word-2007-titel.jpgAus aktuellem Anlass gibt es neue ebooks von der WissensAgentur:

  • Word 2007 für Umsteiger
  • Excel 2007 für Umsteiger

Da ich selbst erst seit ein paar Wochen umgestiegen bin und die Angewohnheit habe, ziemlich viel zu dokumentieren :-) sind dabei diese Publikationen entstanden. Von den bisherigen Anwendern wurde sie als sehr positiv und nützlich aufgenommen.

Um was geht’s:

Sie arbeiten mit Word/Excel? Sie sind gerade auf das neue Word/Excel 2007 umgestiegen? Sie möchten einfach und schnell damit arbeiten können? In diesem ebook finden Sie alles was Sie dazu brauchen. Lernen Sie die neue Oberfläche von Word/Excel kennen und finden Sie sich dort in kürzester Zeit zurecht. Sie bekommen jeweils einen direkten Vergleich zwischen den beiden Versionen 2003 und 2007. Darüber hinaus unterstützt Sie ein ausführlicher Index bei der zielgerichteten Suche einzelner Befehle.

Eine Vorschau für Excel finden Sie hier und für Word hier. Falls Ihr Interesse geweckt ist, können Sie die beiden ebooks hier günstig downloaden.

wetterhahn.jpgLeben ist die Summe all unserer Entscheidungen.

Albert Camus - Fundstelle: Harvard Business Manager April 2006

Lassen Sie uns das nochmal ganz bewusst lesen:
~~~ Leben ist die Summe all unserer Entscheidungen. ~~~

Das bedeutet also, das Leben, das Sie heute erleben, ist das Ergebnis all Ihrer bisherigen Entscheidungen. Wenn wir mal das Konzept der Fremdbestimmung, Sachzwänge oder wie man es auch immer bezeichnen möchte beiseite lassen, erleben Sie jetzt gerade in diesem Moment die Qualität Ihrer bisherigen Entscheidungen.

Lassen Sie diese Gedanken doch mal richtig wirken: Sie erleben jetzt gerade die Qualität und Ergebnisse Ihrer bisherigen Entscheidungen.

Wie geht es Ihnen damit? Wie fühlt sich das an? Ist es ein frohes Gefühl, ein glückliches, ein zufriedenes, ein erschrockenes, ein trauriges, ein ärgerliches, ein ernüchterndes, ein….?

Nehmen Sie alles bewusst wahr, was als Empfindung in Ihnen aufsteigt und benennen Sie sie. Es fühlt sich ….. an.

Und was sagt uns diese Momentaufnahme? Nun sie gibt uns die Chance auf eine bestimmte Art und Weise unser Leben zu betrachten.

Wenn Sie diese Empfindung die Sie benannt haben ansehen: Welche Entscheidungen haben zu diesem Gefühl geführt? Grenzen Sie den Zeitraum über den Sie nachdenken bewusst auf verschiedene Ebenen ein. Welche Entscheidungen, die Sie:

  • heute
  • diese Woche
  • diesen Monat
  • dieses Jahr
  • noch länger zurück

getroffen haben, haben zu diesen Empfindungen geführt?

Gehen Sie noch einen Schritt weiter, welche Entscheidungen hätten Sie längst treffen müssen und sind noch offen?

Dieser Schwebezustand kann uns regelrecht lähmen. Wieso fällt es uns nur so schwer, manche Entscheidungen zu treffen? Der Hauptgrund ist meist eine diffuse Angst, die uns vor konkreten Schritten abhält. Wenn wir dieser Angst näher kommen, dann stellt sich fast immer heraus, dass wir Angst haben zu verlieren.

Vordergründig möglicherweise materielle Verluste, Imageverlust, Bequemlichkeit. Einen tieferen Blick darauf geworfen, zeigt sich unser wahres ängstliches Gesicht. Denn der befürchtete Verlust führt in unseren Gedanken häufig zu einem Wertigkeitsverluft in den Augen anderer. Und wenn Sie diesen Pfad zu Ende denken, landen Sie bei unserer Urangst ungeliebt zurückgelassen zu werden.

Entscheidungen haben einen Preis. Auch die, die Sie nicht treffen. Das sind die sog. Opportunitätskosten = Möglichkeitskosten.

Besonders deutlich wird dieser Zusammenhang, wenn man sich das Wort Ent-Scheid-ung näher betrachtet. Hier wird klar, dass es eben um ein Ab-Scheiden geht, eine Trennung. Doch um das wirklich tun zu können, müssen mir die Möglichkeiten klar sein, zwischen denen ich wählen kann. Und natürlich auch Klarheit darüber, was es mich jede Möglichkeit kostet, da ich dafür ja etwas anderes nicht (mehr) haben werde.

Wenn Sie z. B. schon des längeren an der Entscheidung dran sind, ob Sie den Job wechseln sollen, machen Sie sich klar, welche Ängste Sie mit dieser Entscheidung verbinden. Fürchten Sie materielle Einbußen, Kontakte zu verlieren, dem neuen nicht gewachsen zu sein, mehr Stress, Mobbing usw….?

Verschaffen Sie sich wirklich Klarheit über die beängstigenden Bilder die Ihnen dazu einfallen. Und wenn Sie damit wissen, vor was Sie zurückschrecken, werfen Sie gedanklich einen Blick auf das Gegenteil. Denn das ist es was Ihnen in diesen Momenten fehlt. Eben z. B. das sichere Gefühl genügend Geld zur Verfügung zu haben, die Gewissheit tragfähige Freundschaften zu haben, den Mut sich auf neues einlassen zu können und Freude dabei zu empfinden, Gelassenheit zu empfinden.

Da unsere Entscheidungen auf unseren Gedanken aufbauen, können Sie mit einem Blick auf Ihre bisherigen Entscheidungen sehen, was Sie wirklich denken. Über sich selbst denken. Und um nun zu für Sie besseren Entscheidungen zu kommen, ist Gedankenarbeit nötig.

Denn wohin Sie Ihre Aufmerksamkeit lenken, dem geben Sie Energie. Was das bedeutet, kennt Jeder von Ihnen, der schon mal mit dem berühmten falschen Bein aufgestanden ist. Den Tag konnte man dann getrost abhaken. Doch wieso eigentlich? Wenn Sie sich in solchen Situationen selbst beim Denken zusehen könnten, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie einen Dialog ähnlich dem folgenden im Kopf haben:

“Na toll, der Tag fängt ja schon super an….Und heute hab ich auch noch….So ein Mist…..Shit, und das hab ich auch völlig vergessen…..oh Mann, XY wird wieder schlechte Laune haben…..zu spät dran bin ich auch schon wieder….usw. usw. usw.”

Und wenn Sie nun mit diesem negativen Energiepotential schon in den Tag starten, wird Ihnen Ihr Unterbewusstsein auch genügend Situationen liefern, mit denen sich genau dieser miese Verlauf bestätigt. Und das läuft nun keineswegs so bewusst ab, dass Sie diesen Prozess immer bemerken, Sie erleben “nur” das Ergebnis und Ihr Erleben zementiert wiederum Ihre Gedanken.

Was die meisten Menschen dabei vergessen: Das ist nur eine Richtung die man einschlagen kann. Auf der Spirale quasi nach unten zu reisen. Doch es bleibt ebenso die andere Möglichkeit, nach oben zu denken. Sich bewusst dafür zu entscheiden, sich von irgendwelchen Widrigkeiten nicht beeindrucken zu lassen und sich eine gelassene und frohe Stimmung zu bewahren.

Denn Sie sind HerrIn im Haus Ihrer Gedanken. Ich könnte mich noch sehr bemühen, dass Sie ganz bestimmte Gedanken denken. Doch das wird nicht funktionieren, denn ich kann mir schwerlich in Ihren Kopf einklinken. Denken tun nur Sie allein. Niemand sonst ist in Ihrem Kopf. Sie sind HerrIn Ihrer Gedanken.

Das gibt Ihnen die Freiheit Ihre Gedanken zu wählen. Und auch abzuwählen. Das macht man nun vielleicht nicht mal “eben schnell” nebenbei. Das erfordert tatsächlich Gedankenarbeit. Das ist wahr. Und natürlich ist es auch nicht immer einfach. Doch von einfach hat auch keiner was gesagt…

Auf der anderen Seite lernen Sie dadurch die Magie kennen, die bewusste Gedanken und Entscheidungen verbreiten. Je bewusster ein Mensch sich über seine inneren Motive im Klaren ist und umso fokussierter die eigene Aufmerksamkeit darauf ausgerichtet ist, umso zufriedener und glücklicher werden Sie sich fühlen.

Und damit möchte die Schleife “binden” zu unserem Eingangszitat von Albert Camus: “Leben ist die Summe all unserer Entscheidungen.”

Ist es nicht erstrebenswert sich einfach gut bei diesem Blick auf das eigene Leben zu fühlen? Dass die Entscheidungen die wir treffen, uns glücklich, zufrieden, freudig und gelassen stimmen?

Sie können in jeder Sekunde Ihres Lebens anfangen, die Qualität Ihrer Gedanken und Entscheidungen zu verbessern. Trainieren Sie Ihre bewusste Wahrnehmung und nehmen Sie die Wirkung Ihrer Gedanken und Handlungen wahr. Seien Sie nahe an sich dran. Seien Sie sich nahe im Geiste.

Es git Neuigkeiten in Sachen Weiterbildung seitens des Innovationskreises. Informationen aus dem Bildungs-Klick:

lernen.jpg

Bildquelle: pixelio.de

Der von Bundesbildungsministerin Annette Schavan eingesetzte Innovationskreis Weiterbildung (IKWB) hat zehn Empfehlungen für eine Konzeption zur Gestaltung des Lernens im Lebenslauf vorgelegt. “Ziel ist es, die Weiterbildung in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für Weiterbildungsmaßnahmen zu gewinnen. Bis 2015 wollen wir eine Weiterbildungsbeteiligung von 50 Prozent erreichen”, sagte Schavan am Mittwoch in Berlin.

Ein hehres Ziel möchte man sagen. Wenn das erreicht werden könnte, bestünden erstmalig wieder gute Chancen, unser Wirtschaftswachstum auf unsere Innovationskraft auszurichten.

Eine der zehn Empfehlungen bezieht sich explizit auf Unternehmen:

Das Lernen im Lebenslauf für und mit Unternehmen ausbauen
– Hightech und Weiterbildung verbinden

Und eines der Ziele, die sich die Kommission dabei u.a. steckt, lautet:

KMU sind darin zu unterstützen, das Lernen am Arbeitsplatz stärker in der Personalentwicklung zu verankern. Dabei ist der Ausbau der Innovations- und Lernkultur in KMU zu unterstützen. Hilfen zur Ableitung von Weiterbildungsbedarf (im Sinne einer vorausschauenden Qualifizierungsbedarfsanalyse) sind hier notwendig. Auf positive Beispiele sowohl bei einzelnen Unternehmen als auch in verschiedenen Branchen sollte dabei zurückgegriffen werden.

Die gesamten Empfehlungen finden Sie hier.

Da es vor allem KMU sind, die weniger in Weiterbildung investieren (können) ist ja seit langem bekannt. Doch genau diese Unternehmen trifft es umso empfindlicher, wenn Wissensträger den Betrieb verlassen. Und auch nur wenig bis kein neues Wissen in die Firma einfließt.

Dass es für den Bereich der Weiterbildung auch Förderprogramme gibt, die einen Zuschuss leisten, ist vielen KMU nicht bekannt. Es mussten letztes Jahr sogar Fördertöpfe zurückgegeben werden, da sie nicht ausgeschöpft wurden.

In Gesprächen mit Unternehmern ist mir manches mal aufgefallen, dass die Entscheider die Möglichkeit einen Zuschuss in Anspruch zu nehmen ausschließen, weil sie es als Almosen empfinden. Krass gesagt, “das wäre ja wie HartzIV für unsere Firma.”

Damit verzichten Unternehmer auf der anderen Seite jedoch darauf eine Weiterbildungsmaßnahme möglich zu machen, die dem Betrieb guten Nutzen bringen würde. Seltsame Diskrepanz, die da herrscht.

Es gibt natürlich auch Unternehmen, die sich schon fast einen Sport daraus machen, möglichst wenig an Eigenmitteln investieren zu müssen und durch die Kombination von Programmen Gelder zu bekommen. Häufig sind es größere Firmen, die dies nutzen und dafür auch Spezialisten zu Rate ziehen. Lohnen tut sich das alle mal.

Wie auch immer man darüber denken mag, Fakt ist, diese Programme wurden dazu geschaffen, um die Wirtschaft zu unterstützen und einen gesunden Wachstumsprozess zu fördern.

Und da sei mir die folgende Analogie verziehen: Wer Kinder hat, beantragt doch auch Kindergeld - könnte man ja auch sagen, wieso sollte ich Geld bekommen, weil ich ein Kind habe? Nun, es ist halt einfach so, dass diese Möglichkeit der Förderung vorhanden ist und jeder sie nutzen kann, der die Bedingungen erfüllt. Punkt.

Übertragen auf ein Unternehmen könnte man also sagen, WEIL man in einem Betrieb Mitarbeiter beschäftigt, besteht der Anspruch darauf, Unterstützung (nicht nur) bei Weiterbildungsmaßnahmen u.ä. zu beantragen. Damit ist die Bedingung erfüllt. Genügt. Punkt.

Es kann gut sein, dass sich das jetzt durchaus etwas direktiv :-) anhört. Doch ich habe in den letzten Jahren verschiedenste Firmen erlebt, mit denen wir gemeinsam Beratungs- und Bildungsprojekte durchführen konnten, die ohne diese Zuschüsse einfach nicht möglich geworden wären.

Und die erzielten Ergebnisse sind nachhaltig in den Unternehmen verankert, was sich in höheren Umsätzen, niedrigeren Fluktuationen und stärkerer Innovationskraft zeigt. Das ist doch den Papierkram wert, oder?

Wer sich gern mehr zu dem Thema informieren möchte und Interesse daran hat diese Förderprogramme zu nutzen, dem stehe ich gern mit Rat und Tat zur Seite. Schreiben Sie mir einfach per eMail.

Präsentieren á la Hollywood


Heute ein Hinweis in eigener Sache. Nächste Woche am Donnerstag startet der neue Workshop Präsentieren á la Hollywood“. Das hat nun beileibe nichts mit blinkenden und einfliegenden Elementen zu tun. Im Gegenteil. Es geht um das hier:

Eine erfolgreiche Präsentation ist immer wie ein guter Film.

Wenn eine Präsentation ansteht, bricht inzwischen oft kollektives Gähnen aus. Der gut gemeinte PowerPoint-Vortrag verkommt zum Fernsehersatz und langweilt weit häufig mehr, als er informiert.

In der Vorbereitung steckt meistens jede Menge Arbeit und die Frustration durch nicht erreichte Ziele ist hoch. Was können Sie tun?

Wie wäre es denn, wenn Ihnen zukünftig Ihre ZuhörerInnen aufmerksam folgen, interessiert nachfragen und Sie Ihre Ziele erreichen?

  • Nutzen Sie mit der Methode des Storyboardings eine Technik aus der Filmbranche.
  • Bauen Sie einen Spannungsbogen auf, um die gewünschten Ziele zu erreichen.
  • Entwickeln Sie eine Story die passgenau auf die Zielgruppe zugeschnitten ist.
  • Setzen Sie Powerpoint als Medium ein, um Ihre Story zu transportieren.
  • Das Handout für die ZuhörerInnen entwickelt sich automatisch durch die Vorbereitung.

Für wen ist diese Workshopreihe gedacht:

  • für alle, die immer wieder Präsentationen zu verschiedensten Themen halten (sollen)
  • für alle, die neue Techniken im Umgang mit PowerPoint nutzen möchten
  • für alle, die durch einen interessant aufbereiteten Inhalt Ihre ZuhörerInnen fesseln und Ihre Ziele erreichen möchten

Wie läuft der Workshop ab:

Im ersten Workshoptag werden konkrete Präsentationsthemen der TeilnehmerInnen in ein Drehbuch umgesetzt. Sie lernen dabei alle nötigen Strategien kennen.

Am zweiten Workshoptag wird aus den Drehbüchern ein Storyboard entwickelt und mit Hilfe von Powerpoint dargestellt. Die entstandenen Präsentationen werden Ihnen virtuell zur Verfügung gestellt.

Wann finden die Workshops statt:

Der Januar-Kurs:
24.01.2008 Drehbuch – Systematisch eine Story aufbauen
31.01.2008 Storyboard – Umsetzung in PowerPoint
Uhrzeit: Die Workshops finden jeweils von 18 – 21 Uhr statt.

Aufgrund der großen Nachfrage findet der Workshop im März ein weiteres Mal statt:
19.03.2008 Drehbuch – Systematisch eine Story aufbauen
26.03.2008 Storyboard – Umsetzung in PowerPoint

Für mich ist diese Methode auch deshalb so praktisch, da sie für jede Art von Vortrag, Gespräch, Präsentation u.ä. verwendet werden kann. PowerPoint ist nur eines der Medien die Sie damit nutzen können.

Wenn Sie Lust bekommen haben, sich näher mit diesem Thema zu beschäftigen, freue ich mich auf Ihre Teilnahme! Sie finden hier das Anmeldeformular für Januar und hier für März.

Und zum Abschluss noch ein Hinweis auf einen Pressebericht der aufgrund eines Vortrags zu diesem Thema entstanden ist. Dazu gibt’s auch ein paar Fotos.

stern-gebrochen.jpgDas Thema, wie man mit Tiefschlägen umgeht, ist nicht gerade bestsellerverdächtig. Gewiss, es gibt genügend Ratgeber die uns klar machen, dass Scheitern immer auch eine Chance ist. Das mag alles sein, doch mal ganz ehrlich, scheitern ist einfach erstmal scheitern und fühlt sich ziemlich besch… an, wenn Sie mir diesen Kraftausdruck verzeihen wollen.

Bildquelle: pixelio

Wenn jemand scheitert, erlebt er das Paradox eines Endes und Anfangs zugleich. Nur dass das Ende eine unvorhergesehene Sackgasse darstellt und der Anfang keineswegs freiwillig sondern erzwungen ist. Und trotzalledem muss es ja irgendwie weitergehen, doch mit welchem Ziel und ohne Plan?

Scheitern ist zutiefst persönlich. Es trifft uns im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Kern. Alles was bisher galt, ist außer Kraft gesetzt. Die Zukunft die einem vor Augen war, liegt zerschellt wie ein Spiegel auf dem Boden.

Im Scheitern begegnen wir unseren tiefsten Ängsten. Sind erstarrt in der Ohnmacht und Hilflosigkeit die sich breit macht. Alles Schönreden, wie “du wirst sehen, es ist das beste so” oder “jetzt kannst du nochmal neu anfangen” vielleicht noch mit einem nachgeschobenen “ist doch toll…” verstört viel mehr als es auch nur nützen würden. Denn was soll ich denn sehen oder beginnen, wenn meine Welt in Trümmern liegt?

Der erste Schritt um aus dem Chaos herauszukommen, besteht für mich in einem Annehmen der Situation. Es ist wie es ist und grad lässt sich auch nicht wirklich was daran ändern. Auch die damit verbundenen Gefühle anzunehmen, wie Trauer, Wut, Hilfslosigkeit, Angst und was sich in dem Cocktail noch so befindet ist ein wichtiger Akt. Denn sie wegzuschieben, macht sie nur noch größer als kleiner.

Und auch wenn ich in meinem vorherigen Beitrag über den Beschluss glücklich zu sein geschrieben habe, dürfen wir doch nicht vergessen, dass uns das Leben immer wieder Tiefschläge präsentieren wird. Ob wir das nun wollen oder nicht.

Der wichtige Unterschied besteht im Umgang mit diesen Situationen. Wir werden mit den schmerzlichsten Momenten in unserem Leben dann am ehesten klar kommen, wenn wir unsere Emotionen weder verniedlichen noch künstlich dramatisieren. Die Kunst besteht darin, sich dem wahren Gefühl anzunähern. Die Traurigkeit zuzulassen und auszuhalten, die Hilflosigkeit als Panik aufsteigen zu fühlen und nicht davon zu laufen.

Wenn Sie sich so immer wieder Stückchen für Stückchen sich selbst annähern und sich Zeit lassen, Ihr Scheitern anzunehmen, werden Sie letztendlich gestärkt daraus hervorgehen. Auch wenn das in den Momenten, in denen alles zerbrochen ist, unendlich weit weg erscheint.

Die Gewissheit Tiefschläge gemeistert zu haben, kann uns stärken. Es macht es nicht unbedingt einfacher oder das Gefühl wird deswegen nicht weniger unangenehm sein, doch wir wissen zumindestens aus unserer Erfahrung heraus, dass wir es überstehen werden. Dies stellt einen enorm wichtigen Lernprozess dar: Zu wissen, man schafft es aus eigener Kraft. Und das ist etwas das uns niemand nehmen kann. Darin steckt die wahre Chance des Scheitern. Lernen damit umzugehen und diese Fähigkeit in uns zu integrieren.

Wie gehen Sie mit dem Thema um? Ich freue mich sehr auf Ihre Antworten.

glcksklee_52063.jpgNun ist das neue Jahr schon wieder eine Woche alt oder jung, je nach Sichtweise. Spüren Sie immer noch den Zauber des Anfangs? Oder sind Sie bereits wieder in der Tretmühle und im Alltagstrott angekommen?

Halten Sie doch kurz einen Moment inne und fragen sich selbst: ‘Bin ich glücklich?‘ Glücklich im Sinne von einer stillen inneren Zufriedenheit, einem wärmenden Gefühl, einem Lächeln, das sich wie von selbst auf’s Gesicht zaubert?

Bildquelle: pixelio.de

Da ich selbst im Moment große persönliche Veränderungen zu bewältigen habe, ist dieses Gefühl mir ein gutes Stück abhanden gekommen. Und genau aus diesem Grund habe ich beschlossen, trotz alledem einfach glücklich zu sein. Das mag sich sehr seltsam anhören und das ist es wohl auch. Doch mit jedem Moment, an dem mir dieser Gedanke präsent ist, tue ich mir selbst etwas gutes.

Glück ist nichts was einem passiert, sondern ein Zustand in den man sich selbst versetzen kann. Glücklich sein, bedeutet für mich in erster Linie Gedanken zu hegen, die dieses Empfinden fördern. Negative Ereignisse anzunehmen in dem Wissen, dass auch sie vorüber gehen werden. Gelassenheit zu lernen und immer wieder den jetzigen Moment als wertvoll zu empfinden.

Egal welche Gedanken Sie gerade im Kopf haben, Sie sind der Mensch, der es ändern kann. Wenn in Ihnen momentan viel negatives herumschwirrt, können Sie beschließen, ihnen weniger Raum zu geben und stattdessen liebevolle Gedanken in den Vordergrund zu stellen.

Das ist tatsächlich so einfach wie Fingerschnippsen. Sie können den Gedanken ‘Ich beschließe, dass ich jetzt glücklich bin.’ im Kopf verankern. Immer wieder. Denn wir vergessen viel zu oft, dass niemand “uns denkt” sondern das alles was in unserem Kopf passiert von uns selbst gemacht ist.

Es gibt Erkenntnisse aus der Gehirnforschung die besagen, dass negatives wie positives - also Gefühle, Gedanken die emotional stark aufgeladen sind - wie ein Musikstück eine Weile in uns nachklingen. Sie drehen sich im Kreis und wiederholen sich stetig. Und genau dieses Empfinden haben wir, wenn wir das Gefühl haben, aus einem Gedankenkarusell nicht herauszukommen.

Dieses Wissen kann uns nun dazu befähigen, es als genau das anzunehmen was es ist: ein Nachhall eines lauten Klanges, der mit der Zeit leiser wird bis er verstummt. Alles geht vorüber, das ist gewiss. Und in dieser Zeit können wir trotzdem beschließen glücklich zu sein. Sie können es mit jedem Mal wieder. Sie können in jeder Minute damit anfangen. Immer wieder.

Im NLP gibt es diese wunderbare Metapher mit der Frage: Who drives the bus? - Wer fährt den Bus? Und wenn Sie sich diese Frage selbst stellen, dann werden Sie ganz schnell feststellen, ob Sie grad selbst lenken oder irgendwo hinten in Ihrem eigenen Bus sitzen. Und dann liegt es nur noch an Ihnen das Steuer wieder zu übernehmen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute Fahrt :-) und wenn Sie dazu noch gern etwas Lesestoff hätten, dann schauen Sie doch mal in diesen Beitrag hinein.

Wie voll ist Ihre Schale…?

brunnen.jpgDas Sinnbild der Schale ist der Kern der Psychopädie. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Lebens- und Seelenschulung um mit sich selbst und anderen liebevoll umgehen zu lernen. Vom Entwickler Dr. Derbolowsky ist diese Richtung der praktischen Psychologie im christlichen Glauben verankert.

Doch auch wer mit dem kirchlichen Gedankengut nicht besonders konform geht, wird mit dem Bild der drei Schalen etwas anfangen können.

Bildquelle: evang. Kirche Hardheim.

Lassen Sie uns das Bild durchgehen:

  • Die oberste Schale wird auch die “Ich-Schale” genannt. Und nur wenn diese Schale gut mit Wasser gefüllt ist, kann sie überlaufen in
  • die Du-Schale. Diese steht für alle anderen Menschen, mit denen ich in Kontakt trete, Beziehungen pflege und begegne.
  • Die unterste Schale, steht für die Welt (für Gott oder jeden anderen Begriff, den man dafür einsetzen möchte).

Wenn Sie einen Moment innehalten und in sich hinein spüren und horchen:

Wie steht es mit meiner Ich-Schale? Ist sie gut gefüllt? Oder steht das Wasser grad mal bis zur Hälfte? Oder ist sie gar so gut wie ausgetrocknet? Welches Bild taucht in Ihnen dazu auf?

Sollten Sie mit Erschrecken feststellen, dass nicht genügend Wasser vorhanden ist, damit es überlaufen kann, stehen Sie damit beileibe nicht alleine da. Wir kennen mit Sicherheit alle das Gefühl des Ausgelaugtseins. Zuviele Menschen, die etwas von uns wollen, Projekte die erledigt und Termine die eingehalten werden sollen - alles Situationen die unser Wasser verbrauchen.

Unsere Lösungsstrategie besteht nun leider viel zu oft darin uns noch mehr anzustrengen um alles gebacken zu bekommen. Die Erlaubnis, sich rauszunehmen, zurückzuziehen, sich um das Füllen der eigenen Schale zu kümmern, geben wir uns viel zu selten.

Das Ergebnis ist häufig die völlige ErSCHÖPFung. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass sich dahinter wortwörtlich ein “ausgeschöpft sein” verbirgt? Nichts mehr da, was es zu schöpfen gäbe. Die Schale ist leer.

So, und nun stehen wir vor dem Dilemma, dass es ja da unsere Aufgaben gibt, sich andere Menschen auf uns verlassen und wir dafür alles mögliche zu tun haben. Doch was soll denn nun überlaufen in die “Du-Schale” wenn wir unsere eigene bereits erschöpft haben?

Was tun? Nun, wenn wir den optimalen Fall durchspielen: Erinnern Sie sich doch einmal an Situationen, Tage, Momente in denen Sie gefühlt haben, wie Sie überfließen vor Energie, Freude und Lebenslust. Holen Sie sich die Bilder und Erinnerungen ganz nah heran und tauchen Sie darin ein. Tauchen Sie in Ihre überfließenden Ich-Schale ein.

Wie geht es Ihnen damit? Könnte es sein, dass Sie in diesem Empfinden alles, was ansteht mit einer inneren Kraft und Freude erledigen können? Auch gut unterscheiden können, wann der Punkt erreicht ist, auch einmal nein zu sagen?

Sehen Sie und genau diese Fähigkeiten stehen uns nicht mehr zur Verfügung, wenn wir uns verbrauchen. Dann haben auch die Menschen in unserer Umgebung nichts mehr von uns, da die Laune gleichzeitig mit dem Wasserstand in den Keller geht.

Wir wissen das alles, haben es in verschiedenster Form schon gehört, gelesen… Doch wieso passiert es immer wieder, dass wir nicht gut für uns selbst sorgen?

Vielleicht kann uns dazu ein sehr krasses Beispiel aus dem Katastrophenschutz behilflich sein, um besser zu verstehen, dass es nichts, aber auch gar nichts, mit Egoismus zu tun hat:

Im Fall eines möglichen Flugzeugabsturzes werden die Eltern eindringlichst dazu aufgefordert, erst sich selbst die Atemschutzmasken anzulegen und erst danach ihren Kindern. Erst gut für sich selbst sorgen, damit ich bestmöglichst für andere sorgen kann.

Wissen Sie noch, dass unser Leben endlich ist? Und Sie haben jeden Tag, jede Stunde, jede Minuten die Möglichkeit sich für das Füllen Ihrer Schale zu entscheiden. In dem Wissen, dass Sie dann auch gut für andere sorgen können.

Holen Sie sich doch immer wieder das Bild Ihrer Schale und fragen Sie den Wasserstand regelmäßig ab. Denn je früher wir lernen gegenzusteuern, zu lernen, welche Situationen uns besonders erschöpfen und welche uns besonders auffüllen, können wir umso besser für uns sorgen.

In diesem Sinne, seien Sie sorgsam mit sich und schöpfen Sie aus dem Vollen. Wenn Sie uns dazu Ihre ganz persönlichen Ideen und Anregungen mitgeben möchten, freuen wir uns darauf, sie zu lesen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat eine neue Broschüre herausgegeben mit dem bezeichnenden Titel “Alles grau in grau? - Ältere Beschäftige und Büroarbeit”.

Darin werden Entwicklungen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich mit der unaufhaltsamen demographischen Entwicklung in unserer Arbeitswelt umgehen lässt.

Das finnische Institut für Arbeitsmedizin hat in dem Zusammenhang den Arbeitsfähigkeitsindex (Work Ability Index – WAI) entwickelt. Man könnte nun meinen die hundertste Abkürzung mit irgendeinem Schlagwortgesummse, doch hier ist das nicht der Fall.

Der WAI verbessert durch seine Subjektivität die Möglichkeiten der individuellen und maßgeschneiderten Beratung und Lösung.

Während gesetzliche Regelungen den Standard eines Arbeitsplatzes nach dem Grundsatz ›one size fits all‹ definieren, rückt hier zusätzlich das Individuum mit seinen Stärken und Schwächen in den Mittelpunkt des Gestaltungsinteresses.

An dessen subjektiver Bewertung des Arbeitsplatzes orientiert sich die Optimierung des Arbeitsplatzes und der Arbeit, wodurch neue Gesundheits- und auch Leistungspotenziale erschlossen werden können.

Interessant ist dabei, dass Ältere keineswegs weniger leistungsfähig sind als Jüngere. Das lässt sich durch den WAI zweifelsfrei belegen.

Die Broschüre selbst bringt handfeste Ideen und Argumente in vier verschiedenen Handlungsfeldern:

  • Gesundheit
  • Arbeitsorganisation und -gestaltung
  • Führung
  • Qualifikation, Weiterbildung und lebenslanges Lernen

Die Maßnahmen an sich, sind meist unspektakulär. Allerdings abhängig von der Unternehmenskultur. Wer zu den 50 % gehört, die wenig oder keinen Handlungsbedarf sehen bei der Qualifzierung von über 50jährigen Mitarbeiter (Befragung vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Sommer 2004 bei 537 Betrieben in Deutschland) wird sich in Zukunft Probleme einhandeln. Denn nur noch Jüngere einstellen, wird halt immer schwieriger, wenn sie nicht mehr in dem Maß zur Verfügung stehen.

Was ich ebenso interessant finde, ist, dass die Optimierung der Arbeitsplätze keineswegs nur für ältere Mitarbeiter einen Nutzen bringt, sondern genauso für Jüngere. Damit rückt wieder einmal mehr, die individualisierte Betrachtungsweise in den Vordergrund.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, dem sei die Literatur empfohlen, die sich mit den neuesten Erkenntnissen dazu befasst. Im Bereich Lesefutter finden Sie in der Rubrik Älter werden, Bücher die ich persönlich dazu wertvoll und nutzbringend finde.

Lesefutter der Woche - Folge 2

Es ist wieder Zeit für die Wochenausbeute. Auch diesmal wieder bunt gemischt und aus allen möglichen Themen zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen!

Zu früh alt und zu spät weise? 30 unbequeme Wahrheiten, um aus dem Leben klug zu werden - Gordon Livingston

30 unbequememe Wahrheiten.jpgDieses Buch hat es in sich. Der Autor Gordon Livingston versammelt darin 30 unbequeme Wahrheiten über das Leben. Und er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und bleibt doch immer ein wohlwollender Begleiter. Der Spiegel der einem darin vorgehalten wird, macht nicht immer Spaß.

Wieso man ihm diese Aussagen nicht übel nimmt, sondern im Gegenteil als Möglichkeit zur eigenen Weiterentwicklung annehmen kann, liegt mit Sicherheit zu einem großen Teil in der persönlichen Geschichte des Autors. Er hat es durchstehen müssen, zwei seiner Söhne zu verlieren. Einen durch Krankheit und einen durch Selbstmord. Und wenn dann so jemand, der auch als Therapeut arbeitet, uns diese Chance bietet, inneres Wachstum durch unbequeme Wahrheiten zu erreichen, dann ist es uns möglich, zuzuhören und etwas daraus zu machen.

Als Abschluss ein kleiner Ausschnitt:

Und noch etwas verlangt uns wahre Liebe ab, nämlich den Mut, dem anderen völlig ungeschützt zu begegnen. Die Risiken liegen auf der Hand. Wer wäre nicht schon von einem Menschen gekränkt worden, dem er fälschlich sein Vertrauen geschenkt hat. Auf solchen Verletzungen beruht zum Großteil der Zynismus zum Thema “Liebe”, der sich in unseren Beziehungen breit macht und all die Spielchen hervorbringt, mit denen wir die Chance vertun, uns gegenseitig vertrauen zu können.

Viele pendeln zwischen Einsamkeit und Selbstbetrug. Unser Chance glücklich zu werden, liegt jedoch irgendwo in der Mitte. Am Ende steht uns nur soviel zu, wie wir selbst zu geben bereit sind. Es ist etwas dran an der Binsenweisheit, dass jeder von uns den Partner bekommt, den er verdient. Und unsere Unzufriedenheit mit anderen ist ein Spiegelbild unserer eigenen Beschränktheit.

The Long Tail (der lange Schwanz) - Chris Anderson

long tail.jpg“The Long Tail” ist inzwischen ein weit verbreitetes Schlagwort geworden. Er ist ein Sinnbild für die weitreichenden Möglichkeiten die das Internet als Angebots- und Nachfrageplattform bietet.

Was soll nun dieser Begriff bedeuten? Nun, es gibt in der bisherigen Markttheorie das Phänomen das nur wenige Produkte von sehr vielen Menschen gekauft werden. Als Beispiel dienen dazu auch im Buch die Top-Ten der Musikbranche. Dem gegenüber stehen Unmengen von Musiktiteln und CDs die nur von sehr wenigen Menschen gekauft werden.

Wenn man dies nun als Kurve zeichnet, dann startet sie auf der linken Seite hoch oben (viele Leute kaufen die Top-Ten) und fällt dann rapide nach unten und läuft lange, lange, lange nach rechts aus (viele Musiktitel die von wenigen gekauft werden). Und genau dieser “lange Schwanz” nach rechts ist der long tail.

Das Phänomen Internet bietet nun einen ganz neuen Ansatz. Denn hier im Netz gibt es keine beschränkten Regalflächen wie in normalen Läden. Außerdem fallen nur wenige bis keine Lagerkosten an. Der Grund liegt darin, dass häufig die Plattformen nur als Vermittler dienen und wie im Beispiel Amazon immer mehr die Kunden zu Verkäufern machen. Und wer nun gar Inhalte wie Filme o.ä. als Datenmaterial anbietet hat gar keine Lagerkosten mehr zu verzeichnen.

Die Möglichkeiten die darin liegen, sind phänomenal. Denn das bedeutet, dass das Angebot nicht mehr beschränkt werden muss. Es kann alles angeboten werden, was es tatsächlich gibt. Und interessanterweise kaufen auch weniger Leute nun z.B. die Top-Ten-Titel sondern suchen sich Musik nach ihrem eigenen Geschmack aus der größeren Vielfalt aus.

Das Buch bietet einen sehr interessanten Einblick über diese Mechanismen. Welche Bedeutung die Ranglisten haben, was sich daraus für Möglichkeiten für Verkäufer ergeben und vieles mehr.

Geniale Momente - Mark Levy

geniale momente.jpgDieses Buch ist eines meiner Diamanten im Bücherschrank. Schon allein der Titel wirkt unglaublich anziehend. “Geniale Momente” wer hätte davon nicht gern mehr in seinem Leben. Kein Problem, sagt Autor Mark Levy und nimmt einen mit auf eine interessante Reise zu den eigenen persönlichen Aufzeichnungen.

Es geht um Schreiben. Und zwar nicht um Schreiben, wie Sie sprechen, sondern um Schreiben wie Sie denken. Das ist ein Unterschied, der sich sofort bemerkbar macht. In kleinen Kapitelchen werden verschiedenste Techniken vorgestellt, die sich gleich ausprobieren lassen. Ob nun “Folgen Sie dem Gedanken” oder “schütten Sie Ihre Gedanken auf Papier”.

Ein herrlich leichter Stil, der einen verführt immer weiter zu lesen. Und schlussendlich die selbst erfahrbare Ausbeute der eigenen Genialen Momente machen dieses Buch zu einem wertvollen Kleinod.

update: Claudia Schramm vom lebe-weise-Blog hat Ihre eigenen Erfahrungen mit diesem Buch in einen schönen Artikel verpackt. Hier zu lesen.

Das Leuchtturm-Prinzip - Stacey Hall und Jan Stringer

leuchtturm prinzip.jpgDer Orginialtitel “Attracting Perfect Customers. The Power of Strategic Synchronicity” bringt den Kerngedanken der beiden Autorinnen meines Erachtens nach viel besser zum Vorschein.

Es geht darum die “perfekten” Kunden anzuziehen. Das mag man wohl in anderen Büchern auch schon gelesen haben, doch die beiden verfolgen dabei einen anderen Ansatz. Beim Durcharbeiten des Buches beschäftigt man sich hauptsächlich damit, was einem selbst Spaß macht, motiviert und man gern an Leistung bringt. Und daraus leitet sich ein Strategieplan ab, der zum Ziel hat, genau die Kunden zu fokussieren und anzuziehen, die dazu passen.

Auch das hört sich jetzt noch nicht wirklich revolutionär an. Interessant ist die innere Reaktion. Das sich “mit einem selbst” beschäftigen ist keinesweg egozentrisch oder abwendend vom Kunden. Im Gegenteil es zeigt einem in aller Klarheit auf, welche Kunden man liebend gern hätte und welche nicht.

Und mit diesem Wissen kann es gut sein, dass ein Stück Ruhe im Inneren einkehrt. Damit kann man aufhören, Projekten hinterherzurennen, bei denen man ein schlechtes Gefühl hat.

Verlassen Sie sich auf Ihre inneren Bilder, die bei den Visualisierungsübungen auftauchen und probieren Sie es selbst aus. Denn die Anziehungskraft der strategischen Synchronizität macht schnell einen Unterschied im eigenen Befinden und damit auch in der täglichen Arbeit.

Keltische Knoten für Schmuckstücke - Suzen Millodot

Keltische Knoten.jpgWer, wie ich, den ganzen Tag mit dem Kopf arbeitet, tut gut daran, sich immer wieder einen Ausgleich zu suchen. Etwas unter den eigenen Händen entstehen lassen kann dazu sehr heilsam sein. In diesem Buch stellt die Autorin eine große Auswahl an keltischen Knoten vor und Schmuckstücke, die sich daraus fertigen lassen.

Wunderbar ausführlich erklärt und für viele Zwecke brauchbar. Es lassen sich ausgefallene Geschenke herstellen für Menschen mit Sinn dafür. Mich hat es begeistert und es ist einfach mal ganz was anderes. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich.

Wissensvermittlung ist Einstellungssache

Wissen - klein.jpgHeute bin ich auf verschiedene Artikel von Reinhard Kahl gestoßen. Er spricht von einem nötigen Paradigmenwechsel im Bereich des Lehrens und Lernen. Hier einige Auszüge aus:

Und noch immer, man glaubt es ja kaum, werden Erstsemester in deutschen Hochschulen, zumal in den sogenannten harten Fächern der
Ingenieurwissenschaften oder auch in Jura von ihren Professoren damit begrüßt:
Die Hälfte von Ihnen, meine Damen und Herren ist hier falsch. Nicht nur weil der Hörsaal überfüllt ist. Sie gehören einfach nicht hierher. Spätestens bei der Zwischenprüfung werden Sie es spüren.“ Das sind Sprüche in einem Land, das im Vergleich zu anderen Industriestaaten die niedrigste Quote von Studierenden hat und nur bei den Studienabbrechern Weltmeister ist.

Ich persönlich finde das sehr erschreckend und weiß aus persönlichen Berichten, dass das beileibe kein Einzelfall ist. Diese Aussage zeugt von einer tief verwurzelten misanthropischen Einstellung. Ein Misanthrop ist ja ein Menschenhasser, jemand der andere als nicht würdig empfindet, mit ihm zu leben. Woher kommt dieses Denken nur?
Noch eine Ausführung aus dem Essay von Reinhard Kahl:

Eine Diagnose des Max-Planck-Direktors [Jürgen Baumert, federführend bei der ersten Pisa-Studie]. Er sagt: „Wir haben in Deutschland die homogensten Lerngruppen der Welt. Trotzdem ist die Klage der Lehrer über zu große Heterogenität bei uns so groß wie in keinem anderen Land.“
Glaubt man also erst mal daran, die Schüler müssten zum Unterricht passen – und nicht der Unterricht zu den Schülern –, dann unterrichten Lehrer ihre Fächer statt Schüler, dann ist aus der Spirale, nach der die Schüler ihre Lehrer stören, kaum noch herauszukommen.

Was tun? In seinem Artikel schreibt Kahl auch über die Erfolgsrezepte der Schulen, die den deutschen Schulpreis erhalten haben:

In der Max-Brauer-Schule, einer Gesamtschule von der Vorschule bis zum Abitur, die bei Pisa bestens abschnitt, hat eine Lehrergruppe über Jahre ihre „Traumschule“ konzipiert und vor zwei Jahren die Schulkonferenz hinter sich gebracht.

Jetzt wurden für die Schüler der fünften Klassen Lernbüros eingerichtet, in denen jeder morgens an etwas anderem arbeitet: Mathe, Schreiben, Lesen. Die Lehrpläne wurden in „Kompetenzraster“ umformuliert. Darüber sprechen die Lehrer teaching by walking around mit ihren Schülern und sagen stolz: Nie mehr Dompteur sein!

Die Fächer wurden abgeschafft. Neben Lernbüros gibt es Projekte zum Beispiel in Naturwissenschaften. Eine dritte Säule dieser von den Lehrern neu entworfenen Schule sind Werkstätten, vor allem für die ehemals musischen Fächer, auch für Computer oder Gartenbau.

Was das nun alles in einem Blog über Wissensmanagement und Organisationsentwicklung zu suchen hat? Nun, auch Unternehmen sind Lehr- und Lerneinrichtungen par excellence. Jeden Tag gilt es Projekte, Aufgaben und unverhoffte Situationen zu bewältigen, nicht die gleichen Fehler wie zuvor zu machen und mit neuen Ideen innovativ zu wachsen.

Häufig ist z. B. die Lehrlingsausbildung in vielen Betrieben immer noch eine harte Schule. Wieso ist das so? Muss es denn wirklich immer so hart sein, zu lernen?

Einen völlig anderen Weg geht zum Beispiel die Drogeriekette dm. Sie setzt auf Erlebnis Ausbildung und hat dazu das Projekt LidA (Lernen in der Arbeit) ins Leben gerufen. Es fußt auf dem Grundgedanken des entdeckenden Lernens und hat mir viel Eigenverantwortung und selbständigem Entscheiden zu tun.

Ein weiterer Bestandteil des Ausbildungskonzeptes ist das Abenteuer Kultur. Dieser Baustein zählt zur Persönlichkeitsentwicklung. Die “Lernlinge”, wie sie bei dm genannt werden, können innerhalb ihrer Ausbildungszeit 2x an Theaterworkshops teilnehmen, die jeweils 8 Tage dauern. Sie lernen sich auszudrücken, mit Lampenfieber umzugehen, sich neuen Situationen zu stellen und aus sich herauszugehen. Es ist eine Entdeckungsreise auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Lassen Sie sich inspirieren von den Möglichkeiten und brechen Sie aus den engen Gedankenkorsetts des alten Systems aus. Die verschiedenen Artikel finden Sie hier:

Wie steht es denn bei Ihnen im Unternehmen mit dem Abenteuer Lernen? Ist es harte Schule (nicht nur im Ausbildungsbereich) oder ist es tatsächlich ein Abenteuer, das einen begeistert und motiviert?

Vielleicht auch eine Anregung unter diesem Aspekt das Jahr 2007 zu betrachten, wie lernen und wachsen wieder etwas werden kann, das Spaß macht und ansteckt. Was würden Sie dazu als erstes umsetzen? Lassen Sie uns Ihre Ideen wissen, ich freue mich über jeden Kommentar dazu.

Next »