehr gibt, sondern sie nur noch im eigenen Inneren existiert.

Wer diesen Prozess abkürzen oder gar überspringen will, wird erleben, dass sich Kummer als hartnäckig erweisen kann. Vielleicht spüren wir nicht mehr, dass es ungelebte Traurigkeit ist, wenn wir immer freudloser werden am Leben. Wenn wir erschöpft sind, obwohl doch alles gar nicht so anstrengend ist.

Nicht ausgedrückter Kummer sucht sich andere Ventile und kann in Verhaltensänderungen münden, die uns selbst nicht auffallen.

Niemand will den Tod zum Thema machen

Unsere gesellschaftliche Denke fördert das in gewissem Sinne. Über den Tod zu sprechen und ihn damit in unser Leben zu lassen, ist nichts, was gern gesehen wird.

Das Leistungsdenken unserer Zeit hat keinen Raum für eine über Monate verminderte Arbeitsleistung. Ein Trauerfall ist schon schlimm, doch wirklich beeinflussen sollte er dann auch wieder nichts.

Und so machen wir oft gute Miene zum bösen Spiel. Setzen mit der Zeit eine Maske auf, die nach außen zeigt, dass alles OK sei und wir schon wieder voll da sind. Doch im Inneren ist das ganz anders.

Verletzlich zeigen, traurig zeigen, hilflos zeigen ist etwas, das uns schwer fällt. Da es auch nicht gern gesehen wird.

Viele Menschen sind peinlich berührt, wenn sie mit Kummer von anderen konfrontiert sind. Wir tun uns insgesamt immer schwerer damit empathisch zu sein und dem anderen das Gefühl zu geben, dass er in seiner Verletzlichkeit angenommen ist.

Wenn wir es sind, die diesen Kummer haben, dann reden wir uns selbst ein, dass wir uns doch jetzt am Riemen reißen müssen und irgendwie geht’s dann auch weiter.

Mit der Zeit sind wir so gewohnt, dass wir aufkommenden Kummer wegschieben, dass es uns nicht mehr auffällt. Doch wie bereits oben geschrieben, hat diese Traurigkeit die Eigenschaft irgendwann hervorzubrechen.

In den Jahren damals, als mein Vater starb, kamen noch weitere für mich schlimme Gegebenheiten dazu. Weitere Verluste wenn man so will und ich glaube nicht, dass ich mich jemals in meinem Leben so sehr verlassen gefühlt hab wie zu der Zeit.

Gib dir die Erlaubnis zu trauern

Mir fiel es sehr schwer wieder auf die Beine zu kommen. Was besonders blöd ist, wenn man selbständig ist, da man selbst die einzige Person ist, an der alles hängt.

Was mir mit der Zeit geholfen hat – und das ist es auch, was ich dir heute mitgeben möchte – war die Erkenntnis, dass ich die Erlaubnis habe zu trauern.

Dass es dafür keine Regeln gibt und keinen Zeitplan. Dass ich die Erlaubnis habe zu trauern.

Dass ich nicht gleich wieder schauen muss, gut drauf zu sein und alles im Griff zu haben. Dass ich nicht gleich wieder weitermachen kann wie bisher und mein Business auch nicht weiter läuft wie bisher. Dass ich weinen darf, wenn ich so sehr traurig bin und dass es keine Schwäche ist zu trauern.

Der Weg aus der Dunkelheit führt über das Annehmen

Dieses Annehmen und Zulassen hat paradoxerweise den Weg geöffnet, dass Heilung geschehen konnte. Das wahrhaftige Anerkennen meines Kummers und dass ich ihn haben darf, war der erste Schritt aus der Dunkelheit.

Tiefer Kummer ist etwas anderes wie die unangenehmen Gefühle, über die wir viel in den letzten Beiträgen gesprochen haben. Diese sind das oft wechselnde Emotionswetter.

Kummer der aus großen Verlusten entsteht ist dagegen etwas sehr elementares und körperliches. Unser Leben ist verändert und das müssen wir erst lernen anzunehmen.

Wenn du auf dein Leben schaust, wird es dort bestimmt auch Verluste gegeben haben. Manche waren vielleicht nicht ganz so tiefgreifend und andere haben dein Leben dagegen sehr geprägt.

Frage dich, ob du mit deiner Trauer darüber wirklich durch bist. Ob du deinen Kummer wirklich gelebt und angenommen hast. Ob du dir selbst die Erlaubnis und die Zeit des Trauerns gegeben hast.

Solltest du spüren, dass jetzt Tränen in dir aufsteigen, lass sie fließen. Lass es einfach geschehen, dass da etwas in dir noch nicht fertig ist. Noch nicht ganz losgelassen hat, noch nicht im Frieden ist.

Unsere Seele heilt langsam

Seelische Heilung vollzieht sich selten auf einmal. Es ist wie ein Puzzle bei dem sich nach und nach immer wieder ein Stückchen findet. Diesem Prozess müssen wir Raum geben und in gewisser Art Ehre erweisen. Denn Trauer ist etwas zutiefst Menschliches. Es zeigt die starke Verbindung an, die wir mit Menschen hatten und das gilt es anzuerkennen.

Daher nimm dir Zeit, um nachzuspüren. Denke an deine Verluste und gib dir die Erlaubnis zu trauern. Lass die Tränen ihr reinigendes Werk tun und geh achtsam mit dir um.

Es kann dein Leben, das du jetzt führst, erhellen, wenn du dir die Dunkelheit deiner Verluste ansiehst.

Jahre später, wenn ich in einem Moment diesen Kummer wieder gespürt habe, waren die Tränen genauso wieder da. Doch nicht mehr mit dieser tiefen Verzweiflung, eher vergleichbar mit einem Sehnen nach dem was einmal war.

In gewisser Weise bleiben wir wohl mit allen Menschen verbunden, die uns im Innersten berührt haben, ob sie noch leben oder nicht mehr unter uns weilen. Das ist für mich vollkommen in Ordnung.

Auch wenn wir Verluste erleiden, die nicht von uns gewollt waren, wird das Leben weitergehen und wir haben die Erlaubnis zu trauern. Das wird dir helfen zu heilen.


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Hab Geduld mit dir.

Hab Geduld mit dir

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Hab Geduld mit allen Dingen, aber besonders mit dir selbst.
(Franz von Sales)

Als ich diesen Satz gelesen habe, hab ich gespürt, wie ich tief durchgeatmet habe und sich Erleichterung breit gemacht hat in mir.

Geduld mit mir selbst. Vor diesem Satz hatte ich nicht bewusst darüber nachgedacht. Doch das in schwarzen Lettern vor mir zu lesen, machte mir klar, wie wenig Geduld ich oft mit mir habe.

Wie oft ich ungeduldig mit mir selbst bin, weil ich etwas nicht schnell genug verstehe oder im Gespräch nicht gleich die richtige Antwort parat habe. Weil ich Zeit vertrödelt habe, durch Surfen im Netz oder zu lange für eine Entscheidung gebraucht habe.

Wie ist das bei dir? In welchen Situationen, von welchen Mensch umgeben, mit was für Dingen beschäftigt, neigst du zur Ungeduld mit dir selbst?

Was für Ansprüche stellst du an dich selbst, wenn du ungeduldig mit dir bist? Welchen Erwartungen scheitert du gerecht zu werden, so dass du ungeduldig mit dir bist? Ich trau mich wetten, dass diese Selbstgeisselung, in Form von Ungeduld mit dir selbst, viel häufiger vorkommt als du denkst.

Beobachte dich selbst einen Tag lang und nimm wahr, wann und wie oft es passiert. Nimm wahr, wie du mit dir in diesen Situationen sprichst und wie du mit dir umgehst.

Manche nennen diese Stimme im Inneren den inneren Kritiker, manche das kritische Eltern-Ich.

Das mag alles richtig sein, doch ich will diesem Verhalten nicht noch einen Namen und damit mehr Raum geben. Für mich zählt es zur Unachtsamkeit mit mir selbst, zu fehlendem Selbstmitgefühl.

Ob es aus erlerntem Kindheitsverhalten stammt oder geprägt ist durch meine Umgebung, Schule und Beruf, spielt für mich letztlich keine Rolle.

Denn das einzige was zählt, ist das Wahrnehmen, liebevolles Annehmen und Loslassen.

Welchen Sinn sollte es machen, ungeduldig mit dir selbst zu sein? Dieser Maßstab, den wir da an uns selbst anlegen, ist immer ein Vergleichen mit anderen. Wir sind ungeduldig mit uns selbst, weil es schneller gehen sollte. Doch dieses schneller braucht einen Fixpunkt, an dem wir es messen. Das gibt es nur im Vergleich mit anderen. Wir erleben uns (oder schätzen uns ein) als langsamer, als ein vermeintlich “normaler” Maßstab.

Um das an dieser Stelle klar zustellen, ein angestrebtes Ziel ist nichts Schlechtes. Es sollte jedoch nicht als Richter über Versagen fungieren, sondern lediglich als Feedback. Ein Feedback ohne Wertung. Doch letzteres ist das, was uns so schwer fällt.

Wir leben in einer Welt, in der Wettkampf und Konkurrenz verherrlicht wird und alles ist. Schalte den Fernseher ein und du wirst dutzende von Shows sehen, in denen es nur darum geht, besser zu sein als andere und andere auszustechen.

Dieses Denken hat uns mehr geprägt als wir ahnen. Es führt dazu, dass wir ständig unter Strom stehen und uns nie ganz richtig fühlen. Denn irgendwas läuft immer schief und dann wir fühlen uns als Versager.

Die Folge ist, dass unser eigener Anspruch an uns selbst immer höher wird und gleichzeitig unsere Angst zu scheitern ebenfalls steigt, was zu diesem irren Wettlauf führt, in dem wir uns selbst ausbrennen.

Immer häufiger mit dir selbst ungeduldig zu sein, ist ein starkes Signal dafür, dass du dich auf dieser Straße befindest. Eine Straße, die dich auf gerader Strecke in den Burnout führen kann.

Vor allem dann, wenn du den Hang zum Perfektionismus hast und irgendwie nie wirklich zufrieden bist mit dem was du machst. Oder du dazu tendierst, es allen anderen recht zu machen. Aus welchen Gründen auch immer.

Ungeduldig mit dir selbst zu sein, hat meistens unfreundliche Gedanken dir selbst gegenüber zur Folge.

Wusstest du, dass bei negativen Selbstgesprächen dein Immunsystem nach unten fährt? Dass du damit anfälliger wirst für Infektionen und krank zu werden?

Damit will ich nicht dem ständig positivem Denken den Weg bereiten. Das ist ein Anspruch der genauso wenig funktioniert und ebenfalls negative Folgen haben kann, wie alles Extreme.

Worum es mir geht, ist das Steigern deiner Wahrnehmung. Je häufiger du bemerkst, dass du ungeduldig mit dir bist, umso eher hast du die Chance regulierend einzugreifen.

Mit einer wertfreien Haltung, die wahrnimmt, dass du ungeduldig mit dir bist, es annimmt, dass es passiert ist und dann loslässt.

Lerne dir zuzugestehen, dass du Geduld mit dir haben darfst. Es gibt kein Gesetz von schneller, höher, weiter, das du befolgen musst. Es gibt dich, deine momentane Situation, deine momentanen Kräfte und die anstehende Aufgabe.

Sag dir selbst ganz bewusst:

Ich darf Geduld mit mir haben.

Spüre die Erleichterung die mit dieser Erlaubnis einher geht. Ein Nachlassen von Anspannung in deinem Körper. Wiederhole den Satz, bist du diese Erleichterung spürst. “Ich darf Geduld mit mir haben.”

Mit dieser Haltung kommst du in eine körperliche Entspannung, die dir Zugang zu deiner Kreativität und Kraft gibt.

Das bedeutet nicht, dass dann immer alles klappen wird. Doch es bedeutet, dass du dir die Erlaubnis gibst, so zu sein wie du jetzt bist, mit deinen momentanen Kräften und Fähigkeiten.

Mit dieser Haltung stärkst du dich und wirst auf Dauer weitaus mehr erreichen und weitaus zufriedener sein, als dich ständig unter Druck zu setzen. Daraus ist noch nie etwas Gesundes entstanden.

Wenn es dir schwer fallen sollte, dich daran zu erinnern oder du dich schon aus Gewohnheit unter Druck setzt, dann druck dir diesen Satz aus und häng ihn in Sichtweite. Stell dir eine tägliche Erinnerung in deinem Handy, die dich an diesen Satz erinnert:

Ich darf Geduld mit mir haben.

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Bist du dir Freund oder Feind?

Bist du dir Freund oder Feind?Bildquelle: pixabay

Mit welchem Menschen würdest du lieber Zeit verbringen:

F. klagt oft über all den Stress, den sie den ganzen Tag hat. Sie hat ständig das Gefühl nicht alles zu schaffen und ist unzufrieden mit sich. Eigentlich müsste sie doch viel mehr leisten können, doch sie stößt an ihre Grenzen. Innerlich denkt sie oft über sich “du bist einfach zu schlecht, du wirst das nie hinkriegen, schon wieder hast du einen Fehler gemacht, du bist einfach zu langsam, wieso kann ich nicht so fit sein wie die Kollegin? Ich werd immer eine Niete bleiben…”

oder

G. Steht ganz schön unter Strom. Er hat viele todos auf der Liste und das schlaucht schon manchmal. Doch er ist zuversichtlich, dass er es bewältigen wird. Auch wenn mal etwas schief geht, spricht er sich selbst gut zu und nutzt seine Fehler als Möglichkeit sich zu verbessern. Seine Messlatte ist er selbst und er freut sich, wenn Kolleginnen gute Erfolge erzielen. Im Inneren zweifelt auch er manchmal, doch so wie er einen Kumpel ermutigen würde, macht er das auch mit sich selbst. Seine Gedanken gehen dann in diese Richtung: “Komm schon, du schaffst das. Ist nicht so schlimm, dass das nicht gleich geklappt hat, das kann jedem passieren. Was gibt es für Möglichkeiten das ganze zu anders anzugehen? Einfach dran bleiben und nicht aufgeben!”

Was unterscheidet sie wirklich?

Die beiden fiktiven Personen stellen je ein Ende eines Spektrums dar. Ich bin mir sicher, dass du Frau F. Und Herrn G. In deinem Bekanntenkreis hast. Und ich bin auch sicher, dass dir eine Begegnung mit Herrn G mehr Energie und Freude bringt als mit Frau F.

Doch was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden? Es geht um die Selbstwahrnehmung, das ist klar. Doch was genau ist anders?

Es ist das urteilen. Frau F urteilt über sich negativ und zerstörerisch. Dieses letzte, extreme Wort ist ganz bewusst gewählt. Wir haben alle mal einen Tag an dem wir so mit uns reden. Das eine Mal ist auch nicht das Problem. Zerstörerisch wird es durch seine Regelmäßigkeit. Wenn es zu einer Gewohnheit wird, so über sich zu denken. Wenn es ganz normal und natürlich wird, dass diese negativen Urteile das erste sind, was uns über uns selbst einfällt.

Welche Wirkung hat Urteilen?

Die Zerstörung nimmt ihren Beginn beim Verschlechtern des Immunusystems. Das Stresshormon Cortisol steigt und verringert damit die Fähigkeit unseres Körpers uns gegen Erreger zu wehren. Der neue Zweig der Medizin, Psychoneuroimmunologie, zeigt diese Zusammenhänge ganz klar auf.

Sie zeigt auch auf, dass positive, wohlwollende und wertschätzende Gedanken uns dabei helfen können gesund zu werden bzw. zu bleiben. Um das klar zu stellen: Wir reden hier nicht über zwanghaftes positives Denken, sondern um einen achtsamen gedanklichen Umgang mit uns selbst.

Wie ich oben eingangs gefragt habe, wird wohl jeder Mensch die unterschiedliche Wirkung von Begegnungen mit anderen erfahren haben. Je nachdem wie die innere Haltung unseres des anderen war und damit spürbare Stimmung nach außen, hat das auf uns abgefärbt.

Das liegt an den sog. Spiegelneuronen, die dazu gedacht sind uns in andere einfühlen zu können. Den Neuronen ist es im Prinzip egal was sie spiegeln, sie geben einfach weiter, was in unserem Gegenüber gerade passiert.

Wenn wir jedoch selbst ständig negativ über uns urteilen, dann haben wir nichts übernommen, sondern alles hausgemacht. Das ist erstmal nur eine Feststellung und nicht schon wieder ein negatives Urteil, um hier gleich bremsend einzuwirken.

Es ist einfach eine Tatsache, dass der andauernde negative Gedankenbeschuss in uns selbst eine Wirkung hat und wir das selbst verursachen. Was dazu führt, dass auch wir es in der Hand haben, etwas daran zu ändern.

Bist du dir Freund oder Feind?

Vielen Menschen ist jedoch gar nicht bewusst, wie sie mit sich innerlich reden. Das bedeutet der erste Schritt ist ein Wahrnehmen dessen, was du mit dir machst. Bist du dir Freund oder Feind? Redest du dir gut zu und hast Mitgefühl mit dir selbst oder machst du dich innerlich fertig und lässt kein gutes Haar an dir?

Kannst du das auf Anhieb sagen? Erinnere dich doch mal an ein Erlebnis in letzter Zeit bei dem dir richtig was schief gegangen ist. Was für Gedanken fallen dir dabei als erstes ein? Was für eine Färbung haben diese Gedanken? Wie bist du dir selbst gegenüber dabei eingestellt?

Wie gehen wir mit anderen um?

Wenden wir uns für einen kurzen Moment einem anderen Menschen zu: Wenn dieses negative Erlebnis einem guten Freund oder Freundin passiert wäre, was würdest du zu ihm oder ihr sagen? Wie würdest du dich verhalten? Welche emotionale Färbung hätten deine Worte?

Sind wir jemandem wohlgesonnen, werden wir eher ermutigen und trösten. Denn unser Wunsch ist ja, dass es dem lieben Menschen besser geht. Er eine neue Perspektive bekommt, die ihm hilft mit dieser Situation besser umzugehen und sich auf zukünftige Erlebnisse dieser Art anders einstellen zu können.

Du hast es tatsächlich in der Hand oder besser im Kopf ;)

Daher nochmal die Frage: Bist du dir Freund oder Feind?

Deine Antwort auf diese Frage, hat weitreichende Folgen. Wer sich selbst Freund ist, strahlt dieses Wohlwollen aus. Das führt im sozialen Umfeld zu einer ganz anderen Bindung mit anderen. Wir verbringen gern Zeit mit Menschen die mit sich selbst im reinen sind, das tut uns gut. Siehe obiges Stichwort Spiegelneuronen.

Das bedeutet, dass eine Hinwendung zu dir selbst im Sinne von “Freund sein”, soviel mehr an Wirkung nach sich zieht. Es stärkt nicht nur dich selbst, sondern auch dein soziales Netz. Und dieses Netz wiederum ist ein wichtiger Faktor um in schwierigen Lebenssituationen nicht auszubrennen.

Nimm doch in der nächsten Zeit mal bewusst wahr, wie du innerlich mit dir sprichst. Und wenn du merkst, dass du dir selbst Feind bist, dann überlege, was du einem Freund in der gleichen Situation sagen würdest und genau das sagst du dann dir selbst.

Sieh das urteilen einfach als Gewohnheit. Sollte es im Moment noch der Reflex zum negativen Urteilen sein, lässt sich das mit der Zeit ändern.

Entscheide dich bewusst dafür, dir selbst Freund zu sein.

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