TablettJetzt ist es da, das neue Jahr. Noch ganz blitzeblank, der zweite Tag bewegt sich leise vor sich hin. Die Zeit der Rückblicke ist vorbei und geht nahtlos in die Zeit der Vorausschauen über. Manch einem liegt das und manch einem weniger.

Eine sehr schöne Art sich auf’s neue Jahr einzustimmen habe ich vor einigen Jahren in dem Buch von Melody Beattie: Mehr Kraft zum Loslassen gefunden. Es geht dabei weniger um konkrete Ziele, die man sich stecken soll oder Projekte, die es umzusetzen gilt, sondern eher um eine interessante Art von Fragen.

Bildquelle: Microsoft Online

Es geht auch nicht darum, diese Antworten groß angelegt zu planen, sondern einfach schriftlich festzuhalten, was einen an dem heutigen Tag dazu einfällt. Vielleicht klingt das manchen nach esoterisch angehauchten Wunschlisten, das mag durchaus sein, doch es kommt ja immer darauf an, was man selbst daraus machen möchte.

Wenn Sie Lust haben das ganze jetzt gleich mal auszuprobieren, dann schnappen Sie sich was zu schreiben und horchen auf die Antworten, die Ihnen auf diese Fragen einfallen. Erstellen Sie eine spontane Liste von:

  • Welche Ereignisse sollen in Ihrem Jahr 2010 eintreten?
    .
  • Welche Eigenschaften wollen Sie erwerben?
    .
  • Welche Dinge möchten Sie gern bekommen?
    .
  • Welche Dinge möchten Sie gern tun?
    .
  • Welche Veränderungen sehnen Sie herbei? (sehr interessante Frage!)
    .
  • Welche Orte möchten Sie unbedingt besuchen?
    .
  • Welche Objekte möchten Sie gern sehen?

Vor allem Ihre Antworten auf die Frage nach den Veränderungen, die Sie herbeisehnen, zeigt Ihnen glasklar auf, wo Ihre Kraft gebunden ist. Was Sie innerlich am meisten beschäftigt und wo es sich lohnt, wirklich hinzusehen.

Es gibt einen zweiten Teil von Fragen, die in eine andere Richtung abzielen und richtig Kraft entwickeln können:

  • Welche Dinge möchten Sie 2010 bereitwillig loslassen?
    .
  • Welche Menschen möchten Sie bereitwillig loslassen?
    .
  • Welche Einstellungen möchten Sie bereitwillig loslassen?
    .
  • Welche Verhaltensweisen möchten Sie bereitwillig loslassen?

Sich dafür Zeit zu lassen und sich damit zu beschäftigen, kann Ihren Fokus für die nächste Zeit auf bestimmte Themen einstellen, die in Ihrem Leben gerade präsent sind. Die wichtige Formulierung “bereitwillig loslassen” zeigt auf, dass es dabei um ein gelöstes Loslassen geht. Eines, bei dem es nur wenig Bedauern gibt. Meist ist es weniger unsere Aufgabe Dinge oder Menschen loszulassen, sondern unseren Gedanken darüber eine neue Richtung zu geben.

Sich zu lösen kann häufig bedeuten, sich von anderen wieder sich selbst zuzuwenden. Damit geht meist ein Nachlassen des Drucks einher, den Sie innerlich verspüren. Loslassen heißt damit auch Anspannung zu lösen, die sich im Körper regelrecht manifestiert hat. Denn ein seelisches Festhalten ist zugleich ein körperliches Festhalten im Sinne von unwillkürlicher Muskelanspannung. Und diese zu lösen, kann auch Tränen nach sich ziehen. Und das darf alles sein. Denn Loslassen kann auch zulassen bedeuten. Ein Annehmen dessen, was gerade ist.

Gönnen Sie sich ein innerliches behutsames Lösen. Lassen Sie Ihre Anspannung mit jedem Moment ein wenig mehr los. Es war gut, dass sie da war und es ist gut, dass sie weniger werden darf. Ihre Kraft wird dadurch wachsen und Sie werden alles was es loszulassen gilt, immer besser bewältigen können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gelöstes Jahr 2010!

79 % der Kaufentscheidungen werden inzwischen durch Informationen aus dem Internet getroffen. Und dabei spielen Web 2.0 Elemente und Tools wie Empfehlungen, Blogs, Communities, etc. mittlerweile die größte Rolle. Ist Ihr Unternehmen darauf vorbereitet?

  • Was ist dran am Hype Web 2.0?
  • Wie können Sie Werkzeuge für vernetztes und dynamisches Arbeiten im Unternehmen sinnvoll einsetzen?
  • Warum ist Web 2.0 so wichtig für die Suchmaschinenpositionierung?
  • Was bringt Ihre Reputation 2.0?
  • Wie lässt sich Web 2.0 für ein effektives Marketing und hohe Kundenbindung zielgerichtet aufbauen?
  • Welche Vorteile haben gerade kleine und mittlere Unternehmen durch Weblogs, virale Effekte und mehr?

Es freut mich sehr, dass sich die Gelegenheit ergeben hat, gemeinsam mit Bernhard Akula von Vionic aus Landau zu diesem Thema einen Vortrag zu halten.

Was wollen wir Ihnen an diesem Abend an Informationen präsentieren?

Wir haben uns für folgende Hauptthemen entschieden:
Marketing 2.0 – neue Wege zu und für Kunden

  • Weblogs, Feeds und Podcasts
  • Mehrwert durch Technik. Wie AJAX die Benutzerfreundlichkeit steigert
  • Mass Customization und Online-Konfiguratoren
  • Optimale Nutzung von Communties (Xing, Second Life, etc.)
  • Authentizität durch Bewertungssysteme
  • Empfehlungssysteme

Kommunikation 2.0 – Effizienzsteigerung im Unternehmen

  • Twitter, Yammer, Communote – Kommunikation im Unternehmen
  • Vernetztes Arbeiten im Unternehmen
  • Intranet 2.0 und Projektmanagement
  • gemeinsame Ideenfindung im Netz
  • Wikis – ein Instrument fürs Wissensmanagement
  • Hilfreiche Werkzeuge für den Alltag
  • Online Office Anwendungen

Wann:
Donnerstag, 20. November 2008 – Beginn: 18:00 Uhr

Wo:
ITC Deggendorf

Kosten:
keine

Veranstalter:
IT-Forum Niederbayern in Zusammenarbeit mit der IHK Passau

Anmeldung:
IHK Passau

Wissen ist der Stoff aus dem die Zukunft ist

Aktion gegen ArmutDas ist mein Leitsatz schon seit vielen Jahren. Und als ich nun die ersten Meldungen zum 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung gelesen habe, ist mir ehrlich gesagt ganz schummrig geworden….

Bildquelle: vdk

Denn der Zusammenhang zwischen Armut und fehlender Bildung ist eklatant. Damit wird klar, dass nur durch Wissen eine lebbare Zukunft möglich ist. Und nur wer den Zugang, die Mittel und die Förderung dazu bekommt, wird aus einem armen Leben in eine gesicherte Zukunft gehen können. Hier ein paar Zahlen:

  • 13 Prozent der Bürger in Deutschland sind arm
  • in Großstädten wie Berlin ist mittlerweile jedes dritte Kind von “Hartz IV” abhängig
  • Als arm gilt nach einer Definition der Europäischen Union, wer als Alleinlebender weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient – das sind 781 Euro netto im Monat.
  • “Wenn es die Sozialtransfers wie Arbeitslosengeld II, Wohn- oder Kindergeld nicht gäbe, dann hätten wir statt 13 Prozent 26 Prozent Arme“, Zitat Scholz.
  • Armutsquote der 16- bis 24-Jährigen liegt bei 28,3 Prozent
  • Dauerrisikogruppen sind Alleinerziehende – jeder dritte Haushalt ist arm
  • die Armutsquote bei Familien mit Kindern liegt bei 19,2 Prozent

Ich persönlich finde diese Zahlen erschreckend. Die Schere zwischen bildungsnah (= Tendenz reich) und bildungsfern (= Tendenz arm) geht immer weiter auseinander. Und das heißt, dass vor allem Kinder die nur bei einem Elternteil aufwachsen massiv von Armut bedroht sind oder bereits darin leben.

Das bedeutet z.B. konkret, dass der Anteil der Kinder die in der ersten Klasse, mit kaum einem Heft, Stiften u.ä. ausgestattet in die Schule kommen, immer größer wird. Einfach aus dem Grund, weil kein Geld dafür da ist. Das Aggressionspotential dieser Kinder ist zudem um einiges höher, da die erlebte Hilflosigkeit sich oft dieses Ventil sucht.

Irgendwie hab ich manchmal das Gefühl, dass diese Kluft, die sich hier immer mehr vergrößert auch mit einem kleiner werdenden Sozialgefühl zu tun hat. Es scheint so zu sein, dass der Gemeinschaftsgedanke sich zurückzieht zu Gunsten des sich selbst der nächste zu sein.

Das Engagement im Ehrenamt ist seit Jahren rückläufig und hängt interessanterweise ebenfalls mit dem Bildungsstand zusammen. Der Prototyp des/der ehrenamtlich Tätigen ist mit meist Realschulabschluss oder höher, einer abgeschlossenen Ausbildung und dem regelmäßigen Arbeitsleben, ausgestattet.

Ebenfalls mit dem Bildungsgrad hängt die Länge des Lebens zusammen, wie in Studien festgestellt wurde. Was nun nicht heißen soll, wer mehr weiß, länger lebt. Nein, ein Schuh wird dann draus, wenn man sich klar vor Augen hält, was jemandem der mehr weiß als andere, für andere Möglichkeiten hat.

Ganz banal z.B. die richtigen Fragen zu stellen. Denn wenn ich keine Ahnung von einem Thema habe, hab ich auch keine Ahnung was ich fragen soll. Das wirkt sich natürlich vor allem in finanziellen Belangen aus.

Ein weiterer Aspekt ist die Fähigkeit des vernetzten und kreativen Denkens. Nur wenn ich zu verschiedensten Themen Wissen habe, kann ich Zusammenhänge herstellen und einen Wissenstransfer von einem Thema zum anderen bewerkstelligen.

Und kreatives Denken bedeutet in diesem Fall die Fähigkeit kreative Lösungen entwickeln zu können. Als Grundvoraussetzung brauche ich dafür einen Wissensfundus, einen Erfahrungsschatz aus dem ich schöpfen kann. Aus einem leeren Brunnen werd ich auch kein Wasser bekommen.

Selbstverständlich ist die Politik gefordert, ein grundlegendes Reformpaket in Sachen Bildung und Förderung auf den Weg zu bringen. Doch das wird auf jeden Fall dauern. Und es ist die Frage, ob wir uns das wirklich leisten können, noch lange zu warten und die Dinge hinzunehmen.

Was können wir tun? Wie wäre es denn, sich mit dem Gedanken zu befassen, sich ehrenamtlich zu engagieren? Sich nach Möglichkeiten umzusehen, wie Unterstützung geleistet werden kann. Ob man sich dazu einen kirchlichen Organisation anschließt oder caritativen Einrichtungen, in der Schule der Kinder engagiert oder ähnliches bleibt als Möglichkeit jedem selbst überlassen. Doch überlegen Sie doch einfach mal, was Sie geben könnten um Wissen zu vermitteln.

Wie wäre es mit

  • Unterstützung beim Ausfüllen von amtlichen Formularen
  • einer kostenlosen Beratungsstunde im Monat von Versicherungsberatern oder Leuten sich eben gut mit dieser Materie auskennen
  • klassische Nachhilfe zu geben
  • sich in der Schuldnerberatung zu engagieren, wenn das Ihr Fachgebiet ist
  • als Mentorin jemanden für einen gewissen Zeitraum zu begleiten, wenn Sie z. B. als Coach arbeiten (Ich persönlich habe das immer sehr gern “gegeben” denn es hat meiner Arbeit unabhängig von Entlohnung Sinn verliehen)
  • Informationen zu Gesundheitsthemen weiterzugeben z.B. schon für die Eltern von Kindergartenkindern, damit auch hier der Zugang zu alternativen Methoden möglich wird

Es gibt soviele Möglichkeiten Wissen weiterzugeben und zu vermitteln. Dazu muss man keineswegs LehrerIn sein. Sondern einfach nur den Wunsch haben, jemandem zu zeigen, wie er selbst seinen Brunnen – um das Bild von oben nochmals aufzugreifen – füllen kann.

Mir ist das Thema der Wissensweitergabe ein tiefes Bedürfnis und Anliegen. Und ich hoffe, ich kann Sie mit meinen Zeilen dazu ermuntern, auch selbst aktiv zu werden. Schreiben Sie mir doch Ihre Ideen in einen Kommentar und lassen uns davon profitieren.

Frauen leben länger – aber wovon….?

geldscheine.jpgDiese Zeile ist inzwischen schon zu einem geflügelten Wort geworden. Doch es kümmern sich (leider) immer noch die wenigsten Frauen wirklich um Ihre Absicherung. Wie sich das bewerkstelligen lässt und was dazu nötig ist, machen wir an diesem Vortragsabend zum Thema.

Gerade in der Familienphase, in der das Geld oft knapp ist, denken viele Frauen nicht an ihre finanzielle Zukunft. Veränderungen im Lebensentwurf (Trennung, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Rente) können finanziell zur schweren Belastung werden. Wie Frauen rechtzeitig für sich gut finanziell vorsorgen können, welche Wege sogar Spaß machen können, darum soll es an dem Abend gehen. Auch für Frauen, die es vermeintlich schon verpasst haben, hält der Abend Tipps bereit.

Bildquelle: pixelio.de

Wann:
23. April 2008 ab 19 Uhr

Wo:
Spectrum Kirche Haus Mariahilf, Schärdinger Str. 6, 94032 Passau – Anfahrtsskizze

Veranstalter:
KdFB

Anmeldung:
Tel: 0851/36361, Fax 0851/31812, eMail: kdfb.passau@bistum-passau.de

Kosten:
3 € für Mitglieder des KdFB und 5 € für Nichtmitglieder

Praxis-Vorträge:
Renate Braun – Direktorin der Sparkasse Passau
Welche Möglichkeiten der Absicherung gibt es für Frauen und wie kann ich sie ausschöpfen? Wie ist das jetzt genau mit Riester & Co.? Welche Veränderungen kommen durch das neue Unterhaltsgesetz auf mich zu?

Alexandra Graßler - Die WissensAgentur
Wie kann ich auch mit wenigen Mitteln etwas für meine finanzielle Zukunft tun? Welches Grundwissen sollte ich als Frau im Bereich Finanzen haben? Welche inneren Blockaden und Gedankenmuster stehen vor allem Frauen im Weg beim Aufbau finanzieller Sicherheit? Und wie lässt sich das ändern?

Nutzen Sie diesen Abend um sich zu informieren über dieses so sehr wichtige Thema. Frauen verdienen nun mal immer noch um einiges weniger und können durch Familienpausen auch weniger Rentenzeiten ansammeln. Auch das Modell “mein Mann versorgt mich” hat schon lange ausgedient. Kümmern Sie sich um Ihre Zukunft. Sie können uns an dem Abend mit allen Fragen löchern, die Sie zu diesem Thema beschäftigen.

Wir freuen uns auf Sie!

j0289822.jpgErreiche nicht dein Lebensende, nur um herauszufinden, dass du nicht gelebt hast. Denn viele, die an den Punkt kommen, da sie die Erde verlassen müssen, schauen zurück und sehen all die Freuden und die Schönheit, die nicht die ihren waren, weil sie nur ihre Ängste gelebt haben.
Häuptling Clearwater

Fundstelle: Fiona Harrold – Life Coach

Über Ängste sagt man, dass sie wie ein Vergrößerungsglas wirken. Sie einen lähmen wie ein Reh, das in den Lichtkegel eines Autos gerät. Angst ist innere Unruhe und Panik gepaart mit äußerer Erstarrung. Und ein Übermaß von Angst hält uns vom Leben ab.

Wenn Sie sich in Gedanken in die Zukunft versetzen und sich die Gedanken von Häuptling Clearwater in Erinnerung rufen, was wird Ihnen bewusst über Ihren Umgang mit Ängsten auf der einen Seite und Freuden auf der anderen? Welches Verhältnis besteht zwischen Ihnen?

Von was halten Sie sich selbst durch Ihre Ängste ab? Und woher wissen Sie denn überhaupt, ob das was Sie befürchten, auch wirklich eintreten wird? Könnte es nicht vielmehr sein, dass wir uns damit in unserer Komfortzone einrichten wollen? Sich seinen Ängsten stellen hat immer etwas mit Veränderung zu tun. Und Veränderung ist nicht gerade die beliebteste Eigenschaft in unserem Leben. Das bedeutet erst mal neues, unbekanntes, manchmal unangenehmes und dem gehen wir halt gern aus dem Weg. Doch was ist die Alternative?

Man kann so gebremst ein ganzes Leben verbringen. Und dann am Ende seines Lebens zurückschauen und unwiderbringlich feststellen, dass die Zeit vorbei ist, etwas anders machen zu können. Wissen Sie, wir vergessen viel zu oft, dass unser Leben tatsächlich endlich ist. Es hat auf jeden Fall ein Ende. Auch wenn wir uns darüber grad keine Gedanken machen wollen.

Irgendwann werden wir keine Zeit mehr haben, etwas neues zu beginnen, Liebe in unserem Leben zuzulassen, die Wahrheit zu sagen, unser Echtsein zu spüren, das Leben mit jeder Minute zulassen und annehmen, die Kleinigkeiten wahrzunehmen, Freundlichkeit zu verschenken, sich seiner selbst und der eigenen Menschlichkeit bewusst zu werden und Dankbarkeit dafür zu empfinden.

Was wäre, wenn Ihr Leben in einem Jahr zu Ende wäre? Was würden Sie sofort ändern? Welche Ängste würden Sie augenblicklich über Bord werfen? Welche Träume würden Sie sich erfüllen? Welche Projekte würden Sie sofort fallenlassen? Was würden Sie den wichtigen Menschen in Ihrem Leben mitgeben, sagen und zeigen wollen?

Was davon können Sie sofort machen?

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat eine neue Broschüre herausgegeben mit dem bezeichnenden Titel “Alles grau in grau? – Ältere Beschäftige und Büroarbeit”.

Darin werden Entwicklungen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich mit der unaufhaltsamen demographischen Entwicklung in unserer Arbeitswelt umgehen lässt.

Das finnische Institut für Arbeitsmedizin hat in dem Zusammenhang den Arbeitsfähigkeitsindex (Work Ability Index – WAI) entwickelt. Man könnte nun meinen die hundertste Abkürzung mit irgendeinem Schlagwortgesummse, doch hier ist das nicht der Fall.

Der WAI verbessert durch seine Subjektivität die Möglichkeiten der individuellen und maßgeschneiderten Beratung und Lösung.

Während gesetzliche Regelungen den Standard eines Arbeitsplatzes nach dem Grundsatz ›one size fits all‹ definieren, rückt hier zusätzlich das Individuum mit seinen Stärken und Schwächen in den Mittelpunkt des Gestaltungsinteresses.

An dessen subjektiver Bewertung des Arbeitsplatzes orientiert sich die Optimierung des Arbeitsplatzes und der Arbeit, wodurch neue Gesundheits- und auch Leistungspotenziale erschlossen werden können.

Interessant ist dabei, dass Ältere keineswegs weniger leistungsfähig sind als Jüngere. Das lässt sich durch den WAI zweifelsfrei belegen.

Die Broschüre selbst bringt handfeste Ideen und Argumente in vier verschiedenen Handlungsfeldern:

  • Gesundheit
  • Arbeitsorganisation und -gestaltung
  • Führung
  • Qualifikation, Weiterbildung und lebenslanges Lernen

Die Maßnahmen an sich, sind meist unspektakulär. Allerdings abhängig von der Unternehmenskultur. Wer zu den 50 % gehört, die wenig oder keinen Handlungsbedarf sehen bei der Qualifzierung von über 50jährigen Mitarbeiter (Befragung vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Sommer 2004 bei 537 Betrieben in Deutschland) wird sich in Zukunft Probleme einhandeln. Denn nur noch Jüngere einstellen, wird halt immer schwieriger, wenn sie nicht mehr in dem Maß zur Verfügung stehen.

Was ich ebenso interessant finde, ist, dass die Optimierung der Arbeitsplätze keineswegs nur für ältere Mitarbeiter einen Nutzen bringt, sondern genauso für Jüngere. Damit rückt wieder einmal mehr, die individualisierte Betrachtungsweise in den Vordergrund.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, dem sei die Literatur empfohlen, die sich mit den neuesten Erkenntnissen dazu befasst. Im Bereich Lesefutter finden Sie in der Rubrik Älter werden, Bücher die ich persönlich dazu wertvoll und nutzbringend finde.

bowling.jpgGerade habe ich mir den letzten Teil der Serie Z wie Zukunft von 3sat angesehen. Das Thema war “Die Zukunft unserer Zivilgesellschaft”.

Die Dokumentation hat mich von Anfang gefesselt wie auch erschüttert. Die Tendenz in unserer Gesellschaft geht zu einem sich selbst isolierenden Menschen. Dafür wurde bereits inzwischen ein Begriff geprägt: Bowling alone

Bildquelle: 3sat

Immer mehr Menschen machen vieles für sich allein, haben immer weniger Freunde und zeigen kein bürgerliches Engagement mehr z. B. im Sinne von Ehrenamt. Wie in vielen wirtschaftlichen Entwicklungen ist auch hier Japan der absolute Vorreiter. Vor allem Jugendliche sind dort betroffen die ein gestörtes bis kein Sozialleben mehr haben, was bis dahin führt, dass sie das Haus nicht mehr verlassen.

Doch wir brauchen uns keineswegs zurücklehnen, denn auch in Europa nimmt das soziale Kapital immer mehr ab. Die wirtschaftliche Anschauung führt zu einem Streben nach Erfolg, das allzu häufig die Gemeinschaft aus dem Blick verliert. Wer einmal aus dem Tritt gerät, kommt schnell unter die Räder und verliert oftmals als erstes sein so vermeintlich stabiles soziales Netz. Man könnte fast meinen, dass so etwas wie Arbeitslosigkeit ansteckend ist, um es einmal überspitzt zu formulieren.

Und wer in der täglichen Tretmühle steckt, seine Reputation ausbauen und damit seine wirtschaftlichen Erfolgschancen, hat immer öfter keinen Nerv sich mit Menschen zu beschäftigen die nicht mithalten können.

Doch wo wird uns das hinführen?

Inzwischen stehen psychische Erkrankungen an oberster Stelle der Gründe für Berufsunfähigkeit. Sollte uns das nicht zu denken geben? Sind wir zu beschäftigt um füreinander dazusein? Es ist nachgewiesenermaßen leichter sich seine psychische Stabilität zu bewahren, wenn ein stabiles soziales Netz besteht. Dieses kann einiges von dem psychischen Druck, der auf uns im Arbeitsleben lastet, auffangen.

Doch was, wenn dieses Netz immer mehr Lücken aufweist? Meist macht man sich erst dann Gedanken über dieses Thema, wenn man darauf angewiesen ist. Quasi nach dem alten Sprichwort “in der Not kennst du deine Freunde”. Und wenn’s dann soweit ist und man steht allein da? Dann kann es ganz schön eng werden.

In letzter Zeit führe ich immer wieder Gespräche, die um dieses Thema kreisen. Man stellt irgendwann fest, dass der Freundeskreis immer kleiner wird. Die Gemeinschaft um einen herum weniger und weniger wird. Häufig wird dann die Frage nach dem Warum gestellt. Ich frag dann meistens zurück: “Was machst du denn dafür, dass es sich ändert?” Die Antworten darauf lassen sich kurz gesagt verdichten zu “hab zuwenig Zeit, was soll ich noch alles tun, hab soviel am Hals usw.”

Tja, da war sie wieder die fehlende Zeit. Oder besser gesagt, Zeit ist ja immer gleich viel vorhanden, sie wird nur anderweitig verwendet. Oder noch anders gesagt, bei meiner Entscheidung sie zu verwenden werden andere Interessen als das soziale Kapital höher gewichtet. Man könnte nun einwenden, dass es ja Sachzwänge gibt, Situationen die man halt nicht beeinflussen könnte usw. Nun gut, wer so denkt, entscheidet sich häufig dafür wirtschaftlichen Erfolg (dazu gehört auch Anerkennungserfolg) über die Stärkung von sozialen Bindungen zu stellen, denn Sachzwänge gibt es nicht.

Mir ist bewusst, dass ich mich damit weit aus dem Fenster lehne, doch wenn ich Sie aufrütteln kann darüber nachzudenken, dann hat es sich schon gelohnt.

Denn wer starke soziale Bindungen hat, ist belastbarer und schafft es konfliktreiche Situationen besser zu bewältigen. Die eigene Identität wird durch das Miteinander gefördert und nicht verwässert. Und das fördert die Fähigkeit für sich selbst und andere einzustehen.

Die meisten LeserInnen kennen meine Vorlieben für Fragen. Ich hätte hier wieder ein paar für Sie und bin schon neugierig auf Ihre Antworten. Gern als Kommentar.

 

Was investieren Sie konkret in Ihr Sozialkapital?

  • Welche Kontakte pflegen Sie regelmäßig?
  • Welche Ehrenämter üben Sie aus oder welche Bereiche würden Sie dazu interessieren?

Wieviel Zeit wenden Sie für die Stabilisierung Ihrer sozialer Bindungen auf?

 

  • Treffen Sie sich wöchentlich oder monatlich mit Ihrem Freundeskreis?
  • Planen Sie Unternehmungen, Tagesausflüge, Feiern o.ä. regelmäßig mit Ihrem Freundeskreis?
  • Nehmen Sie sich Zeit für intensive Gespräch in Ihrer Partnerschaft?
  • Wissen Sie wem aus Ihrem Freundeskreis es gut geht und wem weniger?

Wenn Sie Mitarbeiter haben:

  • Wie fördern Sie das soziale Engagement in Ihrem Unternehmen?
  • Was können Sie ab sofort tun, um innerhalb der Firma das soziale Gefüge als stabiles Netz zu etablieren?

Von Adecco stammt die erste Untersuchung zum demographischen Fitnessindex, kurz DFX genannt. Laut der Studie basieren die Daten auf einer Untersuchung, bei der 2500 Unternehmen aller Größen und Sektoren in den fünf größten europäischen Volkswirtschaften befragt wurden.

In der Executive Summary erfährt man:

Die meisten [Unternehmen] haben aber die Alterstruktur ihrer Mitarbeiter noch nicht voll analysiert und sehen die Personalplanung noch immer als kurzfristige Angelegenheit. Im Durchschnitt planen die Unternehmen ihren Gesamtbedarf an Arbeitskräften kaum ein Jahr im Voraus.

Die Unternehmen seien jedoch auf die fünf Handlungsfeldern, anhand derer der DFX in harten Fakten ermittelt wurde, nur unzureichend vorbereitet:

  • Laufbahnplanung
  • Lebenslanges Lernen
  • Wissensmanagement
  • Gesundheitsmanagement
  • Diversity Management

Insgesamt konnten durch die fünf Bereiche 400 Punkte erreicht werden. Das Ergebnis ist alles andere als erfreulich:

Der Europäischer DFX liegt durchschnittlich bei 183 von 400 mögl. Punkten, fast 70% der Firmen liegen unter 200, enormes Optimierungspotential in der EU

Der Bericht enthält viele Hinweise was sich machen lässt und bringt überaus interessante Informationen zum Thema demographische Entwicklung auf den Punkt. Sie können hier die gesamte Studie nachlesen. Aus meiner Sicht eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

via dbc-consult

Arbeiten in der Zukunft

Dieses Video hat mich gerade sehr beeindruckt. So könnte Arbeit in der Zukunft aussehen. Sehen Sie selbst:

via akademix