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Sind Sie in sich selbst verliebt? – Wieso eigentlich nicht?

Seien Sie verliebt in sich!

Quelle: pixabay

Hand auf’s Herz, wer hat sich komisch gefühlt, beim Lesen der Überschrift? Ja? Dann sind Sie damit nicht allein.

In sich selbst verliebt sein. Pah, mehr Egozentrik geht wohl kaum, mag manch einer da denken.

Es ist ein Spiel…

Und doch, lassen Sie uns diese Möglichkeit einfach und als Spiel in Erwägung ziehen. Denn glücklich verliebt sein an sich ist doch schon etwas tolles. (Dass es auch traurige Arten des Verliebtseins gibt stimmt ebenso, doch heute wollen wir uns die glückliche Variante näher betrachten.)

Verliebt sein verändert die Welt

Wenn ich verliebt bin, erscheint mir mein Leben viel bunter. Übersprudelnde Energie durchpulst mich. Alles scheint mir leichter von der Hand zu gehen. Mein Leben ist von Freude erfüllt und auch die Welt erscheint mir freundlicher.

Das wiederum ist einfach erklärt, denn wenn wir verliebt sind, verhalten wir uns anders, lachen mehr, sind offener und gehen freundlicher auf andere Menschen zu. Wenn jemand mit einem Lächeln angestrahlt wird, ist es schon fast ein Reflex zurückzulächeln.

Wenn wir verliebt sind, sind wir großzügiger und sehen über manches eher hinweg, was uns sonst geärgert hätte. Jemand, der uns grantig entgegen kommt, kann uns lange nicht so treffen, wenn wir verliebt sind. Es ist als ob es da einen positiven Puffer gibt.

Wenn wir verliebt sind, möchten wir anderen Gutes tun. Es sollen ihnen ebenso gut gehen wie uns. Unsere Freude zu teilen macht uns selber froh. Damit kommt ein Kreislauf in Gang, der alle Beteiligten froh macht.

Alles in allem sind wir also fröhlicher, gelassener und widerstandsfähiger, wenn wir verliebt sind.

Und bei uns so?

Kehren wir mit diesen Gedanken zu uns zurück:

Wie ist das so mit uns? Wenn wir an einem Morgen unter der Woche ins Badezimmer wanken, noch müde und uns im Spiegel ansehen? Mal ehrlich, was denken Sie da über sich? Ist das sowas wie: ‘hey guten Morgen, wie schön dich zu sehen.’

oder eher so was wie: ‘Ohje, heute seh ich wieder fertig aus. Ich werd auch immer zerknitterter, die grauen Haare werden immer mehr, alt seh ich aus…’

Wie Sie sich eher in der zweiten Beschreibung wiederfinden, dann sind Sie beileibe kein Einzelfall, im Gegenteil.

Ihre gute Laune, die vielleicht vorher beim Lesen des verliebten Zustandes spürbar war, hat sich damit wahrscheinlich so gut wie in Luft aufgelöst und dem morgendlichen Grauen und Alltragsstressgefühl Platz gemacht.

Und mit anderen?

Lassen Sie uns nochmal kurz zurückblenden. Sie stehen auf, gehen ins Bad und sehen neben sich das Gesicht der Person, in die sie verliebt sind. Auch hier werden Sie vielleicht bemerken, dass das Gesicht etwas zerknittert ist von der Nacht, mehr graue Haare da sind und ein müder Eindruck zu sehen ist.

Doch wenn Sie sich wirklich in diese Situation hinfühlen, werden Sie merken, dass Sie vollkommen anders denken und empfinden.

Sie werden voller Mitgefühl sein. Schauen, was Sie dem geliebten Menschen Gutes tun und Liebes sagen können. Es ist egal, ob er oder sie älter aussieht, mehr Falten haben mag oder graue Haare. Sie freuen sich, dass Sie diesen Menschen in Ihrem Leben haben. Spüren Wärme, Freude und Liebe.

Das in sich zu fühlen, tut Ihnen selbst gut. Und je besser es Ihnen geht, umso besser werden Sie in Ihrem Leben zurecht kommen. Umso mehr Energie haben Sie auch mit Widrigkeiten umzugehen. Umso glücklicher werden Sie sein.

Nochmal zurück auf Los

Kehren wir mit alle diesem Wissen zu unserer Ausgangsfrage zurück.

Sind Sie in sich verliebt?

Wie ist der Gedanke, wenn Sie sich morgens im Bad selbst mit diesem Mitgefühl begegnen? Sich wahrnehmen und fragen was Sie sich jetzt Gutes tun können. Damit Sie sich wohlfühlen, in sich ruhen und gerüstet für den Tag sind. All die Wärme und Zuwendung die wir geliebten Menschen angedeihen lassen, uns auch selbst zu schenken. Damit uns selbst nähren und aufblühen lassen.

Was passiert bei dem Gedanken bei Ihnen? Ist es Ihnen möglich dorthin zu kommen? Haben Sie eine Scheu davor und fühlen sich ganz seltsam?

Das ist auch gar nicht so leicht. Denn Selbstzentriertheit, Egoismus sind alles Konzepte, die uns da in den Sinn kommen und die in unserer Gesellschaft verpönt sind. Das macht man nicht bei uns. Es herrscht Leistungsdruck vor und das hat keinen Raum für solche Spinnereien.

Wer wagt, gewinnt!

Und trotzdem, wagen Sie es und sagen oder denken Sie am nächsten Morgen ein freundliches und fürsorgliches “Guten Morgen” zu sich im Bad. Seien Sie mutig, schauen Sie sich dabei an. Mit Mitgefühl und Fürsorge. Wie Sie das einem geliebten Menschen gegenüber auch machen würden.

Es kann Ihnen passieren, dass Ihnen dabei die Tränen kommen, ein Kloß im Hals entsteht und Sie von einer Welle an Traurigkeit erfüllt werden.

Doch das ist nichts Schlimmes. Zeigt es doch nur, wie dringend nötig es ist, dass Sie Mitgefühl mit sich haben und aufhören sich unter Druck zu setzen. Denn das tun wir. Ständig.

Einen geliebten Menschen unter so einem Druck zu erleben, würde unser tiefstes Mitgefühl hervorrufen. Und genau das brauchen wir auch selbst.

Klappt das mit dem mitfühlenden und liebevollen guten Morgen, dann haben Sie einen ganz anderen Start in Ihren Tag.

Wie ist das mit dem Umgangston?

Gehen Sie weiter damit und nehmen wahr, wann Sie besonders lieblos mit sich umgehen. Vielleicht wenn Ihnen ein Fehler unterläuft? Sie zu spät dran sind? Oder an etwas Scheitern?

Hören Sie hin, was Sie dann über sich denken. Ersetzen Sie anklagende Gedanken durch mitfühlende.

Hören Sie auf sich zu verurteilen, befreien Sie sich von diesem Druck.

Freuen Sie sich über sich selbst, wenn etwas gut gelungen ist. Genauso wie Sie sich mit einem geliebten Menschen mit freuen, wenn dieser etwas geschafft hat.

Verlieben Sie sich ins Leben

Freuen Sie sich, dass Sie dieses Leben haben. Dass es jetzt stattfindet und Ihnen zur Gestaltung zur Verfügung steht.

Wer auf diese Weise in sich selbst verliebt ist, verliebt sich ins Leben. Wird es als das Kostbare erfahren, das es ist. Ein Geschenk. Ein Geschenk, von dem wir nicht wissen, wann es uns genommen wird.

Seien Sie daher verliebt in sich! Freuen Sie sich über sich und erfahren die Welt dadurch reicher, bunter und lebendiger.

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Weihnachten – An was wir uns immer erinnern sollten…

WeihnachtsbaumFür meinen diesjährigen Weihnachtsbrief bin ich an Zeilen von einem Gedicht hängengeblieben, das mich sehr berührt hat.

Wir Menschen übersehen oft, dass jeder einzelne von uns zählt.

Jeder und jede von uns ist wichtig. Und doch vergessen wir es allzu häufig. Wir vergessen es über uns selbst und vergessen es über andere.

Daher möchte ich Ihnen von Herzen sagen, dass Sie wichtig sind. Sie zählen und machen einen Unterschied auf dieser Erde!

Mit diesen Zeilen wünsche ich Ihnen ein friedvolles Weihnachten.

Und vielleicht ist das schönste Weihnachtsgeschenk, dass Sie dieses Jahr jemandem machen können, diesem Menschen zu sagen, dass er/sie in Ihrem Leben wichtig ist.

Seien Sie mir herzlich gegrüßt,
Ihre Alexandra Graßler

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Manche Menschen wissen nicht.
wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen.

Paul Celan

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Zeit für Muße finden

Sitzen und gucken

Wolken 2764418657_547b15c5d1_mHeute war seit langer, langer Zeit wieder ein Moment in meinem Tag, an dem ich mich dabei ertappt habe, einfach mal nur dazusitzen und den Wolken beim Ziehen zuzusehen. Einfach nur sitzen und gucken. Sonst nichts. Sitzen. Gucken.

Mein Geist schwang sich mit in den Himmel auf und ließ sich mit den Wolken vom Wind treiben. Kennen Sie diesen Zustand? Sich treiben lassen? Nichts zu tun zu haben? Wir haben in unserem Leben meist sehr wenig unverplante Zeit. Sich einfach mal nur hinzusetzen, ohne vollkommen erschöpft zu sein, ist eher die Ausnahme.

Bildquelle: flickr / p.s. kweltwater

Dieses Getriebensein, vor allem jetzt in der Vorweihnachtszeit, nimmt uns jede noch so kleine Erholungsphase. Gleichzeitig macht sich damit auch jede kreative Regung gleich mit vom Acker. Da ist dann nicht mehr viel, mit den Geistesblitzen, die wir so dringend nötig hätten für letzte Geschenkideen.

Kreativität braucht Muße.

Wenn unser Geist unter Strom steht, ist kein Raum für bunte Gedanken. Doch diese brauchen wir, wenn wir kreativ sein wollen. Unser innerer Bilderspeicher kann uns nur etwas zur Verfügung stellen, wenn er gefüllt ist. Und um ihn zu füllen, brauchen wir Zeit für Muße. Zeit zum Gucken.

Verlangsamen der Zeit

Was uns so schwerfällt, ist es, die Dinge langsam anzugehen. Zeit ist das was uns am meisten fehlt. Doch wie wollen wir wirklich gucken können, wenn wir gehetzt sind? Das funktioniert nicht. Genauso wenig wie das im Trubel funktioniert. Unter vielen Menschen mit den verschiedensten Bedürfnissen, Ansichten und Wünschen.

Muße braucht das Alleinsein.

Muße haben, bedeutet Zeit für sich haben. Mal wieder etwas mit sich selbst zu unternehmen. Ein etwas schräger Gedanke? Das mag sein, doch lassen wir uns doch einen Moment darauf ein. Wann begegnen wir uns selbst wirklich? Wann nehmen wir unsere Gedanken bewusst wahr? Ist es dazu nicht fast schon zwingend erforderlich, nur mit sich selbst zusammen zu sein?

Muße braucht die Stille.

In unserer getriebenen Welt ist es nicht oft still. Wirkliche Stille kennen wir kaum noch. Vor allem in der Stadt gibt es einen steten Geräuschpegel, der uns wie ein Hintergrundrauschen begleitet. Und wir selbst tragen einen großen Teil dazu bei, dass wir uns nicht in Stille befinden.

Das geht morgens mit dem Einschalten des Radios zum Frühstück schon los, begleitet uns auf dem Weg zu Arbeit mit Musik, Nachrichten und dem Verkehrslärm.Im Beruf, ob Büro oder Industriebetrieb, gibt es einen Geräuschteppich, der uns keine Sekunde der Ruhe schenkt und uns meistens überhaupt nicht mehr auffällt.

An einem Schweigeseminar teilzunehmen, können sich viele Menschen überhaupt nicht vorstellen. Wie soll das gehen, nicht zu sprechen? (nur als Randbemerkung: das kann etwas unglaublich wohltuendes sein und ich kann das nur jedem als Erfahrung empfehlen)

Denn Stille ist inzwischen etwas, das viele Menschen beängstigt. In der Stille werden Gedanken wahrgenommen, die während der Betriebsamkeit des Tages vollkommen untergehen. Stille wirft uns auf uns selbst zurück. Eine Konfrontation, der wir manches Mal nicht gewachsen scheinen.

Und so flüchten wir uns schon fast automatisch in ein Tun hinein, schaffen uns einen Klangteppich (und wenn nur der Fernseher vor sich hin läuft) der eine wohltuende Schranke zwischen uns und unserem eigenen Wahrnehmen aufbaut.

Doch in all dieser betriebsamen, lärmenden, zeitfressenden Welt, die wir uns schaffen, hat Muße kein Zuhause. Und so werden wir ärmer. Ärmer an guten Gedanken, an inspirierenden Ideen, bunten Träumen. Unser Leben wiederholt sich und wir können oft nicht mehr sagen, was die Jahre und Monate voneinander unterscheidet.

Wollen wir das wirklich?

Wollen wir wirklich ein Leben führen, das keinen Raum mehr für Muße hat und damit für ein Leben, das uns bereichert, Freude bereitet und Kraft für unsere Tage liefert? Oder ist es nicht auch oft ein Hinnehmen dessen, ein Resignieren über die vermeintlichen nicht änderbaren Umstände?

Natürlich erfordert es eigene Entscheidungen und auch möglicherweise unbequeme Gedanken an einem Zustand etwas zu ändern, der schon eine ganze Weile so läuft. Doch das bedeutet nicht, dass wir nicht etwas davon haben können. Wir können uns dafür entscheiden, wieder Mußezeiten in unser Leben zu integrieren.

Fenster, die die Zeit öffnen

Fangen Sie mit kleinen Zeitfenstern an. Entscheiden Sie sich am Wochenende bewusst dafür einen Spaziergang ganz allein zu machen, der Sie in die Natur entführt. Die Winterzeit lädt dazu ein und der Schnee dämpft die Lautheit. Gehen Sie in aller Ruhe, es gibt keinen Rekord den es zu brechen gilt. Im Gegenteil in der Langsamkeit liegt das Ziel. Schauen Sie sich um. Schauen Sie sich die Natur in ihrem Winterkleid an. Das Glitzern des Schnees. Schauen Sie. Füllen Sie Ihren inneren Bilderbrunnen. Lassen Sie die Gedanken schweifen. Wenn Sie merken, dass Sie sich an einem Gedanken festhängen, lassen Sie ihn vom Haken.

Von Nichtstun hat keiner was gesagt

Muße bedeutet nur scheinbar ein zielloses Nichtstun. Muße ist nicht das gleiche wie faulenzen. Es ist ein bewusstes Zeitnehmen, ein Schlendern durch die Welt, ein Betrachten dessen, was es zu sehen gibt.

Auch wenn es fast unmöglich scheint in dieser hektischen Zeit: sich Muße zu gönnen geht. Seien Sie achtsam mit sich und passen Sie gut auf sich auf.

In diesem Sinne, möge die Muße Sie begleiten und Ihnen Momente der stillen Heiterkeit und Zufriedenheit schenken.

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Sapere aude – wage zu wissen

In einem Interview mit Prof. Pöppel (Psychologie heute Ausgabe September 2011) bin ich an interessanten Zeilen hängen geblieben. Es ging dabei um die Bilder unseres autobiografischen Gedächtnisses.

Woran wir uns erinnern

Wir erinnern vor allem Bilder, die mit Emotionen verbunden sind. Soweit ist das jetzt nichts Neues. Doch bewusst mit den Bildern zu arbeiten, die einem in Erinnerung sind und nicht nach verschütteten Bildern zu suchen ist eine neue Art erhöhte Selbstwirksamkeit zu erfahren.

Bildquelle: Rolf Handke / pixelio.de

Prof. Pöppel sagt dazu:

“Die psychoanalytische Theorie geht davon aus, man könne sich durch Nacherleben des Traumas von eben diesem befreien. Das Entscheidende unserer Studien dagegen ist, dass wir ein Gegenmodell zur psychoanalytischen Aufarbeitung entwerfen. [...]

Wenn Ereignisse weggedrückt wurden, damit sie im Bewusstsein keine Rolle spielen, hat das einen Sinn. Die Verdrängung ist das Resultat eines positiven Selektionsprozesses mit dem Ziel, dass ein Mensch mit sich zurechtkommt.

Erinnern statt aufarbeiten

Die Empfehlung lautet, das bewusste Erinnern zur Ich-Stärkung. Die Aufgabe ist simpel, jedoch nicht trivial. Denn sie erfordert Konzentration und ein Dranbleiben. Jeden Tag, am besten zur gleichen Zeit, sich bildlich vorzustellen, was man gestern getan hat und sich dazu Notizen zu machen.

Es geht dabei um die Bilder, die uns im Gedächtnis geblieben sind, aus welchem Grund auch immer. Sie zeigen uns, was uns wirklich ausmacht und wie wir das Leben tatsächlich erfahren.

Nochmal Prof. Pöppel:

“Ich stelle mich nicht infrage, indem ich etwas hervorhebe, das aus gutem Grund verdrängt wurde. Sondern ich bestätige mich selbst und erfinde meine eigene Lebensgeschichte. Das ist ein anstrengender und meditativer Prozess, in dessen Verlauf man einen stärkeren Selbstbezug, den Mut zu sich selbst und Respekt vor anderen findet. [...]

Effekte dieser täglichen Meditation zeigen sich erfahrungsgemäß bereits nach einer Woche.”

Wer bin ich?

Um auf den Titel dieses Beitrags zu kommen, möchte ich noch eine weitere Übung vorstellen, die von Prof. Pöppel empfohlen wird zum Thema Identität.

Stellen Sie sich vor den Spiegel und sehen Sie sich an. Nicht im Sinne von einem Haar- und Makeup-Check sondern ein wirkliches Ansehen, sich selbst ansehen, mit der Frage wer man eigentlich ist.

Dazu ein weiteres Zitat:

“Und wissen Sie, wie die Menschen reagieren, die sich in dieser Weise ansehen? Sie wenden nach sehr kurzer Zeit den Blick ab. Weil sie es nicht ertragen können. So belastend ist es, sich selbst ins Gesicht zu sehen. [...]

allein um die Tatsache, zu spüren: Es gibt mich ja. Und ich erschrecke vor mir selbst.”

Und auf die Frage wieso so eine Erfahrung bewusst gewählt werden sollte:

“Weil es interessant und befreiend sein kann. Ganz im Sinne der Aufklärung Sapere aude – wage zu wissen. Ich wage über mich selbst Bescheid zu wissen, ich habe den Mut zu mir selbst.”

Ich wage zu wissen. Ich habe den Mut zu mir selbst.

Was für große Gedanken. Was für eine Freiheit.

Erschaffe dein Erleben neu

Es sind zumeist die eingefahrenen Gedankenmuster die unser Gefühlsleben prägen. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Jahr für Jahr.

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf die Bilder lenken, die uns vom vergangenen Tag im Gedächtnis geblieben sind, erleben wir hautnah, WAS uns da täglich prägt.

Durch die Achtsamkeit, die wir dabei trainieren, können wir uns immer mehr auf Bilder konzentrieren lernen, die uns stärken. Lernen den Fokus zu verlagern. Sich selbst neu erschaffen mag ein großes Wort sein. Doch letztlich ist es nichts anderes. Wir schaffen uns unser Erleben neu.

Mein Bilderexperiment läuft und vielleicht haben Sie ja auch Lust dazu, sich auf Ihre Bilder des vergangenen Tages einzulassen.

Wagen Sie zu wissen.

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Cool bleiben im Büro – Ein Interview für active woman

In der neuesten Ausgabe September 2012 von active woman ist ein kleines Interview mit mir enthalten.

Andrea Potzler hatte mich zum Thema “verschiedene Bürotypen und wie man am besten mit ihnen umgeht” befragt.

Wir haben uns darüber unterhalten, wie man denn selbst ein angenehmer Kollege/Kollegin sein kann, denn das ist für mich die Grundvoraussetzung für einen harmonischen Umgang.

Und das hat nun keineswegs als erstes die Bedeutung, es allen anderen recht zu machen, im Gegenteil, nur wenn ich selbst ausgeglichen und in einem guten Kontakt mit mir bin, werde ich mit anderen angemessen umgehen können.

Dazu gehört auch die eigenen Grenzen zu wahren, wenn sie permanent von anderen überschritten werden. Abgerundet wird der Artikel durch eine – mit Augenzwinkern zu lesende – Auflistung der verschiedensten Bürotypen, die einem in der Flora und Fauna des Arbeitsalltags so begegnen können.

active woman hat mir dankenswerter Weise den gesamten Artikel als pdf zur Verfügung gestellt. Wenn Sie mögen, können Sie das Interview und die Bürotypen in Ruhe nachlesen.

Welche davon sind Ihnen denn bereits untergekommen?

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Blogger goes Fastenzeit 2012

Die Aktion Blogger goes Fastenzeit geht in eine neue Runde. Diesmal in etwas anderer Form als letztes Jahr. Für die nächsten 7 Wochen steht Loslassen auf dem Programm. Und zwar ganz praktischer Natur.

Mir geht es in diesem Jahr ums Bewusstwerden dessen, was wir alles besitzen und unser eigen nennen. In diesem Zusammenhang bin ich mir sicher, dass es einiges gibt, was Sie schon lange nicht mehr in der Hand hatten oder auch schon gar nicht mehr wussten, dass Sie es überhaupt besitzen.

Die Fastenzeit ist eine wunderbare Zeit um sich den eigenen Reichtum wieder vor Augen zu führen und wie nachlässig wir oft damit umgehen.

Ein Teil meines Jobs ist es, gemeinsam mit MitarbeiterInnen eine gute Ordnungsstruktur im Büro, im Computer und in der Zusammenarbeit zu entwickeln.

Und auch wenn Sie sich eher zu den Menschen zählen sollten, die nach dem Sprichwort leben “Ordnung ist das halbe Leben, doch ich lebe in der anderen Hälfte:-) haben Sie vielleicht Spaß daran, sich auf die diesjährige Blogger goes Fastenzeit-Aktion mit mir und anderen einzulassen.

Wir werden in den nächsten sieben Wochen einen Rundgang durch unsere Wohnung machen, einen Abstecher zum Auto und in den Computer gucken. Jede Woche wird ein anderer Bereich unter die Lupe genommen und jeder Tag enthält eine spezielle Aktion zum Loslassen und Ausmisten.

Na, haben Sie Lust mitzumachen? Wenn ja, kommentieren Sie einfach diesen Beitrag und schreiben einen Artikel dazu, wenn Sie selbst bloggen. Das Logo finden Sie hier, wenn Sie es verwenden möchten. Als Hashtag gilt #bgf12 für die Twitter-Kommunikation.

Wie funktioniert das Ganze?

Es gibt nur eine einzige Regel und die lautet, widmen Sie sich der gestellten Aufgabe 10 Minuten. Stellen Sie sich einen Küchenwecker, das Handy oder schauen Sie einfach auf die Uhr.

Wenn Sie nach den 10 Minuten Lust bekommen haben, weiterzumachen, wunderbar. Wenn nicht, ist das völlig in Ordnung. Denn auch in 10 Minuten lässt sich einiges erreichen.

Mir gefällt dazu der Gedanke “zwischen ALLES und NICHTS gibt es ETWAS, was Sie tun können” und dieses ETWAS sind unsere 10 Minuten.

Am Ende jeder Woche wird es einen kleinen Reflektionsbeitrag geben und ich freu mich sehr darauf, Ihre Erfahrungsberichte zu lesen!

Am Montag, 27. Februar 2012 geht’s los!

 

Sie sind doch dabei, oder?

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PS:
Wer es nicht erwarten kann, loszulegen, bekommt hier eine erste Aufgabe zum Aufwärmen:

  • Schauen Sie in Ihr Auto-Handschuhfach und räumen es einmal komplett aus. Danach nur noch einräumen, was wirklich dort einen guten Platz hat.
    .
    Entsorgen was sich wegwerfen lässt und wenn Sie vor dem Wiedereinräumen noch Lust und Laune haben, dann wischen Sie das Fach noch kurz aus. Ich könnte mir vorstellen, dass das schon länger nicht mehr gemacht wurde.

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Ich bin so satt und die One Minute Meditation

Als ich heute heim kam, ging mir dieser Satz durch den Kopf “Ich bin so satt“. Und ich meinte damit nicht, dass ich zuviel auf dem Weihnachtsmarkt gegessen hätte. Nein, ich hab gemerkt, dass mein Kopf satt ist. Geht nix mehr rein. Will nix mehr. Brauche ‘ne Pause.

Einfach mal sitzen, nichts tun, spüren, wie es meinem Körper grad geht. Mal hallo zu meinen Zehen sagen, meinen Ohren, meinen Schulterblättern, meiner Nasenspitze. Nichts von außen noch drauf kippen. Keine Musik, kein Fernsehen, kein Internet, kein Telefon, kein Handy. Die Augen schließen, spüren, wie mein Kopf einfach satt ist. An Eindrücken, an Gedanken, an neuen Ideen, an alten Gewohnheiten. Ich bin so satt und mag kein Blatt (kennt noch jemand die kleine Raupe Nimmersatt…?)

Sind Sie auch so satt? Vollgestopft mit Gedanken die alle Farben haben? Was zu diesem zutiefsten Bedürfnis führt, einfach seine Ruhe haben zu wollen? Einfach nichts zu müssen, nichts zu wollen, einfach nur sein? Und gleichzeitig ist da dieser Reflex, doch gleich wieder das nächste in Angriff zu nehmen, die Gedanken sind schon wieder am Weitergaloppieren und wir sitzen kaum, stehen wir auch schon wieder auf, weil uns noch was eingefallen ist.

Wenn wir uns überessen, wird uns schlecht. Das hat der Körper schlau eingerichtet. Doch was ist, wenn unser Kopf übersatt ist? Vollgestopft ist? Dann wird uns das in solchen Momenten kurz bewusst, doch wenn wir nicht aufmerksam dafür sind, stopfen wir gleich wieder das nächste Denkfragment in uns hinein.

Wie wär’s denn mit einer Kopfdiät? Sie müssen keineswegs allen Gedanken freien Raum geben, nur weil sie grad mal bei Ihnen im Kopf sind. Sie müssen auch keineswegs Lärmquellen aussitzen, wenn Sie sich entziehen können. Sie müssen ebenfalls keineswegs alles liegen und stehen lassen, weil grad mal jemand was von Ihnen will.

Denn ja, es steht Ihnen zu, für sich zu entscheiden, wann Sie satt sind und jetzt mal nix mehr wollen. Frei nach dem alten Kalauer, bei dem jemand eine leere Flasche Bier im Kühlschrank stehen hat, für den Fall, dass mal jemand vorbeikommt, der nix trinken mag….

Doch wie geht das mit so einer Kopfdiät? Beim Essen lässt mal halt mal Kalorien weg, isst weniger, was anderes, doch wie macht man das mit den Gedanken? Meditation soll da ja ganz hilfreich sein. Doch die Zeit hab ich nicht, mag jetzt mancher denken. Und außerdem kann ich diesen komischen Lotussitz nicht und überhaupt ist das ja nix für mich.

Hm, da hätte ich vielleicht eine Idee, die für Sie die Meditation vielleicht doch interessant macht. Darüber gestolpert bin ich bei facebook und an dieser Stelle herzlichen Dank an Doro Schäfer, die mich auf dieses Video gebracht hat.

Entgegen meiner sonstigen Länge der Postings, haben Sie es damit schon für diesmal geschafft. Auch eine Art von Diät ;-) und ich überlasse Sie für ein paar Minuten der genialen Idee der “One minute meditation Das Video ist zwar auf englisch, doch sehr leicht verständlich und die wunderbaren Zeichnungen sind einfach und hilfreich.

Möge Ihnen Ihr Sattsein ein Fingerzeig sein und Sie überlassen sich der Kraft der kurzen Zeit:

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Krümel im Bett Folge 8: Wie wäre es, wenn Sie die beste Version Ihrer selbst wären?

Ein Gedanke, der mich immer mal wieder umtreibt. Nicht loslässt. Ein mentaler Krümel im Bett:

Bin ich die beste Version meiner selbst?

Um an dieser Stelle gleich den Leistungsfanatikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, nein, es geht nicht darum, der oder die Beste im Vergleich mit anderen zu sein. Das ist völlig am Ziel vorbei. Es geht um die beste Version von Ihnen selbst.

Bildquelle: Hans Heindl / pixelio.de

Was ich damit meine?

Nun, das ist einfach erklärt.

  • Wie oft reagieren wir in Situationen ungeduldig und harsch auf unsere Mitmenschen, obwohl wir auch anders könnten?
  • Wieso steigen wir immer wieder auf die gleichen Streitereien ein, die wir gefühlte 5.489x mit unseren Partnern schon durchexerziert haben?
  • Wieso scheint uns pünktliches Erledigen von Aufgaben nur unter Druck zu gelingen und schütten damit immer wieder den selben Druck- und Stresscocktail in uns aus?

Welche Version von uns sind wir in diesen Situationen? Wenn ich dabei an mich denke, geht es mir bestimmt nicht anders als Ihnen wahrscheinlich auch. Die beste Version von uns selbst sieht wohl anders aus.

Wieso eigentlich? Wieso verdonnern wir uns selbst zu dieser haarsträubenden Variante von ‘täglich grüßt das Murmeltier’?

Eine Antwort darauf kann sein, dass wir oft erst mitbekommen, dass wir das gleiche Programm wie immer abspulen, wenn der Zug schon voll in Fahrt ist. Wir kriegen es oft nicht bewusst mit, wenn wir diesen gewohnten Weg nehmen. Und einen fahrenden Zug aufzuhalten, ist nun wirklich keine leichte Übung…

Die andere Antwort darauf ist, dass eine gewohnte Reaktion bequem ist und uns keine Anstrengung im Sinne von mentaler Kontrolle abverlangt. Auch wenn die gewohnten Gefühle, die mit der gewohnten Reaktion einhergehen nicht unbedingt positiv sind.

Wenn wir am Ende verärgert, genervt, frustriert, gestresst sind, haben wir damit unsere gewohnten Empfindungen ausgelöst und uns sozusagen in unserem “so bin ich” bestätigt. Was sich in einem perversen Sinn richtig anfühlt, weil eben gewohnt.

Was tun?

Der erste Schritt die beste Version von sich selbst zu werden, ist in die Beobachterrolle zu gehen. Und das am besten in zweierlei Hinsicht.

Zum einen zu beobachten, ohne es zu kommentieren und werten, was da genau Ihnen passiert, wenn Sie merken, dass Sie ein gewohntes Muster abspulen. Was für Gedanken tauchen da in Ihnen auf? Welche Körperemfindungen? Nehmen Sie es aus der Distanz wahr.

Unter dem Motto: “Aha, das denke ich also bevor ich grantig werde…” Werden Sie zu Ihrem Detektiv, der beobachtet und sichtbar macht, was da in Ihnen vorgeht.

Die andere Beobachterrolle kann darin bestehen, Menschen bewusst wahrzunehmen, die in diesen für uns kritischen Situationen souverän, gelassen und vielleicht sogar völlig gegenteilig von uns reagieren.

Schauen Sie dort genau hin. Was machen diese Menschen anders? Wenn Sie die Gelegenheitheit haben, sprechen Sie sie darauf an, mit der Bitte erfahren zu dürfen, welche Gedanken sie in ihrem Inneren haben, wenn sie diese Situation angehen.

Bauen Sie sich ein für Sie passenden Rollenmodell auf. Sie suchen sich einen oder mehrere Menschen, die ein Verhalten zeigen, dass sie selbst gern hätten und schauen genau hin, was Sie daran gut finden. Denken Sie über diese anderen Handlungen und inneren Haltungen nach.

Sammeln Sie all das zusammen, wie der bereits erwähnte Detektiv, der Ihnen seinen Bericht vorlegt.

  • Was für Gedanken,
  • welche inneren Haltungen,
  • was für eine Grundemotion,
  • welche Formulierungen,
  • welche Körperhaltung braucht es für die beste Version Ihrer Selbst?

Und dann testen Sie all dies im Kopf. Spielen Sie die Situationen mental durch. Mit Ihren neu gewonnenen Erkenntnissen. Gehen Sie bewusst in eine Experimentierphase.

Das mentale Probieren ist stets die Vorbereitung auf das Reale. Je intensiver wir unseren Geist auf die beste Version unserer selbst fokussieren, umso größer ist die Chance des Gelingens.

Bleiben Sie auch zukünftig in der Rolle des Beobachters, Ihrem Detektiv. Nehmen Sie wahr, wie es Ihnen geht, wenn Sie das Neue in der Wirklichkeit anwenden.

Nehmen Sie wahr, was sich tut. Auch in Ihrem Gefühlshaushalt. Etwas Neues, das wir tun, beschert uns nicht unbedingt ein gutes Gefühl.

Wir mögen grundsätzlich keine ungewohnten Situationen und Verhaltensweisen, weil damit Ungewissheit und Unsicherheit zusammenhängen. Doch wie mein alter Mathelehrer immer schon meinte: “Von einfach hat auch keiner was gesagt….”

Und so mag uns das Erreichen der besten Version unserer selbst mühselig und unbefriedigend erscheinen. Doch tatsächlich ist es so, dass Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit die beste Version von uns selbst zum Vorschein bringen wird.

Sei die Veränderung, die du im Leben sehen willst.
(Mahatma Gandhi)

Wo wären Sie gern die beste Version Ihrer selbst?

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