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Ich bin so satt und die One Minute Meditation
Als ich heute heim kam, ging mir dieser Satz durch den Kopf “Ich bin so satt“. Und ich meinte damit nicht, dass ich zuviel auf dem Weihnachtsmarkt gegessen hätte. Nein, ich hab gemerkt, dass mein Kopf satt ist. Geht nix mehr rein. Will nix mehr. Brauche ‘ne Pause.
Einfach mal sitzen, nichts tun, spüren, wie es meinem Körper grad geht. Mal hallo zu meinen Zehen sagen, meinen Ohren, meinen Schulterblättern, meiner Nasenspitze. Nichts von außen noch drauf kippen. Keine Musik, kein Fernsehen, kein Internet, kein Telefon, kein Handy. Die Augen schließen, spüren, wie mein Kopf einfach satt ist. An Eindrücken, an Gedanken, an neuen Ideen, an alten Gewohnheiten. Ich bin so satt und mag kein Blatt (kennt noch jemand die kleine Raupe Nimmersatt…?)
Sind Sie auch so satt? Vollgestopft mit Gedanken die alle Farben haben? Was zu diesem zutiefsten Bedürfnis führt, einfach seine Ruhe haben zu wollen? Einfach nichts zu müssen, nichts zu wollen, einfach nur sein? Und gleichzeitig ist da dieser Reflex, doch gleich wieder das nächste in Angriff zu nehmen, die Gedanken sind schon wieder am Weitergaloppieren und wir sitzen kaum, stehen wir auch schon wieder auf, weil uns noch was eingefallen ist.
Wenn wir uns überessen, wird uns schlecht. Das hat der Körper schlau eingerichtet. Doch was ist, wenn unser Kopf übersatt ist? Vollgestopft ist? Dann wird uns das in solchen Momenten kurz bewusst, doch wenn wir nicht aufmerksam dafür sind, stopfen wir gleich wieder das nächste Denkfragment in uns hinein.
Wie wär’s denn mit einer Kopfdiät? Sie müssen keineswegs allen Gedanken freien Raum geben, nur weil sie grad mal bei Ihnen im Kopf sind. Sie müssen auch keineswegs Lärmquellen aussitzen, wenn Sie sich entziehen können. Sie müssen ebenfalls keineswegs alles liegen und stehen lassen, weil grad mal jemand was von Ihnen will.
Denn ja, es steht Ihnen zu, für sich zu entscheiden, wann Sie satt sind und jetzt mal nix mehr wollen. Frei nach dem alten Kalauer, bei dem jemand eine leere Flasche Bier im Kühlschrank stehen hat, für den Fall, dass mal jemand vorbeikommt, der nix trinken mag….
Doch wie geht das mit so einer Kopfdiät? Beim Essen lässt mal halt mal Kalorien weg, isst weniger, was anderes, doch wie macht man das mit den Gedanken? Meditation soll da ja ganz hilfreich sein. Doch die Zeit hab ich nicht, mag jetzt mancher denken. Und außerdem kann ich diesen komischen Lotussitz nicht und überhaupt ist das ja nix für mich.
Hm, da hätte ich vielleicht eine Idee, die für Sie die Meditation vielleicht doch interessant macht. Darüber gestolpert bin ich bei facebook und an dieser Stelle herzlichen Dank an Doro Schäfer, die mich auf dieses Video gebracht hat.
Entgegen meiner sonstigen Länge der Postings, haben Sie es damit schon für diesmal geschafft. Auch eine Art von Diät
und ich überlasse Sie für ein paar Minuten der genialen Idee der “One minute meditation“ Das Video ist zwar auf englisch, doch sehr leicht verständlich und die wunderbaren Zeichnungen sind einfach und hilfreich.
Möge Ihnen Ihr Sattsein ein Fingerzeig sein und Sie überlassen sich der Kraft der kurzen Zeit:
Krümel im Bett Folge 8: Wie wäre es, wenn Sie die beste Version Ihrer selbst wären?
Ein Gedanke, der mich immer mal wieder umtreibt. Nicht loslässt. Ein mentaler Krümel im Bett:
Bin ich die beste Version meiner selbst?
Um an dieser Stelle gleich den Leistungsfanatikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, nein, es geht nicht darum, der oder die Beste im Vergleich mit anderen zu sein. Das ist völlig am Ziel vorbei. Es geht um die beste Version von Ihnen selbst.
Bildquelle: Hans Heindl / pixelio.de
Was ich damit meine?
Nun, das ist einfach erklärt.
- Wie oft reagieren wir in Situationen ungeduldig und harsch auf unsere Mitmenschen, obwohl wir auch anders könnten?
- Wieso steigen wir immer wieder auf die gleichen Streitereien ein, die wir gefühlte 5.489x mit unseren Partnern schon durchexerziert haben?
- Wieso scheint uns pünktliches Erledigen von Aufgaben nur unter Druck zu gelingen und schütten damit immer wieder den selben Druck- und Stresscocktail in uns aus?
Welche Version von uns sind wir in diesen Situationen? Wenn ich dabei an mich denke, geht es mir bestimmt nicht anders als Ihnen wahrscheinlich auch. Die beste Version von uns selbst sieht wohl anders aus.
Wieso eigentlich? Wieso verdonnern wir uns selbst zu dieser haarsträubenden Variante von ‘täglich grüßt das Murmeltier’?
Eine Antwort darauf kann sein, dass wir oft erst mitbekommen, dass wir das gleiche Programm wie immer abspulen, wenn der Zug schon voll in Fahrt ist. Wir kriegen es oft nicht bewusst mit, wenn wir diesen gewohnten Weg nehmen. Und einen fahrenden Zug aufzuhalten, ist nun wirklich keine leichte Übung…
Die andere Antwort darauf ist, dass eine gewohnte Reaktion bequem ist und uns keine Anstrengung im Sinne von mentaler Kontrolle abverlangt. Auch wenn die gewohnten Gefühle, die mit der gewohnten Reaktion einhergehen nicht unbedingt positiv sind.
Wenn wir am Ende verärgert, genervt, frustriert, gestresst sind, haben wir damit unsere gewohnten Empfindungen ausgelöst und uns sozusagen in unserem “so bin ich” bestätigt. Was sich in einem perversen Sinn richtig anfühlt, weil eben gewohnt.
Was tun?
Der erste Schritt die beste Version von sich selbst zu werden, ist in die Beobachterrolle zu gehen. Und das am besten in zweierlei Hinsicht.
Zum einen zu beobachten, ohne es zu kommentieren und werten, was da genau Ihnen passiert, wenn Sie merken, dass Sie ein gewohntes Muster abspulen. Was für Gedanken tauchen da in Ihnen auf? Welche Körperemfindungen? Nehmen Sie es aus der Distanz wahr.
Unter dem Motto: “Aha, das denke ich also bevor ich grantig werde…” Werden Sie zu Ihrem Detektiv, der beobachtet und sichtbar macht, was da in Ihnen vorgeht.
Die andere Beobachterrolle kann darin bestehen, Menschen bewusst wahrzunehmen, die in diesen für uns kritischen Situationen souverän, gelassen und vielleicht sogar völlig gegenteilig von uns reagieren.
Schauen Sie dort genau hin. Was machen diese Menschen anders? Wenn Sie die Gelegenheitheit haben, sprechen Sie sie darauf an, mit der Bitte erfahren zu dürfen, welche Gedanken sie in ihrem Inneren haben, wenn sie diese Situation angehen.
Bauen Sie sich ein für Sie passenden Rollenmodell auf. Sie suchen sich einen oder mehrere Menschen, die ein Verhalten zeigen, dass sie selbst gern hätten und schauen genau hin, was Sie daran gut finden. Denken Sie über diese anderen Handlungen und inneren Haltungen nach.
Sammeln Sie all das zusammen, wie der bereits erwähnte Detektiv, der Ihnen seinen Bericht vorlegt.
- Was für Gedanken,
- welche inneren Haltungen,
- was für eine Grundemotion,
- welche Formulierungen,
- welche Körperhaltung braucht es für die beste Version Ihrer Selbst?
Und dann testen Sie all dies im Kopf. Spielen Sie die Situationen mental durch. Mit Ihren neu gewonnenen Erkenntnissen. Gehen Sie bewusst in eine Experimentierphase.
Das mentale Probieren ist stets die Vorbereitung auf das Reale. Je intensiver wir unseren Geist auf die beste Version unserer selbst fokussieren, umso größer ist die Chance des Gelingens.
Bleiben Sie auch zukünftig in der Rolle des Beobachters, Ihrem Detektiv. Nehmen Sie wahr, wie es Ihnen geht, wenn Sie das Neue in der Wirklichkeit anwenden.
Nehmen Sie wahr, was sich tut. Auch in Ihrem Gefühlshaushalt. Etwas Neues, das wir tun, beschert uns nicht unbedingt ein gutes Gefühl.
Wir mögen grundsätzlich keine ungewohnten Situationen und Verhaltensweisen, weil damit Ungewissheit und Unsicherheit zusammenhängen. Doch wie mein alter Mathelehrer immer schon meinte: “Von einfach hat auch keiner was gesagt….”
Und so mag uns das Erreichen der besten Version unserer selbst mühselig und unbefriedigend erscheinen. Doch tatsächlich ist es so, dass Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit die beste Version von uns selbst zum Vorschein bringen wird.
Sei die Veränderung, die du im Leben sehen willst.
(Mahatma Gandhi)
Wo wären Sie gern die beste Version Ihrer selbst?
Alles im Leben ist vergänglich
Das ist etwas, was wir oft nicht wahrhaben wollen. Dass unser Leben vergänglich ist. Allerheiligen erinnert uns am heutigen Tag daran. Wir gedenken der Menschen, die nicht mehr unter uns weilen. Für die Vergänglichkeit nun die Ewigkeit bedeutet.
Wie können wir in unser Leben die Vergänglichkeit integrieren? Und was haben wir davon?
Ein indianisches Sprichwort sagt: “Reise langsam, sonst kommt deine Seele nicht mehr hinterher”
Und wenn ich mir unser normales, hektisches, gehetztes Leben so ansehe, dann reisen wir wohl viel zu oft zu schnell. Vergänglichkeit anzunehmen bedeutet, dass ich den Moment, den ich gerade erlebe, auch wirklich erlebe.
Bildquelle: Aka / pixelio.de
Wie oft fürchten wir schon am Beginn eines schönes Erlebnisses, dass es bald zu Ende sein könnte. Wie oft trauern wir Vergangenem hinterher, statt dass wir uns daran erfreuen, es erlebt haben zu dürfen. Wieso sind wir so viel öfter auf der Sollseite unseres Lebens als auf der Habenseite?
Was bringt uns dazu, unsere Verluste so riesig zu machen, dass unsere Gewinne darunter verschwinden? Fast so als ob das Schöne, Gute, Wahre, dass wir hatten, nie existiert hätte. Gefällt es uns wirklich besser in Wehmut zu versinken? Ist das etwas, was wir ohne Probleme nach außen zeigen können? Erscheint es uns fast obszön, zu frohlocken, weil wir soviel Gutes hatten, weil wir diese Momente des Glücks wahrhaft erlebt haben?
Stünde es uns nicht besser zu Gesicht, das Wunderbare unserer Erinnerungen zu zelebrieren, den Moment des jetzigen Erlebens aufgrund seiner Vergänglichkeit als wertvollstes Geschenk zu schätzen? Uns daran zu erfreuen, dass es jetzt so ist. Jetzt. Ohne Gedanken an den Zeitpunkt, an dem es Vergangenheit sein wird.
Ich glaube nicht, dass es etwas gibt, dass wir mehr bedauern, als nicht mehr Zeit mit den Menschen verbracht zu haben, die wir geliebt haben und die von dieser Erde gegangen sind. Wie wäre es, wenn wir heute damit anfangen, die Momente mit unseren Lieben wieder viel mehr wahrzunehmen? Das Glück in jeder Zelle zu spüren wie Sektperlen in einem Glas, wenn wir sie um uns haben.
Auch wenn es uns nicht gefällt, ist die Vergänglichkeit von der Moment der Geburt an in unser Leben eingebaut. Wir können keinen Moment zurückholen, rückgängig machen, neu gestalten. Den einzigen Moment, den wir gestalten und wahrnehmen können, ist der, den Sie gerade erleben. Und die Frage ist stets, wie Sie ihn erleben.
Die Vergänglichkeit kann unser größter Lehrer sein. Sie macht uns demütig dem großen Geheimnis des Lebens gegenüber. Lassen Sie sich auf diesen Gedanken ein. Schmecken Sie ihn. Spüren Sie nach, was da in Ihnen aufsteigt und welche Gedanken sich Ihnen zeigen.
Die Zeit auf Erden ist uns gegeben als Geschenk. Niemand von uns weiß, wann sich seine eigene Vergänglichkeit erfüllen wird. Doch so lange wir jeden Tag wieder neu erwachen, ist es uns geschenkt. Erfreuen Sie sich an diesem Geschenk. Das ist das was Sie tun können. Jeden Tag wieder.
In unserer Vergänglichkeit liegt unser Lebendigsein verborgen.
So erfahren Sie die andere Seite der Vergänglichkeit. Sie spüren Ihre Lebendigkeit. Sie leben. In Ihnen zeigt sich das Wunder jeden Tag. Und das sind Sie. Ein Wunder. Jede(r) von uns. Wir alle.
Das Leben ist ein Fest!
Wann haben Sie es das letzte Mal gefeiert? Ihr Leben? Oder sind Sie eher den düsteren Gedanken verhaftet, dass Ihr Leben eine Aneinanderreihung von endlosen Katastrophe zu sein scheint und darin schon länger kein Sinn mehr darin zu finden ist?
Das ist wohl wahr, dass das Leben viele Katastrophen zu bieten hat. Es ist oft kein Zuckerschlecken und der gefühlte Druck von Verantwortung, Stress, Kummer, Sorgen, Ärger zwingt uns nur zu häufig in die Knie. Und dort kauern wir dann, tagein, tagaus. Funktionieren wie Roboter, die Befehle entgegennehmen.
Bildquelle: uschi dreiucker / pixelio.de
Die Tage scheinen sich immer mehr zu gleichen, in ihrer immer währenden Abfolge von abzuarbeitenden Aufgaben, Anweisungen von oben, Erwartungen von allen Seiten und der endlose Strom an täglich wiederkehrenden Gedanken und Gefühlen dazu.
Und genau deshalb weil unsere Leben zu oft nach diesem Muster ablaufen, haben wir die Aufgabe das Leben zu feiern. Dem Leben wieder das Leben abzuringen. Es spürbar in uns ausbreiten zu lassen. Vom Kopf mit seinem ganzen Gedankengeplapper wieder ins Fühlen zu kommen.
Unseren Körper wieder zu spüren, ihn wahrhaft zu bewohnen. Uns in uns selbst auszubreiten, spüren, dass wir wirklich da sind. Wirklich da sind auf dieser Erde. Wirklich da sind.
Ihr Herz schlagen spüren. Es schlägt nur für Sie. Spüren Sie es?
Ihre Füße zu spüren. Mit diesen laufen Sie durch Ihre geschäftigen Tage.
Ihren Atem zu spüren, der Sie jeden Tag am Leben teilhaben lässt. Spüren Sie sich?
Spüren Sie, wieviel da ist, was von Ihnen wahrgenommen werden will? Wie sehnsüchtig alles darauf wartet, dass Sie endlich mal wieder innehalten um das Leben in sich zu spüren?
Ja, sehr oft ist da als erstes Schmerz. Schmerz, der unendlich groß zu sein scheint. So unfassbar, dass wir ihn am liebsten wegschieben möchten.
All die Anspannung in Ihnen, all das Festhalten. Wann haben Sie das zuletzt in Ihrem Körper wirklich wahrgenommen ohne davonzulaufen? Sich sich selbst zugewandt und wahrgenommen?
Es kann Sie überfluten wie ein reißender Strom, der über seine Ufer tritt. Lassen Sie es zu. Nehmen Sie es wahr, nehmen Sie sich in Ihrem Schmerzensstrom jetzt an. Es ist so wie es jetzt gerade ist. Und es darf alles genauso so sein. Nehmen Sie sich wahr. Bleiben Sie bei sich. Gehen Sie durch den Gefühlsstrom hindurch und nehmen Sie wahr. Was jetzt gerade da ist.
Und dann wird es diesen Moment geben, an dem Sie spüren, die Wogen glätten sich langsam ein wenig, der Sturm in Ihrem Inneren lässt nach. Es wird ruhiger.
Sie sind angekommen. Bei sich. Wie müde, kaputt und fertig Sie sich vielleicht auch gerade fühlen möchten. Jetzt sind Sie erstmal angekommen. Ganz tief drin. Und dort gibt es einen fühlbaren Punkt der Ruhe. Er ist manches Mal nur ein Hauch von Gefühl am Anfang, doch er ist da. Er wartet die ganze Zeit schon auf Sie. Dass Sie da sind.
Still werden und ihn wahrnehmen. Spüren Sie ihm nach. Werden Sie ruhig.
Jeder Mensch trägt diesen Kern in sich. Genauso wie die Sonne am Tag immer da ist. Auch wenn der Himmel voller dunkler Wolken ist, ist sie trotzdem da. Immer. Und auch unser innerster Kern der Ruhe ist immer da.
Sie können immer wieder zu ihm zurückkehren. Wir verlieren ihn immer wieder in unserem täglichen Wirrwarr, doch wir können ihn immer wieder aufsuchen.
Ihren Kern. Ihre Ruhe. Und genau das sollten Sie feiern. Ihr Leben hat es verdient gewürdigt zu werden. Mit einem Fest. Der Dankbarkeit, der Heiterkeit, der stillen Gedanken.
In jedem Leben gibt es Grund zur Freude. In jedem Leben. Schauen Sie genau hin und seien Sie bei sich. Leben Sie!
Sagen Sie ja!
Wir haben einen NEIN-Reflex. Der fast so zuverlässig wie unser Knie-Reflex funktioniert. Sobald wir etwas gefragt werden, das uns neu und unbekannt ist, uns fremd erscheint, hören wir uns selbst Nein sagen. Es fühlt sich sicherer an, die eigene Behausung nur in bekannte Gefilde zu verlassen. Dort wo wir die Wege kennen, brauchen wir uns nicht sorgen, fühlen wir uns sicher und behütet.
Was wir dabei übersehen, ist, dass dieser Schutz unser Leben nicht bereichert sondern ärmer macht. Er verhindert unser Wachstum. Wir sind natürliche Wesen und unsere Natur ist Wachstum. Wenn wir uns davon abschneiden, trennen wir uns vom Strom des Lebens ab.
Bildquelle: juli.gaensebluemchen / pixelio.de
Wachstum bedeutet Reife
Wir reifen nur durch neue Erfahrungen. Indem wir diese erleben und in unser bisheriges Schicksal einordnen. Reife findet statt, wenn wir betroffen sind, berührt werden von Erlebnissen.
Das kann schon Angst machen. Was ist, wenn wir damit nicht fertig werden? Wenn wir in unseren Emotionen untergehen? Was schützt uns vor dem Ertrinken? Nichts und niemand. Das ist die einzig wichtige und wahrhaftige Erkenntnis.
Wir brauchen dieses Untergehen. Dorthin wo wir uns selbst begegnen. Nur hier können wir erfahren, was uns für Kräfte innewohnen, welchen unzerstörbaren Kern wir haben. Den keine Angst, keine Blamage, kein Scheitern, keine Blöße vernichten kann.
Lernen Sie öfter ja zu sagen, sich auf Unbekanntes freudig einzulassen. Sich dabei zu erfahren in Ihrer Lebendigkeit. Sie sind geborgen im Leben, das tief in Ihnen pulsiert. Gehen Sie ein Stück aus Ihrer Komfortzone, trauen Sie sich und erfassen das Leben in seinen ganzen Farben. Jedes Ja erweitert Ihre Palette.
Seien Sie achtsam auf Ihr Reflex-Nein. Lernen Sie, es zu bemerken, machen Sie es sich bewusst und dann beginnen Sie öfter Ja zu sagen. Suchen Sie Gelegenheiten für ein Ja in Ihrem Alltag.
Beginnen Sie mit Kleinigkeiten. Ein fremdes Restaurant, ein neuer Weg zu Fuß, ein Museum in dem Sie noch nie waren, jemandem ein unverhofftes Danke zu sagen, eine neue Kleidungsfarbe ausprobieren, malen, Gedichtzeilen schreiben, mit exotischen Gewürzen kochen, ins Blaue hinein fahren, eine fremde Sprache lernen….
Sagen Sie Ja, wenn Sie gefragt werden. Aus vollem Herzen. Und spüren Sie, wie Sie da sind, jetzt da sind, Ihre Erfahrung von Lebendigkeit Sie reifen lässt, Sie erfüllter sein lässt, Sie glücklicher macht, das Wunder der Lebens wieder erfahrbar macht. Sagen Sie ja. Zum Leben. Zu sich.
Bei was sagen Sie zukünftig ja?
Gedankenkäfige – der Schlüssel liegt in Ihrer Hand
Ist Ihr Leben weit oder begrenzt? Fühlen Sie sich (zu oft) in Gedankenkäfigen gefangen? Gebaut aus sich gebetsmühlenartig wiederholenden Denkschleifen, die nirgendwohin führen und uns unter ihrer Schwere nach unten ziehen?
Wenn unser Leben voller Sorgen ist, wir beängstigt in die Zukunft schauen, keinen Ausweg aus einem momentanen Chaos entdecken können, uns allein fühlen, dann wird unsere Welt klein. Wir starren wie das Kaninchen auf die Schlange auf unsere düsteren Prognosen und verlieren uns darin.
Was machen wir da eigentlich? Wir lassen es zu, dass unsere Welt schrumpft, wir uns einengen und Freude kein Gast mehr in unserem Leben ist. Denn es sind wir, WIR SELBST, die darüber verfügen, wie groß oder klein wie hell oder dunkel unsere Welt ist.
Bildquelle: December-Girl / pixelio.de
Es sind WIR. Wir entscheiden darüber. Niemand sonst. Denn die Weite oder Enge unseres Lebens erschaffen wir in unserem Kopf. Wie die Dinge und Umstände auch sein mögen, es gibt immer viele Möglichkeiten wie sie sich betrachten lassen.
Wir entscheiden uns zumeist für die Sichtweise, die wir für gewöhnlich wählen. Wir wiederholen das was wir bisher getan und gedacht haben. Und das auch noch ohne dass wir uns dessen bewusst sind.
So ist das nun mal mit Gewohnheiten. Wir nehmen sie nicht mehr wahr. Das Programm läuft ohne uns ab. Und bringt uns immer wieder dieselben Empfindungen, Gedanken und inneren Haltungen.
Wie in gespurten Loipen laufen wir immer wieder denselben Weg. Vertiefen ihn dadurch. Mit jedem Mal wieder. Das ist es, was Gewohnheiten zu Gewohnheiten macht. Etwas, dass wir immer und immer wiederholen.
Uns fällt es leichter zu glauben, dass wir Schlechtes verdient haben, als Gutes. Dass das Pech uns näher ist als das Glück. Es fällt uns leichter von unserem Unglück zu berichten, als mit unserem Glück hausieren zu gehen. Wenn es uns gut geht und unserem Gegenüber nicht, schämen wir uns fast dafür und machen unser Glück kleiner.
Wir tun uns schwer damit anzunehmen, wenn jemand uns Komplimente macht. Genieren uns und wiegeln ab. Möchten nicht selbstsüchtig erscheinen oder besser gestellt. Und sind fast froh, wenn wieder etwas Negatives passiert, unter dem Motto ‘puh, ist ja doch alles normal’.
Doch wohin wird uns dieses Denken führen? In ein glückliches, freies, weites Leben? Mit Sicherheit nicht. Wir bekommen das, was wir denken. Und wir haben keine zweite Chance dafür. Wenn wir jetzt so weitermachen, wird unser Leben genauso verlaufen.
Albert Einstein soll einmal Wahnsinn wie folgt definiert haben: “Wenn wir immer wieder dasselbe wiederholen und hoffen, dass irgendwann etwas anderes als bisher herauskommen mag.”
Wenn wir nichts zu verlieren, jedoch alles zu gewinnen haben, wieso lassen wir uns dann nicht auf einen neuen Gedankengang ein? Wie wäre es, wenn wir erkennen, dass WIR den Schlüssel in der Hand haben, der uns aus unseren Gedankenkäfigen entschlüpfen lässt?
Wieso denken wir nicht – einfach mal nur so zum Spaß – in eine gelingende Richtung? Trauen dem Leben zu, dass es uns überrascht, wenn wir uns darauf einstellen? Ist es nicht wunderbar, dass Gefühl zuzulassen, dass unser Leben weit sein kann? Alles umfassen kann, alles Platz hat und Glück darin wohnen darf?
Probieren Sie diese Gedanken aus. Schmecken Sie die Süße der Freiheit, dass Sie es sind, der Ihr Leben weiten kann. Wie es auch gerade sein mag, entscheidend ist, wie wir darüber denken. Das Leben vergeht so oder so. Lassen Sie uns verabschieden von der Sucht des Dramas. Das uns manchmal schon eine fast perverse Befriedigung verschafft.
Wir sind es gewohnt im Drama zu denken, doch niemand zwingt uns dazu, so weiterzumachen. Setzen Sie sich auf Entzug. Verändern Sie Ihr Umfeld. Brechen Sie mit Ihren Gewohnheiten. Schaffen Sie neue Gedanken in Ihrem Leben. Hegen und pflegen Sie sie. Es ist, als ob Sie einen Garten neu anlegen. Befreien ihn vom wuchernden Unkraut und säen neue Samen. Dies ist etwas, was wir täglich tun sollten. Wie auch ein blühendes Stück Erde gepflegt sein will.
Tauschen wir unsere Denkgewohnheiten aus. Stück für Stück. Erschaffen Sie sich ein neues Denken. Weiten Sie Ihr Leben. Es ist alles da. Alles ist da. Sie haben alles in sich.
Ich bin der Meister meines Los.
Ich bin der Käp’n meiner Seel.
(William Henley)
Inspiration beseelt unser Leben
Wissen Sie, was Inspiration bedeutet? Im ursprünglichen Wortsinn? Wikipedia verrät es uns: Inspiration von lat.: inspiratio= Beseelung, Einhauchen von „spiritus“ = Leben, Seele, Geist.
Wer inspirieren kann, beseelt also. Ist das nicht wunderbar? Was mich gleich zu der Frage führt, wieviel Inspiration Sie in Ihrem Leben erleben oder auch schenken?
Ist es nicht eher so, dass wir viel zu viele Tage verbringen ohne uns auch nur einen Moment über Inspiration Gedanken zu machen? Zuviel zu tun, zuviel zu leisten, zuviel auf einmal, zuwenig Zeit, zuwenig Ruhe, zuwenig Muße. Das ist es tatsächlich, was Inspiration braucht. Sie braucht Muße und Raum. Raum um gesehen zu werden. Bewusstsein, Achtsamkeit um wahrgenommen zu werden.
Ich glaube, Inspiration ist eng verwandt mit Kairos, dem richtigen Moment, den es zu ergreifen gilt. Und dafür braucht es Aufmerksamkeit.
Bildquelle: ilona martin / pixelio.de
Inspiration scheint für viele Menschen etwas zu sein, was nur Künstler brauchen und für “Normalsterbliche” wenig bis keinen Sinn macht. Doch was ist es, was uns dazu bringt, Aufgaben gern und mit Freude zu erfüllen? Ist das nicht Begeisterung und damit Inspiration?
Vor allem Führungskräfte scheinen immer öfter unter dem Controller-Stern geboren zu sein und haben nie wirklich gelernt, dass Inspiration das ist, was gute Führung ausmacht. Wenn ich Menschen erreichen möchte, muss ich sie begeistern können. Eine Geschichte erzählen können, die erklärt wo die Reise hingehen soll. Wie das “Yes, we can” eine Inspiration für eine ganze Nation war.
Was bedeutet das für uns im Kleinen? Wie können wir uns Inspiration immer wieder neu schaffen und bewahren? Und wie können Sie andere Menschen inspirieren? Ich glaube, dass es eher weniger um das ‘wie’ geht als um die innere Haltung. Kehren wir doch noch einmal zur Wortbedeutung zurück:
Inspiration = Beseelung
Ein sehr altes Wort. Wir verwenden es nicht im normalen Sprachgebrauch. Und doch hat es unfassbar viel Kraft, wenn wir uns darauf einlassen es zu begreifen. Wie fühlen wir uns, wenn uns eine Sache inspiriert? Ist das nicht ein unglaublich lebendiges, elektrisierendes, waches Empfinden? Voller Freude und Energie? Das ist Beseelung. Etwas lebendig werden lassen. Uns einsetzen, an etwas glauben, andere damit anstecken, Durststrecken überstehen, weil wir das Große sehen.
Das Gegenteil von mechanistischem Abarbeiten, Erledigen und stumpfer Pflichterfüllung. Dabei existieren wir, doch wir leben nicht. Wir brauchen die Seele in den Dingen, in den Erlebnissen, in unserem alltäglichen Sein.
Uns selbst immer wieder begeistern können. Wie sagte die Königin in Alice im Wunderland so schön: “Kind, ich habe bereits vor dem Frühstück an fünf unmögliche Dinge geglaubt!” Wir verbringen unsere Tage viel zu oft wie täglich grüßt das Murmeltier. Haben uns der Routine ergeben, den vermeintlichen Außenzwängen.
Doch die einzigen, die uns abhalten, Begeisterung wieder zu entdecken, uns selbst zu überraschen und damit zu inspirieren, sind wir selbst. Es liegt an uns, diese Gabe immer wieder zu entdecken. In jedem Tag das Lebendige zu erfahren, wahrhaft zu leben. Wahrhaft. Die Brille des Hektischen abzusetzen und wieder wirklich zu sehen, was wir betrachten und erleben.
Jeder Tag hat seinen eigenen Zauber und kann uns inspirieren. Es ist nie zu spät, wieder zu lernen, dass wir die Fähigkeit zur Beseelung besitzen. Sich voller Begeisterung in etwas zu verlieren, ganz einzutauchen in eine Erfahrung, andere mitzunehmen und damit zu einem Menschen zu werden, der andere inspiriert.
Wie können Sie Inspiration in Ihrem Leben wieder lebendig werden lassen?
Und wo laden Sie sich auf?
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass wir unsere Handys, Smartphones, Digicams, Notebook etc. viel regelmäßiger aufladen als uns selbst? Dahinter steckt die ganz banale Erkenntnis: hat das Ding keinen Saft mehr, läuft es nicht. Also ran an’s Ladegerät.
Diesen Vorgang stellen wir auch nicht besonders in Frage. Wir maulen vielleicht etwas darüber, dass die neue Generation von Mobile Phones jeden Tag Ihre Aufladung haben will. Doch wir denken nicht näher drüber nach und stecken das Ding an seinen gewohnten Platz an und fertig. Genauso wie wir uns kaum trauen ohne Ladekabel das Haus zu verlassen, denn unseren Kommunikationsgeräten könnte ja die Puste ausgehen.
Wie ist das eigentlich mit uns? Wieso haben wir nicht so regelmäßig Zeiten an denen wir uns laden? Es liegt möglicherweise an der einfachen Tatsache, das wir auch dann noch weiterwursteln, wenn unser Akku schon gähnend leer ist. Wir schalten uns nicht einfach ab, wie das unsere technischen Gefährten tun. Wir laufen weiter.
Vielen von uns steht die Erschöpfung immer öfter ins Gesicht geschrieben. Unsere Gesichter sind nicht mehr so strahlend wie früher, immer öfter sind wir angespannt und die zugehörigen Falten prägen unser Gesicht neu.
Wieso lernen wir nicht mal umgekehrt von der Technik etwas und machen uns bis in die letzte Zelle bewusst: Akku leer – muddu aufladen (wie das Häschen sagen würde…)
Klar sagen wir dann, weiß ich, doch jetzt grad geht’s nicht, weil ….(hier bitte Ihre Lieblingsausrede einsetzen…)
Wieso tun wir bloß so, als ob wir unzerstörbar seien? Das was uns nicht umbringt, macht uns härter, oder wie? (btw was für ein blöder Spruch ist das eigentlich….)
Wollen wir dieses Spiel wirklich so lang durchziehen, bis wir wirklich alle sind? So richtig? Burnout, ausgebrannt, da gibt’s nix mehr. Wollen wir das wirklich?
Haben die Menschen in unserer Umgebung wirklich etwas davon, wenn wir uns so sehr erschöpfen, dass nichts mehr übrig bleibt?
Wir erfüllen Erwartungen, werden Anforderungen gerecht, geben unser Bestes und nehmen die Tretmühle in der wir uns befinden, gar nicht mehr wahr als das was sie ist. Ein Ort, der uns nirgendwo hinbringt. Wollen wir wirklich eines Tages das schleifende, knirschende Geräusch eines reißenden Seils hören, an dem unser Laufkäfig aufgehängt war und mit Entsetzen begreifen, dass er uns mit in die Tiefe reißt?
Zu drastisch? Hm, haben Sie sich schon mal die jedes Jahr sprunghaft ansteigenden Krankheitszeiten und kompletten Arbeitsunfähigkeiten mal näher angesehen? Psychische Erkrankungen und burnout stehen da ganz oben in den TOP 10.
Und wenn Sie denken, ach was hat das mit mir zu tun, ich bin doch noch jung. Tja, auch Ihnen kann geholfen werden… Die Erkrankten werden jedes Jahr jünger und sogar SchülerInnen sind immer mehr betroffen. Wieso denken wir eigentlich so oft, dass das immer nur den anderen passieren kann?
Wo soll das noch hinführen? Wollen wir nicht langsam mal umdenken?
Meine Mama hat, seit dem ich denken kann, in der Küche einen Spruch hängen:
Nimm dich nicht so wichtig.
Lang hab ich das überhaupt nicht verstanden, im Gegenteil ich fand es ziemlich doof, so zu denken. Doch was soll ich sagen, auch ich werde klüger
Wer sich diesen Satz mal wirklich auf der Zunge zergehen lässt, in sich einsickern lässt, der kann die Magie dahinter spüren. Die Erleichterung, die sich ausbreitet, denn, nein, wir sind nicht für alles verantwortlich, nein wir sind nicht der Nabel der Welt und nein es ist nichts verloren, wenn uns mal etwas misslingt.
Loslassen heißt akzeptieren, dass ich nicht alles in der Hand habe.
Schalten Sie mal einen oder mehrere Gänge runter, lösen Sie sich von dem Gedanken, dass Sie alles hinkriegen müssen. Die Wichtigkeit unseres Lebens liegt ganz woanders. Sie finden Sie im bewussten Wahrnehmen des Augenblicks, der Erkenntnis Ihres inneren Reichtums, der Liebe die es in Ihrem Leben gibt.
All das können Sie auf der Überholspur nicht sehen. Das ist erst in der Gemächlichkeit möglich, in den Momenten, in denen Sie aufladen.
Unser innere Quelle reinigen und neu füllen. Durch eine Mischung aus Stille, Alleinsein, geistigem Futter, lachen, spirituellem Verbinden mit etwas, das größer ist als wir und den Menschen in unserem Leben, die uns Energie und Liebe schenken.
Denken Sie wie Ihr Handy. Auch Sie brauchen diese Ladepausen täglich. Bewusste Momente und Zeiten, die Ihren Akku wieder auf 100% bringen.
Wo können Sie aufladen? Was bringt Ihnen Ihre Kraft wieder zurück? Wie können Sie dies regelmäßig in Ihrem Leben verankern? Bei welchen Menschen können Sie auftanken?
Und wollen Sie nicht auch ein Mensch sein, bei dem man auftanken kann? Dafür muss allerdings Ihr Akkuerstmal voll sein.
Daher, hängen Sie sich in Ihre Ladestation. Machen Sie es regelmäßig. Machen Sie es! Laden Sie sich wieder auf und berichten uns darüber. Jede Anregung ist für uns alle so wertvoll. Also, wie ist das bei Ihnen?
