berwis_fuellfederhalter_252527.jpgHaben Sie den Film “Das Beste kommt zum Schluss” gesehen? Mit Jack Nicholson und Morgan Freeman? Nein? Dann sollten Sie das unbedingt nachholen.

Ein dichtes Portrait von zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten und durch eine Diagnose, die beide gleichermaßen trifft, verbunden werden. Sie haben beide Krebs und Ihnen bleiben noch sechs Monate, mit Glück ein Jahr.

Es ist ganz erstaunlich wieviel Leben trotz diesem schweren Thema in den Film einzieht. Die beiden machen sich zu zweit auf die Reise. Finden durch ihr bevorstehendes Ende ins Leben zurück. Und all das wird möglich durch die “Löffel-Liste” (Bucket List).

Diese Liste beginnt Carter (Morgan Freeman) zu schreiben an, als er im Krankenhaus im gleichen Zimmer mit Edward (Jack Nicholson) liegt. Und sie soll all das aufnehmen, was er noch erleben möchte, bevor er “den Löffel abgibt”. Er setzt solche Dinge darauf wie “lachen, bis ich weinen muss” oder “etwas majestätisches sehen”.

Als er jedoch seine Diagnose erfährt, wirft er die angefangene Liste weg. Edward findet sie und ergänzt sie durch weitaus prosaischere Dinge wie Fallschirmspringen u.ä. Die Entscheidung sich auf all das einzulassen und diese Liste zu leben, fällt unter dem Aspekt “wenn nicht jetzt, dann nie mehr, denn ein später gibt es nicht“.

Vielleicht ahnen Sie schon auf was ich hinaus will und denken möglicherweise ‘jaja, kenn ich schon, ich soll jetzt auch so eine Liste schreiben blablabla….’

Und wissen Sie was, Sie haben damit vollkommen recht, falls Sie so etwas im Kopf haben sollten. Sogar auf zweierlei Art recht, denn ich möchte sie tatsächlich dazu einladen, Ihre ganz persönliche Löffel-Liste zu schreiben. Und Sie haben recht, dass es keinen Sinn macht, wenn man sich nicht dazu entscheidet, sich wirklich darauf einzulassen.

Doch mal ganz ehrlich, was ist schon dabei? Schenken Sie doch sich selbst die nächsten Minuten und denken mit Block und Stift über Ihre Löffel-Liste nach:

  • Was möchten Sie noch sehen von der Welt?
  • Welchen Traum schieben Sie schon soo lange vor sich her?
  • Welche Verrücktheiten wollten Sie immer schon mal machen?
  • Welche Sportart möchten Sie gern ausprobieren?
  • Welcher Nervenkitzel würde Sie lebendig fühlen lassen?
  • Was haben Sie Ihren liebsten Menschen nicht gesagt, obwohl Sie das schon lange tun wollten?
  • Wie können Sie Freude verbreiten?
  • Welche Geschenke möchten Sie sich selbst noch machen?
  • Bei wem möchten Sie sich bedanken?
  • Welches Naturerlebnis würde Sie innerlich still werden lassen?
  • Was würden Sie bereuen, wenn Sie es nicht machen würden?
  • Welches Essen möchten Sie noch kosten?
  • Welche Musik live hören?
  • Was möchten Sie noch lernen?
  • Welche Sprachen möchten Sie gern sprechen?
  • Welches Handwerk erlernen?
  • Welchen Tanz einüben?
  • Welche künstlerische Richtung möchten Sie ausprobieren?
  • Welches Auto (probe-)fahren?
  • Welche Bücher lesen?
  • Was wäre für Sie “etwas majestätisches sehen“?

Ergänzen Sie die Liste nach Belieben und fangen Sie all Ihre Gedanken dazu auf. Die Löffel-Liste ist eine wunderbare Möglichkeit wieder mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Und damit im Jetzt zu leben.

Wenn Sie tatsächlich Ihre Liste angefangen haben, werden Sie den Zug spüren sie zu verwirklichen. Schritt um Schritt. Damit gestalten Sie aktiv Ihr Leben und leben MIT sich und nicht neben sich her.

Machen Sie einfach ohne lang darüber nachzudenken den Anfang. Schreiben Sie Ihre Löffel-Liste. Hier können Sie die Fragen zum Mitnehmen downloaden. Und als Inspiration sei Ihnen der Film “Das Beste kommt zum Schluss” nochmals ans Herz gelegt.

j0386638.jpgÜber diesen Begriff bin heute gestolpert und hängengeblieben. Wohlhabend. Wohl haben.

Lässt sich “wohl” haben? Ist das nicht eher ein Gefühl? Das ist wirklich interessant. Ließe sich dann sagen, wer wohlhabend ist fühlt sich auch wohl? Oder ist es einfach nur eine Entsprechung von reich?

Welche gefühlte Qualität haben diese beiden Wörter für Sie?

Also ich für meinen Teil empfinde reich eher als kühl und wohlhabend eher als angenehm warm. Mit jemandem der wohlhabend ist, bringe ich auch eine wohl-wollende Geisteshaltung in Verbindung. Wie z. B. jemand der als Mäzen künstlerische Arbeit unterstützt oder als Initiator Stiftungen gründet.

Mit jemandem der reich ist bringe ich Dinge und Statussymbole in Verbindung. Und damit Besitzdenken und Fokussierung auf materielle Güter, Ansehen und ein bestimmtes Image.

Unter diesem Blickwinkel ist es für mich persönlich also erstrebenswerter wohlhabend zu sein als reich. Selbstverständlich ist das eben meine ganz persönliche Empfindung.

Worauf ich mit diesem Vergleich hinaus will, ist die Tatsache, dass Wörter für uns über die “duden’sche” Bedeutung hinaus eine ganz persönliche Qualität haben. Und diese beeinflusst uns weit mehr als wir denken.

Dieses plakative Beispiel mit wohlhabend/reich habe ich auch deswegen gewählt, weil es ein Anliegen vieler Menschen ist reich zu sein. Und doch scheint es nicht so einfach zu verwirklichen. Mal ganz abgesehen von äußeren Umständen, inneren Programmen u. ä. kann Ihnen eine aufmerksame Wahrnehmung Ihrer Empfindungen beim Nutzen bestimmter Wörter interessante Aufschlüsse geben. Sinn macht das vor allem dann, wenn Sie eine gewisse emotionale Intensität feststellen.

Und wenn nun jemand den Begriff “reich” in seiner gefühlten Qualität eher als unangenehm empfindet, ist dies ein weiterer Grund reich zu sein/zu werden tunlichst zu vermeiden. Denn wer strebt es schon an, sich unangenehm fühlen.

Probieren Sie es doch mit unseren Beispielwörtern selbst einmal aus und achten auf die ersten spontanen Emfindungen. Sie können Gegensatzpaare als Hilfestellung verwenden wie kalt/warm, dunkel/hell, weich/kratzig, schwer/leicht usw.

  • Wie fühlt sich “reich” für Sie an?
  • Und wie fühlt sich “wohlhabend” für Sie an?

Machen Sie sich ein paar kurze Notizen dazu, das kann sehr aufschlussreich sein.

Wie wär’s mit noch einem Wortpaar?

  • Wie fühlt sich Disziplin für Sie an?
  • Und wie steht’s mit Durchhaltevermögen?

Auch das ist ein Begriffpaar, das etwas sehr ähnliches beschreibt.

Wenn Sie nun auf diese spielerische Art Ihre Sprache und Wortwahl wahrnehmen, könnte es sein, dass Sie im übergeordneten Sinn eine Ahnung davon bekommen, welche Gefühle Sie sich selbst hauptsächlich verschaffen.

Was denken Sie? Welches Verhältnis wird sich bei Ihnen dabei ergeben? Eher in eine angenehme oder eine unangenehme Richtung? Schätzen Sie doch mal spontan das Verhältnis in %. (Diese spontanen Aussagen sind überaus interessant und spiegeln sehr häufig Ihre persönliche Realität.)

Sollten Sie bei 50/50 gelandet sein, so ist das doch schon mal ausbaufähig. Und wer den unangenehmen Bereich höher bewertet hat wie den angenehmen sollte sich darüber Gedanken machen, ob ihm denn das gefällt. Falls nicht, sollten Sie zusätzlich darauf achten, welche wortgewaltige Negativität von außen auf Sie einströmt, allein nur durch Zeitung, Fernsehen und Internet.

Sie dürfen eines nicht vergessen: Sobald der Mensch lesen gelernt hat, ist er nicht mehr in der Lage “nicht” zu lesen. Und das bedeutet damit, dass alle Katastrophenmeldungen die Ihnen als Text begegnen, alle Unglücke, Horrorszenarien der Wirtschaft usw. von Ihnen aufgenommen werden. Ob Sie nun wollen oder nicht. Denn Sie können nicht “nichtlesen”. Und das fördert das Wohlbefinden im seltensten Maße.

In so einem Fall kann ich Ihnen nur dringend eine Mediendiät empfehlen. Lesen Sie mal zwei Wochen keine Zeitung und sehen und hören keine Nachrichten an.

Falls Sie sich Sorgen machen etwas wichtiges zu verpassen, kann ich Sie beruhigen. Ich z.B. lese seit über 10 Jahren keine Zeitung mehr und höre und sehe mir keine Nachrichten mehr an. Und ich kann Ihnen aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass ich deswegen keineswegs uninformierter bin. Im Gegenteil es bleibt mehr Zeit für die gezielte Informationsaufnahme. Und das was soo wichtig ist, bekommen Sie sowieso mit. In Gesprächen in der Familie, mit Freunden und Kollegen.

Um den Kreis zu schließen als Resümee:

Worte haben für uns eine gefühlte Qualität und lösen etwas in uns aus. Das ist oft für jeden Menschen etwas anderes. Und um uns selbst mehr inneres Wohlbefinden zu verschaffen, lohnt es sich die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu erhöhen wenn wir mit Sprache umgehen.

Wer dazu gern etwas praktische Hilfe hätte, dem seien die Werke von Mechthild Scheurl-Defersdorf empfohlen. Sie hat das energetische Sprachtraining entwickelt, das sich mit der oft übersehenen Bedeutung und Wirkung von Worten beschäftigt. Hier finden Sie das ganze als wunderschön gestaltetes Kartenset.

Und wie immer freue ich mich auf Ihre Anmerkungen und Kommentare zum Thema.

wetterhahn.jpgLeben ist die Summe all unserer Entscheidungen.

Albert Camus - Fundstelle: Harvard Business Manager April 2006

Lassen Sie uns das nochmal ganz bewusst lesen:
~~~ Leben ist die Summe all unserer Entscheidungen. ~~~

Das bedeutet also, das Leben, das Sie heute erleben, ist das Ergebnis all Ihrer bisherigen Entscheidungen. Wenn wir mal das Konzept der Fremdbestimmung, Sachzwänge oder wie man es auch immer bezeichnen möchte beiseite lassen, erleben Sie jetzt gerade in diesem Moment die Qualität Ihrer bisherigen Entscheidungen.

Lassen Sie diese Gedanken doch mal richtig wirken: Sie erleben jetzt gerade die Qualität und Ergebnisse Ihrer bisherigen Entscheidungen.

Wie geht es Ihnen damit? Wie fühlt sich das an? Ist es ein frohes Gefühl, ein glückliches, ein zufriedenes, ein erschrockenes, ein trauriges, ein ärgerliches, ein ernüchterndes, ein….?

Nehmen Sie alles bewusst wahr, was als Empfindung in Ihnen aufsteigt und benennen Sie sie. Es fühlt sich ….. an.

Und was sagt uns diese Momentaufnahme? Nun sie gibt uns die Chance auf eine bestimmte Art und Weise unser Leben zu betrachten.

Wenn Sie diese Empfindung die Sie benannt haben ansehen: Welche Entscheidungen haben zu diesem Gefühl geführt? Grenzen Sie den Zeitraum über den Sie nachdenken bewusst auf verschiedene Ebenen ein. Welche Entscheidungen, die Sie:

  • heute
  • diese Woche
  • diesen Monat
  • dieses Jahr
  • noch länger zurück

getroffen haben, haben zu diesen Empfindungen geführt?

Gehen Sie noch einen Schritt weiter, welche Entscheidungen hätten Sie längst treffen müssen und sind noch offen?

Dieser Schwebezustand kann uns regelrecht lähmen. Wieso fällt es uns nur so schwer, manche Entscheidungen zu treffen? Der Hauptgrund ist meist eine diffuse Angst, die uns vor konkreten Schritten abhält. Wenn wir dieser Angst näher kommen, dann stellt sich fast immer heraus, dass wir Angst haben zu verlieren.

Vordergründig möglicherweise materielle Verluste, Imageverlust, Bequemlichkeit. Einen tieferen Blick darauf geworfen, zeigt sich unser wahres ängstliches Gesicht. Denn der befürchtete Verlust führt in unseren Gedanken häufig zu einem Wertigkeitsverluft in den Augen anderer. Und wenn Sie diesen Pfad zu Ende denken, landen Sie bei unserer Urangst ungeliebt zurückgelassen zu werden.

Entscheidungen haben einen Preis. Auch die, die Sie nicht treffen. Das sind die sog. Opportunitätskosten = Möglichkeitskosten.

Besonders deutlich wird dieser Zusammenhang, wenn man sich das Wort Ent-Scheid-ung näher betrachtet. Hier wird klar, dass es eben um ein Ab-Scheiden geht, eine Trennung. Doch um das wirklich tun zu können, müssen mir die Möglichkeiten klar sein, zwischen denen ich wählen kann. Und natürlich auch Klarheit darüber, was es mich jede Möglichkeit kostet, da ich dafür ja etwas anderes nicht (mehr) haben werde.

Wenn Sie z. B. schon des längeren an der Entscheidung dran sind, ob Sie den Job wechseln sollen, machen Sie sich klar, welche Ängste Sie mit dieser Entscheidung verbinden. Fürchten Sie materielle Einbußen, Kontakte zu verlieren, dem neuen nicht gewachsen zu sein, mehr Stress, Mobbing usw….?

Verschaffen Sie sich wirklich Klarheit über die beängstigenden Bilder die Ihnen dazu einfallen. Und wenn Sie damit wissen, vor was Sie zurückschrecken, werfen Sie gedanklich einen Blick auf das Gegenteil. Denn das ist es was Ihnen in diesen Momenten fehlt. Eben z. B. das sichere Gefühl genügend Geld zur Verfügung zu haben, die Gewissheit tragfähige Freundschaften zu haben, den Mut sich auf neues einlassen zu können und Freude dabei zu empfinden, Gelassenheit zu empfinden.

Da unsere Entscheidungen auf unseren Gedanken aufbauen, können Sie mit einem Blick auf Ihre bisherigen Entscheidungen sehen, was Sie wirklich denken. Über sich selbst denken. Und um nun zu für Sie besseren Entscheidungen zu kommen, ist Gedankenarbeit nötig.

Denn wohin Sie Ihre Aufmerksamkeit lenken, dem geben Sie Energie. Was das bedeutet, kennt Jeder von Ihnen, der schon mal mit dem berühmten falschen Bein aufgestanden ist. Den Tag konnte man dann getrost abhaken. Doch wieso eigentlich? Wenn Sie sich in solchen Situationen selbst beim Denken zusehen könnten, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie einen Dialog ähnlich dem folgenden im Kopf haben:

“Na toll, der Tag fängt ja schon super an….Und heute hab ich auch noch….So ein Mist…..Shit, und das hab ich auch völlig vergessen…..oh Mann, XY wird wieder schlechte Laune haben…..zu spät dran bin ich auch schon wieder….usw. usw. usw.”

Und wenn Sie nun mit diesem negativen Energiepotential schon in den Tag starten, wird Ihnen Ihr Unterbewusstsein auch genügend Situationen liefern, mit denen sich genau dieser miese Verlauf bestätigt. Und das läuft nun keineswegs so bewusst ab, dass Sie diesen Prozess immer bemerken, Sie erleben “nur” das Ergebnis und Ihr Erleben zementiert wiederum Ihre Gedanken.

Was die meisten Menschen dabei vergessen: Das ist nur eine Richtung die man einschlagen kann. Auf der Spirale quasi nach unten zu reisen. Doch es bleibt ebenso die andere Möglichkeit, nach oben zu denken. Sich bewusst dafür zu entscheiden, sich von irgendwelchen Widrigkeiten nicht beeindrucken zu lassen und sich eine gelassene und frohe Stimmung zu bewahren.

Denn Sie sind HerrIn im Haus Ihrer Gedanken. Ich könnte mich noch sehr bemühen, dass Sie ganz bestimmte Gedanken denken. Doch das wird nicht funktionieren, denn ich kann mir schwerlich in Ihren Kopf einklinken. Denken tun nur Sie allein. Niemand sonst ist in Ihrem Kopf. Sie sind HerrIn Ihrer Gedanken.

Das gibt Ihnen die Freiheit Ihre Gedanken zu wählen. Und auch abzuwählen. Das macht man nun vielleicht nicht mal “eben schnell” nebenbei. Das erfordert tatsächlich Gedankenarbeit. Das ist wahr. Und natürlich ist es auch nicht immer einfach. Doch von einfach hat auch keiner was gesagt…

Auf der anderen Seite lernen Sie dadurch die Magie kennen, die bewusste Gedanken und Entscheidungen verbreiten. Je bewusster ein Mensch sich über seine inneren Motive im Klaren ist und umso fokussierter die eigene Aufmerksamkeit darauf ausgerichtet ist, umso zufriedener und glücklicher werden Sie sich fühlen.

Und damit möchte die Schleife “binden” zu unserem Eingangszitat von Albert Camus: “Leben ist die Summe all unserer Entscheidungen.”

Ist es nicht erstrebenswert sich einfach gut bei diesem Blick auf das eigene Leben zu fühlen? Dass die Entscheidungen die wir treffen, uns glücklich, zufrieden, freudig und gelassen stimmen?

Sie können in jeder Sekunde Ihres Lebens anfangen, die Qualität Ihrer Gedanken und Entscheidungen zu verbessern. Trainieren Sie Ihre bewusste Wahrnehmung und nehmen Sie die Wirkung Ihrer Gedanken und Handlungen wahr. Seien Sie nahe an sich dran. Seien Sie sich nahe im Geiste.

gehhilfe.jpgHilfe von außen hat oft zur Folge, dass man geschwächt wird. Wenn man sich auf die inneren Ressourcen verlässt, wird einen das hingegen immer stärken. Was auch für einen getan wird, es nimmt einem bis zu einem gewissen Grad den Antrieb und die Notwendigkeit, selbst etwas für sich zu tun.

Samuel Smiles 1866 - Fundstelle: Fiona Harrol - Life Coach

Dieser Text lässt sich nun wirklich nicht als brandneu bezeichnen. Er wurde immerhin vor 142 Jahren verfasst. Und doch hat er nichts von seiner Wahrheit eingebüßt. Wenn man sich auf diesen Gedanken einlässt, gibt es viel zu entdecken.

Auf das eigene Umfeld übertragen können sich interessante Fragen ergeben: Wo z.B. übernehmen Sie zuviel Verantwortung und nehmen damit anderen die Möglichkeit es selbst zu tun?

Und auf der anderen Seite, was wird Ihnen zu sehr abgenommen? Wo lassen Sie sich schwächen?

Als weiteren Aspekt lässt sich die Frage nach den inneren Ressourcen stellen. Inwieweit machen Sie von Ihren Kräften Gebrauch und stärken sich selbst den Rücken?

Wie so oft ist eine zu starke Verantwortungsübernahme angstgesteuert. Denjenigen, denen man etwas abnimmt (ob nun familiär, beruflich oder in einem anderem Umfeld), traut man nicht zu, dass Sie es selbst können. Oder vielleicht besser gesagt, man traut Ihnen nicht zu, dass Sie es so machen, wie WIR es als richtig ansehen.

Doch wir vergessen dabei, dass nur wer die Erlaubnis hat etwas auszuprobieren und dabei auch evtl. scheitern darf, wird aus seinen Erfahrungen einen Schatz anlegen können, der ihm auf seiner weiteren Reise wertvoll ist.

Auch jemanden zu sehr zu brauchen, kann dazu führen, dass wir ihn quasi in unser Netz der Verantwortlichkeit einspinnen. Nicht loslassen wollen und davor Angst zu haben, abgelöst zu werden.

Das Festhalten lässt uns klammern und den anderen wie eine Beute einbinden. Die Folge ist häufig spontane Aggression auf der einen Seite und Hilflosigkeit auf der anderen. Man meint es ja nur gut und genau dieser Gedanke lässt uns zu sehr auf jemand anderen fixiert sein.

Der Witz dabei ist, dass wir es damit in erster Linie gut mit UNS meinen und erst in zweiter Linie mit dem anderen. Denn im Sorgen und Verantwortlichsein für den anderen erleben wir uns verbunden und fühlen uns sicher vor dem Verlassen werden.

Die gute Lösung liegt wie so oft in unserem Inneren. Wer Verantwortung abgeben kann, schenkt seinem Gegenüber etwas sehr wertvolles: Vertrauen. Und genau das ist es auch, was wir uns selbst schenken sollten. Vertrauen. In uns. In unsere Fähigkeiten. In unsere Stärke. In unsere Verantwortlichkeit uns selbst gegenüber.

Was können Sie jetzt tun, um das Vertrauen in sich zu stärken?
Mit was für einer Art zu denken sollten Sie aufhören?
Und mit welchen Gedanken bestärken Sie Ihr Vertrauen?

Gedanken zu Ostern

uhr.jpgOstern ist für mich persönlich mit dem Tod meines Vaters verbunden. Es werden nun bald zwei Jahre, dass er gestorben ist.

Meine Gedanken gehen jetzt in diesen Feiertagen nach innen, wieder aufmerksam werden für das Wesentliche im Leben. Nachdenken darüber ob ich selbst in einem guten Kontakt mit mir bin und damit auch mit den Menschen die mir am nächsten stehen.

Und wie auch letztes Jahr habe ich von einer lieben Freundin einen wunderbaren Text bekommen, den ich gern mit Ihnen teilen möchte. Vielleicht nehmen Sie sich einfach einen Moment Zeit und lassen ihn auf sich wirken.

Das Pardoxe der Zeit

Das paradoxe unserer Zeit ist, dass wir höhere Gebäude aber kleinere Gemüte haben, breitere Autobahnen aber engere Sichtweisen. Wir geben mehr aus aber haben weniger, wir kaufen mehr aber erfreuen uns weniger daran. Wir haben größere Häuser aber kleinere Familien, mehr Annehmlichkeiten aber weniger Zeit. Wir haben mehr Grade aber weniger Sinn und mehr Probleme, mehr Medizin aber weniger Wohlbefinden.

Wir trinken zu viel, rauchen zu viel, geben zu gedankenlos Geld aus, lachen zu wenig, fahren zu schnell, werden zu wütend, bleiben zu lange wach, stehen zu müde auf, lesen zu wenig, schauen zu viel fern, und beten zu selten.

Wir haben unsere Besitztümer vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir reden zu viel, lieben zu selten und hassen zu oft.

Wir haben gelernt uns durchs Leben zu schlagen aber nicht gelernt ein Leben zu haben.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugegeben aber nicht den Jahren das Leben. Wir haben den ganzen Weg zum Mond zurückgelegt, aber Schwierigkeiten, die Straße zu überqueren um unseren Nachbarn kennen zu lernen.

Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht unser innerstes. Wir haben große Dinge getan, aber nicht bessere. Wir haben die Luft gereinigt, aber unsere Seele verschmutzt.

Wir haben das Atom in den Griff bekommen, aber nicht unsere Vorurteile. Wir schreiben mehr, aber lernen weniger. Wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt uns zu beeilen, aber nicht zu warten. Wir bauen immer mehr Computer, um immer mehr Informationen zu verwahren und so viele Kopien wie noch nie zu erstellen, aber wir kommunizieren immer weniger.

Das sind die Zeiten des schnellen Essens und der langsamen Verdauung, größerer Menschen und kleinerer Charakter, steilen Gewinnen und oberflächlichen Beziehungen. Es sind die Tage der zwei Einkommen aber mehr Scheidungen, schicken Häusern aber zerstörten Zufluchten.

Es sind die Tage von schnellen Ausflügen, Wegwerfwindeln und Wegwerfmoral, One Night Stands, übergewichtigen Körpern, und Pillen, die alles erledigen, vom aufheitern bis ruhigstellen, bis töten.

Es sind die Zeiten, in denen eine Menge im Schaufenster und nichts im Lager ist. Zeiten in denen Technologie diese Zeilen zu dir bringt und eine Zeit in der du entscheiden kannst sie entweder zu lesen oder schnell weiter zu springen.

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Denk daran, mehr Zeit mit deinen Lieben zu verbringen, weil diese nicht für immer da sein warden.

Denk daran, ein paar liebe Worte zu dem zu sagen, der bewundernd zu dir aufschaut, weil diese kleine Person bald erwachsen sein wird und deine Seite verlässt.

Denk daran, jemandem der dir nahe steht zu umarmen, weil das der einzige Schatz ist, den du mit deinem Herzen geben kannst und der keinen Cent kostet.

Denk daran “Ich liebe dich” zu deinem Partner und deinen Lieben zu sagen, aber es vor allem auch zu meinen. Ein Kuss und eine Umarmung wird Schmerz lindern, wenn es aus deinem tiefen Innern kommt.

Denk daran, Hände zu halten und den Moment zu genießen, eines Tages wird diese Person nicht mehr da sein.

Nimm dir Zeit zu lieben, zu sprechen und die wundervollen Gedanken zu teilen.

Und denk immer daran:
Das Leben wird nicht an den Atemzügen gemessen sondern an den Momenten in denen es dir den Atem raubt.

Georg Carlin

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Wer gern noch mehr lesen möchte: hier finden Sie den nachdenkenswerten Text vom letzten Jahr. Ich wünsche Ihnen ein wunderbares Osterfest. Zeit, die Sie mit Ihren Lieben verbringen können und Frieden im Herzen.

Quintessenz - Gedanken zum Mitnehmen

j0289822.jpgErreiche nicht dein Lebensende, nur um herauszufinden, dass du nicht gelebt hast. Denn viele, die an den Punkt kommen, da sie die Erde verlassen müssen, schauen zurück und sehen all die Freuden und die Schönheit, die nicht die ihren waren, weil sie nur ihre Ängste gelebt haben.
Häuptling Clearwater

Fundstelle: Fiona Harrold - Life Coach

Über Ängste sagt man, dass sie wie ein Vergrößerungsglas wirken. Sie einen lähmen wie ein Reh, das in den Lichtkegel eines Autos gerät. Angst ist innere Unruhe und Panik gepaart mit äußerer Erstarrung. Und ein Übermaß von Angst hält uns vom Leben ab.

Wenn Sie sich in Gedanken in die Zukunft versetzen und sich die Gedanken von Häuptling Clearwater in Erinnerung rufen, was wird Ihnen bewusst über Ihren Umgang mit Ängsten auf der einen Seite und Freuden auf der anderen? Welches Verhältnis besteht zwischen Ihnen?

Von was halten Sie sich selbst durch Ihre Ängste ab? Und woher wissen Sie denn überhaupt, ob das was Sie befürchten, auch wirklich eintreten wird? Könnte es nicht vielmehr sein, dass wir uns damit in unserer Komfortzone einrichten wollen? Sich seinen Ängsten stellen hat immer etwas mit Veränderung zu tun. Und Veränderung ist nicht gerade die beliebteste Eigenschaft in unserem Leben. Das bedeutet erst mal neues, unbekanntes, manchmal unangenehmes und dem gehen wir halt gern aus dem Weg. Doch was ist die Alternative?

Man kann so gebremst ein ganzes Leben verbringen. Und dann am Ende seines Lebens zurückschauen und unwiderbringlich feststellen, dass die Zeit vorbei ist, etwas anders machen zu können. Wissen Sie, wir vergessen viel zu oft, dass unser Leben tatsächlich endlich ist. Es hat auf jeden Fall ein Ende. Auch wenn wir uns darüber grad keine Gedanken machen wollen.

Irgendwann werden wir keine Zeit mehr haben, etwas neues zu beginnen, Liebe in unserem Leben zuzulassen, die Wahrheit zu sagen, unser Echtsein zu spüren, das Leben mit jeder Minute zulassen und annehmen, die Kleinigkeiten wahrzunehmen, Freundlichkeit zu verschenken, sich seiner selbst und der eigenen Menschlichkeit bewusst zu werden und Dankbarkeit dafür zu empfinden.

Was wäre, wenn Ihr Leben in einem Jahr zu Ende wäre? Was würden Sie sofort ändern? Welche Ängste würden Sie augenblicklich über Bord werfen? Welche Träume würden Sie sich erfüllen? Welche Projekte würden Sie sofort fallenlassen? Was würden Sie den wichtigen Menschen in Ihrem Leben mitgeben, sagen und zeigen wollen?

Was davon können Sie sofort machen?

Offene Posten und gute Abschlüsse

Die Überschrift hat nichts mit Buchführung zu tun, wie sich an der Begrifflichkeit vermuten ließe. Nein mir geht es um andere offene Posten, die sich nicht mit Geld ausgleichen lassen.

anker_ohne_boot_213878.jpgWie sieht es in Ihrem Leben momentan in Sachen unerledigte Dinge aus? Eben offene Posten? Das meiste, was man da so vor sich her schiebt, hat emotional richtig Power. Und das macht es oft so schwierig sie abzuschließen bzw. einen Schritt vorwärts zu kommen.

Bildquelle: pixelio

Machen Sie doch mal spaßeshalber eine Liste. Ob nun gleich schriftlich oder nur erst im Kopf bleibt ganz Ihnen überlassen. Mit was beschäftigen Sie sich schon eine ganze Weile, geht Ihnen im Kopf herum, lässt Sie nicht los? Gibt es vielleicht noch

  • offene gebliebene Gespräche (Streits, Eskalationen, Diskussionen usw.)?
  • sind es so ungeliebte Themen wie die berühmt-berüchtigte Steuererklärung?
  • Anrufe die Sie vor sich her schieben?
  • Entscheidungen die Sie noch nicht getroffen haben?
  • nicht zurückgegebene Dinge?
  • Versprechen, die Sie noch nicht gehalten haben?
  • Geld, dass Sie noch zurückzahlen müssen?
  • Abschiede, die Sie hinausschieben?
  • usw.

Je mehr unerledigtes es in einem Leben gibt, umso mehr Energie ist in diesem Leben auch gebunden. Und um so gebundener, fast schon gefesselter, ist dadurch der Mensch.

Erlebt haben Sie bestimmt schon einmal das Gegenteil, nämlich wie befreiend es sich anfühlt, wenn man lange unerledigtes endlich zu einem guten Abschluss bringen kann. Hier kommt die Energie wieder zurück.

Wenn Sie sich nun spontan für einen Punkt auf Ihrer Liste entschieden haben, dann überlegen Sie nun konkret, was ist hier nötig für einen guten Abschluss, bzw. nächsten Schritt. Und tun Sie das erst mal als Experiment. Nur als Trockenübung. Stellen Sie sich die Frage so, als ob es nicht Ihre Angelegenheit wäre, sondern die eines Freundes/einer Freundin.

  • Was wäre für diese Angelegenheit ein guter Abschluss?
  • Welche Handlung ist dafür als nächstes erforderlich? Was genau ist zu tun?
  • Mit welcher Handlung kommt die Energie wieder zurück?
  • Wer kann Sie dabei unterstützen?
  • Und was für Konsequenzen hat das Nichthandeln? Sprich, wie hoch wird der Preis und was genau ist der Preis für’s Nichthandeln?

Und wenn Sie dies für einen Punkt auf Ihrer Liste geschafft haben, dann nehmen Sie sich doch einfach noch einen vor und gehen genauso vor. Immer in dem Wissen, dass das hier ein Gedankentraining ist. Sie trainieren, eine gewisse Distanz zu wahren und aus dieser Instanz heraus wieder in eine Handlungsfähigkeit zu gelangen.

Denn was uns in diesen Situationen am meisten fehlt, ist Klarheit. Klarheit darüber, was überhaupt alles ansteht, was genau für Auswirkungen auf einen zukommen. Schon allein die Fülle an Gedanken lässt einen oft erstarren. Und genau darin liegt die Gefahr. Nicht mehr unterscheiden zu können, welche Reaktion denn nun angemessen ist und wann die Grenze zum ’sich selbst verrückt machen’ überschritten wird.

Wer zu nah dran ist, wird den Überblick nicht haben und nicht wahren können. Dieser ergibt sich eben erst aus einer gewissen Distanz. Und das lässt sich trainieren.

Wenn Sie nun Ihre Gedanken geordnet haben und Ihnen klar ist, was ansteht, müssen Sie davon nun nichts sofort umsetzen. Im Gegenteil, Sie sollten es ganz bewusst nur in Gedanken klären und die erforderlichen Handlungen auf Papier festhalten. Und dann legen Sie Ihre Niederschrift bis zum nächsten Tag beiseite.

Lesen Sie sich dann am folgenden Tag Ihre Notizen durch und möglicherweise werden Sie für sich das Gefühl haben, “so, jetzt weiß ich was ich tun kann und möchte es umsetzen.” Wenn Sie dieses Gefühl noch nicht haben, dann überlegen Sie ob der Schritt, den Sie notiert haben, vielleicht zu groß ist und suchen ihn zu verkleinern.

Nähern Sie sich so im wahrsten Sinne schrittweise einem guten Abschluss an. Und erleben Sie dabei wie gut es tut, Dinge zu einem guten Abschluss zu bringen, aus eigener Kraft.

Welche Erfahrungen haben Sie mit diesen offenen Posten gemacht? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.