Serie Unternehmerische Aktivitäten im Internet – Teil 2 Content ist King und Queen

Dieser Artikel ist Bestandteil einer kleinen 3teiligen Serie zum Thema „Ihre unternehmerischen Aktivitäten im Netz – was bringt wirklich was und was sollte man lassen?“ die sich mit folgenden Fragestellungen beschäftigt:

Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Ist das immer noch gültig? Content is King? Oder zählt das inzwischen zu den veralteten Sprüchen, die keinen wirklichen Hintergrund mehr haben? Um diese Fragen soll es in diesem 2. Teil gehen.

Das emotionale Internet

Im ersten Teil der Serie haben wir über das emotionale Internet nachgedacht und welche Auswirkungen dieser Effekt ganz pragmatisch auf die Verweildauer von Besuchern hat. Was auch bedeutet, wenn der Besucher aufgrund einer grottigen Webseite sich gleich wieder verabschiedet, hat der Inhalt kaum eine Chance wahrgenommen zu werden.

Ausnahme ist hierbei, wenn es zu einem Thema sehr wenige Seiten insgesamt im Netz gibt, die Informationen bieten. Dann bleibt man notgedrungen auch auf Webseiten länger, um zumindest etwas zum grad gewünschten Thema zu erfahren.

Was aber nun nicht heißen soll, naja, dann ist es ja eh mehr oder weniger egal, ob meine Seite „hübsch“ ist oder nicht, weil’s bei mir so speziellen Inhalt gibt, der sonst nirgends zu lesen ist. Das muss und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so bleiben und dann haben Sie den Salat.

Was ist nun guter Content?

Gehen Sie einfach von sich selbst aus. Wenn Sie auf der Suche sind nach Informationen dann möchten Sie mit Sicherheit keine Werbebotschaften lesen, sondern qualitativ hochwertige Hinweise bekommen.

Wir sind inzwischen durch die Infoflut schon genervt genug und hungern nach hilfreichem Wissen. Ist es da nicht ein wahrhafter Segen, wenn wir auf einer Seite landen und uns regelrecht festlesen, weil wir dort genau das finden an Informationen, das uns in unserer Entscheidung unterstützt?

Vergleichen Sie diese Situation wieder mit einem realen Laden. Wenn Sie in ein Fachgeschäft gehen und dort mit einem Verkäufer konfrontiert sind, der sich nicht wirklich auskennt und Ihre Fragen nur eingeschränkt bis gar nicht zufriedenstellend beantworten kann, werden Sie wohl kaum Vertrauen in dieses Geschäft haben.

Unterschiede bei der Entscheidungsfindung bei Männer und Frauen

Übertragen auf’s Internet können wir daraus die gleichen Schlüsse ziehen, denn wir möchten gern Antworten auf unsere Fragen finden, wirkliche Vergleiche anstellen können und die Informationen noch so aufbereitet bekommen, dass wir keinen Doktortitel zum Verstehen brauchen. Das trifft auf Frauen noch mehr zu wie auf Männer. Frauen vergleichen generell mehr und berücksichtigen andere Kriterien wie Männer bei Ihrer Entscheidung.

Wird z.B. ein neuer Fernseher für die Familie angeschafft, werden sich Männer viel mehr auf die technischen Feinheiten konzentrieren, was damit alles möglich ist und welchen Sound das neue Gerät bietet.

Frauen beziehen in ihre Entscheidung mit ein, ob der Flatscreen mit der vorhandenen Wohnzimmereinrichtung harmoniert und wenn Kinder im Haus sind, ob die daran herumspielen könnten usw. Das bedeutet, dass Frauen weitaus mehr Menschen aus ihrem gesamten Beziehungsnetz in ihre Überlegungen einbeziehen als Männer (näheres bitte nachlesen bei Diana Jaffé – Marketing für Adam und Eva)

Berücksichtigen Sie darüber hinaus, dass inzwischen 80% der Kaufentscheidungen von Frauen getroffen werden, kommen Sie schnell zu der Erkenntnis, dass Content nicht nur King ist sondern vor allem Queen. Wo sich Männer mit kargen Fakten begnügen, wollen Frauen mehr erfahren, Beispiele und Erfahrungsberichte lesen.

Was bedeutet das nun für Ihre Webseite?

Banal gesagt, wenn Sie möchten, dass InteressentInnen auf Ihrer Seite verweilen und damit zu potentiellen KundInnen werden, achten Sie darauf, dass Sie wertvollen Inhalt bieten. Und zwar regelmäßig.

Ihre Themen, ob das nun Produkte oder Dienstleistungen sind, von immer anderen Seiten zu beleuchten, keine Werbeplattitüden ablassen, sondern qualitativ hochwertige Hinweise, hilfreiche Tipps und Erfahrungsberichte zu bieten.

Was sollten Sie unterlassen?

  • Werbegequatsche – Bereinigen Sie Ihre Seite von Werbesprüchen. Ich bin mir ganz sicher, dass Sie wissen, was ich meine… Werbung ist der Teil der nervig ist.
  • Heiße Luft – Auch, wenn es zwar wunderschöne Formulierungen sind, jedoch der inhaltliche Gehalt gegen Null geht, sollten Sie den Rotstift ansetzen.
  • Expertenlatein – Ein weiterer Punkt ist die Verständlichkeit. Denken Sie sich in Ihre gewünschten KundInnen hinein. Sind das eher Fachleute oder nicht? Und danach sollten Sie die Texte abstimmen. Es ist schön, wenn Sie wissen, wovon die Rede ist, jedoch jemand anderer nur noch Fragezeichen beim Lesen Ihrer Texte vor sich sieht, ist das nicht besonders zielführend.
  • Kundinnen – Haben Sie mal mit dem „Frauenblick“ auf Ihre Texte geschaut? Gibt es dort außer den nackten Fakten noch mehr zu finden? Erfahrungsberichte, Anwendungstipps und Hinweise rund um das Umfeld?
  • Rechtschreibfähler – Man sagt zwar, wer diese findet, dürfe sie auch gleich behalten. Doch ganz ehrlich, es wirkt nicht gerade seriös und vertrauensbildend, wenn Ihre Seite voll gepflastert ist mit orthographischen Fehlern.
  • Methusalemfalle – Wer bei „Aktuelles“ Themen von vor fünf Monaten stehen hat, ist damit in die Methusalemfalle getappt. Im Internet schätzen wir eine hohe Aktualität an Inhalten und das sollten Sie auch auf Ihrer Webseite berücksichtigen. Schreiben Sie regelmäßig über Ihre Themen und damit ist jetzt nicht nur einmal im Monat gemeint.

All das ist jetzt keine Hexerei, sondern es handelt sich wieder mal um simple Wahrheiten. Die Frage ist, wie so oft bei wichtigen und einfachen Dingen, sind sie berücksichtigt und umgesetzt? Durchgängig?

Sie können damit nur gewinnen und die Zeit die Sie in die Inhalte Ihrer Webseite investieren, wird Früchte tragen. Denn auch google schätzt hochwertigen Content als immer wichtiger ein.

Auf diesem Weg gelangen nun mal die meisten BesucherInnen auf die gewünschten Zielseiten. Schreiben Sie für Mensch und Maschine. Schauen Sie, dass Ihre Texte mindestens 2.000 Zeichen erreichen, damit überhaupt eine gewisse Menge an Informationen transportiert werden kann und haben Sie Spaß dabei. Ja, auch das ist wichtig und das merkt man Ihren Texten an.

In diesem Sinne ran an die Tasten 🙂

Wie sich nun das Social Media Gedöns am besten einsetzen lässt und was man sich dabei lieber sparen sollte, wird uns abschließend im dritten und letzten Teil der Serie „Ihre unternehmerischen Aktivitäten im Netz – was bringt wirklich was? beschäftigen.

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