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Sind Sie in sich selbst verliebt? – Wieso eigentlich nicht?

Seien Sie verliebt in sich!

Quelle: pixabay

Hand auf’s Herz, wer hat sich komisch gefühlt, beim Lesen der Überschrift? Ja? Dann sind Sie damit nicht allein.

In sich selbst verliebt sein. Pah, mehr Egozentrik geht wohl kaum, mag manch einer da denken.

Es ist ein Spiel…

Und doch, lassen Sie uns diese Möglichkeit einfach und als Spiel in Erwägung ziehen. Denn glücklich verliebt sein an sich ist doch schon etwas tolles. (Dass es auch traurige Arten des Verliebtseins gibt stimmt ebenso, doch heute wollen wir uns die glückliche Variante näher betrachten.)

Verliebt sein verändert die Welt

Wenn ich verliebt bin, erscheint mir mein Leben viel bunter. Übersprudelnde Energie durchpulst mich. Alles scheint mir leichter von der Hand zu gehen. Mein Leben ist von Freude erfüllt und auch die Welt erscheint mir freundlicher.

Das wiederum ist einfach erklärt, denn wenn wir verliebt sind, verhalten wir uns anders, lachen mehr, sind offener und gehen freundlicher auf andere Menschen zu. Wenn jemand mit einem Lächeln angestrahlt wird, ist es schon fast ein Reflex zurückzulächeln.

Wenn wir verliebt sind, sind wir großzügiger und sehen über manches eher hinweg, was uns sonst geärgert hätte. Jemand, der uns grantig entgegen kommt, kann uns lange nicht so treffen, wenn wir verliebt sind. Es ist als ob es da einen positiven Puffer gibt.

Wenn wir verliebt sind, möchten wir anderen Gutes tun. Es sollen ihnen ebenso gut gehen wie uns. Unsere Freude zu teilen macht uns selber froh. Damit kommt ein Kreislauf in Gang, der alle Beteiligten froh macht.

Alles in allem sind wir also fröhlicher, gelassener und widerstandsfähiger, wenn wir verliebt sind.

Und bei uns so?

Kehren wir mit diesen Gedanken zu uns zurück:

Wie ist das so mit uns? Wenn wir an einem Morgen unter der Woche ins Badezimmer wanken, noch müde und uns im Spiegel ansehen? Mal ehrlich, was denken Sie da über sich? Ist das sowas wie: ‘hey guten Morgen, wie schön dich zu sehen.’

oder eher so was wie: ‘Ohje, heute seh ich wieder fertig aus. Ich werd auch immer zerknitterter, die grauen Haare werden immer mehr, alt seh ich aus…’

Wie Sie sich eher in der zweiten Beschreibung wiederfinden, dann sind Sie beileibe kein Einzelfall, im Gegenteil.

Ihre gute Laune, die vielleicht vorher beim Lesen des verliebten Zustandes spürbar war, hat sich damit wahrscheinlich so gut wie in Luft aufgelöst und dem morgendlichen Grauen und Alltragsstressgefühl Platz gemacht.

Und mit anderen?

Lassen Sie uns nochmal kurz zurückblenden. Sie stehen auf, gehen ins Bad und sehen neben sich das Gesicht der Person, in die sie verliebt sind. Auch hier werden Sie vielleicht bemerken, dass das Gesicht etwas zerknittert ist von der Nacht, mehr graue Haare da sind und ein müder Eindruck zu sehen ist.

Doch wenn Sie sich wirklich in diese Situation hinfühlen, werden Sie merken, dass Sie vollkommen anders denken und empfinden.

Sie werden voller Mitgefühl sein. Schauen, was Sie dem geliebten Menschen Gutes tun und Liebes sagen können. Es ist egal, ob er oder sie älter aussieht, mehr Falten haben mag oder graue Haare. Sie freuen sich, dass Sie diesen Menschen in Ihrem Leben haben. Spüren Wärme, Freude und Liebe.

Das in sich zu fühlen, tut Ihnen selbst gut. Und je besser es Ihnen geht, umso besser werden Sie in Ihrem Leben zurecht kommen. Umso mehr Energie haben Sie auch mit Widrigkeiten umzugehen. Umso glücklicher werden Sie sein.

Nochmal zurück auf Los

Kehren wir mit alle diesem Wissen zu unserer Ausgangsfrage zurück.

Sind Sie in sich verliebt?

Wie ist der Gedanke, wenn Sie sich morgens im Bad selbst mit diesem Mitgefühl begegnen? Sich wahrnehmen und fragen was Sie sich jetzt Gutes tun können. Damit Sie sich wohlfühlen, in sich ruhen und gerüstet für den Tag sind. All die Wärme und Zuwendung die wir geliebten Menschen angedeihen lassen, uns auch selbst zu schenken. Damit uns selbst nähren und aufblühen lassen.

Was passiert bei dem Gedanken bei Ihnen? Ist es Ihnen möglich dorthin zu kommen? Haben Sie eine Scheu davor und fühlen sich ganz seltsam?

Das ist auch gar nicht so leicht. Denn Selbstzentriertheit, Egoismus sind alles Konzepte, die uns da in den Sinn kommen und die in unserer Gesellschaft verpönt sind. Das macht man nicht bei uns. Es herrscht Leistungsdruck vor und das hat keinen Raum für solche Spinnereien.

Wer wagt, gewinnt!

Und trotzdem, wagen Sie es und sagen oder denken Sie am nächsten Morgen ein freundliches und fürsorgliches “Guten Morgen” zu sich im Bad. Seien Sie mutig, schauen Sie sich dabei an. Mit Mitgefühl und Fürsorge. Wie Sie das einem geliebten Menschen gegenüber auch machen würden.

Es kann Ihnen passieren, dass Ihnen dabei die Tränen kommen, ein Kloß im Hals entsteht und Sie von einer Welle an Traurigkeit erfüllt werden.

Doch das ist nichts Schlimmes. Zeigt es doch nur, wie dringend nötig es ist, dass Sie Mitgefühl mit sich haben und aufhören sich unter Druck zu setzen. Denn das tun wir. Ständig.

Einen geliebten Menschen unter so einem Druck zu erleben, würde unser tiefstes Mitgefühl hervorrufen. Und genau das brauchen wir auch selbst.

Klappt das mit dem mitfühlenden und liebevollen guten Morgen, dann haben Sie einen ganz anderen Start in Ihren Tag.

Wie ist das mit dem Umgangston?

Gehen Sie weiter damit und nehmen wahr, wann Sie besonders lieblos mit sich umgehen. Vielleicht wenn Ihnen ein Fehler unterläuft? Sie zu spät dran sind? Oder an etwas Scheitern?

Hören Sie hin, was Sie dann über sich denken. Ersetzen Sie anklagende Gedanken durch mitfühlende.

Hören Sie auf sich zu verurteilen, befreien Sie sich von diesem Druck.

Freuen Sie sich über sich selbst, wenn etwas gut gelungen ist. Genauso wie Sie sich mit einem geliebten Menschen mit freuen, wenn dieser etwas geschafft hat.

Verlieben Sie sich ins Leben

Freuen Sie sich, dass Sie dieses Leben haben. Dass es jetzt stattfindet und Ihnen zur Gestaltung zur Verfügung steht.

Wer auf diese Weise in sich selbst verliebt ist, verliebt sich ins Leben. Wird es als das Kostbare erfahren, das es ist. Ein Geschenk. Ein Geschenk, von dem wir nicht wissen, wann es uns genommen wird.

Seien Sie daher verliebt in sich! Freuen Sie sich über sich und erfahren die Welt dadurch reicher, bunter und lebendiger.

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Weihnachten – An was wir uns immer erinnern sollten…

WeihnachtsbaumFür meinen diesjährigen Weihnachtsbrief bin ich an Zeilen von einem Gedicht hängengeblieben, das mich sehr berührt hat.

Wir Menschen übersehen oft, dass jeder einzelne von uns zählt.

Jeder und jede von uns ist wichtig. Und doch vergessen wir es allzu häufig. Wir vergessen es über uns selbst und vergessen es über andere.

Daher möchte ich Ihnen von Herzen sagen, dass Sie wichtig sind. Sie zählen und machen einen Unterschied auf dieser Erde!

Mit diesen Zeilen wünsche ich Ihnen ein friedvolles Weihnachten.

Und vielleicht ist das schönste Weihnachtsgeschenk, dass Sie dieses Jahr jemandem machen können, diesem Menschen zu sagen, dass er/sie in Ihrem Leben wichtig ist.

Seien Sie mir herzlich gegrüßt,
Ihre Alexandra Graßler

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Manche Menschen wissen nicht.
wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen.

Paul Celan

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Zeit für Muße finden

Sitzen und gucken

Wolken 2764418657_547b15c5d1_mHeute war seit langer, langer Zeit wieder ein Moment in meinem Tag, an dem ich mich dabei ertappt habe, einfach mal nur dazusitzen und den Wolken beim Ziehen zuzusehen. Einfach nur sitzen und gucken. Sonst nichts. Sitzen. Gucken.

Mein Geist schwang sich mit in den Himmel auf und ließ sich mit den Wolken vom Wind treiben. Kennen Sie diesen Zustand? Sich treiben lassen? Nichts zu tun zu haben? Wir haben in unserem Leben meist sehr wenig unverplante Zeit. Sich einfach mal nur hinzusetzen, ohne vollkommen erschöpft zu sein, ist eher die Ausnahme.

Bildquelle: flickr / p.s. kweltwater

Dieses Getriebensein, vor allem jetzt in der Vorweihnachtszeit, nimmt uns jede noch so kleine Erholungsphase. Gleichzeitig macht sich damit auch jede kreative Regung gleich mit vom Acker. Da ist dann nicht mehr viel, mit den Geistesblitzen, die wir so dringend nötig hätten für letzte Geschenkideen.

Kreativität braucht Muße.

Wenn unser Geist unter Strom steht, ist kein Raum für bunte Gedanken. Doch diese brauchen wir, wenn wir kreativ sein wollen. Unser innerer Bilderspeicher kann uns nur etwas zur Verfügung stellen, wenn er gefüllt ist. Und um ihn zu füllen, brauchen wir Zeit für Muße. Zeit zum Gucken.

Verlangsamen der Zeit

Was uns so schwerfällt, ist es, die Dinge langsam anzugehen. Zeit ist das was uns am meisten fehlt. Doch wie wollen wir wirklich gucken können, wenn wir gehetzt sind? Das funktioniert nicht. Genauso wenig wie das im Trubel funktioniert. Unter vielen Menschen mit den verschiedensten Bedürfnissen, Ansichten und Wünschen.

Muße braucht das Alleinsein.

Muße haben, bedeutet Zeit für sich haben. Mal wieder etwas mit sich selbst zu unternehmen. Ein etwas schräger Gedanke? Das mag sein, doch lassen wir uns doch einen Moment darauf ein. Wann begegnen wir uns selbst wirklich? Wann nehmen wir unsere Gedanken bewusst wahr? Ist es dazu nicht fast schon zwingend erforderlich, nur mit sich selbst zusammen zu sein?

Muße braucht die Stille.

In unserer getriebenen Welt ist es nicht oft still. Wirkliche Stille kennen wir kaum noch. Vor allem in der Stadt gibt es einen steten Geräuschpegel, der uns wie ein Hintergrundrauschen begleitet. Und wir selbst tragen einen großen Teil dazu bei, dass wir uns nicht in Stille befinden.

Das geht morgens mit dem Einschalten des Radios zum Frühstück schon los, begleitet uns auf dem Weg zu Arbeit mit Musik, Nachrichten und dem Verkehrslärm.Im Beruf, ob Büro oder Industriebetrieb, gibt es einen Geräuschteppich, der uns keine Sekunde der Ruhe schenkt und uns meistens überhaupt nicht mehr auffällt.

An einem Schweigeseminar teilzunehmen, können sich viele Menschen überhaupt nicht vorstellen. Wie soll das gehen, nicht zu sprechen? (nur als Randbemerkung: das kann etwas unglaublich wohltuendes sein und ich kann das nur jedem als Erfahrung empfehlen)

Denn Stille ist inzwischen etwas, das viele Menschen beängstigt. In der Stille werden Gedanken wahrgenommen, die während der Betriebsamkeit des Tages vollkommen untergehen. Stille wirft uns auf uns selbst zurück. Eine Konfrontation, der wir manches Mal nicht gewachsen scheinen.

Und so flüchten wir uns schon fast automatisch in ein Tun hinein, schaffen uns einen Klangteppich (und wenn nur der Fernseher vor sich hin läuft) der eine wohltuende Schranke zwischen uns und unserem eigenen Wahrnehmen aufbaut.

Doch in all dieser betriebsamen, lärmenden, zeitfressenden Welt, die wir uns schaffen, hat Muße kein Zuhause. Und so werden wir ärmer. Ärmer an guten Gedanken, an inspirierenden Ideen, bunten Träumen. Unser Leben wiederholt sich und wir können oft nicht mehr sagen, was die Jahre und Monate voneinander unterscheidet.

Wollen wir das wirklich?

Wollen wir wirklich ein Leben führen, das keinen Raum mehr für Muße hat und damit für ein Leben, das uns bereichert, Freude bereitet und Kraft für unsere Tage liefert? Oder ist es nicht auch oft ein Hinnehmen dessen, ein Resignieren über die vermeintlichen nicht änderbaren Umstände?

Natürlich erfordert es eigene Entscheidungen und auch möglicherweise unbequeme Gedanken an einem Zustand etwas zu ändern, der schon eine ganze Weile so läuft. Doch das bedeutet nicht, dass wir nicht etwas davon haben können. Wir können uns dafür entscheiden, wieder Mußezeiten in unser Leben zu integrieren.

Fenster, die die Zeit öffnen

Fangen Sie mit kleinen Zeitfenstern an. Entscheiden Sie sich am Wochenende bewusst dafür einen Spaziergang ganz allein zu machen, der Sie in die Natur entführt. Die Winterzeit lädt dazu ein und der Schnee dämpft die Lautheit. Gehen Sie in aller Ruhe, es gibt keinen Rekord den es zu brechen gilt. Im Gegenteil in der Langsamkeit liegt das Ziel. Schauen Sie sich um. Schauen Sie sich die Natur in ihrem Winterkleid an. Das Glitzern des Schnees. Schauen Sie. Füllen Sie Ihren inneren Bilderbrunnen. Lassen Sie die Gedanken schweifen. Wenn Sie merken, dass Sie sich an einem Gedanken festhängen, lassen Sie ihn vom Haken.

Von Nichtstun hat keiner was gesagt

Muße bedeutet nur scheinbar ein zielloses Nichtstun. Muße ist nicht das gleiche wie faulenzen. Es ist ein bewusstes Zeitnehmen, ein Schlendern durch die Welt, ein Betrachten dessen, was es zu sehen gibt.

Auch wenn es fast unmöglich scheint in dieser hektischen Zeit: sich Muße zu gönnen geht. Seien Sie achtsam mit sich und passen Sie gut auf sich auf.

In diesem Sinne, möge die Muße Sie begleiten und Ihnen Momente der stillen Heiterkeit und Zufriedenheit schenken.

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Sapere aude – wage zu wissen

In einem Interview mit Prof. Pöppel (Psychologie heute Ausgabe September 2011) bin ich an interessanten Zeilen hängen geblieben. Es ging dabei um die Bilder unseres autobiografischen Gedächtnisses.

Woran wir uns erinnern

Wir erinnern vor allem Bilder, die mit Emotionen verbunden sind. Soweit ist das jetzt nichts Neues. Doch bewusst mit den Bildern zu arbeiten, die einem in Erinnerung sind und nicht nach verschütteten Bildern zu suchen ist eine neue Art erhöhte Selbstwirksamkeit zu erfahren.

Bildquelle: Rolf Handke / pixelio.de

Prof. Pöppel sagt dazu:

“Die psychoanalytische Theorie geht davon aus, man könne sich durch Nacherleben des Traumas von eben diesem befreien. Das Entscheidende unserer Studien dagegen ist, dass wir ein Gegenmodell zur psychoanalytischen Aufarbeitung entwerfen. […]

Wenn Ereignisse weggedrückt wurden, damit sie im Bewusstsein keine Rolle spielen, hat das einen Sinn. Die Verdrängung ist das Resultat eines positiven Selektionsprozesses mit dem Ziel, dass ein Mensch mit sich zurechtkommt.

Erinnern statt aufarbeiten

Die Empfehlung lautet, das bewusste Erinnern zur Ich-Stärkung. Die Aufgabe ist simpel, jedoch nicht trivial. Denn sie erfordert Konzentration und ein Dranbleiben. Jeden Tag, am besten zur gleichen Zeit, sich bildlich vorzustellen, was man gestern getan hat und sich dazu Notizen zu machen.

Es geht dabei um die Bilder, die uns im Gedächtnis geblieben sind, aus welchem Grund auch immer. Sie zeigen uns, was uns wirklich ausmacht und wie wir das Leben tatsächlich erfahren.

Nochmal Prof. Pöppel:

“Ich stelle mich nicht infrage, indem ich etwas hervorhebe, das aus gutem Grund verdrängt wurde. Sondern ich bestätige mich selbst und erfinde meine eigene Lebensgeschichte. Das ist ein anstrengender und meditativer Prozess, in dessen Verlauf man einen stärkeren Selbstbezug, den Mut zu sich selbst und Respekt vor anderen findet. […]

Effekte dieser täglichen Meditation zeigen sich erfahrungsgemäß bereits nach einer Woche.”

Wer bin ich?

Um auf den Titel dieses Beitrags zu kommen, möchte ich noch eine weitere Übung vorstellen, die von Prof. Pöppel empfohlen wird zum Thema Identität.

Stellen Sie sich vor den Spiegel und sehen Sie sich an. Nicht im Sinne von einem Haar- und Makeup-Check sondern ein wirkliches Ansehen, sich selbst ansehen, mit der Frage wer man eigentlich ist.

Dazu ein weiteres Zitat:

“Und wissen Sie, wie die Menschen reagieren, die sich in dieser Weise ansehen? Sie wenden nach sehr kurzer Zeit den Blick ab. Weil sie es nicht ertragen können. So belastend ist es, sich selbst ins Gesicht zu sehen. […]

allein um die Tatsache, zu spüren: Es gibt mich ja. Und ich erschrecke vor mir selbst.”

Und auf die Frage wieso so eine Erfahrung bewusst gewählt werden sollte:

“Weil es interessant und befreiend sein kann. Ganz im Sinne der Aufklärung Sapere aude – wage zu wissen. Ich wage über mich selbst Bescheid zu wissen, ich habe den Mut zu mir selbst.”

Ich wage zu wissen. Ich habe den Mut zu mir selbst.

Was für große Gedanken. Was für eine Freiheit.

Erschaffe dein Erleben neu

Es sind zumeist die eingefahrenen Gedankenmuster die unser Gefühlsleben prägen. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Jahr für Jahr.

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf die Bilder lenken, die uns vom vergangenen Tag im Gedächtnis geblieben sind, erleben wir hautnah, WAS uns da täglich prägt.

Durch die Achtsamkeit, die wir dabei trainieren, können wir uns immer mehr auf Bilder konzentrieren lernen, die uns stärken. Lernen den Fokus zu verlagern. Sich selbst neu erschaffen mag ein großes Wort sein. Doch letztlich ist es nichts anderes. Wir schaffen uns unser Erleben neu.

Mein Bilderexperiment läuft und vielleicht haben Sie ja auch Lust dazu, sich auf Ihre Bilder des vergangenen Tages einzulassen.

Wagen Sie zu wissen.

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